Ich gehören zu denen , die Menschen verachten die erst wegen Ungerechtigkeit ihnen gegenüber die ganze Welt volljammern ... und dann selber den Dreck im Garten hoch stapeln. Salop gesagt ...
Komischerweise hört man aus Israel nie nie das Argument, das WIR wegen unserer Vergangenheit die Schnauze zu halten haben. Umgekehrt hört man dein saloppes Argument regelmäßig...

Übersetzt klingt deine Aussage wie "jetzt wurden Sid so lange und so konsequent schikaniert und unterdrückt, und trotzdem wissen sie noch nicht, wie man sich anständig den Palästinensern gegenüber verhält". Man kann das eine mit dem anderen nicht aufrechnen.

Israel ist doch ein Staat , keine Glaubensrichtung wie Judentum ?
Oh, jetzt noch dialektisch argumentieren? :LOL:
 
Komischerweise hört man aus Israel nie nie das Argument, das WIR wegen unserer Vergangenheit die Schnauze zu halten haben.

"Ich dulde keine verlogene Moralpredigt gegen Israel in der Knesset. Und besonders nicht auf Deutsch"

Neftali Bennett

"Ich werde während der Rede abwesend sein, weil es unpassend ist, dass im Parlament des jüdischen Staates eine Rede in der Sprache gehalten wird, in der unsere Eltern in die Eisenbahnwaggons und in die Krematorien gestoßen wurden"

Mosche Feiglin

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Das waren nur Zitate aus dem letzten Monat. Ich bin mir sicher, ich könnte ganze Bücher mit ähnlichen Zitaten israelischer Regierungsmitglieder des letzten Jahrzehnts füllen wenn ich mich ein paar Stunden damit beschäftigen würde.

Dafür, dass Du scheinbar wenig über Zusammenhänge ließt zu denen Du Dich äußerst verstehst Du es hier und da immer mal wieder ganz gut den umgekehrten Eindruck zu erwecken.
 
Du weist aber, a) in welchem Zusammenhang diese Zitate stehen und b) was man dem Herren, dem sie galten, konkret vorgeworfen hat? ;) (kleiner Tipp: Es war NICHT die Tatsache, das er Deutscher ist oder auf Deutsch gesprochen hat...)

Ich bin in vielerlei Hinsicht weit davon entfernt, israelophil zu sein, aber dieses ewige gegenseitige Aufrechnen von "Schuld" (nach 2 Generationen ist es albern, davo zu Reden), gerade von Deutscher Seite, finde ich zum Kotzen.

Ja: Israel macht Fehler und Ja, man musst sie dafür kritisieren, und es ist gut, das Institutionen wie AI das dokumentieren. Aber WAS zum Henker hat das mit unserer Vergangenheit zu tun? Das eine bedingt nicht das andere, oder macht es weniger Schlimm.
 
Komischerweise hört man aus Israel nie nie das Argument, das WIR wegen unserer Vergangenheit die Schnauze zu halten haben. Umgekehrt hört man dein saloppes Argument regelmäßig...

kleiner Tipp: Es war NICHT die Tatsache, das er Deutscher ist oder auf Deutsch gesprochen hat...


"Ich dulde keine verlogene Moralpredigt gegen Israel in der Knesset. Und besonders --->nicht auf Deutsch<---"

"Ich werde während der Rede abwesend sein, weil es unpassend ist, dass im Parlament des jüdischen Staates eine Rede --->in der Sprache gehalten wird, in der unsere Eltern in die Eisenbahnwaggons und in die Krematorien gestoßen wurden<---"

Wie ich schon hier und da mal anführte: Ich habe hier bei ganz bestimmten Forenteilnehmern in überwältigender Regelmäßigkeit den Drang an die Existenz von Paralleluniversen zu glauben.
 
