Stirbt das Internet "dank" Facebook?

Smitha

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27 Januar 2011
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Hallo liebes Klamm-Team, ich bin neu hier und freue mich über aktive Diskussionen :)

Meinen ersten Beitrag widme ich gleichmal einem Thema, was mich zurzeit wirklich beschäftigt. Es geht um soziale Netzwerke bzw. Facebook. Ich hab das Gefühl, man muss bei FB sein, um nichts zu verpassen, dabei stehe ich dem Portal ziemlich skeptisch gegenüber. Jetzt kommt aber auch noch der Trend auf, dass Webmaster mehr und mehr ihre eigenen Seiten aufgeben und ausscließlich bei Facebook präsent sind. Jedenfalls habe ich das in diesem Artikel gelesen https://socialmedia.kkandk.de/2011/...winnt-das-duell-um-die-zukunft-des-internets/

Keine Ahnung, ob das stimmt, aber die deutsche FHM und irgendso eine Agentur hat das ja anscheinend so gemacht, wies im Artikel steht. Da ich auch eine private Website habe, interessiert mich diese Thematik natürlich auch selbst. Wird FB das Internet in Zukunft komplett verändern, ob positiv oder negativ? Müssen wir uns demnächst komplett umstellen? Das würde im Prinzip ja auch dieses Forum betreffen. Mir gefällt diese Vorstellung gar nicht. Was sagt ihr dazu?
 
ich empfinde die Umstellung nicht als problematisch. Ob ich in einem Forum mit meinen Freunden vernetzt bin und/oder bei Facebook macht keinen großen Unterschied.

Dass Homepages wg. Facebook verschwinden ist zum Teil positiv (gibt eh viel zu viel Müll) aber zum anderen gar nicht möglich, weil die Informationen, auf die man im Internet zugreifen will, meist nicht so knapp zu übermitteln sind, wie eine Statusmeldung auf FB das zulässt. Von daher seh ich da kein Problem. Früher waren ICQ und die anderen Messenger das Nonplusultra, heute läuft das Ganze halt auch noch über ne weitere Plattform.

Warum sind eigentlich Neuerungen immer gleich so angsteinflößend? 8O
 
Wenns um das Thema "Facebook" geht reagieren viele hysterisch, als ob die Seite die Weltherrschaft an sich reißen möchte. Es geht lediglich um eine "Community"Seite die eine immense Mitgliederanzahl aufweist und stark progressiv verläuft. Ich kann es verstehen wenn Unternehmen Facebook in Erwägung ziehen, da man dort ganz einfach und schnell seine Zielgruppe ansprechen und neue Kunden werbenk kann.

Ich bin kein FB-Fanatiker, bewundere nur das rasante Wachstum der Seite. Als Bedrohung sehe ich die Seite keineswegs (Datenschutz sei mal dahingestellt)

Statt die Seite permanent auf den Pranger zu stellen, sollte man dies als eine Chance sehen. Was ist denn daran verkehrt wenn ich Fotos von Freunden, Bekannten sehen kann, was sie gerade machen, wie Sie drauf sind etc. Gerade wenn Sie weit weg wohnen.

Naja viel möchte ich jetzt nicht darüber schreiben, bin schließlich nicht der Werbebeauftragte von FB...

Gruß
ts_hasan
 
Ich beantworte die Eingangsfrage mal mit einer übertriebenen Gegenfrage:
WTF ist "Facebook"?! :hö:
 
