Also warum noch arbeiten gehen, so hat die gute Frau sogar noch viel mehr Zeit für ihre Kinder

Richtig, und der Gesellschaft wäre auch mehr geholfen, wenn sie die Zeit für eine wirklich vernünftige Erziehung Ihrer Kinder nutzt, als irgendwo für einen Billiglohn zu putzen.

Leider darf sie das nicht selber entscheiden, sondern wird von der Arge gegängelt, solch einen Job anzunehmen. Gleichzeitig sitzen dann aber junge Singles zuhause rum, die diesen Job genauso machen könnten.

Ich bin immer noch der Meinung, dass sich unser Staat so etwas leisten kann.

Marty
 
Habe ich gerade auf T-online gefunden

Also warum noch arbeiten gehen, so hat die gute Frau sogar noch viel mehr Zeit für ihre Kinder

Hier nochmal der komplette Bericht dazu:
Hartz IV bekommt mehr als Mindestlohn-Vollzeitarbeiter
Ich werde mir das heute Abend zu Gemüte führen, aber eine Übersicht fand ich interessant und zwar den Lohnabstand abhängig vom Bundesland. Respekt, dachte dass wäre die Karte von BRD und DDR (Seite 16)...:ugly:
 
Die beziehen sich dabei auch auf eine Familie mit einem Verdiener und zwei Kindern. Wie "durchschnittlich" ist das eigentlich heute noch? In den 60ern war das vermutlich Standard, aber heute?

Zumal mir die Formel gar nicht so klar rüberbringt, was die Grafik sagen soll.

Marty
 
Das erinnert mich an die Berechnung, die mein Onkel anno dunz angestellt hat.

Als leitender Angestellter und Vater von sechs Kinder hatte er gerade 150 DM mehr, als würde er für seine komplette Familie Sozialhilfe beantragen.

Mit Kindern und zu verpflegenden Großeltern kriegt man jedes Gehalt klein geredet...

Ich bin der Meinung, dass eine Vollzeitkraft nicht auf unterstützende Leistungen durch den Staat angewiesen sein darf.

Und damit hat man indirekt einen Mindestlohn definiert.

Es gibt auch zumindest ein Gerichtsurteil, dass einen Job als unzumutbar gewertet hat, weil der ALG II Empfänger trotzdem auf ergänzendes ALG II angewiesen wäre.

gruss kelle!
 
Ich bin der Meinung, dass eine Vollzeitkraft nicht auf unterstützende Leistungen durch den Staat angewiesen sein darf.
ich auch, einzelne Ausnahmen einmal aussen vor gelassen.

Und damit hat man indirekt einen Mindestlohn definiert.
Nein, leider eben nicht. Weil ein Alleinverdiener mit Frau und Kindern eben deutlich mehr verdienen müsste als ein Single.

Und man kann doch das Einkommen nicht vom Familienstand abhängig machen.

Es muss ein eindeutiger Wert her, der für alle möglichst ausreichend ist und trotzdem einfache Tätigkeiten noch bezahlbar macht. Und das ist nicht so einfach.

Marty
 
[...]
Nein, leider eben nicht. Weil ein Alleinverdiener mit Frau und Kindern eben deutlich mehr verdienen müsste als ein Single.

Und man kann doch das Einkommen nicht vom Familienstand abhängig machen.
Habe ich doch immer gesagt: Frauen sind teurer als ein gutes Auto *gg*

Aber mal im Ernst: Lebt man in einer Partnerschaft, ist auch so ziemlich alles billiger, sofern beide ein Gehalt haben. Einen Fernseher interessiert es nicht, ob ihn da nun 1, 2 oder 10 Leute anschauen und eine Lampe nicht, für wieviel Leute sie Licht spendet. Miete bleibt auch gleich, Kfz-Steuern und Versicherung ebenso. Nur der Wasserverbrauch steigt.

