In Remember

22. September1732 - Herman Moll, englischer Kupferstecher, Kartograph und Verleger, stirbt in London.

Herman Molls genaue Herkunft ist unbekannt. Aufgrund der überragenden Bedeutung der niederländischen Kartographie im 17. Jahrhundert und der Tatsache, dass er in seinen späten Jahren eine Reise durch die Niederlande unternahm, nahm man lange Zeit an, er stamme aus Amsterdam oder Rotterdam. Sein im Original überliefertes Testament, in dem er seinen gesamten Besitz „im Königreich Großbritannien, in Deutschland oder anderswo“ an seine Tochter Henderina Amelia Moll vermachte und die Tatsache, dass der Name „Moll“ nicht nur im niederländischen, sondern auch im norddeutschen Raum verbreitet war, legen jedoch eher eine deutsche Herkunft nahe.


Bekannt wurde Moll für seine zahlreichen, zumeist aufwändig gestalteten Kartendarstellungen Europas und Amerikas. Daneben stellte er auch Karten für Daniel Defoes Robinson Crusoe und Jonathan Swifts Gullivers Reisen her. Molls Karten zeichnen sich vor allem durch die Klarheit in ihrer Darstellung und die bisweilen prachtvolle Gestaltung ihrer Titelkartuschen aus.
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Titelkupfer der dritten Ausgabe des Atlas Minor aus dem Jahr 1736 (Ausschnitt)
 
22. September 1711:
Der Indianerstamm der Tuscarora beginnt einen Krieg gegen europäische Siedler in North Carolina, der sich über mehr als drei Jahre hinziehen wird.

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Die Tuscarora waren ein indigenes Volk Nordamerikas, das ursprünglich in den heutigen Bundesstaaten North Carolina und Virginia lebte. Nach dem Tuscarora-Krieg im frühen 18. Jahrhundert wanderten die meisten Tuscarora nach Norden in den heutigen US-Bundesstaat New York aus und wurden dort zur sechsten Nation der Irokesen-Konföderation (Haudenosaunee). Ihre traditionelle Lebensweise basierte auf Ackerbau (insbesondere Mais), Jagd und dem Sammeln von Pflanzen wie Hanf, woher auch ihr Name abgeleitet ist

Am 22. September 1711 begann der Tuscarora-Krieg, ein blutiger Konflikt in North Carolina, als über 500 Tuscarora-Krieger, zusammen mit verbündeten Stämmen, europäische Siedler an den Flüssen Neuse und Pamlico angriffen. Dieser Angriff führte zur Zerstörung von Hunderten von Farmen, zur Tötung von mindestens 140 Menschen und zur Gefangennahme von etwa 40 Siedlern und markierte den Beginn des blutigsten Kolonialkrieges in North Carolina.

Der Tuscarora-Krieg (1711–1715) war einer der blutigsten Kolonialkriege in der Geschichte von North Carolina. Er markierte einen Wendepunkt, der die Machtverhältnisse in der Region dauerhaft veränderte.

Ursachen des Konflikts:
Landraub:

Europäische Siedler drangen ohne Erlaubnis tief in das Jagdgebiet der Tuscarora vor.
Sklavenhandel:
Kolonisten entführten regelmäßig Stammesmitglieder, um sie als Sklaven zu verkaufen.
Handelsbetrug:
Weiße Händler betrogen die indigene Bevölkerung systematisch bei Tauschgeschäften.
Gründung von New Bern:
Die Errichtung dieser Siedlung durch Schweizer und deutsche Kolonisten auf indigenem Land brachte das Fass zum Überlaufen.

Verlauf und Schlüsselereignisse:
September 1711:

Die Tuscarora starteten unter der Führung von Chief Hancock koordinierte Angriffe auf Plantagen.

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Erste Phase:
Die Siedler erlitten schwere Verluste und baten die Nachbarkolonie South Carolina um militärische Hilfe.
Indigene Allianzen:
South Carolina schickte Truppen, die von rivalisierenden Stämmen (wie den Yamasee und Catawba) unterstützt wurden.
März 1713:
Die Festung Fort Neoheroka der Tuscarora fiel. Über 950 Tuscarora wurden getötet oder gefangen genommen.

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Die Folgen:
Flucht nach Norden:

Die überlebenden Tuscarora flohen nach New York. Sie schlossen sich dort der Irokesen-Konföderation als sechste Nation an.
Koloniale Expansion:
Der Widerstand der indigenen Bevölkerung in North Carolina war gebrochen. Der Weg für ungehindert europäische Besiedlung war frei.
Wirtschaftlicher Ruin:
North Carolina war nach dem Krieg hoch verschuldet und die Entwicklung der Kolonie stagnierte jahrelang.
 
