Ist die GEZ-Abgabe gerechtfertigt?


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Der Staat nicht. Der Staat macht aber so gesehen gar nichts. Jede Handlung wird im Namen des Staates durch seine Lakaien erledigt.
 
Und zum Thema Regionalsender: Was spricht dagegen, zu bestimmten Zeiten abhängig von der Region das Ganze ins Netz einzuspeisen und ansonsten ein Gemeinschaftsprogramm zu senden?

Technisch wahrscheinlich nichts.

Inhaltlich sind wir beim Thema Grundversorgung, ob ich als Thüringer in Niedersachsen noch thüringer Nachrichten gucken brauch. Never ending Story.

Finanziell wäre man dann bei der Frage, was eine Frequenz kostet, bzw. was man sparen könnte.
Bauchgefühl: Das wird im Cent Bereich pro Haushalt enden.

Blöd ist, dass ich so auf die Schnelle keinen haushaltsplan eines ÖR finde. :-?

gruss kelle!
 
Man kann nur für oder gegen eine Sache sein. Alles andere bringt nur immer wieder Probleme mit sich.

Quatsch, schwarz-weiß sind wirklich zu grobe Schubladen, wenn Du die Grautöne nicht sehen willst willst Du es Dir wahrscheinlich nur leicht machen..

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Wenn es wenigstens die Antwortmöglichkeit: "Ja, aber nicht so wie heute" geben würde hätte ich die glatt gewählt. So kann ich gar nichts wählen weil ich halt irgendwo dazwischen bin - wie wohl die meisten hier ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Finanziell wäre man dann bei der Frage, was eine Frequenz kostet, bzw. was man sparen könnte.
Bauchgefühl: Das wird im Cent Bereich pro Haushalt enden.
Ich hätte ja auch nichts gegen 20 Regionalsender, wenn sie von 22:00 - 16:30 ein Testbild bringen (so wie in der guten alten Zeit) und nur in der kurzen Zeit ein wirklich regionales Programm.
Das Problem aktuell ist ja, dass alle Regionalsender meinen, sie müssen 7x24 Dauerunterhaltung bringen. Und zack wird es teuer.

anddie
 
Quatsch! Welcher Bundesbehörde ist die GEZ denn untergeordnet?

vermutlich keiner Bundesbehörde, da dieser Verein im Auftrag der jeweiligen Rundfunkanstalt tätig ist.
Diese wiederum wurde von "Ihrem" Bundesland beauftragt. Dem Land wurde die Zuständigkeit vom Bund zugewiesen. Somit geht die Veranlassung zu einer Rundfunkabgabe schon vom Staat aus oder?
 
Das Problem aktuell ist ja, dass alle Regionalsender meinen, sie müssen 7x24 Dauerunterhaltung bringen. Und zack wird es teuer.

Ich habe mal kurz recherchiert.
Ein Tatort kostete 2004 zwischen 1,1 und 1,8 Millionen € in der Produktion.
Was kostet eine erneute Ausstrahlung? Nen tausender? Keine Ahnung.

Ich bezweifle ja nicht, dass man durch Einschränkung der Sendezeit im Dritten Geld sparen kann.
Die Frage ist nur die, ob es in Summe merkbar ist.

gruss kelle!
 
Ich finde es sollte schon die ARD geben... Mehr braucht es nicht... Dann nur noch Sendungen, die nicht an RTL erinnern (dann kann ich RTL gucken... In der Regel dann auch besser) oder noch schlimmer: Keine Volksmusik! Warum werden junge Leute in Haftung genommen für Sender wie das ZDF, deren Zuschaueraltersdurchschnitt bei 60 ist?! Ohne Fußballländerspiele und ähnliche sauteuer eingekaufte Knüller läge der Altersdurchschnitt noch wesentlich höher!

Also bitte nur noch Sendungen wie:
-Weltspiegel
-ttt
-Auslandsjournal
-Tagesthemen

Schrott wie das heute journal braucht auch kein Mensch! Warum sollte die Tagesschau/Tagesthemen nicht reichen? Gehts hier nicht um Grundversorgung? Früher (ohne Internet) in den 50er Jahren gab es doch auch nur 1 Sender... Waren da die Menschen mehr versorgt mit Informationen oder heute?!