Was Kinder angeht, so sind sie in diesem Land und unserer Gesellschaft leider der teuerste Luxus von allen. Grob gesagt: Ein Kind oder ein Haus. Eben deshalb gibt es Kindergeld, was natürlich vorne und hinten nicht reicht. Aber dafür ist es gedacht. Deshalb fordern ja sowohl die Linken als auch die Rechten die 1000 Euro pro Kind. Das würde zwar den derzeitigen Haushalt ruinieren, aber gleichwohl einen Babyboom auslösen. Würde sich ein Kind selbst vom Kindergeld tragen können (dazu müssten es nicht mal 1000 Euro sein!), fielen Kinder aus der Mindestlohnrechnung schonmal raus. Und wer sich keine Frau leisten kann, muss sich halt einen Luftballon hübsch anmalen.

Kurz gesagt: Meiner Ansicht nach sollte ein Arbeitnehmer von einer Teilzeitstelle (30 Stunden) leben können und sich von einer Vollzeitstelle (40 Stunden) den einen oder anderen Luxus leisten können. Das muss in einem Land wie Deutschland einfach möglich sein.

Nur bin ich nach wie vor der Ansicht, dass immer viel zu viel nach dem Staat geplärrt wird. Etwas mehr Rückgrat und Zivilcourage im gesamten Volk würden das Problem schon entschärfen (wenn auch nicht lösen). So lange es Putzfrauen gibt, die für knapp 4 Euro/Stunde putzen, qualifizierte Handwerker mit jahrelanger Berufserfahrung für 1800 Euro/Monat brutto und Verkäuferinnen für 1400 Euro/Monat brutto arbeiten gehen, hofft man mit Sicherheit vergeblich auf eine "soziale Ader" bei den Arbeitgebern.

Würde niemand mehr für solche Hungerlöhne aufstehen, dann müssten die Arbeitgeber entweder mehr zahlen, die Arbeit selbst machen oder schlicht aufgeben. Aber wie schon so oft hier und anderen Themen von diversen Leuten gesagt: Der Markt reguliert sich selbst. Und wenn er das in eine Richtung tut, die dem Bürger nicht gefällt, wird nach dem Staat geplärrt ;)
 
Aber mal im Ernst: Lebt man in einer Partnerschaft, ist auch so ziemlich alles billiger, sofern beide ein Gehalt haben.
Du zitierst meine Aussage, in der "Alleinverdiener" steht und führst dann als erstes diese Aussage an.

Würde sich ein Kind selbst vom Kindergeld tragen können (dazu müssten es nicht mal 1000 Euro sein!), fielen Kinder aus der Mindestlohnrechnung schonmal raus.
Dafür reicht dem Staat der reduzierte Hartz IV-Satz, und nun?

Kurz gesagt: Meiner Ansicht nach sollte ein Arbeitnehmer von einer Teilzeitstelle (30 Stunden) leben können
Oben hast Du definiert, dass er nicht auf staatliche Unterstützung angewiesen sein darf, wenn er Vollzeit arbeitet. Wie passen diese Aussagen jetzt zusammen?

Nur bin ich nach wie vor der Ansicht, dass immer viel zu viel nach dem Staat geplärrt wird.
Richtig, weniger Staat würde das Problem deutlich vereinfachen.

Etwas mehr Rückgrat und Zivilcourage im gesamten Volk würden das Problem schon entschärfen (wenn auch nicht lösen). So lange es Putzfrauen gibt, die für knapp 4 Euro/Stunde putzen
Solange es Arbeitsämter gibt, die Arbeitslose zu solchen Jobs zwingen, weil sie sonst die Leistungen kürzen...

Würde niemand mehr für solche Hungerlöhne aufstehen, dann müssten die Arbeitgeber entweder mehr zahlen, die Arbeit selbst machen oder schlicht aufgeben.
Tja, leider würden die Leute in der Zwischenzeit verhungern, weil die Arge die Leistung um 100% kürzt, wenn man solche Jobs nicht annimmt.

Marty
 
Du zitierst meine Aussage, in der "Alleinverdiener" steht und führst dann als erstes diese Aussage an.
Jaja, aber die Aussage geht ja weiter. Frauen sind teuer, das weiß man vorher. Und Kinder - naja, wie schon gesagt: Kindergeld ist zu wenig. Will sagen: Ob Single oder Familienvater sollte kein Maßstab bei der Berechnung des Mindestlohnes sein (wie auch scon von Dir gesagt).

