Atomausstieg ja oder nein?

  • Ja

    Stimmen: 50 64,1%
  • Nein

    Stimmen: 28 35,9%

  • Umfrageteilnehmer
    78
  • Umfrage geschlossen .
Ja, auch Atomkraft ist endlich ... die Erde an sich aber auch.

Man kann nie und nimmer für 50 Jahre in die Zukunft blicken... Mir sagt das, dass man im hier und jetzt ruhig alle Ressourcen nutzen kann... Vielleicht kann man in 20- 30 Jahren die Kernfusion in Griff bekommen, wer weiß?... Dann wären die Investitionen in erneuerbare Energien allesamt rausgeworfenes Geld gewesen.
 
Die volkswirtschaftlichen Schäden sind katastrophal... Schon alleine die Strompreissteigerungen, die jedes Jahr (mind. die nächsten 10 Jahre noch, da es eine 20-jährige Subvention auch noch der erst angebauten Anlagen gibt) fast exponentiell aufgrund des EEG steigen werden, sind extrem...
Also ist das EEG das Problem, nicht die regenerativen Energien. Du blendest übrigens aus, daß der Wirtschaftszweig der regenerativen Energien boomt. Wäre mir neu, daß ein Wirtschaftsboom die Volkswirtschaft schadet. :roll:
 
Wäre mir neu, daß ein Wirtschaftsboom die Volkswirtschaft schadet. :roll:

Wenn der Boom im Ausland stattfindet schon (siehe Solarindustrie)... Wenn die Energiekosten für alle privaten Verbraucher steigt und damit ihre Kaufkraft sinkt, dann schon... Wenn jeder Arbeitsplatz im Bereich erneuerbare Energien mit etwa 100 000 Euro/Jahr subventioniert, auch dann... Wenn ein Trend absehbar ist, dass die Preise weiter steigen, ist das für den Standort Deutschland ein großer Standortnachteil... Daher werden weniger Arbeitsplätze in der Industrie entstehen... Deutschland schafft sich auch dadurch ab... Naja, meiner einer ist es egal... Ich verhalte mich als Uni-Parasit und wandere eh irgendwann Richtung USA/China aus, denn in Deutschland sehe ich für die Biotechbranche keine große Zukunft, wenn das so weiter geht. Ich sehe es an meinen Studiengang... Von insgesamt 18 Leuten ziehen spätestens nach Ende des Masters ca. 10 für die Promotion in die USA/Australien und China (4 sind schon weg... :( ). Und der Rest wird Schwierigkeiten haben in Deutschland gut bezahlte Arbeit zu finden... Grünen-Propaganda sei Dank...
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin immer noch der Meinung, dass man sich mehr Gedanken um dessen Entsorgungsmöglichkeiten/Endlager machen sollte, als darum, wie man am schnellsten alle AKW einstampft.

Und genau das ist ja das große Problem. Es gibt keine vernünftigen Endlager für Atommüll in Deutschland.

Ich war eigentlich bis vor knapp 2 Jahren auch nicht wirklich nen AKW Gegner. Mir war es egal wo der Strom herkam.

Dann hab ich ne Reportage auf dem Ersten gesehen, bei der alte Aufnahmen gezeigt wurden, wie der Atommüll weggekippt (ich meine wirklich wegkippen, nicht wegstellen) wurde. Seitdem hab ich Magenschmerzen was Atomstrom angeht (nicht aufgrund der AKW, sondern wie der Müll gelagert wurde / gelagert wird)

Denn selbst wenn die AKW komplett reibungslos funktionieren (würden), haben wir immer noch das Müll Problem. Und genau darum wird sich nicht gekümmert. Also muss ich zwangsläufig AKW Gegner sein, weil ich nur so versuchen kann etwas gegen das Müllproblem zu tun (was leider nicht den gewünschten Effekt hat)

Und Deutschland ist auch nicht das einzige Land was Atommüllprobleme hat. In Russland wirds einfach irgendwo abgestellt (bzw. Frankreich "überlässt" es den Russen). In Italien wurden die Fässer teilweise im Meer versenkt.

