Steakhouse-Kette Maredo feuert auf miesester Art komplettes Filialteam

Zur Aufklärung: Im Maredo in Berlin-Neukölln habe ich gesehen wie der Koch eine grosse Erasco Dose aufmachte und kurze Zeit später servierte.
Da ich in der Metro gewerblich einkaufte, kenne ich auch die grossen Dosen und andere Annehmlichkeiten dort. Aber eine bessere Qualität haben die Suppen aus der Metro auch nicht gehabt.

Und für sowas gebe ich für vier Personen keine 100 Euro aus.

Musste auch ein deutsches Restaurant in Hamburg feststellen, die "Heute frische Schnitzel" aussen bewarben und dann waren auf den Tellern Presspappeschnitzel wie aus der Imbissbude.
Nachgefragt: "frische haben wir nicht mehr"...frisches Geld hatte ich dann aber auch keines und die Pappschnitzel konnte er selber essen.

Was an der Behandlung der Maredo-Mitarbeiter dran ist weiss ich nicht. Ich denke da wird auch jede Filiale andere Arbeitsbedingungen haben.
 
Maredo ist kein hochpreisiges Restaurant, sondern ein Konzern aus der Systemgastronomie. Dort wirst du Gourmetsuppen auch nicht bekommen, soweit ich weiß.

Wenn ein Restaurant mit "frischen Schnitzeln" wirbt, würde ich auch von vornherein keinen Fuß in dieses Haus setzen. Ein guter Koch der weiß was er tut, benutzt solche Wörter nicht. Frische setze ich voraus.

Der Name Systemgastronomie steht nicht nur für ein einheitliches Essenskonzept, sondern bezieht sich auch auf alles andere was ein Restaurant, in dem Fall Maredo, ausmacht. Der Betriebsleiter hat sich genauso an den Geschäftskodex und seine Regeln zu halten, egal in welcher Filiale er arbeitet. Natürlich hat er immer auch ein wenig eigene Entscheidungsgewalt, letztlich wird die aber niemals gegen die Gunst des Konzerns ausgeübt, andernfalls wäre er wohl recht schnell arbeitslos.

Natürlich ist dieser Fall hier ein Sonderfall was Härte und Art angeht.
 
Genau. Und Du ziehst ernsthaft in Betracht, dass an der Äusserung der Arbeitgeber, dass dort massenweise Diebstahl durch Arbeitnehmer stattgefunden hat, etwas dran ist
öhm, denkst du, dass sowas nicht passiert? 8O

so gut wie jeder Betrieb kann 10% Verlust fest einkalkulieren, denn dass Arbeitnehmer sich auf Kosten des Arbeitgebers bereichern, ist keine Seltenheit und keine Ausnahme...
 
öhm, denkst du, dass sowas nicht passiert?
Doch, so etwas wird es sicher geben. Und ein vernünftiger Arbeitgeber spricht dann, wenn er, wie hier behauptet, Beweise hat, ganz normal fristlose Kündigungen aus, hört vorher den ungeliebten Betriebsrat an und setzt die Mitarbeiter sofort vor die Tür.

Danach kündigt er dann den Betriebsräten ausserordentlich fristlos, die an dem Diebstahl beteiligt waren. Dazu muss der Betriebsrat selber zustimmen, was dieser natürlich nicht macht. Also muss eine Ersatzzustimmung beim Arbeitsgericht beantragt werden.

Sehr selten passiert so etwas, aber es passiert.

Aber ein "normaler Arbeitgeber" wird nicht die Mitarbeiter, die nachweisbar gestohlen haben, dazu nötigen, eine Eigenkündigung vorzunehmen, mit Bodyguards und Rechtsanwälten anrücken und ein Restaurant "besetzen".

Und, wenn ich das richtig aus den Berichten des Gerichtsverfahrens lese, geht es hier nicht um benadenmässigen Diebstahl, sondern um ein falsch/nicht richtig gebongtes Mittagessen oder um eine Getränkerunde des Filialleiters nach Feierabend.

