Neue, laute Nachbarn wieder los werden?

Bei solchen Unterschichtlern wird alles Reden nichts helfen. Wir sind jetzt auch gerade aus unserer Wohnung ausgezogen weil nach einer ruhigen Familie mit Kleinkindern(!!) erst eine tschechische Assi-Familie und dann eine Party-WG über uns einzog. Das die Wohnung sehr hellhörig ist war denen sehr wohl bekannt. Hätte ja schon genügt sich mal ein paar flauschige Hausschuhe zuzulegen und nicht den ganzen Tag mit den Absatzschuhen von der Straße durch die Wohnung zu trampeln um meinen Leidensdruck um 90% zu verringern. Wenn man denn bei Lärm an die Wand klopft hatte man noch lange keine Ruhe. Hat man dann erneut geklingelt und gefragt ob das Klopfen nicht schon eindeutig genug gewesen wäre heißt es dann nur: "Ach von ihnen kam das Pochen" :ugly::evil:
Aus der Sache habe gelernt nie wieder in eine "Mittelwohnung" einzuziehen, von nun an nur noch Dachgeschoß. Die Mieter drumherum haben wir auch so gut es geht ausgekundschaftet. Lauter ältere Leute und Studenten mit denen es sich reden lässt :biggrin:.

Mach dich auf die Suche nach einer neuen Bude!
 
RonDon schrieb:
Mach folgendes!

[Arschloch-Mode:ON]
Besorg dir ein Geräuschpegel-Messgerät (notfalls leihweise) und protokollier unter Zuhilfenahme eines Anwaltes penibel sämtliche Störungen (insbesondere Nachts!) über einen Zeitraum von mehreren Wochen (~3-4). Führe während dieser Zeit auch regelmäßig Gespräche mit den Nachbarn durch, versuche auch diese exakt zu protokollieren (was haben Sie gesagt? Evtl. noch beleidigend geworden).
Zusätzlich über diesen Zeitraum solltest du dir von deinem Arbeitgeber einen deutlichen Leistungsverlust deienrseits (durch Schlaf- und Ruhemangel) bescheinigen lassen.
Nach Abschluss deiner Protokollierungs-Phase, solltest du genug Material in der Hand haben um, vertreten durch deinen Anwalt, etwas zu bewegen. Mit etwas Glück hängt sich dein Chef später dran und versucht Schadensersatz geltend zu machen, da deine Nachbarn nachweisslich für deinen Leistungsabfall verantwortlich waren. Das sollte hinhauen ;-)
[Arschloch-Mode:OFF]

Übrigens, sauber geschriebener Text - nicht die Regel!

Gruß,
RonDon


Was Arschloch, äh... oh, verzeihung. 8O Ich meine, was RonDon geschrieben hat, ist garnicht mal blöd ! (selber Schuld, Du mit deinem "Arschloch-Modus" :p)
Auch wenn ich bezweifle dass der Anwalt sich mit dir in deine Wohnung stellt, dürfte akribische Aufnahmen und Protokolle (ist bei mir auch schon vorgekommen - in meiner alten Wohung) über Wochenende und zu gesetzlich verodneten Ruhezeiten (von 13 Uhr bis 15 Uhr) nicht von Nachteil sein.
Versuch die Qualität so gut zu halten wie es geht und sammel die Aufnahmen.
Wenn dann genug vorhanden ist und mit Datum versehen wurde - möglichst auch mit Uhrzeit (was bei einer videokamera möglich währe, oder bei einem Kamerahandy), kannst du das deiner Vermieterin vorlegen und auf Handlungsbedarf plädieren.
Sollte sie/er nichts unternehmen, musst du drei mal (ganz wichtig !!) schriftlich und per Einschreiben und Nachname ein Schriftliche Ankündigung machen, dass eine gesetzlich vorgegebene Mietkürzung ( bis zu 20 %) die Folge ist.
Gut währe auch eine Sammelklage.
 
Wie passt das zusammen? :roll:

Das eine ist Erregung über unzumutbare Zustände in deutlichen Worten ausgedrückt. Das andere ist eine ruhige Wohnumgebung in der man nicht auf betrunkene Nachbarn trifft (außer Sylvester :ugly:), die machen was sie wollen und auch noch drohend vor der Tür stehen.

Und ja, es hilft, dass es deutsche Nachbarn sind, da diese zumindest in meinem Fall ein ganz anderes Verständnis von Lärmbelästigung der Nachbarn haben. Meine jetzigen Nachbarn sind nicht der Meinung, dass Kinder "nunmal so sind" und jeglicher Kinderlärm normal ist... Beispielsweise Verfolgungsjagden durch die Wohnung inkl. Sprungwettbewerb von der Couch auf den Fliesenboden.