Dafür reicht dem Staat der reduzierte Hartz IV-Satz, und nun?
Nun sollte man bei der nächsten Wahl mal gründlich überlegen, wen oder was man wählt :)

Oben hast Du definiert, dass er nicht auf staatliche Unterstützung angewiesen sein darf, wenn er Vollzeit arbeitet. Wie passen diese Aussagen jetzt zusammen?
Wenn er teilzeitlich keiner staatlichen Hilfen bedarf, bedarf er sie auch nicht vollzeitlich.

Davon abgesehen: Der Staat hat Hartz IV als Lebensminimum festgelegt. Also muss man bei 30 h/Woche mindestens eben das verdienen. Folglich erstrecht bei 40 Stunden. Nur ist es in der Realität schon so, dass bei 40 Stunden staatliche Zuschüsse gezahlt werden (müssen). Ziel muss es sein, dass man bei 30 Stunden/Woche mindestens so viel verdient, dass man eine angemessene Wohnung (wobei ich davon ausgehe, dass für einen Single eine 1-Zimmer-Wohnung ohne Balkon mit Küche und Bad angemessen ist) inklusive Nebenkosten, Essen und Kleidung bezahlen kann. Je nach Region müssen so im Monat folglich zwischen 700 und 1000 Euro netto in der Kasse sein.

Richtig, weniger Staat würde das Problem deutlich vereinfachen.
Vereinfachen oder nicht - vielmehr geht es mir darum, dass der Staat ohnehin viel zu träge ist und am Ende mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ohnehin nur halb gare, dilletantisch durchdachte Ansätze heraus kommen.

Wir haben es doch in den letzten Jahren im Handwerk erlebt: "Fachkräfte" kamen aus dem osteuropäischen Ausland und überschwemmten regelrecht den Arbeitsmarkt. Tarife hin oder her - aus meinem Bekanntenkreis weiß ich von sehr vielen Fällen, da sie keine Anstellung mehr als "Parkettleger", "Fliesenleger", "Maurer", "Maler", "Elektriker" oder "Zimmermann" bekamen. Sondern nur noch als "Hilfsarbeiter", bestenfalls als "Mitarbeiter". Heißt, sie waren nicht mehr an Tarife gebunden, machten die gleiche Arbeit wie eh und je, wurden dafür aber schlechter bezahlt (sofern sie überhaupt Geld bekamen).

Diesen Leuten, würde man meinen, würde ein Mindestlohn helfen. Aber weißt Du, was ich denke, was passieren wird? 2 mögliche Szenarien:

1. Der Mindestlohn wird so niedrig angesetzt (auf Druck der Wirtschaft hin, deren Lakaien wir ja wählten), dass gar nichts passiert oder der Arbeitgeber die Löhne noch weiter senkt mit dem Hinweis, dass er trotzdem noch immer über dem Mindestlohn liege.

oder 2. der Mindestlohn ist angemessen hoch, dass die Arbeitgeber Lücken finden werden. Und Lücken wird es geben (wobei mir wieder einfällt, dass die Umsatzsteuer im der Hotellerie gesenkt wurde, um die Wirtschaft anzukurbeln *lol*). Und selbst ohne Lücken (was de facto nicht passieren wird, weil man sich seine Spendengeber nicht vergrätzen will oder weil man es schlicht nicht besser kann) vielleicht so, dass die Arbeitsverträge nur noch auf 30 Stunden oder weniger festgeschrieben werden und der Rest "erwartet", bzw. "unter der Hand" ausgezahlt wird. Was auch immer.

Am Ende bleibt es dabei: Wer sich bewusst und gezielt ausbeuten lässt, muss dann auch nicht nach dem Staat schreien wie nach Papa, der eigentlich der Wirtschaft gegenüber loyaler ist als dem Wähler.

Solange es Arbeitsämter gibt, die Arbeitslose zu solchen Jobs zwingen, weil sie sonst die Leistungen kürzen...
Hör mir bloß auf. Habe das jetzt erst vor kurzem im Freundeskreis erlebt. Manchmal fragt man sich, ob nicht die Arbeitsämter nicht auch mal eine Überwachung benötigen...
 
