Atomausstieg ja oder nein?

  • Ja

    Stimmen: 50 64,1%
  • Nein

    Stimmen: 28 35,9%

  • Umfrageteilnehmer
    78
  • Umfrage geschlossen .
Ich habe nie behauptet, daß AKWs vollkommen sicher sind. Ich habe für mich entschieden, daß ich mit den (wie auch immer gearteten) Risiken und den weitaus größeren Vorteilen leben kann. Momentan gibt es keine wirklichen ungefährlichen Alternativen, auch wenn das die Atomkraftgegner gern behaupten wollen.
 
Klar ist der Artikel nicht ausschließlich sachlich gehalten aber doch durchaus entlarvend auch wenn die wahren Beweggründe der Regierung sowieso schon recht offensichtlich sind.
Ich hoffe Schwarz Gelb bekommt bei den Landtagswahlen die Quittung. Die sind in den letzten Wochen und Monaten schon mit so viel Mist durchgekommen, irgendwann müssen die dafür auch mal abgestraft werden.
 
Daraus schließe ich: Entweder hat die Regierung die Sicherheit der Kernkraftwerke bisher nur aufgrund von Hörensagen "festgestellt", oder es handelt sich tatsächlich um einen Wahlkampf-Gag, der damit endet, dass nach den Landtagswahlen erneut von "sicheren" Kraftwerken gesprochen wird.
Warum die Anführungszeichen bei "sicher"?

Und wer war gestern auf den Mahnwachen und Demonstrationen?
Das "Volk" oder die Anti-AKW-Bewegung?
Anti-AKW-Bewegung.

... und die schwarz-gelben Wahrheiten von 2010 [bzw. bis letzten Freitag] sind übers Wochenende dahin?
Die Wahrheiten von 2009, die eine Mehrheit des "Volkes" mit ihrem Kreuz bei CDU bzw. FDP zustimmten.

Wer öffentlich seine Meinung kundtut, daraus Gesetze erlässt, wird sich daran messen lassen müssen. Das war schon immer so und in der Politik wäre es nicht der erste Fall, dass solche Lügen [oder Fehleinschätzungen?] Rücktritte zur Folge haben.
Wenn's denn Lügen und/oder Fehleinschätzungen gab, dann ja. Seh ich bloß bisher nicht.

Die Auswirkungen eines AKW-Unfalls in einem hochtechnisierten Land kennt nun zum Glück auch Frau Merkel, 25 Jahre nach Tschernobyl, von dem uns immer gesagt wurde, dass man diese russische Technik nicht mit den hochsicheren Kraftwerken in Deutschland [und Japan] vergleichen kann.
Sind sie denn vergleichbar?

Mein "Faktenwissen" beruht auf Erfahrungen in mehr als 20 Jahren in der Anti-AKW-Bewegung, einer Reise von Kiew nach Pripjat & Tschernobyl und der Erkenntnis, dass ein sogenanntes "Restrisiko" von AKWs nicht hinnehmbar ist. Die Auswirkungen sehen Menschen wie Du heute live im TV.
Das erklärt deine Haltung und deine Äußerungen hiuer, aber es liefert keine Fakten. Die Fragen, ob sowas auch hier passieren kann und ob deutsche AKWs sicher sind, werden nicht beantwortet. Die Antwort werd ich aber wohl nicht von dir bekommen.
 
Das erklärt deine Haltung und deine Äußerungen hiuer, aber es liefert keine Fakten. Die Fragen, ob sowas auch hier passieren kann und ob deutsche AKWs sicher sind, werden nicht beantwortet. Die Antwort werd ich aber wohl nicht von dir bekommen.

Aber auch nicht von den Betreibern oder der (atomfreundlichen) Politik... ;)
 
Deshalb war ich auch vor den Unfällen in Japan dafür, die Kernkraftwerke so schnell wie möglich abzuschalten.

Die Einstellung ist absolut legitim und nachvollziehbar.

