Ist die GEZ-Abgabe gerechtfertigt?


  • Umfrageteilnehmer
    128
Ja ok ich geb zu "Millionen" pauschal ist zu übertrieben, aber viele 100000 Euros pro 'Senderboss' sinds in jedemfall ! Ich hab vor einiger Zeit dazu auch mal was gelesen, kann aber jetz spontan den Beitrag im Netz nicht finden ...
Es sind zwischen 220.000 und 300.000 € im Jahr. Insgesamt gibt es 9 Sendebosse (Intendanten).

Ich kann mir nur schwer vorstellen, wie man als Fernsehzuschauer und/oder Radio ohne die Angebot des ÖR auskommen kann. :roll:
 
Wenn der Gerichtsvollzieher kommt, ist es eh zu spät. Vorher reicht die GEZ einen Antrag bei Gericht ein, dass sie Geld von dir bekommen (nachdem sie dir vermutlich auch ohne Gericht mehrere Mahnungen geschickt haben). Ungeprüft schickt dann das Gericht einen gerichtlichen Mahnbescheid an dich raus. Dann hast du zwei Wochen Zeit dem Bescheid zu widersprechen.

Da is der Denkfehler der meisten..

Die GEZ hat (wohl extra dafür) den Status einer Behörde.. Und Behörden müssen nicht den Umständlichen weg des gerichtlichen Mahnverfahrens gehen..

Die können dir einfach so den Gerichtsvollzieher schicken wenns denen Spaß macht... Genau wie das Finanzamt ;)
 
Da is der Denkfehler der meisten..

Die GEZ hat (wohl extra dafür) den Status einer Behörde.. Und Behörden müssen nicht den Umständlichen weg des gerichtlichen Mahnverfahrens gehen..

Die können dir einfach so den Gerichtsvollzieher schicken wenns denen Spaß macht... Genau wie das Finanzamt ;)

Auch dafür müssen sie erstmal eine begründete Forderung haben. Und die zu erwirken bzw. nachzuweisen ist eben schon schwierig.
 
Bremen: Obdachloser musste GEZ-Gebühren bezahlen

Folgende News wurde am 31.03.2012 um 19:05:00 Uhr veröffentlicht:
Bremen: Obdachloser musste GEZ-Gebühren bezahlen
Shortnews

Ein Bremer verlor durch die Trennung von seiner Partnerin die Wohnung, so dass er zeitweise auf der Straße lebte. Nachdem er wieder eine Wohnung hatte, erhielt er von der GEZ einen Gebührenbescheid über die Nachzahlung von 340,60 Euro plus Mahngebühren. Der Mann schaltete einen Rechtsanwalt ein. Trotzdem musste er monatlich 15 Euro an die GEZ abbezahlen. Als Grund wird angeführt, dass der Mann zwar seine Wohnungslosigkeit beweisen konnte, diese aber der GEZ für eine Gebührenbefreiung nicht ausreichten. Während eines Krankenhausaufenthaltes des Mannes kam es dazu, dass in einem Monat die Gebühren nicht rechtzeitig bezahlt wurden woraufhin ihm die Zwangsvollstreckung angedroht wurde. Für die Überweisung eines zu viel bezahlten Cent erhielt er zudem fälschlicherweise eine erneute Rechnung.
 
Da ich 20 Jahren in den Niederlanden gelebt habe und die dortige Regelung sehr gut kenne, kann ich nicht verstehen, dass es in Deutschland überhaupt noch so etwas wie die GEZ gibt. Die niederländische GEZ-Variante wurde bereits seit 1940 schrittweise abgebaut und verschwand im Jahr 2000 komplett.

