In Remember

17. Mai 1902:
Der griechische Archäologe Valerios Stais entdeckt in einem Klumpen aus korrodiertem Material aus einem Schiffswrack den Mechanismus von Antikythera, ein antikes Artefakt aus Zahnrädern.
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Der Mechanismus von Antikythera gilt als der älteste Analogcomputer der Welt. Das etwa 2.000 Jahre alte Gerät wurde 1901 in einem Schiffswrack vor der griechischen Insel Antikythera entdeckt.

Funktion und Aufbau:
Das handbetriebene Gerät aus Bronze und Holz diente dazu, astronomische Phänomene mit verblüffender Präzision vorauszuberechnen:
Himmelskörper:
Er berechnete die Positionen von Sonne, Mond und den fünf damals bekannten Planeten (Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn).
Finsternisse:
Der Mechanismus konnte Sonnen- und Mondfinsternisse sowie deren Farbe und Richtung vorhersagen.
Kalender:
Er enthielt einen Mond- und Sonnenkalender sowie eine Anzeige für die Termine der Panhellenischen Spiele (z. B. die Olympischen Spiele).
Technik: Das Innere bestand aus über 30 (schätzungsweise ursprünglich bis zu 70) komplexen Zahnrädern, darunter epizyklische Zahnräder (Getriebe auf Getrieben), die eine Technik zeigen, die erst über 1.000 Jahre später in Europa wieder erreicht wurde.
Herkunft und Entdeckung:
Entdeckung:

Schwammtaucher fanden das Wrack im Jahr 1901. Das Gerät war in 82 korrodierte Fragmente zerfallen.
Datierung:
Es wird meist auf den Zeitraum zwischen 205 v. Chr. und 60 v. Chr. datiert.
Ursprung:
Forscher vermuten den Entstehungsort auf Rhodos (aufgrund der dortigen Astronomenschule) oder in Korinth bzw. dessen Kolonie Syrakus, was eine Verbindung zum berühmten Mathematiker Archimedes nahelegt.

Aktuelle Forschung:
Moderne Analysen mittels Röntgentomographie machten verborgene Inschriften und Zahnräder sichtbar. Neuere Studien untersuchen, ob das Gerät aufgrund seiner winzigen Zahnräder anfällig für Blockaden war oder ob es primär als hochwertiges Lehr- oder Prestigeobjekt für reiche Bürger diente.

Heute können die Originalfragmente im Nationalen Archäologischen Museum in Athen besichtigt werden.
 
17. Mai1510 - In Florenz stirbt der Renaissancemaler Sandro Botticelli (Primavera, Die Geburt der Venus).
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Sandro Botticelli (* 1. März 1445 in Florenz; † 1510, begraben am 17. Mai 1510 ebenda; auch Alessandro di Mariano Filipepi oder Sandro di Mariano di Vanni Filipepi, gen. Botticelli) war einer der bedeutendsten italienischen Maler und Zeichner der frühen Renaissance.

Im Geist der Frührenaissance und des Humanismus malte Botticelli, beeinflusst von Filippo Lippi, Masaccio und Antonio Pollaiuolo, Andachtsbilder, Altarbilder sowie Bilder aus dem Themenbereich der griechischen Mythologie und Allegorien mit Gegenwartsbezug. Von herausragender Bedeutung ist seine Porträtkunst, die nachhaltig das Image der Medici und ihrer Parteigänger geprägt hat. Sein Spätwerk trägt emotional expressive Züge mit Rückbezug auf die Gotik. Einige Elemente seiner Malerei wurden später von den Präraffaeliten im 19. Jahrhundert wieder aufgegriffen. Auch der Jugendstil machte in Linie und Ornament Anleihen bei ihm.

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Die Geburt der Venus, ca. 1485/86, Uffizien, Florenz
 
17. Mai 1926:
Dietmar Schönherr, österreichischer Schauspieler wird geboren.
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Dietmar Schönherr (1926–2014) war ein österreichischer Schauspieler, Moderator und engagierter Philanthrop. Er prägte die deutschsprachige Medienlandschaft über Jahrzehnte in verschiedensten Rollen:

TV-Legende:
Kultstatus erreichte er in den 1960ern als Commander Cliff Allister McLane in der Science-Fiction-Serie „Raumpatrouille – Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion“. Er gilt zudem als Pionier der deutschen Talkshow, da er 1973 mit „Je später der Abend“ das erste Format dieser Art nach US-Vorbild in der ARD etablierte.
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Vielseitiger Künstler: Neben der Schauspielerei in zahlreichen Filmen war er ein gefragter Synchronsprecher (u. a. die deutsche Stimme von James Dean), Sänger und Autor von Romanen. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Vivi Bach moderierte er die beliebte Spielshow „Wünsch Dir was“.


Soziales Engagement:
In seinen späteren Lebensjahren widmete er sich intensiv der Entwicklungshilfe in Nicaragua. Er gründete den Verein Pan y Arte („Brot und Kunst“), initiierte das Kulturzentrum Casa de los Tres Mundos in Granada und wurde oft als „Albert Schweitzer von Nicaragua“ bezeichnet.

