In Remember

14. Juli 1945:
Das Fraternisierungsverbot wird gelockert. Amerikanische Besatzungssoldaten in Deutschland erhalten die Erlaubnis, „auf Straßen und Plätzen Unterhaltungen mit erwachsenen Deutschen zu führen.“

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Plakat, das an die Kriegsverbrechen der Deutschen erinnern soll -
den Sinn für das Fratanisierungsverbot.


Das Fraternisierungsverbot von 1945 untersagte den Soldaten der westlichen Alliierten jeglichen privaten, freundschaftlichen oder intimen Kontakt mit der deutschen Zivilbevölkerung. Es wurde im September 1944 beim ersten Betreten deutschen Bodens erlassen und bereits im September und Oktober 1945 vollständig aufgehoben, da es sich im Alltag als praktisch unmöglich durchzusetzen erwies.

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"Wir halten Wache" - Aufpassen auf die Gefahren mit den Deutschen.
Auf "Werwölfe" *1 und auf radikale NAZI-Verbrecher. gefahr drohte
durch Männer, Frauen und auch durch Kinder (HJ)

*1: Werwölfe:
Die Organisation „Werwolf“ war eine nationalsozialistische Guerilla- und Sabotageorganisation, die im September 1944 von SS-Chef Heinrich Himmler ins Leben gerufen wurde. Ihr Ziel war es, nach dem Einmarsch der alliierten Truppen im Jahr 1945 einen bewaffneten Untergrundkrieg hinter den feindlichen Linien zu führen.


Die wichtigsten Fakten im Überblick:
Sinn und Zweck:

Schutz der Truppen vor Sabotage („Werwölfe“), soziale Ächtung der Deutschen als Kollektivschuldige und Beruhigung der heimischen, oft antideutsch eingestellten Öffentlichkeit.

Geltungsbereich:
Es galt vor allem für US-amerikanische und britische Soldaten. In der sowjetischen Besatzungszone existierte ein solches generelles Verbot hingegen nicht.

Strenge Regeln:
Erlaubt waren ausschließlich dienstliche Kontakte. Sogar das Händeschütteln oder das Spielen mit deutschen Kindern war anfangs streng verboten. Bei Verstößen drohten den Soldaten empfindliche Geldstrafen oder Disziplinarmaßnahmen.

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Scheitern und schrittweise Lockerung:
Das Verbot hielt der Realität der Nachkriegsmonate nicht stand. Da die deutsche Bevölkerung friedlich blieb und keine Sabotageakte verübte, verlor die Sicherheitsbegründung schnell an Gewicht.

Juni 1945:
Erste Lockerung. Soldaten der US Army durften in der Öffentlichkeit wieder mit Kindern sprechen und „freundlich“ zu Deutschen sein.

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August/September 1945:
Gespräche mit erwachsenen Deutschen wurden im öffentlichen Raum erlaubt.

25. September 1945:
Die britische Militärverwaltung hob das Verbot auf.1. Oktober 1945: Die amerikanische Militärverwaltung beendete das Fraternisierungsverbot offiziell.

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Langzeitfolgen:
Trotz der Strafen ignorierten viele Soldaten das Verbot von Beginn an – insbesondere gegenüber den deutschen „Fräuleins“. Ein Nebeneffekt der heimlichen Kontakte war die rasante Ausbreitung von Geschlechtskrankheiten unter den Soldaten. Bis zum Jahr 1952 kamen in Westdeutschland zudem mindestens 40.000 uneheliche Kinder auf die Welt, die aus Beziehungen zwischen deutschen Frauen und alliierten Soldaten stammten (sogenannte Besatzungskinder). Das Verbot von Eheschließungen blieb teilweise noch etwas länger bestehen; Briten durften Deutsche beispielsweise erst ab August 1946 heiraten.
 
