Atomausstieg ja oder nein?

  • Ja

    Stimmen: 50 64,1%
  • Nein

    Stimmen: 28 35,9%

  • Umfrageteilnehmer
    78
  • Umfrage geschlossen .
Also ich würde es so machen... Ich finde es ehrlicher, wenn man sagt: Wer bezahlbaren Strom will, der muss auch auf die Atomkraft setzen... Die Grünen verschweigen ja immer, dass ihr super Solarstrom das Zehnfache des konventionellen Stroms kostet...
Ist total ehrlich, die Entsorgungskosten einfach zu unterschlagen - stimmt.
 
Es geht ums Prinzip, nicht um die Entfernung zur Zivilisation. Radioaktivität kennt keine Grenzen.
Und wie die Russen mit Atommüll und der Strahlungsgefahr umgehen, sollte bekannt sein.
 
Also ich würde es so machen... Ich finde es ehrlicher, wenn man sagt: Wer bezahlbaren Strom will, der muss auch auf die Atomkraft setzen...

Wenn heute schon so viel Geld benötigt wird, um die Asse zu restaurieren, dann will ich nicht wissen, wieviel Geld noch innerhalb der nächsten Millionen Jahre von Steuerzahlern dafür ausgegeben werden muss. Ehrlich ist das sicherlich nicht.
 
Wir sollten uns mal etwas mit der Realität beschäftigen, nicht nur mit Theorien...

Angesichts ausufernder Milliardenverluste zieht der französische Atomtechnikkonzern Areva beim Bau des weltweit ersten Europäischen Druckwasserreaktors (EPR) in Finnland die Notbremse.

Quelle: https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/ROUNDUP-Areva-droht-Finnen-mit-Reaktor-Baustopp-663429

Eine Firma namens Siemens, ich weiß nicht, ob die jemand kennt, hat den Ausstieg aus dem Atomkonsortium beschlossen, in welchem sie aktiv ist.

Dafür hat diese Firma in Hamburg eine Zentrale für regenerative Energien aufgemacht und mal eben 400 Jobs geschaffen.

Diese Firma erwartet die nächsten Jahre, enorme Umsätze in zweistelliger Milliardenhöhe im Bereich regenrativer/moderner Energien.

gruss kelle!
 
Eine Firma namens Siemens, ich weiß nicht, ob die jemand kennt, hat den Ausstieg aus dem Atomkonsortium beschlossen, in welchem sie aktiv ist.

:clap::clap::clap:

Man darf zwar sicherlich davon ausgehen, dass Siemens diesen Schritt nicht aus blanker Nächstenliebe getan hat aber die Zeichen Zeit wurden definitiv erkannt.

Je früher man die Entwicklung alternativer Energien angeht [und meiner Meinung nach politisch forciert!] um so schneller kann der Ausstieg aus der Atomkraft erfolgen.
 
[...]

Wenn die Atomenergie komplett in Eigenregie der Wirtschaft entwickelt, gebaut und entsorgt wird, dann lass ich mich gerne auf die Diskussion ein, wer was bezahlt...
Wird in Frankreich so gemacht... Dort wird 80 % des Stroms aus der Kernengergie bezogen... Resultat: Billigster Strom in Europa (Kosten für End- und Zwischenlagerung ist im Preis inbegriffen), Atomtechnik in Milliardenmaßstab wird exportiert, 380 Millionen Tonnen CO2 wird eingespart, 70% weniger Schwefeldioxid und Stickoxid, etc...