Marty
 
Und, wenn ich das richtig aus den Berichten des Gerichtsverfahrens lese, geht es hier nicht um benadenmässigen Diebstahl, sondern um ein falsch/nicht richtig gebongtes Mittagessen oder um eine Getränkerunde des Filialleiters nach Feierabend.
Ganz genau, so ist es was Marty sagt. Dinge, die früher als sogenannter Mundraub betitelt wurden. Aber auch das ist in vielen angeklagten Fällen scheinbar zu weit hergeholt. Wenn da jemand in der Küche steht mitten im Sommer und gerade eine Horde Gäste anrückt, kommt der Koch auch mal schön ins schwitzen, einerseits aufgrund der großen Hitze, andererseits sind das sehr stressige Momente. Wenn er dann mal schnell in der Hektik etwas trinken muss, sehe ich das als lebensnotwendige Maßnahme an, nicht als Diebstahl. Und wenn er dann in der Hektik sein Getränk nicht gebongt hat, ist das wahrscheinlich nur in den seltensten Fällen auch so gewollt.

Der Betriebsleiterassistent wird beispielsweise angeklagt, seinen Mitarbeitern aufgrund Stress und großer Hitze eine Getränkerunde ausgegeben zu haben ohne zu bonieren. Aber angeblich stehen ihm laut Betriebsvereinbarungen solche Spielräume zu.

Man kann nur noch mal betonen: Es werden alle Mitarbeiter angeklagt, ohne Ausnahme. Und das sind zum Teil Mitarbeiter die ihr halbes Leben ehrvoll für den Konzern gearbeitet haben, als normaler Mitarbeiter oder Mitglied des Filialmanagements. Selbst wenn ein klarer Diebstahl bewiesen werden kann, so halte ich es moralisch mehr als verwerflich, wenn eine solche Person aufgrund eines Mundraubes gekündigt wird.

Diebstahl ist Diebstahl? Genau genommen sind dann auch privat geschriebene eMails im Büro Diebstahl, immerhin wird auch da ja wertvoller Strom gestohlen. Daher müsste wohl gerechterweise eigentlich gleich halb Deutschland gekündigt werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Diebstahl ist Diebstahl? Genau genommen sind dann auch privat geschriebene eMails im Büro Diebstahl, immerhin wird auch da ja wertvoller Strom gestohlen. Daher müsste wohl gerechterweise eigentlich gleich halb Deutschland gekündigt werden.

Wenn du private Mails verschickst klaust du etwas viel wichtigeres als Strom. Du klaust sozusagen Arbeitszeit in dem du diese für private Dinge nutzt. Im Grunde kannst du dafür tatsächlich abgemahnt und ggf. auch gekündigt werden, wenn dein Arbeitgeber die private Nutzung der Firmenmail und die private Nutzung des Internets verbietet.

In der Regel wird es aber vom Arbeitgeber toleriert, da der Nutzen der Mitarbeitermotivation über dem Verlust von Arbeitszeit steht.

In der Gastro kenne ich das zum Beispiel auch häufig so, dass es Freimengen zu Verzehr gibt. Finde ich perönlich gut. Der Arbeitgeber ist dazu aber nicht verpflichtet und dann muss man das auch akzeptieren. Im Grunde kostet ein Gastrounternehmen ebenso wie einem anderen Unternehmen das Verpflegen der Belegschaft Geld. Andere Unternehmen sparen da ja auch oft.
 
In der Gastro kenne ich das zum Beispiel auch häufig so, dass es Freimengen zu Verzehr gibt. Finde ich perönlich gut.

Ich denke mal im Sinne eines fairen Miteianders ist das die beste Lösung. Die Freimengen kosten den Arbeitgeber beinah nichts und der muss dafür dann auch drauf vertrauen können das die Arbeitnehmer ihm das danken, vertrauenswürdig sind und es bei genau dieser Grenze belassen.


