Sammelthread G20-Krawalle in Hamburg - Diskussionen und Schlüsse

Na was könnte es bringen. Ein friedlicher Protest ist immer schwerer anzugreifen (siehe gestern) als ein Protest dessen Teil gewalttätig ist. Das findest Du aber nicht nur in D, sondern z.B. ganz exklusiv in der Türkei und Venezuela.
Ich befürchte fast, Du meinst das auch noch ernst.

Ok, also falls Du irgendwelche Leute kennen solltest, die bei solchen Demos immer auf die Fresse bekommen (oder selbst dazu gehörst) und falls man auf Dich hören sollte, könntest Du ja mal meinen Vorschlag dort unterbreiten, auch wenn er vom politischen Gegner kommt. Folgende Punkte beachten und vielleicht bleiben dann auch mal die Pfeffis dauerhaft in der Fresse:
  • Keine Gewalt im Vorfeld ankündigen oder dazu aufrufen
  • Grundsätzlich auf Vermummung jeglicher Art verzichten. Sonnenbrille und Regenkapuze schließen sich schon per Definition aus - das Wetter kann also nicht der Grund sein, diese Kombination zu tragen. Und so kalt, dass man ein Pali-Tuch vor der Fratze benötigt, war es auch nicht.
  • Vielleicht mal deeskalierend sein und von sich heraus nicht in schwarz erscheinen, auch wenn es keine explizite "Kleiderordnung" gibt
  • Polizisten nicht beleidigen, bespucken, bewerfen und deren Anweisungen ohne Diskussion oder gewaltsamen Widerstand Folge leisten
  • Das Eigentum anderer achten, auch wenn man selbst nichts besitzt. Dazu zählt das Nichteinwerfen von Glasscheiben, das Nichtanzünden von Autos und das Nichtbesprühen von Gegenständen und Infrastruktur jeweils jedweder Art und jedweden Eigentums- und Besitzrechtes
  • Insgesamt deeskalierend wirken, auch falls ein junger Heißsporn unter den Polizisten sein sollte und sich wie ein großer Mann aufbläst. Das heißt: Protest lautstark ausdrücken gegen die/das, weswegen man eigentlich seinen Arsch auf die Straße geschafft hat, aber nicht gegen die "Ordner", die nur den ordnungsgemäßen Ablauf sicherstellen sollen
  • Falls sich andere schwarzvermummte unter die Demonstranten mischen, sich nicht als Schutzschild missbrauchen zu lassen, sondern eine Gasse bilden, damit die Polizei direkt auf das Lumpenpack zugreifen kann.
Einfach mal versuchen, auch wenn es schwer fällt. Und dann mal bitte im Anschluss die Eindrücke schildern, wie es gelaufen ist.

Somit ist es immer relativ einfach bewusst unverhältnismässige Polizeiaktionen zu legitimieren
Also zu Hamburg und dem Einsatz von Gas und Wasser sage ich erst mal noch nichts. Da warte ich noch die Aufarbeitung ab. Aber zu den vergangenen 1.Mai-Demos kann ich was sagen. Und eigentlich kam mir nie etwas wirklich "unverhältnismäßig" vor. Schon gar nicht, wenn man schon so mutig ist und als Vergleich die Türkei oder Venezuela heran zieht. Ich bin ja bloß froh, dass Du die deutsche Polizei nicht gleich mit der chinesischen oder nordkoreanischen verglichen hast.

Trotzdem wurde ich nach DD in L von Rechten angegriffen mit Messer und Holzlatten
...das ist doch wieder diese Szene aus Deinem Video, nicht wahr? :roll:

Dazu wurden wir fliehend noch von Teilen der Polizei mit Pfefferspray eingedeckt.
Gut, also hömma: Ich will nicht jede Kleinigkeit, die Du erlebt haben magst oder nicht, jetzt einzeln sezieren und bewerten. Kann ich auch gar nicht und deswegen gestehe ich auch zu, dass ab und an auch mal die Polizei Fehler macht. Sind halt auch Menschen.

