Atomausstieg ja oder nein?

  • Ja

    Stimmen: 50 64,1%
  • Nein

    Stimmen: 28 35,9%

  • Umfrageteilnehmer
    78
  • Umfrage geschlossen .
Ist ja geschenktes Geld, da es ja eh keinen Gau geben wird.
Sicher, und wenn es einen geben wird, dann ist Geld sowieso egal. Perfide Sichtweise der Dinge, wir könnten auch auf einen Kanonenkugel reiten.

Willst du dagegen wetten? 1000 Euro, dass die nächsten 50 Jahre in Deutschland nichts passiert.
Problem an der Wette. Wenn nichts passiert, kannst Du mit den 1000 Euro was anfangen. Wenn etwas passiert, nützen mir die 1000 Euro nichts mehr.

Marty
 
Tja, ich glaub bei der nächsten Wahl bleib ich dann auch zu Hause. Ewig dieses hin und her, bin das rumgeärgere langsam leid.

Kann mir schon vorstellen was als nächstes kommt.

Vielleicht auch nach Norwegen auswandern, die habens wenigstens geschnallt und verkaufen ihre Fossilen Rohstoffe quasi nur noch, statt sie selber zu nutzen bzw. haben nen vernünftigen Mix schon gefunden.

Und bevor mir jetzt irgendwer kommt von wegen wir brauchen den Atomstrom: Ist doch kein Wunder wenn die es nicht auf die Reihe bekommen, vernünftig nach Alternativen zu suchen bzw. den Leuten auch mal vernünftig zu erklären. Nee, stattdessen werde immer noch neue Kohlekraftwerke gebaut und die Laufzeiten der AKW´s dann mal eben fix verlängert.

Wie soll man Politik da noch ernst nehmen? Machen doch eh alle was sie wollen.
 
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Vielleicht auch nach Norwegen auswandern, die habens wenigstens geschnallt und verkaufen ihre Fossilen Rohstoffe quasi nur noch, statt sie selber zu nutzen bzw. haben nen vernünftigen Mix schon gefunden.
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Erstens: Ich glaube kaum, dass die Norweger begeistert sind Politik-Flüchtlingen aus Deutschland aufnehmen. Zweitens: Deutschland hat kein Öl. Drittens: Hätten die Norweger kein Geld, dann sehe es dort auch anders aus.
 
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Vielleicht auch nach Norwegen auswandern, die habens wenigstens geschnallt und verkaufen ihre Fossilen Rohstoffe quasi nur noch, statt sie selber zu nutzen bzw. haben nen vernünftigen Mix schon gefunden.
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Also den versteh ich nicht. Wo ist der Unterschied ob nun Norwegen das zeug in die Luft pustet oder wer anders an den das ganze verkauft wird?
Oder bleibt die Luft über Norwegen sauber wenn China das zeug raushaut? Wenn ja dann haben sie die Lösung ja gefunden :)
 
Also den versteh ich nicht. Wo ist der Unterschied ob nun Norwegen das zeug in die Luft pustet oder wer anders an den das ganze verkauft wird?

Es ist die Vorgehensweise der Norweger...

Die haben relativ früh geschnallt, dass Ihr Öl nicht ewig reicht.
Anstatt es selbst zu verheizen, haben sie es verkauft, und Ihre Energiegewinnung so ziemlich komplett auf erneuerbare Energien umgestellt.

Nicht die Augen zu und Atomkraft ist toll Variante, sondern die nachhaltige...

gruss kelle!
 
Naja jetzt gleich wieder nicht zur nächsten Wahl zu gehen ist ja nun auch nicht so ne Alternative. Ich meine finde es ja schon verwunderlich wo ich wählen war das kaum junge Wählen sind also dann kommt noch das Ergebnis hinzu wo ich doch unzufrieden bin, aber naja so hat nun mal die Mehrheit gewählt. Ja auswandern wäre ne Möglichkeit nur wohin genau?
Ja und der Ausstieg kommt müssen eben nur mal alle Atomgegner zusammenhalten und eben auch ihren jeweiligen Stromanbieter wechseln. Oder denkt ihr dann die verkaufen dann ihren ganzen überflüssigen Atomstrom ins Ausland, irgendwie sollten doch die ganzen Konzerne auch mal aufwachen.
Und jetzt die Diskussion um Laufzeitverlängerung und erhöhte Sicherheit? Es gibt doch beim AKW keine 100 prozentige Sicherheit also doch wieder Augenwischerei.
 