[...] Ja: Israel macht Fehler und Ja, man musst sie dafür kritisieren, und es ist gut, das Institutionen wie AI das dokumentieren. Aber WAS zum Henker hat das mit unserer Vergangenheit zu tun? Das eine bedingt nicht das andere, oder macht es weniger Schlimm.
Vielleicht mal ein Wort dazu, weil ich ja auch dafür öfter kritisiert wurde.

Mir persönlich (und wohl den meisten) geht es gar nicht um ein Aufrechnen oder darum, gesellschaftliche Schuld von uns zu schieben. Es geht um das Glashaus und die Steine. Trotz deutscher Vergangenheit (oder gerade wegen!) sollten Deutsche das Verhalten Israels anprangern, wann immer es nötig ist. "Trotz" weil es nur wegen dem Zweiten Weltkrieg Israel überhaupt gibt. "Wegen", weil wir wissen, wohin ein militaristischer rücksichtsloser Kurs gegen seine Nachbarn und die Welt führen kann (und meist auch wird).

Wenn jemand aus der Knesset keinerlei Kritik von uns Deutschen zulässt, weil wir sind, wer wir sind, dann hat den Vergleich Israel selbst angestrebt. Sicherlich dürfen sie sich aussuchen, von wem sie Kritik annehmen und von wem nicht. Mich persönlich hat das Verhalten in Israel eher amüsiert als geärgert. Auf jeden Fall hat es mir einen Einblick in die Denkweise der israelischen Hardliner gewährt und sollte uns mahnen. Aber mehr auch nicht.

Und letztlich liegt unser katastrophaler "Fehler" jetzt 85 Jahre zurück. Seither sind wir derart bemüht, uns einen guten Leumund in der Welt zu erwerben, dass wir uns kaum noch trauen, aufrecht zu stehen. Zumindest, was meine Volksvertreter betrifft. Israel ist noch nicht so alt und sie machen ihre Fehler jetzt und heute. Israel ist überhaupt gar nicht um Entspannung in der Region bemüht, nicht um Frieden und nicht um Verständigung. Sie wollen expandieren, sind militaristisch geprägt und haben viel zu viele Hardliner in ihren Reihen. Die gemäßigten und friedfertigen Kräfte sind entweder in der kleinsten Minderheit und können sich folglich nicht durchsetzen oder es ist ein militaristischer Staat mit einer aufgesetzten Demokratie (ähnlich wie die USA). Beides gefährlich, besonders in dieser Region.
 
Vielleicht mal ein Wort dazu, weil ich ja auch dafür öfter kritisiert wurde.

Mir persönlich (und wohl den meisten) geht es gar nicht um ein Aufrechnen oder darum, gesellschaftliche Schuld von uns zu schieben. Es geht um das Glashaus und die Steine.
Und das meine Ich auch. Im Hinblick auf Israel sitzen wir ebenso in Kristall, findest du nicht?
Trotz deutscher Vergangenheit (oder gerade wegen!) sollten Deutsche das Verhalten Israels anprangern, wann immer es nötig ist. "Trotz" weil es nur wegen dem Zweiten Weltkrieg Israel überhaupt gibt. "Wegen", weil wir wissen, wohin ein militaristischer rücksichtsloser Kurs gegen seine Nachbarn und die Welt führen kann (und meist auch wird).
Das Problem bei deinem "wegen" ist, dass es tragischerweise gar nichts mit den Beziehungen zwischen Israel und uns zu tun hat. Deutschland hat nicht mal im Ansatz einen Territorialkrieg gegen Sie geführt.
 
Und das meine Ich auch. Im Hinblick auf Israel sitzen wir ebenso in Kristall, findest du nicht?
Kommt auf die Betrachtungsweise an.

Ich weiß nicht, wann wir uns von unserer deutschen gesellschaftlichen Schuld an den Ereignissen 1929 bis 1945 in der Welt (also auch Israel) rehabilitiert haben. Ich weiß nicht mal, ob wir uns überhaupt rehabilitieren können, egal wieviel Zeit vergeht.