Aber ich habe es eben auch schon in diversen Videos gesehen, da hat ein Wasserwerfer eine ganze Meute zurück gedrängt und kaum war das Wasser aus, kamen sie mit Steinen, Flaschen und allem möglichen Zeug zurück gerannt. Bevor das Wasser eingesetzt wurde, wurde mehrfach, ausdrücklich und überaus deutlich angekündigt, dass Wasser eingesetzt werden würde, wenn den Anweisungen nicht Folge geleistet wird. Es wurde förmlich darum gebettelt, doch bitte zu tun was man will, um nicht das kostbare Nass verschwenden zu müssen. Das gleiche gilt in noch stärkerem Maß für den Einsatz von Reizgas oder (zumindest früher) Gummigeschossen. Die haben ja immer sehr medienwirksame Blutergüsse erzeugt. Ich sag es mal ehrlich: So viel Geduld, wie da regelmäßig aufgebracht wurde bevor es zu Gewaltmaßnahmen der Polizei kam, hätte ich im Leben nicht aufgebracht. Da lobe ich mir manchmal die Polizei anderer Länder: Einmal eine ausdrückliche Anordnung geben. Dann noch ein weiteres Mal mit der Androhung von Gewalt und wenn es dann noch immer nicht funktioniert gibt es Knüppel aus dem Sack. So wäre es richtig. Aber das ist nur meine Meinung.

Bevor ich antworte, was ist für Dich "schwarz vermummtes Lumpenpack". [...] Somit nicht alles was "schwarz vermummt" ist, ist auch linksextremistisch.
Du, ich habe nie rechte Gewalttäter in Schutz genommen. Mir ist es scheißegal, zu welcher politischen Richtung oder Ideologie sie sich bekennen, falls sie überhaupt eine haben. Es zählt nur, dass sich dieses Lumpenpack nur auf eine Demo begibt, um dort Gewalt gegen den Staat und andere Menschen auszuüben und eine sonst vielleicht friedliche Demonstration zu stören und zu missbrauchen. Es ist nicht und war zu keiner Zeit so, dass mir der rechte schwarze Block irgendwie sympathischer wäre als der Linke. Das sind jeweils Menschen, die können von mir aus auch gern tot umfallen oder sich sonst irgendwie auflösen. Ich vermisse da keinen von.

Nur leider ist es so, dass in Anzahl und Häufigkeit eher der linke Mob in Erscheinung tritt als der rechte.
 
[*]Keine Gewalt im Vorfeld ankündigen oder dazu aufrufen
Wäre mir neu das dies von den Organisatoren vorgenommen wurde. Hast Du da Belege?
Bitte nicht Organisatoren von Demos mit irgendwelchen Gruppierungen verwechseln.

[*]Grundsätzlich auf Vermummung jeglicher Art verzichten. Sonnenbrille und Regenkapuze schließen sich schon per Definition aus
nach welcher Definition? Laut den Urteilen dazu, oder eher nichturteilen, ist allein das tragen einer Kapuze und einer Sonnenbrille KEINE Vermummung. Informieren geh hilft.

- das Wetter kann also nicht der Grund sein, diese Kombination zu tragen. Und so kalt, dass man ein Pali-Tuch vor der Fratze benötigt, war es auch nicht.
Ähm Demobesucher die häufiger dabei sind, oder wie heute bei vielen Sitzblockaden, wissen das uangeachtet das man selbst friedlich ist, setzt die Polizei Wasserwefer, CS-Gas, Reiz-/Pfefferspray und Tränengas ein.

[*]Vielleicht mal deeskalierend sein und von sich heraus nicht in schwarz erscheinen, auch wenn es keine explizite "Kleiderordnung" gibt
Haha und das von jemand der Afxxgida und Co. verteidigt. :roll:

Heute wurden auch die farbenprächtigen Sitzblockaden angegriffen, also schwarz ist nicht das alleine Kennzeichnungsmerkmal wo die Polizei Rot sieht.

[*]Polizisten nicht beleidigen, bespucken, bewerfen und deren Anweisungen ohne Diskussion oder gewaltsamen Widerstand Folge leisten
vs.
[*]Insgesamt deeskalierend wirken, auch falls ein junger Heißsporn unter den Polizisten sein sollte und sich wie ein großer Mann aufbläst. Das heißt: Protest lautstark ausdrücken gegen die/das, weswegen man eigentlich seinen Arsch auf die Straße geschafft hat, aber nicht gegen die "Ordner", die nur den ordnungsgemäßen Ablauf sicherstellen sollen
Ja was denn nun Stand your ground and law? (Demonstrationsrecht) oder doch sich einschüchtern lassen. Entscheide Dich mal bitte. :)