Wenn er teilzeitlich keiner staatlichen Hilfen bedarf, bedarf er sie auch nicht vollzeitlich.
Ich meinte ja auch nur, das passt nicht. Erste Aussage "Vollzeit muss höher sein" implizierte ja nicht, dass auch "30 Stunden muss höher sein" gilt. Aber jetzt ist die Definition wohl klar: Du meinst, "30 Stunden Wochenarbeitszeit muss für einen Single ohne Kinder höher vergütet sein als Hartz IV."

Nur ist es in der Realität schon so, dass bei 40 Stunden staatliche Zuschüsse gezahlt werden (müssen).
Bei einem Single ohne Kinder?

Der Hartz IV Satz dürfte bei ca. 650 Euro liegen pro Monat. Bei 30 Wochenstunden wären das 5 Euro netto die Stunde. Oder 825 Euro brutto im Monat. Das sind so viele nicht.

Aber rechne mal mit Frau und 2 Kindern, wo nur ein Elternteil arbeitet.

Je nach Region müssen so im Monat folglich zwischen 700 und 1000 Euro netto in der Kasse sein.
359 Euro in bar plus Wohnung und teilweise Nebenkosten und Heizkosten. 650 Euro dürften da im Schnitt vermutlich bei rauskommen.

1. Der Mindestlohn wird so niedrig angesetzt (auf Druck der Wirtschaft hin, deren Lakaien wir ja wählten), dass gar nichts passiert oder der Arbeitgeber die Löhne noch weiter senkt mit dem Hinweis, dass er trotzdem noch immer über dem Mindestlohn liege.
Hm, bei der Post hat man es versucht und ist an Dilettantismus gescheitert, die Höhe mit 9,50 Euro war aber doch völlig in Ordnung. Wären bei der 30 Stunden Woche 1.235 Euro brutto.

Am Ende bleibt es dabei: Wer sich bewusst und gezielt ausbeuten lässt, muss dann auch nicht nach dem Staat schreien wie nach Papa, der eigentlich der Wirtschaft gegenüber loyaler ist als dem Wähler.
Das ist korrekt.

Hör mir bloß auf. Habe das jetzt erst vor kurzem im Freundeskreis erlebt. Manchmal fragt man sich, ob nicht die Arbeitsämter nicht auch mal eine Überwachung benötigen...
Haben die ja, da kontrolliert man sich gegenseitig :D

Marty
 
Man sollte mal aufhören alles immer nur auf die Politiker zu schieben. Dort ist sicherlich ein großes Problem doch die eigentlichen Heuschrecken die für die niedrigen Löhne verantwortlich sind, sind nicht die Politiker und auch nicht die Arbeitgeber sondern die Konsumenten. Sprich du, dein Nachbar und ich.

Wer geht denn zu dem Frisör für 11 Euro statt zu dem für 15 oder 25 Euro? Wer kauft die Milch für 46c statt für nen Euro den Liter?

Wer groß den Mindestlohn fordert sollte sich auch den Konsequenzen bewusst sein und sich Fragen ob dies wirklich die Lösung ist.

Wenn nen Frisör 1500 Brutto statt 900 Brutto bekommt wird der Haarschnitt sicherlich nicht mehr 11 Euro kosten. Wenn der Handwerker mehr verdient wird die Miete teurer wegen kostspieligerer Instandsetzungen. Und wenn der Bauer mehr für seine Milch bekommt muss man auch für Milch und Käse mehr bezahlen.
Letztendlich führt das dann dazu das zwar alle mehr verdienen aber auch alles mehr kostet. -> Der Effekt frisst sich dann selbst und der Mindestlohn bringt nichts.

Jeder der schonmal im Ausland war, weiß das Lebensmittel dort deutlich teurer sind, egal ob in Frankreich, Schweden oder sogar Litauen.


Nichts desto trotz sollte man einen Mindestlohn in allen Bereichen einführen die eine unflexible Nachfrage haben. So werden nicht mehr Briefe verschickt weil das Porto 5c günstiger ist und es werden auch nicht weniger Briefe verschickt weil das Porto 5c teurer ist. Hier macht also Mindestlohn Sinn.