Was ich aber weiß ist, dass wir uns seitdem mehr als nur um eine Rehabilitation und einen guten Leumund bemühen. Die Vergangenheit kann man nunmal nicht ungeschehen machen. Man kann aber dafür sorgen, dass der gleiche Fehler nicht wieder passiert. Vorranging natürlich erstmal in Deutschland selbst. Aber aus meiner Sicht können wir uns inzwischen durchaus leisten, andere Länder zu kritisieren, die den gleichen Kurs einschlagen, wie die Deutschen vor 85 Jahren. Ich werfe den Israeliten nicht vor, was sie im antiken Ägypten veranstaltet haben, aber ich werfe ihnen vor, was sie im Jahr 2014 tun.

Und wenn man meine Kritik nicht annimmt weil ich Deutscher bin, dann bin ich deswegen nicht böse. Aber wie gesagt: Es zeigt mir die Denkweise der Leute, die dort das Sagen haben. Es zeigt auch, dass man sich keinerlei Schuld bewusst ist, sondern lieber den Kritiker attakieren will. Das ist überaus bedenklich und sollte die Welt zur Vorsicht mahnen.
 
Kommt auf die Betrachtungsweise an.

Ich weiß nicht, wann wir uns von unserer deutschen gesellschaftlichen Schuld an den Ereignissen 1929 bis 1945 in der Welt (also auch Israel) rehabilitiert haben. Ich weiß nicht mal, ob wir uns überhaupt rehabilitieren können, egal wieviel Zeit vergeht.
Warum reden wir von Schuld? Ich will und werde mir den Schuh sicherlich nicht anziehen, aber gut, man rutscht schneller in der Opferrolle, wenn man sich schuldig fühlt. Es geht um Verantwortung! Wir sind für die deutsche Geschichte verantwortlich im Sinne von Lehren daraus zu ziehen. Und wir beweisen nicht, dass wir dazu fähig sind, wenn wir uns permanent und konsequent bei jeder sich bietenden Gelegenheit darüber beklagen, dass man uns an diese Geschichte erinnert oder uns daran misst...

Was ich aber weiß ist, dass wir uns seitdem mehr als nur um eine Rehabilitation und einen guten Leumund bemühen. Die Vergangenheit kann man nunmal nicht ungeschehen machen. Man kann aber dafür sorgen, dass der gleiche Fehler nicht wieder passiert. Vorranging natürlich erstmal in Deutschland selbst. Aber aus meiner Sicht können wir uns inzwischen durchaus leisten, andere Länder zu kritisieren, die den gleichen Kurs einschlagen, wie die Deutschen vor 85 Jahren. Ich werfe den Israeliten nicht vor, was sie im antiken Ägypten veranstaltet haben, aber ich werfe ihnen vor, was sie im Jahr 2014 tun.
Volle Zustimmung. Aber glaubst du, dass ein Satz wie der von Pr3DaTh0r, auf den ich angesprungen bin, unter konstruktive Kritik an Israels Vorgehen 2014 einzuordnen ist? ;)
Und wenn man meine Kritik nicht annimmt weil ich Deutscher bin, dann bin ich deswegen nicht böse. Aber wie gesagt: Es zeigt mir die Denkweise der Leute, die dort das Sagen haben. Es zeigt auch, dass man sich keinerlei Schuld bewusst ist, sondern lieber den Kritiker attakieren will. Das ist überaus bedenklich und sollte die Welt zur Vorsicht mahnen.
Wir sollten nicht den Fehler zu machen, aus unserer Vergangenheit eine moralische Vorherschaft abzuleiten. Wenn Israelische Politiker deutsche Kritik nicht akzeptieren, dann ist das eben so. Das Macht mir kein schlechtes Gewissen.
 
Warum reden wir von Schuld? Ich will und werde mir den Schuh sicherlich nicht anziehen [...]
Ich mir als Privatperson auch nicht. Auch nicht meine Familie und niemanden, den ich persönlich kenne oder kannte. Gut, "Schuld" klingt hart - besonders dann, wenn man sich selbst keiner Schuld bewusst ist und sich keines Verbrechens schuldig gemacht hat.

