Linkshänder? Rechtshänder?

Ich bin...


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Genau - wo ist die Auswahlantwort: Beidhändig?

Schön würde ich es ja finden. Wüsste sofort welche Sportart ich machen würde. Schwertkampf. Aber nicht um es anzuwenden, sondern einfach nur weil ich es schön finde - diese Konzentration und dieser Tanz. Naja, ich schweife ab... :)

Wobei ein bisserl Beidhändig bin ich ja schon - aber noch lange nicht so wie ich es mir wünschen würde.
 
Das einzige was bei mir ungewöhnlich ist, das ich die Maus zwar mit der linken Hand benutzte aber die Tasten nicht anpasse. Also Zeigefinger ist der Rechtsklick und Mittelfinger ist der Linksklick. :mrgreen:

Jo goil bei mir genau das selbe :D
Hatte mir da nie Gedanken drüber gemacht, bis mal jemand auf LAN meinte ob ich noch klar kommen würde. Ich so: Ja normal wa 8)
Yuhu ich bin nicht allein :ugly:
 
@spocki:

Bei so vielen Personen überkommt mich das Verlangen dir den Mendel auf den Hals zu hetzen. Keine Angst, sind keine Gemeinheiten, nur rein rationale Überlegungen.

Also mal angenommen Linkshändigkeit wird vererbt, was wissenschaftlich nicht ganz gesichert aber sehr wahrscheinlich ist, dann würde sich das Vorkommen in deiner Familie plausibel erklären lassen.

Linkshändigkeit müsste rezessiv vererbt werden, ansonsten wäre die Verbreitung in der Bevölkerung viel größer. Das bedeutet also, dass man Rechtshänder ist, wenn die Kombinationen RR oder RL vorliegen, man aber nur dann Linkshänder ist, wenn die Kombination LL vorliegt - da man kleine L's so schlecht lesen kann, schreibe ich sie mal groß.

Da du Linkshänderin bist, musst du also - genau wie die vier Brüder - die Kombination LL haben. Damit das funktioniert, haben deine Eltern jeweils RL, was bei ihnen dazu führt, dass sie selbst Rechtshänder sind, aber in durchschnittlich 25% der Fälle (es gibt RR, 2xRL und LL) die Kombination LL vererben. Bei euch scheint der Zufall daher gut gewürftelt zu haben. Deine beiden anderen Brüder haben RR oder RL. Im ersten Fall könnten sie also keine linkshändigen Nachfahren (in der ersten Generation) haben, im zweiten nur falls die Partnerin auch RL hat und auch dann nur in durchschnittlich 25% der Fälle, sollte sie selbst Linkshänderin sein, dann steigt die Wahrscheinlichkeit auf 50%.

Zu deiner Mutter: Da sie RL hat und beide Elternteile ebenfalls Rechtshänder waren, muss mindestens eine/r RL gehabt haben (um ihr das L zu vererben), der andere hat dann RR oder RL. Somit haben ihre Geschwister mit höchster Wahrscheinlichkeit ein R abbekommen müssen, was bei ihnen wieder zu Rechtshändigkeit führt. Mögliche Vererbbarkeit siehe Ausführungen bei deinen Brüdern.

Zu deinem Vater: Er hat ebenfalls RL und daher muss dort ebenfalls mindestens ein Elternteil RL gehabt haben. LL geht dort nicht, da ja sonst jemand linkshändig gewesen sein musste. Aufgrund der massiven Zahl an rechtshändigen Geschwistern deines Vaters ist davon auszugehen, dass der andere Großelternteil RR hatte, da sich sonst bei Kombination mit 2x RL sicher mehr linkshändige Kinder ergeben hätten. Was die Frage aufwirft, wie dann ein Bruder Linkshänder sein kann, denn soweit ein Elternteil RR hätte, könnte das Kind nur RR oder RL haben, wodurch man nicht linkshändig sein kann. Entweder gab es bei diesem Großelternpaar tatsächlich 2x die Kombination RL und der Zufall hat hier ähnlich wie bei dir und deinen Geschwistern gewütet, nur diesmal zugunsten der Rechtshänder, oder aber seine Mutter hat RL und der Vater RR, wodurch das linkshändige Geschwisterchen nur entstehen kann, wenn sie einen Partner mit RL gefunden hat und dieser der eigentliche Vater deines Onkels ist. Klar Tabuthema, aber Seitensprünge gibt es nicht erst seit der Neuzeit. Letztendlich besteht ja auch immer noch die Unsicherheit, ob nicht doch andere Faktoren als die Gene für Linkshändigkeit verantwortlich sein könnten. Wäre aber doch interessant, wie denn das Vorkommen bei den Kindern und Partnern (und deren Geschwistern) der Geschwister deines Vaters aussieht, das liese genauere Rückschlüsse zu.
 
@ joschilein

Das liest sich aber mächtig interessant (und auch sehr logisch), was Du da erklärst. Danke.