Genauso bei Verkäufern, Automechanikern, Reinigungskräften, Frisören, etc.
 
Man sollte mal aufhören alles immer nur auf die Politiker zu schieben. Dort ist sicherlich ein großes Problem doch die eigentlichen Heuschrecken die für die niedrigen Löhne verantwortlich sind, sind nicht die Politiker und auch nicht die Arbeitgeber sondern die Konsumenten.
Das kann ich nicht nachvollziehen? Ich als Konsument bin also Schuld, dass es Milch für 46 Cent gibt? Habe ich dieses Angebot gemacht?

Wer geht denn zu dem Frisör für 11 Euro statt zu dem für 15 oder 25 Euro?
Ich zum Beispiel. Ich kann Dir nämlich garantieren, dass die angestellten Frisöre in den Läden, wo der Haarschnitt 25 Euro kostet, auch nicht mehr verdienen. Oder kannst Du garantieren, dass die Friseuse in dem Salon, wo meine Frau 70 Euro lässt, mehr verdient?

Wer kauft die Milch für 46c statt für nen Euro den Liter?
Ich zum Beispiel. Oder garantierst Du mir, dass von der Milch, die 1 Euro pro Liter kostet, mehr beim Bauern ankommt? Meinst Du, die Landliebe-Milch ist deshalb teurer, weil der Bauer mehr Geld bekommt?

Wer groß den Mindestlohn fordert sollte sich auch den Konsequenzen bewusst sein und sich Fragen ob dies wirklich die Lösung ist.
Sicher wäre das eine Lösung, weil es dann egal ist, ob Du beim Friseur 10 oder 25 Euro bezahlst. Du kannst sicher sein, dass die Mindestlöhne gezahlt werden.

Wenn der Handwerker mehr verdient wird die Miete teurer wegen kostspieligerer Instandsetzungen.
Du fährst also auch mit Deinem Auto in die Werkstatt, die die höchsten Stundensätze verlangt, weil dort ja die Mechaniker sicherlich am meisten Geld verdienen? Und Du kaufst auch nur die teuersten Artikel im Supermarkt, weil dort sicherlich die Arbeiter in den Fabriken mehr Geld bekommen?

Ich muss Dich enttäuschen: Auch die teursten Marken sparen beim Personal wie der kleine Ramscher.

Jeder der schonmal im Ausland war, weiß das Lebensmittel dort deutlich teurer sind, egal ob in Frankreich, Schweden oder sogar Litauen.
Und die haben Mindestlöhne für selbstständige Bauern? Ich glaube nicht.

Marty
 
Wann ist ein Lohn Sittenwidrig

Was würdet ihr denken wann ein Lohn so niedrig ist das er Sittenwidrig ist. Wenn ihr denkt das es nicht tiefer geht als 3,- bis 4,- € dann seit ihr etwas zu Großzügig.

Wenn man bedenkt das Löhne unter 5,- € in jeden Fall dazu beitragen die Alters und Gesundheitssysteme weiter zu belasten. Und weitere Sozialleistungen und damit Steuergelder zur Finanzierung von Billiglohn Arbeit zu Verschwenden bzw. zu Veruntreuen.
Dann solltet ihr euch mal überlegen wie wir in Deutschland Wirtschaften.

Wenn man bedenkt das Billiglöhne eine höhere Gefahr langfristiger Krankheiten wie Depressionen nach sich ziehen dann ist es schwer zu verstehen das so etwas noch von staatlicher Seite gefördert wird.
Es ist aber so wir alle zahlen für dafür mit.

Wer das alles nicht Glauben mag ? Ich kann´s verstehen ich dachte auch das so etwas nicht wahr sein kann. Es ist aber wahr.

"Laut Dienstanweisung der Bundesagentur für Arbeit gelten erst Stundenlöhne von »deutlich unter drei Euro« als sittenwidrig "
https://blogs.myspace.com/index.cfm?fuseaction=blog.view&friendId=440841815&blogId=530501110

Eigentlich sollte mich so etwas nicht mehr Überraschen. Aber irgendwie komme ich mir vor wie bei neuen aktuellen Mediamarkt Werbung da heißt es unter anderen " ....es geht immer noch größer"

Nach diesen Motto scheint bei uns Politik gemacht zu werden.
 