Gelegentliche Ausbrüche der Emotionen sind kein Zeichen von unkultiviertem Verhalten. Hätte mein Nachbar nur einmal seine Frau so laut angeschrien und verprügelt, dass ich es hören musste, wäre das aus Sicht der Lärmbelästigung für mich nicht so schlimm gewesen, dauerhaft ist sowas absolut asozial. Und genau um solches dauerhaftes, rücksichtsloses Verhalten geht es dem Threadersteller ja auch. Also zurück zum Hauptthema.
 
Und ja, es hilft, dass es deutsche Nachbarn sind, da diese zumindest in meinem Fall ein ganz anderes Verständnis von Lärmbelästigung der Nachbarn haben. Meine jetzigen Nachbarn sind nicht der Meinung, dass Kinder "nunmal so sind" und jeglicher Kinderlärm normal ist... Beispielsweise Verfolgungsjagden durch die Wohnung inkl. Sprungwettbewerb von der Couch auf den Fliesenboden.

Der Unterschied zwischen - an dieser Stelle möchte ich dich gerne zitieren - einem "besoffenen pisser" und "deutschen, kultivierte nachbarn" lässt sich nicht durch die Herkunft erschließen. Viel mehr ist das soziale Umfeld der ausschlaggebende Faktor.

Vor ca. 9 Jahren wohnte ich noch in (Köln) Chorweiler. Das dort herrschende soziale Umfeld ist extrem weit unten anzusiedeln. Wer sich darunter nichts vorstellen kann, einfach mal Google benutzten. Ich wohnte im 9ten Stock eines 22 Etage hohen Wohngebäudes. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, was das für Nachbarn waren. Nichts im Vergleich mit deiner Geschichte.
Egal ob Deutsche, Russen, Türken, Ukrainer, Polen, Serben, Afrikaner, Juden, Kurden, Jugoslawen oder Iraner - es war garantiert kein Unterschied in Sachen Freundlichkeit bzw. Lärmbelästigung festzustellen, auch wenn diese Punkte auf Grund des Wohnortes mangelhaft waren.
Jetzt wohne ich knapp 2,5 Kilometer weiter weg in einem Reihenfamilienhaus. Um auf das soziale Umfeld zurückzukommen: Es ist eine ganz andere Welt.
Auch hier in der idyllischen Wohngegend gilt:
Egal ob Deutsche, Russen, Türken, Ukrainer, Polen, Serben, Afrikaner, Juden, Kurden, Jugoslawen oder Iraner - es ist garantiert kein Unterschied in Sachen Freundlichkeit bzw. Lärmbelästigung festzustellen. Hier sind alle freundlich und von Lärmbelästigung kann keine Rede sein.

Nicht die Herkunft eines Menschen macht ihn asozial, sondern das Umfeld in dem man aufwächst und lebt. Zum sozialen Umfeld gehören Eltern, Freunde, Schule, Nachbarn und einiges mehr.
Aus mir ist kein asozialer Mensch geworden, weil das Umfeld nicht besser hätte sein könnte (Schule, Freunde, Eltern...), die einzigste Ausnahme waren die Nachbarn, und das hat mich nicht weiter gestört.

Mir ist, unabhängig davon, dass sich selber aus der Ukraine komme, einfach wichtig, dass nicht die Meinung entsteht, dass ausländische Bürger nur negatives mit sich bringen. Ich bin der festen Überzeugung, dass ein Ausländer-freundliches Deutschland viel bessere Karten hat was Gesellschaft und Kultur anbelangt.
Wer anderer Meinung ist, sollte sein Geschichtsbuch lesen oder seine Großeltern fragen.
 
Klingt vielleicht albern, aber irgendwie habe ich Angst davor, dass ich da an jemanden wie kampforca gerate, der sich durch mich nur belästigt fühlt mir einfach sagt, ich soll mich nicht so anstellen.
Bei der Polizei? Sicher nicht. Diese Hemmschwelle haben viele, ist aber völlig unnötig. Ruf doch das nächste Mal dort an und frag die Polizei, was Du machen sollst. Die werden dann fragen, wie laut, wie oft etc. und dann jemanden vorbeischicken.

Ab wann lieg da ein ausreichender Grund vor? Einmal getrampelt? Zwanzigmal getrampelt? Das ist einfach nichts stationäres.
Ab dem Zeitpunkt, wo Du dich belästigt fühlst. Diese Schwelle definiert jeder anders. Der Heavy Metal Fan wird die vielleicht etwas höher ansetzen als die Grossmutter.

Wenn die Polizei an der Tür klingelt, werden meine Nachbarn wohl kaum demonstrieren, wie sie Trampeln und Gröhlen.
Dann sag der Polizei, dass sie bei Dir klingeln sollen und erstmal zu dir kommen. Das machen die sowieso in aller Regel. Die sind nicht so dumm und klingeln direkt beim Verursacher, es sei denn, man kann das draussen schon hören.