Zumal die eigentlich Schuldigen längst bestraft wurden und ich nur noch mit sehr viel Phantasie Verständnis dafür aufbringen kann, dass Israel noch heute inzwischen 94-jährige KZ-Köche verfolgt werden. Aber die Verantwortung, die wir empfinden, resultiert ja dennoch aus exakt jenen Tagen. Genau genommen sollten alle Länder der Welt diese Verantwortung teilen, aber andere nehmen es damit wohl nicht so genau...

Aber glaubst du, dass ein Satz wie der von Pr3DaTh0r, auf den ich angesprungen bin, unter konstruktive Kritik an Israels Vorgehen 2014 einzuordnen ist? ;)
Nein. Aber ich frage mich manchmal ohnehin, wie man konstruktiv Kritik an Israel übt. Wenn dort in der Knesset ein Deutschland- oder Deutschenhass zumindest gebilligt wird, dann würden sie für mich auch völlig indiskutabel als Geschäftspartner sein. Sie sind wirtschaftlich gar nicht in der Lage, einen Druck wie etwa die USA auszuüben und können sich dererlei Possen eigentlich gar nicht leisten.

Ich würde da gar nicht mehr zu Besuch erscheinen. Was mich aber nicht davon abhalten würde, mich für einen Frieden und eine 2-Staaten-Lösung einzusetzen, auch wenn es dann die Unterstützung Palästinas bedeuten würde. Ich denke da vor allem an humanitäre und wirtschaftliche Hilfen. Wäre mir völlig egal, ob ich damit Israel vergrätzen würde oder nicht. Aber jemand, der so abwertend über mich denkt, kann mir gestohlen bleiben. Wer so rassistisch ist und mich an meiner Herkunft misst statt an dem, was ich tue, der ist meiner Beachtung und Zuwendung gar nicht wert. Und das würde ich auch exakt so zeigen. Als Privatperson, als Politiker und sogar als Staat.

Wir sollten nicht den Fehler zu machen, aus unserer Vergangenheit eine moralische Vorherschaft abzuleiten. Wenn Israelische Politiker deutsche Kritik nicht akzeptieren, dann ist das eben so. Das Macht mir kein schlechtes Gewissen.
Mir doch auch nicht und wie ich schon schrieb: Sie können es sich ja aussuchen, von wem sie Kritik annehmen und von wem nicht. Was mich vielmehr beunruhigt, ist die Begründung.
 
