Steakhouse-Kette Maredo feuert auf miesester Art komplettes Filialteam

[...] In erster Linie ist das für mich jedenfalls ein Informationsthread zum Stand der Dinge und zu den Mitarbeitern. Daher diskutiere ich zu den meisten Argumenten nicht mit.

Das hier ist aber ein Diskussionsforum, kein Informationsforum. Nutze dafür den Blog und dann ist gut. Alle, die sich informieren wollen, können das doch auch so schon bereits über den von dir angegebenen Blog, den du nicht verlinkt hast, obwohl du da den Text entnommen hast.
 
Die Menschen dort wollen ihren Arbeitsplatz nicht verlieren, sie klagen nicht an - sie werden verklagt.

Die "Faktenlage" passt halt irgendwie nicht so ganz, auf der einen Seite wird Maredo als Arbeitgeber verteufelt und gesagt die Arbeitsbedingungen wären schrecklich und auf der anderen Seite will man sich aber nicht von ihm trennen. Es scheint als wären sie so schlimm dann doch nicht ;)
 
Natürlich wollen die Menschen ihren Arbeitsplatz nicht verlieren und auch langjährige Kollegen. Von einer Maredoliebe hat keiner was gesagt. Dreht mir nicht das Wort im Munde rum bitte.

Das Fotoposting stammt aus Facebook, nicht aus einem Blog. Ich trage Informationen zusammen, da die NGG stark an dieser Sache mitwirkt und ich ein Vertreter der NGG bin. Meine Postings zum Informationsgehalt in dem Thread sind daher aussagekräftig genug. Ob ich sie nun poste, oder einer des Maredoblogs oder ein anderer NGG-Funktionär, das spielt keine Rolle.
 
Und der Ausübungsort deiner NGG-Vertretertätigkeit ist klamm.de/forum?
 
Natürlich wollen die Menschen ihren Arbeitsplatz nicht verlieren und auch langjährige Kollegen. Von einer Maredoliebe hat keiner was gesagt. Dreht mir nicht das Wort im Munde rum bitte.

Von uns hat auch keiner Maredoliebe gesagt, dreh und bitte nicht das Wort im Munde um. Natürlich hängt man nicht an seinen Arbeitsplatz wenn alles nur schlecht ist, ich folgere daraus das es auch ein paar halbwegs positive Aspekte gibt.
 
Für manche Menschen ist eben die Tatsache einen Arbeitsplatz zu haben schon Grund genug ihn zu mögen.
Und nach 30 Jahren Betriebszugehörigkeit ist es kurz vor der Rente ja nun auch nicht immer so einfach nen job zu finden.

Noch mal zum Thema Gewerkschaften. Ich sag nur China, Kolumbien etc. da läufts ja ohne spitze was ?
 
Noch mal zum Thema Gewerkschaften. Ich sag nur China, Kolumbien etc. da läufts ja ohne spitze was ?

Immer dieser Vergleich zwischen Äpfel und Birnen. Hier wurde des öfteren schon die historische Bedeutung von Gewerkschaften gelobt. Als Deutschland noch nicht so aufgeklärt war und seine Arbeiter ausgebeutet hat. Es wird nur die heutige Gewerkschaft in Deutschland bemängelt. Daher ist der Vergleich schwachsinn.
 
Öhm also für mich sind nur mal so als Beispiele:

die unterbezahlten Prektika in der Medienbranche.

Rumänische Arbeiter die per Werkvertrag in Deutschen Fleischbuden arbeiten und ca. 200€ bekommen.

Reinigungskräfte die Hotelzimmer für 1,5€ am Tag reinigen.

Definitiv Ausbeutung. Für mich ist es jedenfalls mal nicht hinnehmbar das Leute arbeiten gehen und dann trotzzdem aufstocken müssen. Und das es der deutschen Wirtschaft gerade dann am besten ging als auch die Gewerkschaften ihre Hochzeit hatten sollte ebenfalls nicht vergessen werden.
 
Öhm also für mich sind nur mal so als Beispiele:

die unterbezahlten Prektika in der Medienbranche.

Rumänische Arbeiter die per Werkvertrag in Deutschen Fleischbuden arbeiten und ca. 200€ bekommen.

Reinigungskräfte die Hotelzimmer für 1,5€ am Tag reinigen.

Und deine Beispiele bestehen trotz Gewerkschaften. Es gab doch auch bei Neckermann verhandlungen mit der Gewerkschaft um den Betrieb zu retten. Sind gescheitert und nun hat Neckermann insolvenz angemeldet... Super Leistung.

Definitiv Ausbeutung. Für mich ist es jedenfalls mal nicht hinnehmbar das Leute arbeiten gehen und dann trotzzdem aufstocken müssen. Und das es der deutschen Wirtschaft gerade dann am besten ging als auch die Gewerkschaften ihre Hochzeit hatten sollte ebenfalls nicht vergessen werden.


Wieso nicht hinnehmbar? Sicher muss arbeit gerecht bezahlt werden. Die Frage ist aber auch immer, was gerecht ist. Speziell alleinerziehende Mütter kann man oft nur schlecht so gut bezahlen, dass diese nicht aufstocken müssen. Wenn ich ein ungelernter Arbeiter wäre, dann würde ich wahrscheinlich auch aufstocken müssen. Aber es ist doch dennoch besser sein eigenes Geld zu verdienen, als es von anderen nehmen zu müssen.
 