Mit Nachfahren von Onkels und Tanten kann ich dir auf der Schnelle nicht dienen, da ich denen nie so auf die Hände geschaut habe. Eine weiß; die Tochter meiner Tante (Schwester meines Vaters) ist auch Linkshänderin. Meine Tante hatte noch einen Sohn, aber der ist inzwischen gestorben und daher weiß ich dass nicht (mehr), ob der Rechts- oder Linkshänder war (der starb schon vor 25 Jahren).

Muss mal alle (noch lebenden) Onkels, Tanten, Cousins und Cousinen nach ihrer Händigkeit fragen. Ist doch ein interessantes Thema, jetzt wo ich deine Erklärung gelesen habe.
 
Jo der lieber Herr Mendel, denn haben die Mädels im Biounterricht nicht gemocht (Weil natürlich etwas Mathematik drin steckt und sone Aufgabe in der Arbeit dran kam).

Durch das Mendelsche Gesetz erklärt sich auch wieso es Passieren kann, dass zwei schwarze ein weißes Kind bekommen. Dies ist wohl einer der seltensten fälle.



Zur flasche, also ich meine dass ich die Flasche normal links halte, mit rechts den Verschluss öffne, wenn der feste sitzt, aber umgekehrt rum halte, aber dann auch beide Hände drehe, also quasi das die Daumen sich auf einander bewegen...
 
Jo der lieber Herr Mendel, denn haben die Mädels im Biounterricht nicht gemocht (Weil natürlich etwas Mathematik drin steckt und sone Aufgabe in der Arbeit dran kam).
ich mochte den sehr gern. aber eigentlich ist doch da nicht wirklich mathe drin. bei uns haben das die jungs nie gecheckt.
 
ich mochte den sehr gern. aber eigentlich ist doch da nicht wirklich mathe drin. bei uns haben das die jungs nie gecheckt.

Ich in einem Bio LK mit (nur) 12 weiblichen Kursteilnehmern neben mir durfte das in stundenlangen Einzelsitzungen meinen weiblichen Kursgenossen vermitteln, weil ich es sofort gecheckt hatte. So unterschiedlich ist die Welt.
 
Ich in einem Bio LK mit (nur) 12 weiblichen Kursteilnehmern neben mir durfte das in stundenlangen Einzelsitzungen meinen weiblichen Kursgenossen vermitteln, weil ich es sofort gecheckt hatte. So unterschiedlich ist die Welt.


Was dich vermutlich extrem gestört hat :biggrin:

Na, ich kann nur von uns berichten, das fast alle gleich doof waren und es halt ein paar verstanden haben und ein paar net. Der Unterschied zwischen weiblichen Anwesenden und männlichen war net so wirklich gegeben (was das Verständnis angeht (!))

Ich hab grad festgestellt, dass ich die Flasche auch mit der linken Hand aufmache - aber ich kanns auch Problemlos andersrum. Andere Sachen hingegen - die Fernbedienung für meine Anlage liegt links neben mir - wenn ich jetzt die Lautstärke ändern will, nehme ich glatt die rechte Hand!
 
ich mochte den sehr gern. aber eigentlich ist doch da nicht wirklich mathe drin. bei uns haben das die jungs nie gecheckt.

ja doch, wenn da ne Frage kommt wie hoch ist der Anteil der bei den Enkeln, die die gleiche Veranlagung wie der Großvater haben.

Das ja schon ein wenig Bruchrechnung, aber wenn man das ja aufzeichnet, dann kann man das ja schon ablesen
 
Also zum Thema Schwarz/Weiß weiß ich noch, dass das keine dominante oder rezessive Vererbung ist, sondern sich auch anteilig mischen kann - kenne den Fachbegriff jetzt nicht mehr. Das entspricht schließlich auch der Großzahl der Fälle, bei denen die Kinder in Sachen Dunkelhäutigkeit irgendwo zwischen ihren Eltern stehen.
Ich habe aber auch schon die Geschichten gehört, bei denen ein weißes Ehepaar plötzlich ein etwas bräunlicheres Kind bekommen hat und die Frau wurde natürlich verdächtigt, aber die Lösung besteht irgendwo bei der (Ur-?)Großmutter. Genau erklären kann ich das aber auch nicht, da mir der genaue Fall nicht bekannt mehr bekannt ist.

Ich habe heute auch mal etwas mit Excel gespielt und wollte dabei die Entwicklung der linkshändigen Bevölkerung auf heute ca. 7-15% simulieren. Unter den Annahmen, dass
  • Jeder Gentyp (RR, RL und LL) mit jedem anderen Gentyp in gleicher Häufigkeit Elternpaare bildet
  • Sich Elternpaare nicht wegen Linkshändigkeit eines oder beider Partner anziehender oder abstoßender finden (steckt schon in der ersten Bedingung mit drin)
  • Die sich pro Elternkombination ergebenden 4 Möglichkeiten für Kindergene (aus RR und RL kann 2x RR und 2x RL entstehen usw.) entsprechend ihrer Wahrscheinlichkeit gleich häufig auftreten.
komme ich zu dem seltsamen Ergebnis, dass sich das Verhältnis der Gene in einer Generation geringfügig verändert, danach aber nicht mehr. Ich hätte eher erwartet, dass es sich dem heute bekannten Level über viele Generationen langsam annähert.

