Lebensmottos

Hm,

hatt nie ein Motto - bis ich einige Monate im Krankenhaus war - danach hatte ich ein paar aus diversen Musikstücken die mich damals hochgehalten haben und nach denen ich jetzt auch lebe.

Unter anderem:

Lieber stehend sterben, als kniend leben
(Ok, ist von den BO, aber hat mit halt geholfen durchzuhalten und deshalb mach ich jetzt auch so weiter)

Hölle ist kein Ort, Hölle ist ein Zustand

Ich versuche zu überleben

und was dann noch kommt, allerdings schon vorher der Fall war aus einem netten Lied von Schweisser

Wir sind zu feige unser Leben selbst zu lenken, wie laufen lieber irgendeinem Trottel nach

Die letzten drei sieht man ja auch in meiner Sig.

@ BassHammer: Respekt auch dir ! Ich kann das ganze gut nachfühlen .. vielleicht gehts die wie mir - irgendwann verliert jegliche Krankheit ihren Schrecken und man lebt einfach !
 
CashButterfly schrieb:
Da fragt man sich schon mal, ob man dieses Spielchen für den Rest seines Lebens mitmachen will, oder nicht.
Diese Frage solltest Du Dir nie ernsthaft stellen. Niemandem wird damit geholfen sein wenn Du Dein Leben wegwirfst, am wenigsten Dir.

CashButterfly schrieb:
Mein Motto hier drin ist:
Jede anbrechende Minute ist eine neue Chance dein Leben zu ändern.

Nur wie soll ich das anstellen, wenn ich über mein Leben nicht mehr selbst bestimmen kann?
In dem Du versuchst Deine Sichtweise, Perspektive, zu ändern. Laut Prognose meiner Ärzte hätte ich keine 40 Jahre alt werden können. Ich weiß das ich die 50 wohl nicht mehr schaffe, aber trotzdem halte ich, wie man hier in Hamburg immer so schön sagt, die Ohren steif und lasse den Rest auch nicht hängen. Warum auch. Jede Krankheit beeinflust das Leben eines jeden Patienten, jedoch liegt es an eben jenem was er daraus macht.

Ich habe früher ehrenamtlich Hospitzbegleitung gemacht, seit dem hat der Tod seinen Schrecken für mich verloren. Glaube mir, es gibt nix wovor Du Angst haben mußt. Wenn Dein Leben durch Deine Krankheit bestimmt wird, dann versuche Dich davon wenigstens geistig nicht gefangen nehmen zu lassen. Das ist der erste Schritt um damit besser leben zu können.
 
BassHammer schrieb:
In dem Du versuchst Deine Sichtweise, Perspektive, zu ändern.
Meine Sichtweise wurde durch die Krankheit automatisch verändert. Ich sehe jetzt das Leben von außen, sozusagen. Es geht um mich herum weiter, nur ich gehöre nicht mehr dazu.
Perspektive? Soll ich jetzt schneller leben? Mal eben schnell ne neue Beziehung beginnen? Ich werde niemandem zumuten mit einer kranken Person sein Leben zu teilen. Ich sehe doch, wie die Leute um mich (ist ja nur meine Tochter, 14) damit überfordert sind. Ich sehe aber auch, wie sich alte Freunde von mir abwenden, aus dem gleichen Grund. Hab mir neue Freunde gesucht, mit der gleichen Krankheit, also Leidensgenossen. Die reden den ganzen Tag nur von der Krankheit. Na will ich sowas wirklich immer und immer wieder hören? Nein. Um all den Leuten nicht auf die Nerven zu fallen, ziehe ich mich in mein Schneckenhaus zurück und warte....
Wenn Dein Leben durch Deine Krankheit bestimmt wird, dann versuche Dich davon wenigstens geistig nicht gefangen nehmen zu lassen. Das ist der erste Schritt um damit besser leben zu können.
Das Dumme ist nur, dass mir meine Krankheit, dank der heutigen Medizin, z.Z. keine Schmerzen bereitet. Ist aber nur ne Täuschung, weil der Bösewicht nach wie vor in mir sitzt. Und weil ich das weiß, habe ich mit dem Geistigen so meine Probleme. Ich warte jeden Tag, ob seine Bombe wieder anfängt zu ticken. Wozu also noch große Pläne schmieden? Ich würde mich damit doch nur selbst belügen.
Ich versuche ja, mich an kleinen Dingen zu erfreuen. Kaufe mir z.B. Blumen, die ich schon immer haben wollte und mir nie gekauft habe, schaue sie an und frage mich: Was tu ich hier eigentlich? Und schon liegen sie im Müll. Den nächsten Versuch "mich an etwas zu erfreuen", mache ich erst garnicht mehr. Ist doch albern.

Da ich deine Krankheit kenne, weiß ich, dass du irgendwann mal tot umfallen wirst und das wars dann. Sowas würde ich mir auch wünschen.
Ich habe keine Angst vor dem Tode, sondern vor der Zeit davor...und die läuft ab jetzt.
 
bin zwar scho/noch 20, aber bin glaub ich noch zu jung für nen motto.
so ein paar "leitverse" gibts allerdings schon.

z.b.: "machst dich verrückt"