In Remember

28. Januar 1944:
Achim Reichel, deutscher Musiker, Komponist und Produzent wird geboren.
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Achim Reichel ist ein deutscher Musiker, Sänger, Komponist und Produzent, der als Pionier der deutschen Rockmusik und für Hits wie "Aloha Heja He" bekannt ist.

Karriere-Highlights
Die Rattles (1960er Jahre): Reichel begann seine Karriere als Gründer und Frontmann der Beat-Band "The Rattles", die zu den erfolgreichsten deutschen Beatbands der Zeit zählte. Sie tourten unter anderem mit den Beatles und den Rolling Stones.

Wonderland: Nach seinem Dienst bei der Bundeswehr gründete er die Band "Wonderland", die mit der Single "Moscow" einen Top-15-Hit landete.

Solo-Karriere und Stilvielfalt: Ab den 1970er Jahren startete Reichel eine vielseitige Solokarriere, die von experimentellem Krautrock ("Die grüne Reise") über Rock-Interpretationen deutscher Lyrik (z.B. von Theodor Fontane und Johann Wolfgang von Goethe) bis hin zu modernen Seemannsliedern reichte.

"Aloha Heja He": Sein größter kommerzieller Erfolg gelang ihm 1991 mit dem Shanty-Hit "Aloha Heja He", der in Deutschland und später auch in China große Popularität erlangte.

Einfluss: Er gilt als "Ur-Vater der deutschen Rock-Musik" und wurde für seine Arbeit, traditionelle deutsche Lieder und klassische Poesie in modernen Musikstilen zu interpretieren, hoch gelobt.

 
29. Januar 1929:
Der Roman Im Westen nichts Neues von Erich Maria Remarque kommt in den Handel. Seine Erstauflage ist durch Vorbestellungen sofort vergriffen.
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Der Roman ist episodenhaft aufgebaut und folgt dem Schicksal des 19-jährigen Paul Bäumer, der gemeinsam mit seinen ehemaligen Klassenkameraden freiwillig in den Krieg zieht, beeinflusst durch die patriotische Propaganda ihres Lehrers Kantorek. An der Westfront erleben sie schnell die brutale Realität des Krieges, die nichts mit dem heldenhaften Bild gemein hat, das ihnen vermittelt wurde.
Zentrale Erlebnisse und Stationen sind:

Der Grabenkrieg: Paul und seine Freunde (darunter Stanislaus "Kat" Katczinsky, Albert Kropp, Müller, Tjaden) sind ständig mit Artilleriebeschuss, Gasangriffen, brutalen Nahkämpfen und dem qualvollen Sterben ihrer Kameraden konfrontiert.

Kameradschaft: Im Angesicht des Todes bildet sich unter den Soldaten eine tiefe Verbundenheit und Solidarität, die ihnen hilft, die Schrecken zu überstehen.

Heimaturlaub und Entfremdung: Während eines Heimaturlaubs muss Paul feststellen, dass seine Familie und die Zivilbevölkerung die Realität des Krieges nicht verstehen können. Er fühlt sich von seiner Heimat entfremdet und erkennt, dass der Krieg ihn und seine Generation für ein normales Leben danach verdorben hat.

Der Tod der Kameraden: Im Laufe des Romans sterben nach und nach all seine engsten Freunde. Besonders der Tod des erfahrenen Mentors Katczinsky trifft Paul schwer.

Das Ende: Am Ende bleibt Paul als letzter seiner Gruppe allein zurück. Er stirbt kurz vor Kriegsende an einem ungewöhnlich ruhigen Tag im Oktober 1918. Der Heeresbericht an diesem Tag vermeldete lediglich: "Im Westen nichts Neues".
 
29. Januar 1964:
Die Filmsatire Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben von Stanley Kubrick mit Peter Sellers in mehreren Rollen wird in den USA uraufgeführt.
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"Dr. Seltsam, oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben" ist der deutsche Titel der berühmten schwarzen Komödie und Polit-Satire von Stanley Kubrick aus dem Jahr 1964. Der Originaltitel lautet Dr. Strangelove or: How I Learned to Stop Worrying and Love the Bomb.

Inhalt:
Der Film persifliert die Ängste und die Paranoia des Kalten Krieges und die Absurdität der nuklearen Abschreckung. Die Handlung beginnt damit, dass der geistesgestörte US-General Jack D. Ripper (gespielt von Sterling Hayden) einen unbefugten atomaren Erstschlag gegen die Sowjetunion befiehlt, da er glaubt, die Kommunisten würden die "wertvollen Körperflüssigkeiten" der Amerikaner verunreinigen.