Warum dutzende von Digitalkanälen mit Zuschauerzahlen gegen 0?! (z.B. Tagesschau24 --> Den ganzen Tag gezählt nicht einmal 10 000 Zuschauer) Warum soll ich Orchester durch die GEZ finanzieren? Warum bekommt die ZDF-Intendatin mehr als die Merkel und eine Pension in Millionenhöhe?!

Warum gibt es in den ÖR mehr Telenovelas als bei den Privaten?! Wo ist hier Qualitätsfernsehen zu erkennen? Warum zocken die ÖR um sauteure Fußballrechte mit? Wer Fußball ansehen will, der könnte es doch auch über Premiere machen? Wenn die ÖR nicht mitbieten würden, dann wären die Lizenzen auch nicht so teuer!!!! Dann würden dadurch nicht auch indirekt kleine Jünglinge mit Fußball Millionen verdienen...

Warum zahlt man mit einer 2. Wohnung doppelt so viel? Warum zahlt derjenige, der kaum über Hartz4-Niveau liegt, dasselbe wie ein Milliadär?!

--> 20 Euro im Jahr für die ARD und eine NEUTRALE Berichterstattung wäre fair! Alles andere ist Halsabschneiderei! Eine Komplizenschaft zwischen Politik und ÖR!! Und bitte auch über den Bundeshaushalt finanzieren!!! Das wäre wenigstens etwas gerechter, da reichere mehr zahlen als ärmere Menschen.
 
Man könnte sich ja mal das Programm des ZDF heute auszugsweise anschauen:

10:30 Notruf Hafenkante
11:15 SOKO Wismar
14:15 Die Küchenschlacht
15:05 Topgeldjäger
16:10 SOKO Kitzbühel
17:10 hallo Deutschland (Boulevard)
17:45 Leute heute (Boulevard)
18:05 SOKO Köln
19:25 Die Rosenheim-Cops

5 Krimis mit ähnlichem Strickmuster, 2 Kochsendungen mit Event-Charakter und zwei mal Boulevard
Aus meiner Sicht könnte man da auf ganz viel verzichten.

Interessant wird es erst wirklich abends:
20:15 Machtergreifung 1933
21:00 Frontal 21
22:15 Neues aus der Anstalt
23:00 Abenteuer Forschung
23:30 Markus Lanz

Kann man mögen, muss man nicht, hat aber am ehesten was davon, was ich unter Grundversorgung verstehe. Geschichte, aktuelle Berichte, Satire (nicht Comedy), Bildung und Talk...

Dazu ein paar Mal Nachrichten und Wetter. Vor 20:15 brauche ich das ZDF nicht.

Interessanterweise kommen so Sendungen wie Forschung, Bildung etc. eher auf ZDF-Neo, Info und kultur. Gerade ZDF-Kultur schaue ich immer häufiger.

Marty
 
Man könnte sich ja mal das Programm des ZDF heute auszugsweise anschauen:
[...]
5 Krimis mit ähnlichem Strickmuster, 2 Kochsendungen mit Event-Charakter und zwei mal Boulevard
Aus meiner Sicht könnte man da auf ganz viel verzichten.
[...]
Kann man mögen, muss man nicht, hat aber am ehesten was davon, was ich unter Grundversorgung verstehe. Geschichte, aktuelle Berichte, Satire (nicht Comedy), Bildung und Talk...

Dazu ein paar Mal Nachrichten und Wetter. Vor 20:15 brauche ich das ZDF nicht.
Wohl kaum jemand, der berufstätig ist, braucht irgendeinen Sender vor 18 oder 20 Uhr. Aber da es immer mehr Rentner gibt, bin ich schon dafür, dass die ÖR auch 24/7 senden. Nur sehe ich hier eben auch das Problem. Jeder der ÖR-Sender versucht sich an einer Mischung, um für jeden irgendwas dabei zu haben. Dabei bedienen sie sich alle aus dem gleichen Geldtopf und letztlich auch den gleichen Sendungen. Dabei sind de facto alle Sender bundesweit empfangbar.