Arabischer Jugendlicher bei Jerusalem tot aufgefunden

Folgende News wurde am 02.07.2014 um 14:42:07 Uhr veröffentlicht:
Arabischer Jugendlicher bei Jerusalem tot aufgefunden
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Jerusalem (dpa) - Nach dem gewaltsamen Tod dreier jüdischer Jugendlicher ist in einem Wald bei Jerusalem die Leiche eines jungen Arabers gefunden worden.
Der israelische Polizeisprecher Micky Rosenfeld sagte, es werde geprüft, ob es sich um einen Mord nach einer Entführung handle. Auch ein krimineller Hintergrund sei möglich, betonte er.
Israelische Medien sprachen von einem möglichen Racheakt rechtsgerichteter Israelis. Im arabischen Ostteil Jerusalems kam es zu Konfrontationen zwischen wütenden Einwohnern und der Polizei. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt.
Am Vortag hatten Hunderte Demonstranten in Jerusalem Rache für den Mord an drei jüdischen Jugendlichen gefordert. Deren Leichen waren im Westjordanland gefunden worden. Israel macht die radikalislamische Hamas für die Tat verantwortlich. Bislang hat sich aber keine Palästinenserorganisation zu der Tat bekannt.
Nach palästinensischen Angaben wurde der 16-jährige Mohammed Abu Chedair aus dem Viertel Schoafat im arabischen Ostteil Jerusalems in der Nacht zum Mittwoch vor seinem Haus entführt. Unbekannte hätten ihn in ein weißes Fahrzeug gezerrt, berichteten palästinensische Medien. Ein Sprecher des Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas verurteilte den Mord an dem Jugendlichen. Er sagte, Israel sei verantwortlich und müsse die Täter fassen.
Polizeisprecher Rosenfeld betonte jedoch, es sei noch unklar, ob es sich bei dem mutmaßlich Entführten und dem Toten um ein und dieselbe Person handle. «Wir prüfen auch noch, ob die Tat einen kriminellen oder einen nationalistisch motivierten Hintergrund hat», sagte er. Die Leiche wies nach Medienberichten Brandspuren auf.
Der Jerusalemer Bürgermeister Nir Barkat verurteilte den Mord an dem Jugendlichen als «schreckliche und barbarische» Tat, wie die Zeitung «Jerusalem Post» berichtete. «Dies ist nicht unser Stil, und ich vertraue darauf, dass unsere Sicherheitskräfte die Täter fassen werden. Ich rufe alle zur Zurückhaltung auf.»
Die am 12. Juni entführten und ermordeten jüdischen Jugendlichen im Alter von 16 bis 19 Jahren waren am Dienstag im Beisein von Tausenden Trauernden in Modiin begraben worden. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte bei dem Begräbnis: «Eine tiefe moralische Kluft trennt uns und unsere Feinde. Sie halten die Grausamkeit heilig und wir das Mitgefühl.» Dies sei das Geheimnis der Stärke Israels. «Sie halten den Tod heilig und wir das Leben.»
Netanjahu versammelte am Dienstagabend sein Sicherheitskabinett zu einer Beratung über das weitere Vorgehen gegenüber Hamas. Eine Stellungnahme über mögliche Entscheidungen gab es anschließend nicht. «Es wird nicht geredet», sagte Netanjahus Sprecher Mark Regev am Mittwoch. Vor der Sitzung hatte Netanjahu eine Fortsetzung der harten Maßnahmen gegen Hamas angekündigt. «Wir werden die Mörder fassen und alle, die an der Entführung beteiligt waren», sagte er.
Auch Abbas hatte am Dienstagabend die Palästinenserführung zu einer Sondersitzung versammelt. Nach Angaben seines Sprechers dauerten die Beratungen bis in die frühen Morgenstunden am Mittwoch an. Es sei dabei um das israelische Vorgehen in den Palästinensergebieten nach der Entführung gegangen - die Tötung von sechs Palästinensern, Massenfestnahmen und Häuserzerstörungen.
In einem Dorf bei Hebron zerstörte die israelische Armee das Haus eines Palästinenser, dem der Mord an einem israelischen Polizeioffizier vorgeworfen wird.
 
Na dann hoffe ich, dass hier eine schnelle Aufklärung geschieht, denn anscheinend haben möglicherweise ein paar Israelis eben keine bessere MOral gehabt als die Palästinenser, eher im Gegenteil.
 
Allerdings wird diesmal wenigstens geprüft, bevor man die Tat einer Gruppe "in die Schuhe schiebt". Hat man eigentlich die Täter der Morde an den anderen Jugendlichen schon? :think:
 
Allerdings wird diesmal wenigstens geprüft, bevor man die Tat einer Gruppe "in die Schuhe schiebt". Hat man eigentlich die Täter der Morde an den anderen Jugendlichen schon? :think:
Na einer von den 80+ Toten wird es schon gewesen sein. Oder auch nicht, man bereitet ja die Bodenoffensive vor. Wenn man bei 1000 angekommen ist, wird man schon ein paar Fleischfetzen zum Schuldigen erklären, warte ab.
 
Was mich ja interessiert, ob die Häuser der verantwortlichen verdächtigen israelischen Extremisten, die den jungen Palästinenser angezündet haben sollen, jetzt auch eingeebnet werden... :think:
 
Na einer von den 80+ Toten wird es schon gewesen sein. Oder auch nicht, man bereitet ja die Bodenoffensive vor. Wenn man bei 1000 angekommen ist, wird man schon ein paar Fleischfetzen zum Schuldigen erklären, warte ab.

