@Phip: Da darfst nicht vergessen, dass Sie mit ihren Äußerungen bei vielen Akademikern in ein tiefes Fettnäpfchen getreten ist. Aber wahrscheinlich hast Du recht - ich glaube auch, das unterm Strich Frau Merkel, bzw. die Union davon profitieren wird - vor allem bei den Landtagswahlen. Da die Sympathiewert von KT immer noch so hoch sind, stehen die Oppositionsparteien so ein bisschen als Königsmörder da - gerade die Wahlkämpfer, wie Beck, Künast etc. pp.

@MasterYoda: Ich verstehe die Vorwürfe gegenüber dem Doktorvater bzw. der Uni nur begrenzt. Man kann auch von einem Professor oder einem Prüfungsauschuss nicht erwarten, sämtliche Publikationen zu einem Thema so textsicher zu kennen, dass ein Plagiat sofort erkannt wird.

Und um danach zu suchen bedarf es einem Grundmisstrauen. Ein Professor hat im Radio einen treffenden Vergleich gebracht:

Wenn Dir als Vater dein zukünftiger Schwiegersohn glaubhaft darstellen kann, dass er deine Tochter und ihre zukünftigen Kinder ernähren kann, dann lässt du Dir nicht seine Kontoauszüge zeigen.
 
Stimmt aber nicht... Meine Cousine hat ihren Dr. med jetzt während dem Studium gemacht (in 6 Monaten... Also gerade mal ne naturwissenschaftliche Diplomarbeit)... In Jura dauern die meisten Dr.-Arbeiten auch nur bis zu einem Jahr... Natürlich schreiben manche länger, die Regel ist es aber nicht...
Du willst doch jetzt nicht ernsthaft eine medizinische Doktorarbeit mit anderen vergleichen? 8O Das halten selbst die Mediziner für Schwachsinn, da die ihren Grad für lau bekommen.

Zur Dauer einer Promotion zitiere ich mal:
SZ vom 2./3. Februar 2002 schrieb:
Nach einer Umfrage der Universität Marburg dauert die Dissertationsphase im Schnitt vier bis fünf Jahre, nur vier Prozent der Befragten brauchten weniger als zwei Jahre. Geplant hatten 80 Prozent der Befragten eine Promotionsdauer von drei bis vier Jahren. Dabei dauerte die Arbeit bei Sozial- und Geisteswissenschaftlern mit 56 Monaten etwas länger als bei Mathematikern und Naturwissenschaftlern mit 51 Monaten
 
Sorry, aber wovon soll ein angehender Doktor denn die Jahre leben? Natürlich müssen die arbeiten. Oftmals für den Prof als wissenschaftlicher Mitarbeiter und wenn es paßt in dem eigenen Themengebiet, sodass ein Nutzen für beide Seiten entsteht. Manch einer hat sich aber auch jahrelang den Arsch aufgerissen und ist ohne Unterstützung an der eigenen Arbeit gescheitert :ugly: Und: der Doktor med. hat mit dem Thema nichts zu tun! Setzen 6 ;)
 
Was phip auch schon aus diesem Thread wissen könnte, wenn er mal was lesen würde... :roll:
 
Was phip auch schon aus diesem Thread wissen könnte, wenn er mal was lesen würde... :roll:

Meine Güte... Ich weiß das und habe nirgends etwas anderes behauptet... Ich wollte nur damit ausdrücken, dass Dr. nicht gleich Dr. ist...


Ich kann mir das nicht mal mit 1 Jahr vorstellen, aber was willst du damit sagen? Daß die Umfrage gefälscht ist?

Naja, zählt jetzt jemand, der behauptet er hätte 7 Jahre an seiner Doktorarbeit gearbeitet auch dazu?! Ich weiß nur nicht, was man jetzt viel forschen kann an Themen wie "Sexuelle Revolution im 13. Jahrhundert"... Ist doch klar, dass man bei solchen Themen irgendwo abschreiben muss...

Zur Doktorarbeit von Guttenberg: Hätte er jetzt... sagen wir mal... 200 weitere Fußnoten angegeben... also die geklauten Stellen... wäre es dann trotzdem noch eine Doktorarbeit gewesen?! Die Arbeit an sich wäre ja die gleiche.
 
Meine Güte... Ich weiß das und habe nirgends etwas anderes behauptet...

... baffi, deine Vorwürfe sind abstrus! :evil:

@phip: du solltest es wirklich mal mit lesen versuchen. Es geht nicht ums abschreiben als solches (und ging es auch nie), sondern ums weglassen der Quelle!

BTW - habt ihr eigentlich mitbekommen, das inzwischen 7 Ausarbeitungen des Wissenschaftlichen Dienstes zur Disposition stehen?
 
[...]Naja, zählt jetzt jemand, der behauptet er hätte 7 Jahre an seiner Doktorarbeit gearbeitet auch dazu?! [...]

