Es gibt da einen ganz trivialen Grund, warum das ganze Automatisierungsgeraffel so nicht eintreten wird. Auch kein Anstieg der Bezahlung heutzutage schlecht bezahlter Jobs...

Wer will schon auf Hartz IV Niveau leben? Nichts anderes kann eine Grundsicherung sein!

Also gibt es immer noch einen Run auf den Arbeitsmarkt, der dann immer noch nach den gleichen Prinzipien funktionieren wird wie heute.

Arbeit wo es wenige Bewerber gibt, wird gut bezahlt, Allerweltsjobs gibt es weiterhin für 4 €.

gruss kelle!
 
Das Bürgergeld aus dem netten Sendung-mit-der-Maus-Filmchen ist aber nicht das bedingungslose Grundeinkommen.

Ist die Begrifflichkeit, die man dafür verwendet, nicht eigentlich egal? Der Author auf Wikipedia nennt es auch "Als Bürgergeld werden verschiedene Konzepte für ein vom Staat ausgezahltes Grundeinkommen bezeichnet."

Gruss
Marty
 
Ganz egal ist es nicht, da es offenbar doch Unterschiede gibt. Das Filmchen propagiert folgendes Modell: Man bekommt nur Bürgergeld, wenn man zu wenig verdient durch eigene Arbeit. Das Bürgergeld ersetzt dabei sämtliche bisher weit verstreuten Sozialleistungen und wird vom Finanzamt ausgezahlt (Vereinfachung des Systems + das Finanzamt weiß, wie viel man verdient - was ja beim bedingungslosen Grundeinkommen völlig egal wäre). Man kann zum Bürgergeld was dazuverdienen, solange man damit nicht über ne gewisse Grenze kommt. Ab dieser Grenze nimmt das Bürgergeld langsam ab, bis man irgendwann gar kein Bürgergeld mehr bekommt. So wie das beschrieben wurde, klingt es gut, weil es eine Vereinfachung des bisherigen Systems darstellt mit etwas verbesserten Zuverdienstmöglichkeiten für Sozialleistungs-Empfänger. Vom totalen Systemwechsel ist da keine Rede.

Im Gegensatz dazu soll das bedingungslose Grundeinkommen ja JEDER bekommen, selbst mit sicherem, hochbezahltem Job. Was meiner Meinung nach immer noch TOTALER Käse ist und das Prinzip des Sozialstaates auf den Kopf stellt, und zudem zum Untergang Deutschlands führen würde.

Ich hab gestern bei Maischberger die Initiatorin der Online-Petition reden hören. Eine weltfremde Träumerin. Ihr waren die Fakten egal, sie sprach dann auch nur noch von Meinungen, und sie war argumentativ den anwesenden Politikern gnadenlos unterlegen. Was der CDU-Mann ihr erwidert hat, spiegelt meine Meinung zu dem Thema wider, falls es jemand gesehen hat im TV.

Und zwar, dass es nicht nur nicht finanzierbar ist, sondern auch grundlegend die Prinzipien, die ich vertrete, auf den Kopf stellt. Zuerst sollte der Mensch selbst versuchen, sich zu ernähren. Nur wenn das nicht klappt, sollte die Solidargemeinschaft ihm helfen. Gießkannenhilfe für jeden ist mit meinem Menschenbild nicht vereinbar. Ich wollte das auch gar nicht. Wenn ich nen Job hab, will ich doch nicht dem Staat noch zusätzlich auf der Tasche liegen.
 
Dass das system nicht finanzierbar ist, ist falsch.
Jedes system ist finanzierbar, wenn man es richtig macht.
Unser heutiges system macht auch schulden. Ist es deshalb nicht finanzierbar? Die Steuersätze müssen nur angepasst werden.

Beim Bürgergeld hat man immer noch das problem, das der staat jeden nachschnüffeln muss, umherraus zufinden ob ihm geld zusteht.
Eine entscheide Gruppe sind die Selbstständigen, wie soll man es bei dieser gruppe machen? Die müssten jeden monat zum finanzamt gehen um zusagen wieviel sie verdient haben.

Beim Bürgergeld und bedingungslose grundeinkommen soll aber gerade diese gruppe noch besser gfördert werden. Es soll sich soviele wie möglich selbständig machen um arbeitsplätze zuschaffen.

Beim bedinungslosen Grundeeinkommen gibt es noch einen interesanten punkten. Jeder bekommt dieses Geld, das könnte dazuführen das die leute ehr bereit sind höhere stuern zuzahlen weil jeder was davon hat.
Heute haben wir auch eine art Bürgergeld nur halt wie im film beschrieben viel komplizierter. Und wenn wir mal ehrlich sind, ein gewisses misstrauen gegen die die nicht arbeiten besteht immer, weil der jenige der Lohn bekommt nur zahlt und hoffen muss das der staat auch alles ordentlich macht.
 