Es ist die Vorgehensweise der Norweger...

Die haben relativ früh geschnallt, dass Ihr Öl nicht ewig reicht.
wiki sagt:

"Die Nutzung der Wasserkraft hat von jeher in Norwegen Tradition und war Grundlage der Industrialisierung des Landes."

Die haben das schon so früh geschnallt, da dachte man noch nicht mal an Kohle, Atomkraft oder Öl (zur Energiegewinnung).

Und von einem "vernünftigen Mix", wie es thelematiker meint, kann man wohl auch nicht reden, wenn man berücksichtigt, daß Norwegen ca. 98% (Quelle wiki) seines Strombedarfes durch Wasserkraft deckt.
 
Und von einem "vernünftigen Mix", wie es thelematiker meint, kann man wohl auch nicht reden, wenn man berücksichtigt, daß Norwegen ca. 98% (Quelle wiki) seines Strombedarfes durch Wasserkraft deckt.
Stimmt, wenn die mal all das Wasser getrunken haben, dann ist keines mehr da, woraus man Strom machen könnte.

SCNR
Marty
 
tja irgendwie werden wir doch mal wieder ins wendland müssen, oder doch mal ein Endlager in Baden Württenberg vorschlagen so in der Nähe beim Ministerpräsidenten????
 
tja irgendwie werden wir doch mal wieder ins wendland müssen, oder doch mal ein Endlager in Baden Württenberg vorschlagen so in der Nähe beim Ministerpräsidenten????

Anscheinend sollten wir auch in Russland mal vorbeischauen, dort wird ein Grossteil des wenig strahlenden Schrotts geliefert, wie ich gehört habe. Ist natürlich günstig, da bleibt der Strom billig, wenn man sich um den Abfall nicht kümmern muss.

Und die Chefs von Vattenfall, RWE und Eon sind garantiert absolut sicher, dass Atommüll in der russischen Steppe völlig ungefährlich ist.

Marty
 
Ich mag nur mal einwerfen, dass jedes Land bestimmte Eigenschaften in der Landschaft und der Lage besitzt. Deutschland zum Beispiel kann zum jetzigen Stand der Technik seinen Strom nicht vollständig aus Wasser, Sonne, Wind und Bioprozessen erhalten, da dafür einfach die Voraussetzungen fehlen.

Das entbindet natürlich NICHT von der Verantwortung den Atommüll sicher und verantwortungsvoll zu lagern, was aber wohl wieder nicht ernst genommen wird.
 
Deutschland zum Beispiel kann zum jetzigen Stand der Technik seinen Strom nicht vollständig aus Wasser, Sonne, Wind und Bioprozessen erhalten, da dafür einfach die Voraussetzungen fehlen.
Richtig. Und deshlab hat man auch entschieden, die Atomkraftwerke noch Jahrzente laufen zu lassen, damit die Stromerzeuger Zeit haben, Alternativen zu schaffen. Alternativen schaffen besteht aber anscheinend nur aus Lobbybildung und Spenden an Parteien, um weiter Atomkraftwerke zu betreiben.

Mir wäre ein Gaskraftwerk lieber als ein Atomkraftwerk.

Das entbindet natürlich NICHT von der Verantwortung den Atommüll sicher und verantwortungsvoll zu lagern, was aber wohl wieder nicht ernst genommen wird.
Ich stelle mir vor, mein Arbeitgeber würde den Sondermüll (PTFE, bei Verbrennung entsteht Flusssäure), einfach in Fässern irgendwo hinstellen. Das Unternehmen müsste am nächsten Tag schliessen, weil es die Strafen gar nicht zahlen könnte.

Atomkraftwerksbetreiber hingegen können Tausende Tonnen schwach strahlenden Abfall, der schon in Verbindung mit Wasser Flusssäure entwickelt, in rostenden Fässern in der russischen Steppe lagern und das Ganze ist nicht mehr als eine Bagatelle.

