Das ist doch schon mal der Ansatz ...
Ich bin mir sicher, dass Du mit dieser Meinung nicht allein bist sondern ein Großteil von Arbeitnehmern sich dieser anschliesst.
Warum diese "Meinung" nicht per Gesetz manifestieren und 10 Euro/Stunde als Untergrenze gesetzlich festschreiben.
Jeder Arbeitgeber hätte sich dann daran zu halten.
Wie gesagt ich bin der Meinung das es nicht Aufgabe des Staates ist einen Lohn vorzuschreiben.
Ich persönlich sehe einen Mindestlohn von 10 Euro/Stunde zwar als erstrebenswertes Ziel, leider aber wohl nicht durchsetzbar und realisitisch.
Meiner Meinung nach wäre ein gesetzlicher Mindestlohn von 8 Euro/Stunde vertretbar.
Der Staat spart dadurch die genannten (mindestens) 3 Milliarden Euro an aufstockendem Arbeitslosengeld 2.
Ich glaube nicht das man mit einem Stundenlohn von 8,00 Euro es schafft das keine mehr ALG II zum Lohn bekommt.
Würde man die Unternehmen in die Verantwortung nehmen und sich auf Tarifverträge etc. verlassen, würde nichts dergleichen passieren.
Man sieht ja die "lustigen" Beispiele der Umgehung des Mindestlohns im Reinigungsgewerbe.
Auf einmal gibt es keine Stundenlöhne mehr in den Arbeitsverträgen sondern Reinigungskräfte werden z.B. "pro Zimmer" bezahlt.
Ergo verdient eine Zimmerfrau im Hotel weniger als 3 Euro/Stunde.
Und das kann es nicht sein.
Stimmt seitdem die "Erbsenzähler" ( reine Kaufleute) in der Industrie das sagen haben kennen die nurnoch Gewinne!
Und Tarifverträge sind auch keine sicherheit das vernüftig gezahlt wird die 7,38 /std. wäre ein DGB Tarif gewesen ...
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Wir können die damaligen Verhältnisse wahrscheinlich nicht auf die heutige Zeit beziehen. Im Rahmen der "Globalisierung" wird die europäische Wirtschaftszone wohl nur eine Möglichkeit haben: Schaffung angeglichener Strukturen im gesamten EU-Raum und ein weitaus agressiveres vorgehen auf dem Weltmarkt. Gefühlsmäßig denke ich, dass sich die Wirtschaften der Kernländer der EU schon mitten in dieser Phase befinden: Die Wirtschaften der schwächeren EU-Staaten werden stärker zulegen, paralell dazu wird das Niveau der Kernländer sinken - und das geht nicht spurlos an den jeweiligen Lohnstrukturen und Lebensstandards in den Einzelstaaten vorbei - ergo: Wir in D haben noch einen langen, beschwerlichen Weg mit vielen Abstrichen vor uns
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Wenn die Firmen wirklich so sehr sparen müssen warum kriegen dann Vorstände usw. überdurchschnittliche Lohnerhöhungen?
Edit: Vllt. wäre es sinnvoller, statt über einen Mindestlohn zu debattieren,
eine Absenkung der allg. Lebenshaltungskosten (Wohnungsmieten, Energie, Grundnahrungsmittel...) über staatl. Eingriffe ins Auge zu fassen. Wo zum Bsp. sind die staatlichen Wohnungsbauprogramme abgeblieben ??
Da kann der Staat meiner Meinung nach nicht viel machen er kann schlecht dem Herrn ALDI vorschreiben was er für seine Ware zu nehmen hat.