@spandauer3:
Das mit dem Lärmprotokoll ist laut Internet wohl 'ne gute Idee, obwohl mir das irgendwie etwas komisch vorkommt. Als müsste ich dann absichtlich Lauschen und auch noch Buch führen.
Schreib es einfach mal für Dich auf. Jede Störung etc. Zusätzlich zu der gerufenen Polizei mach sich das beim Vermieter doch schon toll.

Marty
 
@daxdony eigentlich wollte ich das nicht weiter thematisieren, da es dem Threadersteller wenig bis gar nicht hilft...

Du hast ja WEITGEHEND recht. Allerdings ist es nach meiner Erfahrung so, dass viele ausländische Kulturen ein anderes Verhältnis zu Lärmbelästigung und Privatsphäre haben.

Beispielhaft sei die gute alte "Mittagsruhe" genannt. Diese gibt es gesetzlich nicht so wirklich, trotzdem halten sich sehr viele deutsche Familien daran. Viele Ausländer jedoch kennen diese gar nicht, zum Teil obwohl sie jahrelang in Deutschland wohnen.

Ebenso finden es viele unserer afrikanischen Kunden normal sich von einem Raumende zum anderen zu unterhalten, auch wenn es dafür keinen zwingenden Grund gibt und dazwischen eine Menge Leute sitzen. Darauf angesprochen verstehen diese zuerst den Ansatz der "Beschwerde" gar nicht. Es ist doch normal...

Und der besoffene Pisser hätte auch deutsch sein können, richtig. Nur jetzt wohne ich (wieder) deutsch und wesentlich ruhiger. Diese Erfahrung habe ich geschildert und ein Beispiel gebracht, wie besch**** es mir in meiner letzten Wohnung gegangen ist und wie machtlos man im Prinzip gegenüber solchen Leuten ist.

Und genau das erlebt ja auch der Threadersteller. Beschweren bei den Leuten bringt nichts. Hinweise auf die Hellhörigkeit werden mit platten Fragen ("willst mir das gehen verbieten?") etc. abgebügelt. Da bleibt einem im Grunde nur noch die Flucht, wenn der Vermieter oder Hausverwalter nicht hilft.
 
Und ja, es hilft, dass es deutsche Nachbarn sind, da diese zumindest in meinem Fall ein ganz anderes Verständnis von Lärmbelästigung der Nachbarn haben.

Bei uns im Haus wurde letzte Woche eine Frau zwangsgeräumt: vier Köter, 6 Katzen, Miete seit einem Jahr nicht gezahlt, Grillparties bis nachts um 3 unter den Schlafzimmerfenstern der anderen Mietparteien, arbeitslos seit 12 Jahren.

Nun rate... es war eine Deutsche...

Von der türkischen Familie (mit Kleinkind) im Haus, habe ich noch nie lautes Reden, Musik oder sonstige Lärmbelästigung mitbekommen.
 
Ja man kann ja auch nicht allgemein sagen, die Ausländer sind so & die Deutschen sind so. Es gibt überall solche & solche, da kannste hingucken wo du willst, da braucht man sich keine Nationalitöt aussuchen. Ich kenn auch solche & solche, aus den verschiedensten Nationen, entweder du kommst klar mit denen bzw die mit dir, oder eben nicht :-?
 
Bei uns im Haus wurde letzte Woche eine Frau zwangsgeräumt: vier Köter, 6 Katzen, Miete seit einem Jahr nicht gezahlt, Grillparties bis nachts um 3 unter den Schlafzimmerfenstern der anderen Mietparteien, arbeitslos seit 12 Jahren.

Nun rate... es war eine Deutsche...

Von der türkischen Familie (mit Kleinkind) im Haus, habe ich noch nie lautes Reden, Musik oder sonstige Lärmbelästigung mitbekommen.

Ich habe extra geschrieben: Meiner Erfahrung nach.... Gut, wenn es bei dir anders ist.
 
Ich vermute, dass das eher sinnlos ist. Die Polizei kommt sicher vorbei. Ordnungsamt, naja... Vielleicht. Aber irgendwann wirst wohl eher Du als Anzeigender als Spinner abgetan und belächelt, vermute ich.

Man sollte es nicht übertreiben, aber generell ist es nicht verkehrt was gegen die Missstände zu unternehmen. Und wenn es dem Hund schlecht geht oder sowas, kann man natürlich auch mal eine Behörde anonym informieren.
 