@spocki: Naja ein paar Personen bringen da recht wenig, es bräuchte schon über nahezu jeden entsprechende Informationen um mal die RR bzw. RL Häufigkeit innerhalb der Geschwister deines Vaters abschätzen zu können. Das ist aber natürlich keine leichte Aufgabe, wenn kein umfassender Kontakt vorhanden ist. Aus rein genealogischer Sicht klingt deine Familie aber sehr interessant.
 
mit rechts schreibe ich, alles andere wird mit links erledigt....tennis gespielt, paletten angepackt, einfach alles ;)
 
Linkshändigkeit müsste rezessiv vererbt werden, ansonsten wäre die Verbreitung in der Bevölkerung viel größer. Das bedeutet also, dass man Rechtshänder ist, wenn die Kombinationen RR oder RL vorliegen, man aber nur dann Linkshänder ist, wenn die Kombination LL vorliegt - da man kleine L's so schlecht lesen kann, schreibe ich sie mal groß.
Wie aber erklärst du dann die Menschen, die mit beiden Händen arbeiten können? Das dürfte bei einer Dominent-Rezessiv-Vererbung doch gar nicht auftreten.

Und das Rezessiv an dem Bevölkerungsanteil festmachen, halte ich für sehr gewagt. Die Gesellschaft hat dies doch gar nicht geduldet. Früher wurden nämlich die Linkshänder um erzogen. Dadurch kann es augenscheinlich weniger Linkshänder geben.

Also zum Thema Schwarz/Weiß weiß ich noch, dass das keine dominante oder rezessive Vererbung ist, sondern sich auch anteilig mischen kann - kenne den Fachbegriff jetzt nicht mehr.
Das nennt man intermediäre Vererbung.
 
Wie aber erklärst du dann die Menschen, die mit beiden Händen arbeiten können? Das dürfte bei einer Dominent-Rezessiv-Vererbung doch gar nicht auftreten.
Ich glaube an großer Teil von denen wurde in der Kindheit umtrainiert. Ursprünglich waren das also Linkshänder, aber in der Schule durfte früher nur mit rechts geschrieben werden und dann haben sich eben beide Hände entwickelt. Nur eine Spekulation, dass das Schreiben mit rechts auch andere Auswirkungen hat und hatte.

Mein Vater macht zum Beispiel auch viel mit der linken Hand, schreibt aber mit rechts, weil er auch umtrainiert wurde. Und ich halte nur das Besteck wie ein Linkshänder. Könnte also auch ein bisschen in den Genen liegen.
 
Es geht ja nicht um eine Ausschließlichkeit des Könnens, sondern um eine fundamentale Vorliebe.

Feste Körpermerkmale wie Augenfarbe, Blutgruppe etc können hinterher nicht mehr verändert werden und sind ausschließlich Ergebnis der Vererbung, aber auch gewisse Verhaltensmuster werden sicherlich teilweise vererbt, wozu ich auch die bevorzugte Hand zähle. Ich gehe jedenfalls nicht davon aus, dass so etwas ausschließlich durch Erziehung vermittelt wird, aber natürlich spielt die Routine mit den Jahren eine immer stärkere Rolle und die mal in die andere Richtung gelenkt wurde, kann es eben auch anders gehen.
 
ich bin geborene Linkshänderin, wurde in der Schule aber mit Gewalt umtrainiert (ja, in den 70'er war das noch so:ugly:). Heutzutage schreibe ich nur mit rechts und die Maus wird auch mit rechts bedient, alles andere mache ich mit links. Hab auch extra Schere, Kartoffelschäler, Dosenöffner und so für Linkshänder. Meine Uhr trage ich aber trotz des Rechtsschreibens an der rechten Hand.
Meine Kinder sind beide Linkshänder, schneiden aber komischerweise mit rechts und die Maus auch mit rechts.
 
Ich bin wie die Mehrzahl der Deutschen auch Rechtshänder. Mit Links kann ich irgendwie absolut nichts schreiben. Man kanns zumindest nicht wirklich lesen.
 
wo stimmen die ab die beides sind?
bin eigtl. linkshänderin, habs mir in der grundschule von den anderen aber abgeguckt mit rechts zu schreiben und seit man gemerkt hat das ich eigtl. linkshänderin bin kann ich beides.
 
Ich kenne eigentlich keinen Rechtshänder, der mit dem rechten Bein abspringt.

Ich bin so jemand. Mit links kriege ich einfach nichts auf die Reihe.
Das Besteck halte ich auch falsch herum - also Messer links und Gabel rechts... die Gabel findet in der linken Hand einfach nicht den direkten Weg zum Mund... und ich kann nicht mal das Fleisch so fixieren, als dass es beim Durchschneiden nicht durch die Gegend rutschen würde. Dann doch lieber die "falschen" Hände benutzen als sich beim Essen immer zu vertuxeln ;)
 
Mein Keyboardlehrer hat mich mal gezwungen, nurnoch mit links Zähne zu putzen und möglichst viele Sachen mit der linken Hand zu machen, um die Koordination zu verbessern. Naja, zähneputzen kann ich mit links inzwischen, aber das wärs dann weitestgehend schon :(