Glaube mir, das tue ich. Wenn ich lese, dass es in einer Unterkunft seit Bestehen (also ein paar Monate) zu über 28 Sexualdelikten kam, über 150 Körperverletzungen (meist Afghanen gegen Syrier), dazu etliche Rangeleien, Pöbelein, Diebstähle und so weiter - da habe ich keine andere Wahl, als das zu glauben oder nicht zu glauben.
Viel wichtiger sind die Schlüsse, die du daraus ziehst.
 
Zuallererst mal: Der Bildblog kommt nicht von der BILD! :biggrin: Er ist ein medienkritischer Kanal, wo die Kritik auch sehr schön nachvollziehbar belegt wird. Und er prangert nicht "nur" die BILD an.

Glaube mir, das tue ich. Wenn ich lese, dass es in einer Unterkunft seit Bestehen (also ein paar Monate) zu über 28 Sexualdelikten kam, über 150 Körperverletzungen (meist Afghanen gegen Syrier), dazu etliche Rangeleien, Pöbelein, Diebstähle und so weiter - da habe ich keine andere Wahl, als das zu glauben oder nicht zu glauben. [...]

Stimmt. Die Frage ist aber nun, welche Konsequenz Du aus so einer Information ziehst. Ob Du nun nach Ursachen suchen möchtest, oder einfach nur eine Bestätigung für eine Grundauffassung suchst (Ich behaupte weder das eine noch das andere). In einer Reportage würde mich so ein Thema interessieren. In einer dpa-Kurzmeldung überlese ich es.

Aber es muss ja auch jedem klar sein, dass die Zustände inzwischen nicht mehr mit einem Kindergeburtstag vergleichbar sind, wenn selbst die CSU schon der Merkel droht, sie einen Brandbrief nach dem anderen von Bürgermeistern bekommt und insgesamt die Medienlandschaft kritischer wird. [...]

Was von der CSU kommt beäuge ich immer mit Argwohn, so oft wie die Unsinn erzählen (meiner Meinung nach). Aber ein Kindergeburtstag ist es nicht, was passiert. Soweit stimme ich Dir zu. Aber auch hier lautet die Frage: Was sollen die Konsequenzen sein? Die CSU hat ja selbst keine anzubieten außer den m.E. untauglichen "Transitzonen".

Die "anderen" Medien müssen dann aber schon Mainstream sein?! [...]

Zumindest sollten sie ein paar mehr als 100 Leser haben und nicht absolut einseitig berichten. Dann könnte ich mir vorstellen, sie zumindest mal in Betracht zu ziehen.

Allerdings gibt es sogar bei dem Punkt ein Problem. Häufig liest man eine Schlagzeile über ein Verbrechen. Egal wie diese Meldung aufbereitet wurde (reißerisch, neutral, weichgespült) - meist liest man von dem Fall nicht mehr viel, wenn man sich nicht aktiv darum kümmert. [...]

Ich finde es auch schade, dass es keine ordentlichen Polizei-/ bzw. Justizberichterstatter mehr gibt. Aber die hat man leider alle wegrationalisiert. Für den nötigen Klick reicht ja auch eine Überschrift und zehn Zeilen. Und morgen kommt dann eben der nächste Fall.

Die Frage ist, ob es nun besser ist, solche Sachen zu verschweigen. Für den Frieden im Lande und die Wiederwahl der Frau Doktor sicherlich. Aber verzerrt das nicht ebenso das Bild?

Verschwiegen wird in "parteiischen" Medien aber dann auch viel, oder meinst Du nicht? Eine objektive Berichterstattung dazu sollte aber "zum Frieden des Landes" nicht eingeschränkt werden.
 
Ist das zufällig dieser hier? Du verstehst, was ich meine? ;)
Ich verstehe, was BILDBLOG mir dazu sagen will. Nehmen wir jetzt BILDBLOG als objektive, unvoreingenommene Quelle an, der man alles glauben kann? Was unterscheidet BILDBLOG von KOPP (die grundsätzliche politische Orientierung mal außen vor gelassen)?

So weit ich sehen kann, wird Bildblog (laut Impressum) von einer Person in Berlin betrieben. Sie bezeichnet sich als unabhängig und frei. Jeder (Journalist, oder der es sein möchte) kann da seine Ergüsse hin schreiben und der Mats Schönauer entscheidet dann, was er ins Netz stellt. Also zensierte ShortNews im Grunde. Und diese Quelle ist glaubwürdig, ja? :D :D :D Nun, also vielleicht bringe ich doch wieder KOPP und PI an, die sind mir ein Stück weit weniger suspekt.

