Atomausstieg ja oder nein?

  • Ja

    Stimmen: 50 64,1%
  • Nein

    Stimmen: 28 35,9%

  • Umfrageteilnehmer
    78
  • Umfrage geschlossen .
Mensch hier kommen ja auch wieder extrem Meinungen aufeinander. Also Fakt ist es muss eine Lösung gefunden werden wohin mit den radioaktiven Abfall, und dies eben nun in Sibirien zu verklappen kann ja auch nicht die Lösung sein. Obwohl als Russland würde ich mir das sehr teuer und gut bezahlen lassen und zwar so hoch wie das Risiko ist. Also würde diese Möglichkeit auch unbezahlbar. Und war da nicht mal sowas wir sollten uns nicht so sehr abhängig von anderen machen? Versorgungssicherheit? Gut hier wegen Abfall eher Entsorgungsicherheit aber was ist mit den Uran? Fallen da nicht auch CO2 Ausstoße an durch den Abbau und Transport?
Aber wahrscheinlich vergesse ich das die Großkonzerne nur mein bestes wollen, nur komisch das ich jetzt trotz Ökostromanbieter viel weniger bezahle. Ausserdem wird in Zukunft das Zauberwort für die Energieerzeugung dezentral sein, wenn ich genug Kapital im Moment hätte würde ich mich auch an dieser Aktion beteiligen: https://www.energie-in-buergerhand.de/
Immerhin hat jeder dadurch selbst die Möglichkeit Energieerzeuger zu werden und eben mitzubestimmen bei der Energiewende in Deutschland.
 
wenn ich genug Kapital im Moment hätte würde ich mich auch an dieser Aktion beteiligen: https://www.energie-in-buergerhand.de/
Immerhin hat jeder dadurch selbst die Möglichkeit Energieerzeuger zu werden und eben mitzubestimmen bei der Energiewende in Deutschland.

Gute Idee, aber warum so kompliziert? Man kann doch einfach die Aktien von RWE und E.ON kaufen, dann kann man auch mitbestimmen. Knapp 17 Mrd. Euro und schon kann man beim RWE alleine bestimmen und verdient mit.

Marty
 
Solange es keine Entsorgungsmöglichkeit für Atommüll gibt, sollte auch kein weiterer erzeugt werden.
Und bis dahin sollten doch einfach alle, den ohnehin günstigeren Ökostrom kaufen und der Atomlobby somit das Argument der Unterversorgung entziehen.
Für eine Sicherung der Grundlast gibt es schließlich Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung.
Wenn dann noch die großen Konzerne ihre Milliarden in die Forschung für vernünftige Energiespeicher stecken, erübrigt sich der Atomstrom von alleine.
 
Aber irgendwie finde ich es schon erbaulich, dass wir mit der Atomkraft ein Denkmal geschaffen haben, das wohl noch die Pyramiden überdauert!

Ernsthaft: Ich bin der Meinung, dass AKWs so schnell als möglich abgeschaltet gehören. Und dafür nehme ich gerne einige mehr WKAs in meiner Umgebung in Kauf.
 

Und der ist ja bekannt dafür, dass er bei diesem Thema objektiv ist und keinen politischen Nutzen daraus ziehen will...

[...] Aber die Grünen waren ja dumm genug, mit den Atomkonzernen zu verhandeln [...]

Ich habe bereits, als ich erst 12 oder 13 Jahre alt war, gesagt, dass sobald rot-grün weg ist dieser Ausstieg wieder zurückgenommen wird... Aber mit einer großen Koalition konnte man damals ja noch nicht rechnen... Insofern hatte ich schon als Kind anscheinend ein besseres Gespür, wie der Hase läuft, als die Grünen... :LOL:

Die Frage ist doch, warum haben selbst die Grünen keinen sofortigen Ausstieg gewollt? Weil es damals einfach nicht ging... Und heutzutage wäre es genauso dumm...