Wie man zu der Sache steht mal dahingestellt, ABER:
Die Israelis haben bei den ersten Luftangriffen lt. Nachrichten extrem exakt nach Raketenstellungen und HAmas-Kämpfern gezielt UND getroffen. Da könnten sich die Amis eine Scheibe von abschneiden.
Und mal so: Wenn mir einer mit nem Gewehr gegenüberstände und sagte, ich solle keinen weiteren Stein nach ihm werfen, also ich würde nicht werfen. Aber vllt. bin ich nicht intelligent genug um mich in so einer Situation geeignet zu verhalten 8O
 
Das interessante ist eigentlich das die zwei Hauptverdächtigen der Entführung und Ermordung der zwei isr. Jugendlichen und dem Erwachsenem schon am 2. Tag der Entführung verhaftet waren.
https://maannews.net/eng/ViewDetails.aspx?ID=704587
Dazu kommt dann das der Shin Beth-Chef, ein fast exakte Weisssagung, knapp 10 Tage vorher publizierte:
https://www.haaretz.com/mobile/.premium-1.598751?v=9E19E997AD217B5941AFCD9189E2CE76
Damals waren es halt nur drei Mädchen und alle 14.
Naja eventuell liessen sich nicht die Mädchen auftreiben, sonst hätte man ja eventuell noch einen Vergewaltigungsfall oder so drauss drehen können. Somit mussten zwei Jugendliche und ein Erwachsener herhalten.


Aber die Medien sind ja auch wieder sehr speziell besonders wenn es darum geht seit wann die Hamas bzw. ihr mil. Ableger sich in den Konflikt mit hineinbegab...
https://www.timesofisrael.com/hamas-fired-rockets-for-first-time-since-2012-israeli-officials-say/
aber pssst, nicht dass das noch jemand erfährt. Wäre doch blöd um die grosse Propaganda, die jetzt schon wieder beginnt. Da haben gewisse Leute sich soviel ausgedacht, wäre nicht fein die jetzt so schnell auflaufen zu lassen.


Kann Elemente von Sarkasmus enthalten.....
 
[...] Die Israelis haben bei den ersten Luftangriffen lt. Nachrichten extrem exakt nach Raketenstellungen und HAmas-Kämpfern gezielt UND getroffen. Da könnten sich die Amis eine Scheibe von abschneiden.
Also wenn mir jemand was von "chirugischer Präzision" erzählt, denn verstehe ich darunter bestenfalls die Hinrichtung einer Person durch einen Scharfschützen. Obwohl auch das weit entfernt von jeder Form von Rechtsstaatlichkeit ist, aber die kann man in der Region sowieso nicht erwarten. Aber Raketen auf Wohnhäuser - ich bitte Dich. Du tust ja gerade so, als müsste man Israel dafür dankbar sein, dass sie nicht ihre Atombomben einsetzen. Israel ist für mich keinen Millimeter besser als die Palästinenser, nur heucheln sie pausenlos, es zu sein.

Wenn es um Sympathien geht, dann haben allerdings die Palis einen kleinen Vorteil auf ihrer Seite, da sie eben quasi mit Kieselsteinen auf Panzer werfen, während sie seit Jahrzehnten vertrieben werden, weil Israel Siedlungsraum benötigt. Das heißt selbstredend nicht, dass ich begrüße, was die veranstalten. Nur wenn eben ein Pali ausklinkt, dann fliegt ein Böller über die Grenze (wo auch immer die gerade ist). Klinkt Israel aus, kommt es stets und ständig zu Massenmord. Asymmetrisch eben.

