nichts für ungut, aber solche aussage könnte glatt von oskar lafontaine stammen. ;) vielleicht solltest du dich ersteinmal mit dem thema an sich auseinandersetzen. es gibt ja mehrere modelle des bürgergeldes. und jedes dieser modelle hat auch einen finanzierungsplan. einfach mal ein wenig googeln und du wirst fündig. dann muss man auch nicht immer soviel spekulieren und vermuten und man muss auch nicht mit irgendwelchen zahlen um sich werfen. ;)
:roll::roll::roll:
Oh, das wusste ich noch gar nicht. Danke für die Aufklärung.
:roll::roll::roll:

Es gibt theoretische Gedankengebilde, wie man das finanzieren könnte, wenn alles nach Plan läuft. Und da hab ich mehr als einmal von Steuererhöhungen gehört. Die Mehrwertsteuer zu erhöhen, ist der einfachste und unbürokratischste Weg. Deshalb vermute ich, dass man eher die Mehrwertsteuer erhöht statt zwölf Dutzend andrer Steuern. :roll::roll::roll:

Ich hab mir das auch mal durchgelesen und empfinde das als sehr dubios. Es wird zu von vielen angezweifelt, ob das so funktioniert, wie man sich das in bunten Farben ausmalt. Es ist ja nicht so, als sei das bedingungslose Grundeinkommen vollkommen kritiklos von allen angenommen, weil es per se vollkommen überzeugend und alternativlos die Lösung aller Probleme bedeutet. :roll::roll::roll:

Fakt ist, dass man sowas nicht nur doch die viel zitierten Bürokratieeinsparungen einsparen kann. Es geht um viele Milliarden Euro. Und so schnell wird man die fest angestellten Bürokraten auch nicht ohne weiteres los.
:roll::roll::roll:

Also werden Steuern erhöht. Das ist doch nur logisch?!?
:roll::roll::roll:

Eventuell erhöht man noch die Einkommensteuer. Aber das ist doch nun auch egal, ob man weniger hat wegen ner Mehrwertsteuererhöhung oder wegen ner Einkommensteuererhöhung. Sucht euch halt irgendne Steuer aus: Irgendeine wird erhöht werden müssen.
:roll::roll::roll:
 
Weiß jetzt nicht, was du meinst... Sorry... Habs zweimal gelesen und nicht verstanden... Seit wann heißt denn "bedingungslos", dass bei anderen Gegebenheiten was angerechnet wird?
Du bekommst das Einkommen auch als Millionär, zahlst dafür entsprechend mehr an Einkommenssteuer. Du bist nicht wirklich der Meinung, dass das Konzept vorsieht, dass jeder jetzt 1000 Euro mehr pro Monat in der Tasche hat?

Ähm, wieviel macht das aus? Wenn das 100 bis 200 Milliarden bringen sollte (was ich nicht glaube), dann fehlen für deinen Vorschlag noch immer ein paar hundert Milliarden... Wenn mehr verteilt wird, muss zwangsläufig mehr eingenommen werden...
Es wird nicht mehr verteilt. Wieso meinst Du, es wird mehr verteilt.

Warum sollte ich beispielsweise bei der Familie leben, wenn mir der Staat 500 Euro mehr gibt, wenn ich ausziehe?
Weil es zu dritt in einer Wohnung evtl. günstiger ist als drei mal alleine in einer Wohnung?

Das ist aber dann keine soziale Marktwirtschaft mehr... Was mach ich denn mit den Heinis, die sich nicht versichern?
Die verpflichtet man.

Du arguemtierst doch, dass Lieschen Müller sich nicht gut genug auskennt... Und jetzt forderst du von jedem soviel Verstand, dass er für sich selber sorgen kann? Meinst du die kümmert sich um ihre Krankenversicherung oder gar für ihre Altersvorsorge?
Das tut sie doch heute auch schon.

Wie können Behinderte oder chronisch Kranken überhaupt eine private Versicherung davon überzeugen aufgenommen zu werden?
Frag sie doch mal, wie das seit 01.01.2009 geht, es funktioniert ja im Moment auch?

Ein Sozialstaat ist nunmal erst dann sozial, wenn er vor allen den Schwachen hilft... Und sei die Schwäche auch selbst verschuldet...
Was ist an dem Grundeinkommen dann unsozial?

Marty
 
Na ja, man hat sogar die Chance auf eine zweite Chance. Das jeder Chancengleichheit hat, das ist falsch. Das ist sogar totaler Blödsinn, denn niemand hat die gleichen Eltern. Wenn du in einem Scheiß Elternhaus oder im Heim aufwächst ist dein Leben zu 90% verkackt. Aus einer solchen Situation hoch zu kommen ist sehr schwer. Ich behaupte auch das Akademikerkinder eine deutlich erhöhte Chance auf verbesserte Bildung haben, weil man als junger Mensch noch geführt werden muss. Man kann Kinder nicht frei laufen lassen und wenn man ihnen Mist beibringt, dann taugen sie später weniger. Niemand hat die gleiche Chance. Man hat aber jederzeit die Möglichkeit Fachober- und Fachhochschulreife nachzuholen, was aber auch sehr schwer ist, wenn man nebenbei noch einen harten Job machen muss.

Seh ich auch so. Deshalb bin ich auch ein Befürworter von gratis Kindergärten und -betreuung nach der Schule.
Aber da stellen sich leider einige quer, die ihrem Kind unbedingt zuhause das Mittagessen kochen wollen.

Der Staat vergisst, dass nicht nur primäre Fertigkeiten, sondern auch soft skills wichtig sind. Davon abgesehen schafft der Staat keine gleichwertigen Anfangsbedingungen für die Schule(Finland, Pisa Spitzenreiter, hat da bessere Ideen).
Die DDR ist sicherlich kein Vorzeigestaatssystem, aber das Bildungssystem, das dort herrschte hat allen SchülerInnen die selben Startbedingungen garantiert.
Übrigens sind durch die Studiengebühren, aber auch Bafög etc AbiturientInnen aus der niedrigen sozialen Schicht eher abgeneigt gegenüber einem Studium.
Das liegt daran, dass sie sich nicht von Anfang an verschulden möchten.(ja, auch beim Bafög verschuldet man sich ordentlich).
Von daher wäre durch ein BGE hier definitv geholfen. Ich denke aber, dass durch einen verpflichtenden Kindergarten vor der Einschulung und Ganztagesschulen das Problem besser behoben werden könnte...

:yes:

Die stärkeren helfen den schwächeren, daran kann doch nichts falsch sein, oder?
Das ist okay. Aber "Die fleißigen versorgen die faulen" find ich nicht okay.

Inwiefern? Wie schafft den aus deiner Sicht ein verpflichtender Kindergarten bessere Chancengleichheit?

Und auch wenn es flächendeckend Ganztagsschulen in Deutschland gäbe, würde das nichts daran ändern, dass du nicht einfach alle Kinder zusammen in eine Klasse stecken kannst. Wie soll das gehen?

Es würde dazu führen, dass die Guten unterfordert und die Schwächeren überfordert wären. Aus meiner Sicht muss es verschiedene Schulformen geben, um das Potenzial eines jeden Kindes bestmöglich auszuschöpfen.