Im Pentagon-Kriegsraum versuchen der US-Präsident Merkin Muffley (Peter Sellers), der kriegsbesessene General Buck Turgidson (George C. Scott) und der titelgebende, ehemalige Nazi-Wissenschaftler und nuklearexperte Dr. Seltsam (ebenfalls Peter Sellers) verzweifelt, die Katastrophe abzuwenden. Die Situation wird durch die Enthüllung eines sowjetischen "Weltuntergangsgeräts" verschärft, das bei einem Angriff automatisch die globale Zerstörung auslösen würde.

Wissenswert:
Mehrfachrolle: Peter Sellers spielt im Film gleich drei verschiedene Charaktere: Captain Lionel Mandrake von der Royal Air Force, US-Präsident Muffley und Dr. Seltsam.

Kultszene: Eine der bekanntesten Filmszenen ist, wie Major T.J. "King" Kong (Slim Pickens) auf einer Wasserstoffbombe reitet, als diese abgeworfen wird.
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Genre: Obwohl der Film auf dem ernsten Roman Red Alert basiert, entschied sich Regisseur Stanley Kubrick für eine satirische Umsetzung, um die menschliche Torheit im Umgang mit globaler Vernichtung aufzuzeigen.
 
29. Januar 1863:
Eine Einheit der US-Unionstruppen massakriert während des Gefechts am Bear River in Idaho rund 400 Indianer vom Stamm der Shoshonen.
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Das Gefecht am Bear River, von der Northwestern Band of the Shoshone Nation als Massaker von Boa Ogoi bezeichnet, fand am 29. Januar 1863 statt. Es gilt als das größte Massaker an Native Americans in der Geschichte des amerikanischen Westens.

Ort: Das Ereignis ereignete sich in einem Winterlager der Shoshone am Zusammenfluss von Bear River und Battle Creek im heutigen Franklin County, Idaho (damals Washington-Territorium).

Beteiligte: US-Truppen unter dem Kommando von Colonel Patrick Edward Connor, bestehend aus etwa 200 Freiwilligen aus Kalifornien, griffen das Dorf des Shoshone-Häuptlings Bear Hunter an.

Hintergrund: Die Spannungen zwischen weißen Siedlern, die das angestammte Land der Shoshone beanspruchten, und den Ureinwohnern, die zunehmend unter Nahrungsmittelknappheit litten und Vieh stahlen, hatten zugenommen. Colonel Connor reagierte auf Beschwerden von Minenarbeitern und Siedlern.

Verlauf: Die Soldaten starteten einen Überraschungsangriff im Morgengrauen auf das schlafende Winterlager. Nach anfänglichen Verlusten aufseiten der US-Truppen, als die Shoshone aus einer geschützten Schlucht heraus Widerstand leisteten, umzingelten Connors Männer das Lager. Als den Shoshone die Munition ausging, verwandelte sich der Kampf in ein Massaker, bei dem auch Frauen und Kinder getötet wurden.

Opferzahlen: Die Schätzungen über die Zahl der getöteten Shoshone variieren zwischen 250 und über 400 Menschen, darunter viele Frauen und Kinder. Die US-Truppen verzeichneten 23 Tote und 46 Verwundete.

Wahrnehmung und Gedenken
Das Ereignis wurde lange Zeit in historischen Aufzeichnungen der US-Regierung als "Gefecht" oder "Schlacht" (Battle of Bear River) bezeichnet. Die Nachfahren der Opfer, insbesondere die Northwestern Band of the Shoshone Nation, kämpften jedoch für die offizielle Anerkennung als "Massaker", um der grausamen Realität des Angriffs auf ein wehrloses Dorf gerecht zu werden.

Heute wird die Gedenkstätte von der Shoshone Nation betreut und als Bear River Massacre Site (Gedenkstätte des Bear-River-Massakers) bezeichnet, um die Erinnerung an die Tragödie zu wahren und die Perspektive der Ureinwohner in die nationale Geschichtsschreibung einzubringen.
 
