In Remember

24. Januar 1848:
Ein von James W. Marshall nahe Sutter’s Mill gefundenes Nugget führt zu einem Ansturm von Glücksrittern. Mit diesem Fund wird der Kalifornische Goldrausch ausgelöst.
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Zeitraum: Der Goldrausch dauerte von 1848 bis etwa 1855.

Die "Forty-Niners": Tausende von Menschen, bekannt als "Forty-Niners" (nach dem Jahr des größten Zustroms 1849), strömten aus den gesamten Vereinigten Staaten und der ganzen Welt – darunter Europa, Asien und Südamerika – nach Kalifornien, in der Hoffnung, schnell reich zu werden. Während des Kalifornischen Goldrausches spielten Schiffe eine zentrale Rolle beim Transport Tausender Menschen nach San Francisco. Die Stadt entwickelte sich zum wichtigsten Seehafen der Region. Der Goldrausch sorgte dafür, daß ganze Schiffsbesatzungen die Schiffe verließen, um Gold zu finden. Im Jahr 1849 verwandelte sich der Hafen von San Francisco in einen "Wald aus Masten", da über 500 Schiffe in der Bucht ankamen.
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Desertierte Besatzungen: Das größte Problem war, dass die Besatzungen dieser Schiffe – oft kurz nach der Ankunft – desertierten, um selbst ihr Glück in den Goldfeldern zu versuchen. Da es keine Arbeitskräfte mehr gab, die die Schiffe entladen oder warten konnten, blieben Hunderte von ihnen im Hafen liegen. Viele der verlassenen Schiffe wurden notdürftig umfunktioniert. Da die Stadt explosionsartig wuchs und es an Baumaterial und Gebäuden mangelte, wurden die Schiffe an Land gezogen und als temporäre Hotels, Saloons, Lagerhäuser oder Gefängnisse genutzt. Als San Francisco weiter expandierte, wurden die Zwischenräume zwischen den Wracks mit Sand, Schutt und Erde aufgefüllt, um neues Bauland zu schaffen. Infolgedessen liegen heute die Überreste Dutzender dieser Segelschiffe unter den heutigen Straßen und Gebäuden des Financial Districts und der Innenstadt von San Francisco begraben. Bei Bauarbeiten werden immer wieder archäologische Funde dieser historischen Schiffswracks gemacht. Die Schiffe, die die Goldsucher brachten, wurden so zu einem physischen Fundament der wachsenden Stadt San Francisco.

Bevölkerungswachstum und Staatswerdung: Die Bevölkerung Kaliforniens wuchs explosionsartig. Innerhalb von nur zwei Jahren stieg die nicht-einheimische Bevölkerung von rund 1.000 auf 100.000 Menschen. Dieses rasche Wachstum beschleunigte die Aufnahme Kaliforniens als 31. US-Bundesstaat im Jahr 1850.

Wirtschaftliche und soziale Folgen:
Wirtschaft: Der plötzliche Goldzustrom belebte die US-Wirtschaft und führte zur schnellen Entwicklung von Infrastruktur wie Städten, Banken und schließlich Eisenbahnlinien.

Soziales: Es entstand eine multiethnische Gesellschaft, die jedoch auch von Rassismus, Diskriminierung und Gewalt geprägt war, insbesondere gegenüber der indigenen Bevölkerung und Immigranten aus China und Lateinamerika.

Methoden und Ende: Zunächst war das Goldwaschen in Flüssen die Hauptmethode. Später wurden komplexere und umweltschädlichere Methoden wie der hydraulische Bergbau eingesetzt. Die leicht zugänglichen Goldvorkommen waren bis Mitte der 1850er Jahre weitgehend erschöpft, wodurch der Rausch abebbte.

Der Kalifornische Goldrausch veränderte die Landschaft, Kultur und Wirtschaft Kaliforniens nachhaltig und prägte den Mythos des "Golden State".
 
24. Januar 1941:
Neil Diamond, US-amerikanischer Sänger und Liedermacher wird geboren.
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Neil Diamond ist ein weltbekannter amerikanischer Singer-Songwriter und Schauspieler, der für seine unverwechselbare tiefe Stimme und Hits wie "Sweet Caroline", "Forever in Blue Jeans" und "Solitary Man" bekannt ist.