Du "verhinderst" so, dass einige Kinder vom Fernseher erzogen werden und sozial zurückbleiben, was ihnen dann in der Schule zusätzliche Probleme bereitet. Außerdem ist bei Kindern, die nur das Fernsehen konsumieren, die Sprache oft unterentwickelt. Obwohl sie natürlich den ganzen Tag die Wörter im Fernsehen hören, ist es für den Menschen offenbar ein großer Unterschied, ob nur gehört oder auch gesprochen wird.

Für die soziale und sprachliche Entwicklung ist es also gut, wenn Kinder mit gleichaltrigen spielen. An dieser Stelle muss man sich mal vor Augen halten, wie absurd unsere Welt geworden ist, dass man erklären muss, warum Kinder zusammen spielen sollten. (nix gegen dich Blomberger ;-) - ich mein nur: das war vor ein paar Jahrzehnten das normalste der Welt und jetzt müssen wir das den Kindern "anordnen", weil sie das selbst nicht erkennen (?))

Soziale und sprachliche Kompetenzen.

gruss kelle!

verdammt :ugly:
Na egal, ich hab diesen Post verfasst, bevor ich das gelesen hab und jetzt ists mir zu schade, meine Ausführungen zu löschen. Sehts als Erläuterung für die Skeptiker. :mrgreen:

Und bevor sich jetzt einer beschwert, was es denn mit Chancengleichheit zu tun hat, getreu dem Motto, Fernseher gibt es in armen und reichen Familien: Es ist wohl kein Geheimnis, dass gutes Spielzeug (und damit meine ich nicht den Plasmafernseher im Badezimmer) nicht billig ist. Ich hatte das Glück, mit vielen Legosteinen aufzuwachen, die selbst gebraucht noch ziemlich viel wert waren.


Und zum Thema Unterforderung der Guten: Es geht hier doch nur um die Grundschule (oder?). Und ansonsten: es kann von mir aus auch den ganzen Tag Gymnasien und Realschulen geben (wenn Ganztagsschulen so toll sind). Da gibts dann auch keine Unter/Überforderung.

Warum wird denn in diesem Zusammenhang nie erwähnt, dass Bayern mit Sachsen anscheinend in Deutschland das erfolgreichste Schulsystem haben...
https://www.zeit.de/online/2008/47/pisa-laendervergleich-2006-kommentar
Hab zu diesem Thema neulich einen interessanten Standpunkt kennen gelernt.
In Brandenburg hat eine Freundin bei so nem Pisatest mal mitgemacht. War super: die Klasse bekam dafür den ganzen Tag frei.
Bei ihr hatte das Abschneiden in dem Test keinerlei Auswirkung auf ihre Noten oder sonstwas. Daher hat die Klasse recht unbeschwert hauptsächlich Gag-Antworten gegeben, weil sie von dem Test nichts gehalten haben.
An eine Frage, die sie rezitiert hat, kann ich mich noch erinnern:
"Stellen Sie R=U/I nach I um!".
Ich sollte dazu noch erwähnen, dass das ein Mathegymnasium war, so dass sie sich (berechtigt) gefragt haben, ob sie gerade nicht ganz für voll genommen werden.
Die Lehrerin hat noch versucht sie zu besänftigen "Ja ihr seht, es gibt manche, die sind nicht so klug wie ihr. Aber es gibt auch andere, die über eure Fähigkeiten lachen.", damit sie nicht abheben ^^

Jedenfalls: ein Anreizproblem.
In Sachsen und Bayern gab es einen wesentlichen Unterschied. Es gab Noten auf die Pisa-Tests, was sicherstellte, dass jeder Schüler auch sein bestes gibt und sein wahres Leistungsvermögen preis gibt.

Wir sollten mir Deutungen und Urteilen aus den Pisa Studien warten, bis es wirklich einheitliche Tests sind.
Wobei ich als Dresdner natürlich nix dagegen hab, dass Sachsen so einen guten Ruf genießt. :biggrin:

Das mit den Schulversagern glaub ich aber mal anders gehört zu haben. In meiner Erinnerung hat Sachsen mit dem 12jährigen Abi zwar leistungsfähige Abgänger, aber eine höhere Abbrecherquote als Bundesländer mit 13 Jahren.

@Bierkelle und Birnchen: Währt ihr Politiker, müsstet ihr jetzt euren Posten abgeben und hättet ne Schlagzeile in der Bild. :ugly:
Ich sage nicht, dass ihr Unrecht habt :ugly: :ugly: :ugly:

Ich bin der Meinung, wenn alle dasselbe kriegen, dann ist das erstmal deutlich besser, als der jetzige Zustand, wo die am meisten kriegen, die die Gesetze am besten für sich auslegen können.

Da kommt die junge Frau, die keinen Schulabschluss hat und nicht mal ahnt, was ihr zusteht, deutlich schlechter weg, als der findige Jurastudent, der Gesetze verstehen kann aber zu faul ist zum Arbeiten.

Was für ein gutes Beispiel :yes:

losomat schrieb:
]Es kommt ja auch keiner her und sagt: Bla, ich wusste net, dass man sich mit der Unterschrift zum Abschluss des Vertrags verpflichtet.
Was für ein beknacktes Beispiel.

Das Klammforum ist mal wieder besser als das Fernsehen! :ugly: :ugly: :ugly:
:renoug:

Und was prangerst du an? Für mich ist das ein asoziales Verhalten... Zuerst in der Schule nichts machen und dann Kinder ohne Geld in die Welt setzten...
Solche Leute sollen doch froh sein, dass sie überhaupt so gut durchgefüttert werden! Und alleine wegen solcher Beispiele kann ich nicht verstehen, wie man für ein Grundeinkommen sein kann... Es werden sowieso schon zuviele Kinder in den falschen Familien groß...

Das Ungerechte ist, dass es Leistungen gibt, die von Gesetz her eigentlich jedem zustehen,
diese aber (bewusst?) versteckt und verschlüsselt werden, so dass sie am Ende doch nur von einer kleineren Gruppe in Anspruch genommen werden, die einen Wissensvorsprung hat.

Mal ein beknacktes Beispiel von mir :ugly::
Du bist auf einer Feier, sagen wir einem Betriebsfest. Jeder hat einen Anteil an den Kosten geleistet, sagen wir 10€. Am Buffet findest du aber leider nur Aldi-Zeugs wieder und gibst dich damit zufrieden.
Was du nicht weißt: Die Veranstalter haben im Nebenzimmer heimlich ein zweites Buffet organisiert, wo edles Essen gereicht wird. Niemand hat dich eingeweiht. Du bist außerdem arglos und bemerkst diesem Umstand nicht, da die "Nebenzimmer"Kollegen eine gute Ausrede parat haben.
Erinnert sich einer an die Simpsonsfolge mit dem "No Homers" Club, in den Homer nicht aufgenommen wurde, obwohl ein weiterer Homer im Club Mitglied war ... war die Folge mit den Steinmetzen :ugly:

Naja. Ich hoffe ihr wisst, was ich meine. Mein Beispiel ist wie angekündigt beknackt.
Ich habe aber die (naive?) Hoffnung, dass sich dieser Zustand mit der neuen Behördenhotline 115 ändert und irgendwann jeder über seine Ansprüche informiert ist.