22. September 1968
Die bahnbrechende Verlegung der Tempel von Abu Simbel, notwendig geworden durch ein großes Stausee-Projekt, wird beendet.
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Warum war die Verlegung notwendig?
Das Projekt:

Ägypten baute in den 1960er Jahren den Assuan-Hochdamm, um den Nil zu regulieren und Strom zu erzeugen.
Die Bedrohung:
Durch den dadurch entstehenden, riesigen Nassersee drohten die über 3.000 Jahre alten Tempel von Pharao Ramses II. unwiederbringlich in den Wassermassen zu versinken.

Wie wurde die Rettung durchgeführt?
Die Allianz:
Die UNESCO startete einen weltweiten Spendenaufruf und koordinierte eine beispiellose internationale Rettungsaktion, an der rund 50 Länder beteiligt waren.
Die Technik:
Die monumentalen, direkt in den Fels gehauenen Tempel wurden in über 1.030 tonnenschwere Blöcke zersägt, vorsichtig abgetragen und an einem sicheren Ort wieder zusammengesetzt.
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Der neue Standort:
Die Tempel wurden auf einer künstlichen Hügelstruktur 64 Meter höher und rund 180 Meter weiter landeinwärts originalgetreu wieder aufgebaut.
Das Wunder der Präzision:
Die Ingenieure arbeiteten so präzise, dass sogar das berühmte Sonnenwunder erhalten blieb. Zweimal im Jahr (im Februar und Oktober) dringen die Sonnenstrahlen frühmorgens tief in das Innerste des großen Tempels und erleuchten drei der vier dort sitzenden Götterstatuen – exakt wie am ursprünglichen Standort.
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Heute gehört Abu Simbel zum UNESCO-Weltkulturerbe und zählt zu den beeindruckendsten Reisezielen im Süden Ägyptens.
 
22. September 1986:
In den USA wird die erste Folge der Fantasy-Sitcom Alf ausgestrahlt.
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ALF ist eine US-amerikanische Kult-Sitcom mit 102 Episoden, die von 1986 bis 1990 produziert und in Deutschland ab 1988 im ZDF ausgestrahlt wurde. Die Abkürzung steht für „Alien Life Form“ (Außerirdische Lebensform). Die Serie kombiniert klassischen Vorstadt-Familienalltag mit Science-Fiction-Elementen und schwarzem Humor.

Handlung und Hauptfigur:
Gordon Shumway:

Der eigentliche Name des Außerirdischen vom zerstörten Planeten Melmac.
Die Bruchlandung:
Alf stürzt mit seinem Raumschiff in die Garage der Familie Tanner.
Das Versteck:
Die Tanners beherbergen ihn heimlich, um ihn vor dem Militär (Alien Task Force) zu schützen.
Charakterzüge:
Er ist gefräßig, sarkastisch, besitzt acht Mägen und jagt leidenschaftlich gerne die Familienkatze Lucky.
Kult-Sprüche:
Sätze wie „Null Problemo!“ prägten die Popkultur der 80er-Jahre.

Die Familie Tanner & Nachbarn:
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Willie Tanner (Max Wright):

Der oft gestresste, aber gutmütige Familienvater und Sozialarbeiter.
Kate Tanner (Anne Schedeen):
Die resolute Mutter, die Alf oft in seine Schranken weist.
Lynn Tanner (Andrea Elson):
Die Teenager-Tochter der Familie.
Brian Tanner (Benji Gregory):
Der jüngere Sohn und Alfs bester menschlicher Freund.
Die Ochmoneks:
Die neugierigen Nachbarn Trevor und Raquel, vor denen Alf stets versteckt werden muss.

Produktion und Hintergründe:
Puppenspiel:

Erschaffen und hauptsächlich gesteuert wurde die Puppe von Serienschöpfer Paul Fusco, der Alf auch im Original sprach.
Deutsche Stimme:
In Deutschland wurde Alf unnachahmlich von Tommi Piper synchronisiert.
Schwere Dreharbeiten:
Hinter den Kulissen herrschten extreme Spannungen, da der Dreh mit der Puppe technisch kompliziert war und die menschlichen Darsteller mit den langen Wartezeiten unzufrieden waren.
Das abrupte Ende:
Die Serie endete mit einem dramatischen Cliffhanger („Consider Me Gone“), bei dem Alf vom Militär gefangen genommen wird. Erst der Spielfilm Project: ALF (1996) schloss die Geschichte ab.