Bist Du bereit X Cent mehr für den Liter zu zahlen?

  • Ja.

    Stimmen: 72 69,9%
  • Nein.

    Stimmen: 31 30,1%

  • Umfrageteilnehmer
    103
"Geiz ist geil" - der Konsument trägt vermutlich eine Mitschuld.

[...]Wenn ich bei meinen Örtlichen Handelsketten nach Fair gehandelten Produkten frage bekomme ich oft als Antwort " Die Kunden würden das nicht kaufen" oder "Die Kunden wollen hauptsache billig" aber wenn ich nichtmal die Wahl habe, kann ich auch nicht entscheiden ob ich die Milch für 20 Cent mehr den Liter kaufe und weiss das es den Kühen und Bauern besser geht.

Das Problem bei diesem Thema ist, dass vielen diese Fair-Trade Geschichte einfach nur egal ist. Selbst wenn nicht, können einige dies nicht leisten oder wollen es sich nicht leisten - und greifen daher zum günstigeren Produkt.

Aber ob bei einem Fair Trade Produkt der Kuh es wirklich besser geht ist auch immer so eine Sache...
 
naja dann gebe es noch den Örtlichen Handel rund um den Kirchturm. in der ländlichen Gegend von Südostniedersachsen stehen so SBboxen mit Landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Dosenfleisch kann man dann direkt an der Haustür erstehen. Ich habe neulich eine Doku gesehen über Hochleistungskühe die in 3 Jahren Lebenszeit 240.000 Liter Milch geben und dann geschlachtet werden müssen weil Sie körperlich am Ende sind während auf einigen Bauernhöfen Kühe rumstehen die 20 Jahre alt sind und man nichtmal mehr Weiss wie alt diese Rassen überhaupt werden können,aber wenn die Leistung von diesen Tieren ins unermessliche steigt dann braucht man auch keine kleinen Milchbauern mehr und nur noch ein Paar Betriebe und jeder grösserer Agrakonzern arbeitet daran der Leistungsfähigste zu werden.

Man könnte auch überlegen einen Milchbauern zu adoptieren ich sage mal Xtausend Leute entscheiden sich dafür einen kleinen Betrieb zu fördern damit der überleben kann und dafür verkauft der dann seine Produkte zum Marktpreis weiter.
 
naja es wird am Ende so aussehen. Vertreter von LIDL und ALDI werden den Abgeordneten sagen das alles in bester "Ordnung" Sei wie es ist. Irgendwie drängt sich der Gedanke auf das die Bauern von Heute die HartzIVempfänger der Landwirtschaft sind während der Handel mit den Produkten den grossen Reibach macht.
 
Das Problem ist, dass dank jahrzehntelanger, EU-subventionierter Überproduktion die europäische Landwirtschaft gar nicht mehr in der Lage ist, am Merkt etwas zu wollen bzw. den Handelsketten etwas entgegen zu setzen. Aktuell: Dank Russischer "Gesundheitspolitik" fehlt den Milchbauern ein Markt :arrow: Überproduktion :arrow: Preisverfall. Soll der Staat/die EU die Milchbauern jetzt WIEDER subventionieren und für Überkapazitäten belohnen? Fakt ist: Solange so viel Milch DA ist, können Lidl, Aldi und Co die Preise diktieren. Rein Marktwirtschaftlich ist tatsächlich alles in "bester" Ordnung. Zumindest für Handel und Kunde.
Und das Problem besteht ja nur im "kleinen" - Vom Weltmarkt sind die EU-Bauern ja schon lange abgekoppelt, eine vollständige Liberalisierung würde zwangsweise zum SuperGAU der europäischen Landwirtschaft führen.

Deshalb tue ich mir aktuell auch schwer zu sagen: "Zahlt den Bauern einen 'fairen' Preis." Warum? Wirtschaften sie 'fair'?
 