Weiß jetzt nicht, was du meinst... Sorry... Habs zweimal gelesen und nicht verstanden... Seit wann heißt denn "bedingungslos", dass bei anderen Gegebenheiten was angerechnet wird? Bedingungslos heißt für mich, dass auch dem simplen Millionär das Grundeinkommen ohne Abzüge zusteht...

Okay, ich greif dich mal auf.
Der Millionär stellt sich m.E. beim BGE nicht besser.
Ich nehm mir jetzt einen 08/15-Millonär, der Einfachheit halber mit einem Jahreseinkommen brutto von 1.000.000€.
Damit fällt er unter den Spitzensteuersatz (45%). Zur Vereinfachung nehme ich jetzt an, der er sonst nix weiter von der Steuer abziehen kann.
Bleiben ihm netto 550.000€.
Nun mit BGE:
Er bekommt immernoch seine 1.000.000€ plus 12*1.000€, muss aber nun einen höheren Spitzensteuersatz leisten (ich nehm mal Martys 50%).
Bleiben ihm netto 506.000€.

Klar bedeuten ihm die 1.000€ im Monat nicht so viel, er wäre nicht drauf angewiesen.
Aber dass er sich davon besser stellt, ist nicht gesagt. Es kommt auf die Steuersätze drauf an.
Ich verstehe das Problem an diesem Streitpunkt. Warum bekommt jemand Geld vom Staat ausgezahlt, der es überhaupt nicht nötig hat? Das ist aber nur die eine Seite der Medallie. Da er höhere Steuern zahlt, ist seine Bilanz so oder so negativ. Netto zahl er an den Staat.

phip schrieb:
Super Idee... Plötzlich gibt es in Deutschland nur noch ein Personen Haushalte
Nur wenn die Mietkosten < 500€ sind.

Ich geb dir insoweit recht, dass die Krankenversicherung nach wie vor eine Pflichtversicherung sein sollte. Wobei mir ein großer Topf lieber wär als 100 kleine Töpfe so wie jetzt.
ALG II, ALG I, Rentenversicherung dürfte aber weg.



Und noch etwas Input von mir selbst:
Ein reizvoller Aspekt beim BGE ist meiner Meinung nach auch, dass es dann bei einer Privatinsolvenz für den Gläubiger jeden Monat was zu holen gäbe. Sicher gäbs da auch einen Schutzbereich, der dem Schuldner nicht genommen werden darf, aber ich würde das System so stricken, dass auch immer was gepfändet werden darf.
Dann könnte man auch Kredite mit sich seinem zukünfigem, sicherem Einkommen absichern.
 
Also ne Vereinfachung des Sozialhilfesystems (also damit mein ich sämtliche Sozialleistungen des Staats) fände ich auch gut. Dazu müsste man eine Stelle schaffen, die dann ab sofort für sämtliche Leistungen zuständig wäre und die pflicht hätte, den Bürger zu informaieren über Leistungen, die ihm zustehen.

Es hat seinen Sinn, dass es unterschiedliche Sozialleistungen gibt. Jeder hat individuell nen andren Bedarf, und dem wird man nicht durch die Gießkanne gerecht. Selbst beim Grundeinkommen müsste man z.B. Kinder berücksichtigen, und schon wärs gar nicht mehr so bedingungslos: man müsste Geburtsurkunden ans Amt schicken, etc. Steuererklärungen und -bescheide gäbe es weiterhin, etc. (wer den Steuerberater zahlen kann, hat Vorteile...). Nun mag man sagen: Dann schaffen wir eben auch Steuervergünstigungen ab. Aber die haben auch ihren Sinn: Wer weit zur Arbeit anfährt, wer Kinder hat, usw. MUSS nach meinem Gerechtigkeitsempfinden dafür vom Staat steuerlich begünstigt werden. Das kann man nicht einfach abschaffen. Und somit kann man auch die Bürokratie nicht gänzlich abschaffen.

Dann find ich es ohnehin bedenklich, dass man einfach Steuern erhöhen und das Geld verteilen an alle, als innovatives Konzept bezeichnet. Letzlich ist es ne alte Leier. Neu ist nur, dass alle Geld bekommen sollen, um das Bild der Gießkanne zur Vollendung zu bringen.

Zur Gerechtigkeit gehört auch, Leistung zu belohnen. Damit meine ich jetzt mal, dass man täglich zur Arbeit geht (und sich in seiner Ausbildungszeit darum bemüht hat, fit zu sein für den heutigen Arbeitsmarkt...). Wenn die Steuern erhöht werden, lohnt es sich weniger zu arbeiten. Pro Euro brutto bleibt weniger netto in der Tasche. Ich finde das nicht gerecht, sondern unsozial und ungerecht. Soviel zu meinem Gerechtigkeitsempfinden. Nicht jeder findet es die gerechteste Lösung, jedem das gleiche zu geben. Es gibt daneben auch die Konzepte "Jedem nach seinem bedarf" und "Jedem nach seiner Leistung". Die haben auch ihre Berechtigung, und wenn man die vernachlässigt, stößt man damit vielen Menschen vor den Kopf. Man sollte sie zumindest in seine Diskussion einbauen, statt dem "Jedem das Gleiche"-Konzept bedingungslos *g* anzuhängen.
 
...

Wo ist das BGE ein "Jedem das Gleiche"-Konzept?

Da gehen wohl bei einigen die Phantasie etwas durch.

Nach Durchlesen von mittlerweile 11 Seiten hier hat bisher noch niemand die Grundidee benannt, die direkt dahinter steht.

Es geht darum, die Menschen frei zu machen. Nicht mehr die negative Sichtweise, dass man erniedrigt Soziale Hilfe in Anspruch nehmen muss, sondern der positive Ansatz, dass jedem Mitglied unserer Gesellschaft mindenstens ein gewisses Grundeinkommen zusteht - ohne jegliche Verpflichtung.
Und ohne irgendwie irgendwelchen kleinen Spiessbürgern dankbar sein zu müssen, die meinen, weil sie ein paar hundert Euro im Jahr zahlen, grosse Sprüche ableiern zu dürfen- nur weil sie das Glück gehabt haben, auf der Seite der Arbeitsplatzinhaber zu sein.

Früher oder später kriegt das Kapital Euch alle, denn es ist das Wesen des Kapitalismus, Arbeit durch Kapital zu ersetzen.

Und für die Fortbildungswilligen hier - das BGE gibt es z.B. in Kuwait und auch in einigen Indianerkommunen in Amerika.

Zu letzterem ist interessanterweise vor rund einem Jahr im ehemaligen Zentralorgan der SED, NEUES DEUTSCHLAND ein sehr kritischer Artikel zum BGE erschienen, in dem ein Sozialarbeiter aus besagten Indianerkommunen sich über die Auswirkungen des BGE äussert. Fazit: Das BGE führt unter den Indianern zu verstärkten Alkoholkonsum und Antriebsschwäche.

Ich persönlich halte nichts vom BGE, weil es nicht die Ursachen der ungerechten Verteilung beseitigt.