[*]Das Eigentum anderer achten, auch wenn man selbst nichts besitzt. Dazu zählt das Nichteinwerfen von Glasscheiben, das Nichtanzünden von Autos und das Nichtbesprühen von Gegenständen und Infrastruktur jeweils jedweder Art und jedweden Eigentums- und Besitzrechtes
Das ist vollends korrekt und dazu wirst Du von meiner Seite auch nichts anderes hören, auch wenn Du mir tagtäglich neu linksextremistische Straftaten so gerne unterstellen möchtest (*gähn*)
Nur zum Zeitpunkt der Polizeieskalation gab es auch das nicht. Nice try, but try again.

[*]Falls sich andere schwarzvermummte unter die Demonstranten mischen, sich nicht als Schutzschild missbrauchen zu lassen, sondern eine Gasse bilden, damit die Polizei direkt auf das Lumpenpack zugreifen kann.
Da die Farben wie heute mehrfach zu sehen war egal ist, werde ich niemanden aufgrund der Farben die er trägt diskriminieren. Ach btw. ich trage zu Demos auch eine Sonnenbrille und ne schwarze Jacke. Ohhh 8O

Einfach mal versuchen, auch wenn es schwer fällt. Und dann mal bitte im Anschluss die Eindrücke schildern, wie es gelaufen ist.
Habe ich doch schon mehrfach die letzten 2 Jahre gemacht. :)


...das ist doch wieder diese Szene aus Deinem Video, nicht wahr? :roll:
z.B. aber nicht nur, hab ja noch mehr Vorfälle extra für Dich mit aufgeschrieben. :)

Gut, also hömma: Ich will nicht jede Kleinigkeit, die Du erlebt haben magst oder nicht, jetzt einzeln sezieren und bewerten.
Aber Du hast doch gerade geschrieben:
Einfach mal versuchen, auch wenn es schwer fällt. Und dann mal bitte im Anschluss die Eindrücke schildern, wie es gelaufen ist.
Ja was denn nun? Entscheide Dich doch bitte mal. :)
 
Wäre mir neu das dies von den Organisatoren vorgenommen wurde. Hast Du da Belege? Bitte nicht Organisatoren von Demos mit irgendwelchen Gruppierungen verwechseln.
So weit mir bekannt ist, ist die Polizei ja auch nicht mit Gas und Wasserwerfern explizit gegen die Organisatoren vorgegangen, oder?

Ja was denn nun Stand your ground and law? (Demonstrationsrecht) oder doch sich einschüchtern lassen. Entscheide Dich mal bitte. :)
Den Anweisungen der Polizei Folge zu leisten ist doch kein "Einschüchtern lassen". Dazu bist Du als Bürger verpflichtet! Wenn die Polizei ein Platzverbot erteilt, hat man sich zu verpissen und nicht zu randalieren. Wenn die Polizei die Personalien feststellen möchte, hat man sich auszuweisen und nicht sich zu prügeln. Ganz einfach.

Ach, noch was:
Heute wurden auch die farbenprächtigen Sitzblockaden angegriffen [...]
Bereits hier fängt doch schon Dein Denkfehler an. Vielleicht mal versuchen, die Polizei nicht als Feind zu betrachten? Und (allermeist) gerechtfertigte Maßnahmen nicht als "Angriff" umdeuteln?
 
So weit mir bekannt ist, ist die Polizei ja auch nicht mit Gas und Wasserwerfern explizit gegen die Organisatoren vorgegangen, oder?
Nein aber die gesamte Demo. Sie wurden wohl schon blockiert mit 4 Wasserwerfen und einem Räumfahrzeug ehe der "angebliche schwarze Block" sich in die Demo eingliederte. Dazu wurde die Demo (man sprach von 1.000, jetzt schon 2.000, bis Sonntag wohl Zehntausende) von vorn, von hinten und von der Seite angegriffen. Sie wurde vorher gekesselt an einem Punkt wo keine Flucht hätte möglich sein sollen, aber die Solidarität untereinander ermöglichte es sie der Panik zu entgehen und der Promande empor zu steigen, bevor die Polizei noch weniger Platz zu liess, wie sie es später weiter und weiter vollzog. Siehe Video von MSNBC.
Somit nein die Organisatoren wurden nicht angegriffen, denn die befanden sich ja im Gespräch mit den Polizeioffiziellen aber die friedliche Demo wurde von mehreren seiten angegriffen. Und eben nicht nur die Welcome2Hell-Demo am frühen Abend, sondern auch die GENEHMIGTE Nachfolgedemo gegen Mitternacht welche eine Demo gegen Polizeiliche Gewalt war.