Jeder Fernsehsender - privat oder öffentlich rechtlich - gilt als Verein in den NL. Das bedeutet: die Einnahmen für den Sender müssen sie über ihre Mitglieder einsacken. Das bedeutet konkret, dass jeder TV-Sender dort u.a. sein eigenes TV-Heft ausgibt. Wer also TV-Sender xy unterstützen möchte, abonniert deren TV-Heft (im Endeffekt unterscheiden die sich ja unter einander eh nicht). Jeder Abonnent finanziert quasi den Sender seiner Wahl mit. Würde (Beispiel) VOX sein eigenes Programmheft ausgeben und der WDR auch, würde ich mich also Kunde für Sender x oder y entscheiden können (oder auch für beide, wenn man mehr Geld zur Verfügung hat zum Beispiel). Außerdem finanzieren sich die Sender selbst weiter über Werbe-Einnahmen, was natürlich auch wieder quotenabhängig ist - schlechte Sendungen, weniger Einnahmen.

Außerdem wurde die Einkommensteuer eines jeden Bürgers um 1% erhöht. Die Einkünfte werden auf alle TV-Sender verteilt. Jeder kriegt den gleichen Anteil. Für den einzelnen Bürger bedeutet dies jedoch, dass maximal 10 Euro/Jahr je Bürger angerechnet werden. Ob man nun 10 oder nur einen TV oder ein Radiogerät hat, ist denen sowas von egal. Man kann sich 20 TVs hinstellen, wenn man möchte.

Im Endeffekt hat dies zur Folge, dass jährlich etwa 140 Millionen Euro über die Sender verteilt werden, die dementsprechend mit ihrem Geld haushalten müssen und sich keine Flopsendungen leisten können. Viele Sender im Randgruppenbereich haben deshalb aufgegeben und in den NL gibt es 3 Kanäle, die sich mehrere Sender teilen. Wer für sein erhaltenes Steuergeld schlechte Programme liefert, kann sich sicher sein, dass sein Sender im nächsten Jahr weniger Sendezeit auf Kanal 1, 2 oder 3 zur Verfügung gestellt bekommt.

Die Abschaffung der GEZ hat also nicht nur die Sendervielfalt eingeschränkt, sondern im Endeffekt die Programmqualität erhöht. Wer schlechte Programme bringt, bekommt weniger Heftabonnenten und anteilsmäßig weniger Steuergelder.

Auf die Weise, werde Rundfunkgebühren ohne Murren bezahlt und der Steuerzahler hat sogar direkten Einfluss auf das Fortleben eines Sender. Und blöde Rundfunkgebühreneintreiber kennt man in den NL auch nicht.

Übrigens: im allerersten Jahr dieser Regelung, nahm die Steuerbehörde 70 Millionen Euro ein und die TV/Radio-Sender insgesamt 0,6 Milliarden Euro. NL ist zwar ein vergleichbar kleines Land, aber da die bereits seit 1940 an der Abschaffung der Rundfunkgebühr arbeiten (die zuvor 164 Euro/TV und 56 Euro/Radio betrug), scheint mir dies (nach eigener Erfahrung) eine mehr als sehr faire Lösung zu sein.
 
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Wer für sein erhaltenes Steuergeld schlechte Programme liefert, kann sich sicher sein, dass sein Sender im nächsten Jahr weniger Sendezeit auf Kanal 1, 2 oder 3 zur Verfügung gestellt bekommt.
Und eine Art Grundversorgung für benachteiligte Randgruppen gibt es da natürlich nicht, wenn nur die Quote zählt, oder?

Oder gibt es da noch Sender, die spezielle Sendungen für Behinderte wie z.B. Taube, Blinde oder auch körperlich Behinderte bringen? Bildungsfernsehen? Bringt doch alles keine Quote.

Marty
 
Oder gibt es da noch Sender, die spezielle Sendungen für Behinderte wie z.B. Taube, Blinde oder auch körperlich Behinderte bringen? Bildungsfernsehen? Bringt doch alles keine Quote.

Marty

Alle Sender sind verpflichtet, x % ihrer Programme für diese Zielgruppen zu produzieren. Jeder Sender hat das also im Angebot. Je größer der Sender, je größer deren Verpflichtung (in %). Der eine halt erfolgreicher als der andere. "Knoop in je Zakdoek" bei Teleac ist zum Beispiel ein Programm extra für geistig Behinderte - das gibt es seit 2 Jahrzehnten. Oder "Het Zandkasteel" auf KetNet für Vorschulkinder mit Themenschwerpunkt Sprach- und socio-emotionale Entwicklung und kreative Förderung.