Was mich aber besonders traurig stimmt, wie hier teilweise über Bedürftige und Schwache abwertend geredet wird. Ja habt ihr denn keine christliche Erziehung genossen, die von Mitgefühl und Solidarität getragen ist? Irgendwie hab ich das Gefühl, die geistig-moralische Wende der 80er setzt sich hier leider doch durch :(
 
Wo ist das BGE ein "Jedem das Gleiche"-Konzept?
Jeder bekommt das gleiche Grundeinkommen. Liegt doch auf der Hand.
Es geht darum, die Menschen frei zu machen. Nicht mehr die negative Sichtweise, dass man erniedrigt Soziale Hilfe in Anspruch nehmen muss, sondern der positive Ansatz, dass jedem Mitglied unserer Gesellschaft mindenstens ein gewisses Grundeinkommen zusteht - ohne jegliche Verpflichtung.
Es gibt doch heute schon durch hartz 4 eine Art Grundeinkommen. Jedem steht ein Dach über dem Kopf und dazu noch Geld für den Lebensunterhalt.

Mich persönlich würde es stören, Grundeinkommen zu beziehen. Ich möchte eigentlich möglichst aus eigener Leistung mein Leben bestreiten und nur in besonderen Situationen staatliche Hilfen in Anspruch nehmen müssen (z.B. Bafög). Ich möchte kein Taschengeld von Papa Staat. Jetzt kommt mir aber nicht "Dann nimm es nicht an". Das ist nicht das Thema.

Und ohne irgendwie irgendwelchen kleinen Spiessbürgern dankbar sein zu müssen, die meinen, weil sie ein paar hundert Euro im Jahr zahlen, grosse Sprüche ableiern zu dürfen- nur weil sie das Glück gehabt haben, auf der Seite der Arbeitsplatzinhaber zu sein.
Glück gehört dazu. Aber auch Leistung. Die Ausbildung und die Gewandtheit, sich in Vorstellungsrunden gegen die Konkurrenz durchzusetzen, fällt einem nicht in den Schoß. Schonmal was von dem Spruch "Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied" gehört? Er ist nicht hundert prozentig wahr - aber wie viele Sprichworte enthält er doch einen kleinen Funken Wahrheit.
Früher oder später kriegt das Kapital Euch alle, denn es ist das Wesen des Kapitalismus, Arbeit durch Kapital zu ersetzen.
Ja, durch die böse Automatisierung. :roll: Zu viel Marx gelesen? Viele Jahre später ist es noch immer nicht so, dass der Maschinenbesitzer keine Arbeitskräfte mehr bräuchte. Diese These hat sich bis heute noch nicht bewahrheiten können. Manche Arbeiten fallen weg, andre entstehen dafür neu. Und den Dienstleistungssektor kann man schlecht automatisieren. Wer möchte denn z.B. im Restaurant von nem Roboter bedient werden?


Zu letzterem ist interessanterweise vor rund einem Jahr im ehemaligen Zentralorgan der SED, NEUES DEUTSCHLAND ein sehr kritischer Artikel zum BGE erschienen, in dem ein Sozialarbeiter aus besagten Indianerkommunen sich über die Auswirkungen des BGE äussert. Fazit: Das BGE führt unter den Indianern zu verstärkten Alkoholkonsum und Antriebsschwäche.

Interessant, was du so für Lektüre liest :)

Die Antriebsschwäche liegt auf der Hand: Wird man von Vater Staat zu sehr umsorgt, lehnt man sich zurück und entspannt sich im sozialen Netz.

Was mich aber besonders traurig stimmt, wie hier teilweise über Bedürftige und Schwache abwertend geredet wird. Ja habt ihr denn keine christliche Erziehung genossen, die von Mitgefühl und Solidarität getragen ist? Irgendwie hab ich das Gefühl, die geistig-moralische Wende der 80er setzt sich hier leider doch durch :(

Hier hat niemand abwertend über Bedürftige geredet. Bitte zitiere das, anstatt es einfach so in den Raum zu setzen.
 
Bürgergeld

Ich bring mal als Gegenmodell zum bedingungslosen Grundeinkommen das sog. Bürgergeld ein:

Das Bürgergeld ermöglicht ein selbstbestimmtes Leben, fördert die Aufnahme einer eigenen Tätigkeit und ist deshalb leistungsgerecht. Sozialleistungen, die sich aus Steuern finanzieren, sollen möglichst vollständig in einer einzigen Transferleistung - dem Bürgergeld - zusammengefasst werden. Damit ist das Bürgergeld einfach und transparent.

Im Bürgergeld werden das Arbeitslosengeld II einschließlich der Leistungen für Wohnen und Heizung, das Sozialgeld, die Grundsicherung, die Sozialhilfe (ohne Sozialhilfe in besonderen Lebenslagen), der Kinderzuschlag und das Wohngeld zusammengefasst. Die Leistungen werden beim Bürgergeld grundsätzlich pauschaliert gewährt und von einer einzigen Behörde, dem Finanzamt, verwaltet.

Das Bürgergeld sichert die Lebensgrundlage für Bürger, die nicht über ein ausreichendes Einkommen verfügen. Durch die Zusammenfassung und Pauschalierung von Leistungen und ihrer Verwaltung in einer Behörde werden diejenigen vom Bürgergeld profitieren, die dies nach unserem Willen sollen: die Bedürftigen, nicht die Findigen.

Der Bürgergeldanspruch für einen Alleinstehenden ohne Kinder soll im Bundesdurchschnitt 662 Euro pro Monat betragen. Dieser Betrag entspricht den heutigen durchschnittlichen Ausgaben für Grundleistung, Unterkunft und Heizung eines ALG-II-Empfängers.

Bei der Berechnung des Bürgergeldanspruches werden alle Erwachsenen und Kinder einer so genannten Bedarfsgemeinschaft berücksichtigt. Zur Bedarfsgemeinschaft zählen alle Personen, die in einem Haushalt leben, soweit sie sich unterhaltsverpflichtet sind. Kinder erhalten dabei einen eigenen Bürgergeldanspruch im Rahmen der Bedarfsgemeinschaft. Zusätzliche Pauschalen werden bei Nichterwerbsfähigkeit, für Ausbildung oder bei Behinderungen gewährt. Regionale Besonderheiten bei den Wohnkosten können mit Zuschlägen berücksichtigt werden.

Das Bürgergeld wird vom Finanzamt berechnet und ausgezahlt. In die Berechnung einbezogen werden dabei auch Steueransprüche, Kindergeldansprüche und gegebenenfalls Unterstützungsleistungen zur Kranken- oder Pflegeversicherung.


Voraussetzung für das Bürgergeld sind Bedürftigkeit und bei Erwerbsfähigkeit die Bereitschaft zur Aufnahme einer Beschäftigung. Bei Ablehnung einer zumutbaren angebotenen Arbeit wird das Bürgergeld gekürzt.

Durch das Bürgergeld soll die Aufnahme einer eigenen Erwerbstätigkeit stärker gefördert und anerkannt werden als bisher. Dazu soll die Anrechnung eigenen Arbeitseinkommensauf das Bürgergeld neu ausgestaltet werden. Für den erwerbsfähigen Alleinstehenden ohne Mehrbedarf wird ein Freibetrag von 100 Euro gewährt. Darüber hinaus bleiben vom eigenen Einkommen bis 600 Euro 40 Prozent des Bruttoarbeitseinkommens anrechnungsfrei; von 600 Euro bis zum Auslaufen des Bürgergeldes 60 Prozent des Bruttoarbeitseinkommens.