In der Bibel war das ja alles schon einmal ähnlich "fortschrittlich" geregelt:

Du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden. [5. Mose - Kapitel 25]

Wenn du in deines Nächsten Weinberg gehst, so darfst du Trauben essen nach deinem Wunsch, bis du satt bist, aber du sollst nichts in dein Gefäß tun. [5. Buch Mose 23]
 
In der Gastro kenne ich das zum Beispiel auch häufig so, dass es Freimengen zu Verzehr gibt. Finde ich perönlich gut. Der Arbeitgeber ist dazu aber nicht verpflichtet und dann muss man das auch akzeptieren.
Das ist doch völlig unstrittig. Aber ich glaube, wir sind uns auch einig, dass es völlig überzogen wäre, wenn ein Arbeitgeber eine Abteilung in einem Unternehmen mit Bodyguards und Rechtsanwälten besetzen lässt, weil einige Mitarbeiter eine private Mail geschrieben haben?

Man hätte die Mitarbeiter, die falsch gebongt haben oder gar nicht, doch abmahnen können. Man hätte ja kündigen können. So, wie es das Gesetz vorsieht. Aber nicht so, wie von den Mitarbeitern geschildert wurde, wenn das stimmt.

Marty
 
Hallo.

Mittlerweile gab es sehr viele Neuigkeiten in der Maredo-Sache. Es wird aber immer noch vor Gericht verhandelt, ein langwieriger Prozess. Momentan sieht alles nach einem vollem Erfolg für die gekündigte Belegschaft aus.

Doch will ich hier jetzt nicht die ganzen Informationen der letzten Wochen niederschreiben, sondern ab und an ein paar Anmerkungen zum Stand der Dinge bzw. auch mal zu den Menschen der Belegschaft selbst. Einer von Ihnen ist Fadil:

563294_260724214038667_256704732_n.jpg


Fadil kam als 23-jähriger im Dezember 1991 nach Deutschland. Er war aus Kosovo geflüchtet und erhielt in Frankfurt zunächst eine Aufenthaltsduldung. Schon wenige Wochen später, am 23.1.1992, nahm er seine Arbeit bei Maredo Fressgass' in Frankfurt auf. Fast 20 Jahre lang arbeitete er in der Grillküche, zuständig für die Beilagen. Bis zu vier Kollegen arbeiteten gleichzeitig in diesem engen, fensterlosen Raum, bis zu zwei am Grill und bis zu zwei in der Beilagenzubereitung. Der etwa 4 Meter lange Gang, mit dem Kühlraum ganz am Ende, dem Grill, der Friteuse und anderen Gerätschaften auf der einen Seite, und dem Arbeitstisch und der Durchreiche ins Restaurant auf der anderen, war so eng, dass sie nur gerade so aneinander vorbeikommen konnten. Die Hitze stieg zweitweise auf über 70 Grad, überall Russ in der Luft und an den Wänden, der große Lüfter über dem Grill war so ineffektiv wie laut. Die Arbeitsbedingungen führten dazu, dass zwei Griller mal in Ohnmacht fielen. Sie waren so gestaltet, dass neue Betriebsleiter zunächst immer den Kopf schüttelten. In seiner Zeit bei Maredo erlebte Fadil über ein Dutzend Betriebsleiter, die kamen und gingen. Dennoch ließ sich Fadil niemals krankschreiben außer nach Arbeitsunfällen, wenn er sich den Finger geschnitten hatte. Die Arbeit war extrem anstrengend, alles musste mit dem Griller genauestens koordiniert werden. So musste das tiefgefrorene Spinat schnellstens aufgewärmt werden, um auf die Sekunde genau auf dem Teller neben dem Steak, gar, halbgar oder durch, so wie der Kunde es sich wünschte, zu landen. Warme Speisen wurden unten durchgereicht, wo sie mit Wärmelampen warm blieben, kalte Speisen oben drüber. Sein Arbeitstag erstreckte sich manchmal auf 10 Stunden.