15. Juli 1975:
Mit dem Apollo-Sojus-Test-Projekt (ASTP) wird das erste gemeinsame Raumfahrtunternehmen der USA und der Sowjetunion gestartet.
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Das Apollo-Sojus-Test-Projekt (ASTP) war die erste gemeinsame Weltraummission der USA und der Sowjetunion. Im Juli 1975 koppelten ein amerikanisches Apollo- und ein sowjetisches Sojus-Raumschiff in der Erdumlaufbahn aneinander an. Dieses historische Ereignis markierte das symbolische Ende des Wettlaufs ins All und setzte ein Zeichen der Entspannung im Kalten Krieg.

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Wichtige Eckdaten der Mission:
Missionszeitraum:

Der Start erfolgte am 15. Juli 1975, das Andocken am 17. Juli 1975, und die Mission endete mit der Landung der Kapseln am 21. bzw. 24. Juli 1975.

Der historische Händedruck:
Am 17. Juli öffneten die Crews die Luken. Der Händedruck im All zwischen Thomas Stafford und Alexei Leonow ging weltweit durch die Medien.

Gemeinsame Aktivitäten:
Die Raumschiffe blieben fast zwei Tage lang gekoppelt. Die Crews führten wissenschaftliche Experimente durch, tauschten Geschenke aus und aßen zusammen.

Die Besatzungen
USA:
(Apollo): Thomas P. Stafford (Kommandant), Vance D. Brand, Donald K. („Deke“) Slayton.
Sowjetunion: (Sojus 19): Alexei A. Leonow (Kommandant), Waleri N. Kubassow.

Technische Herausforderungen:
Das Kopplungsmodul:
Die Raumschiffe besaßen völlig inkompatible Dockingsysteme. Die NASA entwickelte daher ein spezielles Andockmodul, das als Adapter und Luftschleuse diente.

Unterschiedliche Atmosphäre:
In der Apollo-Kapsel herrschte reiner Sauerstoff bei niedrigem Druck, in der Sojus eine normale Stickstoff-Sauerstoff-Mischung. Das Schleusenmodul verhinderte, dass die Astronauten beim Überstieg die Taucherkrankheit bekamen.

Sprachbarriere:
Zur besseren Verständigung sprachen die Amerikaner Russisch und die Sowjets Englisch, was Missverständnisse bei kritischen Manövern minimierte.

Bedeutung und Nachwirkung:
Das Projekt bewies, dass internationale Kooperationen im Orbit trotz politischer Differenzen möglich sind. Die hier entwickelten technischen Grundlagen und Dockingsysteme ebneten den Weg für spätere Großprojekte wie das Shuttle-Mir-Programm und den Bau der Internationalen Raumstation (ISS). Für das Apollo-Raumschiff war es zeitgleich der letzte Flug
 
15. Juli 1799:
Der Stein von Rosette
wird im Niltal bei Rosetta von Pierre François Xavier Bouchard, einem Offizier Napoleons, entdeckt.
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Der Stein von Rosette (oft auch Stein von Rosetta genannt) ist eines der bedeutendsten archäologischen Fundstücke der Welt, da er den Schlüssel zur Entzifferung der altägyptischen Hieroglyphen lieferte. Bei dem Artefakt handelt es sich um das Bruchstück einer großen Stele aus dunklem Granodiorit, die im Jahr 196 v. Chr. behauen wurde.

Warum ist der Stein so wichtig?
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Hieroglyphen im Tal der Könige

Das Wissen um die ägyptischen Hieroglyphen ging verloren, weil das Christentum im Römischen Reich zur Staatsreligion aufstieg und die alten „heidnischen“ Tempel, in denen die Schrift gepflegt wurde, geschlossen wurden.

Der Niedergang der altägyptischen Schriftkultur vollzog sich über mehrere Jahrhunderte durch eine Kette historischer Ereignisse.