[...] Und mal so: Wenn mir einer mit nem Gewehr gegenüberstände und sagte, ich solle keinen weiteren Stein nach ihm werfen, also ich würde nicht werfen. [...]
Naja, ich vielleicht nicht. Aber es spielt auch keine Rolle, was ich oder Du tun würden. Wir beiden wurden nicht in eine Welt von Gewalt, Krieg und Hass geboren. Ich kann mir aus meinem Ledersessel ganz ruhig und gelassen eine Meinung zur Weltpolitik bilden. Ich brauche keine Angst vor Vertreibung zu haben und kann mir den Luxus leisten, meinen Joghurt einen Tag nach dem Verfallsdatum einfach wegzuschmeißen (obwohl es ich nicht tue, nur am Rande!). Mein verhasster Wecker klingelt jeden Morgen, aber ich wiege mich abends ganz selbstverständlich in der Sicherheit, am Morgen noch ein intaktes Dach über meinem Haupte zu haben. Und falls nicht, wird mich meine Hausratversicherung dafür fürstlich entschädigen. Genauso muss ich nicht Tag für Tag um das Wohl meiner Lieben fürchten.

Und da ich so gar nicht davon betroffen bin, kann ich auch die Situation nüchtern einschätzen. Da es dort unten ohnehin keine Rechtsstaatlichkeit gibt, nehme ich mal mein Gerechtigkeitsempfinden als Maßstab. Und das sagt mir, dass die israelischen Mittel stets völlig unverhältnismäßig sind. Erinnert mich an diverse Vorkommnisse aus der Geschichte, auch aus deutscher: Für jeden toten Bürger von uns, sollen x von denen sterben. Die perfide Aussage dahinter: Das Leben eines Bürgers von uns ist exakt x Leben der anderen wert.

Es geht und ging Israel niemals darum, die Schuldigen für einen Terrorakt zu finden, zu verurteilen und zu bestrafen - wie man es von einem Rechtsstaat erwarten würde. Man will klar machen, wer das Sagen hat. Man will Überlegenheit demonstrieren, einschüchtern und abschrecken. Aber weißt Du, wie das immer so ist: Aus Angst wird Wut, dann Widerstand. Bei dem einen früher, beim anderen später. Aber eins wird nie passieren: Dass sich irgendwer irgendwann in Demut vor Israel verneigt.

Und in grenzenloser Arroganz weisen sie dann auch noch jedwede Kritik von sich; egal von wo oder wem sie kommt. So ein Verhalten kann sich eine Weltmacht wie Amerika oder China vielleicht erlauben, obwohl sie dafür auch kein Lorbeer ernten. Aber Israel? Der Bonus der stets verfolgten Opfer ist längst aufgebraucht. Zumindest für mich. Ich messe sie an den gleichen Maßstäben, die ich auch für jedes andere Land anlegen würde. Und wenn ein Netanjahu davon spricht, dass "es Zeit ist, die Samthandschuhe auszuziehen", dann wird mir komisch. Wenn sein Verhalten bisher der "Samthandschuh" war, dann kann jetzt eigentlich als Steigerung nur noch ein Genozid kommen...
 
Was mich ja interessiert, ob die Häuser der verantwortlichen verdächtigen israelischen Extremisten, die den jungen Palästinenser angezündet haben sollen, jetzt auch eingeebnet werden... :think:

Damit würdest Du ja verlangen das es keine Diskriminierung in der Rechtsanwendung gibt. Das es allein 3 geltende Rechtsstandards gibt, isr. Kernland, besetzte Gebiete (Israelis), besetzte Gebiete (Palästinenser) sollten mittlerweile jeder wissen.
Selbiges Dilemma haben wir ja bei den steinewerfenden Kindern. Pal. Kind kann frog sein nicht erschossen zu werden, isr. Kind wird noch ermutigt, bzw. die Leute die getroffen werden und die sich wehren wollen, werden weggedrängt oder eingesperrt.
Aehnliches Szenario zeigte sich selbst kurz nach der Entführung, als isr. Siedler mal wieder paar Palästinensern ans Leder wollten, als die sich wehrten, kam die IDF und hat statt den Aggressor, die einen Teil der Palästinenser weggeschickt und andere mit eingebuchtet (naja ok bei der Massenverhaftung, geht das ja eh unter).