Am Tag des Überfalls auf die Belegschaft am 26.11.2011 war Fadil zu Hause, weil er Urlaub hatte. Die Kündigung landete in seinem Briefkasten, wo sie von einem seiner Kinder entdeckt wurde. "Wieso bekomme ich einen Brief von Maredo?", fragte er sich. Darin stand die Aufforderung, am nächsten Tag, einem Sonntag, im Büro zu erscheinen. Als er den Inhalt wahrnahm, fühlte er sich so schlecht, dass er den geplanten Ausflug mit seiner Frau absagte. Sie riet ihm, zum Betriebsratsvorsitzenden Mimoun zu gehen. "Da wird er bestimmt keine Zeit haben, die haben doch für den Nachmittag eine geschlossene Veranstaltung mit erwarteten 150 Gästen, da werden sie alle Hände voll zu tun haben", dachte er sich. Er ging dennoch hin und fand Mimoun zusammen mit dem anderen Betriebsrat Michael draußen im Hinterhof. Seine Kollegen waren alle drinnen im abgedunkelten Speisesaal, weit und breit keine 150 Gäste. Durch das Fenster an einer Ecke, wo normalerweise die KollegInnen gemeinsam frühstücken, saßen etwa zwölf Herren in Anzug und Krawatte. Mimoun sagte zu Fadil, er solle keinesfall seine Eigenkündigung unterschreiben. Fadil ging es aber so schlecht, er ging gleich zum Notarzt und ließ sich für die nächsten Tage krankschreiben.

Am Tag seines Prozesses um seine Wiedereinstellung am 19.6. wurde er noch im Gerichtsflur von einem BILD-Fotografen angesprochen, ob er was dagegen habe, fotografiert zu werden. Er stellte sich aber nicht selbst vor, so dass Fadil meinte, vielleicht ist er nur so ein freundlicher Fotograf. Am nächsten Tag sah er sein Foto nebst Vornamen in der BILD. Wie sie an seinen Namen gekommen waren, weiß er nicht, vermutlich durch den Regionaldirektor von Maredo, der sich ebenfalls im Flur aufhielt. BILD stellte die Belegschaft unter Generalverdacht. Von wegen Diebstahl, meint Fadil, es war jahrzehntelange und ausdrücklich von der Betriebsleitung genehmigte Praxis, unverkäufliche Produkte - beispielsweise über den Bedarf hinaus zubereitete Chicken Wings - nicht gleich wegzuwerden, sondern nach Schichtende der Belegschaft anzubieten. Einen Aushang, in dem steht "Keine Ware ohne Bonierung", hat er nie wahrgenommen, er wurde auch nie darauf aufmerksam gemacht. Vielmehr, gerade in der Zeit der Videoüberwachung, wurde er ausdrücklich aufgefordert, sich reichlich zu bedienen. Die Videoaufnahmen - wenn sie gerichtlich zugelassen werden - sollen nachträglich Diebstahl belegen. Wobei sich zusätzlich die berechtigte Frage stellt, wieso unverkäufliche Produkte auf einmal als "Ware" gelten sollen.

Fadil denkt immer wieder an den 26. 11. Er versucht, so gut es geht, die Ereignisse zu verdrängen. Aber die Hälfte seines Lebens hat er für Maredo gearbeitet, manchmal früh morgens, manchmal bis in die Nacht. Die Kollegen und Kolleginnen sind für ihn wie eine Familie. Von ihr will er nicht getrennt werden.

Quelle: Foto und Aufzeichnungen von David Paenson aus den Informationen der Facebookseite der Maredo Mitarbeitersolidarität.
 
Vielleicht sollte man dann auch Anführungszeichen verwenden. Ansonsten bezweifel ich gerade ganz stark, dass man zum Notarzt gehen kann, um sich krankschreiben zu lassen. Wenn der Notarzt da ist, kannst du garantiert gar nix mehr in dem Moment.

Und Lebensmittel zeitgleich auf den Teller zu bringen definierst du nun also als unzumutbaren Druck, oder wie? Sorry, dann erklär mir den Beruf eines Kochs oder die Aufgaben einer Hausfrau/eines Hausmannes noch einmal genau.
Ansonsten finde ich da jetzt keinen großen Diskussionsansatz, klingt eher nach einem Beitrag für einen Blog.
 
