bennsenson
Makkabi
- 28 April 2006
- 2.427
- 107
konseyko schrieb:Ach dazu will ich nichts sagen.
Das glaub ich Dir.
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konseyko schrieb:Ach dazu will ich nichts sagen.
bennsenson schrieb:Wo genau? Und wer gibt Dir das Recht, den Grad der "Schlimmheit" zu beurteilen?! Äußerst zynische Bemerkung.
bennsenson schrieb:Das irakische Volk hat sich mehrheitlich das Ende der Ära Hussein gewünscht, allerdings wollen sich viele - geprägt durch einflussreiche islamistische Kreise - beim Neuaufbau von den USA nicht helfen lassen. Was die USA uns Mitte des letzten Jahrhunderts nach Deutschland gebracht haben, fand ich persönlich nicht schlecht.
bennsenson schrieb:Du weißt es nicht nur prozentual nicht, sondern überhaupt nicht. Das antisemitische Gefasel gehört aber (leider) zu den anti-amerikanischen Ressentiments, die ich ja bereits prophezeit habe.
das_makro schrieb:Meinst du nicht auch, dass Burger und Handys nicht alles sind? Was die Leute
wollen ist Frieden und Sicherheit. Kelle hat schon Recht, wenn er schreibt,
dass die Menschen im Irak heute in größerer Gefahr sind als vor 2003.
bis jetzt wurden 2.678 Soldaten und ca. 40.000 Zivilisten (das ist die untere Grenze an verschiedenen Studien) getötet. Wohlgemerkt, der Krieg ist noch nicht zu Ende, und es sieht derzeit auch nicht nach einem baldigem Ende aus. Ich bin aber der Meinung, man sollte den Krieg nicht nur nach Toten bewerten, sondern auch nach der Situation die Herrscht. Sicherlich war die Situation im Vietnam nach dem Krieg für das Volk verheerend, da sie anschließend von diversen Gruppen zum Teil versklavt wurden, aber die wirtschaftliche Situation im Irak ist auch nicht viel besser, von dem Schutz derjenigen, die sich jetzt den USA anschließen ganz zu schweigen, wenn erstmal die Truppen abziehen...Lacoste schrieb:Der Vietnam Krieg war zwar vor meiner Zeit, aber man muss kein Genie sein um zu sehen, dass das der Schlimmste war. Was dort an Verlusten auf beiden Seiten hinzunehmen war war/ist einfach kathastrophal
Ich will den Irak Krieg jetzt net verharmlosen, aber im Gegensatz zu Vietnam ist das noch gar nichts
Im Vietnamkrieg ging es nicht um "so nem scheiss" sondern um die besiegung des Kommunismus bzw. Kapitalismus. Allgemein bekannt unter dem Namen "Kalter Krieg". Ich finde schon, dass man Kriege vergleichen kann. Ich bin z.B. froh, dass vor tausenden vor Jahren die Römer bei uns einmarschiert sind, und uns gezeigt haben was Kanalisationen sind. Ich bin auch froh, dass die Allierten das 3. Reich beendet haben. Und warum bin ich froh? Weil die unterschiedlichen Besetzungen uns Vorteile gebracht haben. Das sollte ja -angeblich- der Irakkrieg auch. Er sollte den Irak vor dem bösen Diktator befreien. Gut und schön, das hätte ich auch befürwortet, aber dann? Einen Diktator kann man ggf. auch mit einem CIA Agenten wegräumen, aber dazu gleich ein ganzes Land stürmen? Nunja, selbst wenn man das Land stürmt, und dieser Krieg zahlreiche Opfer fordert, sollte man trotzdem alles daran setzen, dass DANACH eine deutliche Verbesserung für das Volk zu sehen ist. Diese Vermisse ich allerdings noch sehr im Irak. Stattdessem kommen immer wieder neue Horrormeldungen aus dem Irak, was dem irakischen Volk angetan wird. Was kann das Volk dafür? Das Volk hat under Sadam gelitten und tut es jetzt auch, vielleicht sogar noch mehr.8-Ball schrieb:Also ich denke das man Kriege nicht vergleichen kann da sie andere Hintergründe haben, außerdem ist es zu ganz verschiedenen Zeiten passiert!
Der Irakkrieg geht glaub ich noch wenn ich daran denke das der Iran anfängt mit Atombombenbau und so nem scheiss...
Das wird der Bush nicht lange zulassen und daraus kann sich denke ich schon was größeres entwickeln![]()
bennsenson schrieb:Die ethnische Mehrheit Iraks sowie politisch Andersdenkende und Intellektuelle wurden während des Hussein-Regimes unterdrückt und bei dem kleinsten Fehltritt ermordet. Es kann doch nicht euer Ernst sein, von "mehr Sicherheit und Frieden" vor 2003 zu sprechen. Natürlich ist Kriegszeit eine schlimme Zeit, aber wenn sie dazu führt, dass ein Terror-Regime abgelöst wird, ist es ein Opfer, was vertretbar ist.
