Soziales Kirchen - Vom Staat subventioniert (ARD-NDR, Panorama)

Und was hat die Kirche noch gleich mit dem Staat zu schaffen? Es geht doch hier gerade um die Trennung von beidem... Die Kirche und deren Leistungen sind eben keine Leistungen des (Sozial-)STAATES, sie sind Leistungen einer Glaubensorganisation.

Ja richtig. Es geht auch um das Prinzip, dass in einem Sozialstaat das Denken geprägt ist nicht immer alles nur eigenützlich zu machen und an die Gemeinschaft zu denken. Sorry weiter für ich das nun nicht aus. Denke eh nicht das du andere Meinungen akzeptierst. Es geht nicht immer darum Menschen zu überzeugen in einer Diskussion, sondern ansichten auszutauschen :)


Wie jetzt, in dem Bericht wird doch davon gesprochen, dass die katholische Kirche hunderte Mrd. an Vermögen besitzt? Ist das nicht "ausreichend"?

Vermögenswerte meinen die wohl eher. Die katholische Kirche besitzt sehr viel Ländereien, hat Kunstschätze die wohl mit eingeschätzt werden aber niemals verkauft werden können und und und. Aber darum geht es doch garnicht. Ich bin der Meinung, dass die Kirche aus sozialen Gründen einer Gemeinschaft der Bundesbürger Deutschlands ein anrecht darauf hat. Meine gründe habe ich dargelegt (auch wenn du sie wohl mißverstehst).

Marty[/QUOTE]
 
Ja richtig. Es geht auch um das Prinzip, dass in einem Sozialstaat das Denken geprägt ist nicht immer alles nur eigenützlich zu machen und an die Gemeinschaft zu denken.
Moment, soweit das den Sozialstaat betrifft, stimme ich ja zu. Aber Kirche ist eben nicht sozial, das weiß ich aus eigener Erfahrung in meiner Familie. Und ich verweigere mich dagegen, die Kirche gleichzustellen mit den Sozialleistungen eines Staates.

Sorry weiter für ich das nun nicht aus. Denke eh nicht das du andere Meinungen akzeptierst. Es geht nicht immer darum Menschen zu überzeugen in einer Diskussion, sondern ansichten auszutauschen :)
Und was machen wir hier anderes. Das Ziel einer Diskussion sollte allerdings schon sein, den anderen zu überzeugen. Sonst würde hier jeder nur kurz seine Meinung abkippen und wieder verschwinden.

Vermögenswerte meinen die wohl eher. Die katholische Kirche besitzt sehr viel Ländereien
Sicher. Ich habe ja auch ein Haus, was zu meinem Vermögen zählt. Und die Kirche hat sicherlich nicht 500 Mrd. Euro alleine in Deutschland nur in unverkäuflichen Immobilien und Kunstschätzen.

Marty
 
Moment, soweit das den Sozialstaat betrifft, stimme ich ja zu. Aber Kirche ist eben nicht sozial, das weiß ich aus eigener Erfahrung in meiner Familie. Und ich verweigere mich dagegen, die Kirche gleichzustellen mit den Sozialleistungen eines Staates.

Siehst du, dass find ich ja auch O.k., dass du das bei der Kirche anders siehst, aber für mich ist sie teil eines sozialen Systems, welches ich halt als wichtig erachte.

Und was machen wir hier anderes. Das Ziel einer Diskussion sollte allerdings schon sein, den anderen zu überzeugen. Sonst würde hier jeder nur kurz seine Meinung abkippen und wieder verschwinden.