Marty
 
Richtig. Und deshlab hat man auch entschieden, die Atomkraftwerke noch Jahrzente laufen zu lassen, damit die Stromerzeuger Zeit haben, Alternativen zu schaffen. Alternativen schaffen besteht aber anscheinend nur aus Lobbybildung und Spenden an Parteien, um weiter Atomkraftwerke zu betreiben.

Mir wäre ein Gaskraftwerk lieber als ein Atomkraftwerk.
[...]
Atomkraftwerksbetreiber hingegen können Tausende Tonnen schwach strahlenden Abfall, der schon in Verbindung mit Wasser Flusssäure entwickelt, in rostenden Fässern in der russischen Steppe lagern und das Ganze ist nicht mehr als eine Bagatelle.

Richtig, nur gibt es bisher keine flächendeckende Möglichkeit. Ich kenne zumindest keine. EON baut derzeit kräftig an Gezeitenkraftwerken und ähnlichem, Windkraft und Solarzellen sind auch verbreitet nur ersetzt es eben nicht die Masse.

Mir wäre ein funktionierendes, überwachtes Atomkraftwerk lieber, dafür kann man ältere Atommeiler abschalten und die Kohlekraftwerke endlich vom Netz nehmen.

Den letzten Punkt kann ich leider nur bestätigen, verantwortungsvoll ist etwas anderes.
 
Deutschland zum Beispiel kann zum jetzigen Stand der Technik seinen Strom nicht vollständig aus Wasser, Sonne, Wind und Bioprozessen erhalten, da dafür einfach die Voraussetzungen fehlen.

Um den jetzigen Stand geht es auch nicht sondern um den Atomausstieg bis 2021 (+ verlängerte Laufzeiten durch Übertragung von Reststrommengen).
Ergo reden wir hier über Zeiträume von [noch] mindestens 12 Jahren [und von mehr als 20 Jahren seit Gesetzgebung].

Solange der notwendige [politische] Druck auf die Energiekonzerne fehlt nach Alternativen zu suchen und vor allem ihre exorbitanten Gewinne in diese Alternativen zu investieren, wird die Mär von der nicht abzudeckenden Grund- und Spitzenlast auf ewig bestehen bleiben.

Wenn Stromkonzerne Windkraftanlagen zum Stillstand verdonnern weil "die Netze überlastet seien" ist was faul.
 
Richtig, nur gibt es bisher keine flächendeckende Möglichkeit. Ich kenne zumindest keine. EON baut derzeit kräftig an Gezeitenkraftwerken und ähnlichem, Windkraft und Solarzellen sind auch verbreitet nur ersetzt es eben nicht die Masse.
Dann sollte man Eon, RWE und Vattenfall mal fragen, was sie mit ihren zweistelliegen Milliardengewinnen so planen? Die hätte man ja schon mal investieren können in den letzten Jahren. Das die Entwicklung deutlich weitergeht im Solarbereich sieht man ja, wenn man da mal deutlich mehr investieren würde, dann könnte man ganz Deutschland mit modernsten, effektiven Kollektoren zupflastern.

Marty
 
Dann sollte man Eon, RWE und Vattenfall mal fragen, was sie mit ihren zweistelliegen Milliardengewinnen so planen? Die hätte man ja schon mal investieren können in den letzten Jahren. Das die Entwicklung deutlich weitergeht im Solarbereich sieht man ja, wenn man da mal deutlich mehr investieren würde, dann könnte man ganz Deutschland mit modernsten, effektiven Kollektoren zupflastern.

Also, RWE investiert in erneuerbare Energien ca. 200 mio jährlich... Bei roundabout 8 Mrd Gewinn in 2007 eigentlich ein lächerlicher Betrag, oder? :think:

Nachtrag: Bis 2012 Werden Jährlich bis zu 2 mrd. Für Neubauten von konventionellen Kraftwerken ausgegeben. (Die nicht überalterte Kraftwerke ersetzen, sondern zusätzlich Strom produzieren sollen...)
 
Also, RWE investiert in erneuerbare Energien ca. 200 mio jährlich... Bei roundabout 8 Mrd Gewinn in 2007 eigentlich ein lächerlicher Betrag, oder? :think:
Dann wäre es doch gut, wenn sie verpflichtet werden einen Teil des Gewinns (durch längere Laufzeiten) in erneuerbare Energie zu stecken... Das ist eine Win-Win-Situation...