[...]
Und bis dahin sollten doch einfach alle, den ohnehin günstigeren Ökostrom kaufen und der Atomlobby somit das Argument der Unterversorgung entziehen.
[...]
Und das Geld für 150 000 Euro Subventionen pro Jahr pro Arbeitskraft in der Solarbranche wächst ja auf Bäumen und keiner muss dafür bezahlen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und das Geld für 150 000 Euro Subventionen pro Jahr pro Arbeitskraft in der Solarbranche wächst ja auf Bäumen und keiner muss dafür bezahlen.

Ich finde die 150.000 € geradzu lachhaft wenn ich mir im vergleich dazu nur mal die Kosten der Jetzigen sanierung der ASSE ansehe, die der Steuerzahler trägt.

https://wendland-net.de/index.php/artikel/20090724/energieversorger-entsorgen-atommuell-auf-kosten-der-steuerzahler

Im Letzten Absatz steht es sehr schön drin:

MONITOR hat die Gebührenaufstellungen für die Asse gesehen: demnach zahlten die EVUs insgesamt 1,9 Mio. Euro, die Sanierung der Asse kostet jetzt 2 - 4 Mrd. Euro. 85 Mio. Euro haben die EVUs für die Stilllegung von Morsleben gezahlt - den Steuerzahler erwarten insgesamt tatsächliche Kosten von 2,3 Mrd. Euro. Insgesamt also rund 6 Mrd. Euro, die aus Steuergeldern bezahlt werden sollen. Dabei spülen die geforderten Laufzeitverlängerungen von Alt-Meilern den Energieunternehmen noch einmal 200 Mrd. Euro in die Kassen. Ganz nach dem Motto: den Profit zu uns - die Kosten zur Allgemeinheit.

Soviel mal wieder zur "günstigen Atomenergie".

1,9 Mio von den Konzernen zu 2-4 Mrd. vom Steuerzahler nur für Asse. Nochmal soviel für Morsleben.

Dazu kommen noch kosten für Gorleben und Schacht Konrad. Die fehlenden Versicherungsdeckungen will ich hier garnicht erst aufzählen. Und da beklagst du dich über 150.000 € Subvention? Ist das die Sichtweise der FDP? Na dann gute Nacht Deutschland.
 
[...] Und da beklagst du dich über 150.000 € Subvention? [...]
Das sind bei 100k subventionierten Arbeitnehmern 15 Mrd. Euro jährlich... Dass bei der Asse und ähnlichen Fällen geschlampt worden ist steht doch außer Frage... Daher kann man ja darüber diskutieren, dass die Konzerne bei einer Laufzeitverlängerung die Kosten zum Großen Teil übernehmen... Um aber ein faires Bild darzustellen, muss man immer bedenken, wieviel Geld deutsche Steuerzahler schon dadurch gespart haben, da sie auch AKWs nutzen... Dies übersteigt wohl die Kosten um damalige Versäumnisse zu beseitigen um das zig-fache...

Wenn es immer heißt: Ein Tag eines abgeschriebenen AKWs spült den Konzernen eine Million Euro in die Kassen... Aber anders gesagt: Ein abgeschriebenes AKW spart den deutschen Steuerzahler ein paar Hunderttausend Euro pro Tag! EON und andere werden nicht auf ihre Gewinne verzichten, sondern der Strompreis wird einfach (wie schon die letzten Jahre mitunter auch wegen der Solarförderung) erhöht...

So gehört es sich aber beispielsweise auch zur fairen Berichterstattung, dass Deutschland bereits wieder fette Einnahmen durch Bankengewinne hat und jahrzehntelang hatte... Ok, anderes Thema, das aber zeigt, dass die Wahrheit nicht immer eindeutig ist und die "Kapitalisten" die bösen... Es ergibt sich stets ein Wechselspiel zwischen Nutzen und Benutzen...
 
Die Frage ist doch, warum haben selbst die Grünen keinen sofortigen Ausstieg gewollt? Weil es damals einfach nicht ging... Und heutzutage wäre es genauso dumm...