Naja für mich sieht der Sinn einer Diskussion schon anders aus :) Eigentlich sollte man offen in Diskussionen gehen (klappt nur sehr selten) Argumente versuchen aufzunehmen und in seine Gedankenwelt einzubetten. Man kann doch nicht davon ausegehen immer Recht zu haben und dem anderen unterstellen falsch zu liegen. Ich denke genau aus diesem Grund arten Diskussionen immer in "frontalkriege" aus im verbalen sinne :) Wenn man von sich aus stets über das gesagte nachdenkt und einige sachen schlüssig sind, dann baut sich eine diskussion schon auf. Und ich hatte auch schon geschrieben, dass man sicherlich über die Beitragshöhe sprechen kann, man über die Handhabung sprechen kann, aber darüber sprechen geht nicht wenn es nur eine seite gibt die direkt alles weg haben will weil sie es nicht braucht und die andere seite dann wie die Kirchenexperten aus dem Beitrag es so belassen will weil es halt so ist :)
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Wie gut, dass wir in einem Sozialstaat leben und das alle wissen :) Ich werde in meinem Leben wohl auch keine Behindertenrente mehr Kassieren, dennoch wird dies von meinen Geldern bezahlt. Ich werde wohl auch nicht mehr in ein Waisenheim kommen und dennoch wird das von meinem Geld mitbezahlt. Sorry aber in einem Sozialstaat geht es nicht darum, ob man Leistungen in Anspruch nimmt. Es geht darum, dass man aus sozialen Gründen auch dann füreinander einsteht wenn man selber nichts davon hat.

Das ist doch völliger Quatsch!

Steuerfinanzierte Leistungen des Staates, wie die Beispiele die du aufzählst, stehen den Menschen unabhängig von ihrer Glaubenszugehörigkeit zu. Das ist gesetzlich geregelt und gut damit. Was die Kirche mit den Kirchensteuereinnahmen anstellt, bleibt ihr überlassen. Daß die "wohltätigen" Leistungen nicht allen zugute kommen, bleibt außen vor.

Die Kirche ist halt nun mal kein Sozialstaat, und das kann man auch nicht vergleichen. Sie ist und bleibt eine Sekte und ihre Leistungen kommen nur ihren Mitgliedern zugute.

Ich hab auch mal gedacht, daß ich nur aus dem Verein austreten muß, um diese Zwangsmoralgeschichte nicht mehr zu unterstützen. Seit ich Selbständig bin und Leute sozialversichere, weiß ich es besser. Bei den pauschal besteuerten Arbeitsverhältnissen wird ohne Nachfrage und ohne die Möglichkeit das zu verhindern, Kirchensteuer abgezogen. Und das auch bei Moslems oder Leuten, die aus der Kirche ausgetreten sind oder nie drin waren. Das ist doch der Beschiß. Was will ich als Atheist oder der Moslem denn mit dem katholischen Seelsorger wenn ich in seelischer Not bin? Bezahlt die Kirche den Rabbi, wenn mein jüdischer Mitbürger ihn braucht? Nee!

Damit sind wir wieder am Ausgangspunkt: die Kirche mag sozial sein, aber sie ist nicht der Staat. Wenn ich akzeptiere, daß der Staat Steuern erhebt, dann haben die Einnahmen ALLEN zugute zu kommen, und nicht den partikularen Interessen einer Sekte. Wenn Scientology vom Staat aus Steuergeldern subventioniert würde, dann hätten wir hier bestimmt eine Diskussion, die sich gewaschen hätte. Würden die Deutschen besteuert, um die Jüdischen Gemeinden zu finanzieren, käme es zum Pogrom.

Wenn die Kirchensteuer denn ok sein soll, dann soll sie allen "Kirchen" zugute kommen und nicht nur der christlichen. Weil das nicht der Fall ist, und das auch nicht im entferntesten mit "sozial" gleichzusetzen ist, gehört die Steuer abgeschafft. Die Kirche erbringt ihre Leistungen freiwillig, ist zu nichts verpflichtet. Wenn sie keine Lust mehr hat, "Gutes" zu tun, dann läßt sie es einfach, und niemand kann ihr reinreden. Aber ihre Subvention wird trotzdem eingezogen. Das ist im Wortsinn asozial.

