In Remember

03. Juli 1962:
Tom Cruise, US-amerikanischer Schauspieler und Produzent
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Tom Cruise (geboren am 3. Juli 1962 als Thomas Cruise Mapother IV in Syracuse, New York) ist ein US-amerikanischer Schauspieler und Filmproduzent, der seit über vier Jahrzehnten zu den weltweit erfolgreichsten und bestbezahlten Hollywood-Stars gehört. Er ist insbesondere für seine Hauptrollen in spektakulären Blockbustern und dafür bekannt, dass er seine lebensgefährlichen Stunts in der Regel selbst ausführt.

Wichtigste Meilensteine und Karriere-Highlights
Der Durchbruch:
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Seinen weltweiten Erfolg zementierte er Mitte der 1980er-Jahre, insbesondere mit dem Kultfilm Top Gun (1986).
Mission: Impossible:
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Seit 1996 verkörpert Cruise die Rolle des Geheimagenten Ethan Hunt in der Mission: Impossible-Filmreihe, die er auch selbst als Produzent leitet.
Schauspielerische Vielfalt:
Neben reinen Actionfilmen brillierte Cruise in anspruchsvollen, dramatischen Rollen, wie etwa in Rain Man, Born on the Fourth of July, Jerry Maguire und Paul Thomas Andersons Magnolia.
Megahits der Neuzeit:
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Mit Top Gun: Maverick (2022) gelang ihm einer der umsatzstärksten Kinohit-Erfolge seiner Karriere. Zuletzt stand er für Mission: Impossible - The Final Reckoning vor der Kamera.

Besonderheiten und Privatleben
Stunt-Enthusiast:

Cruise verzichtet bei vielen seiner extremen Actionszenen (wie dem Klettern an Wolkenkratzern oder Flugeinlagen) auf Stuntdoubles, was ihn zu einem einzigartigen Phänomen in der modernen Kinowelt macht.
Privatleben und Kontroversen:
Er war unter anderem mit den Schauspielerinnen Mimi Rogers, Nicole Kidman und Katie Holmes verheiratet. Cruise ist zudem eines der prominentesten und am meisten diskutierten Mitglieder der Scientology-Organisation.

Eine sehr unvollständige Liste seiner Filme:
1983: Lockere Geschäfte (Risky Business)
1986: Top Gun – Sie fürchten weder Tod noch Teufel
1986: Die Farbe des Geldes
1988: Rain Man Rain Man
1989: Geboren am 4. Juli Geboren am 4. Juli
1992: Eine Frage der Ehre (A Few Good Men)
1994: Interview mit einem Vampir Interview mit einem Vampir
1996: Mission: Impossible Mission: Impossible

Die 2000er Jahre (Meilensteine & Action)
2001: Vanilla Sky
2002: Minority Report
2003: Last Samurai (The Last Samurai) The Last Samurai
2004: Collateral
2005: Krieg der Welten (War of the Worlds)
2008: Operation Walküre – Das Stauffenberg-Attentat

Die 2010er Jahre & 2020er Jahre (Blockbuster-Dominanz)
2012: Jack Reacher
2014: Edge of Tomorrow Edge of Tomorrow
2018: Mission: Impossible – Fallout Mission: Impossible – Fallout
2022: Top Gun: Maverick
2023: Mission: Impossible – Dead Reckoning Teil Eins Mission: Impossible 7 - Dead Reckoning
2025: Mission: Impossible – The Final Reckoning Mission: Impossible 8 - The Final Reckoning
 
03. Juli 1952:
Laura Branigan, US-amerikanische Popsängerin wird geboren.
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Laura Branigan war eine weltbekannte US-amerikanische Pop-Sängerin, Songwriterin und Schauspielerin, die vor allem durch ihre markante, kraftvolle Stimme und ihre internationalen Synth-Pop-Hits in den 1980er-Jahren Musikgeschichte schrieb.