Bei keinem anderen Thema wie der Politik erhitzen sich die Gemüter und gehen die Meinungen so stark auseinander. Immer wird man zu einer Meldung auch eine finden, die einen Vorfall relativiert, aufbauscht oder bestätigt, auch wenn die meisten ihn verschweigen (aus welchen Gründen auch immer). Aber wenn wir schon bei "glaubwürdigen" Medien sind, dann bringst Du mit BildBlog um die Ecke? Ehrlich - Bildblog taugt vielleicht dazu, auch die "andere Seite" mal gelesen zu haben. Aber beim Thema "Glaubwürdigkeit" rangieren die wohl noch ganzes Stück hinter der BILD selbst.

Viel wichtiger sind die Schlüsse, die du daraus ziehst.
Die Gedanken sind frei.

Zuallererst mal: Der Bildblog kommt nicht von der BILD!
Ja, das weiß ich. Aber diese Webseite hat es sich ja zur (Lebens-) Aufgabe gemacht, so viele Artikel der BILD entweder zu relativieren oder zu widerlegen. Da ich die BILD nicht lese, lese ich auch nicht den BILDBLOG, auch wenn er jetzt womöglich über die BILD hinaus schießt. Ansonsten gilt das Gleiche, was ich schon Darkkurt geantwortet habe.

Stimmt. Die Frage ist aber nun, welche Konsequenz Du aus so einer Information ziehst.
Na wie gesagt: Die Gedanken sind frei.

Ob Du nun nach Ursachen suchen möchtest, oder einfach nur eine Bestätigung für eine Grundauffassung suchst (Ich behaupte weder das eine noch das andere).
Die Frage ist, wie weit kannst Du oder ich denn überhaupt den Ursachen auf den Grund gehen? Und letztlich: Was bei dem Herumgerate bei raus kommt, ist das dann richtig oder falsch? Beispiel:

Massenschlägerei in einem Auffanglager. X Verletzte, X Tote. Polizei musste kommen, auch da Verletzte. Auslöser war nach ersten Erkenntnissen: Unzufriedenheit.

Das ist die Quintessenz einer Meldung. Egal, wieviel Bla Bla noch drum herum steht.

Person A sagt dazu: "Kein Wunder. Würde man 1000 Deutsche in solchen Zelten zusammen sperren, würde genau das Gleiche passieren. Die Verhältnisse dort, wie Enge, gemeinsame Toiletten, nicht genug Kleidung, etc provozieren es ja geradezu. Die Auffangstationen sind ohnehin menschenunwürdig. Keine Privatsphäre, alle in einer großen Halle, wo es kaum mal leise sein kann. Da ist es doch kein Wunder, dass die Leute immer aggressiver werden."

Person B sagt dazu: "Klar, die Leute, die sich schon in ihrer Heimat die Köppe wegen ihrer Religion eingeschlagen haben, werden jetzt zusammen gesperrt. Das kann gar nicht gut gehen. Die Leute sind nunmal fanatisch, die tragen ihre religösen Ansichten und gegenseitigen Hass nun nach Europa. Wir können von Glück reden, wenn es in den Aufnahmestationen nicht zum Krieg zwischen Syrern und Afghanen kommt - wobei ich gar nicht wissen will, wer schlimmer ist."

Person C sagt dazu: "War doch klar, dass unter diesen Menschen auch verstärkt Kriminelle sind. Leute, die die Meute aufwiegeln können und dazu noch ganz andere Werte vertreten, wie wir in Europa. Da zählt das Leben einer Frau nichts und wie oft kam es schon vor, dass keine Hilfe angenommen worden ist von Frauen, die für Hilfsorganisationen tätig waren, weil sie 'unrein' in deren Augen sind? Und bei 28 offiziell angezeigten Sexualdelikten wird die Dunkelziffer bei über 100 liegen. Viele Frauen aus diesen Ländern trauen sich ja nicht, das zu melden. Nicht mal, wenn ihre Kinder vergewaltigt wurden."

Person D sagt dazu: "Das war sicher gar nicht so schlimm. Vielleicht gab es eine kleine Rangelei, da gibt es auch schonmal ein blaues Auge. Wer weiß, was dahinter gesteckt hat? Vielleicht lagen einfach nur die Nerven blank, was man den Menschen auch nicht verdenken kann nach den Strapazen der Flucht, die sie auf sich genommen haben. Wenn die erstmal vernünftig untergebracht sind und einen anerkannten Asylstatus haben, werden sie ihren Frieden finden und sich einleben. Und was sexuelle Übergriffe betrifft - wer weiß, wer wem da einen Klaps auf den Hintern gegeben hat und das jetzt als Vergewaltigung gezählt wird."