Das löst das Problem der komplizierten Sozialsysteme und bietet trotzdem leistungsanreize. Eine viel bessere Alternative als das bedingungslose Grundeinkommen, das 'Faulenzen' fördert.

Ist übrigens aus dem Programm der FDP, nur damit ihr es zuordnen könnt :)
 
Es gibt doch heute schon durch hartz 4 eine Art Grundeinkommen. Jedem steht ein Dach über dem Kopf und dazu noch Geld für den Lebensunterhalt.

1.)
Weia. Wünsche Dir viel Spass. Natürlich kommst Du nicht in die Situtation. Aber ganz so ist es ja nicht. Mit der Annahmepflicht von 1-EUR Jobs ist die rechtliche Grundlage geschaffen, Menschen zur Arbeit zu zwingen. Das ist nichts anderes, als die DDR-Arbeitshöfe für Arbeitsunwillige mit etwas mehr Freiheiten.
2.)
Es ist eben nicht genau gleich. Kindergelderhöhung? Abwrackprämie? Wird dem ALG2-Empfänger auf die Bezüge angerechnet, der hat gar nichts davon.

Ich möchte eigentlich möglichst aus eigener Leistung mein Leben bestreiten und nur in besonderen Situationen staatliche Hilfen in Anspruch nehmen müssen (z.B. Bafög).

Ich vermute, da bist Du gleich mit 99 % aller Bürger unserer Landes.


Glück gehört dazu. Aber auch Leistung.

Es ist ein Quartett - Du hast Herkunft und Beziehungen vergessen.

Die Ausbildung und die Gewandtheit, sich in Vorstellungsrunden gegen die Konkurrenz durchzusetzen

Jaja, Darwin lässt grüssen.

"Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied"

100%ig einverstanden - auch mit dem Nachsatz. Dennoch ist die Grösse von Menschen nicht darin begründet, viel zu erreichen, sondern viel für viele zu erreichen.

Ja, durch die böse Automatisierung. :roll: Zu viel Marx gelesen?

Ne, eher viel zu wenig offensichtlich, um Dir die Problematik klar zu machen.

Viele Jahre später ist es noch immer nicht so, dass der Maschinenbesitzer keine Arbeitskräfte mehr bräuchte. Diese These hat sich bis heute noch nicht bewahrheiten können.

Lachhaft. Seit der (EDV)-technischen Revolution werden massenhaft Arbeitskräfte frei gesetzt. Guck dir die Versicherungs-, Reise- und Bankenbranche an. Da werden soviele Menschen durch Maschinen ersetzt.
Und nicht vergessen - das sogar in den Jahren, wo Milliardengewinne erwirtschaftet wurden.

Wer möchte denn z.B. im Restaurant von nem Roboter bedient werden?

https://www.lachmeister.de/lustiger-film/tier/5204/affen-als-bedienung.html

Interessant, was du so für Lektüre liest :)

Ja, nicht? Zu Deiner Bewusstseinserweiterung würde ich Dir sogar nen Probe-Abo schenken. Oder trag Dich in den Newsletter ein, dann kannst Du das meiste online lesen. Wer sich umfassend äussern will, sollte viele Quellen lesen ^^

Die Antriebsschwäche liegt auf der Hand: Wird man von Vater Staat zu sehr umsorgt, lehnt man sich zurück und entspannt sich im sozialen Netz.

:) Genau deshalb habe ich es zur Diskussion reingesetzt! Egal ob Bürgergeld, oder BGE - es sollte schon eine Motivation dazu kommen, sich zu engagieren. Allerdings sollte es nicht mit Zwang sein, wie bei den 1-EUR-Jobgeschichten, sondern eben per Motivation.


Hier hat niemand abwertend über Bedürftige geredet. Bitte zitiere das, anstatt es einfach so in den Raum zu setzen.

Es gab schon die eine oder andere Äußerung, aber ich geh dafür jetzt nicht alle 11 Seiten zurück. Was mir auf jeden Fall in Erinnerung geblieben ist, dass Missfelder-alike Statement ...
 
Es geht darum, die Menschen frei zu machen.

Befreie mich, bitte!!!

Nicht mehr die negative Sichtweise, dass man erniedrigt Soziale Hilfe in Anspruch nehmen muss, sondern der positive Ansatz, dass jedem Mitglied unserer Gesellschaft mindenstens ein gewisses Grundeinkommen zusteht - ohne jegliche Verpflichtung.

Wenn sich Leute verzweifelt negative Sichtweisen einreden müssen, ist das doch nicht mein Problem.
Ich hätte aktuell kein Problem mal wieder für drei Monate mit Anlauf ins soziale Netz zu springen.

Und ohne irgendwie irgendwelchen kleinen Spiessbürgern dankbar sein zu müssen, die meinen, weil sie ein paar hundert Euro im Jahr zahlen, grosse Sprüche ableiern zu dürfen- nur weil sie das Glück gehabt haben, auf der Seite der Arbeitsplatzinhaber zu sein.

Ich hasse dieses Kleingerede!
Erstens sind es mehrere hundert Euro pro Monat allein an direkten Steuern.

Und wenn Du nen Job hast, wo Du Glück haben musst, nen Arbeitsplatz zu haben, denke mal scharf drüber nach, woran das liegt?
Und wenn Du das beantwortet hast, dann frage Dich mal, warum es Angestellte gibt, denen Abwerbungsangebote nachgeschmissen werden.

Früher oder später kriegt das Kapital Euch alle, denn es ist das Wesen des Kapitalismus, Arbeit durch Kapital zu ersetzen.

Was spricht dagegen, wenn man so viele Zinsen auf sein Erspartes bekommt, dass man nicht mehr arbeiten braucht?

Und für die Fortbildungswilligen hier - das BGE gibt es z.B. in Kuwait und auch in einigen Indianerkommunen in Amerika.

Ohja...
Entweder bei Leuten, wo jeder auf ner Goldquelle in schwarz-flüssiger Form sitzt, oder bei Leuten, die einen Lebensstandard jenseits von gut und böse haben.

Sehr brauchbare Beispiele.

Ich persönlich halte nichts vom BGE, weil es nicht die Ursachen der ungerechten Verteilung beseitigt.

Genau.
Weil man auf der Verliererseite steht, versucht man alle anderen zu entmündigen.

Was mich aber besonders traurig stimmt, wie hier teilweise über Bedürftige und Schwache abwertend geredet wird. Ja habt ihr denn keine christliche Erziehung genossen, die von Mitgefühl und Solidarität getragen ist? Irgendwie hab ich das Gefühl, die geistig-moralische Wende der 80er setzt sich hier leider doch durch :(

Weißt Du, Solidarität und Mitgefühl gibt es nicht pauschal.

Ich kenne genug Leute, wo die Vergleiche zwischen Berufswunsch am Schulende und jetzt dermaßen gravierend unterschiedlich sind, teilweise mit Arbeitslosengeld/hilfe/ALG II Perioden, aber die haben es alle geschafft.
Und dann gibt es noch die "Einmal Bandaffe, immer Bandaffe." ohne mal nach links und rechts zu schauen.

gruss kelle!
 
