charmehaar
Well-known member
- 5 Mai 2006
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Eine Revolution unter Saddam ist ein Ding der Unmoeglichkeit !
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Photon schrieb:Bush mit Hussein, nicht die USA mit Hussein. Da musst Du schon differenzieren! Ihr holt euch Vergleiche herbei, die natürlich im direktem Vergleich unhaltbar sind. Mir sind die Methoden beider Staatsmänner bekannt und natürlich schneidet in dem Vergleich der Bush besser ab.
Photon schrieb:[...] Was ist der USA also ein Menschenleben wert? Welche "Moralvorstellungen" hat denn die USA? Besser als Hussein? Soso...
Photon schrieb:Ich möchte nicht im Irak gelebt haben zur Zeit von Hussein. Aber ich möchte es jetzt nach Hussein auch nicht.
Hast Du im Irak gelebt? Weißt Du es so sicher?charmehaar schrieb:Eine Revolution unter Saddam ist ein Ding der Unmoeglichkeit !
Ach das meintest Du! Ja, stimmt, war mein Fehler. Meinte mit "USA" natürlich die augenblickliche Bush-Regierung.bennsenson schrieb:[...]
Also Du musst zugeben, ein wenig mehr Genauigkeit würde Dir gut zu Gesicht stehen. Der Post Nr.1 liest sich nun wirklich anders als Post Nr.2.
Photon schrieb:Ach das meintest Du! Ja, stimmt, war mein Fehler. Meinte mit "USA" natürlich die augenblickliche Bush-Regierung.
Findest Du? Ich wage zu behaupten, dass einem Herrn Bush ein Menschenleben exakt genauso viel (oder in dem Vergleich: wenig) bedeutet, wie einem Herrn Hussein. Hatte ja nun auch ausführlich geschrieben, warum. Woher die Annahme, dass es anders ist?bennsenson schrieb:Das ist dann übrigens immernoch zu undifferenziert![]()
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Photon schrieb:Zwar ein nicht ganz passender Vergleich, aber denk' mal an die DDR. Systemkritiker wurden ebenso verhaftet und weggesperrt, wohl auch gefoltert [...] Trotzdem gingen die Menschen auf die Straße. Hätte es solche Demonstrationen im Irak gegeben (die wahrscheinlich auch gewaltsam aufgelöst worden wären), dann hätte die USA ihre (zwar schwache, aber vorhandene) Legitimation gehabt. Gab es aber nicht. Waren die Iraker zu blöd, zu feige oder doch nicht unzufrieden genug?
Den dummen/schweigsamen Trotteln, die sich von einem System unterdrücken lassen, geht es in Diktaturen nie besonders schlecht... So kann ich mir auch erklären, dass im Osten noch immer relativ viele den Kommunismus schönreden... (Einfältige gibt es halt überall, die den bequemen Strukturen nachjammern...)Photon schrieb:Ich kenne aber einen Iraker. Das ist zwar nicht sonderlich repräsentaiv für alle, aber bezeichnend. Der sagte nämlich auch sinngemäß zu mir, dass "...wenn man den Mund gehalten und nicht kriminell war, ging es jedem auch gut. Es gab genug Essen, man hatte ein Heim und man fühlte sich sicher..."
/me mal bennsenson wieder freundlich auf die Füßchen hilftbennsenson schrieb:Immerhin kennzeichnest Du Deine schlechten Vergleiche jetzt vorher. Aber nichtsdestotrotz kippe ich ein weiteres Mal aus den Latschen.
Ja, auf genau diesen Vergleich habe ich schon gewartetbennsenson schrieb:Im Irak hat Hussein als Führer der Sunniten (damals etwa 40% der Bevölkerung) die Mehrheit des Landes, die Schiiten (etwa 60%) unterdrückt, mit einer systematischen körperlichen Gewalt, die an Völkermord grenzte. Wo bitte hat es das in der DDR gegeben? Ist jawohl klar, dass man sich nicht erhebt, wenn vor jeder schiitischen Haustür ein Erschießungskommando steht.
Naja, oder es ist das subjektive Empfinden es Einzelnen. Warum sich gegen ein Regime erheben, unter dem es mir und meinen Lieben gut geht? Was interessieren mich die Querolanten, die sich gegen das System, in dem ich lebe und mich wohlfühle, auflehnen? Was gibt uns also das Recht zu beurteilen, wie gut oder schlecht ein System ist, sofern es nicht uns selbst bedroht (beispielsweise mit Massenvernichtungswaffen, wie die Bush-Regierung)?phip schrieb:Den dummen/schweigsamen Trotteln, die sich von einem System unterdrücken lassen, geht es in Diktaturen nie besonders schlecht... [...]
phip schrieb:Wie kann man nur so kranke Vergleiche ziehen?
Ja! Aber wenn man sich gar nicht unterdrückt fühlt, dann auch? Will man dann auch befreit werden?bennsenson schrieb:[...]
Hätte sicherlich viele Tote gegeben, aber besser tot als unterdrückt was?!