Ich finde sowas kann man nicht wirklich verantwortungsvollen Umgang nennen. Und nur weil viele Länder (eigentlich auch Deutschland) sich nen Dreck um die Umwelt (bzw. nen Dreck um die daraus resultierenden Umweltschäden) kümmern, heißt das doch nicht, dass wir das auch machen müssen.

Je mehr sich drum kümmern, desto mehr machen vielleicht mit. Dann haben wir Menschen, in 100 Jahren vielleicht auch noch was von der Erde.

Denn egal wie Sauber ein AKW den Strom produziert, wenn so mit dem Müll umgegangen wird, bringt uns das auch nicht weiter.
 
Ob eine Tonne Atommüll oder zwei macht doch für die Endlagerung keinen Unterschied... Das gleiche gilt auch bei Faktor 10 000... Wenn erst eine Endlagerstätte gefunden ist, dann sollte die auch groß genug sein um den Atommüll eines Jahrhunderts zu fassen.
 
Würden wir ALLE CO2-Böse-Kraftwerke durch AKW ersetzen ... wie viel Atom-Müll gäbe es denn dann nach ~100 Jahren? Ich denke eine überschaubare Menge. Hochgefährlich, aber überschaubar.

Demgegenüber stehen 100 Jahre, in denen sich die Erde von dem CO2-Geblase erholen kann. Jetzt stellt sich die Frage, ob 100 Jahre "gesunde" Erde einen kleinen Berg Müll irgendwo in einem tiefen Loch im Nirgendwo in Sibirien aufwiegt.

Ich meine ja.
 
Ob eine Tonne Atommüll oder zwei macht doch für die Endlagerung keinen Unterschied... Das gleiche gilt auch bei Faktor 10 000... Wenn erst eine Endlagerstätte gefunden ist, dann sollte die auch groß genug sein um den Atommüll eines Jahrhunderts zu fassen.

Wenn, wenn ... nur gibt es weltweit bislang kein taugliches Lager ... was wenn wir nie eines finden, was bei den langen Zerfallszeiten und unserem dummerweise aktiven Planeten wahrscheinlich ist? Dann bedanken sich alle sicher herzlich für Deinen unbedeutenden Faktor 10 000 ...

Wieso willst Du nur an einer Steinzeittechnologie festhalten anstatt Deutschland zum absoluten Vorreiter im Bau moderner intelligenter Stromnetze zu machen? Nur weil Du den "Grünen" nichts zugestehen willst?

Nebenbei bleibe ich auch dabei: Lieber viele kleinere Gewinne für zig Mittelständler als ein großer für wenige Oligopolisten.

Für andere problematische Substanzen wie Quecksilber wird weltweit eifrig am Ausstieg gebastelt nur für Atommüll nicht.
 
[...] Bau moderner intelligenter Stromnetze zu machen? Nur weil Du den "Grünen" nichts zugestehen willst?

Wer verhindert denn auf breiter Flur große Infrastrukturprojekte für Stromtrassen und hat in den Jahren ihrer Regierungszeit nichts in dieser Richtung auf den Weg gebracht? Ja, genau... Die DAGEGEN-Partei...
 
in einem tiefen Loch im Nirgendwo in Sibirien aufwiegt.

Das sehen die Bewohner im Nirgendwo in Sibirien mit Sicherheit anders ;)

Wer so argumentiert, sollte den Müll auch bei sich akzeptieren (also Neustadt an der Weinstraße ;)) :)

Und willst du das dir und deinen Kindern & Enkelkindern immer noch antun?

LG
 
Das sehen die Bewohner im Nirgendwo in Sibirien mit Sicherheit anders ;)

Dort gibt es genügend unbesiedelte Gebiete... Man könnte es auch auf eine unbesiedelte Insel im Pazifik schaffen... Die könnte Deutschland kaufen und den Müll dort verbuddeln... Fände ich auf jeden Fall sinnvoller als den Müll in Deutschland zu lagern.