Die größten Hits:
„Gloria“ (1982):

Ihr internationaler Durchbruch. Der Song war eine englischsprachige Coverversion des italienischen Sängers Umberto Tozzi und brachte ihr eine Grammy-Nominierung ein.
„Self Control“ (1984):
Ihr weltweit größter Erfolg. Der Titel, im Original vom italienischen Sänger Raf, belegte wochenlang Platz 1 der deutschen Charts.
Weitere Erfolge:
Hits wie „Solitaire“ und die Originalversion der Ballade „How Am I Supposed to Live Without You“ (geschrieben von Michael Bolton) festigten ihren Status als Ikone der MTV-Ära.

Biografie und Karriere:
Anfänge:

Geboren am 3. Juli 1952 in New York, startete sie in den 1970er-Jahren in einer Folk-Rock-Band und arbeitete unter anderem als Backgroundsängerin für Leonard Cohen.
Stimme:
Ihre klassisch ausgebildete, dramatische Stimme reichte über vier Oktaven, was ihren Songs eine besondere Dynamik verlieh.
Rückzug:
Mitte der 1990er-Jahre zog sie sich weitgehend aus der Musikbranche zurück, um ihren an Krebs erkrankten Ehemann Larry Kruteck bis zu dessen Tod zu pflegen.
Tod:
Am 26. August 2004 verstarb Laura Branigan im Alter von 52 Jahren völlig überraschend in ihrem Haus auf Long Island an einer Hirnblutung.




 
04. Juli 1776:
Der zweite Kontinentalkongress verabschiedet die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten.
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Heute vor genau 250 Jahren, am 4. Juli 1776, verabschiedete der Zweite Kontinentalkongress in Philadelphia die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten.

Meilensteine des 4. Juli 1776:
Die Trennung:

Die 13 Kolonien sagten sich offiziell von der britischen Krone los.
Das Dokument:
Thomas Jefferson verfasste den wegweisenden Entwurf.
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Die Unabhängigkeitserklärung "We the People ..."

Die Kernphilosophie:
Es wurden unveräußerliche Rechte wie Leben, Freiheit und das Streben nach Glück festgeschrieben.
Der Feiertag:
Dieses Ereignis begründete den US-Unabhängigkeitstag (Fourth of July)

Die Verabschiedung der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten am 4. Juli 1776 durch den Zweiten Kontinentalkongress in Philadelphia gilt als die Geburtsstunde der Vereinigten Staaten von Amerika. Das hauptsächlich von Thomas Jefferson verfasste Dokument besiegelte die Loslösung von der britischen Krone und proklamierte das Recht auf Leben, Freiheit und das Streben nach Glück.

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Was wäre, wenn die Vereinigten Staaten den Krieg verloren hätten?
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Hätten die Vereinigten Staaten den Unabhängigkeitskrieg gegen England verloren wären die Helden der Freiheitskämpfe wie George Washington, Thomas Jefferson, Marquis de la Fayette, Benjamin Franklin, Paul Revere … in der Geschichte nichts anderes gewesen als Aufrührer, Terroristen, Verräter. Sie wären alle hingerichtet worden.

Wäre der Unabhängigkeitskrieg verloren gegangen, hätten die führenden Köpfe der Patrioten (die Gründerväter) aller Wahrscheinlichkeit nach den Tod durch den Strang oder das Schlimmere, das grausame Hängen, Ausweiden und Vierteilen, erlitten. König George III. hatte bereits harte Strafen für Hochverrat angekündigt. Die Konsequenzen wären historisch und geopolitisch massiv gewesen

Konsequenzen für die Anführer:
Hinrichtungen:

Persönlichkeiten wie George Washington, Thomas Jefferson und Benjamin Franklin wären als Hochverräter vor Gericht gestellt und hingerichtet worden. Die britische Krone hatte diesbezüglich bereits Erfahrungen bei der Niederschlagung schottischer Aufstände gesammelt. (William Wallace - schottischer Widerstandskämpfer)

Vermögensverlust:
Die Ländereien und Besitztümer der Rebellen wären konfisziert und an regimetreue Loyalisten übergeben worden.
Amnestie-Ausnahmen:
Selbst wenn die Krone eine allgemeine Amnestie für einfache Soldaten oder die breite Bevölkerung angeboten hätte, wären die Unterzeichner der Unabhängigkeitserklärung mit Sicherheit von Begnadigungen ausgeschlossen gewesen.