Übrigens gar kein so blöder Vergleich. Wer weiß, was passiert wäre, wenn H****r keinen Krieg mit der halben Welt angezettelt hätte. Hätten sich dann die Engländer, Amerikaner, Franzosen und Russen auch eingemischt? Oder hätte die damalige USA unser Tun sogar befürwortet, uns vielleicht sogar unterstützt? Hätte man im Bezug auf die Judenvernichtung etwa auch ein Auge zugedrückt, wie man es in Afrika später getan hat und es als "innerpolitisches Problem" abgetan, sofern es überhaupt bekannt geworden wäre? Schließlich waren wir hier "die östlichste Front" im Kampf gegen den größten Feind - den Kommunismus...phip schrieb:Wenn es danach ginge, hätte wir noch einen Österreicher als Staatschef... [...]
Naja, bewaffneter Widerstand wäre mangels Waffen wohl auch nicht möglich gewesen. Die Allierten hatten schliesslich fast alles, was Waffen bedienen konnte (inkl. Familie) weggebombt. Aber das wird geflissentlicht übersehen.das_makro schrieb:In Deutschland der 40er und 50ger Jahre des letzten Jahrhunderts, hat es
meines Wissens nach keinen solchen Widerstand gegen die Allierten gegeben,
wie Heute im Irak.
Vielleicht, weil noch keine Zeitung tausende Reporter hatte, die jeden Furz eines allierten Soldaten gefilmt und dokumentiert hat. Es fanden aber auch im Westen Exkutierungen von Zivilisten, Übergriffe gegen die Bevölkerung, Vergewaltigungen etc. statt. Nur hat es niemanden in der Welt interessiert.Massaker wie das Jüngste
im Irak sind mir nicht bekannt.
Richtig, das ist die einzige Aussage, die zu dem Thema stehen bleiben sollte. Aber wenn man einige zehntausend Soldaten in einen Krieg schickt, dann hat man auch welche dabei, die irgendwann austicken bei der Arbeit, die sie da machen. Das gehört aufgeklärt und bestraft. Aber einen ganze Armee dafür verantwortlich zu machen, ist nicht richtig.Ich kann den Frusst der Soldaten verstehen aber KEIN Soldat der Welt,
schon garnicht der westlichen Welt und überhaupt garnicht aus einem Land,
dass die Freiheit als eines der höchsten Güter ansieht, hat das Recht
Verbrechen gegen die ZIVILBEVÖLKERUNG zu begehen!
Um mal auf deine Frage einzugehen zu diesem Thema, die du auch im Thread hättest stellen können, Renommee war dazu völlig unnötig:renommee phip schrieb:Lass die Kirche im Dorf... Wie kann man über ne römische Besatzung froh sein? So ein Blödsinn...
) wurde besiegt, und unser Land wird technisch 10 Jahre gepushed. Was würdest du als bürger sagen? Bitte bitte, wir wollen weiterhin unterdrückung und technischen schrott? Ausserdem wollen wir unser altes einparteiensystem zurück? Ich glaub wohl kaum, dass das jemand sagen würde.Photon schrieb:Den Menschen ging es gut vor dem Krieg. Nach dem Krieg ging es mit dem Faustrecht weiter - Kampf um Lebensmittel, Wasser und Medizin.
Das tue ich eventuell genau dann, wenn Du mir sagst, woher Du die Informationen hast, dass "ganze Regionen" ausgehungert wurden um den Widerstand zu brechen. Wenn es eine glaubwürdige Quelle ist, dann überlege ich es mir malbennsenson schrieb:Photon, kannst Du endlich mit diesem, tschuldigung, SCHWACHSINN aufhören?! [...]
Du, ich bin kein Fan von "Bad Old Saddam". Mir ist auch klar, dass er kein Papa Theresa war. Ich bezog mich lediglich auf eine nötige Grundvesorgung im Lande. Du musst Dich ja nicht gleich so theatralisch aufblasen á la "...verhöhnt die zahllosen Opfer...". Was mögen wohl die vielen Millionen Menschen über ihre Befreiung denken, die jetzt Hunger leiden und mit Knüppeln ihr Wasser erkämpfen müssen? Und die, die jetzt nicht von Saddam, sondern von den US-Truppen exekutiert werden, weil sie verdammt nach Terroristen aussehen? Ob die sich auch glücklich zurücklehnen und sagen: Endlich sind wir frei? Hmm...bennsenson schrieb:[...]
ABgesehen von der systematischen Gewalt gegen verschiedene Ethnien, es entbehrt wirklich JEDER Grundlage, hier von "den Menschen gings gut" zu sprechen, im Gegenteil: Es verhöhnt die zahllosen Opfer.
[...]
Mumpitz. Schau dir Mittelamerika an, da kam es auch mit freundlicher Unterstützung der USA zu Revolution.charmehaar schrieb:Eine Revolution unter Saddam ist ein Ding der Unmoeglichkeit !