Man könnte ja sogar die Stromerzeuger dafür finanziell aufkommen lassen... Die würden das schon machen, denn Kernkraft ist so wirtschaftlich, dass für die Betreiber zig-Milliarden überbleiben und auch die Verbraucher weniger zahlen müssen... Mehr win-win-Situation gibt es ja gar nicht mehr.
 
:hö:

Wer hat denn "gedroht", dass man die AKWs abschalten will, wenn die Brennelementesteuer kommen sollte?

Soooooo wirtschaftlich scheinen sie also nicht zu sein. Wahrscheinlich wären die Betreibergesellschaften ziemlich pikiert, wenn sie auf einmal für die Endlagerung zahlen müssten...
 
Wer verhindert denn auf breiter Flur große Infrastrukturprojekte für Stromtrassen und hat in den Jahren ihrer Regierungszeit nichts in dieser Richtung auf den Weg gebracht? Ja, genau... Die DAGEGEN-Partei...

:p Jetzt haben wir ihn.

Im Ernst - bislang blockieren die Energieriesen den Netzausbau aus bekannten Beweggründen. Mit Sicherheit würde es regionale Proteste gegen neue Stromleitungen geben, aber das kannst Du im Moment den Ökos noch nicht in die Schuhe schieben...

Dort gibt es genügend unbesiedelte Gebiete... Man könnte es auch auf eine unbesiedelte Insel im Pazifik schaffen... Die könnte Deutschland kaufen und den Müll dort verbuddeln... Fände ich auf jeden Fall sinnvoller als den Müll in Deutschland zu lagern.

Mal abgesehen von der Überheblich- und Verantwortungslosigkeit, die durch eigenen Profit produzierten Probleme zu verlagern - wer bewacht das Ganze? Die paar örtlichen Deppen können ja verstrahlt werden ...

Man könnte ja sogar die Stromerzeuger dafür finanziell aufkommen lassen... Die würden das schon machen, denn Kernkraft ist so wirtschaftlich, dass für die Betreiber zig-Milliarden überbleiben und auch die Verbraucher weniger zahlen müssen... Mehr win-win-Situation gibt es ja gar nicht mehr.

Am besten wir überlassen den großen Vier auch nochn die Atomaufsicht, das gibt noch mehr satten Gewinn ... aber glaub nicht an das Märchen, dass wir Verbraucher was davon hätten ...
 
Jetzt stellt sich die Frage, ob 100 Jahre "gesunde" Erde einen kleinen Berg Müll irgendwo in einem tiefen Loch im Nirgendwo in Sibirien aufwiegt.

Dort gibt es genügend unbesiedelte Gebiete... Man könnte es auch auf eine unbesiedelte Insel im Pazifik schaffen... Die könnte Deutschland kaufen und den Müll dort verbuddeln...

Genau Hauptsache weit weg mit dem Zeug falls doch was passieren sollte, dann geht es uns ja (erst mal) nicht direkt was an.
Glaubt ihr denn, dass wenn das Zeug irgendwo anders gelagert wird, die damit sorgfältiger umgehen würden? (Wobei die es in Sibirien ja jetzt schon nicht schaffen)

Ich schätze das dabei eher das Gegenteil passiert. Wär ja nicht das erste mal, dass die Politik (und damit meine ich alle) getreu dem Motto "Aus den Augen, aus dem Sinn" (teils auch umgekehrt) agiert.

Oh und so einfach nen Loch in Sibirien buddelt geht auch nicht. Ist nämlich gar nicht so einfach, sich durch ne Meterdicke Eissschicht zu buddeln. Geschweige denn, ne Art Bunker für Atommüll zu bauen:

Der Permafrost kann in Sibirien eine Tiefe von bis zu 1400 m erreichen

Und ob ne kleine Insel so ideal ist? Einige laufen nämlich jetzt schon Gefahr in den nächsten Jahrzehnten unterzugehen. Wortwörtlich

Ist alles nicht so einfach wie man sich es vorstellt.
 
aber glaub nicht an das Märchen, dass wir Verbraucher was davon hätten ...