Der Weg zum Vergessen:
Christianisierung und Verbote: Im Jahr 391 n. Chr. ordnete der römische Kaiser Theodosius I. die Schließung aller nicht-christlichen Tempel an. Da die Hieroglyphen untrennbar mit der altägyptischen Religion und Liturgie verbunden waren, verloren sie ihre wichtigste Brutstätte.
Aussterben der Elite:
Nur ein kleiner, elitärer Kreis von Priestern und Schreibern beherrschte die hochkomplexe Monumentalschrift. Mit dem Verbot der alten Kulte gab es keine Nachkommen mehr, die die Zeichen erlernten. Die letzte bekannte Hieroglyphen-Inschrift wurde im Jahr 394 n. Chr. auf der Insel Philae eingeritzt.
Kultureller und sprachlicher Wandel:
Bereits im Alltag wurde die Schrift durch einfachere Kursivschriften wie das Hieratische und Demotische abgelöst. Später nutzten die christlichen Ägypter das Koptische – die ägyptische Sprache, geschrieben mit griechischen Buchstaben. Nach der arabischen Eroberung im Jahr 641 n. Chr. verdrängte das Arabische das Ägyptische schließlich fast vollständig als gesprochene Sprache.
Jahrhunderte der Fehlinterpretation:
Über 1400 Jahre lang blieben die Zeichen ein Rätsel. Gelehrte der Antike und des Mittelalters glaubten fälschlicherweise, Hieroglyphen seien reine Symbol- oder Zauberbilder, die mystische Ideen ausdrückten, ohne einen lautlichen Wert zu besitzen.

Erst im Jahr 1822 knackte der französische Sprachwissenschaftler Jean-François Champollion das Rätsel. Er nutzte den Stein von Rosetta – eine Steinplatte mit demselben Text in Hieroglyphen, Demotisch und Griechisch –, um zu beweisen, dass Hieroglyphen ein System aus Lauten und Bildzeichen sind.

Der Stein von Rosette:
Das Besondere an dem Stein ist, dass auf ihm derselbe Text in drei verschiedenen Schriften eingemeißelt ist. Da Gelehrte das Altgriechische problemlos lesen konnten, diente es als direkte Übersetzungshilfe. Die drei Textblöcke umfassen:

Hieroglyphen:
(14 Zeilen): Die heilige Schrift der Priester.
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Demotisch:
(32 Zeilen): Die damalige Alltagsschrift in Ägypten.
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Altgriechisch:
(54 Zeilen): Die offizielle Amtssprache der herrschenden Ptolemäer-Dynastie.

Der Inhalt des Textes ist ein sogenanntes Priesterdekret (Dekret von Memphis), mit dem ein Rat von Priestern den königlichen Kult des jungen Königs Ptolemäus V. bekräftigte und ehrte.

Entdeckung und Entschlüsselung
Die Entdeckung (1799):

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Französische Soldaten entdeckten die Steinplatte im Juli 1799 während des Ägyptenfeldzugs von Napoleon Bonaparte. Sie war als Baumaterial in der Nähe der Hafenstadt Rosette (heute Raschid) im Nildelta verbaut. Der Offizier Pierre-François Bouchard erkannte sofort den historischen Wert.

Die Entschlüsselung (1822): Nach jahrelanger Arbeit gelang es dem französischen Sprachgenie Jean-François Champollion im Jahr 1822, den Code zu knacken. Er fand heraus, dass Hieroglyphen keine reinen Bildzeichen sind, sondern eine komplexe Mischung aus Lauten (Phonetisch), Symbolen und Deutzeichen darstellen. Dies gilt als die Geburtsstunde der modernen Ägyptologie.
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Ohne den Stein von Rosette wären die Tempel- und Grabinschriften wohl heute noch nicht
übersetzbar.


Wo befindet sich der Stein heute?
Nach der militärischen Niederlage der Franzosen gegen die Briten in Ägypten ging der Stein im Jahr 1801 durch den Vertrag von Alexandria in britischen Besitz über. Seit 1802 ist das Original fast ununterbrochen im British Museum in London ausgestellt. Es ist das mit Abstand meistbesuchte Exponat des Museums.