Den Anweisungen der Polizei Folge zu leisten ist doch kein "Einschüchtern lassen". Dazu bist Du als Bürger verpflichtet! Wenn die Polizei ein Platzverbot erteilt, hat man sich zu verpissen und nicht zu randalieren. Wenn die Polizei die Personalien feststellen möchte, hat man sich auszuweisen und nicht sich zu prügeln. Ganz einfach.
Wenn Deine Demo bewilligt wurde, und Du Dich an die Auflagen (die Demo war auflagenlos in diesemBezug) hälst dann ist es rechtswidrig von der Polizei einzuschreiten. Das haben wir gestern gesehen und das habe ich als Beispiel eben auch aus Leipzig näher bringen wollen. Somit passt Deine Aussage eben nicht "allgemein". Deswegen meine Frage, einerseits soll man die Polizei "lautstark zurechtweisen" ohne gleich auf Gewalt zu setzen andererseits aber soll man den Polizisten folge leisten. Somit passt nicht beides im Zusammenhang.

Ach, noch was:

Bereits hier fängt doch schon Dein Denkfehler an. Vielleicht mal versuchen, die Polizei nicht als Feind zu betrachten? Und (allermeist) gerechtfertigte Maßnahmen nicht als "Angriff" umdeuteln?
Die Demo ausserhalb der Zone, welche heute genehmigt war, wie eben die gestrigen, wurden von der Polizei wiederholt attackiert.
 
Wenn Deine Demo bewilligt wurde, und Du Dich an die Auflagen (die Demo war auflagenlos in diesemBezug) hälst dann ist es rechtswidrig von der Polizei einzuschreiten.
ist es ganz und gar nicht. Der Polizei obliegt die Pflicht, die ordnungsgemäße Durchführung der Demo sicher zu stellen. Wenn es einen Anlass gibt, dass eine ordnungsgemäße Durchführung nicht gewährleistet oder gefährdet ist, dann ist es die Pflicht der Polizei, regulierend einzugreifen.

Was nun immer und jeweils der konkrete Anlass war oder sein wird, mit welchen Mitteln wie und wann einzugreifen, ist mir natürlich ebenso wenig bekannt wie Dir und wohl den meisten. Wenn so was auch nicht in der Öffentlichkeit behandelt/verfolgt wird, werden es wohl Polizeiinternas bleiben. Aber ich denke, wir sollten zumindest so viel Vertrauen in die Polizei insgesamt haben, dass sie einen nachvollziehbaren Grund haben, der auch einer Prüfung stand halten würde. Wenn wir das nicht mehr haben, dann können wir das mit dem Rechtsstaat auch gleich sein lassen, denke ich.

Deswegen meine Frage, einerseits soll man die Polizei "lautstark zurechtweisen" ohne gleich auf Gewalt zu setzen andererseits aber soll man den Polizisten folge leisten. Somit passt nicht beides im Zusammenhang.
ich habe ja auch nirgends geschrieben, dass man die Polizei "lautstark zurechtweisen" soll. Ich habe gesagt:
Photon schrieb:
Protest lautstark ausdrücken gegen die/das, weswegen man eigentlich seinen Arsch auf die Straße geschafft hat, aber nicht gegen die "Ordner", die nur den ordnungsgemäßen Ablauf sicherstellen sollen
Da ich hoffe, dass sich die Leute nicht den G20-Gipfel nur zum Anlass nahmen, um sich mal wieder mit der Polizei zu kloppen wie die Kesselflicker, war der Anlass nach wie vor der G20-Gipfel. Und was die Leute da auch immer dagegen haben und meinen vorbringen zu müssen: Das können sie innerhalb des dafür vorgesehenen Gebietes gern lautstark tun. Dafür haben wir das Demonstrationsrecht.

Wenn aber die Polizei die Veranstaltung vorzeitig beendet, dann hat man dem trotzdem Folge zu leisten. Wenn es keinen guten Grund (Sicherheitsbedenken, ...) gab, kann man gegen die Entscheidung ja später gerichtlich vorgehen. Aber Widerstand zu leisten steht Dir als Bürger nicht zu.