Es hat seinen Sinn, dass es unterschiedliche Sozialleistungen gibt. Jeder hat individuell nen andren Bedarf, und dem wird man nicht durch die Gießkanne gerecht.
Warum favorisierst Du dann das von Dir unten genannte Bürgergeld? Das ist doch wieder ein pauschalisierter Betrag. Pro Person ein Fixbetrag, unabhängig vom tatsächlichen Bedarf. Das unterscheidet sich doch auch gar nicht vom Grundeinkommen. Vergleichen wir doch mal beide Wege.

Bürgergeld:
1. Person ohne Einkommen (im Moment z.B. Hartz IV oder Sozialhilfe):
Beim Bürgergeld muss derjenige einen Antrag stellen beim Finanzamt und bekommt sein Geld gezahlt.
Beim Grundeinkommen muss er sich beim Finanzamt anmelden und bekommt jeden Monat sein Geld.

Unterschied? Keiner.

2. Person mit z.B. 2000 Euro Nettoeinkommen.
Beim Bürgergeld muss er gar nichts machen, er verdient ja zuviel. Er macht jährlich seine Steuererklärung.
Beim Grundeinkommen bekommt er jeden Monat automatisch sein Grundeinkommen überwiesen und bekommt von seinem Arbeiteinkommen ein um sein Grundeinkommen reduziertes Gehalt ausgezahlt (vereinfacht, ich stelle mir da ein Stufensystem vor). Er macht jährlich seine Steuererklärung jedes Jahr.

Unterschied? Keiner.

Selbst beim Grundeinkommen müsste man z.B. Kinder berücksichtigen, und schon wärs gar nicht mehr so bedingungslos
Beim Bürgergeld ebenso.

man müsste Geburtsurkunden ans Amt schicken, etc. Steuererklärungen und -bescheide gäbe es weiterhin
Das Amt weiß bei der Anmeldung der Geburt schon von deinem Kind, dabei kann man auch direkt den Empfänger für das Grundeinkommen des Kindes festlegen. Steuererklärungen muss es immer geben, die kann man nur durch direkte Quellensteuern abschaffen, also der Steuererhebung direkt bei der Auszahlung. Und das ist solange nicht möglich, wie man keinen fixen Steuersatz hat.

Nun mag man sagen: Dann schaffen wir eben auch Steuervergünstigungen ab. Aber die haben auch ihren Sinn: Wer weit zur Arbeit anfährt, wer Kinder hat, usw. MUSS nach meinem Gerechtigkeitsempfinden dafür vom Staat steuerlich begünstigt werden.
Dafür braucht man aber keine Steuererklärungen. Kinder würden alleine schon durch das zusätzliche Grundeinkommen begünstigt, so wie heute mit dem Kindergeld. Und Werbungskosten könnte man ganz locker über Arbeitgebererstattungen begünstigen. Hilft aber alles nicht, weil wir immer noch keinen festen Steuersatz für Einkommen haben.

Bürokratie wird trotzdem abgeschafft. Und zwar im Sozialamt, Arbeitsamt und den Finanzämtern.

Dann find ich es ohnehin bedenklich, dass man einfach Steuern erhöhen und das Geld verteilen an alle, als innovatives Konzept bezeichnet. Letzlich ist es ne alte Leier.
Das machen wir heute auch schon, nur viel... viel komplizierter. Und auch heute gibt es schon das Gisskannenprinzip. Das nennt sich für Arbeitnehmer Steuerfreibetrag.

Zur Gerechtigkeit gehört auch, Leistung zu belohnen. Damit meine ich jetzt mal, dass man täglich zur Arbeit geht
Und wenn jetzt das Grundeinkommen sicher garantiert, dass derjenige, der arbeitet, auch immer mehr hat, als derjenige, der nicht arbeitet? Heute ist das nämlich absolut nicht der Fall.

Wer heute weniger als den Hartz IV-Satz verdient, kann zwar ergänzend Hilfe beantragen, hat aber trotzdem Kosten für Fahrten zur Arbeit etc., die ihm keiner erstattet.

Wenn die Steuern erhöht werden, lohnt es sich weniger zu arbeiten.
Jeder hat mehr, als er vorher hatte. Und das ist kein "neues" Geld, was gezaubert werden müsste, sondern das Geld, was durch Bürokratieeinsparungen einfach beim Bürger bleibt.

Pro Euro brutto bleibt weniger netto in der Tasche. Ich finde das nicht gerecht, sondern unsozial und ungerecht.
Dann hast Du die Rechnung immer noch nicht verstanden. Die Einzigen, die bei einem Grundeinkommen wirklich draufzahlen, sind Leute nahe am Spitzensteuersatz.

Nicht jeder findet es die gerechteste Lösung, jedem das gleiche zu geben.
Will ja auch keiner, wer arbeitet, hat mehr. Wer nicht arbeitet, muss mit dem auskommen, was er bekommt. Wo ist der Unterschied zu heute?

Marty
 
Will ja auch keiner, wer arbeitet, hat mehr. Wer nicht arbeitet, muss mit dem auskommen, was er bekommt. Wo ist der Unterschied zu heute?

Marty

der Unterschied ist gering, was ich bis jetzt bei den meisten BGE-Gegnern rausgehört hab ist die Angst vor der Bedingungslosigkeit und das es gesellschaftlich anerkannter oder normaler werden könnte ohne Arbeit vom Staat zu leben

sie haben also einfach nur Angst das die Kosten explodieren könnten und sie am Ende dafür die Zeche zahlen, aber wenn das BGE nun wirklich sehr gering ausfällt und alles andere dafür wegfällt sollte sich das doch regeln lassen :ugly:
 
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Warum favorisierst Du dann das von Dir unten genannte Bürgergeld? Das ist doch wieder ein pauschalisierter Betrag. Pro Person ein Fixbetrag, unabhängig vom tatsächlichen Bedarf. Das unterscheidet sich doch auch gar nicht vom Grundeinkommen. Vergleichen wir doch mal beide Wege.

Bürgergeld:
1. Person ohne Einkommen (im Moment z.B. Hartz IV oder Sozialhilfe):
Beim Bürgergeld muss derjenige einen Antrag stellen beim Finanzamt und bekommt sein Geld gezahlt.
Beim Grundeinkommen muss er sich beim Finanzamt anmelden und bekommt jeden Monat sein Geld.

Unterschied? Keiner.

2. Person mit z.B. 2000 Euro Nettoeinkommen.
Beim Bürgergeld muss er gar nichts machen, er verdient ja zuviel. Er macht jährlich seine Steuererklärung.
Beim Grundeinkommen bekommt er jeden Monat automatisch sein Grundeinkommen überwiesen und bekommt von seinem Arbeiteinkommen ein um sein Grundeinkommen reduziertes Gehalt ausgezahlt (vereinfacht, ich stelle mir da ein Stufensystem vor). Er macht jährlich seine Steuererklärung jedes Jahr.

Unterschied? Keiner.

Beim Bürgergeld ebenso.

Ok, mit dem Bürgergeld beschäftige ich mich noch nicht so lange, aber finde immer mehr Gefallen daran. Deshalb hab ich es bisher noch nicht so richtig berücksichtigt bei meinen Überlegungen. Bin aber gerade am forschen, und find es ne interessante Alternative, das alle Vorteile des BGE bietet, ohne die Nachteile.

