Den Satz kannste stecken lassen, bis wieder Vollbeschäftigung herrscht ...
Warum? Auch wer heute keinen Job hat, sollte darüber nachdenken, ob er selber daran nicht eine Mitschuld trägt. Bei vielen (nicht allen) ist es doch einfach mangelnde Qualifikation. Und bei einem Teil derer doch sicher auch eigene Schuld.

Marty
 
Den Satz kannste stecken lassen, bis wieder Vollbeschäftigung herrscht ...

Warum?
Erstens habe ich in den letzten 20 Jahren so etwas wie Vollbeschäftigung überhaupt noch nie kennen gelernt, weiß also gar nicht, wann es das mal gab und dementsprechend bzw. eigentlich sollte man sich darauf einstellen, was jetzt ist, denn ein "früher war alles besser" bringt einem im Hier und Jetzt rein gar nichts.
Und zweitens, ist es meistens auch ein Teil der "eigenen" Schuld, je nach dem wie man es sieht.

Wenn ich von mir ausgehe, dann hab ich durchaus eine Schuld. Ich hab vertraut, war in dem Sinne dumm und naiv, habe das Leben als gegeben genommen und niemals gedacht, es würde sich etwas ändern. Hat es aber. Mein Vertrauen wurde missbraucht, meine Dummheit und Naivität wurde gnadenlos abgestraft. Fehlende Qualifikation tun ein übriges dazu, brauchte ich für meine Firmen nicht wirklich. Und ich kenne so viele Arbeitslose, haben Führerschein verloren wegen Trunkenheit und dementsprechend ihren Job, weil sie Kraftfahrer waren und jammern heute noch nach 10 Jahren rum, wie der "böse" Staat sie fallengelassen hat.
Wenn ich mir die Geschichten der ehemaligen Hartz4-Leute aus der anderen Abteilung bei meiner Arbeit so anhöre, hatte jeder seinen Teil dazu beigetragen.

Nicht alle Arbeitslose sind auch schuld, aber meistens die, die am meisten meckern und mehr vom Staat fordern. :roll:


Edit:
Weil ich wieder gerade was vom Einsatz "Schneeschippen" gelesen habe, ist mir wieder was eingefallen.
Ich arbeite mit vielen Stiftungen und Vereine zusammen, unter anderen kenne ich auch die Tafel hier von meinem Bezirk und andere Einrichtungen, die sich für Arbeitslose einsetzen und alle haben sie ein Problem: ehrenamtliche Mitarbeiter fehlen. Die, die es machen, sind entweder berufstätig, Rentner oder Hausfrauen, die nicht arbeiten müssen auf Grund ihrer Stellung - Mann verdient genug. Nur warum sind da keine Arbeitslosen?
Ich habe die Frage schon oft gestellt, die Antworten könnt ihr euch denken (wird nicht bezahlt) aber nehmen es in Anspruch. Wie kann man das miteinander vereinbaren? Vor allen Dingen in Zeiten, wo selbst Zeitungen berichten, dass wenn keiner mithilft, die Einrichtungen geschlossen werden müssen?
Je mehr ich in diese Seite reinschaue, desto mehr bin ich negativ überrascht und enttäuscht, von beiden Seiten, den Seiten der "tollen" staatlichen Behörden, die versuchen Arbeitslose in irgendwelche Stellen oder Schulungen zu stecken, die kein Mensch braucht oder die Stellen eh in einem Jahr wieder auslaufen, als auch von den Arbeitslosen, die dir Antworten um die Ohren hauen, die einen erblassen lassen, weil sie immer einen Grund haben, warum dies und jenes und überhaupt Arbeit gar nicht möglich ist. Dabei wäre eine Hilfe mitunter für gerade mal für 2 Stunden in der Woche nötig und das finde ich echt nicht viel.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kindergeld für Hartz4 Kinder

Hallo liebe Forumgemeinde,

ich habe eine kurze Frage.
Ich lese im Internet gerade, dass Kinder unter sechs Jahren nur 60% vom Regelsatz bekommen. Verstehe das nicht so ganz. Wieso einen Prozentualen Anteil am Regelsatz und nicht der normale Kindergeld betrag?

Liebe Grüße
 
Hallo liebe Forumgemeinde,

ich habe eine kurze Frage.
Ich lese im Internet gerade, dass Kinder unter sechs Jahren nur 60% vom Regelsatz bekommen. Verstehe das nicht so ganz. Wieso einen Prozentualen Anteil am Regelsatz und nicht der normale Kindergeld betrag?

Liebe Grüße

Regelsatz bezieht sich auf Hartz4

Das Kindergeld wird voll bezahlt, aber als "Einkommen" vom Regelsatz abgezogen. Im Übrigen ist die pauschale Prozentberechnung der Kindersätze von Hartz4 gerade erst kürzlich BVerfG als nicht nicht verfassungskonform eingestuft worden...

Ach ja - in den Hartz-IV Thread verschoben...
 
Vom Hartz IV-Regelsatz (z.Z. 359,00 €) bekommt das Kind einen prozentualen Anteil (nach Altersstufen gestaffelt). Auf diesen Anspruch wird das "normale" Kindergeld aber als Einkommen angerechnet.

Man kann daher sagen, dass ein Hartz IV-Kind an reiner staatlicher Leistung in der Regel mehr erhält, als ein Kind das nicht von diesen Leistungen abhängig ist.

Dass diesen Kindern insgesamt in den meisten Fällen natürlich trotzdem weniger Geld zur Verfügung steht, ist aber hoffentlich nach diesem Erklärungsversuch auch klar.
 