Und selbstverständlich hat auch jeder Sender sein eigenes Kontingent an "Unterschichtenunterhaltung".

Ist halt vorgegeben, was die Sender produzieren müssen: x % Bildungsfernsehen, x % Filme, x seichte Unterhaltung usw. Wie jeder Sender das dann ausfüllt, bleibt dem sender überlassen, aber genau da muss sich der Sender dann überlegen, was er wie einfüllt, damit ihm die Zuschauer (und somit Abonnenten/Sponsoren) nicht davon laufen. Je weniger Mitglieder, je weniger Geld gibt es ja (auch ausm Steuertopf).

Gibt zum Beispiel rein christliche Sender in NL, die auch ihre x % Unterschichten-TV bringen müssen - dass die da nicht wirklich erfolgreich mit sind, dafür aber bessere Naturdokus und Diskussionen bringen, ist fast schon klar. Gibt aber auch Sender, die sich für das Publikum 30-40 einsetzen, die glänzen mit Unterschichtenschrott, ihr Pflichtprogramm an Dokus lieber bei der BBC einkaufen als selbst zu produzieren (weil das kostet Geld und würde bei der Themengruppe eh nicht ankommen).

Ist halt bissel anders struktuiert als hier. Finde es aber allem in allem wesentlich gerechter als hier - vor allem, was die (nichtvorhandenen) Rundfunkgebühr angeht. Und als ich noch in den Niederlanden lebte, war ich 10 Jahre Mitglied beim Sender Veronica, bis die irgendwann anfingen, ihr Pflichtkontingent an Spielfilme auf die Nachtstunden zu verlegen und nur noch Mumus und Pillermänner zeigten. So einen Sender wollte ich nicht unterstützen und bin zu nem anderen Sender gewechselt (als zahlendes Mitglied). Mein damaliger neuer Sender (RTL6) besteht heute noch - Veronica besteht schon seit 20 Jahren nicht mehr, denn denen sind die Mitglieder irgendwann fluchtartig davon gelaufen, weil alles (auch die Pflichtprogramme) nur noch auf Schlüpferniveau waren. Bei denen liefen irgendwann die Nachrichtensprecherinnen nur noch im Bikini rum. Bissel S*x okay, aber bei denen war alles nur noch übersext. Das hat denen dann irgendwann die Mitglieder und somit die Sendelizenz gekostet - im Endeffekt hat sich der Markt selbst reguliert und ich denke, wenn man mit unseren GEZ-Geldern so verfahren würde, dass der Sender verpflichtet ist, eine gewisse Qualität zu liefern, dann würden sich weniger Leute darüber aufregen. Jetzt fühlt man sich abgezockt (ich auch). Man zahlt sehr viel Geld, aber geliefert bekommt man im Endeffekt nur Schrott dafür.
 
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Und eine Art Grundversorgung für benachteiligte Randgruppen gibt es da natürlich nicht, wenn nur die Quote zählt, oder?

Definition "Grundversorgung"?
Definition "benachteiligte Randgruppen"?

Die informelle Grundversorgung geschieht mittlerweile fast nahtlos übers Internet, größtenteils von Newssites und Bloggern die nichts von der GEZ-Gebühr sehen (und Tageszeitungen, aber soweit mir bekannt, bekommen die von der GEZ auch nichts).
Die Grundversorgung am Konsum bewegter Bilder erfüllen die Privatsender, welche sich durch Werbung finanzieren, nicht durch die GEZ.
Bleibt das Radio, aber abgesehen von Staumeldungen für Autofahrer, ist auch das mittlerweile überflüssig geworden.

Die einzige "benachteiligte Randgruppe" die wirklich noch auf die "Grundversorgung" der ÖR mit Volksmusik und ähnlich schlechten Formaten (zumindest aus Sicht der meisten Jugendlichen und jungen Erwachsenen, welche ja die GEZ zahlen oder zumindest die nächste zahlende Generation darstellen) angewiesen sind, wären da Rentner.
Da kann man auch die GEZ abschaffen, die ÖR auf einen einzigen "Volksmusik"-Sender zusammenschrumpfen und diesen für diejenigen Senioren die den wirklich brauchen als Pay-TV anbieten.
 