Person E sagt dazu: "Das waren doch höchstens Einzelfälle. Schrecklich genug, dass sie passieren. Aber ich würde meinen, dass es immer die gleichen Leute sind, die dort die Verbrechen begehen. Von den 1000 Flüchtlingen sind es vielleicht 10 oder 20 Leute, nicht mehr. Wenn die zusammen in einer Gruppe sind, dann noch Ärger anfangen, dann können sich dabei schonmal 50, 100 oder mehr Leute verletzen. Den Leuten muss aber genauso, wenn nicht sogar noch mehr geholfen werden, damit sie sich in unserer Gesellschaft zurecht finden können. Von den vielen anderen Auffanglagern hört man bislang sowas in dieser Größenordnung nicht, vielleicht sind die Zustände vor Ort nur besonders schlimm"

Ich würde meinen, jetzt einen recht guten Schnitt durch die Gedanken der deutschen Gesellschaft getroffen zu haben (mal ein paar Schattierungen ignorierend). Und wer hat jetzt "recht" oder "denkt richtig"? Willst Du Dir anmaßen darüber zu urteilen?

Ich kann doch nur für mich sprechen und für mich auch begründen, warum ich denke, wie ich denke. Aber ich würde Person A nicht unterstellen, falsch zu liegen, weil ich auch nie meine Hand für 1000 Deutsche ins Feuer legen würde. Aber ich würde auch nie behaupten, dass B und C falsch liegen. Person D ist ein hoffnungsloser Optimist, unbelehrbar. Außerdem voraussetzend, dass die Medien allesamt übertreiben und das halte ich für ausgeschlossen. Und E ist der Prototyp eines Gutmenschen. Auch dann noch unbelehrbar, wenn ihm das Wasser bis Oberkante Unterlippe steht. Aber gut, muss es auch geben. Meine persönliche Meinung, obgleich mir die sicher wieder gleich um die Ohren gehauen wird, ist eine Mischung aus A, B und C mit einem Verhältnis von etwa 20% A, 40% B und 40% C.

Aber auch hier lautet die Frage: Was sollen die Konsequenzen sein? Die CSU hat ja selbst keine anzubieten außer den m.E. untauglichen "Transitzonen".
Naja, ich habe ja mehrfach Vorschläge gebracht. Begeisterung haben sie allesamt nicht hervor gerufen. Aber ich glaube, man muss sich erstmal eine gemeinsame Basis zur Diskussion und Lösungssuche schaffen. Denn ich meine, hier liegt schon das allergrößte "Gap".

Man muss sich erstmal darüber einig werden, wieviele Flüchtlinge Deutschland dauerhaft aufnehmen und wieviele integrieren kann. Finanziell, aber auch sozialverträglich. Dann muss bis auf den Euro genau geklärt werden, wieviel Geld mindestens zur Verfügung stehen muss plus Puffer. Dann kann man das Problem klein schneiden. Also wieviele können pro Jahr kommen, wer hat zuerst ein Anrecht auf welche Unterkunft wo und so weiter. Und wenn das alles geklärt ist, kann man zu der Diskussion kommen, was mit dem "Überhang" passieren soll. Ob man die dann einem anderen Land in Europa aufs Auge drückt (oder womöglich der USA und bald auch Russland) oder sie vor der Grenze mit Waffengewalt draußen hält. Ob man Grenzzäune und Minenfelder baut, ob man sie rückführt oder sonstwas. Alles steht zur Diskussion, aber erstmal muss die gemeinsame Basis stehen.

Aber die steht nicht. Hier im Forum nicht, in der Politik nicht, in der öffentlichen Meinung nicht. Frau Doktor wähnt sich im Schlaraffenland (Schland), denkt wir hätten hier ein Fass ohne Boden. Das ist aber nicht der Fall. Und wenn noch so viele Berichte im Fernsehen laufen, wo Frauen mit Kindern im Arm in Großaufnahme weinen (obwohl die große Merhzahl der Flüchtlinge Single-Männer im besten Alter sind - ein Hoch auf die objektive Berichterstattung, aber egal), hier ist nach dem Erreichen der jährlichen oder dauerhaften Grenze kein Platz mehr und basta. Was die Konsequenz aus "basta" ist, lässt sich ja gern diskutieren, aber erstmal muss klar sein, dass es überhaupt ein "Basta" gibt.