Das Bürgergeld ist kein bedingungsloses Grundeinkommen für alle, sondern eine Grundsicherung für Bedürftige. Wie es die FDP vorschlägt, verbunden mit einer Arbeitspflicht, d.h. wenn einem ein Arbeitsplatz (den es ja eh nicht mehr gibt wegen der pösen Automatisierung ... ) angeboten wird, muss man ihn annehmen (sonst Kürzungen). Ich find ne Arbeitspflicht gut, es sollte Bürgerpflicht sein, möglichst selbst für sich zu sorgen. Wer dagegen ist, ist ein Faulpelz, tut mir leid. Wenn man ne Auswahl will auf dem Jobmarkt, muss man sich entsprechend qualifizieren, sonst macht man eben, was übrigbleibt. Solange der Arbeitsschutz gewährleistet ist und man sich beim Job nicht kaputt macht, kann man jeden Job annehmen.

Es gibt genug Arbeit. Ich hab mal in nem landwirtschaftlichen betrieb gearbeitet. Die Erntehelfer kommen alle aus Polen und Rumänien, ausnahmslos. Die Leute dort überleben den Job auch. Wenn man durch Freibeträge bei der Anrechnung und dann langsam abnehmendem Bürgergeld Leistungsnareize schafft, lohnt es sich dann für Arbeitslose, sich etwas in solchen Jobs dazuzuverdienen. So wie es heute ist, wird man ja eher bestraft fürs Arbeiten. Insofern muss etwas getan werden, das stimmt.

Loshai:

der Unterschied ist gering, was ich bis jetzt bei den meisten BGE-Gegnern rausgehört hab ist die Angst vor der Bedingungslosigkeit und das es gesellschaftlich anerkannter oder normaler werden könnte ohne Arbeit vom Staat zu leben

sie haben also einfach nur Angst das die Kosten explodieren könnten und sie am Ende dafür die Zeche zahlen, aber wenn das BGE nun wirklich sehr gering ausfällt und alles andere dafür wegfällt sollte sich das doch regeln lassen
Ja, die Bedingungslosigkeit stört mich, und dass die verrückte Frau, die die Petition gestartet hat, 1.500 Euro Grundeinkommen fordert ;) Ein Grundeinkommen sollte eine Grundabsicherung sein. 1.500 haben heute viele nicht mal netto (manche auch nicht brutto...), die nen Vollzeitjob ausüben. Ich finde eine solche Forderung maßlos und an jeder Realität vorbei. Wir sind doch nicht bei "wünsch dir was".

Es stört mich besonders, dass das BGE einfach an alle ausgeschüttet werden soll, ob sie nen Job haben oder nicht. Das ist einfach quatsch, ich versteh immer noch nicht, weshalb man das machen sollte. Taschengeld von Vater Staat - wie gesagt, mir wäre das unangenehm.

Des weiteren stört es mich, dass es nicht sowas wie eine bürgerliche Pflicht geben soll, nach Kräften zu arbeiten (natürlich unter Berücksichtigung des Abreitscschutzes, keiner sollte sich "kaputt machen" müssen). Was spricht dagegen außer Bequemlichkeit? Ich würde auch für die Stadt Hecken schneiden, wenn ich sonst keinen Job finde. Besser als nur daheim rumzuhocken und bedingungslos Grundeinkommen zu kassieren. Wenn ich dann auf mein Bürgergeld nur die Hälfte anrechnen muss, hab ich daneben noch nen finanziellen Zuverdienst. Vielleicht arbeite ich dann bald etwas mehr, und wieder etwas mehr, und komme so nach und nach aus dem Bürgergeld raus. Aus dem Grundeinkommen gibts in dem Sinne kein "Entkommen" ;) Find ich schlecht.

Ich werd mir mal zum Thema Bürgergeld noch andre Parteien anschauen.

Mit dem Bürgergeld kann ich mich anfreunden. :)
 
Das Bürgergeld ist kein bedingungsloses Grundeinkommen für alle, sondern eine Grundsicherung für Bedürftige.
Wo ist dann noch der Unterschied zu Hartz IV, das wird schliesslich heute auch "Grundsicherung für Bedürftige" genannt?

Wie es die FDP vorschlägt, verbunden mit einer Arbeitspflicht, d.h. wenn einem ein Arbeitsplatz (den es ja eh nicht mehr gibt wegen der pösen Automatisierung ... ) angeboten wird, muss man ihn annehmen (sonst Kürzungen).
Das führt dann beim aktuellen Arbeitsmarkt zu Jobangeboten mit 3,50 Euro Bruttolohn. Und da haben Richter (zum Glück) entschieden, dass man keine Kürzungen bekommt, weil man diesen Job nicht annimmt.

Es gibt genug Arbeit.
Die Zahlen der Arge ergeben was anderes. Die Anzahl der gemeldeten, offenen Jobs ist deutlich niedriger als die der Arbeitslosen. Und das die Arbeitslosenzahl auch noch deutlich geschönt ist, da brauchen wir wohl nicht zu diskutieren.

Ich hab mal in nem landwirtschaftlichen betrieb gearbeitet. Die Erntehelfer kommen alle aus Polen und Rumänien, ausnahmslos. Die Leute dort überleben den Job auch.
Und die 55-jährige Ex-Friseuse natürlich auch. Nur wie? Ausserdem brauchen wir auch keine 4 Mio. Erntehelfer 12 Monate im Jahr.

Wenn man durch Freibeträge bei der Anrechnung und dann langsam abnehmendem Bürgergeld Leistungsnareize schafft, lohnt es sich dann für Arbeitslose, sich etwas in solchen Jobs dazuzuverdienen.
Wo ist der Unterschied zum Grundeinkommen?

So wie es heute ist, wird man ja eher bestraft fürs Arbeiten.
Warum? Man darf heute schon dazuverdienen. Und bekommt nur Teile angerechnet. Weil eben die Bedürftigkeit sinkt.

Ja, die Bedingungslosigkeit stört mich, und dass die verrückte Frau, die die Petition gestartet hat, 1.500 Euro Grundeinkommen fordert
Nur, weil die nicht rechnen kann, ist die Grundidee doch nicht falsch.

Ein Grundeinkommen sollte eine Grundabsicherung sein. 1.500 haben heute viele nicht mal netto
Bitte, über den Betrag haben wir doch vor 200 Beiträgen schon einmal gesprochen. Dann setz es halt bei 650 Euro an (aktueller Hartz IV-Schnitt), oder bei 500 Euro. Das macht doch die Idee nicht besser oder schlechter.

Es stört mich besonders, dass das BGE einfach an alle ausgeschüttet werden soll, ob sie nen Job haben oder nicht. Das ist einfach quatsch, ich versteh immer noch nicht, weshalb man das machen sollte.
Weil es einfacher ist, ist das so schwer nachzuvollziehen. Es ist doch einfacher, 40 Mio. Familien oder Einzelpersonen jeden Monat einen Fixbetrag zu überweisen und einmal im Jahr per Steuererklärung gegenzurechnen, als 5-8 Millionen Menschen regelmässige Anträge und Nachweise erbringen zu lassen und diese zu prüfen.