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Alle Sender sind verpflichtet, x % ihrer Programme für diese Zielgruppen zu produzieren. Jeder Sender hat das also im Angebot.
Das ist für mich eine gute Lösung. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob man das in Deutschland so umsetzen könnte. Aber insgesamt hört sich das nicht schlecht an.

Und als ich noch in den Niederlanden lebte, war ich 10 Jahre Mitglied beim Sender Veronica, bis die irgendwann anfingen, ihr Pflichtkontingent an Spielfilme auf die Nachtstunden zu verlegen und nur noch Mumus und Pillermänner zeigten.
Wenn das Mitte der Achtziger war, dann kenne ich den Sender. Wir konnten nur ARD,ZDF,WDR und zwei Holländer empfangen... Da lief Freitags abends immer so ein Programm für junge Männer ohne Freundin :D

Definition "Grundversorgung"?
Definition "benachteiligte Randgruppen"?
Unter Grundversorgung verstehe ich Politik, Kultur und Unterhaltung in einem vernünftigen Verhältnis mit vernünftigen Inhalten.

Unter Randgruppen verstehe ich die Menschen in unserem Land, die aufgrund ihrer körperlichen oder geistigen Zustands nicht in der Lage sind, sich problemlos ausser Haus diese Grundversorgung zu beschaffen und deren finanziellen Mittel so niedrig sind, dass sie als Zielgruppe im Privatfernsehen nicht taugen.

Die informelle Grundversorgung geschieht mittlerweile fast nahtlos übers Internet, größtenteils von Newssites und Bloggern die nichts von der GEZ-Gebühr sehen
Das ist super. Und meinem blinden Nachbarn erkläre ich dann mal eben, dass das mit dem Internet ganz einfach ist. So eine Braille-Zeile kauft man von seinem Taschengeld, gelernt ist der Umgang auch ganz schnell.

Die Grundversorgung am Konsum bewegter Bilder erfüllen die Privatsender, welche sich durch Werbung finanzieren, nicht durch die GEZ.
Das ist schön, dass Du der Meinung bist, das Programm auf den Privatsendern würde qualitativ dem entsprechen, was ich unter Grundversorgung verstehe.

Bleibt das Radio, aber abgesehen von Staumeldungen für Autofahrer, ist auch das mittlerweile überflüssig geworden.
Stimmt, vor allem, Menschen, die nichts sehen, können ja auch Zeitung lesen.

Marty
 
Unter Grundversorgung verstehe ich Politik, Kultur und Unterhaltung in einem vernünftigen Verhältnis mit vernünftigen Inhalten.

Dann ist die Frage: Erfüllen das die derzeit empfangbaren, werbefinanzierten Privatsender schlechter als die ÖR? Politische Großereignisse kann man auch über werbefinanzierte Privatsender ganz gut mitverfolgen. Kultur/Bildung liefern n-tv, N24 und ab und an auch VOX mit ganz guten Dokus.
Über Unterhaltung kann man sich streiten. Pro7 hat ganz gute amerikanische Serien/Sitcoms und Blockbuster, dafür haben die ARD/ZDF schnulzige Heimatfilme oder deutsche Kriminalsendungen, gute deutsche Sitcoms vermisst man allerdings. RTL hat Dieter Bohlen und DSDS, die ÖR haben Florian Silbereisen und Volksmusikkonsorten, beides unterstes Niveau (aus meiner Sicht) über DSDS kann man aber wenigstens noch mal lachen. RTL/RTL2 hat desweiteren das hochgelobte HartzIV-Mittagsprogramm, die ÖR haben genauso ätzende Telenovelas und Formate wie GZSZ etc.

Also ich sehe die Grundversorgung, so wie du sie definierst nicht gefährdet, wenn man die GEZ abschafft und einen riesigen "Niveausturz" wirds auch nicht geben.