Ansonsten bezweifel ich gerade ganz stark, dass man zum Notarzt gehen kann, um sich krankschreiben zu lassen.

An einem Sonntag ist sicher die Rettungsstelle gemeint, da kann es schon sein das man noch selbst hingeht und eigentlich nur eine Krankschreibung will- auch wenn sie dafür eigentlich nicht wirklich da sind.
 
So, habe nun alles hier gelesen, bin aber zu faul zu suchen, wer geschrieben hat, daß die locker mehr Lohn zahlen könnten, hätten sie schon können:

"Der Konzern hat für das Geschäftsjahr 2010/2011 ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 0,25 Mio. € ausgewiesen. Das ist ein um 0,64 Mio. € verbessertes Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum." Quelle : https://www.bundesanzeiger.de -> Maredo Verwalungs GmbH

Demnach hätten sie jedem Mitarbeiter rund 13 Euro (brutto inkl.AG-Anteil) pro Monat mehr zahlen können um plusminus Null zu wirtschaften, haben aber auch im Vorjahr jedem Mitarbeiter 20 Euro pro Monat zu viel bezahlt.

Naja, das ist halt der Unterschied zuwischen einem Restaurantfachmann (Saftschubser) und einem Restaurantkaufmann :mrgreen:

btw. ich esse keine Steaks.
 
Danke werde ich haben, auch wenn ich nicht denke, dass ein Stückchen im Halse stecken bleibt ;)

Interessant ist auch, dass ihr (die Gewerkschafter) nun erstmal für euch beschließt, dass alle Maredomitarbeiter ebenso unzufrieden sind, wie die aus der einen Filiale in Frankfurt.Ihr aber zum Boykott aller Fillialen aufruft. Stell dir mal vor eure Aktion hätte Erfolg und würde die Menschen davon abhalten bei Maredo essen zu gehen. Der Umsatz ginge zurück und andere Niederlassungen müssten dann Menschen entlassen. Ist ja auch egal, geht ja ums Prinzip und mediales Echo und nicht darum Menschen zu helfen....

Das ist mitunter Unfug. Sollte Maredo wiedererwarten an einer solchen medialen Kampagne zu grunde gehen, wäre dies 1. Berechtigt und 2. für die Beschäftigten mehr oder minder egal. Schliesslich liegen die Maredo Fillialen allesamt in 1a Lage und es würde nicht besonders lange dauern ( genaugenommen würde es einen Nahtlosen übergang geben) bis ein neues Schild einer anderen Firma an der Tür hängt. Fakt ist nun einmal wenn Arbeitnehmer sich alles gefallenlassen hätten und es keine Gewerkschaften gegeben hätte würdest du seit du 14 bist arbeiten hättest weniger Urlaub sowie eine 50 Stundenwoche! Und dann wäre das geheule wieder gross. Fakt ist ja nuneinmal das Gewerkschaften mitverantwortlich sind für den doch NOCH recht breit gestreuten Wohlstand in Deutschland. Guck dir doch mal Länder an wo es solche Bewegungen kaum oder garnicht gibt, da haben einige alles und die Arbeitnehmer nichts! Da ist nix mit Haus und Garten und schickem Auto. Lediglich bei einer Sache hast du Recht es geht ums Prinzip!
Wenn ein Arbeitgeber so mit Beschäftigten umgeht dann sollte er auch mit Konsequenzen rechnen müssen! Und mir persönlich ist es scheiß Egal ob dabei mal ein Betrieb über die klinge springt. Im Endeffekt nämlich wirkt sich sowas für Arbeitnehmer positiv aus.

zu guter letzt noch ein kleiner Blick in richtung VWL guck dir doch mal die Lohnentwicklung und die wirtschaftliche entwicklung Deutschlands an! Es ist doch empirisch belegbar das starke Gewerkschaften den Binnenmarkt( welcher entgegen der allgemeinen Binsenweiheit deutlich wichtiger ist als eine fragile Exportwirtschaft) maßgeblich stärken.
 