Des weiteren stört es mich, dass es nicht sowas wie eine bürgerliche Pflicht geben soll, nach Kräften zu arbeiten (natürlich unter Berücksichtigung des Abreitscschutzes, keiner sollte sich "kaputt machen" müssen).
Weil es eben nach Ansicht vieler Experten keinen Sinn macht, Leute zur Arbeit zu zwingen, wenn nicht genug Arbeit für alle da ist.

Was spricht dagegen außer Bequemlichkeit? Ich würde auch für die Stadt Hecken schneiden, wenn ich sonst keinen Job finde.
Und damit nimmst Du dann dem städtischen Gärtner den Job weg.

Wenn ich dann auf mein Bürgergeld nur die Hälfte anrechnen muss, hab ich daneben noch nen finanziellen Zuverdienst.
genauso wie beim Grundeinkommen.

Vielleicht arbeite ich dann bald etwas mehr, und wieder etwas mehr, und komme so nach und nach aus dem Bürgergeld raus. Aus dem Grundeinkommen gibts in dem Sinne kein "Entkommen"
Warum denn auch ein "Entkommen". Das ist ja auch keine Strafe.

Marty
 
Lachhaft. Seit der (EDV)-technischen Revolution werden massenhaft Arbeitskräfte frei gesetzt. Guck dir die Versicherungs-, Reise- und Bankenbranche an. Da werden soviele Menschen durch Maschinen ersetzt.
Und nicht vergessen - das sogar in den Jahren, wo Milliardengewinne erwirtschaftet wurden.

Lieber zahl ich Arbeitslosenhilfe für Ex-Banker, als horrende Gebühren für eine Überweisung, die womöglich 20 Tage dauert.


Ja, die Bedingungslosigkeit stört mich, und dass die verrückte Frau, die die Petition gestartet hat, 1.500 Euro Grundeinkommen fordert
Sie hat vielleicht schon die Inflation mit einberechnet, bis zum Zeitpunkt, an dem ihre Petition umgesetzt wird :ugly:

Es stört mich besonders, dass das BGE einfach an alle ausgeschüttet werden soll, ob sie nen Job haben oder nicht. Das ist einfach quatsch, ich versteh immer noch nicht, weshalb man das machen sollte. Taschengeld von Vater Staat - wie gesagt, mir wäre das unangenehm.
An dieser Stelle bin ich der gleichen Meinung wie Marty.
Oben in meinem langen Post findest du eine Beispielrechnung, die zeigen soll/kann, dass es keinen Unterschied macht, ob das Bürgergeld mit steigenden Einnahmen zurückgeht oder ob der Steuersatz auf zusätzliche Einnahmen höher ist.

Warum? Man darf heute schon dazuverdienen. Und bekommt nur Teile angerechnet. Weil eben die Bedürftigkeit sinkt.
Weil mitunter die HartzIV-Transfers um genau den zusätzlich verdienten Betrag sinken.
Dass man weniger geneigt ist zu arbeiten, wenn man mit oder ohne Arbeit genau das gleiche Einkommen hat, liegt auf der Hand.
 
...

Dass man weniger geneigt ist zu arbeiten, wenn man mit oder ohne Arbeit genau das gleiche Einkommen hat, liegt auf der Hand.

Mag es sein, dass hier von sich auf andere geschlossen wird? :mrgreen:

Fakt ist, dass für die Grundbedürfnisse des Menschen Essen, Wohnen, bescheidene Lebensführung immer weniger Aufwand gesamtgesellschaftlich betrieben werden muss. Es liegt an der Gesellschaft, ob sie an diesem Fortschritt alle teilhaben lässt, oder die Besitzenden überproportional sich aneignen lässt.

Ich verstehe es nicht, dass vor nem Jahr alle über die hohen Energiepreise und gestiegenen Lebensmittelpreise gestöhnt haben, aber es 90 % der Bevölkerung akzeptieren, dass mit diesen Dingen (wie auch mit dem Währungssystem) zu Gunsten von Adhoc-Gewinnern spekuliert werden darf.

Das BGE hat aber dennoch das Ziel, jedem ein Leben in Würde ohne Almosen zu ermöglichen.
 
Das BGE hat aber dennoch das Ziel, jedem ein Leben in Würde ohne Almosen zu ermöglichen.

Stellt sich die Frage, ob zu einem Leben in Würde unbedingt ein Laptop, zwei Handys, DSL Flatrate, nen Auto, Levi Strauss Jeans, Hilfiger Klamotten ... gehören müssen.

Klar, wer sich einredet, ALG I/II wären Almosen, bitteschön, die sollen sich keinen zwang antun, aber heult bitte zu Hause!

gruss kelle!
 
Stellt sich die Frage, ob zu einem Leben in Würde unbedingt ein Laptop, zwei Handys, DSL Flatrate, nen Auto, Levi Strauss Jeans, Hilfiger Klamotten ... gehören müssen.
Nein, gehört es nicht. Und von einem bedingungslosen Grundeinkommen wird man sich das genauso wenig leisten können wie heute von Hartz IV. Zumindest nicht in der Form, wie Du das mit Deiner Aussage ausdrücken möchtest.

Klar, wer sich einredet, ALG I/II wären Almosen, bitteschön, die sollen sich keinen zwang antun, aber heult bitte zu Hause!
Es ist kein bedingungsloses Einkommen, weil an den Bezug Bedingungen geknüpft sind.

Marty
 
Es ist kein bedingungsloses Einkommen, weil an den Bezug Bedingungen geknüpft sind.

Ob nun mit oder ohne Bedingung...

Wir leben in einem Sozialstaat, wo Sozialleistungen, egal ob diese Kindergeld, Witwenrente, Arbeitslosengeld ... heißen, eine Selbstverständlichkeit sind.

Wenn jemand Selbstverständlichkeiten als Almosen abtut, sein Problem.

Und da stimme ich Dir zu, wenn man die Leistungen von heute Almosen nennt, wird man selbst bei nem BGE nicht mehr haben.

Wo sollte es auch herkommen? :mrgreen:

gruss kelle!
 
Wir leben in einem Sozialstaat, wo Sozialleistungen, egal ob diese Kindergeld, Witwenrente, Arbeitslosengeld ... heißen, eine Selbstverständlichkeit sind.

So selbstverständlich, dass ich alleine zwei Leute kenne, die keinerlei Leistungen vom Sozialstaat beziehen, obwohl sie sonst auch kein Einkommen haben. Da redet man dann von "familiärer Solidarität" und "Vermögen".

Marty
 
Da redet man dann von "familiärer Solidarität" und "Vermögen".

Immer noch besser als Scheiß-Almosen, oder? :ugly:

Ich meine, im Endeffekt ist die Familie immer noch die kleinste soziale Einheit einer Gesellschaft.
Und solang diese kleinste Einheit helfen kann, finde ich es auch angemessen, dass sie es tut.

Hatte zu meinen meiner Arbeitslosenzeit auch keinen Bock, 250 € Miete plus NK zu zahlen, und hab mich ins elterliche Haus verkrümelt.
Obwohl mich keiner dazu gezwungen hat, geschweige denn überhaupt zwingen konnte.

gruss kelle!