Was mir wirklich fehlt und was die Privaten (außer PayTV) nicht bieten, sind eben Themenkanäle. Bei so vielen ÖR-Sendern und so viel Gebühr wäre das nicht nur möglich, sondern aus meiner Sicht sogar sinnvoll. Man hat ja damit angefangen, also mit ZDF.kultur und so weiter. Aber so sollte es auf allen ÖR-Kanälen sein. Ich für meinen Teil würde lieber Phoenix oder Tagesschau24 einschalten, wenn ich die Zeit und das Interesse an Nachrichten habe, statt auf 20 Uhr zu warten.

Ich denke, diese "gemischten Kanäle für alle und jeden" sind überholt. Sie stammen wohl noch aus einer Zeit des Analogfernsehens, wo eben nicht überall alle Sender in ausreichend guter Qualität empfangbar waren. Aber das hat sich seit Jahren mit DVB-T/S/C längst überholt. Ich möchte gar nicht den Fernseher anschalten und den ganzen Tag als Kulisse dudeln lassen, sondern ich möchte mir gezielt Sendungen anschauen, die mich gerade interessieren. Wenn ich nicht auf PayTV zurückgreifen möchte, dann habe ich eben nur die Wahl zur Art der Sendung (Nachrichten, Musik, Unterhaltung, Doku, ...). Aber wenigstens das sollte möglich sein (und ist es theoretisch auch).
 
Rundfunkbeitrag: Gefängnisinsassen müssen Zwangsgebühr nicht zahlen

Folgende News wurde am 10.02.2013 um 19:14:00 Uhr veröffentlicht:
Rundfunkbeitrag: Gefängnisinsassen müssen Zwangsgebühr nicht zahlen
Shortnews

Die neue Rundfunkgebühr der Öffentlich-Rechtlichen wird eigentlich zwangsweise für alle eingeführt, doch eine Gruppe ist befreit: Gefängnisinsassen. Diese lebten nicht in Wohnungen, so das nordrhein-westfälische Justizministerium. Auch Freigänger, die ein eigenes Einkommen beziehen, sind befreit. Bisher mussten sich Strafgefangene von der GEZ befreien lassen, doch das entfällt mit der neuen Regelung.
 
Das "Schlimme" an den ÖR sind ja eigentlich nicht mal die Gebühren an sich, sondern das, was sie mit diesen machen.
Das Zugpferd "Tatort" bekommt immer weniger Budget und Drehtage während in "Wetten Dass", die vermutlich teuerste Show im deutschen Fernsehen, immer mehr Geld für absoluten Sondermüll draufgeht. Wenn man ließt, was beispielsweise amerikanische Medien bzw. die amerikanischen Gäste die dort waren, über diese Sendung sagen muss man sich schon ein wenig schämen, dass man dafür Geld zahlt.
Das zweite Zugpferd "Tagesschau" wird auch immer unsachlicher und leistet sich immer mehr Fehler die man sich für den Preis eigentlich nicht leisten dürfte.

Es ist schon merkwürdig, in kaum einem Land der Welt haben die ÖR so viel Geld wie hier, dennoch schaffen es beispielsweise die Engländer (BBC) ein wesentlich schöneres, interessanteres, hochwertigeres und abwechslungsreicheres Programm zu bieten.
Aber hier verpulvern sie das Geld lieber in weitere Spartensender, als in Eigenproduktionen, damit sie die Gebühren nicht senken müssen.

Ich wünschte mir da einfach mehr Mitspracherecht, Transparenz und vor allem sollte Werbung im ÖR-Programm komplett verboten werden.
Aber so lang da die alte Chefetage sitzt, die weiterhin quotenorientiert arbeitet, wird sich daran nichts ändern. Und unsere Politiker brauchen die ÖR als Sprachrohr, daher dürfen sie sich das mit denen auf keinen Fall verschwerzen.
Alles sehr traurig. Aber da kann man sich noch so viel drüber aufregen... es verdirbt einem nur die Laune, tun kann man da aber nichts ;)
 
Die BBC ist da wohl kein gutes Beispiel, immerhin geben die auch fast 6 Mrd. Euro jährlich aus, den ganz überwiegenden Teil aus Rundfunkgebühren, soweit mir bekannt.