Unter Randgruppen verstehe ich die Menschen in unserem Land, die aufgrund ihrer körperlichen oder geistigen Zustands nicht in der Lage sind, sich problemlos ausser Haus diese Grundversorgung zu beschaffen und deren finanziellen Mittel so niedrig sind, dass sie als Zielgruppe im Privatfernsehen nicht taugen.

"Assoziale" Geringverdiener scheinen den Verantwortlichen von RTL beispielsweise zu genügen, zumindest glaube ich nicht, dass der "reiche" Bildungsbürger sich solches Programm anschaut xD
Menschen die dagegen körperlich und/oder geistig benachteiligt sind, sind schon ein besserer Standpunkt, wenn du die GEZ verteidigen möchtest, aber ich sehe auch hier nicht wirklich, wo die ÖR Programm, das speziell auf solche Leute zu geschnitten ist, zeigt.

Das ist super. Und meinem blinden Nachbarn erkläre ich dann mal eben, dass das mit dem Internet ganz einfach ist. So eine Braille-Zeile kauft man von seinem Taschengeld, gelernt ist der Umgang auch ganz schnell.

Nee nee, du gehst zu deinem Nachbarn hin und liest ihm aus der Zeitung vor, damit er auf dem neuesten Stand ist. Das ist soziales Miteinander ;)
Bzgl. Lernen: Blinde Menschen müssen so oder so den Umgang mit "Spezialwerkzeug" lernen ;) Dafür lernen nicht-blinde Menschen aber andere Dinge, die unter Umständen genauso schwer und langwierig zu erlernen sind.
Was die Kosten angeht: Menschen mit Behinderung sind nunmal auf das Wohlwollen und die soziale, wie finanzielle, Unterstützung von anderen angewiesen. Da ist gezahltes Geld an die GEZ unter der Argumentation, dass dadurch "Benachteiligte" unterstützt werden allerdings falsch angelegt :mrgreen:

Das ist schön, dass Du der Meinung bist, das Programm auf den Privatsendern würde qualitativ dem entsprechen, was ich unter Grundversorgung verstehe.

Siehe weiter oben. Qualitativ ist das von allen, durch die GEZ, finanzierte, aber nicht von allen genutzte Programm der ÖR qualitativ nicht wirklich besser, als das der Privaten. Es mag Höhepunkte geben (bspw. Terra X), aber solche Höhepunkte guten Bildungsfernsehens gibts auch ab und an im Bereich der privaten Sender.

Stimmt, vor allem, Menschen, die nichts sehen, können ja auch Zeitung lesen.

Wie gesagt, lies dem Menschen, der nichts sehen kann, vor.
Und der springende Punkt ist doch, dass du mit "benachteiligten" Menschen argumentierst, um die GEZ als Mittel zur Umsetzung einer medialen Grundversorgung dieser zu verteidigen. Ich sehe aber nicht, dass es solange es die GEZ schon gibt, viel für eben jene "Benachteiligten" getan wurde. Abgesehen davon, dass es an Silvester von "Dinner for one" noch eine Version für Gehörlose gibt :mrgreen:
 
Da lief Freitags abends immer so ein Programm für junge Männer ohne Freundin :D

Was unterscheidet denn denn den Geschmack dieser Zielgruppe von solchen mit Freundin?

Das ist schön, dass Du der Meinung bist, das Programm auf den Privatsendern würde qualitativ dem entsprechen, was ich unter Grundversorgung verstehe.
Ich find eigentlich wirklich wenig im Fernsehen das diesen Anspruch in einer Weise genügen würde die es rechtfertigt dafür verpflichtend zahlen zu müssem.

"Assoziale" Geringverdiener scheinen den Verantwortlichen von RTL beispielsweise zu genügen, zumindest glaube ich nicht, dass der "reiche" Bildungsbürger sich solches Programm anschaut xD

Heftige Schubladen die Du da aufmachst, weiß ich ja gar nicht wo ich meine wohlhabenen Proletenbekannten und die mies verdienden Praktikanten und Doktoranden reinstecken soll die alle wenigstens einen Hochschulabschluss haben bzw. demnächst den höchsten akademischen Grad erreicht haben.
 