Ich beantworte die Eingangsfrage mal mit einer übertriebenen Gegenfrage:
WTF ist "Facebook"?! :hö:
Ich kann mich Dir nur anschließen, das "Jungvolk" (nein, das ist nicht aus der Zeit die einige meinen!) das sich bei Facebook tummelt macht sich doch heute noch keine Gedanken was mit den Daten da passiert/passieren kann! Wenn allerdings der erste mal nach seinem abgeschlossenem Studium in einer Führungsposition sitzen sollte und bei einer Neueinstellung nach dem Namen des Bewerbers googelt und dann bei Facebook peinliche Fotos findet.... dann ist es zu spät.
Ich denk mal es wird einfach ein Hype sein der sich so in 1-2 Jahren totgelaufen hat, zum einen sind 99 % der Informationen die da verbreitet werden sinnfrei und überflüssig (wie auch bei twitter) und zum anderen kann ich mir vorstellen das die Reizüberflutung immer mehr User (zur Vernunft) dazu bringen wird Facebook weniger zu benutzen.
 
@Norby, eine Frage.

Nehmen wir mal an die meisten Jugendlichen lernen den ordnungsgemäßen Umgang was ihre persönlichen Daten betrifft und das Wissen, dass das reinstellen von "peinlichen" Fotos negativ auf Ihre zukünftigen Chancen auswirken könnten? Wärst du dann immer noch gegen "FB"? Oder gibt es weitere Gründe dagegen?:)
 
@Norby, eine Frage... Oder gibt es weitere Gründe dagegen?:)

Es gibt noch genug andere Gründe dagegen, ich bin halt 3 Generationen älter als der durchschnittliche FB-Nutzer. Stell Dir mal das Facebook-Modell so um 1958 rum vor:
Da wäre einer gekommen und hätte gesagt "hier steht eine große Schultafel, da hat jeder ein Feld wo er seinen Namen reinschreibt und ggf. ein Bild von sich, und dann daneben Felder wo er reinschreibt was er gern ist /hört/liest (usw.). Dann macht er Pfeile zu den Leuten die er kennt oder mag, und die wieder zu den Leuten die sie kennen/mögen. Irgendwann machen wir das in jeder Viertel/jeder Stadt /jedem Land und die Pfeile werden 2 x tgl per Telefon aktualisiert!"
(Facebook ohne Computer)
Und jeder kann zu jeder Zeit nachsehen wer wen mag (oder nicht) und um wen sich da eine Insel bildet. Das wäre undenkbar.
Und dann die "Wo bin ich und was mach ich heute abend" Aktualitätsrate ansehe; alles Selbstdarsteller (die Frage ob die Daten die da angegeben werden überhaupt authentisch sind ist noch so eine Sache).

Ich habe mal einen Bericht gelesen das angeblich 14-jährige ohne FB kaum noch Kontakte zu Mitschülern haben (ausser in der Schule) und auch nicht mehr zu Treffen eingeladen werden (weil die halt bei FB gepostet und nicht mehr persönlich -als telefonieren noch Geld kostete- oder schriftlich -Geburtstagseinladungen- oder per Handy/SMS -weil das fast umsonst ist-).

Nee, der Sinn hinter dem ganzen ist die Sammlung von Daten über die Nutzer (und deren Verhalten im WEB!) um sie an Werbetreibende zu verkaufen. Je detaillierter desto teuerer, je jünger desto unbedarfter.
Ich habe mir inzwischen angewöhnt kommerzielle Seiten auf die ich nur komme wenn ich cookies aktiviert habe nicht mehr zu betreten (warum muß da jemand wissen woher ich komme, wohin ich gehe und wie lange ich auf der Seite bin? Weiß das jemand?) Sitzungscookies für Warenkörbe OK, aber sonst nur bei Klamm.de und bei den "Nichtkommerziellen" (wenn es denn nicht ohne geht). Und so gesehen ist Facebook ein Riesencookie, den die Nutzer auch noch freiwillig mit Daten füttern die der PC nicht so einfach rausbekommt, wie Größe, Gewicht, Haarfarbe usw. usw.

Wer das im Auge behält wird sich bei klarem Verstand nicht da anmelden.

Frage beantwortet :mrgreen: ?
 
Wer das im Auge behält wird sich bei klarem Verstand nicht da anmelden.