Wenn du nicht daran glaubst, dann kauf ein paar EON-Aktien und schon bist du auf jeden Fall ein Gewinnner... Die Gewinne einfach wieder in EON-Aktien investieren und schon ist man nicht mehr Feind, sondern Freund von Gewinnen der Energieversorger... ;)
 
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Oh und so einfach nen Loch in Sibirien buddelt geht auch nicht.
Wenn im Umkreis von 1000km keine Menschenseele existiert, kann man das Zeug auch einfach aufn Haufen legen und vergammeln lassen. Es würde weniger Menschen schaden, als in Gorleben, darüber sind wir uns doch einig, oder? :roll:

Edit: Und auf LANGE Sicht (50-100 Jahre) werden wir definitiv den Weltraum "erobern" und enstprechend sichere Aufstigesmöglichkeiten dorthin haben, sodass das Problem damit gelöst wäre.

Edit2: Auch das Energieproblem an sich wird sich irgendwann in Luft auflösen, wenn man StarTrek glauben darf. Ich sag nur: 2030 .. Cochrane, Dr. Zefram. Will damit sagen: Wir bauen fleißig Mühlen & Co. und in 150 Jahren is das alles WAYNE!
 
Wenn du nicht daran glaubst, dann kauf ein paar EON-Aktien und schon bist du auf jeden Fall ein Gewinnner... Die Gewinne einfach wieder in EON-Aktien investieren und schon ist man nicht mehr Feind, sondern Freund von Gewinnen der Energieversorger... ;)

Ach da läuft der Hase lang ...

Da bin ich mir aber auf lange Zeit noch nicht mal so sicher - wobei ja auch kaum alle Steuerzahler EON-Aktien kaufen können.

Und nebenbei habe ich noch mein verdammtes Gewissen ...

Wenn im Umkreis von 1000km keine Menschenseele existiert, kann man das Zeug auch einfach aufn Haufen legen und vergammeln lassen. Es würde weniger Menschen schaden, als in Gorleben, darüber sind wir uns doch einig, oder? :roll:

Dafür wäre damit unter Umständen gesorgt. Die Leute um Bikini und Semipalatinsk sehen ja eh schon so komisch aus. Aber die Erde steht nunmal nicht still und in Ruhe wird der Müll wohl nirgendwo gammeln ...


Edit2: Auch das Energieproblem an sich wird sich irgendwann in Luft auflösen, wenn man StarTrek glauben darf. Ich sag nur: 2030 .. Cochrane, Dr. Zefram. Will damit sagen: Wir bauen fleißig Mühlen & Co. und in 150 Jahren is das alles WAYNE!

Ob dann Phips EON-Aktien noch stabil sind? ;)
 
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Wenn im Umkreis von 1000km keine Menschenseele existiert, kann man das Zeug auch einfach aufn Haufen legen und vergammeln lassen. Es würde weniger Menschen schaden, als in Gorleben, darüber sind wir uns doch einig, oder? :roll:
Bist du dir Sicher?
Und auf LANGE Sicht (50-100 Jahre) werden wir definitiv den Weltraum "erobern" und enstprechend sichere Aufstigesmöglichkeiten dorthin haben, sodass das Problem damit gelöst wäre.
Nein, der Müll ist immer noch da...
Auch das Energieproblem an sich wird sich irgendwann in Luft auflösen, wenn man StarTrek glauben darf. Ich sag nur: 2030 .. Cochrane, Dr. Zefram. Will damit sagen: Wir bauen fleißig Mühlen & Co. und in 150 Jahren is das alles WAYNE!
Schade, bislang war die Diskussion halbwegs sachlich...:p
 
Nein, der Müll ist immer noch da...
Wenn der Aufstieg in den Weltraum bis dahin mindestens genauso sicher ist, wie ein Castor-Zug nach Gorleben, dann kannst Du den Kram von dort aus in die Sonne schießen oder sonstwo hin. Dagegen hab ich auch noch kein Argument gehört. "Rakete explodiert" zählt nicht, weil der Castor auch explodieren könnte.