Das ist es doch gerade...auch die Grünen sind nicht so realitätsfremd als dass sie eine sofortige Abschaltung gefordert hätten. Und auch heute will niemand einen Ausstieg von heute auf morgen. Stell dich doch nicht dümmer als du bist.

Deshalb war der Ausstieg damals auf 20 Jahre angelegt. 20 Jahre ist ein Zeitraum, in dem der Atomausstieg machbar ist. Das war damals so und das ist auch heute noch so.

Das Gesetz ist vor 8 Jahren (!!) in Kraft getreten. 8 Jahre, in denen die Atomlobby nichts getan hat, um sich vielleicht mal darauf vorzubereiten, dass sie sich ab 2022 andere Einnahmequellen besorgen muss. Selber schuld, sag ich da. Das wäre so ähnlich als wenn ich meine Bachelor-Arbeit anmelde, aber erst einen Tag vor Abgabe anfange irgendetwas dafür zu tun.

Jetzt bleiben noch rund 12 Jahre übrig. Und es spricht nichts dagegen, dass Deutschland in 12 Jahren ohne Atomstrom auskommen kann, wenn die Sache mal angepackt wird.
Wenn aber weiterhin nichts getan wird, dann werden die AKW älter und älter werden, der Strompreis trotzdem steigen, die Atomkraft-Leute einen Haufen Geld verdienen, die Netze weiterhin vernachlässigt werden und der Staat bleibt auf einem riesigen Haufen Atommüll sitzen. Na klasse.
 
Um aber ein faires Bild darzustellen, muss man immer bedenken, wieviel Geld deutsche Steuerzahler schon dadurch gespart haben, da sie auch AKWs nutzen... Dies übersteigt wohl die Kosten um damalige Versäumnisse zu beseitigen um das zig-fache...

Wenn es immer heißt: Ein Tag eines abgeschriebenen AKWs spült den Konzernen eine Million Euro in die Kassen... Aber anders gesagt: Ein abgeschriebenes AKW spart den deutschen Steuerzahler ein paar Hunderttausend Euro pro Tag!

Der Strompreis an der Börse richtet sich nach dem teuersten notwendigen Strom zur Komplettierung des Bedarfs. Daher streicht der Erzeuger tatsächlich eine heftige Gewinnmarge ein, während beim Verbraucher so oder so der gleiche Preis ankommt. Nur deshalb sind 100% Ökoanbieter ja teilweise auch günstiger.
 
Das sind bei 100k subventionierten Arbeitnehmern 15 Mrd. Euro jährlich...
Genau, und bei 10 Mio. Arbeitern schon 1,5 Bio Euro jährlich... Oh mein Gott.

Dumm nur, dass sich der Wert auf exakt 53.000 Beschäftige bezieht und die "Subvention" einfach mal dadurch errechnet wurde, indem man die Vergütungen an die Solarstromerzeuger abzüglich des Marktpreises dieses Stroms rechnete.

Das dieser "Marktpreis" aber nur deshalb so niedrig ist, weil Atomstrom politisch so schön billig gehalten wird, das interessiert keinen bei dieser Rechnung.

Leg die Kosten für die Entsorgung des Atommülls und des Risikos auf den Strompreis um für Atomstrom, und schon ist Solarenergie deutlich billiger.

Für die Atomstromerzeugung arbeiten in Deutschland nur 30.000 Menschen. Sollen wir mal die 6 Mrd. für die Sanierung Asse etc. und mal 10 Mrd. pro Jahr für das Risiko und die Entsorgung neuen Mülls. Und schon "subventioniert" der Steuerzahler jeden Arbeitsplatz in der Atomindustrie mit 300.000 Euro pro Jahr.

Mist aber auch: Solarenergie ist immer noch günstiger.

Marty
 
Gute Idee, aber warum so kompliziert? Man kann doch einfach die Aktien von RWE und E.ON kaufen, dann kann man auch mitbestimmen. Knapp 17 Mrd. Euro und schon kann man beim RWE alleine bestimmen und verdient mit.