Wenn der ganze Kack denn so toll ist, dann sollen die "Christen" ihren Beitrag freiwillig leisten. Damit wäre wenigstens so etwas wie soziale Gerechtigkeit hergestellt.

Aber soweit wird es nicht kommen. Der reichsten Firma der Welt geht es um Macht und den Erhalt derselben.

Was Jesus, ihr historischer Chef, gepredigt hat, nämlich Armut, hat nie wirklich interessiert. Demut, die auch den Verlust weltlicher Privilegien beinhalten müßte, kommt nicht vor. Was ist, sind Selbstgerechtigkeit und Machtpolitik. Was ich oben gelesen habe, daß die Kirche so vorsichtig wirtschaftet, um in tausend Jahren noch zu existieren, ist die ultimative Bankrotterklärung. Es geht um Kohle, nicht um Glauben. Eigentlich müßte der Vatikan an die Börse. Ihr Produkt, der Verkauf von Nothing an Schafe, ist die ultimative Renditechance. Das Eintreiben eines Tributes durch den Staat ist und bleibt ein Skandal. Das Argument, daß die karitativen Aktivitäten der Kirche doch was "Gutes" sind, gleicht dem, daß die Nazis doch mit dem Autobahnbau was tolles geleistet haben. Oder daß es ohne Scheiße niemals Klopapier gegeben hätte.

So, und nun dürft ihr mir das auseinander nehmen...
 
Seit ich Selbständig bin und Leute sozialversichere, weiß ich es besser. Bei den pauschal besteuerten Arbeitsverhältnissen wird ohne Nachfrage und ohne die Möglichkeit das zu verhindern, Kirchensteuer abgezogen. Und das auch bei Moslems oder Leuten, die aus der Kirche ausgetreten sind oder nie drin waren.
Welche Kirche soll das dann bekommen?
Die 2% Pauschalsteuer ist wohl eher Lohnsteuer mit der Erklärung, dass die Kirchensteuer abgegolten ist, damit die Kiche nicht nochmal kommen kann.

Wenn die Kirchensteuer denn ok sein soll, dann soll sie allen "Kirchen" zugute kommen und nicht nur der christlichen. Weil das nicht der Fall ist, und das auch nicht im entferntesten mit "sozial" gleichzusetzen ist, gehört die Steuer abgeschafft.
Dieser Staat würde nicht existieren gäbe es nicht die Kirche - sieh es meinetwegen als eine Art Rente. Alle profitieren direkt oder indirekt von der Kirche.

Was Jesus, ihr historischer Chef, gepredigt hat, nämlich Armut, hat nie wirklich interessiert.
Wo hat Jesus Armut gepredigt?

Was ich oben gelesen habe, daß die Kirche so vorsichtig wirtschaftet, um in tausend Jahren noch zu existieren, ist die ultimative Bankrotterklärung. Es geht um Kohle, nicht um Glauben.
Dein Glauben ist auch Deine Privatsache - zwischen Dir und Gott, ich will jedenfalls keine Einmischung von irgendeinem anderen Menschen oder einer Institution haben.

Vermögenswerte meinen die wohl eher. Die katholische Kirche besitzt sehr viel Ländereien, hat Kunstschätze die wohl mit eingeschätzt werden aber niemals verkauft werden können und und und. Aber darum geht es doch garnicht.
Die wurden eben gespendet und sicher nicht über Kirchensteuer finanziert.

Ich bin der Meinung, dass die Kirche aus sozialen Gründen einer Gemeinschaft der Bundesbürger Deutschlands ein anrecht darauf hat. Meine gründe habe ich dargelegt (auch wenn du sie wohl mißverstehst).
Auch eine juristische Person kann Vermögen besitzen, ohne gleich an die Börse gehen zu müssen.
 