Beim bedinungslosen Grundeeinkommen gibt es noch einen interesanten punkten. Jeder bekommt dieses Geld, das könnte dazuführen das die leute ehr bereit sind höhere stuern zuzahlen weil jeder was davon hat.
Ganz bestimmt nicht. Denn dadurch werden ja auch die Faulen mitfinanziert. Wieso sollte ich da freiwillig höhere Steuern zahlen wollen?
 
Ganz bestimmt nicht. Denn dadurch werden ja auch die Faulen mitfinanziert. Wieso sollte ich da freiwillig höhere Steuern zahlen wollen?
Im Moment bezahlst Du die Faulen. Und zusätzlich die Schmarotzer, die schlau genug sind. Ist das besser?

Ich bin der Meinung, wenn alle dasselbe kriegen, dann ist das erstmal deutlich besser, als der jetzige Zustand, wo die am meisten kriegen, die die Gesetze am besten für sich auslegen können.

Da kommt die junge Frau, die keinen Schulabschluss hat und nicht mal ahnt, was ihr zusteht, deutlich schlechter weg, als der findige Jurastudent, der Gesetze verstehen kann aber zu faul ist zum Arbeiten.

Marty
 
Was für ein beknacktes Beispiel.

das ist kein beispiel, sondern die realität. denn wenns ums geld geht hört die beratung auf. ;) nur wer weiß was einem vom gesetz her zusteht, bekommt das auch. denn vieles muss auch beantragt werden, was nur geht wenn man weißt, dass es einem zusteht.

so einfach ist das. ;)
 
Ist das das einzige Argument, welches Du zu bringen im Stande bist? Muss ich, um eine Argumentation von Dir zu bekommen, erst ein Dir genehmes Beispiel bringen? Oder wolltest Du nur auch noch mal was tippen?

Marty

Hast du ein Problem? Mach mich nicht so blöd an.
 
Witzig, dass tatsächlich Leute meinen, sie hätten ein Grundrecht auf ne ausführliche Antwort von mir. Ich tippe nur so viel, wie ichs für sinnvoll halte. Erklärungen gibts nur, wenn ich Lust drauf habe und es für sinnvoll erachte, da noch mehr zu schreiben. Wenn ich also ein Beispiel als blöd empfinde, schreib ich mal "Was für ein beknacktes Beispiel" und gut ist. Kann man zur Kenntnis nehmen oder es lassen.

Da ihr euch so künstlich aufregt, etwas ausführlicher:

Die im Beispiel angesprochene Frau ohne Schulabschluss hat defintiv das Faulheitsproblem, nicht der Jurastudent, der sich das Wissen über das Sozialsystem angeeignet hat. Außerdem: Man merkt, dass Marty nie Jura studiert hat :D Was glaubt der denn, was man da lernt? Wie man Sozialanträge stellt? LOL. Naiv und irgendwie fast schon süß. Also: Jeder kann sich informieren. Das sind keine Geheimwissenschaften.
 
Da ihr euch so künstlich aufregt, etwas ausführlicher:

ich fühl mich mit "ihr" mal mit angesprochen , versteh aber nicht wieso ich mich aufregen sollte oder wieso Du darauf kommst das es so sein könnte

Die im Beispiel angesprochene Frau ohne Schulabschluss hat defintiv das Faulheitsproblem, nicht der Jurastudent, der sich das Wissen über das Sozialsystem angeeignet hat.

schönes eindimensionales Weltbild das Du da hast, faule Studenten gibt es genauso wenig wie Leute die sich den Arsch aufreißen und trotzdem keinen Schulabschluß haben- ist klar ;)

Außerdem: Man merkt, dass Marty nie Jura studiert hat :D Was glaubt der denn, was man da lernt? Wie man Sozialanträge stellt? LOL. Naiv und irgendwie fast schon süß. Also: Jeder kann sich informieren. Das sind keine Geheimwissenschaften.

das war doch nur ein Beispiel und sicher auch eins das nicht ganz alltäglich ist, aber jemand der Jura studiert hat kann sicher ganz anders seine Rechte durchsetzen als jemand der z.B. Schwierigkeiten hat nen typischen Gesetzestext zu verstehen
 
Nicht streiten Jungs.

Wobei ich losomat da mal zustimmen muß.

In Zeiten des Internets, wo ja auch fast schon jeder Sozialhilfeempfänger Internet hat, zähl die Ausrede, daß man nicht weiß, was einem zusteht meiner Meinung nach nicht mehr.