Guck dir doch mal Länder an wo es solche Bewegungen kaum oder garnicht gibt, da haben einige alles und die Arbeitnehmer nichts!
Schaue dir mal Länder an, in denen die Gewerkschaften die 3. Macht bilden - da geht noch weniger.
Diese linken Bonzen, in Form eines Krebsgeschwürs á la Gewerkschaft braucht kein Mensch. Der Gesetzgeber allein bietet hinreichenden Schutz. Und wer möchte schon gegen den Betrieb arbeiten - die Kooperation mit der Unternehmensleitung bietet immer noch den besten Vorteil für beide Vertragsparteien.

Und dein Geplapper von wegen 1a Lage (schnelle Nachfolge) ist ja ebenso 1a: Hauptsache eure linke Doktrin beinhaltet auch das ruinöse Vorgehen gegen Gott und die Welt.
Ich habe den Thread nicht weiter verfolgt, aber doch würde es mich nicht wundern wenn diese Filialbande in der Tat geräubert hat so weit es nur geht. In Deutschland ist es ja so oder so üblich für alles den Arbeitgeber verantwortlich zu machen.

So long
 
Das ist mitunter Unfug. Sollte Maredo wiedererwarten an einer solchen medialen Kampagne zu grunde gehen, wäre dies 1. Berechtigt und 2. für die Beschäftigten mehr oder minder egal.


Wenn sie ihren Arbeitsplatz nicht haben wollen, was hindert sie denn daran Dienst nach Vorschrift zu machen und sich kündigen zulassen? Es gibt doch für alles gesetzliche Regelungen, für alles was man so normalerweise als untragbar empfindet zumindest. Die Einhaltung dieser Gesetze verlangt man dann eben, wenn das zu einer Kündigung führt darf man gegen den Ausbeuter wenigstens klagen.
 
So würde ich das auch sehen. Es ist nur in manchen Fällen leider nicht so einfach für den Arbeitnehmer möglich. Wenn es um das Thema Arbeitszeit geht zum Beispiel hat der Arbeitgeber ja unter Umständen das Recht, Überstunden anzuordnen. Beim Thema Arbeitsstätten werden ständig Gerichte bemüht, da traue ich dem Beilagengriller bei Maredo nicht unbedingt zu, zu entscheiden, ob seine Arbeitsstätte nun dem Gesetz entspricht oder nicht. Und da kann eine Verweigerung der Arbeitsleistung schnell blöd enden.

Marty
 
Naja wenn dann geht es eh nur darum die Härtefälle auszusortieren, dass man in der Küche ein bisschen Leidensfähigkeit in Sachen Hitze, Streß und auch Überstunden mitbringen muss ist glaub ich jedem klar der ein wenig vom gesunden Menschenverstand mitbringt. Meist dürfte man in der Lage ja auch froh sein überhaupt einen Job zu haben, wenn also die Lage so schlimm ist und man soviel Leidensdruck hat um überhaupt etwas gegen den eigenen Arbeitgeber zu unternehmen würde ich auch unterstellen das das eine oder andere Gesetz überschritten ist.
 
Anstatt über die Fakten zu diskutieren, zieht Ihr alle möglichen Gedankengänge zusammen.

Fakten sind: Die gesamte Belegschaft der Filiale ist gekündigt worden, sie stehen alle vor Gericht und es sieht aus, als wenn sie Recht zugesprochen bekommen.

Die meisten haben wohl ganz gerne bei Maredo gearbeitet, kannten bis dahin auch noch nicht die Vorgehensweisen.

Die Menschen dort wollen ihren Arbeitsplatz nicht verlieren, sie klagen nicht an - sie werden verklagt.

Ihr könnt ja gerne disktutieren, ist ja auch dafür gedacht. Aber versucht doch mal zum eigentlichen Thema zu argumentieren, nicht zu irgendwas reininterpretierten. In erster Linie ist das für mich jedenfalls ein Informationsthread zum Stand der Dinge und zu den Mitarbeitern. Daher diskutiere ich zu den meisten Argumenten nicht mit.