Zuletzt bearbeitet:
auch der staat? alles was die kirche leistet, kann auch der staat zahlen, wenn er die kirche für diese leistungen nicht bezahlt.

und du glaubst er würde das geld auch dazu verwenden? So wie die Überschüsse aus der Arbeitslosenversicherung den Arbeitnehmern, die eingezahlt haben, wieder zugute kommen? Dass ich nicht lache.

Bei der Kirche gibt es wenigstens noch einen gewissen moralischen Codex, der eingehalten wird.

mir geht es in diesem beitrag nicht über den glauben und blabla. mir gehts einfach darum, dass die kirche gelder vom staat und daher auch VON JEDEM VON UNS. (auch muslimen usw usw) abzieht. dieselben leistungen die für uns alle von bedeutung sind könnte auch der staat einfach leisten.
Wenns so einfach wäre, warum tut ers nich?


Die Kirche ist halt nun mal kein Sozialstaat, und das kann man auch nicht vergleichen. Sie ist und bleibt eine Sekte und ihre Leistungen kommen nur ihren Mitgliedern zugute.
Das ist so nicht korrekt.
Wieviele Einrichtungen sind von der Kirche und von ihren Gemeinden finanziert und können von jedem, egal welcher Religion/Nation oder welchen Geschlechts auch immer in Anspruch genommen werden???


Was will ich als Atheist oder der Moslem denn mit dem katholischen Seelsorger wenn ich in seelischer Not bin? Bezahlt die Kirche den Rabbi, wenn mein jüdischer Mitbürger ihn braucht? Nee!
is doch wurst, wer an meinem Sterbebett sitzt, solang nur irgendeiner da is 8O

Wenn der ganze Kack denn so toll ist, dann sollen die "Christen" ihren Beitrag freiwillig leisten. Damit wäre wenigstens so etwas wie soziale Gerechtigkeit hergestellt.
Wer nicht zahlen will, kann ganz einfach austreten. Du brauchst dich nichtmal vor jemandem rechtfertigen...


Aber soweit wird es nicht kommen. Der reichsten Firma der Welt geht es um Macht und den Erhalt derselben.
So wie jeder anderen Firma, die an derselben Stelle wäre übrigens auch...

Was Jesus, ihr historischer Chef, gepredigt hat, nämlich Armut, hat nie wirklich interessiert. Demut, die auch den Verlust weltlicher Privilegien beinhalten müßte, kommt nicht vor. Was ist, sind Selbstgerechtigkeit und Machtpolitik.

Was ist mit den Bettelorden? Die es heute noch gibt :ugly:


Das Argument, daß die karitativen Aktivitäten der Kirche doch was "Gutes" sind, gleicht dem, daß die Nazis doch mit dem Autobahnbau was tolles geleistet haben. Oder daß es ohne Scheiße niemals Klopapier gegeben hätte.
Was für bescheuerte Vergleiche, ernsthaft... 8O
 
Wer nicht zahlen will, kann ganz einfach austreten. Du brauchst dich nichtmal vor jemandem rechtfertigen...
wie oft muss ich das noch fragen?
hast du dir das video angesehn?
das komplette thema ist, dass wir die kirche finanzieren, auch wenn man die kirchensteuer nicht zahlt...
 
im grunde finanzier ich deine rente auch, obwohl ich das gar nich will.:evil:
das nennt sich halt solidarsystem.
und du kannst nicht behaupten, dass die kirche für dich nie was getan hat.
 
Welche Kirche soll das dann bekommen?
Die 2% Pauschalsteuer ist wohl eher Lohnsteuer mit der Erklärung, dass die Kirchensteuer abgegolten ist, damit die Kiche nicht nochmal kommen kann.