Ich habe mich ganz offiziell abgemeldet, weil nach der neuen Regelung ein einzelner Beitrag für mich nicht mehr gezahlt werden muss. Hat problemlos geklappt, Bestätigung erhalten und zuviel voraus gezahltes schon auf dem Konto, hat keine 3 Wochen gedauert.

Gruss
Marty
 
[...] Das Zugpferd "Tatort" bekommt immer weniger Budget und Drehtage während in "Wetten Dass", die vermutlich teuerste Show im deutschen Fernsehen, immer mehr Geld für absoluten Sondermüll draufgeht.
"Wetten dass...?" war früher fast immer ein Familienhighlight bei uns, so lange es mit Frank Elstner war. Seit Wolfgang Lippert hat sich das niemand mehr angeschaut. Weiß auch nicht, warum das ÖR fast schon zwanghaft jeden nun arbeitslosen Ost-Moderator eingestellt hat, egal wie talentfrei und peinlich er auch schon im DDR-Fernsehen war. Aber gut, lange hat der zum Glück auch nicht gemacht. Aber gib mal bitte einen Link zu einer oder mehrern Seiten, wo amerikanische Medien über Wetten dass reden. Interessiert mich ehrlich.

[...] Aber hier verpulvern sie das Geld lieber in weitere Spartensender, als in Eigenproduktionen, damit sie die Gebühren nicht senken müssen.
Weil sie eben niemandem Rechenschaft schuldig sind. Sie rennen zwar der Quote hinterher, aber auch der Intendant hat keine ernsthaften Bedenken ob seines Arbeitsplatzes, wenn diese sinkt. Die haben gar nicht die Not, sich was tolles einfallen lassen zu müssen. Lieber drehen sie noch eine sinnfreie Serie zum Thema "Liebe und Intrigen", um irgendwelchen arbeitslosen Schauspielern eine Bühne zu bereiten. Aber vielleicht ist das auch der Auftrag der ÖR: Arbeitslosenquote senken.

[...]Ich wünschte mir da einfach mehr Mitspracherecht, Transparenz und vor allem sollte Werbung im ÖR-Programm komplett verboten werden.
Unterschreibe ich sofort.
 

Also was da steht und was Tom Hanks über die Show gesagt haben soll (es gibt ja leider keinen Link zum amerikanischen Original), finde ich nicht "vernichtend". Klar muss man einem Weltstar auch keine dämliche Mütze über den Kopf ziehen, die wie ein BH aussieht. Und mir würde es auch keine Freude machen, 3 Stunden irgendwo rumsitzen zu müssen. Allerdings bin ich auch davon überzeugt, dass sich Tom Hanks jede Minute hat ordentlich bezahlen lassen. Und er ist wohl (auch wenn ich ihn nicht leiden kann) Profi genug, um auch einen BH auf den Kopf noch für seine Promotion in Szene setzen zu können. Wie kommen die auf ein Adjektiv wie "vernichtend"?

[...] Diese Kostenanalyse könnte man ja mal beim Fussball durchführen. Oder bei diversen Kochsendungen. Ich glaube, pro Zuschauer sind die teurer.
Absolut richtig. Und bei diversen Serien. Und anderen Shows. Und das ist auch das, was mich so bei dem ÖR aufregt. Da scheint es eben keine übergeordnete Rolle zu spielen, wieviele was gucken. Das Geld ist eben immer da, selbst wenn die Werbeeinnahmen sinken sollten.
 
Und das ist auch das, was mich so bei dem ÖR aufregt. Da scheint es eben keine übergeordnete Rolle zu spielen, wieviele was gucken.
Das ist ja eigentlich auch ganz richtig gedacht. Sonst hätte es ja nie Schulfernsehen gegeben, Wissenschaftssendungen, Dokus für Randgruppen, Fernsehen für Behinderte. Da sollte ja eben unabhängig von der Werbewirksamkeit ein Programm produziert werden können.

Was man daraus gemacht hat und wofür man diese Freiheit heute nutzt, das ist doch das Problem. Und da darf man eben nicht mit Werbewirksamkeit und Zuschauerzahl argumentieren, sondern man muss eben mit dem Auftrag des ÖR argumentieren.

Marty
 
...also direkte Demokratie beim ÖR? Wäre mal ein guter Test, wie weit das Volk das heute nutzen und es zu besserem Fernsehen führen würde.