War das nicht genau die Zeit, die Herr zu Guttenberg gebraucht hat? ;)

Und ja. Hätte er zitiert, wäre es auch eine Doktorarbeit gewesen. Vielleicht aber keine mit summa cum laude. Vielleicht nicht mal bestanden.
 
Irgendwas geht da doch nicht mit rechten Dingen zu, innerhalb von 9 Stunden hat die Facebook-Seite "Wir wollen Guttenberg zurück" 220k Fans...

Erschreckend, wie viele (scheinbar) einen Betrüger in einem der höchsten Deutschen Ämter sehen wollen 8O

Ich kann die Leute beim besten Willen nicht verstehen. Einige meiner Freunde verteidigen Guttenberg vehement, wobei ich absolut nicht nachvollziehen kann warum.
Was hat dieser Mann so herausragendes geleistet, dass alle ihm seine Betrügereien verzeihen wollen?
Kehrtwende in der Kundus-Affäre, den Kapitän der Gorch Fock entlassen (nach einem Telefonat mit einem BILD-Redakteur - Koexistenz?), seinen Lebenslauf frisiert und bei seiner Dissertation mehr als dreist betrogen und vermutlich den Wissenschaftlichen Dienst des Bundestages missbraucht.
Nichtmal in seiner Rücktrittsrede hat er seine Fehler zugegeben sondern schiebt die Schuld auf die ach so bösen Medien (wo er sich doch sonst so gern inszeniert hat - siehe den Afghanistan-Besuch mit seiner Frau und Kerner), die ihm und seiner Familie weh getan haben. Das empfinde ich als höchst feige und heuchlerisch!
 
Zuletzt bearbeitet:
Einige meiner Freunde verteidigen Guttenberg vehement, wobei ich absolut nicht nachvollziehen kann warum.

Ist bei mir auch so... Selbst die wenig politisch Interessierten bekunden auf Facebook ihre Sympathie für Guttenberg... Soweit isses bei mir noch nicht... ^^

edit: Über 20 000 mehr in einer halben Stunde... Facebook ist schon irgendwie der Wahnsinn...


Was mich wieder einmal darin bestärkt dieser komischen Seite fernzubleiben. :yes:
Diese Einstellung kann man sich auch nur in einem Alter über 30 leisten... ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Guckt jemand Maischberger? Eine interessante Runde - Vor allem der BILD-Redakteur, der immer noch das KT-Fähnchen hochhält... :ugly: (Kann Spuren von Ironie enthalten...)
 
Guckt jemand Maischberger? Eine interessante Runde - Vor allem der BILD-Redakteur, der immer noch das KT-Fähnchen hochhält... :ugly: (Kann Spuren von Ironie enthalten...)

Läuft bei mir nebenbei (nur Ton ^^ )

Wenn man es genau nimmt, hat diese Affäre die Politiker aller geschadet.

Der (Image)Schaden der beim normalen Bürger angerichtet wurde mit dieser teilweise peinlichen Provinzposse, ist auf Jahre nicht gutzumachen. Vermutlich wird man es bald bei den Wahlen sehen, Stichwort Beteiligung.

Gabriel / Trittin und Gysi die die treibende Kraft dahinter waren, haben genauso ein Schaden genommen wie der Rest und der normale Bürger schüttelt nur mit dem Kopf.

Ja Guttenberg hat ein Fehler gemacht, ein Riesenfehler, darüber braucht man absolut nicht streiten ABER WIE das alles aufgearbeitet, gepusht und letztendlich an die Öffentlichkeit gebracht wurde ist peinlich, kindisch und absolut unwürdig für Menschen die ein Staat zu führen haben bzw Millionen von Menschen regieren sollen :roll:

MY

PS: Ich wette wenn man es wirklich drauf anlegt, findet man bei mind. 50% der jetzigen Bundestagabgeordneten "Dreck" ;) Nur sind die halt nicht beliebt und müssen weg *g
 
Ja Guttenberg hat ein Fehler gemacht, ein Riesenfehler, darüber braucht man absolut nicht streiten ABER WIE das alles aufgearbeitet, gepusht und letztendlich an die Öffentlichkeit gebracht wurde ist peinlich, kindisch und absolut unwürdig für Menschen die ein Staat zu führen haben bzw Millionen von Menschen regieren sollen :roll:

Stimmt natürlich, aber immerhin ist Wahlkampf und KT war das Flagschiff. Ich erinnere an den Fall "Engholm" - ähnlich gelagert.

Zu Guttenberg hat einen nicht geringen Anteil daran, dass es so gelaufen ist. Das sollte man nicht vergessen.

@Phip: Ich frage mich mal wieder, ob du nicht verstehen willst oder gerade eine andere Maischberger-Sendung siehst als ich... :roll: