Atomausstieg ja oder nein?

  • Ja

    Stimmen: 50 64,1%
  • Nein

    Stimmen: 28 35,9%

  • Umfrageteilnehmer
    78
  • Umfrage geschlossen .
Von wegen der extrem hohen Kosten von Ökostrom:

https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,690967,00.html

Klar, die meisten Leute werden nicht noch die teuren Grundversorgertarife zahlen, aber man kann ja schon mal daraus ableiten, dass es für den einzelnen nicht wirklich unbezahlbar ist sich gegen Atomstrom zu entscheiden. Und sogar die großen Konzerne schnüren ja solche Angebote.

Ich bleibe dabei, ein sofortiger Ausstieg ist Quatsch, aber die vereinbarte Regelung ist nicht schlecht. Ob jetzt das eine oder andere Kraftwerk länger läuft, weil ein anderes schneller abgeschaltet wird oder es einige Monate nicht in Betrieb war, ist mir eigentlich wurscht. Es sollte nur die generelle Entscheidung nicht angegriffen werden. Die Folgen von der bisherigen und der noch vereinbarten Nutzung sind schlimm genug.
 
Ok, der Ansatz ist verständlich. Aber wieso denn nicht einfach einen der vorhandenen Ökostrom Anbeiter oder Tarife nutzen? Wenn viele diese Angebote nutzen, wird der Bedarf an regenarativ hergestelltem Strom größer und das Angebot wird es auch werden. So verdrängt man dann nach und nach die konventionelle Erzeugung.


Warum nicht beides... Die THÜGA hat eben eine Menge Bestandskunden und gerade viele Menschen, die ihren Strom von örtlichen Stadtwerken beziehen sind oft zwar grundsätzlich gegen Strom aus AKWs, aber zu bequem, um zu wechseln. Bei "Energie in Bürgerhand" mischen zum Beispiel die Elektrizitätswerke Schönau als erster und immer noch bedeutender Ökostromlieferant mit. Und wie gesagt, als Teilhaber des fünftgrößten Energieriesen ist der politische Einfluss eben nochmals ein anderer.
 
Und bis dahin sollten doch einfach alle, den ohnehin günstigeren Ökostrom kaufen und der Atomlobby somit das Argument der Unterversorgung entziehen.

Würde ich ja auch echt gerne!
Nur leider wohne ich zur Miete und muss mit Strom heizen. Daher bin ich wie viele andere auf die Tarife der Grundversorger mit ihrem 2-Tarifzähler gebunden.
Sollte mir jemand einen Ökostromanbieter nennen, der während der Schwachlast 10, ansonsten um 20 Ct kostet kann man nochmal drüber reden.

Aber zu 20 Ct/kWh zu heizen kann ich mir als Student leider wirklich nicht leisten (von November bis März nur während NT ca 5000 kWh).

Leider ist es für viele denen es ähnlich geht wie mir nicht möglich auf Ökostrom umzustellen, sondern sind auf den Atom- und Kohlestrom der Energieriesen angewiesen. :evil:
 
Würde ich ja auch echt gerne!
Nur leider wohne ich zur Miete und muss mit Strom heizen. Daher bin ich wie viele andere auf die Tarife der Grundversorger mit ihrem 2-Tarifzähler gebunden.
Sollte mir jemand einen Ökostromanbieter nennen, der während der Schwachlast 10, ansonsten um 20 Ct kostet kann man nochmal drüber reden.

Aber zu 20 Ct/kWh zu heizen kann ich mir als Student leider wirklich nicht leisten (von November bis März nur während NT ca 5000 kWh).

Leider ist es für viele denen es ähnlich geht wie mir nicht möglich auf Ökostrom umzustellen, sondern sind auf den Atom- und Kohlestrom der Energieriesen angewiesen. :evil:

Nachtspeicherheizungen sind sicher eine Ausnahme. Es bieten generell nur die örtlichen versorger überhaupt die Möglichkeit an. Zumindest ist es hier in Hamburg nicht mal möglich gewesen zu E wie einfach zu wechseln. Vattenfall till I die hiess es da... :ugly:

Allerdings sind Nachtspeicherheizungen gottseidank auf dem Rückzug. Ich selbst habe immer gekotzt, wenn man die schön aufgeheizt hat und nächsten Tag brach (kurzzeitig) der Frühling aus. Oder andersherum der Winter herein.

Trotzdem gibt es zig Tausende Haushalte, die ohne große Mehrkosten wechseln könnten. Zum Teil sogar mit 24 Monaten Preisgarantie. Da ist es dann nur mangelndes Bewusstsein oder Faulheit.
 
Trotzdem gibt es zig Tausende Haushalte, die ohne große Mehrkosten wechseln könnten. Zum Teil sogar mit 24 Monaten Preisgarantie. Da ist es dann nur mangelndes Bewusstsein oder Faulheit.

Das Problem ist, dass die meisten keine Zeit haben oder sich die Zeit einfach nicht nehmen um eine Sanierung der Heizung zu planen.

"Warum eine neue Heizung, wenn die alte noch läuft"

Wir haben vor 2 Jahren die Nachtspeicherheizung rausgeschmissen und ein BHKW in den keller gestellt.
Außerdem haben wir dann auch den Anbieter gewechselt und sind jetzt bei der EWS-Schönau. Der Strom ist da zwar nicht billiger, aber dafür atomstromlos.
Vor dem umbau hatten wir einen Stromverbrauch von >60.000 kwh
Jetzt haben wir noch einen verbrauch von ca. 10.000 kwh und davon machen wir ca. die hälfte mit dem BHKW selber.
 