Ich möchte dann doch nochmal Stellung nehmen, da sich mittlerweile die roten Renos doch häufen :mrgreen:

Ich habe, wie schon geschrieben, ähnliche Erfahrungen gemacht, nur war ich der angebliche "Störer" und habe gesehen, wie Kleinigkeiten ala Schreibtischstuhl bewegen hochstilisiert werden zur Ruhestörung. Entsprechend sehe ich das von der anderen Seite und gehe davon aus, dass der Threadstarter übertreibt. Nun mag es durchaus sein, dass seine Nachbarn die leibhaftigen Hempels sind, aber das ist meiner Erfahrung nach eher unwahrscheinlich. Sollte ich dem Threadstarter damit Unrecht getan haben, tut es mir leid, aber übersensible Spiessbürger gibt es mindestens genausoviele wie überlaute Ruhestörer, eher mehr. Der Telefondienst der lokalen Polizeiwache konnte diese Beobachtung leider bestätigen (irgendwann hatte ich den Kaffee dann auch auf ;)).
 
Bei uns ist damals die Polizei gekommen. Hat meistens nicht lange angehalten und bei der Polizei waren die auch schon bekannt. Die anderen Nachbarn haben es aber auch mitbekommen, teils mehr. Das Problem hat sich von selber erledigt, als sie ausziehen mussten.. Brandstiftung (+ zufälligerweise kurz davor in der gleichen Straße, wo sie auch gewohnt hatten schon einmal), die schönen Keller. Ich weiß nicht, was in deren Köpfen los war. Sonderlich viel beschäftigt waren die auch nicht. War ne komische Familie.
 
Oh ne, das kenn ich. Die über uns haben ein 4 jähriges Kind, das wiegt soviel wie Dirk Bach und rennt durch die Wohnung wie ein Pferd! Ab und zu geht mein Vater hoch und beschwer sich - aber auch nur wenn wir Besuch haben.

Die Frau ist doch so asozial das sie ihr Kind erstensmal mit dem Essen nicht stoppt und zweitens nichts dagegen sagt, dass das Kind ständig durch die Wohnung rennt. Meine Mutter hat mich als Kind jedenfalls immer zur Sau gemacht wenn ich in der Wohnung gerannt bin weil wir ja noch Nachbarn hätten etc.

Jetzt in den Ferien wo ich ausschlafen will rennt das fette Ding schon ab 9 Uhr oben rum und geht anschließend auf den Balkon und schreit dort rum.

Und als würden die Geräusche nicht reichen geht der ihre Mutter mit ner Gießkanne aufn Balkon und schüttet die aus - hat wohl noch nie was von Besen und Lappen gehört!!!
 
Sollte sie/er nichts unternehmen, musst du drei mal (ganz wichtig !!) schriftlich und per Einschreiben und Nachname ein Schriftliche Ankündigung machen, dass eine gesetzlich vorgegebene Mietkürzung ( bis zu 20 %) die Folge ist.
Gibt es dazu eine Quelle?

Gut währe auch eine Sammelklage.
Wenn es die in Deutschland doch bloß gäbe... :roll:

Jetzt in den Ferien wo ich ausschlafen will rennt das fette Ding schon ab 9 Uhr oben rum und geht anschließend auf den Balkon und schreit dort rum.
OMG schon um 9? :roll:
 
Erst einmal möchte ich euch allen sagen: es heißt nicht Ausländer, sondern Migrannten oder deutsche Mitbürger mit Migrationshintergrund. Das Wort Ausländer ist eine Beleidigung.

Ich finde nicht, dass du übertreibst. Unsere Nachbarn unter uns haben auch eine Weile ziemlichen Krach gemacht. Wenn die gepoppt haben, hat sie das ganze Haus zuammengeschrien, das Bett knarrte und quietschte unentwegt, man hat deren Trampel gehört, obwohl wir über denen wohnen. Die haben sich stämdig durch die Wohnung gejagt, haben dabei geschrien und gepoltert ohne Ende. Wir und die Nachbarn unter denen haben uns bei der Hausverwaltung beschwert. Folge: Abmahnung. Eine zweote Abmahnung haben die kassiert, weil der Hund viele Stunden am Stück gebellt hat, wenn keiner da war und die Haustür von innen zerkratzt hat.
Wir haben dann mit denen noch ein Gespräch geführt und nach dem Gespräch und den zwei Abmahnungen ist es deutlich leiser geworden.

Gruß
 
Erst einmal möchte ich euch allen sagen: es heißt nicht Ausländer, sondern Migrannten oder deutsche Mitbürger mit Migrationshintergrund. Das Wort Ausländer ist eine Beleidigung.
Wenn ich in ein anderes Land fahre, fahre ich ins Ausland. Ergo sind alle die nicht aus meinem Land stammen Ausländer, ich bin somit Inländer. Wo ist das Problem?