29. Januar 1959:
Der Zeichentrickfilm Sleeping Beauty (Dornröschen) der Walt Disney Company mit der Musik von Pjotr Iljitsch Tschaikowski hat seine Uraufführung in den USA.
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29. Januar 1979:
Die sechzehnjährige Brenda Ann Spencer tötet bei einem Amoklauf in ihrer Schule in San Diego zwei Personen und verletzt neun weitere. Ihre Begründung für die Tat inspiriert Bob Geldof zu dem Lied I Don’t Like Mondays, welches ein großer Hit für seine Gruppe The Boomtown Rats wird.
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29. Januar 1945:
Tom Selleck, US-amerikanischer Schauspieler wird geboren.
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Tom Selleck ist ein US-amerikanischer Schauspieler und Produzent, der vor allem durch seine Hauptrolle als Privatdetektiv Thomas Magnum in der Fernsehserie Magnum (1980–1988) bekannt wurde. Zuletzt spielte er eine Hauptrolle in der Krimiserie Blue Bloods.

Bekannte Filme: Magnum, Blue Bloods, Drei Männer und ein Baby, Friends (wiederkehrende Rolle)
 
30. Januar 1948:
Mahatma Gandhi, indischer Rechtsanwalt, Publizist, Morallehrer, Asket und Pazifist stirbt.
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Mohandas Karamchand Gandhi (2. Oktober 1869 – 30. Januar 1948 ), weltweit verehrt als

"Mahatma" (große Seele), war ein indischer Anwalt, antikolonialistischer Nationalist und politischer Ethiker. Er ist bekannt für seinen Einsatz von gewaltlosem Widerstand (Satyagraha), um die erfolgreiche Kampagne für die Unabhängigkeit Indiens von der britischen Herrschaft anzuführen und Bürgerrechtsbewegungen weltweit zu inspirieren.

Leben und Wirken:
Frühes Leben und Ausbildung: Gandhi wurde 1869 in Porbandar, Indien, geboren. Er studierte Rechtswissenschaften in London, bevor er 1893 nach Südafrika zog.

Aktivismus in Südafrika: In Südafrika erlebte er Diskriminierung und entwickelte sein Konzept des gewaltfreien Widerstands (Satyagraha) im Kampf für die Rechte der indischen Minderheit.

Führer der Unabhängigkeitsbewegung: Nach seiner Rückkehr nach Indien im Jahr 1915 wurde Gandhi zur zentralen Figur im Kampf um die Unabhängigkeit von Großbritannien. Er übernahm die Führung des Indischen Nationalkongresses und organisierte landesweite Massenkampagnen.

Wichtige Kampagnen: Zu seinen prominentesten Aktionen des zivilen Ungehorsams gehören die Non-Cooperation Movement (Nicht-Kooperations-Bewegung), die Civil Disobedience Movement (Bewegung des zivilen Ungehorsams) und der berühmte Salzmarsch von 1930, ein Protest gegen das britische Salzmonopol.

Lebensstil: Er führte einen asketischen Lebensstil, trug oft nur ein Lendentuch und Tuch, um sich mit den ärmsten Schichten Indiens zu identifizieren, und praktizierte Fasten, um gegen Ungerechtigkeiten zu protestieren.

Philosophie und Prinzipien
Gandhis gesamte Philosophie ruhte auf den zwei Säulen der Wahrheit (Satya) und der Gewaltlosigkeit (Ahimsa). Er glaubte, dass Gewaltlosigkeit eine aktive Kraft der Liebe und des Mitgefühls ist, die stärker ist als jede physische Gewalt. Seine Prinzipien umfassten auch:
Swaraj (Selbstverwaltung)
Swadeshi (wirtschaftliche Selbstständigkeit durch die Verwendung indischer Waren)
Beseitigung der Unberührbarkeit
Harmonie zwischen verschiedenen Religionen und Kasten

Tod und Vermächtnis:
Indien erlangte 1947 die Unabhängigkeit, wurde jedoch gleichzeitig in die Staaten Indien und Pakistan geteilt, was zu massiven Spannungen führte. Am 30. Januar 1948 wurde Gandhi von einem hinduistischen Fundamentalisten in Delhi erschossen, als er sich weiterhin für den Frieden zwischen Hindus und Muslimen einsetzte.

Sein Leben und seine Methoden haben Führungspersönlichkeiten wie Martin Luther King Jr. und Nelson Mandela inspiriert. Sein Geburtstag, der 2. Oktober, wird in Indien als Nationalfeiertag und weltweit als Internationaler Tag der Gewaltlosigkeit begangen.
 
30. Januar 1862:
Die Monitor, das erste Panzerschiff der US-Marine, das vom Schweden John Ericsson im Sezessionskrieg für die Nordstaaten gebaut worden ist, läuft in Brooklyn vom Stapel.
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Die USS Monitor war das erste Panzerschiff der US-Marine und wurde berühmt durch die erste Seeschlacht zwischen zwei Panzerschiffen der Geschichte während des Amerikanischen Bürgerkriegs.