Streit um Atom-Steuer spitzt sich zu

Folgende News wurde am 14.08.2010 um 19:59:49 Uhr veröffentlicht:
Streit um Atom-Steuer spitzt sich zu
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Berlin (dpa) - Die Kernkraftwerksbetreiber haben angeblich mit einem Sofortausstieg aus der Atomenergie gedroht, wenn die Brennelementesteuer kommt. Ihr Argument: dann lohne sich der Weiterbetrieb zahlreicher Anlagen nicht mehr. Das berichtet der «Spiegel». Der Vorstoß der vier Kernkraftwerksbetreiber zur vertraglichen Verlängerung der Atom-Laufzeiten stößt beim Bundesumweltministerium auf Vorbehalte. Die Unternehmen sollen der Bundesregierung für zwölf zusätzliche Jahre Laufzeit bis zu 30 Milliarden Euro angeboten haben.
 
Die Atomindustrie droht im Falle einer Brennelementesteuer mit der Abschaltung der AKWs? :ugly:

Das ist für die Atomkritiker ungefähr ebenso bedrohlich wie eine Drohung von Osama Bin Laden:

"Entweder ihr hört auf, mich zu suchen, oder ich bring mich selber um..."
honk.gif
 
"Entweder ihr hört auf, mich zu suchen, oder ich bring mich selber um..."
Mit dem Unterschied, dass wir den garantiert nicht brauchen, um unsere Kühlschränke kalt zu halten. Und das wird definitiv teurer werden, wenn stattdessen Atomstrom aus dem Ausland bezogen werden muss ;).
 
Mag sein - allerdings werden wir gar nicht so viel Strom importieren müssen, die Konzerne werden nur weniger exportieren - und damit weniger Gewinn machen!

Und mit dieser Drohung geben die AKW-Betreiber indirekt zu, dass Atomstorm weder wirtschaftlich noch nachhaltig ist - was sie aber seit Jahren propagieren (und von der Union und der FDP schon seit 10 Jahren propagiert wird...)
 
[...], die Konzerne werden nur weniger exportieren - und damit weniger Gewinn machen!
Wodurch vielleicht nicht nur Arbeitsplätze in den AKWs selbst (inkl. aller Zuliefererfirmen, ...), sondern auch sonst in den Konzernen verloren gehen könnten, oder die Strompreise astronomisch steigen ;).

Und mit dieser Drohung geben die AKW-Betreiber indirekt zu, dass Atomstorm weder wirtschaftlich noch nachhaltig ist
Da bin ich anderer Meinung: Auch wenn Atomstrom momentan wirtschaftlich ist, rechnet es sich vielleicht mit einer Steuer nicht mehr. Das ist doch aber nicht die Produktionsmethode an sich Schuld.

Mir persönlich sind Atomkraftwerke wesentlich lieber als z.B. Kohlekraftwerke - die verpesten die Umwelt wesentlich unkontrollierter, und das nicht nur bei einem GAU.
 
Wodurch vielleicht nicht nur Arbeitsplätze in den AKWs selbst (inkl. aller Zuliefererfirmen, ...), sondern auch sonst in den Konzernen verloren gehen könnten, oder die Strompreise astronomisch steigen ;).
Wechseln? :think: Storm sparen? :think:

Da bin ich anderer Meinung: Auch wenn Atomstrom momentan wirtschaftlich ist, rechnet es sich vielleicht mit einer Steuer nicht mehr. Das ist doch aber nicht die Produktionsmethode an sich Schuld.

Mit der Brennelementesteuer sollen anteilig die Kosten gedeckt werden, die durch die Endlagerung entstehen. Natürlich kann der Atomstrom wirtschaftlich erzeugt werden, wenn ein teil der Kosten bislang nicht vom Erzeuger gedeckt wird! :roll:

Mir persönlich sind Atomkraftwerke wesentlich lieber als z.B. Kohlekraftwerke - die verpesten die Umwelt wesentlich unkontrollierter, und das nicht nur bei einem GAU.
Mein Mantra: Kleine Blockheizkraftwerke, betrieben mit Biogas :ugly: Effektiv und billig - aber dummerweise für große Stormkonzerne nicht rentabel - aber es gibt ja schon erste Kleinanbieter, die umdenken und auf dezentrale Versorgung umstellen.
 
Mein Mantra: Kleine Blockheizkraftwerke, betrieben mit Biogas :ugly: Effektiv und billig - aber dummerweise für große Stormkonzerne nicht rentabel - aber es gibt ja schon erste Kleinanbieter, die umdenken und auf dezentrale Versorgung umstellen.
Schwarmstrom ist eigentlich ein cooler Name dafür. Schnellstverfügbar, regelbar, einfach und höchsteffektiv. Sobald das bei uns verfügbar ist, kommt das in den Keller.

https://www.lichtblick.de/h/ZuhauseKraftwerk_285.php

Marty
 
Gibt es auch noch eine Meinung zu der Petition, wieso man diese unterschreiben sollte? Also persönlich sehe ich da erst mal keinen Grund für, außer man überzeugt mich davon.
 
Ich finde das der Atomaustieg nicht durchgeführt werden sollte. Denn wenn ich Frankreich und in anderen Ländern, die Kraftwerke explodieren, bekommen wir trotzdem die Strahlung ab.