Demnach dürfte ein sechsjähriges Kind = 215,50EUR bekommen.
359*0,60 = 215,50EUR

Eine Frage stellt sich mir aber noch. Es wurde erwähnt, dass der "normale" Kindergeldbetrag (Bei Kind 1 & 2 = 184EUR) als Einkommen angerrechnet wird.

Was genau bedeutet diese Anrechnung. Diese Einkommensanrechnung hat keine weiteren Folgen für den oben ausgerechneten Kindergeldbetrag eines HARTZ4 Kindes?

Bedeutet es einfach nur das der Freibetrag bei möglichen Nebenjobs demnach geringer ist?

Liebe Grüße
 
Es bedeutet:

215,50 - 184,00 = 31,5 Euro, die die ARGE für das Kind auszahlt (+anteilig Miete und Heizkosten).

Das Kindergeld selbst wird weiterhin von der Kindergeldstelle überwiesen.
 
Achso. Demnach bekommt das Kind dann folgendes an Geld.

normales Kindergeld + 31,50?

Noch eine Frage. Wie verstehe ich dann die kritik:

"Kinder werden als halbe Erwachsene berechnet"

Es wird ja kritisiert, dass diese Kinder mehr Geld bekommen müssten. Doch ist deren Satz eh schon höher als der normale...?


LG Tab
 
[...]Bedeutet es einfach nur das der Freibetrag bei möglichen Nebenjobs demnach geringer ist?

Liebe Grüße

Es kann auch schwieriger und komplizierter werden.

Denn "eigentlich" ist das Kindergeld Einkommen der Eltern. Es wird nur solange beim Kind angerechnet, wie dieses seinen "Satz" nicht durch andere Einkommen decken kann.

Beispiel:

Ein Kind bekommt Halbwaisenrente. Dann wird diese auf den Hartz IV Satz (+Mietanteil) angerechnet und wenn dieser nicht erreicht wird, noch ein Teil des Kindergeldes (Was dann in der Regel dazu führt, dass das Kind keinen eigenen Anspruch mehr hat).

Der Rest des Kindergeldes wird dann dem anderen Elternteil als Einkommen angerechnet.

EDIT: Der "Satz" der staatlichen Leistungen ist höher. Allerdings besteht auch die Tatsache, dass andere Kinder eben in der Regel nicht von staatlichen Leistungen allein abhängig sind.
 
Es wird ja kritisiert, dass diese Kinder mehr Geld bekommen müssten. Doch ist deren Satz eh schon höher als der normale...?

Wie kommst du zu dieser Meinung?

In deinem Beispiel bekommt das Kind 60% des Regelsatzes eines Erwachsenen, minus Kindergeld.

Die Gesetzgeber sind wohl davon ausgegangen, dass Kinder pauschal weniger Essen (z.B.) als Erwachsene und deshalb dafür weniger Geld benötigen.

In meinen Augen ein Trugschluss....Kinder im Wachstum essen schon ne Menge, desweiteren wird dauernd größere Kleidung inkl. Schuhe usw. benötigt.
 
@scriper Ich sehe es genau so. Doch könnte eine "normale" Arbeiterfamilie diese Beschwerde doch auch einreichen? Denn deren Kinder benötigen doch sicherlich dann auch mehr als das Kindergeld hergiebt?
 
Diese können aber in der Regel den sogenannten Kinderzuschlag (erhöhtes Kindergeld), sowie Wohngeld erhalten.
 
@scriper Ich sehe es genau so. Doch könnte eine "normale" Arbeiterfamilie diese Beschwerde doch auch einreichen? Denn deren Kinder benötigen doch sicherlich dann auch mehr als das Kindergeld hergiebt?


Einerseits wie gesagt Wohngeld, andererseits wird das mehr das beim Kindergeld noch fehlt durch eine bessere Steuerklasse ausgeglichen.

Die Kinder, bei denen die Eltern arbeiten? Bei den Hartz4 Kindern ist das nicht möglich?
Richtig.
 
Demnach bekommt das Kind das normale Kindergeld, wie jeder andere? Oder bekommt er nur den Betrag:

Regelsatz - Kindergeld = "Hartz 4 Kindergeld"?
Beides sind staatliche Transferzahlungen.

H4 beträgt X.
Kindergeld Y.
Die Eltern (nicht das Kind!) bekommen jetzt Summe = Kindergeld + (H4 - Kindergeld).

Ist wie bei Twix: An der Summe ändert sich nix.
Wer Kinder hat, kriegt das Geld bloß statt von einer von zwei staatlichen Stellen.
Das Kind oder dessen Eltern haben vom Kindergeld gar nichts. Also gerade die Kinder, die es am nötigsten haben, haben nichts vom Kindergeld.


Das ist - zusammen mit dem geringeren Satz - im übrigen eine durchaus bewusste Steuerung der "Gebärfreudigkeit", so wie das Elterngeld, das auch höher ist, je mehr verdient wird. Oder wie die "Herdprämie" eine Subvention des Männer-Verdiener-Hausfrauen-am-Herd Ideals ist.
Viele Dinge laufen sehr, sehr subtil. Aber ich schweife ab...
 
Ist wie bei Twix: An der Summe ändert sich nix.
Wer Kinder hat, kriegt das Geld bloß statt von einer von zwei staatlichen Stellen.
Das Kind oder dessen Eltern haben vom Kindergeld gar nichts. Also gerade die Kinder, die es am nötigsten haben, haben nichts vom Kindergeld.

Wieso haben die Kinder von dem Kindergeld nichts? Das Geld geht doch an die Eltern, welche es dann für die Kinder einsetzen?

LG Tab

PS: Elterngeld ist auch noch so eine Sache. Bekommt das auch eine HARTZ4 Familie? Und wird daruch etwas an einer anderen Seite gekürzt?