Steuerzahlerbund kritisiert Nothilfe für Milchbauern

Folgende News wurde am 01.06.2016 um 09:15:51 Uhr veröffentlicht:
Steuerzahlerbund kritisiert Nothilfe für Milchbauern
Top-Themen

Berlin (dts) - Der Bund der Steuerzahler (BdSt) hat die von der Bundesregierung zugesagte Nothilfe für deutsche Milchbauern kritisiert."Anstatt mit Steuergeld die Probleme zu lindern, müssen die Rahmenbedingungen in der EU verbessert werden", sagte BdSt-Präsident Reiner Holznagel in einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwoch). Solange Milchangebot und Nachfrage nicht zueinander passten, werde das Problem der niedrigen Erzeugerpreise bestehen bleiben."Da helfen auch keine Steuermillionen", so Holznagel. Auch der niederländische Bauernverband LTO übte Kritik: "Solche Maßnahmen sind eine Form der Wettbewerbsverzerrung, weil sie einen Teil der Landwirte im europäischen Markt bevorzuge", sagte LTO-Molkereiexperte Klaas Johan Osinga der Zeitung. Gleiche Voraussetzungen seien aber besonders für die rund 16.000 niederländischen Milchviehhalter wichtig, da sie in direkter Konkurrenz zu ihren deutschen Kollegen stünden. Osinga verwies darauf, dass deutsche Landwirte auch niederländische Molkereien beliefern. Der Verbandsvertreter sagte, das Problem der niedrigen Milchpreise könne nur gemeinsam auf europäischer Ebene gelöst werden. Am Montag hatte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) den notleidenden Milchbauern Soforthilfen von mindestens 100 Millionen Euro zugesagt. Damit Landwirte finanzielle Engpässe überbrücken können, soll das Hilfspaket unter anderem zusätzliche Bürgschaften und steuerliche Entlastungen umfassen.
 
Waren es nicht die Bauernverbände die eine Abschaffung der Milchquote gefordert hatten?
Jetzt sind Sie auch wieder nicht zufrieden.

Kranke EU-Welt.

Immer weiter so machen
 
Discounter erhöhen Butterpreise erneut deutlich

Folgende News wurde am 05.09.2017 um 00:19:46 Uhr veröffentlicht:
Discounter erhöhen Butterpreise erneut deutlich
Finanznews

Berlin (dpa) - Die Butterpreise sind erneut deutlich gestiegen. Aldi Nord und Aldi Süd erhöhten Anfang des Monats den Preis für Deutsche Markenbutter in der untersten Preislage um 20 Cent auf nun 1,99 Euro je 250-Gramm-Packung, wie die «Bild»-Zeitung berichtet. Dies sei nach Angaben von Aldi Süd der höchste Preis seit der Euro-Einführung 2002. Ursache seien demnach höhere Einkaufspreise, vor allem für Fett. An den Aldi-Preisen orientieren sich üblicherweise auch die anderen Discounter.
 
die Butter wird teurer und die Milch und Milchprodukte ziehen nach.schön für die Erzeuger die bekommen dann auch natürlich mehr für die Milch,die aber keiner mehr will weil sie nicht bezahlbar wird.
250gram Butter 2 eus.250gram Jogurt der billig klasse 1,50 euro usw.1liter 1,5 h Milch 1euro
 
Ja war schon krass, als ich das gesehen habe mit der Erhöhung, habe gar nichts mitbekommen. Kann man wohl nur darauf hoffen, das die Butter im Angebot kommt, wenn demnächst die Weihnachtsbäckerei eröffnet wird :ugly:
 
Ja war schon krass, als ich das gesehen habe mit der Erhöhung, habe gar nichts mitbekommen. Kann man wohl nur darauf hoffen, das die Butter im Angebot kommt, wenn demnächst die Weihnachtsbäckerei eröffnet wird :ugly:

Weil Du dafür 8 Kg Butter brauchst? Ich finde den Preis von Butter echt irrelevant bei den kleinen Mengen die man davon normalerweise nur essen sollte, der kann ruhig bei 2 Euro pro 250 gr bleiben wenn es dafür wenigstens Kühen und Milchbauern besser gehen würde
 
Weil Du dafür 8 Kg Butter brauchst? Ich finde den Preis von Butter echt irrelevant bei den kleinen Mengen die man davon normalerweise nur essen sollte, der kann ruhig bei 2 Euro pro 250 gr bleiben wenn es dafür wenigstens Kühen und Milchbauern besser gehen würde

ja wenn es nur so wäre.bei den kühen und milchbauern wird wohl nicht viel davon ankommen.vermutlich
 
»Das System Milch«: Dieser Film ist ein Augenöffner über die Milchindustrie!