Politische und gesellschaftliche Folgen:
Keine Unabhängigkeit:

Die Vereinigten Staaten von Amerika in ihrer heutigen Form würden nicht existieren. Die dreizehn Kolonien wären als britische Kolonien im Empire verblieben.
Unterdrückung der Autonomie:
Die britische Krone hätte das politische System restriktiv umgestaltet, um weitere Aufstände zu verhindern, und die Steuern zur Begleichung der Kriegskosten drastisch erhöht.
Bürgerkriegsähnliche Zustände:
Neben der britischen Besatzung hätte es erbitterte Racheakte von zurückkehrenden und siegreichen Loyalisten an den einfachen Patrioten gegeben.

Geopolitische Auswirkungen:
Rolle der Ureinwohner:

Die britische Politik war oftmals darauf bedacht, Verträge mit den indigenen Völkern einzuhalten und die Westexpansion über die Appalachen zu begrenzen. Die Situation der Native Americans wäre unter britischer Kontrolle vermutlich anders verlaufen als durch die spätere US-amerikanische Expansionspolitik.
Auswirkungen auf Europa:
- Frankreich, das die Patrioten massiv unterstützt und sich dafür hoch verschuldet hatte, wäre durch den Misserfolg noch schneller in den Staatsbankrott gestürzt worden. Dies hätte den Ausbruch der Französischen Revolution sogar beschleunigen oder in anderer Form ablaufen lassen. Mit den harten Strafen des britischen Königshauses wäre die Revolution denkbar gewesen – jedoch ohne die Absetzung des Königs – ohne die amerikanische Freiheitsbewegung wäre das Königstum einfach nur unangreifbar.
- Mit der fehlenden Freiheitsbewegung, mit der harten Bestrafung der Aufständischen Amerikaner wäre die Beseitigung des Königshäuser in etlichen Ländern wohl nicht möglich gewesen. In Frankreich hätte es zwar unglaubliche Veränderungen gegeben – jedoch wäre der König ohne das amerikanische Vorbild wohl doch weiter im Amt geblieben. Einen kaiserlichen Napoleon mit seinen Kriegen hätte es nicht gegeben.
- Die russische Revolution der Kommunisten wäre wohl kaum ohne das amerikanische Vorbild möglich gewesen.
- Der erste Weltkrieg und der zweite Weltkrieg wären ganz anders verlaufen.
- Das britische Empire mit seinen Kolonien wäre wohl kaum zerfallen. Indien z.B. wäre heute noch britische Kolonie.
- In Deutschland hätte ohne die amerikanische Freiheitsbewegung die März-Revolution und das „Hambacher Fest“ nicht stattgefunden. Eine Absetzung des deutschen Königs (ohne Napoleon gäbe es ja keinen Kaiser) wäre undenkbar gewesen.
- Ohne den amerikanischen Abolitionismus wäre eine Sklavenbefreiung, ein Sezessionskrieg nicht möglich gewesen. Kein Abraham Lincoln als Präsident, keine Abspaltung von den Konföderierten. Wann – und ob – sich ohne den USA ein Verzicht auf Sklaverei sich durchgesetzt hätte ist fraglich.
- In Europa würde es von Königshäusern nur so wimmeln: Sachsen, Bayern, Italien, Griechenland, Frankreich, Polen, … Deutschland wäre ohne eine Freiheitsbewegung kein vereintes Land. Es wäre wie vor Napoleon ein Flickenteppich von Bischtümern, Königshäusern, Fürstentümern, Hansestädten …

Macht des British Empire:
Mit dem Verbleib der Kolonien hätte das Empire eine uneingeschränkte globale Vormachtstellung genossen, was den Verlauf nachfolgender Weltkriege allgemein maßgeblich verändert hätte.
 
Die International Surrealist Exhibition war eine Ausstellung surrealistischer Künstler, die vom 11. Juni bis zum 4. Juli 1936 in den New Burlington Galleries, Burlington Gardens, W.1 in London stattfand, und die den Surrealismus als erste Ausstellung in England einführte. Sie geriet zu einem großen Erfolg, erreichte das skeptische britische Publikum und wurde international in der Kunstkritik gewürdigt.