Nicht umsonst gehen nächstes Jahr zwei neue Meiler in Frankreich an den Start und für 2017 sind wieder neue Kraftwerke geplant

Ich frage mich, warum die Deutschen meinen sie wären klüger als alle anderen Länder... Italien nimmt den Atomausstieg zurück und weltweit werden neue Atomkraftwerke geplant... (https://de.wikipedia.org/wiki/Kernenergie_nach_Ländern) Was soll da ein deutscher Sonderweg bringen (außer größere Umweltverschmutzung)? Regenerative Energien sind doch bisher nicht wirklich effektiv... Mich würde mal die Ökobilanz von Solarkollektoren interesseieren... Wieviel Energie muss aufgewendet werden um die Kollektoren herzustellen und wieviel bringt nur sporadisch erzeugter Strom (Die Sonne scheint nunmal nicht tagsüber). Das ist ungefähr der gleiche Blödsinn wie beispielsweise auch Receycling. Zuerst spült man Becher aus (Wasserverschwendung), dann fährt man sie mit dem Auto zu einer extra Sammelstelle (Benzinverschwendung) und dort wird dann alles schön getrennt verbrannt! Super!! :roll:

Am schönsten ist es dann aber noch, wenn mit irgendwelchen Zukunftsfantastereien argumentiert wird. Ich würde hohe Wetten eingehen, dass es nie zu Solarparks in Afrika kommen wird, die die Energieversorgung in Deutschland sicherstellen. Weitaus realistischer ist es, dass Fusionskraftwerke in ferner Zukunft genügend Energie herstellen (war zuletzt in Garching in einem Fusionskraftwerk). Nur leider wird in diese Zukunftstechnologie zu wenig investiert.... Und da soll man dann noch glauben, dass plötzlich für hunderte von Milliarden vorhanden sind um in unsicheren Regionen Solarkraftwerke zu bauen? Also wenn das kein Märchen ist...

@komerzhasi: Unter dem Einspeisegesetz müssen alle Stromkunden "leiden"... Das verstehe ich unter zwangsbeglückt. Warum lässt man das nicht den Markt erledigen? Ökos, die meinen, sie möchten Eier von glücklichen Hühner, sollen dafür mehr bezahlen. Das gleiche gilt meiner Meinung nach auch für Strom.
 
Wird in Frankreich so gemacht... Dort wird 80 % des Stroms aus der Kernengergie bezogen... Resultat: Billigster Strom in Europa (Kosten für End- und Zwischenlagerung ist im Preis inbegriffen), Atomtechnik in Milliardenmaßstab wird exportiert, 380 Millionen Tonnen CO2 wird eingespart, 70% weniger Schwefeldioxid und Stickoxid, etc...

Und die Franzosen haben wo ihr atomares Endlager?

Unter dem Einspeisegesetz müssen alle Stromkunden "leiden"... Das verstehe ich unter zwangsbeglückt. Warum lässt man das nicht den Markt erledigen? Ökos, die meinen, sie möchten Eier von glücklichen Hühner, sollen dafür mehr bezahlen. Das gleiche gilt meiner Meinung nach auch für Strom.

Mein reden. Abschaffung aller Subventionen im Strommarkt ist das wahre Mittel.

Und damit meine ich ebenfalls solche Subventionen, dass AKW-Betreiber in der EU für die Schäden eines GAUs nur bis 700 Millionen Euro haften (bzw. sich versichern müssen) und das Restrisiko vom Staat getragen werden muss.

Eine konservative Rechnung über eine Schadenssumme beim GAU von Biblis kommt auf eine geschätzte Summe von 5 Billionen Euro.
Würde man diese Schadenssumme versichern wollen, wären die Kosten pro kWh Atomstrom im Bereich von 1,05 Euro.

Genau so betrifft es Subventionen, die AKW-Betreibern erlauben, ihre Rückstellungen für eine Endlagerung steuerfrei zu bilden.
Diese Möglichkeit brachte RWE nach meiner Erinnerung in den letzten Jahren zusätzliche Gewinne von mehreren Millionen Euro.
 
Wird in Frankreich so gemacht... Dort wird 80 % des Stroms aus der Kernengergie bezogen.
Und wo ist das Endlager, was kostet es und wer bezahlt es?

