In Remember

07. August 1588:
Kurz nach Mitternacht schickt Francis Drake acht brennende Schiffe in den Hafen von Calais, wo die Spanische Armada vor Anker liegt. Ein Teil der Flotte wird in Brand gesteckt, während der andere in Panik ohne Schlachtordnung aufs offene Meer flüchtet.
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Acht ausgediente Schiffe, die die Engländer unter dem Oberbefehl von Lord Howard und Vizeadmiral Sir Francis Drake als „Brander“einsetzten. Diese wurden mit Pech, Teer und Schießpulver beladen, in Brand gesteckt und nachts mit der Strömung auf die spanische Flotte zugetrieben.
Entgegen der Annahme verbrannte kein einziges spanisches Schiff direkt durch diese Brander. Dennoch war die Aktion ein psychologischer Geniestreich.Die spanischen Seeleute gerieten in extreme Panik. Sie befürchteten, es handele sich um sogenannte „Höllenbrenner“ (schwimmende Riesenbomben, die kurz zuvor bei der Belagerung von Antwerpen hunderte Soldaten zerrissen hatten). Um sofort fliehen zu können, kappten fast alle spanischen Kapitäne ihre schweren Ankerkabel, anstatt sie mühsam einzuholen.
Die Folgen: Die unzerstörte, aber völlig ungeordnete Armada wurde ohne Anker auf die offene, stürmische Nordsee hinausgetrieben und verlor ihre unbesiegbare halbmondförmige Schlachtordnung.Am nächsten Morgen (8. August 1588 ) nutzten die Engländer die taktische Auflösung der Spanier gnadenlos aus. In der folgenden Seeschlacht von Gravelines attackierten sie die verstreuten Schiffe aus nächster Nähe. Da den Spaniern die schweren Anker fehlten, konnten sie nicht mehr in sicheren Häfen Schutz suchen. Sie wurden nach Norden abgetrieben und mussten die britischen Inseln mühsam umsegeln, wo heftige Herbststürme an den Klippen von Schottland und Irland letztlich den Großteil der Armada vernichteten.
 
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07. August 1964:
Die Tonkin-Resolution des US-Kongresses als Reaktion auf den Tonkin-Zwischenfall am 4. August leitet endgültig die offizielle Beteiligung der USA am Vietnamkrieg ein.

Der Tonkin-Zwischenfall bezeichnet zwei militärische Ereignisse im August 1964 im Golf von Tonkin vor der Küste Nordvietnams, die der US-Regierung als offizieller Vorwand für den direkten Eintritt in den Vietnamkrieg dienten. Später stellte sich heraus, dass die Begründung für den Kriegseintritt auf einer bewussten Falschmeldung beruhte.

Die zwei Zwischenfälle:
2. August 1964:

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Es kam zu einem echten Schusswechsel. Nordvietnamesische Schnellboote griffen den US-Zerstörer USS Maddox an, der sich auf einer Spionagemission in nordvietnamesischen Gewässern befand.
Laut US-Regierung befand sich der Zerstörer USS Maddox in Internationalen Gewässern und wurde rechtswidrig angegriffen. Erst später stellte sich die Wahrheit heraus.

4. August 1964:
Die National Security Agency (NSA) und die US-Marine meldeten einen zweiten, angeblichen Angriff auf die USS Maddox und die USS Turner Joy. Dieser zweite Angriff hat historisch bewiesen nie stattgefunden. Die Besatzungen deuteten bei schlechtem Wetter fehlerhafte Sonarsignale und Nervosität als feindlichen Beschuss.
 
07. August 1909:
Nachdem sie als erste Frau mit einem Automobil die Vereinigten Staaten von Amerika durchquert hat, erreicht Alice Ramsey ihren Zielort San Francisco. Sie hat für ihre Fahrt knapp zwei Monate benötigt.
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Fakten zur historischen Fahrt:
Fahrzeug:

Maxwell 30-Horsepower Touring Car.
Mitfahrerinnen:
Drei Freundinnen, die alle nicht Autofahren konnten.
Distanz:
Rund 6.115 Kilometer (3.800 Meilen) auf meist unbefestigten Straßen.
Herausforderungen:
Nur 241 Kilometer der gesamten Strecke waren damals asphaltiert.
Reparaturen:
Ramsey wechselte elf Reifen selbst und reinigte verstopfte Benzinleitungen.
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07. August 1919:
Der Flieger Charles Godefroy durchquert mit einem Nieuport 11-Doppeldecker den Pariser Arc de Triomphe.


Ein faszinierendes Stück Luftfahrtgeschichte! Der französische Pilot Charles Godefroy flog an diesem Tag eine Nieuport 11 durch das Hauptgewölbe des Arc de Triomphe, um gegen die Missachtung der Flieger bei der offiziellen Siegesparade des Ersten Weltkriegs zu protestieren.