Geschichte und Bedeutung:
Bau und Innovation: Die Monitor wurde unter der Leitung des schwedischen Ingenieurs John Ericsson in einer Rekordzeit von etwa 100 Tagen entworfen und gebaut. Ihr innovatives Design umfasste einen extrem flachen Rumpf (nur etwa 46 cm Freibord) und vor allem einen neuartigen, dampfbetriebenen, drehbaren Geschützturm, der zwei schwere Dahlgren-Kanonen beherbergte.

Schlacht von Hampton Roads: Am 9. März 1862 traf die Monitor in der Hampton Roads Bucht in Virginia auf die CSS Virginia (ein ebenfalls gepanzertes Konföderierten-Schiff, das auf dem Rumpf der Fregatte USS Merrimack aufgebaut war). Das vierstündige Duell endete unentschieden, da keines der Schiffe dem anderen ernsthaften Schaden zufügen konnte.

Revolution der Seekriegsführung: Obwohl die Schlacht ein taktisches Unentschieden war, markierte sie einen Wendepunkt in der Seekriegsgeschichte. Sie demonstrierte die Überlegenheit von Panzerschiffen gegenüber traditionellen Holzschiffen und machte die hölzernen Kriegsflotten der Welt praktisch über Nacht obsolet.

Verbleib und heutiger Status:
Untergang: Die Monitor sank am frühen Morgen des 31. Dezember 1862 in einem schweren Sturm vor Cape Hatteras, North Carolina, während sie in den Süden geschleppt wurde. Aufgrund ihres geringen Freibords war das Schiff nicht seetauglich und lief voll Wasser. 16 ihrer 62 Besatzungsmitglieder kamen bei dem Unglück ums Leben.

Entdeckung und Schutz: Das Wrack wurde 1973 in 70 Metern Tiefe entdeckt. Das Gebiet um das Wrack wurde 1975 als das erste National Marine Sanctuary der USA ausgewiesen, um die historische Stätte zu schützen.

Bergung und Ausstellung: Im Laufe der Jahre wurden bei verschiedenen Expeditionen zahlreiche Artefakte geborgen, darunter 2001 die Dampfmaschine und 2002 der ikonische Geschützturm. Diese Exponate sowie eine 1:1-Nachbildung des Schiffes sind heute im Mariners' Museum and Park in Newport News, Virginia, zu sehen und werden dort konserviert. Die sterblichen Überreste zweier unbekannter Seeleute, die im Turm gefunden wurden, wurden 2013 auf dem Arlington National Cemetery beigesetzt.

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30. Januar 1968:
Am vietnamesischen buddhistischen Neujahrsfest Tết Nguyên Đán beginnen Nordvietnamesische und Vietcong-Einheiten im Vietnamkrieg in den frühen Morgenstunden die Tet-Offensive gegen die US-Truppen, die den militärischen Zusammenbruch der USA in Vietnam einleitet.
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Die Tet-Offensive war eine koordinierte Reihe massiver militärischer Angriffe der Nordvietnamesischen Armee (NVA) und der Nationalen Befreiungsfront (Vietcong) im Jahr 1968 während des Vietnamkriegs. Obwohl sie eine militärische Niederlage für die Kommunisten war, stellte sie einen entscheidenden psychologischen und politischen Wendepunkt des Krieges dar.

Hintergrund und Ablauf:
Die Offensive begann in den frühen Morgenstunden des 30. und 31. Januar 1968, zeitgleich mit dem vietnamesischen Neujahrsfest "Tết Nguyên Đán", einer Zeit, in der traditionell eine inoffizielle Waffenruhe herrschte.

Überraschungsangriff:
Etwa 85.000 kommunistische Truppen führten gleichzeitige Angriffe auf über 100 Städte, Militärstützpunkte und Gemeinden in Südvietnam durch, darunter die Hauptstadt Saigon und die alte Kaiserstadt Huế.

Ziele:
Die NVA und der Vietcong verfolgten das Ziel, einen allgemeinen Aufstand der südvietnamesischen Bevölkerung gegen die von den USA unterstützte Regierung auszulösen und die südvietnamesische Armee zu zerschlagen. Sie hofften, die US-Intervention durch einen schnellen Sieg beenden zu können.