Schönherr verstarb am 18. Juli 2014 im Alter von 88 Jahren auf Ibiza.
 
17. Mai 2012:
Donna Summer, US-amerikanische Sängerin stirbt.
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Donna Summer (1948–2012) war eine US-amerikanische Sängerin und Songschreiberin, die als „Queen of Disco“ Musikgeschichte schrieb. Gemeinsam mit den Produzenten Giorgio Moroder und Pete Bellotte revolutionierte sie den Sound der 1970er Jahre und legte den Grundstein für die moderne elektronische Tanzmusik.

Musikalische Meilensteine:
„Love to Love You Baby“ (1975): Der 17-minütige Song wurde durch Summers erotischen Gesang zum Welthit und
Skandal zugleich.
„I Feel Love“ (1977): Ein rein elektronisch produzierter Track, der als Pionierstück für House und Techno gilt. Brian
Eno bezeichnete ihn als den „Sound der Zukunft“.
Weitere Hits: „Hot Stuff“, „Bad Girls“, „Last Dance“ (Oscar-prämiert) und das Duett mit Barbra Streisand „No More
Tears (Enough Is Enough)“.

Rekorde und Auszeichnungen:
Charts:

Sie war die erste Künstlerin mit drei aufeinanderfolgenden Nummer-eins-Doppelalben in den USA.
Grammys:
Summer gewann fünf Grammy Awards in vier verschiedenen Genres: Rock, R&B, Gospel und Dance.
Ehrungen:
Sie wurde posthum in die Rock and Roll Hall of Fame (2013) und die Songwriters Hall of Fame (2025)
aufgenommen.

Verbindung zu Deutschland:
Summer lebte von 1968 bis 1976 in Deutschland und Österreich. Sie startete ihre Karriere im Münchner Ensemble des Musicals „Hair“ und arbeitete jahrelang in den Münchner MusicLand-Studios. Ihr Künstlername entstand aus dem anglisierten Nachnamen ihres ersten Ehemanns, des Österreichers Helmuth Sommer.

Späteres Leben und Tod:
In den 1980er Jahren wandte sie sich verstärkt dem christlichen Glauben zu. Neben der Musik widmete sie sich erfolgreich der Malerei. Donna Summer starb am 17. Mai 2012 im Alter von 63 Jahren an Lungenkrebs. Ihr Leben wird in dem Broadway-Stück „Summer: The Donna Summer Musical“ und dem Dokumentarfilm „Love to Love You, Donna Summer“ gewürdigt.


 
17. Mai 1961:
Enya, irische Musikerin wird geboren.
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Enya (geboren am 17. Mai 1961 als Eithne Pádraigín Ní Bhraonáin) ist eine weltweit erfolgreiche irische Sängerin, Komponistin und Musikerin, die besonders für ihren ätherischen, vielschichtigen Sound bekannt ist.

Musikalischer Stil und Technik:
Enyas Musik wird oft den Genres New Age, Celtic Folk und Ambient zugeordnet, obwohl sie selbst ihren Stil schlicht als "Enya-Musik" bezeichnet.

"Wall of Sound":
Ihr charakteristischer Klang entsteht durch eine komplexe Aufnahmetechnik, bei der ihre Stimme dutzende oder hunderte Male übereinandergelegt wird, um einen atmosphärischen Chorklang zu erzeugen.

Stimmumfang:
Laut IMDb reicht ihr Stimmumfang von Mezzosopran bis Alt.

Sprachen:
Sie singt in verschiedenen Sprachen, darunter Irisch-Gälisch, Englisch, Latein und sogar in der von ihr und ihrem Texter entworfenen Kunstsprache Loxian.

Bekannteste Hits und Alben:
Mit über 80 Millionen verkauften Alben gehört sie zu den erfolgreichsten Solokünstlerinnen Irlands.
Bedeutende Songs:
"Orinoco Flow (Sail Away)" (1988 ): Ihr internationaler Durchbruch.
"Only Time" (2000): Weltweiter Nummer-eins-Hit, der besonders nach den Terroranschlägen vom 11. September
2001 als Hymne des Trostes bekannt wurde.
"May It Be" (2001): Titelsong für den Film Der Herr der Ringe: Die Gefährten, für den sie eine Oscar-Nominierung
erhielt.
Wichtige Alben:
Watermark (1988 )
Shepherd Moons (1991)
A Day Without Rain (2000)
Dark Sky Island (2015).

Privatleben und Rückzug:
Enya ist für ihr extrem zurückgezogenes Privatleben bekannt. Sie lebt in einem Schloss in der Nähe von Dublin (Manderley Castle), ist unverheiratet und kinderlos. Nach einer längeren öffentlichen Abwesenheit seit 2017 tauchten im Sommer 2025 erstmals wieder neue Fotos und Berichte über ein öffentliches Erscheinen auf.



(Songs und ihre Hintergründe): Boadicea