Der historische Flug im Überblick:
Das Motiv:

Die Piloten mussten bei der großen Siegesparade am 14. Juli 1919 zu Fuß marschieren, was sie als tiefe Demütigung empfanden.
Die Vorbereitung:
Godefroy trainierte heimlich an einer Brücke über die Marne, da die Durchfahrt des Bogens mit nur 14,60 Metern Breite extrem riskant war.
Das Flugzeug:
Er nutzte einen Nieuport-11-Doppeldecker mit einer Spannweite von rund 7,50 Metern, was ihm links und rechts nur sehr wenig Spielraum ließ.
Die Folgen:
Der Flug wurde von einem Freund heimlich gefilmt und im Kino gezeigt. Godefroy kam mit einer Verwarnung der Behörden davon, da die Öffentlichkeit den Stunt feierte.
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08. August 2000:
Das Wrack des 1864 untergegangenen konföderierten U-Boots H. L. Hunley wird vor Charleston geborgen.
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Das ist ein historischer Meilenstein der Meeresarchäologie! Die H. L. Hunley schrieb Geschichte, als sie am 17. Februar 1864 als erstes U-Boot weltweit ein feindliches Kriegsschiff (die USS Housatonic) versenkte. Kurz nach diesem erfolgreichen Angriff sank sie jedoch selbst aus bis heute nicht vollständig geklärten Gründen.

Die Entdeckung und Bergung:
Wiederentdeckung:

Das Wrack wurde 1995 vom bekannten Abenteurer und Autor Clive Cussler und seinem Team der NUMA (National Underwater and Marine Agency) nach jahrelanger Suche im Schlamm vor Charleston lokalisiert.
Die Bergung:
Am 8. August 2000 wurde das U-Boot in einer technisch extrem aufwendigen Aktion mithilfe eines speziell angefertigten Heberahmens und Kränen vom Meeresboden gehoben.
Konservierung:
Nach der Bergung wurde das Wrack in ein speziell eingerichtetes Labor (das Warren Lasch Conservation Center) in North Charleston gebracht. Dort wurde es in ein gekühltes Frischwasserbecken getaucht, um das Metall vor dem Zerfall durch Sauerstoffkontakt zu schützen.
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Die Skelettfunde und das Rätsel:
Die Besatzung:

Im Inneren des Wracks machten Archäologen eine sensationelle Entdeckung: Die Skelette der achtköpfigen Besatzung lagen noch unversehrt an ihren Stationen. Es gab keine Anzeichen von Panik oder Fluchtversuchen.
Die Todesursache:
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Wissenschaftliche Untersuchungen der Duke University im Jahr 2017 legten nahe, dass die Besatzung durch die Druckwelle ihrer eigenen Waffe (einer Spierentorpedo-Sprengladung) getötet wurde. Die Explosion verletzte die Lungen der Männer tödlich, sodass sie sofort das Bewusstsein verloren.
Die Bestattung:
Im April 2004 wurden die Überreste der acht Besatzungsmitglieder auf dem Magnoli Friedhof in Charleston mit militärischen Ehren beigesetzt. Dies gilt als das letzte offizielle Begräbnis der Konföderierten Staaten.
 
08. August 1942:
Walt Disneys fünfter abendfüllender Trickfilm Bambi, dessen Produktion fast fünf Jahre gedauert hat, hat Weltpremiere in London. Die US-Premiere folgt erst am 13. August in New York.
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Bambi ist der fünfte abendfüllende Zeichentrickfilm der Walt-Disney-Studios und wurde im Jahr 1942 veröffentlicht. Das von Kritikern gefeierte Meisterwerk basiert auf dem 1923 erschienenen Buch Bambi. Eine Lebensgeschichte aus dem Walde des österreichischen Schriftstellers Felix Salten. Der Film gilt als Meilenstein der Animationsgeschichte, insbesondere wegen seiner realistischen Naturdarstellungen und des emotionalen Tiefgangs.

Inhalt:
Die Coming-of-Age-Geschichte folgt dem jungen Hirschkalb Bambi, das als „Prinz des Waldes“ geboren wird. Zusammen mit seinen Freunden – dem lebhaften Kaninchen Klopfer und dem schüchternen Stinktier Blume – erkundet er unbeschwert die Natur. Seine Kindheit endet jedoch abrupt im Winter, als seine Mutter durch die Kugel eines Jägers stirbt. Auf sich allein gestellt, muss Bambi unter den Augen seines Vaters, dem ehrwürdigen alten Fürsten des Waldes, erwachsen werden, Gefahren trotzen und schließlich selbst die Rolle des Beschützers einnehmen.

Spannende Fakten zum Klassiker:
Extreme Detailtreue:

Walt Disney ließ echte Weißwedelhirsche, Stinktiere und Eichhörnchen im Studio unterbringen, damit die Animatoren die Bewegungen und die Anatomie der Tiere exakt studieren konnten.
Kaum Worte:
Das gesamte Drehbuch des Films ist extrem minimalistisch gehalten und umfasst insgesamt weniger als 1.000 Wörter Dialog.
Tierische Veränderung:
Im Originalbuch von Felix Salten ist Bambi ein europäisches Reh. Für den amerikanischen Markt änderte Disney die Tierart zu einem in Nordamerika heimischen Weißwedelhirsch.
Hintergrundkulissen:
Viele der wunderschönen, fast aquarellartigen Waldhintergründe basieren auf echten Naturaufnahmen und Gemälden aus den Wäldern von Maine.