Schlüsselereignisse:
Zu den spektakulärsten Aktionen gehörte das Eindringen eines Vietcong-Kommandos in das Gelände der US-Botschaft in Saigon.
Die Kämpfe in Huế waren besonders intensiv und dauerten fast einen Monat, wobei große Teile der Stadt zerstört wurden.

Ausgang und Folgen:
Militärisch gesehen war die Offensive ein katastrophaler Fehlschlag für Nordvietnam. Es gab keinen landesweiten Aufstand, und die kommunistischen Truppen erlitten enorme Verluste (schätzungsweise 30.000 bis 50.000 Tote). Die US-amerikanischen und südvietnamesischen Streitkräfte konnten die Kontrolle über alle angegriffenen Gebiete zurückgewinnen.

Der entscheidende Erfolg der Offensive lag jedoch in ihrer psychologischen Wirkung auf die amerikanische Öffentlichkeit:

Glaubwürdigkeitslücke:
Zuvor hatten US-Militärs und Politiker, wie General William Westmoreland, optimistische Berichte über den Kriegsverlauf verbreitet und behauptet, der Feind sei fast besiegt. Die Brutalität und das Ausmaß der Angriffe, die direkt in amerikanische Wohnzimmer gesendet wurden (inklusive des ikonischen Fotos der Hinrichtung eines Vietcong-Kämpfers in Saigon), widerlegten diese Darstellung eindrucksvoll.
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Stimmungsumschwung:
Die Tet-Offensive schockierte die Amerikaner und führte zu einem massiven Rückgang der Unterstützung für den Krieg in der Heimat. Die öffentliche Meinung wandte sich gegen eine Fortsetzung des Konflikts.

Politische Konsequenzen:
Angesichts des schwindenden Rückhalts in der Bevölkerung verweigerte Präsident Lyndon B. Johnson die Forderung nach weiteren 200.000 zusätzlichen Truppen und kündigte am 31. März 1968 an, nicht für eine Wiederwahl zu kandidieren.

Die Tet-Offensive markierte den Wendepunkt im Vietnamkrieg und leitete den allmählichen Rückzug der USA aus dem Konflikt ein, der schließlich 1973 in einem Waffenstillstand und 1975 mit der Eroberung Saigons durch Nordvietnam endete.
 
30. Januar 1930:
Gene Hackman, US-amerikanischer Schauspieler wird geboren.
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Gene Hackman (30. Januar 1930 – ca. 18. Februar 2025) war ein hoch angesehener US-amerikanischer Schauspieler, der für seine intensiven, charakterstarken Rollen und einen Karrierezeitraum von über vier Jahrzehnten bekannt war. Er starb im Februar 2025 im Alter von 95 Jahren.

Karriere und Auszeichnungen:
Hackman zählte zu den führenden Charakterdarstellern seiner Generation. Er feierte seinen Durchbruch mit dem Film Bonnie und Clyde (1967), für den er seine erste Oscar-Nominierung erhielt. Zu seinen bedeutendsten Rollen gehören:

Jimmy "Popeye" Doyle in French Connection – Brennpunkt Brooklyn (1971), wofür er seinen ersten Oscar als Bester Hauptdarsteller gewann.

Sheriff "Little Bill" Daggett in Clint Eastwoods Western Erbarmungslos (1992), eine Rolle, die ihm einen zweiten Oscar, diesmal als Bester Nebendarsteller, einbrachte.

Lex Luthor in den Superman-Filmen (1978-1987).

Royal Tenenbaum in Wes Andersons Komödie Die Royal Tenenbaums (2001), für die er einen Golden Globe erhielt.

Ruhestand und Tod:

Hackman zog sich 2004 nach seinem letzten Film Willkommen in Mooseport aus der Schauspielerei zurück. Er widmete sich fortan der Schriftstellerei (unter anderem historische Romane und Thriller) und der Malerei in seinem Zuhause in Santa Fe, New Mexico.

Im Februar 2025 wurden Gene Hackman und seine Frau Betsy Arakawa tot in ihrem Haus aufgefunden. Autopsieberichte ergaben, dass Hackman an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung starb, wobei eine fortgeschrittene Alzheimer-Erkrankung ein wesentlicher Faktor war. Seine Frau war Tage zuvor an einer seltenen Hantavirus-Infektion gestorben. Aufgrund seiner Alzheimer-Erkrankung war Hackman den Ermittlern zufolge möglicherweise nicht in der Lage, den Tod seiner Frau zu realisieren oder Hilfe zu rufen.