Die Organisatoren der surrealistischen Kunstausstellung waren: Hugh Sykes Davies, David Gascoyne, Humphrey Jennings, Rupert Lee, Diana Brinton Lee, Henry Moore, Paul Nash, Roland Penrose, Herbert Read, E. L. T. Mesens sowie André Breton, Paul Éluard, Georges Hugnet und Man Ray.

Man kann den Surrealismus in zwei Unterarten unterteilen:

  1. Veristischer oder auch kritisch-paranoischer Surrealismus (Mutmaßlich widersinnige Kombination artfremder, nicht zusammengehöriger Objekte, abnormer, die Naturgesetze ignorierende Perspektiven, wie man sie z. B. von den Bildern Salvador Dalís kennt. Beispiel (Bildtitel): Traum, verursacht durch den Flug einer Biene um einen Granatapfel, eine Sekunde vor dem Aufwachen aus dem Jahr 1944).
  2. Abstrakter oder absoluter Surrealismus (dasselbe Prinzip wie oben genannt nur ohne jeglichen Realismus), wie z. B. in Bildern von Joan Miró, Bildbeispiel Karneval des Harlekins (1924/25).
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Gedicht aus den Calligrammes von Apollinaire
 
04. Juli 1865:
Lewis Carrolls Kinderbuch Alice im Wunderland erscheint erstmals im Druck. Eine zweite Auflage folgt im Dezember.
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„Alice im Wunderland“ (Originaltitel: Alice’s Adventures in Wonderland) wurde am 4. Juli 1865 vom britischen Schriftsteller Lewis Carroll (Pseudonym für Charles Lutwidge Dodgson) im Londoner Verlag Macmillan veröffentlicht. Der Roman gilt als Meilenstein der Nonsens-Literatur und revolutionierte die damalige Kinderliteratur, da er auf moralisierende Belehrungen verzichtete.

Das Wichtigste im Überblick:
Autor:

Lewis Carroll (Mathematiker und Logiker an der Universität Oxford).
Illustrationen:
Sir John Tenniel, dessen Zeichnungen das Aussehen der Figuren bis heute prägen.
Inspiration:
Die Geschichte entstand ursprünglich 1862 bei einer Bootsfahrt für die damals zehnjährige Alice Liddell.

Handlung:
In dem weltberühmten Kinderbuch „Alice im Wunderland“ (1865) von Lewis Carroll folgt das junge Mädchen Alice einem sprechenden weißen Kaninchen in dessen Bau und gelangt in eine unterirdische Traumwelt voller Paradoxa, absurder Logik und skurriler Wesen

Die wichtigsten Stationen der Handlung:
Der Sturz in den Kaninchenbau:

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Alice langweilt sich auf einer Wiese, als ein Weißes Kaninchen mit einer Taschenuhr vorbeirennt. Sie folgt ihm, fällt tief in die Erde und landet in einem Saal mit verschlossenen Türen.
Größenchaos im Tränenmeer:
Durch magische Tränke („Trink mich“) und Kuchen („Iss mich“) schrumpft und wächst Alice unkontrolliert. Vor Verzweiflung weint sie einen riesigen See, in dem sie nach dem erneuten Schrumpfen mit einer Gruppe von Tieren ans Ufer schwimmen muss.
Die Blaue Raupe:
Alice trifft im Wald auf eine Wasserpfeife rauchende blaue Raupe, die auf einem Pilz sitzt. Sie gibt ihr den Rat, vom Pilz zu essen, um gezielt ihre Körpergröße zu verändern.
Die Herzogin und die Grinsekatze:
Alice gerät in das chaotische Haus einer Herzogin. Dort trifft sie auf die Grinsekatze, ein Tier, das sich unsichtbar machen kann, bis nur noch sein breites Lächeln zu sehen ist.
Die verrückte Teeparty:
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Die Katze schickt Alice weiter zum Märzhasen und dem verrückten Hutmacher. Diese feiern mit einer Haselmaus eine zeitlose, absurde Kaffeetafel, da bei ihnen die Zeit stillsteht.
Der Schlossgarten der Herzkönigin:
Alice gelangt in einen wunderschönen Garten. Dort malen lebendige Spielkarten weiße Rosen rot an, um den Zorn der tyrannischen Herzkönigin zu entgehen. Es folgt ein bizarres Krocketspiel, bei dem Flamingos als Schläger und Igel als Bälle dienen.
Das Gericht und das Erwachen:
Am Ende kommt es zu einer Gerichtsverhandlung, weil der Herzbube angeblich Törtchen gestohlen hat. Als Alice gegen die mangelnde Logik rebelliert, wächst sie zu ihrer vollen Größe heran. Die Spielkarten fliegen wütend auf sie zu – in diesem Moment wacht Alice auf der Wiese neben ihrer Schwester auf und stellt fest, dass alles nur ein Traum war.