Natürlich kannst Du trotzdem zivilen Ungehorsam üben. Nur dann darf man sich aber auch nicht beschweren, wenn es von der Exekutive des Staates auf die Fresse gibt. Und dann nach Möglichkeit noch plärren, dass die Bürgerrechte (vermeintlich) verletzt werden, wo man gerade eben selbst noch drauf geschissen hat, als es um die Bürgerpflichten ging.
 
ist es ganz und gar nicht. Der Polizei obliegt die Pflicht, die ordnungsgemäße Durchführung der Demo sicher zu stellen. Wenn es einen Anlass gibt, dass eine ordnungsgemäße Durchführung nicht gewährleistet oder gefährdet ist, dann ist es die Pflicht der Polizei, regulierend einzugreifen.
Richtig, es bedarf einer Gefährdungslage, einer Erklärung halt. Wenn diese dem Organisatoren aber nicht mitgeteilt wird, keine Durchsagen erfolgen, wie genau wäre das dann für Dich zu werten. Ich beziehe mich hier auf dem Demo von Leipzig Dezember 2015 wo mehrere Demos von der Polizei angegriffen wurden, ohne Erklärung oder irgendwas.

Was nun immer und jeweils der konkrete Anlass war oder sein wird, mit welchen Mitteln wie und wann einzugreifen, ist mir natürlich ebenso wenig bekannt wie Dir und wohl den meisten. Wenn so was auch nicht in der Öffentlichkeit behandelt/verfolgt wird, werden es wohl Polizeiinternas bleiben.
Nur "Polizeiinternas" genau das ist rechtswidrig. Die Polizei darf Anordnung erteilen, ABER diese hat sie mit Erklärung zu versehen. Und insbesondere gegenüber den Organisatoren der Demo. Es ist erschreckend wie arg der rechte Klammteil hier polizeiliche Massnahmen ohne Gründe befürworten. Aber ok, sind ja nur ein paar Linke...

Aber ich denke, wir sollten zumindest so viel Vertrauen in die Polizei insgesamt haben, dass sie einen nachvollziehbaren Grund haben, der auch einer Prüfung stand halten würde. Wenn wir das nicht mehr haben, dann können wir das mit dem Rechtsstaat auch gleich sein lassen, denke ich.
Im Einzelfall kam dies schon mehrfach vor, z.B. ansatzlose Abfilmen von Demos in Sachsen etc.
Das ist aber noch erklärbar, schlimm wird es nur wenn dies zum Automatismus wird. Wie eben von Sonntag auf Montag, durch die Polizei, die sich ausdrücklich gegen das BVG-Urteil stellte. Welches kurzfristig, nachträglich das VG zwar befürwortete aber direkt 2 Tage später vom OVG zurechtgewiesen wurde. Massnahme war somit nachträglich indirekt rechtswidrig von der Polizei.
 
Richtig, es bedarf einer Gefährdungslage, einer Erklärung halt. Wenn diese dem Organisatoren aber nicht mitgeteilt wird, keine Durchsagen erfolgen, wie genau wäre das dann für Dich zu werten.
Die Polizei ist überhaupt nicht verpflichtet, ihre Maßnahmen vor Ort zu begründen oder zu rechtfertigen. Und etwas nicht zu sofort zu rechtfertigen, dafür fallen mir diverse Gründe ein. Eine (anonyme) Bombendrohung vielleicht. Die Demo muss schnellstmöglich aufgelöst oder zumindest ein Platz geräumt werden. Soll man das durch die Lautsprecher mitteilen und eine Massenpanik riskieren? Oder man hat in der Demo eine gesuchte Person entdeckt und möchte die Personalien prüfen/die Person festsetzen. Oder man will präventiv eingreifen und Personen (-gruppen) aus dem Zug entfernen, wo man den berechtigten Verdacht hegt, dass es gewaltbereite Störer sind. Und so weiter.