Ist das eine Frage mit geratener Antwort?
Von der Steuerpauschale geht halt ein Teil als Kirchensteuer. Und an welche Kirche die geht brauch ich doch nicht erklären. Seht gut ist die Annahme, daß die Kirche nochmal kommen könnte...
Wenn ich in einer Kirche sitze, bekomme ich irgendwann den Klingelbeutel vorgehalten. Ok, war ja meine Entscheidung dahin zu gehen. Aber wie gesagt, weder ich noch meine Angestellten sind religiös und wollen nicht zwangsweise christliche Organisationen (auch keine anderen religiösen Machenschaften) unterstützen.

Dieser Staat würde nicht existieren gäbe es nicht die Kirche - sieh es meinetwegen als eine Art Rente. Alle profitieren direkt oder indirekt von der Kirche.
?
Mir ist nicht bekannt, daß die BRD so eine Art Gottesstaat ist. Inwiefern hängt ihre Existenz mit der Kirche zusammen? Ich denke, wir haben eine Verfassung statt eines Gebetbuches.
Mag sein, daß ich irgendwie von karitativen Aktivitäten der Kirche profitiere. Das tu ich aber auch von denen der anderen Glaubensgemeinschaften. Ab er darum geht es doch gar nicht! Die die sozialen Aktivitäten der Gläubigen könnten genauso gut staatlicherseits organisiert werden. Dann wäre es wenigstens säkulär geregelt. Dann ständen die Leistungen einerseits und die daran hängenden Arbeitsplätze allen zur Verfügung und nicht nur denen mit dem "richtigen" Bekenntnis.

Ich betone nochmal: ich bestreite nicht die Notwendigkeit, daß sich die Kirche irgendwie finanzieren muß. Ich bestreite aber die Richtigkeit der Verfahrensweise. Es kann nicht angehen, daß ich im Namen irgendjemandes Gottes Ärger mit dem Finanzamt bekomme.

Wo hat Jesus Armut gepredigt?

Die “Aussendungsrede”

"Diese Zwölf sandte Jesus aus und gebot ihnen: … Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe. Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben. Steckt nicht Gold, Silber und Kupfermünzen in euren Gürtel. Nehmt keine Vorratstasche mit auf den Weg, kein zweites Hemd, keine Schuhe, keinen Wanderstab … Wenn ihr in eine Stadt oder in ein Dorf kommt, erkundigt euch, wer es wert ist, euch aufzunehmen; bei ihm bleibt, bis ihr den Ort wieder verlaßt" (Matthäus 10,5-11; Einheitsübersetzung).

Diese zwölf sind die Apostel, u.A. Petrus, dessen Nachfolger der Papst sein soll. Noch Fragen?


Dein Glauben ist auch Deine Privatsache - zwischen Dir und Gott, ich will jedenfalls keine Einmischung von irgendeinem anderen Menschen oder einer Institution haben.
Mal davon abgesehen, daß ich an nichts glaube und es deshalb auch keine Privatsache zwischen mir und und einem Mystizismus gibt: du forderst genau das gleiche wie ich, nämlich daß sich die Kirche sich nicht in mein Leben einmischt und erst recht der Staat sich nicht zu ihrem Büttel macht.
 
Ist das eine Frage mit geratener Antwort?
Von der Steuerpauschale geht halt ein Teil als Kirchensteuer. Und an welche Kirche die geht brauch ich doch nicht erklären. Seht gut ist die Annahme, daß die Kirche nochmal kommen könnte...
Die Frage ist von dem Satz unabhängig. Die Steuerpauschale beträgt höchstens 8€ und ich glaube nicht, dass davon irgendwas an eine Kirche geht. Immerhin muss die Kirchensteuer immer an die Kirche abgeführt werden in der der Arbeitnehmer Mitglied ist. Beweise das Gegenteil.

Mir ist nicht bekannt, daß die BRD so eine Art Gottesstaat ist. Inwiefern hängt ihre Existenz mit der Kirche zusammen? Ich denke, wir haben eine Verfassung statt eines Gebetbuches.
Die Verfassung gibt es gerade mal seit gut 90 Jahren, die Kirche gibt es schon seit über 1000 jahren und davor war hier Wald und Unland.