bennsenson schrieb:Dass sich diese Nachkriegszeit im Irak als der "Krieg nach dem Krieg" entpuppt ist tragisch und wäre auch vorhersehbar gewesen, das gebe ich zu. Es soll auch nicht der Anschein aufkommen, ich wäre hier ein Fürsprecher der Bushregierung. Ich mag nur allzu monokausale und eingleisige Bewertungen dieses Krieges und dessen Auswirkungen auf den "einfachen Mann" im Irak nicht. Denn für viele war der Sturz von Saddam eine de facto eine Befreiung, die man ohne internationale Hilfe nicht verwirklicht hätte, wie man es auch immer dreht und wendet:
bennsenson schrieb:"Am 30. Januar 2005 wurden im Irak die ersten freien und allgemeinen Wahlen seit über 40 Jahren abgehalten. Die aktuelle politische Lage ist von Unsicherheit bestimmt. Dennoch sahen 60-70 % Verbesserungen seit dem Krieg oder erwarteten weitere bis 2005. Knapp 60 % vertrauten wieder der UNO (Resolution Mai 2004) und erwarteten Aufbauhilfe durch die USA (7 % lehnten sie ab)."
das_makro schrieb:Mit dem jüngesten Massaker agieren die USA nach auf meiner Liste der bösen Staaten im guten Mittelfeld. Mit anderen Worten:
Die sind KEINEN DEUT besser als Hussein und wie sie alle heißen!
auch wenn ich mit dem großteil deiner Beiträge einverstanden bin, muss ich dir hier wiedersprechen. Das Massaker ging nicht von Bush aus, sondern von ein paar "Patrioten" die ihr Land rechen wollten, das unterscheidet Bush deutlich von Hussein, der den Befehl zu diversen Massakern erteilt hat. Man kann die Amerikaner auch nicht für den Krieg verantwortlich machen, weil viele der Amerikaner gegen diesen Krieg sind. Der Krieg wurde über den Köpfen des Volkes entschieden und durchgeführt. Was ich traurig finde, dass Bush trotz dem Krieg wieder gewählt wurde... naja, es gibt menschen, die sich leicht täuschen lassen, und Menschen die dauerhaft an das gute im Menschen glauben...das_makro schrieb:Vertretbar? Du meinst das gezielte Kopfschüsse ( Betononung liegt auf
Schüsse) auf Frauen und Kinder vertretbar sind? Du meinst also auch
das die Folterattaken in den verschiedenen Gefängnissen im Irak und auf der
Welt im Namen der Terrorbekämpfung vertretbar sind?
Mit dem jüngesten Massaker agieren die USA nach auf meiner Liste der bösen
Staaten im guten Mittelfeld. Mit anderen Worten:
Die sind KEINEN DEUT besser als Hussein und wie sie alle heißen!
das_makro schrieb:Vertretbar? Du meinst das gezielte Kopfschüsse ( Betononung liegt auf
Schüsse) auf Frauen und Kinder vertretbar sind? Du meinst also auch
das die Folterattaken in den verschiedenen Gefängnissen im Irak und auf der
Welt im Namen der Terrorbekämpfung vertretbar sind?
Mit dem jüngesten Massaker agieren die USA nach auf meiner Liste der bösen
Staaten im guten Mittelfeld.
das_makro schrieb:[...] Die sind KEINEN DEUT besser als Hussein und wie sie alle heißen! [...] Man hat den Teufel mit dem Belzebub vertrieben oder die Pest mit Ebola bekämpft, wie du willst!
Befreit ... von Saddam, ja. Was die Koalition der Willigen direkt danach in dem Land geschaffen hat, war ein Machtvakuum. Und das wird heute mehr und mehr von religiösen Spinnern aufgefüllt, die genauso Andersdenkende und Intellektuelle ermorden. Mit dem Unterschied vielleicht, dass das unter Saddam berechenbar war. Die Terroristen sind es nicht.bennsenson schrieb:Allerdings bleibt es dabei, dass der Irak befreit wurde ...
Eine ähnlich weitsichtige Freude wie die der Osteuropäer, nachdem sie von H****r "befreit" wurden. Was jetzt allerdings keine Seitenhieb in Richtung G. W. Bush sein soll, vielmehr kann ich mir gut vorstellen, dass die Irakis nicht vorhersehen konnten, dass nach der Befreiung der blanke Terror herrschen würde.bennsenson schrieb:und ich finde es ziemlich bedenklich, dass Du glaubst beurteilen zu können, wieviele Menschen sich im Irak über die Befreiung von Hussein gefreut haben und wieviele nicht.
So etwas hat auch nicht einmal die Bush-Administration behauptet.das_makro schrieb:Viel beänstigender finde ich aber das es immer noch Menschen gibt, die das
Märchen der selbstlosen Befreiung glauben!
BFabian schrieb:So etwas hat auch nicht einmal die Bush-Administration behauptet.
das_makro schrieb:40.000 tote Zivilisten. Tolle Befreiung. Ich würde sagen: Danke... für NIX!
lebt diese Familie denn im Irak? Ich kenne nämlich einige Iraker hier in Deutschland, die Verwandte im Irak haben und ganz und gar nicht begeistert von der jetzigen Situation sind...bennsenson schrieb:Abgesehen davon, dass zu dieser Zahl sicherlich viele Paramilitärs gehören: Es klingt langsam so, als wärst du Iraker und selbst dabei gewesen. "Danke für Nix"... Ich persönlich kenne eine irakische Familie, die ihr Leben lang gehofft haben, dass Hussein gestürzt wird und den US-Truppen zugejubelt haben. Wieviele zivile Verluste gab es denn 1945 beim Sturm der Alliierten?! Haben da alle Deutschen geschriehen "Danke für Nix"?? Sicherlich nicht!
Liquid0815 schrieb:lebt diese Familie denn im Irak?