Aber ich merke schon, dass es wenig fruchtbar ist, hier zu diskutieren. Ich meine, wenn ich mir nochmal Deine Antworten durchlese auf das Wer welches Interesse an einer Eskalation durch die Polizei hat, dann ist Deine Antwort ja im Grunde: Die deutsche Regierung, um euch Linken (und Linksextremisten) an der Wahrnehmung eures Rechtes auf Meinungs- und Demonstrationsfreiheit zu hindern. Und entschuldige, aber da muss ich von der anderen politischen Seite schon wahrlich herzhaft darüber lachen. Also nicht nur, weil es schon die Grenzen einer unhaltbaren Verschwörungstheorie stürmt, sondern weil gerade Links ja nun in diesem Lande beinahe jedwede Narrenfreiheit genießt, dass ich mir und andere mit mir sich manchmal nur noch an den Kopf fassen, was sich die Polizei regelmä0ig bieten lassen muss von linken mündigen Bürgern.

Trotzdem ein Danke für Deine Antwort.
 
Was haben die Demonstrationsdings hier zu suchen? Dies soll Flüchtlings- und Asyldebatte sein.

Und wirklich Reddogg, ist es dir nicht klar oder bist du sogar dafür, dass die Randalierer, welche auch aus Ausland kommen, benutzen ganz bewusst, ganz bösartig und ganz gewalttätig die Gelegenheit?
 
Was haben die Demonstrationsdings hier zu suchen? Dies soll Flüchtlings- und Asyldebatte sein.
Da maxator das Thema aufgemacht hat aufgrund des Verfassungsschutzberichts. Dieser inkludierte einerseits die Ausländerkriminalität und islamistische Anschläge. Aber auch die Anschläge von Rechtsextremisten und Gewaltexzessen von Links- & Rechtsextremisten

Und wirklich Reddogg, ist es dir nicht klar oder bist du sogar dafür, dass die Randalierer, welche auch aus Ausland kommen, benutzen ganz bewusst, ganz bösartig und ganz gewalttätig die Gelegenheit?
Da ich weder mit den Autonomen, Linksextremisten etc. sympathisiere oder Kontakt zu denen haben. Kann ich dazu nicht viel sagen. Ich kann nur meine Einschätzung/Meinung/Berichte von Reportern wiedergeben.
Ich verurteile jegliche Gewalt seit gestern, sowohl von den massiven Ausschreitungen der Linksextremisten gegen Polizei, gegen jegliche Zahl von Autos, Barrikadenbau, Steinwürfe, Pyrotechnikeinsatz und Molitowcocktaileinsätze die bis jetzt anhalten und nach der kurzen Erholung heute Mittag jetzt wieder massiv zunehmen, jedoch auch den für mich auslösenden Vorfall der Polizei gegen die "Welcome2Hell"-Demo am gestrigen frühen Abend, den späteren Angriff auf die neubewilligte Demo "Gegen Polizeigewalt am 06.07.2017" und auch die schon heute morgen stattgefunden Angriffe auf eine Demo ausserhalb der Zone. Ebenso die schon seit letzten Sonntag stattgefundenen Eskalationsstrategien der Hamburger Polizei u.a. gegen das Camp von Entenwerder wo erst heute der Polizeipräsi von Hamburg die These aufmachte das dort die gesamten Randalierer zu finden sind. Genaueres dazu kam nicht, weil es wohl schwer werden wird das zu beweisen, wo man doch auf die Strategie setzte die angeblichen Vermummten welche gestern 1.000 Mann betragen haben soll, heute früh zu 2.000 wurden und nun etwa bei 1.500 sich ein gepegelt haben. Wenn jemand vermummt ist, dann kann man ihn doch aber nicht erkennen, wie der Polizeipräsi dann auf diese Theorie kommt wird nur er mit Belegen/Inhalt füllen können.

Eine Konfrontation wie damals in Genua wo ganze Übernachtungscamps mit massiven Polizeieinsatz angegriffen wurde, halte ich für den jetzigen Moment als nicht abwegig. Ich hoffe das sich beide Seiten wieder etwas beruhigen können.
 
"Ich hoffe das sich beide Seiten wieder etwas beruhigen können."

Dafür ist es wohl zu spät. Polizei muss jetzt dort mit aller Härte Ordnung wiederherstellen.
 
Das finde ich nicht. Gerade diese Haltung "mit aller Härte vorzugehen" hat diese Eskalation gebracht. Es sollte endlich Besonnenheit und Verhältnismäßigkeit wieder Einzug halten.