Man hat schon Möglichkeiten. :)
Dinge wie Größe, Haar- und Augenfarbe muss man doch nicht eintragen, peinliche Fotos gehören sowieso nicht ins Internet (auch nicht zu Klamm) und aus der Suche kann man sich rausnehmen lassen, dann wird man nicht gefunden, dann findet man halt selber. :p
 
Hmm also Facebook nutze ich nicht für alles... bzw eigentlich für sehr wenig.
ICQ z.B. ist doch viel genialer zum Chatten. Und private Nachrichten kann man auch über andere Portale schreiben wie Studi oder sonstiges...

Was hat Facebook was andere Seiten nicht haben? Außer dass dort soviele Leute angemeldet sind...?!

Also dass Facebook mal die einzigste Seite im Inet sein wird, brauchen wir nicht befürchten.
 
Bis heute habe ich es erfolgreich vermieden, mich auf Gesichtbuch anzumelden. Und das wird auch so bleiben. Gründe sind unter anderem der mangelnde Datenschutz, kein reges Mitteilungsbedürfnis, reale Kontakte und grobe Unsinnigkeit sozialer Netzwerke in meinen Augen. Mein Internet wird Gesichtbuch niemals verändern. ;)
 
Nee, der Sinn hinter dem ganzen ist die Sammlung von Daten über die Nutzer (und deren Verhalten im WEB!) um sie an Werbetreibende zu verkaufen.

Facebook gibt den durschnittlichen Werts eines Datensatzes mit 100$ an. Daher auch der exorbitante Marktwert.

Facebook ist ja sogar an der Börse mehr Wert als google :roll:
 
Facebook ist in meinen Augen ein weiterer großer Schritt in die Richtung des gläsernen Menschen!

Immer öfter stoße ich mittlerweile darauf, dass man nur noch dort die wichtigsten Informationen einholen und erfahren kann. Welch Wunder, dass ich noch ohne FB leben kann....und nein, ich bin auch noch nicht verblödet ohne diese Super-Plattform. Oder doch? :ugly:

Schon allein der kurze Blick was dort Menschen freiwillig veröffentlichen...*kopfschüttel*...kein Wunder, dass Arbeitgeber sich dort die nötigsten Informationen holen. Sie erfahren dort ja mehr, als in fünf Jahren, die jemand bei ihm angestellt ist. :shifty:
 
Immer öfter stoße ich mittlerweile darauf, dass man nur noch dort die wichtigsten Informationen einholen und erfahren kann. Welch Wunder, dass ich noch ohne FB leben kann....

Ich habe mich dort auch lange bevor ich MICH angemeldet habe mit einem ausgedachten Namen und einer Wegwerf-E-Mail-Adresse angemeldet, einfach damit ich manche Sachen nachschauen kann... ;) Das ist also auch eine Möglichkeit ungläsern up to date zu bleiben. :p
 
Ich habe mich dort auch lange bevor ich MICH angemeldet habe mit einem ausgedachten Namen und einer Wegwerf-E-Mail-Adresse angemeldet, einfach damit ich manche Sachen nachschauen kann... ;) Das ist also auch eine Möglichkeit ungläsern up to date zu bleiben. :p

so gehts mir auch.

Mein Arbeitgeber wird mich im Facebook nicht finden, pikante Fotos hab ich dort nicht hochgeladen (Die bei StudiVZ sind nur für meine Freunde freigeschaltet) und das, was ich hochgeladen hab, dafür schäme ich mich z.B. nicht.
Ob mich einer meiner zukünftigen Mitarbeiter auf ner öffentlich zugänglichen Party sieht oder ich mit 3-4 Freunden auf einem Foto zu sehen bin, was macht das denn für nen Unterschied?