Die die sozialen Aktivitäten der Gläubigen könnten genauso gut staatlicherseits organisiert werden. Dann wäre es wenigstens säkulär geregelt.
Das ist ein wichtiger Punkt. Warum sollte der Staat seine Bürokratie derart ausweiten?
Ich meine diese Aufgabe ist in den Händen der Kirchen besser aufgehoben.

Ich betone nochmal: ich bestreite nicht die Notwendigkeit, daß sich die Kirche irgendwie finanzieren muß. Ich bestreite aber die Richtigkeit der Verfahrensweise. Es kann nicht angehen, daß ich im Namen irgendjemandes Gottes Ärger mit dem Finanzamt bekomme.
Mit dem Finanzamt bekommst Du nur Ärger wenn Du Deine Steuern nicht zahlst, und dann nicht im Namen Gottes, sondern aufgrund der Steuergesetzgebung. Die Kirchensteuer ist dabei peripher.

Die “Aussendungsrede”

"Diese Zwölf sandte Jesus aus und gebot ihnen: … Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe. Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben. Steckt nicht Gold, Silber und Kupfermünzen in euren Gürtel. Nehmt keine Vorratstasche mit auf den Weg, kein zweites Hemd, keine Schuhe, keinen Wanderstab … Wenn ihr in eine Stadt oder in ein Dorf kommt, erkundigt euch, wer es wert ist, euch aufzunehmen; bei ihm bleibt, bis ihr den Ort wieder verlaßt" (Matthäus 10,5-11; Einheitsübersetzung).

Diese zwölf sind die Apostel, u.A. Petrus, dessen Nachfolger der Papst sein soll. Noch Fragen?
Naja, Katholiken sind eh komisch. Aber mit diesem Gebot wird eine bestimmte Zielgruppe, nämlich reiche Personen, für die Apostel vorgegeben - die dann auch eine Gemeinde gründen konnten, denn Arme können die Apostel sicher nicht beherbergen.
Hier hat Jesus nicht im Allgemeinen Armut gepredigt. Anders Beispiel?

Der Papst ist auch kein Apostel, sondern eher ein Verwalter des Erbes der Apostel. Deshalb kann man sich auch von ihm lossagen und einen anderen Verwalter bestimmen. Ihm gehören auch die Besitztümer nicht, sondern er hat sie ebenso nur zu verwalten.

Mal davon abgesehen, daß ich an nichts glaube und es deshalb auch keine Privatsache zwischen mir und und einem Mystizismus gibt: du forderst genau das gleiche wie ich, nämlich daß sich die Kirche sich nicht in mein Leben einmischt und erst recht der Staat sich nicht zu ihrem Büttel macht.
Dieser "Mystizismus" wird eben auch mit einer Ideologie vermischt. Die Kirchen zeigen Wege auf und es ist jedem selbst überlassen einer dieser Wege zu folgen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was die Kirche mit den Kirchensteuereinnahmen anstellt, bleibt ihr überlassen.

Nein. Ist gesetzlich geregelt.

Die Kirche ist halt nun mal kein Sozialstaat
Doch, der Vatikan ist einer.

Sie ist und bleibt eine Sekte und ihre Leistungen kommen nur ihren Mitgliedern zugute.

Sekte per Definition? Nein. Und die Leistungen gehen auch an andersgläubige, Bsp. 3. Welt (ok, auch wenns da langsam mehr Christen als bei uns gibt.^^