Hier nochmal ein Bericht der L-IZ, mit Referenz auf einen Zeit-Bericht zu Herrn Thomas Wuppesahl vom Bund kritischer Polizisten.
Der Polizeieinsatz war außerhalb jeder Rechtsstaatlichkeit.
Man kann sich nu dazu die Bilder von Foxnews, MSNBC, teleSUR oder wie im Bericht erwähnt von RT Deutsch (sogar!) ansehen, die alle ein und dasselbe Bild zeigen. Pressemenschen die z.T. in dem Bereich waren und dies bestätigen können und zeigen. Die ebenso von der Polizei angegriffen wurden.
 
Was sagst du zu deinen Freunden?
Wo siehst Du da Freunde von mir, und hey woher kennst du meine Freunde? Magst mal zumindest einen mit Namen bezeichnen damit ich weiß das Du nicht schon FakeNews betreibst. :mrgreen: Ich warte Schätzelein!
War die Polizei wieder schuld?
Da diese alle im Zusammenhang von gestern sind, mitverantwortlich ja? Was aber heute an massiven Vorgängen passierte, habe ich doch schon kurz zuvor benannt. :) Lesen bildet, probiere es aus.
Ich empfehle auch Dir den L-IZ-Artikel und den Kommentar z.B. von Herrn Wuppesahl.

Das was heute passierte ist der Ergebnis aus der gestrigen Eskalation. Somit Schuld nein, mitverantwortlich ja. Aber für diese Ausschreitungen sind die Autonomen/Extremisten/Randalierer selbst Schuld. Und auch das berechtigt die Polizei nicht, heutige Demos anzugreifen, oder gar morgen und übermorgen. Aber wir werden sehen das dies wohl wieder von Dudde und dem Polizeipräsi von Hamburg anders gesehen wird.

Ich vertrete eher die Meinung von Attac Deutschland. Kannst ja das Interview von Phoenix Dir anschauen, ein Sprecher davon war heute vor Ort.
 
Nee also ganze Strassenzüge werden in Hamburg offenbar verwüstet, Fenster gebrochen wie im Kristallnacht, wer weiss wieviele Autos gebrannt. Gesellschaft muss auch entsprechend hart reagieren.
 
Wow, mir fehlen die Worte. Wow. Wow, wow, wow. Unbeschreiblich.

Ich versuche es Dir ein wenig anders beizubringen. Vielleicht wird es ja dann etwas klarer.
Die Polizei von gestern hatte gestern direkten Kontakt und was Auslöser der Eskalationen durch ihren Angriff auf eine friedliche Demo. Während dessen sind die ewigen Aussagen von euch Rechtsextremisten das Freu Merkel die Alleinschuld hätte (man sehe auch den Unterschied von der Intensität) an dem islamistischen Terror mehr als nur dümmlich. Aber das kennen wir ja von unseren Rechtsextremisten. :)
 
Manchmal wünscht man sich dann wirklich temporär Verhältnisse wie in Nordkorea.
Was ich mir gerade wünsche, wenn ich solche Videos sehe, darf ich nicht mehr öffentlich schreiben. Aber als Hinweis vielleicht: Dagegen ist Nordkorea eine Ferienhalbinsel. Nee, ist wirklich besser, ich schaue mir so was nicht an. Ist nicht gut für den Blutdruck.

Gut, da wir ja nun die Standpunkte zu den Kriegszuständen in Hamburg jeweils kennen und auch wenn ich nicht mal im Ansatz Verständnis für die Ansichten von Reddogg aufbringen kann (was allerdings auch nicht wirklich neu ist), kommen wir mal langsam zurück zu den Flüchtlingen und Asylanten (und der Vollständigkeit halber: Freizügigen). Ich fand diese Sendung hier mal interessant, obgleich nicht ganz brandaktuell: Maybrit Illner: Notruf im Wahljahr. Obwohl ich nach der Sendung auch festgestellt habe, dass die auch nicht gut für den Blutdruck war...
 
Zuletzt bearbeitet:
Ach schade Photon, die Intensivierung der Straftaten allein gegen Geflüchtete/Geflüchtetenunterkünfte um fast 30% ist doch nicht so interessant? Das besonders der rechte Flügel einfach überliest, oder wie maxator versucht ein Nebenthema aufzumachen?
Aber klar sprechen wir über ein anderes Thema, NICHT.