Meine Größe und mein Gewicht und das andere Zeug (wie Helldoor schon sagte) schreib ich dort ja nicht rein. Auch ganz bestimmt nicht meine sexuellen Vorlieben, meine religiösen und politischen Ansichten schon gar nicht.
Wenn mein zukünftiger Boss mitkriegt, was ich gerne für Filme schau, welche Bücher ich schon gelesen hab, warum sollte das sich für mich nachteilig auswirken? Weil ich lesen kann? Weil ich gerne mal nen Film schau?
8O


Ich versteh nicht, wie man so paranoid sein kann und Angst haben muss vor (geklauten) Daten... Ist doch mir scheissegal, wenn real,- weiss, welches Klopapier ich regelmäßig kauf. Und dass ich meinen Geburtstag jedes Jahr mit 7 Kästen Bier feier. ^^

Ich geb' doch nur das preis, was ich auch gerne von mir "veröffentlicht haben will". Das was ich darstellen will. Ob das jetzt die reine Wahrheit ist, ist ne ganz andere Thematik. Wer glaubt im Internet die Wahrheit zu finden, der ist halt auch von allen guten Geistern verlassen...
 
(...) mit einem ausgedachten Namen und einer Wegwerf-E-Mail-Adresse angemeldet, einfach damit ich manche Sachen nachschauen kann... ;)
Ist es nicht traurig, dass man so weit gehen muss, um "up to date" zu bleiben? ;)

Ich geb' doch nur das preis, was ich auch gerne von mir "veröffentlicht haben will". Das was ich darstellen will. Ob das jetzt die reine Wahrheit ist, ist ne ganz andere Thematik.
DU vielleicht. Und was ist mit Hinz und Kunz, die auch Fotos von dir besoffen, halb nackt tanzend auf dem Tisch gemacht haben und dich nur noch nicht verlinkt haben? :mrgreen:
 
naja, angenommen ich bewerb mich auf nen Job als Personaler, dann gibts solche Fotos von mir sowieso nicht. :ugly: ;)
 
DU vielleicht. Und was ist mit Hinz und Kunz, die auch Fotos von dir besoffen, halb nackt tanzend auf dem Tisch gemacht haben und dich nur noch nicht verlinkt haben? :mrgreen:

Meinst du, ein guter Personaler erkennt nicht einen Menschen der besoffen halb nackt auf Tischen tanzt, egal ob mit oder ohne Fotos? 8)

Ich meine, entweder sorge ich dafür, dass solche Fotos nicht existieren oder ich verweige die Verlinkung auf selbigen.

So schwer ist der Umgang mit dem Internet auch nicht. :roll: Klar gibt es auch Leute, die sich irgendwelche Saufen-auf-Malle-Fotos sogar aufs T-Shirt drucken lassen und damit vielleicht zur Arbeit gehen. Aber so Leute gab es immer schon und wird es immer geben, Facebook hin oder her. Wer sonst zwischen Beruf und Privat unterscheiden kann und sich halbwegs im Griff hat, der kann auch ein Profil auf Facebook haben. Was er dann von sich freigibt bleibt dem jeweiligen selbst überlassen. :)
 
Und was ist mit Hinz und Kunz, die auch Fotos von dir besoffen, halb nackt tanzend auf dem Tisch gemacht haben und dich nur noch nicht verlinkt haben? :mrgreen:

Da muss die Personalabteilung aber mitunter schon ne Menge Zeit investieren. Die meisten Sozialen Netzwerke bieten ja Einstellmöglichkeiten, dass man die Infos nur Freunden anzeigen lassen kann.
Um jetzt Bilder zu finden, die jemand anderes von einem selber eingestellt hat, müsste man schon einige Profile durchgehen, in der Hoffnung, dass der ein oder andere mit der Zielperson in Beziehung steht (sofern deren Profile offen sind).

Die andere Frage ist doch auch, wenn ein Unternehmen von irgendwelchen Partybildern auf das Arbeitsverhalten, quasi verurteilsmäßig den Bewerbe ablehnt, will man dann für so ein Unternehmen arbeiten?