3. Die schwarz-gelbe Regierung ging bis letzte Woche davon aus, dass deutsche Kernkraftwerke "sicher" sind, jedenfalls aber sicherer als russische oder völlig veraltete amerikanische.

Die Regierung hat keine Ahnung von Atomkraft. Sie setzt dort auf Berater (Experten). Ebenso auch die Gegenseite (neben Populismus, den aber auch beide Seiten zu nutzen versuchen)

4. Nun will die Regierung verschiedene Kernkraftwerke abschalten (zumindest vorübergehend) und alle Sicherheitsmaßnahmen erneut? kontrollieren.

Vielleicht verliert eine Mehrheit der Politiker, die auch Einfluss haben durch ihre Stimmen, ebenso wie ein nun größerer Teil der Bevölkerung das Vertrauen in die Experten. Politik lebt von Mehrheiten.Ebenso wie die komplette Demokratie.

Daraus schließe ich: Entweder hat die Regierung die Sicherheit der Kernkraftwerke bisher nur aufgrund von Hörensagen "festgestellt", oder es handelt sich tatsächlich um einen Wahlkampf-Gag, der damit endet, dass nach den Landtagswahlen erneut von "sicheren" Kraftwerken gesprochen wird.

Von ersterem gehe ich aus. Und nun traut ein Teil aus der Politik diesem Hörensagen vielleicht nicht mehr so, wie man es tun sollte um es nach außen zu vertreten. Wie oben geschrieben, Parteien setzen immer auf Experten. Egal welches Lager. Also auch die Opposition hat nicht dutzende Kernphysiker oder Experten anderer Fachrichtungen.

Im Grunde soll die Abschaltung und auch neue Überprüfung der Beruhigung dienen. Was meines Erachtens durchaus legitim ist. Für das Volk und aber auch für die Volksvertreter, die sich nun mal auf Experten verlassen müssen. Im Grunde kann man meines erachtens nach aber auch nicht vorsichtig genug sein bei Kernenergie, womit ich eine erneute Prüfung nun auch nicht als negativ empfinde.
 
Ich habe nie behauptet, daß AKWs vollkommen sicher sind. Ich habe für mich entschieden, daß ich mit den (wie auch immer gearteten) Risiken und den weitaus größeren Vorteilen leben kann. [...]

Das kann man so vertreten, auch wenn ich wie gesagt anderer Meinung bin.

Nur habe ich unsere Regierung bisher so verstanden, dass die deutschen KKW sicher seien und deshalb aus dieser Sicht nichts gegen eine Laufzeitverlängerung spräche.

Warum die Anführungszeichen bei "sicher"?

Und genau deswegen auch die Anführungszeichen. Wenn die gleichen Politiker mir nun erzählen, sie müßten nochmal überprüfen, ob die KKW nun tatsächlich sicher sind, wie soll ich dem Ergebnis dieser Prüfung über den Weg trauen?
 
Wenn die gleichen Politiker mir nun erzählen, sie müßten nochmal überprüfen, ob die KKW nun tatsächlich sicher sind, wie soll ich dem Ergebnis dieser Prüfung über den Weg trauen?
Vielleicht wollen die ja nun noch höhere Standards bei der Prüfung anlegen, obwohl die derzeitigen auch ausreichend wären.
 
Die Restrisiken dieser Kraftwerke liegen doch keinesfalls in den Naturkatastrofen, Terroranschlägen oder sonstwas. Das größte Risiko, und somit die höchste Wahrscheinlichkeit eines größeren Störfalls liegt schlicht und
ergreifend in einer Fehlkonstruktion des Herzens: dem Druckbehälter.

Genau aus diesem Grund müssen die alten Werke sofort vom Netz. Mit jedem weiteren Tag des Betriebes dieser tickenden Zeitbomben rückt der Störfall näher.

https://www.rbb-online.de/kontraste/archiv/kontraste_vom_15_07/atomkraft___laufzeitverlaengerung.html
 
Die Restrisiken dieser Kraftwerke liegen doch keinesfalls in den Naturkatastrofen, Terroranschlägen oder sonstwas. Das größte Risiko, und somit die höchste Wahrscheinlichkeit eines größeren Störfalls liegt schlicht und
ergreifend in einer Fehlkonstruktion des Herzens: dem Druckbehälter.