Denn das hatten wir nämlich doch hier schon besprochen als Maxator den Hinweis gab zum PKS-Bericht. (Naja 2 Monate später, als es wahrscheinlich irgendwo bei seinen rechtsextremistischen Seiten wieder aufkam ;) ) Sprich schau einfach nochmal zurück dann findest Du schon ein paar Kommentare dazu. :)

Aber nochmal ein kurzer Exkurs zu den Ausschreitungen von Heidenau.
Damals hatten auch da an 2 Tagen/Nächten, bis zu 400-500 Rechtsextremisten im Anschluss an eine NPD-Demo gegen eine Geflüchtetenunterkunft sich Strassenschlachten mit der Polizei geliefert.
Tag 1: Ingewahrsam genommene: 0 (keine Materialien vorhanden bei der Polizei)
Tag 2: Ingewahrsam genommene: 1 - und das war ein Reporter! (kein Einsatz von den Materialien wie Schlagstöcke, Reizgas, Wasserwerfern bei der Polizei)
Tag 3: Antifaschisten schützten die Geflüchtetenunterkunft, was bis dahin der Polizei egal war. Ingewahrsam genommene: nur Antifaschisten, Einsatz von Schlagstöcken (die zunächst widersprochen wurden, später aber bestätigt werden mussten als Videos aufkamen) - Rechtsextremisten erhielten "Platzverweise"

G20-Gipfel:
Tag 1: Gefangen genommene: mehr als 20 (Einsatz von Schlagstöcken, Reizgas, CS-Gas, Wasserwerfern)
Tag 2: Gefangen genommene: ca. 40-50 bis jetzt (Einsatz von Schlagstöcken, Reizgas, CS-Gas, Wasserwerfern)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ach schade Photon, die Intensivierung der Straftaten allein gegen Geflüchtete/Geflüchtetenunterkünfte um fast 30% ist doch nicht so interessant?
Doch. Aber dass Du ständig linke Kriminalität verteidigst, finde ich so widerlich, dass es mir im Vergleich dazu wie ein Lausbubenstreich vorkommt, wenn mal wieder jemand ein Hakenkreuz an eine Flüchtlingsunterkunft pinselt.

Du willst nämlich immer nur und ausschließlich über die rechten Straftaten reden. Verdrehst die Realität wie sie Dir gefällt und glaubst auch noch, Du wärst im Recht. Irgendwie ganz witzig zu beobachten, aber trotzdem völlig daneben.

Aber gut, wir können auch über die bösen Rechten wieder reden. Ich seh ja schon in Gedanken, wie Du Schaum vor dem Mund hast. Warum denn auch nicht, diese Form der Kriminalität gibt es ja leider auch. Zum Glück sind die Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte rückläufig. Leider bewegt sich aber die Zahl noch immer auf einem erschreckend hohem Niveau. So schlimm war es noch nie in Deutschland wie es heute ist. Und das steht selbstverständlich in direktem Zusammenhang mit der Flüchtlingskatastrophe in Deutschland. Offensichtlich hat also hier vor allem die Politik versagt - auf ganzer Linie.

Und da nehme ich nicht nur Merkel und die Union in die Haftung, auch die SPD, die Grünen, FDP, Die Linke und auch die AfD. Jeweils aus anderen Gründen. Die Union hat das Aufnahmediktat über das Volk verhängt, genauso wie die SPD. Gleichzeitig haben sie die Bedenken im Volk völlig ignoriert, keinen Dialog geführt, keine Rücksicht auf Ängste genommen, demografische Gegebenheiten weitestgehend ignoriert, ... die Liste nimmt kein Ende. Alle anderen Parteien außer der AfD haben es ebenfalls verpennt, mit dem Volk zu arbeiten, statt dagegen. Haben sogar noch in die Kerbe geschlagen und Bürger mit verständlichen Sorgen fast schon kriminalisiert. Die AfD hat leider sogar noch Angst geschürt, was Öl ins Feuer für die Situation war. Damit tragen sie an der aktuellen Situation auch eine Mitschuld, auch wenn sie die Politik stets und ständig kritisiert haben.

Wollen wir hoffen, dass der Trend anhält und die Kriminalität weiter rückläufig ist. Mehr Polizei ausgebildet und eingesetzt wird. Dass vor allem Brennpunkte auch mal angegangen werden und dass es irgendwann mal wieder so ein kleines Gefühl von Sicherheit im Lande geben wird. Und zwar für alle.
 
Ich hab zwar keine Ahnung davon das Flüchtlinge auf der Anti G20-Demonstration sind, aber das muss ich ja auch nicht alles Wissen.