Das kann ich nicht nachvollziehen? Ich als Konsument bin also Schuld, dass es Milch für 46 Cent gibt? Habe ich dieses Angebot gemacht?

Wenn Du die Milch von bestimmten Molkereien bei bestimmenten Anbietern kaufst, die solche ruinösen Preiskämpfe austragen - ja.

Ich zum Beispiel. Oder garantierst Du mir, dass von der Milch, die 1 Euro pro Liter kostet, mehr beim Bauern ankommt? Meinst Du, die Landliebe-Milch ist deshalb teurer, weil der Bauer mehr Geld bekommt?

Informieren hilft. ;) Als Verbraucher hat man die Möglichkeit durch sein Kaufverhalten etwas zu bewirken.
 
Wenn Du die Milch von bestimmten Molkereien bei bestimmenten Anbietern kaufst, die solche ruinösen Preiskämpfe austragen - ja.
Wie kann ich das feststellen, wenn ich im Laden stehe? Ist die Milch für 60 Cent besser, oder erst die für 80 Cent? Oder sogar erst die für einen Euro?

Informieren hilft. ;) Als Verbraucher hat man die Möglichkeit durch sein Kaufverhalten etwas zu bewirken.
Der Bericht spricht von Lieferstreiks. Was hat das mit meinem Kaufverhalten zu tun?

Wie bekomme ich als Normalverbraucher raus, welche Molkereien so verfahren?

Marty
 
Wie kann ich das feststellen, wenn ich im Laden stehe? Ist die Milch für 60 Cent besser, oder erst die für 80 Cent? Oder sogar erst die für einen Euro?

Wie bekomme ich als Normalverbraucher raus, welche Molkereien so verfahren?

In beiden Fällen gilt - vorher informieren! Google ist auch hier sehr freundlich ;)
Das man solche Informationen nicht im Supermarkt bekommt, versteht sich wohl von selbst.

Der Bericht spricht von Lieferstreiks. Was hat das mit meinem Kaufverhalten zu tun?

Der Auslöser war ein Lieferstreik - soweit richtig. Auf lange Sicht gesehen entscheidet aber der Verbraucher, ob dieser Preis gehalten werden kann oder nicht.
Nachfrage und Angebot ist Dir schon ein Begriff, oder?
 
In beiden Fällen gilt - vorher informieren! Google ist auch hier sehr freundlich ;)
Das man solche Informationen nicht im Supermarkt bekommt, versteht sich wohl von selbst.
OK, kann ich verstehen. Aber zu Ende gedacht bedeutet das, ich muss nachher für meine 40 Positionen auf dem Einkaufszettel erst einmal einen Verträglichkeitscheck mit meinen Ansprüchen machen. Welchen Kaffee, Tee, Milch kann ich bedenkenlos kaufen, welches Gemüse ist vernünftig angebaut etc... Findest Du das zumutbar?

Nachfrage und Angebot ist Dir schon ein Begriff, oder?
Ja, und ich stelle jetzt zum zehnten Mal die Frage: Woran erkenne ich bei der Auswahl von 10 Milchtüten, bei welcher die Bauern am meisten bekommen? Dann stelle ich meine Nachfrage entsprechend um. Ich möchte ja schon, ich kann aber nicht, verstehst Du?

Marty
 
@komerzhasi: Du schlägst vor, die Bevölkerung solle ihr Kaufverhalten ändern, mit dem Ziel, dass die Menschen mehr verdienen. In deinem Plan wird dann auf höhere Preise in den Supermärkten hinauslaufen. Soweit, sogut.

Aber warum soll man das nicht gleich andersrum machen? Mindestlohn einführen und fertig? Dann werden die Preise mancher Produkte/Dienstleistungen auch steigen, der Effekt ist also der gleiche. Nur, dass dann sichergestellt ist dass die Angestellten auch was davon haben. Was spricht da dagegen?
 
OK, kann ich verstehen. Aber zu Ende gedacht bedeutet das, ich muss nachher für meine 40 Positionen auf dem Einkaufszettel erst einmal einen Verträglichkeitscheck mit meinen Ansprüchen machen. Welchen Kaffee, Tee, Milch kann ich bedenkenlos kaufen, welches Gemüse ist vernünftig angebaut etc... Findest Du das zumutbar?

Ja, und ich stelle jetzt zum zehnten Mal die Frage: Woran erkenne ich bei der Auswahl von 10 Milchtüten, bei welcher die Bauern am meisten bekommen? Dann stelle ich meine Nachfrage entsprechend um. Ich möchte ja schon, ich kann aber nicht, verstehst Du?

Ich beziehe mich hier bewusst auf das Beispiel Milch & Milchprodukte.
Es würde ja schon reichen zu recherchieren, ob bei der von Dir bevorzugten Milch die Erzeugerhöfe anständig entlohnt werden.
Werden sie es - kauf sie weiter. Werden sie es nicht - such nach Alternativen.

Meine "Boykottliste" ist wirklich lang aber wenn man einmal pro Woche einkaufen geht, merkt man sich das ohne Probleme.

@komerzhasi: Du schlägst vor, die Bevölkerung solle ihr Kaufverhalten ändern, mit dem Ziel, dass die Menschen mehr verdienen. In deinem Plan wird dann auf höhere Preise in den Supermärkten hinauslaufen. Soweit, sogut.

Aber warum soll man das nicht gleich andersrum machen? Mindestlohn einführen und fertig? Dann werden die Preise mancher Produkte/Dienstleistungen auch steigen, der Effekt ist also der gleiche. Nur, dass dann sichergestellt ist dass die Angestellten auch was davon haben. Was spricht da dagegen?

Das ist ja die Crux. Ein Selbständiger [in diesem Beispiel ein Milchbauer] kann keinen Mindestlohn bekommen. Es sei denn Du sprichst vom "Grundeinkommen", was aber etwas anderes als ein Mindestlohn ist.
 
Es würde ja schon reichen zu recherchieren, ob bei der von Dir bevorzugten Milch die Erzeugerhöfe anständig entlohnt werden.
OK, das werde ich einmal versuchen. Dazu muss ich erstmal mein Verbrauchs- und Einkaufsverhalten umstellen. Ich gehe nämlich gerne da einkaufen, wo ich gerade vorbeikomme. Mal Netto, mal Real, mal Lidl... und kaufe das, was gerade da ist. Das gilt für Milch, Yoghurt, Käse etc... wie für alle anderen Lebensmittel. Ich werde das mal angehen und speziell für Milch, die wir in Mengen verbrauchen, anfangen.

Meine "Boykottliste" ist wirklich lang aber wenn man einmal pro Woche einkaufen geht, merkt man sich das ohne Probleme.
Könntest Du mir die evtl. zukommen lassen, das würde doppelt Arbeit sparen.

Ich verspreche dafür, mich daran zu halten.

Marty
 
OK, das werde ich einmal versuchen. Dazu muss ich erstmal mein Verbrauchs- und Einkaufsverhalten umstellen. Ich gehe nämlich gerne da einkaufen, wo ich gerade vorbeikomme. Mal Netto, mal Real, mal Lidl... und kaufe das, was gerade da ist. Das gilt für Milch, Yoghurt, Käse etc... wie für alle anderen Lebensmittel. Ich werde das mal angehen und speziell für Milch, die wir in Mengen verbrauchen, anfangen.

Da erkenne ich schon den ersten Unterschied.
Ich gehe seit Jahren zu Real und zur Metro. Daher kenne ich das Sortiment ziemlich genau.

Könntest Du mir die evtl. zukommen lassen, das würde doppelt Arbeit sparen.

Ich schreib sie mal am Wochenende beim Einkauf auf denn das Meiste hab ich im Kopf.
Blöd ist dabei, dass die Anzahl der Dinge die ich nicht mehr kaufen will (aus verschiedenen Gründen) viel grösser ist als die Anzahl der Dinge, die ich aus bestimmten Gründen kaufen möchte.