Da der Stein während der Kolonialzeit nach England gelangte, fordert Ägypten seit vielen Jahren offiziell die Rückgabe des Artefakts.
 
14. Juli 1945:
Das Fraternisierungsverbot wird gelockert. Amerikanische Besatzungssoldaten in Deutschland erhalten die Erlaubnis, „auf Straßen und Plätzen Unterhaltungen mit erwachsenen Deutschen zu führen.“

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Plakat, das an die Kriegsverbrechen der Deutschen erinnern soll -
den Sinn für das Fratanisierungsverbot.


Das Fraternisierungsverbot von 1945 untersagte den Soldaten der westlichen Alliierten jeglichen privaten, freundschaftlichen oder intimen Kontakt mit der deutschen Zivilbevölkerung. Es wurde im September 1944 beim ersten Betreten deutschen Bodens erlassen und bereits im September und Oktober 1945 vollständig aufgehoben, da es sich im Alltag als praktisch unmöglich durchzusetzen erwies.

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"Wir halten Wache" - Aufpassen auf die Gefahren mit den Deutschen.
Auf "Werwölfe" *1 und auf radikale NAZI-Verbrecher. gefahr drohte
durch Männer, Frauen und auch durch Kinder (HJ)

*1: Werwölfe:
Die Organisation „Werwolf“ war eine nationalsozialistische Guerilla- und Sabotageorganisation, die im September 1944 von SS-Chef Heinrich Himmler ins Leben gerufen wurde. Ihr Ziel war es, nach dem Einmarsch der alliierten Truppen im Jahr 1945 einen bewaffneten Untergrundkrieg hinter den feindlichen Linien zu führen.


Die wichtigsten Fakten im Überblick:
Sinn und Zweck:

Schutz der Truppen vor Sabotage („Werwölfe“), soziale Ächtung der Deutschen als Kollektivschuldige und Beruhigung der heimischen, oft antideutsch eingestellten Öffentlichkeit.

Geltungsbereich:
Es galt vor allem für US-amerikanische und britische Soldaten. In der sowjetischen Besatzungszone existierte ein solches generelles Verbot hingegen nicht.

Strenge Regeln:
Erlaubt waren ausschließlich dienstliche Kontakte. Sogar das Händeschütteln oder das Spielen mit deutschen Kindern war anfangs streng verboten. Bei Verstößen drohten den Soldaten empfindliche Geldstrafen oder Disziplinarmaßnahmen.

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Scheitern und schrittweise Lockerung:
Das Verbot hielt der Realität der Nachkriegsmonate nicht stand. Da die deutsche Bevölkerung friedlich blieb und keine Sabotageakte verübte, verlor die Sicherheitsbegründung schnell an Gewicht.

Juni 1945:
Erste Lockerung. Soldaten der US Army durften in der Öffentlichkeit wieder mit Kindern sprechen und „freundlich“ zu Deutschen sein.

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August/September 1945:
Gespräche mit erwachsenen Deutschen wurden im öffentlichen Raum erlaubt.

25. September 1945:
Die britische Militärverwaltung hob das Verbot auf.1. Oktober 1945: Die amerikanische Militärverwaltung beendete das Fraternisierungsverbot offiziell.

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Langzeitfolgen:
Trotz der Strafen ignorierten viele Soldaten das Verbot von Beginn an – insbesondere gegenüber den deutschen „Fräuleins“. Ein Nebeneffekt der heimlichen Kontakte war die rasante Ausbreitung von Geschlechtskrankheiten unter den Soldaten. Bis zum Jahr 1952 kamen in Westdeutschland zudem mindestens 40.000 uneheliche Kinder auf die Welt, die aus Beziehungen zwischen deutschen Frauen und alliierten Soldaten stammten (sogenannte Besatzungskinder). Das Verbot von Eheschließungen blieb teilweise noch etwas länger bestehen; Briten durften Deutsche beispielsweise erst ab August 1946 heiraten.
danke raptor, da stand viel neues für mich.