Und deine Beispiele bestehen trotz Gewerkschaften. Es gab doch auch bei Neckermann verhandlungen mit der Gewerkschaft um den Betrieb zu retten. Sind gescheitert und nun hat Neckermann insolvenz angemeldet... Super Leistung.
Finde ich auch. Da verhandeln Vorstand, Betriebsräte und Gewerkschaften, die Arbeitnehmervertreter stimmen einem massiven Stellenabbau (1500 Stellen) mit Sozialplan zu und der Heuschrecke (sorry, dem Investor) Sun Capital ist das zu wenig und er schiesst kein Geld dazu.

Da muss man selbstverständlich die Ursache bei den Gewerkschaften suchen, die Heuschrecke ist da natürlich aussen vor. So ein sozial engagiertes Unternehmen wie Sun Capital hat alles versucht, die Arbeitsplätze zu retten...

Marty
 
Da muss man selbstverständlich die Ursache bei den Gewerkschaften suchen, die Heuschrecke ist da natürlich aussen vor. So ein sozial engagiertes Unternehmen wie Sun Capital hat alles versucht, die Arbeitsplätze zu retten...


Gewerkschaftsvertreter und Betriebsräte „beharrten weiter auf der Forderung nach Abfindungen für die von Kündigungen betroffenen Mitarbeiter.“ Das hierfür nötige Geld sei jedoch nicht vorhanden.

Da keine Einigung habe erzielt werden können, bestehe im Falle eines Stellenabbaus „das Risiko von umfassenden Kündigungsschutz- bzw. Abfindungsklagen“, erklärte Neckermann. Solche Klagen jedoch wären „finanziell nicht kalkulierbar und würden die Existenz des Unternehmens gefährden“.

Also du bonierst ernsthaft, dass ein Investor darauf achten muss, dass seine Investitionen kein Fass ohne Boden werden? Wenn zu viel gefordert wird, dann kann man sein eigenes Geld doch nicht in den Sand setzen. NAtürlich investiert man um Gewinne zu erzielen. Ansonsten könnten die Gewerkschaften doch selbst investieren, wenn alles so top ausgehandelt ist. Gewinne sind ja dann garantiert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also du bonierst ernsthaft, dass ein Investor darauf achten muss, dass seine Investitionen kein Fass ohne Boden werden?
Nein.

Wenn zu viel gefordert wird, dann kann man sein eigenes Geld doch nicht in den Sand setzen.
Wer hat denn zuviel gefordert? Gewerkschaften und VORSTAND waren sich doch einig.

Und zwar waren sie sich einig darüber, fast 2/3 der Belegschaft OHNE Abfindung vor die Tür zu setzen. Welche Zugeständnisse hätten denn noch kommen müssen?

Das der Investor sein Geld schützt, ist sein gutes Recht. Aber dann solltest DU nicht versuchen, der Gewerkschaft die Schuld in die Schuhe zu schieben. Fakt ist doch, dass die Arbeitgeber in diesem Falle nicht in der Lage waren, Neckermann konkurrenzfähig zu machen. Das lag sicher nicht an den Mitarbeitern.

Marty
 
Wer hat denn zuviel gefordert? Gewerkschaften und VORSTAND waren sich doch einig.

Und zwar waren sie sich einig darüber, fast 2/3 der Belegschaft OHNE Abfindung vor die Tür zu setzen. Welche Zugeständnisse hätten denn noch kommen müssen?

Laut dem oben zitierten Artikel aus einer Zeitung sollten die Meisten mit Abfindung entlassen werden. Natürlich sind sich Vorstand und Gewerkschaft irgendwann einig. Der Vorstand kennt die Macht von Gewerkschaften und muss Kompromisse eingehen, weil er weiß, dass Status Quo nicht geht. Es geht nur bei deren Verhandlungen nicht um deren Geld, sondern um das Geld von Dritten (Investoren).

Das der Investor sein Geld schützt, ist sein gutes Recht. Aber dann solltest DU nicht versuchen, der Gewerkschaft die Schuld in die Schuhe zu schieben. Fakt ist doch, dass die Arbeitgeber in diesem Falle nicht in der Lage waren, Neckermann konkurrenzfähig zu machen. Das lag sicher nicht an den Mitarbeitern.

Und wieso konnten sie Neckermann nicht Konkurrenzfähig machen? Preislich konnte Neckermann nicht weiter nach oben gehen, zu viel Konkurenz. Kosten beim Versand ist auch schwer zu drücken. Die Pkaetdienste sind ja schon sehr günstig bei Großkunden. Personelle Entscheidungen sind auch nur schwer möglich, da man über jegliche Entscheidungen bei Gewerkschaften und beim BR betteln muss.
 
Laut dem oben zitierten Artikel aus einer Zeitung sollten die Meisten mit Abfindung entlassen werden.
Wenn ich die aktuellen News von Verdi lese, hat man sich für in Summe auf 9 Mio. Euro geeinigt. Wahrlich unglaublich, da würde ich als Investor auch Nööö sagen.

Natürlich sind sich Vorstand und Gewerkschaft irgendwann einig. Der Vorstand kennt die Macht von Gewerkschaften und muss Kompromisse eingehen, weil er weiß, dass Status Quo nicht geht.
Quatsch, der Vorstand handelt auf Anweisung der Eigentümer. Der Eigentümer hatte übrigens 25 Mio. Euro zugesagt... aber nicht gehalten.

Und wieso konnten sie Neckermann nicht Konkurrenzfähig machen?
Weil Neckermann im Internet-Markt nicht mithalten konnte, Trends verschlafen hat und noch Kataloge verschickt hat, als andere schon mit dem Smartphone geshoppt haben.... Nicht, weil die Mitarbeiter so geldgeil waren.

Marty