Marty

So kompliziert ist das gar nicht. Bei Energie-in-Bürgerhand weiss man von vornherein: Alle ziehen an einem Strang. Selbst die Stadtwerke als sicherer Anteilhaber sind doch von Natur aus an dezentraler Stromerzeugung interessiert und die läuft aktuell meistens über Regenerative.

Mit der THÜGA wäre man dann Miteigentümer des fünftgrößten Energieversorgers, der von vornherein auf atomstromfrei setzt. Eine ernstzunehmende Macht, was über RWE- und E.ON-Aktien eher ein Glücksspiel wäre...

Im Moment sieht die Lage für das Projekt übrigens recht gut aus ...
 
*hüstel*

Soll ich mal den Beitrag verlinken, wo es bei Neubau eines finnischen AKWs um Bauverzug von übere drei Jahren und Mehrkosten bis zu 1,4 Mrd. € geht, die irgendwie der Endverbraucher zahlen muss?

gruss kelle!
 
So kompliziert ist das gar nicht. Bei Energie-in-Bürgerhand weiss man von vornherein: Alle ziehen an einem Strang. Selbst die Stadtwerke als sicherer Anteilhaber sind doch von Natur aus an dezentraler Stromerzeugung interessiert und die läuft aktuell meistens über Regenerative.

Mit der THÜGA wäre man dann Miteigentümer des fünftgrößten Energieversorgers, der von vornherein auf atomstromfrei setzt. Eine ernstzunehmende Macht, was über RWE- und E.ON-Aktien eher ein Glücksspiel wäre...

Im Moment sieht die Lage für das Projekt übrigens recht gut aus ...

Ok, der Ansatz ist verständlich. Aber wieso denn nicht einfach einen der vorhandenen Ökostrom Anbeiter oder Tarife nutzen? Wenn viele diese Angebote nutzen, wird der Bedarf an regenarativ hergestelltem Strom größer und das Angebot wird es auch werden. So verdrängt man dann nach und nach die konventionelle Erzeugung.
 
*hüstel*

Soll ich mal den Beitrag verlinken, wo es bei Neubau eines finnischen AKWs um Bauverzug von übere drei Jahren und Mehrkosten bis zu 1,4 Mrd. € geht, die irgendwie der Endverbraucher zahlen muss?

gruss kelle!

Supi... Jährliche Kosten, die das x-fache betragen werden mit einmaligen Kosten aus allen Herren Länder relativiert.
 
Schön, dass Du meinen Post mit jährlichen Kosten geflissentlich ignorierst.

Marty
Mit irgendwelchen nicht zu bezifferbaren fiktiven Fantasiekosten kann man ebenso wenig argumentieren... Lagerung für 10 000 Jahre? Jeder der mit Spannweiten von über 100 Jahren diskutiert ist doch aus einer seriösen Diskussion raus...

Kosten für das Risiko? Ich denke mal da gäbe es viele Versicherungen, die das übernehmen wollen würden, denn im Fall der Fälle wären sie dann eben nicht zahlungsfähig... Ist eben wie eine Meteroitenversicherung... Wenn der Fall eintritt, dass ein Riesenbrocken auf die Erde knallt, wird die Versicherung eben nicht zahlen können... Und für den wahrscheinlichen Fall, dass nicht passiert, wurde ein paar Spinnern Geld abgeknöpft...
 
Mit irgendwelchen nicht zu bezifferbaren fiktiven Fantasiekosten kann man ebenso wenig argumentieren... Lagerung für 10 000 Jahre? Jeder der mit Spannweiten von über 100 Jahren diskutiert ist doch aus einer seriösen Diskussion raus...
Das sind keine Phantasie-Kosten, denn die marode Asse ist real. Und die Spanne von 10k Jahren ist nicht unseriös. Das ist doch wohl eher deine Haltung "nach mir die Sintflut".