Bei den pauschal besteuerten Arbeitsverhältnissen wird ohne Nachfrage und ohne die Möglichkeit das zu verhindern, Kirchensteuer abgezogen. Und das auch bei Leuten, die aus der Kirche ausgetreten sind oder nie drin waren.
Bei meinen Angestellten die aus der Kirche ausgetreten sind, wirds nicht abgezogen.
Was will ich als Atheist oder der Moslem denn mit dem katholischen Seelsorger wenn ich in seelischer Not bin?
Dich ausquatschen. Die Jungs und Mädels können auch zuhören wenn du ein Maya wärst.
Wenn ich akzeptiere, daß der Staat Steuern erhebt
Tust du, du lebst in diesem Land. Freiwillig.
,
dann haben die Einnahmen ALLEN zugute zu kommen, und nicht den partikularen Interessen einer Sekte.
Jo, genau. Gibt jährlich so nen netten Bericht über Steuerverschwendung. Da sag ich nur: Hey Staat hey Staat hey Staat...
Wenn Scientology vom Staat aus Steuergeldern subventioniert würde
Haben die nicht nötig, da ist genug Geld vorhanden ;)
,
dann hätten wir hier bestimmt eine Diskussion, die sich gewaschen hätte.
Die hatten wir schon.
Würden die Deutschen besteuert, um die Jüdischen Gemeinden zu finanzieren, käme es zum Pogrom.
Ohne polemisch zu werden, aber nur weil mein Opa mitgekriegt hat, zahl ich heut noch ;)

Wenn die Kirchensteuer denn ok sein soll, dann soll sie allen "Kirchen" zugute kommen und nicht nur der christlichen.
Dann sollen sie auch alle erheben und vom Staat genehmigt bekommen. Deutschland ist halt nunmal christlich. Du kannst gern an andere Kirchen auch noch zahlen, steht dir frei.

Weil das nicht der Fall ist, und das auch nicht im entferntesten mit "sozial" gleichzusetzen ist, gehört die Steuer abgeschafft
.
Jepp, Anarchie rules!^^
Die Kirche erbringt ihre Leistungen freiwillig, ist zu nichts verpflichtet.
Doch, ist sie - ist immer noch gesetzlich geregelt.

Wenn der ganze Kack denn so toll ist, dann sollen die "Christen" ihren Beitrag freiwillig leisten.
Tun viele, Christen nicht mit Kirche verwechseln - sind 2-1/2 paar Schuhe.


Aber soweit wird es nicht kommen. Der reichsten Firma der Welt geht es um Macht und den Erhalt derselben.
Was hat McDonalds damit zu tun? ;)

Was ich oben gelesen habe, daß die Kirche so vorsichtig wirtschaftet, um in tausend Jahren noch zu existieren, ist die ultimative Bankrotterklärung.
Na, den Vatikanschatz angelegt sollt länger reichen. Notfalls verkauft man eben einen von den 47 Nägeln des Kreuzes Christi.
Es geht um Kohle, nicht um Glauben. Eigentlich müßte der Vatikan an die Börse.
Sind sie schon in vielen Bereichen.
Ihr Produkt, der Verkauf von Nothing an Schafe, ist die ultimative Renditechance.
Falsch. Sie haben eins, und Seelenheil ist ein nicht zu unterschätzendes Produkt.
Das Eintreiben eines Tributes durch den Staat ist und bleibt ein Skandal.
Wärs dir lieber wenn irgendwelche irren Kampfpriester monatlich bei dir klingeln würden? ;)
Das Argument, daß die karitativen Aktivitäten der Kirche doch was "Gutes" sind, gleicht dem, daß die Nazis doch mit dem Autobahnbau was tolles geleistet haben.
Bis dato hattest du ja versucht vernünftig zu argumentieren, aber der Spruch is ja unter aller Sau!

So, und nun dürft ihr mir das auseinander nehmen...

