raptor230961
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- 24 Juli 2016
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17. Mai 1902:
Der griechische Archäologe Valerios Stais entdeckt in einem Klumpen aus korrodiertem Material aus einem Schiffswrack den Mechanismus von Antikythera, ein antikes Artefakt aus Zahnrädern.



Der Mechanismus von Antikythera gilt als der älteste Analogcomputer der Welt. Das etwa 2.000 Jahre alte Gerät wurde 1901 in einem Schiffswrack vor der griechischen Insel Antikythera entdeckt.
Funktion und Aufbau:
Das handbetriebene Gerät aus Bronze und Holz diente dazu, astronomische Phänomene mit verblüffender Präzision vorauszuberechnen:
Himmelskörper:
Er berechnete die Positionen von Sonne, Mond und den fünf damals bekannten Planeten (Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn).
Finsternisse:
Der Mechanismus konnte Sonnen- und Mondfinsternisse sowie deren Farbe und Richtung vorhersagen.
Kalender:
Er enthielt einen Mond- und Sonnenkalender sowie eine Anzeige für die Termine der Panhellenischen Spiele (z. B. die Olympischen Spiele).
Technik: Das Innere bestand aus über 30 (schätzungsweise ursprünglich bis zu 70) komplexen Zahnrädern, darunter epizyklische Zahnräder (Getriebe auf Getrieben), die eine Technik zeigen, die erst über 1.000 Jahre später in Europa wieder erreicht wurde.
Herkunft und Entdeckung:
Entdeckung:
Schwammtaucher fanden das Wrack im Jahr 1901. Das Gerät war in 82 korrodierte Fragmente zerfallen.
Datierung:
Es wird meist auf den Zeitraum zwischen 205 v. Chr. und 60 v. Chr. datiert.
Ursprung:
Forscher vermuten den Entstehungsort auf Rhodos (aufgrund der dortigen Astronomenschule) oder in Korinth bzw. dessen Kolonie Syrakus, was eine Verbindung zum berühmten Mathematiker Archimedes nahelegt.
Aktuelle Forschung:
Moderne Analysen mittels Röntgentomographie machten verborgene Inschriften und Zahnräder sichtbar. Neuere Studien untersuchen, ob das Gerät aufgrund seiner winzigen Zahnräder anfällig für Blockaden war oder ob es primär als hochwertiges Lehr- oder Prestigeobjekt für reiche Bürger diente.
Heute können die Originalfragmente im Nationalen Archäologischen Museum in Athen besichtigt werden.
Der griechische Archäologe Valerios Stais entdeckt in einem Klumpen aus korrodiertem Material aus einem Schiffswrack den Mechanismus von Antikythera, ein antikes Artefakt aus Zahnrädern.



Der Mechanismus von Antikythera gilt als der älteste Analogcomputer der Welt. Das etwa 2.000 Jahre alte Gerät wurde 1901 in einem Schiffswrack vor der griechischen Insel Antikythera entdeckt.
Funktion und Aufbau:
Das handbetriebene Gerät aus Bronze und Holz diente dazu, astronomische Phänomene mit verblüffender Präzision vorauszuberechnen:
Himmelskörper:
Er berechnete die Positionen von Sonne, Mond und den fünf damals bekannten Planeten (Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn).
Finsternisse:
Der Mechanismus konnte Sonnen- und Mondfinsternisse sowie deren Farbe und Richtung vorhersagen.
Kalender:
Er enthielt einen Mond- und Sonnenkalender sowie eine Anzeige für die Termine der Panhellenischen Spiele (z. B. die Olympischen Spiele).
Technik: Das Innere bestand aus über 30 (schätzungsweise ursprünglich bis zu 70) komplexen Zahnrädern, darunter epizyklische Zahnräder (Getriebe auf Getrieben), die eine Technik zeigen, die erst über 1.000 Jahre später in Europa wieder erreicht wurde.
Herkunft und Entdeckung:
Entdeckung:
Schwammtaucher fanden das Wrack im Jahr 1901. Das Gerät war in 82 korrodierte Fragmente zerfallen.
Datierung:
Es wird meist auf den Zeitraum zwischen 205 v. Chr. und 60 v. Chr. datiert.
Ursprung:
Forscher vermuten den Entstehungsort auf Rhodos (aufgrund der dortigen Astronomenschule) oder in Korinth bzw. dessen Kolonie Syrakus, was eine Verbindung zum berühmten Mathematiker Archimedes nahelegt.
Aktuelle Forschung:
Moderne Analysen mittels Röntgentomographie machten verborgene Inschriften und Zahnräder sichtbar. Neuere Studien untersuchen, ob das Gerät aufgrund seiner winzigen Zahnräder anfällig für Blockaden war oder ob es primär als hochwertiges Lehr- oder Prestigeobjekt für reiche Bürger diente.
Heute können die Originalfragmente im Nationalen Archäologischen Museum in Athen besichtigt werden.






