Nach wie vor sind die Sitzplätze in staatlichen Theatern subventioniert. Wenn sie das Angebot ausdünnen, ist das natürlich schade, wird aber vermutlich daran liegen, dass die besseren Aufführungen womöglich von privaten gezeigt werden, weswegen dann die Besucher ausbleiben. Und wenn dem so sein sollte, dann sehe ich aber auch keinen Grund, weswegen man das dann im Fernsehen zeigen muss, wo man noch nicht mal ansatzweise die gleiche Atmosphäre hat wie vor Ort.Ob des Sparzwangs der Kommunen werden diese Angebote immer mehr ausgedünnt, so das man eben nicht ins Theater oder gar Oper gehen kann, wenn man will.
Weiß ich nicht. Kann gut sein, weil da auch stets nur Mist lief und nachts die entschärften Pornos. Falls die insolvent sind, dann zu recht. Aber es gibt ja noch andere (auf die ich persönlich allerdings auch gut verzichten kann).tv.berlin hat doch Insolvenz angemeldet, oder? Weil dieses meines Erachtens zur Grundversorgung gehörende Angebot privat nicht zu finanzieren ist.
Kulturelle Vielfalt. Bitte erkläre mir das mal. Ich weiß nicht, was außerhalb der von mir genannten Themensender noch in das öffentlich-rechtliche Fernsehen gehören würde.Zum einen ist "Grundversorgung" ein recht schwammiger Begriff, zum anderen ist er auch teils überholt. Es geh aus meiner Sicht neben der Grundversorgung auch um die bei aller berechtigten Kritik noch immer vorhandene (kulturelle) Vielfalt, die der ÖR bietet und die von den Privaten nicht abgedeckt wird oder nicht abgedeckt werden kann.
Religion ist noch immer ein wichtiger Teil einer Kultur. Aber dafür gibt es den privaten Bibel.TV-Sender. Inzwischen ist wohl auch leider Shopping ein Teil der Kultur geworden. Das wird ja nun überreichlich von privaten abgedeckt. Musik ist auch ein wesentlicher Bestandteil der Kultur, aber die entsprechenden Sender kommen dann auch fast ausschließlich von privaten - sowohl Radio, als auch TV.
Öffentlich-Rechtliche Sender sind eben doch nur Grundversorgung. Und da denke ich, sind 8 schon mehr als genug.
Das, was wir sehen und die Dokus werden von BBC wordwide produziert. Und die sind eine kommerzielle Tochter von BBC.Mag ich nicht beurteilen wollen, ob es die "qualitativ besten" sind, aber gerade dein Beispiel BBC (ist doch auch sowas wie ÖR, oder?)
Über die Quote rechtfertigen sie aber ihre Existenz. Quote heißt ja nix anderes, als "wie viele Leute haben die Sendungen geschaut". Wenn sich jetzt so viele schon über GEZ aufregen, was würde wohl erst passieren, wenn die Quote stets unter 1% rutscht?macht deutlich, worin ich besonders berechtigte Kritik am ÖR sehe: Die machen zu wenig aus dem zur Verfügung stehenden Geld. [...] Scheiß auf die Quote, das Geld ist doch eh da.
Ich persönlich bin beispielsweise schwer genervt von Fernsehwerbung. Ein Grund, weswegen ich keinen Fernseher mehr habe. Radiomoderatoren gehören in 9 von 10 Fällen für mich fristlos entlassen. Nur dämliches Gequatsche 24/7 - privat wie öffentlich-rechtlich. Der andere Grund ist, dass mich eine Sendung auf öffentlich-rechtlichen Kanälen nur in einem von vielleicht 500 oder 1000 Fällen interessiert. Informationen, Nachrichten und alles, was mich interessiert bekomme ich aus dem Internet, und gute Dokus später auch auf BluRay zu kaufen.
Wenn sich aus meiner Sicht der öffentlich-rechtliche Rundfunk verändern sollte, dann eben mit Themenkanälen. Ob nun Musik, Religion und andere Kulturbestandteile mit dazu gehören sollten und einen eigenen Kanal im ÖR benötigen, lässt sich gern diskutieren. Aber so, wie er derzeit angeboten wird, ist er zu teuer für viel zu wenig Leistung.