Hintergründe und Bedeutung:
Lewis Carroll nutzte die Geschichte als humorvollen Gegenentwurf zur extrem strengen und regelbasierten Erziehung im viktorianischen England. Das Werk gilt als das absolute Meisterwerk des literarischen Nonsens, bei dem die vertraute Logik und Sprache der Erwachsenenwelt spielerisch auf den Kopf gestellt werden.

Der verrückte Hutmacher:
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Der Ausdruck „verrückter Hutmacher“ basiert auf einer realen historischen Berufskrankheit: Im 18. und 19. Jahrhundert erlitten Hutmacher reihenweise chronische Quecksilbervergiftungen, die schwere neurologische und psychische Schäden auslösten.Daraus entstand im englischsprachigen Raum die Redewendung „mad as a hatter“ („verrückt wie ein Hutmacher“). Diese inspirierte später auch die berühmte Figur des verrückten Hutmachers in Lewis Carrolls Klassiker Alice im Wunderland.

Die Ursache:
Der Herstellungsprozess:

Das Material: Hutmacher verarbeiteten Tierfelle (meist von Hasen oder Kaninchen) zu hochwertigem Filz für Hüte.
Die Chemikalie:
Um die Haare vom Fell zu trennen und geschmeidig zu machen, bürsteten sie das Material mit Quecksilbernitrat ein. Dieser Vorgang wurde wegen der orangefarbenen Verfärbung auch „Carroting“ genannt.
Die Gefahr:
Die Arbeiter formten die Hüte in kochendem Wasser und arbeiteten in schlecht belüfteten Räumen. Dabei atmeten sie täglich die hochgiftigen, unsichtbaren Quecksilberdämpfe ein.
Die Symptome („Hutmachersyndrom“)
Das eingeatmete Quecksilber gelangte über die Lunge direkt in die Blutbahn und passierte die Blut-Hirn-Schranke, wo es das Nervensystem irreparabel schädigte. Medizinisch wird dieser Zustand auch als Erethismus bezeichnet. Die Betroffenen zeigten auffällige Symptome:
Psychische Veränderungen:
Extreme Reizbarkeit, unvorhersehbare Stimmungsschwankungen, starke Schüchternheit, Angstzustände und Verwirrung.
Körperliche Schäden:
Ein unkontrollierbares Muskelzittern (bekannt als „Danbury Shakes“), Sprachstörungen, vermehrter Speichelfluss und Zahnfleischentzündungen.
Extreme Fälle:
Halluzinationen, Psychosen und der völlige Verlust des Verstandes, was von Außenstehenden schlicht für „Verrücktheit“ gehalten wurde.

Erst im 20. Jahrhundert wurden die Gefahren vollständig anerkannt. In den USA wurde der Einsatz von Quecksilber in der Hutindustrie beispielsweise erst im Jahr 1941 offiziell verboten.

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Die seltene Erstausgabe von 1865:
Die eigentliche Druckgeschichte der Erstausgabe birgt eine Besonderheit:
Der Fehldruck:
Der erste Druck im Juli 1865 (2.000 Exemplare) wurde wieder zurückgezogen. Der Illustrator John Tenniel war mit der Druckqualität der Bilder unzufrieden.
Der offizielle Verkaufsstart:
Das Buch wurde neu gedruckt und kam erst Ende 1865 in den Handel, trug offiziell aber oft das Erscheinungsjahr 1866.
Sammlerwert:
Die extrem wenigen erhaltenen Exemplare des echten Andrucks von 1865 (ca. 22 Stück weltweit) gehören zu den wertvollsten Büchern der Welt und erzielen bei Auktionen Millionenwerte.