Resultat: Billigster Strom in Europa (Kosten für End- und Zwischenlagerung ist im Preis inbegriffen)
Aha...
https://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/geld-fuer-franzoesisches-endlager/

@komerzhasi: Unter dem Einspeisegesetz müssen alle Stromkunden "leiden"... Das verstehe ich unter zwangsbeglückt. Warum lässt man das nicht den Markt erledigen?
Könnte man, aber nur, wenn die ALternativen auch richtig bepreist werden. Und solange die Kosten für die Endlagerung und einen evtl. GAU nicht bezifferbar sind, würde ich für Atomstrom jährlich 1 Bio. Euro Zusatzkosten ansetzen.

Marty
`@kommerzhasi: Tipp mal langsamer
 
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Ich frage mich, warum die Deutschen meinen sie wären klüger als alle anderen Länder... Italien nimmt den Atomausstieg zurück und weltweit werden neue Atomkraftwerke geplant... (https://de.wikipedia.org/wiki/Kernenergie_nach_Ländern) Was soll da ein deutscher Sonderweg bringen (außer größere Umweltverschmutzung)?

Da sollte fairerweise auch erwähnt werden, dass in den Ländern in denen derzeit neue Anlagen gebaut/geplant werden gleichzeitig alte Atommeiler vom Netz gehen!
Insgesamt ist die Zahl der laufenden Atommeiler weltweit im Abwärtstrend!


Quelle: Yahoo Nachrichten
Selbst um die Zahl der aktiven Akw nur konstant zu halten, müssten nach der Studie bis 2015 insgesamt 47 neue Reaktoren geplant, gebaut und in Betrieb genommen werden - jeweils ein neuer Reaktorblock alle sechs Wochen -, und zwar zusätzlich zu 52 offiziell bereits "in Bau" befindlichen Anlagen. In den zehn folgenden Jahren bis 2025 müssten demnach noch einmal 191 Akw hinzukommen, also eines alle 18 Tage, wie die Autoren der Studie um den Pariser Experten Mycle Schneider errechneten. Auch wenn in den USA dutzende Reaktoren tatsächlich wie genehmigt je 20 Jahre länger liefen, wären 2015 demnach 17 Akw weniger am Netz als heute, und im nachfolgenden Jahrzehnt fehlten weitere 173 Reaktoren.
 
Warum fällt mir bei Frankreich und Atomkraft immer nur wieder ein, dass diese dort zunehmend öfters im Sommer runtergefahren werden müssen, weil zu wenig Wasser in den Flüssen ist, oder dieses zu warm ist, so dass die Kühlung der Reaktoren nicht mehr gewährleistet ist?

Zum Glück für die Baguettefresser, konnten wir deutschen dann mit Strom aushelfen, der nicht unbedingt aus Uran war...

gruss kelle!
 
Ach komm, Kleinigkeiten, kann doch mal passieren, ist doch menschlich, eigentlich war doch alles sicher... und wer kümmert sich schon um Uran in Frankreich, wenn wir doch jetzt Quecksilber an jeder Zimmerdecke hängen haben?

Das Gefühk hatte ich gestern auch als ich im Baumarkt ein Gespräch eines Kunden mitbekommen habe.

O-Ton: "Diese Lüge mit den Sparlampen ist eine Sauerei! Das hab ich gestern im Fernsehen gesehen, dass die giftig sind und Quecksilber absondern [!!!]."

Ich will gar nicht wissen, wie viele Quecksilberthermometer in den letzten 50 Jahren in Deutschland runter gefallen sind. :ugly:
 
Wird zwar grad etwas OT aber zum Thema Energiesparlampen. Was schätzt du denn wieviele die Lampen Ordnungsgemäß entsorgen werden?
Jahrelang hat die Regierung Quecksilber bekämpft wie der Teufel das Weihwasser und nun wandert das ganze den Energiesparlampen sei dank in steigenden Mengen in den Hausmüll.
Ein wenig Schizophren mutet das ganze doch schon an.