Kultur/Bildung liefern n-tv, N24 und ab und an auch VOX mit ganz guten Dokus.

Ich würde schon etwas vermissen, wenn ich nur noch Nazi-Dokus oder Verschrottung XXL empfangen könnte. :LOL:
Die Dokus und Reportagen auf Arte, Phoenix, ZDF und Co sind da deutlich informativer und kritischer. Ich traue den privaten Sendern nicht zu diese Sparte zu schultern.
 
Dann ist die Frage: Erfüllen das die derzeit empfangbaren, werbefinanzierten Privatsender schlechter als die ÖR?
Ja!
Politische Großereignisse kann man auch über werbefinanzierte Privatsender ganz gut mitverfolgen.
:LOL: Wann?

Kultur/Bildung liefern n-tv, N24 und ab und an auch VOX mit ganz guten Dokus.
Nicht Dein ernst, oder? Subtrahiere mal die permanenten Wiederholungen, dann bleibt bei den genannten Sendern nicht mehr viel übrig.
Allein 15 Minuten "Leschs Kosmos" steckt inpunkto Informationsgehalt 2 Stunden N24 und n-TV locker in die Tasche... ;)
 
Heftige Schubladen die Du da aufmachst, weiß ich ja gar nicht wo ich meine wohlhabenen Proletenbekannten und die mies verdienden Praktikanten und Doktoranden reinstecken soll die alle wenigstens einen Hochschulabschluss haben bzw. demnächst den höchsten akademischen Grad erreicht haben.

Also vorweg: Man beachte die Anführungszeichen und das xD, welches als gängiger Onlinesmiley dem Satz die Ernsthaftigkeit nimmt.
Desweiteren bediene ich natürlich ein Klischee, eine Schublade, aufgemacht wurde sie allerdings nicht von mir, sondern mit RTL durch seine Formate :mrgreen:
Aber was ist denn bitte die Zielgruppe eines solchen Formats?
Ich bezweifel, dass das Menschen mit guter Bildung und solche mit gutem finanziellen Auskommen (die Schnittmenge ist dann mein klischeehafter reicher Bildungsbürger ;)) sich den Mist rein ziehen.
Also genügt RTL als Zielgruppe doch der (klischeehafte) "assoziale" Geringverdiener aus der Sozialbausiedlung...?!


Also ist, beispielhaft, der Musikantenstadl besser als das zur selben Sendezeit laufende Programm der Privaten?


Wahlergebnisse bspw. habe ich bis jetzt auch immer über die Privaten mitbekommen, spätestens über Newsmeldungen unabhängiger Newssites im Internet, dass Wahlkampfgeblubber drumherum braucht eh niemand.
Und der Zapfenstreich vom Wulff wurde auch ausführlich auf N24 breit getreten zu dem Tag.

Nicht Dein ernst, oder? Subtrahiere mal die permanenten Wiederholungen, dann bleibt bei den genannten Sendern nicht mehr viel übrig.
Allein 15 Minuten "Leschs Kosmos" steckt inpunkto Informationsgehalt 2 Stunden N24 und n-TV locker in die Tasche... ;)

Wenn wir uns jetzt im Bereich des Bildungsfernsehens bewegen: Der Menschheit stehen Millionen von Jahren an Informationen zur Verfügung, aus unserer Geschichte lernen wir trotzdem nichts und begehen im Kollektiv immer wieder die gleichen Fehler, bekriegen uns einander immer noch und beuten uns und unseren Planeten schamlos aus und berauben uns damit unserer Lebensgrundlage. Auf kollektiv bezogen.
Aufs Individuum bezogen: Jemand der statt der öffentlich Rechtlichen die Privaten schaut, was Dokumentationen angeht, dem fällt vllt irgendwann auf, dass tatsächlich viel wiederholt wird, aber dümmer wird er nicht.
Ich guck seit Jahren keine ÖR mehr, dümmer geworden bin ich dadurch aber auch nicht, ich hab ja Bücher und Internet und und und...
GEZ zahlen müsste ich rein theoretisch trotzdem, weil ich PC-Besitzer bin :ugly: