In Remember

22. Oktober
1959: Der Antikriegsfilm Die Brücke von Bernhard Wicki wird uraufgeführt.
1792673035948.png
Die Brücke von Regisseur Bernhard Wicki gilt als einer der bedeutendsten deutschen Antikriegsfilme der Nachkriegsgeschichte und feierte am 22. Oktober 1959 seine Uraufführung. Das radikale Meisterwerk brach im deutschen Nachkriegskino der Wirtschaftswunder-Ära das Tabu des heroischen Schweigens über den Zweiten Weltkrieg.

Kernfakten zum Film:
Literarische Vorlage:

Basiert auf dem gleichnamigen, autobiografischen Roman von Gregor Dorfmeister (unter dem Pseudonym Manfred Gregor).
Handlung:
Sieben 16-jährige Gymnasiasten werden im April 1945 kurz vor Kriegsende zur Wehrmacht eingezogen.
Die Mission:
Die Jugendlichen sollen eine strategisch völlig unbedeutende Brücke in ihrer Heimatstadt gegen die vorrückende US-Armee verteidigen.
Tragik:
Von der nationalsozialistischen Ideologie verblendet, nehmen die Kindersoldaten den Befehl todernst und werden fast alle sinnlos geopfert.
1792673155618.png
Uraufführungsort:
Der Film lief am 22. Oktober 1959 erstmals in den Alster-Lichtspielen in Mannheim (einige Quellen nennen parallel München).
Auszeichnungen und internationale Wirkung:
Deutscher Filmpreis:

Ausgezeichnet in fünf Kategorien im Jahr 1960.
Golden Globe:
Erhielt den Award als bester ausländischer Film.
Oscar-Nominierung:
Nominiert in der Kategorie für den besten fremdsprachigen Film.
Bedeutung:
Der Film verzichtete komplett auf falsches Heldentum und schilderte das Sterben der Jugendlichen mit schockierendem Realismus.
Start für die Karriere:
Die Brücke war der Beginn für diverse jugendliche Schauspieler. Am bekanntesten:
- Fritz Wepper als Albert Mutz (später weltbekannt durch Derrick und Um Himmels Willen)
- Volker Lechtenbrink als Klaus Hager (wurde ein sehr erfolgreicher Schauspieler, Chansonsänger und Synchronsprecher)
 
22. Oktober 1861:
Der Pony-Express wird nach nur eineinhalb Jahren eingestellt.
1792687777100.png
Der Ponyexpress war ein schneller US-amerikanischer Postdienst, der von 1860 bis 1861 eine Reiterstaffel-Route zwischen Missouri und Kalifornien nutzte. Er war die schnellste Kommunikationsmethode für die Ost-West-Verbindung, bevor die transkontinentale Telegrafenleitung fertiggestellt wurde. Die Reiter wechselten unterwegs ständig Pferde aus, um die etwa 3100 km lange Strecke in nur etwa 10 Tagen zu bewältigen.
1792687797613.png
Warum das schnelle Ende kam:
Der Telegraf:

Die neue Telegrafenlinie verband die Ost- und Westküste der USA in Sekundenschnelle. Ein Brief per Pony-Express brauchte dagegen rund 10 Tage.
Finanzielles Desaster:
Das Unternehmen erwirtschaftete enorme Verluste. Den Einnahmen von rund 90.000 Dollar standen Ausgaben von über 200.000 Dollar gegenüber.
Der Bürgerkrieg:
Der Beginn des Amerikanischen Bürgerkriegs im April 1861 veränderte die Prioritäten und Logistikrouten des Landes drastisch.
Feindseligkeiten:
Angriffe und Konflikte auf den Routen führten immer wieder zu gefährlichen Betriebsunterbrechungen.
1792687832743.png
Der Mythos in Zahlen:
Trotz der kurzen Lebensdauer brannte sich der Dienst in die amerikanische Geschichte ein:
35.000 Briefe wurden transportiert, wobei laut Aufzeichnungen nur eine einzige Postsendung verloren ging.
153 Stationen, rund 80 Kuriere und etwa 500 Pferde bildeten das logistische Rückgrat.
25 Dollar Wochenlohn erhielten die Reiter – eine extrem hohe Summe für die damalige Zeit, da der Job wegen des täglichen Risikos lebensgefährlich war.
 
22. Oktober 1985:
Im ZDF wird die erste Folge der Serie Die Schwarzwaldklinik ausgestrahlt.
1792694235030.png
„Die Schwarzwaldklinik“ ist mit bis zu 28 Millionen Zuschauern pro Folge die erfolgreichste deutsche Arztserie aller Zeiten. Der Pilotfilm „Die Heimkehr“ markierte am Dienstag, den 22. Oktober 1985 im ZDF, den Beginn eines echten Fernsehphänomens.
1792694279581.png
Das Wichtigste zur Kultserie auf einen Blick:
Sendezeitraum:

Vom 22. Oktober 1985 bis zum 25. März 1989.
Episoden:
Insgesamt 70 Folgen in drei Staffeln (inklusive des Pilotfilms).
Hauptdarsteller:
Klausjürgen Wussow (Professor Klaus Brinkmann), Gaby Dohm (Christa Brinkmann) und Sascha Hehn (Udo Brinkmann).
Drehort:
Die Außenkulisse der fiktiven Klinik befindet sich im Glottertal im Schwarzwald. Das Gebäude lockt bis heute Touristen an.
Internationale Reichweite:
Die Serie wurde in rund 40 Länder weltweit verkauft und gilt als Mutter der modernen deutschen Krankenhausserien.