Folgende News wurde am 25.11.2017 um 16:10:21 Uhr veröffentlicht:
»Das System Milch«: Dieser Film ist ein Augenöffner über die Milchindustrie!
Boulevard-News

Kuhmilch, das ist längst kein einfaches Nahrungsmittel mehr, sondern ein dickes Geschäft mit Weltmarktniveau. Entsprechend sieht die Industrie aus, die sich um dieses Produkt herum angesiedelt hat: effizient und weder tier- noch menschenfreundlich. Die Frage, ob die Milch, die eigentlich für kleine Kälbchen bestimmt ist, sich überhaupt für Menschen eignet, bleibt erst einmal außen vor. Sicher ist allerdings, dass es so, wie es jetzt läuft, nicht weitergehen sollte.
Milch wird auf dem Weltmarkt gehandelt wie Erdöl oder Edelmetall
Die Akteure im großen und kleinen Milchgeschäft
Der Film »Das System Milch - Die Wahrheit über die Milchindustrie« klagt allerdings nicht an, sondern berichtet einfach in Wort und Bildern über die weltweiten Akteure in im großen Milchgeschäft. Er lässt aber auch kleinere Landwirte zu Wort kommen, die erzählen, wie sehr sie unter Druck stehen, den Liter Kuhmilch so billig wie möglich herzustellen, um überhaupt noch von ihrem Hof leben zu können. Der idyllische Bio-Bauernhof gehört leider nicht zum Status Quo, gewaltige Milchproduktionsbetriebe haben immer noch die besten Karten. Sie sind schon lange global vernetzt und auf größtmögliche Lukrativität geeicht. Das Filmteam schaut in Massenbetrieben herein, die wie kalte Produktionsstätten wirken, sie halten Bilder von Kühen fest, die aufgrund ihrer riesigen Euter kaum noch laufen können. Computergesteuerte Melkmaschinen drehen sich im Kreis und zapfen eine Milchquelle nach der nächsten an; in riesigen Fabriken wird die Milch vollautomatisch abgefüllt - viele tausend Liter pro Tag.
Um ihre Existenz Kämpfende und ganz groß Absahnende
Es geht im Film nicht darum, die Menschen zu schocken, sondern ihnen einfach nur die Wahrheit vor Augen zu führen. Die Frage: »Wer verdient daran?« steht ganz von allein im Raum und lässt auch das Filmteam nicht los. Bauern und Großindustrielle aus mehreren Regionen der Erde kommen zu Wort, Verlierer und Gewinner, um ihre Existenz Kämpfende und ganz groß Absahnende. Der Vergleich zwischen einem industriellen Milchunternehmen und einem kleinen Biobauern aus der Region Südtirol fällt ins Auge, Letzterer meint: "Es ist einfach weit mehr als ein Arbeitsplatz, es ist ja ein Lebensmodell, eigentlich«. Eigentlich...
Reportage noch bis 19. Februar 2018 im Archiv von Arte
Vielleicht kann die solidarische Landwirtschaft, über die wir bereits berichteten, dabei helfen, die krassen Marktzwänge endlich aufzuheben und die Tiere wieder Tiere sein zu lassen. Immerhin gibt es schon eine beträchtliche Zahl entsprechender Höfe bei uns in Deutschland, die sich dank engagierter und kritischer Konsumenten nicht mehr in Bedrängnis bringen lassen. Dieser Lösungsvorschlag stammt zwar nicht aus dem Film, doch hat er gewiss etwas für sich. Seht euch die Reportage am besten selbst an, sie ist noch bis zum 19. Februar 2018 im Archiv von Arte zu finden (in der Quellenangabe findet ihr den Direktlink). Außerdem gibt es die entsprechende DVD auch zu kaufen.
Quelle: arte.tv
 
Augenöffner ? Es sollte doch allen bekannt sein, das es bei diesem Produkt nur noch um den Pfofit geht.