Gemacht

Nun nochn kurzer Nachtrag von mir:
a) bin ich definitiv kein Freund der Kirche, unterscheide aber zwischen dem Christentum und der Kirche - geht weit auseinander. Luther 4 President^^
b) bin ich auch ausgetreten, und das obwohl meine Ex-Frau Bilanzbuchhalterin für "karitative" Einrichtungen (Alten und Pflegeheime) war. Gab gut Gezeter in der Firma von Ihr ;)
c) so quer die Kirche neben der Welt lebt, so froh bin ich trotzdem das es sie gibt. Und wenns einfach nur aus dem Argument ist, daß sie vielen Leuten hilft, die sich helfen lassen wollen.
d) wer nicht zahlen will tritt aus und gut is
e) versteh ich deinen Post durchaus, nur hab ich keine Ahnung wo du deine Infos her hast, die sind allerdings mehr als..., ähhh, ...dürftig.
Damit hängst du von der Argumentation her auf der gleichen Schiene wie der Vatikan. Tu dir selber nen Gefallen, glaub nicht dem ersten Artikel/besoffenen Kneipenbekanntschaft die nen schlauen Eindruck machen, sondern recherchier weiter.
Viel Spaß beim Zwiebelschälen
 
zu Punkt D deiner Aufstellung:
Es müsste heißen, wer zahlen will bleibt drin.

Ich versuch das mal in ein Beispiel zu packen. Du kommst auf die Welt und wirst mit ausstellen der Urkunde "Kunde" bei der Telekom. Natürlich kannst du noch nicht zahlen aber WENN du kannst, dann zahlst du. Ob du willst oder nicht.
Ok... jetzt darfst du zwar die Leistungen der Telekom in Anspruch nehmen, vielleicht machst du das auch das ein oder andere mal, stellst aber fest das die Telekom irgendwie nicht dein Ding ist....egal warum!
Einfach nicht mehr zahlen geht nicht, ansonsten bekommst du ärger mit dem FA, also musst du dir einen Tag frei nehmen und zum Amtsgericht heizen, damit du entlich aus dem Vertrag rauskommst.

Merkst du was?;)
 
zu Punkt d meinerseits Makro,
meinte ich schon so:
wer nicht zahlen will, tritt aus.
Ist doch eigentlich gar nicht Diskussionsbedürftig ;)
 
Ahh, jetzt kapiert ;)
Ok, ich formuliers um:
wer nicht mehr zahlen will, tritt aus ;)
 
Böh, das macht keine Böcke, wenn nur noch einzelne Sätze aus dem Zusammenhang gerissen und verdreht werden. Vielleicht hab ich mich auch nur schlecht ausgedrückt. Bevor ich mich hier raushalte, will ich aber noch zwei
Sachen los werden:
Niemand stellt hier die Tatsache in Frage, daß der Staat Geld für die Kirche eintreibt. Den anderen Glaubensgemeinschaften überläßt er es doch auch, selbst für ihre Finanzierung zu sorgen. Mir leuchtet nicht ein, warum die Kirchenmitglieder ihr Geld nicht in den Opferstock schmeißen oder überweisen können, wenn sie zu faul sind, in die Kirche zu gehen.
Und:
Ich hab auch schon im Ausland gelebt. Ich wurde nicht von Irren an der Tür belästigt. Und nein, dort regierte auch nicht die Anarchie. Dort spiegeln die Einnahmen der Communities dann mal wieder, was sie ihren Mitgliedern wert sind.

Ich hoffe ihr habt mich nun verstanden. Ich wünsche euch den Frieden...

edit: da sind zwischendurch ja noch neue Postings gekommen. dann hab ich doch noch was:
Es müßte heißen: Wer zahlen will tritt ein.
Aber das hatte Makro eigentlich schon gut erläutert.
 
tax, ich würds mir auch anders wünschen, nen kurzen Epilog hab ich noch für dich:
Auswandern hilft ;)

punk on *g*
 
tax, ich würds mir auch anders wünschen, nen kurzen Epilog hab ich noch für dich:
Auswandern hilft ;)

punk on *g*

Hach nee, ich komm hier wohl nicht weg.
Auswandern hilft halt nicht. Das ist nicht mein Politikverständnis. Ich lauf nicht vor dem weg, was mir nicht paßt. Ich versuche es zu ändern.