Genau aus diesem Grund müssen die alten Werke sofort vom Netz. Mit jedem weiteren Tag des Betriebes dieser tickenden Zeitbomben rückt der Störfall näher.
So lange die Grünen immer die Suche nach Alternativen verhindern, nur um ein gutes Wahlkampfargument zu haben, werden sie wohl noch im Betrieb bleiben.

Gas- und Kohlekraftwerke werden abgelehnt, weil sie zu viel CO2 rausblasen.
Wasserkraftwerke stören die Fische.
Windkraftwerke verschandeln die Landschaft (sind eh ineffizient).
Solar braucht eh mehr Energie als es bringt. :!: (2/3 des weltweit produzierten Siliziums wird in China mit Atomstrom und Kohlehochöfen produziert -> hoher CO2-Ausstoß; v.a. Solarsilizium muß hochrein sein und mehrmals geschmolzen und gereinigt werden)

Und alle wollen billige Energie, also bleiben uns die AKW noch eine Weile erhalten - trotz der Risiken.
 
Zuletzt bearbeitet:
Windkraft ist alles andere als ineffizient. Das einzige Problem ist zur Zeit, dass sie so schlecht skalierbar ist, weil die Leistung immer schwankt. Man bräuchte ein größeres Erzeuger- und Verbrauchernetz, um ein entsprechendes Mittel zu wahren, dann wäre das absolut super. Ich finde, so ein KKW mit auslegungsüberschreitendem Störfall verschandelt die Landschaft schon mehr als Windräder.
Solar braucht mittlerweile je nach Berechnung natürlich nicht mehr als es bringt, und zudem stehen Verbesserungen noch aus.
Österreich fährt wunderbar mit Wasserkraft.
Also bitte, hab ich dich falsch verstanden?
Gruß, TA
 
Und alle wollen billige Energie, also bleiben uns die AKW noch eine Weile erhalten - trotz der Risiken.
Das ist eine Lüge, die hier immer wieder vorgeholt wird.

ICH WILL KEINE BILLIGE ENERGIE - ICH WILL SICHERE UND SAUBERE ENERGIE!

Zumindest, soweit wie das heute schon technisch möglich ist. Und ich bin da sicher nicht alleine. Dieser Vorwurf, wir wären alle "Geiz-ist-geil um jeden Preis"-verseucht, kotzt mich langsam an.

Marty
 
Wo steht denn da was vom Preis?

Und diese Umfrage halte ich für wenig seriös, auch wenn sie von der Stiftung Warentest kommt. 89-365 Befragte pro Unternehmen ist ja wohl ein absoluter Witz!
 
Wo steht denn da was vom Preis?

Und diese Umfrage halte ich für wenig seriös, auch wenn sie von der Stiftung Warentest kommt. 89-365 Befragte pro Unternehmen ist ja wohl ein absoluter Witz!

Wenn die Enrgieriesen auch die preissenkenden Effekte der erneuerbaren offenlegen würden, sähe das auch nochmals ganz anders aus. Allerdings verbietet sich das, da sie dann Gefahr laufen, Kunden zu verlieren.

https://umweltinstitut.org/energie--klima/allgemeines-energie--klima/strompreisluge-808.html
 
Es ist doch ganz einfach: Ich gehe für mein Geld den ganzen Tag arbeiten, also entscheide ich auch, was ich mir davon kaufe. Und wenn ich entscheide, ich nehme den billigen Atomstrom, weil der mir besser gefällt, die Elektronen attraktiver sind und keine Birkenstocklatschen anhaben, dann ist das so. Im Gegenzug helfe ich der Natur, weil ich kein Auto fahre. Ihr könnt den Ökostrom ja kaufen, das ist euer Ding.