Verschwiegen wird in "parteiischen" Medien aber dann auch viel, oder meinst Du nicht? Eine objektive Berichterstattung dazu sollte aber "zum Frieden des Landes" nicht eingeschränkt werden.
Ich bin der Ansicht, wie schon oft gesagt, dass es nirgends überhaupt wirklich objektive Medien gibt. Weil es sie gar nicht geben kann. Nicht nur weil jeder einzelne Mensch selbst nicht objektiv, sondern immer subjektiv etwas bewertet (so auch ein Journalist und Redakteur), aber vor allem auch deshalb, weil es unzählige Medienhäuser in Deutschland gibt, die alle um Leser buhlen. Die meisten haben ihre Stammleserschaft und die erwarten quasi eine bestimmte Haltung "ihres" Blattes, Magazins, ... Formats. Klar ändert sich auch mal die politische Nuance, wenn der Chefredakteur wechselt, aber der Kurs bleibt der gleiche. Es würde mich jedenfalls zutiefst erschüttern, wenn ich morgen im Neuen Deutschland lesen würde, dass man die Abschiebung auch nur eines Flüchtlings, Ausländers oder Migranten gut heißen würde, auch wenn der wegen seiner 200. Straftat vor Gericht stünde. Oder wenn KOPP auf einmal zum Vorbildschristen mutieren würde und die Aufnahme unbegrenzt vieler Flüchtlinge fordern würde, auch wenn es Deutschland Kopf und Kragen kostet. Nee, ein objektives Medium kenne ich nicht und gibt es sicher auch nicht.

Schon aus dem Grund sollte man vielleicht KOPP und PI und wie sie alle heißen, auch mit auf dem Zettel haben. Nicht, weil sie mir (oder wem auch immer) mehr zu Munde reden als andere, aber weil sie zum Gesamtbild dazu gehören. Und wenn sie eben nur dazu taugen, aufgebauscht über die Fälle zu berichten, über die andere kein Wort verlieren. Entweder weil es "nicht bemerkenswert" genug war oder weil man es aus Kalkül heraus lieber unter den Teppich kehrt.

Und was "Lügen" in Medien angeht - na also da ist man als Medienkonsument ja wohl schon so einiges gewohnt. Im Grundtenor bin ich schon bei jedweder Meldung skeptisch. Also bin ich auch bemüht, die Essenz einer Meldung so kurz wie möglich zu halten, um Hoch- oder Tiefstapelei keinen großen Raum zu bieten. Aber das heißt nicht, dass man mit der eigenen Einschätzung dann richtig liegt.
 
Ich verstehe, was BILDBLOG mir dazu sagen will. Nehmen wir jetzt BILDBLOG als objektive, unvoreingenommene Quelle an, der man alles glauben kann? Was unterscheidet BILDBLOG von KOPP (die grundsätzliche politische Orientierung mal außen vor gelassen)? [...]

Die Vielfalt der Themen und beitragenden Menschen vielleicht? :think: Die Hauptartikel stammen von einem Journalisten, richtig. Aber der Blog wird von vielen Seiten "befüttert". Viele Menschen machen sich Gedanken über Wahrheit und Klarheit im Mediendschungel.

Das hier zum Beispiel habe ich gerade beim BildBlog zu unserer eben behandelten Frage gefunden (also den Link dazu): Sechs Wege um Falschmeldungen zu entlarven.

Und wenn Du den Blog ignorierst (was ja Dein gutes Recht ist), dann verstehe ich nicht, warum Du dann behaupten kannst er sei nicht glaubwürdig. Oder worauf Du Dein Urteil er sei auch nur im Ansatz etwas ähnliches wie shortNews begründen möchtest. Eine Meinung ohne Grundlage ist für mich ziemlich wertlos. Tut mir leid.

Der BildBlog liefert immer seine Grundlagen zur Meinung. Da kann ich dann nachlesen, ob ich zum gleichen Schluss komme, oder eben nicht.

Hier mal ein Beispiel, passend zum Thread-Thema.

[...] Ich würde meinen, jetzt einen recht guten Schnitt durch die Gedanken der deutschen Gesellschaft getroffen zu haben (mal ein paar Schattierungen ignorierend). Und wer hat jetzt "recht" oder "denkt richtig"? Willst Du Dir anmaßen darüber zu urteilen? [...]

Nur dann, wenn ich ein Thema gut kenne oder mich lange genug damit beschäftigt habe um es von mehreren Seiten beleuchten zu können. Aber selbst dann bleibt es noch eine Meinung. Über das was Du gerade als Beispiel gewählt hast, würde ich erst dann ein Urteil fällen, wenn ich die Ermittlungsakten gelesen habe. Deshalb findest Du mich bei solchen Meldungen auch äußerst selten im Kommentarbereich.

[...] Man muss sich erstmal darüber einig werden, wieviele Flüchtlinge Deutschland dauerhaft aufnehmen und wieviele integrieren kann. [...]

Dieser Meinung bin ich nicht. Solange wir nicht wissen und steuern können, wieviele Menschen kommen (werden), müsste man sich in einer "Obergrenzen-Diskussion" meiner Meinung nach zuerst einigen, was wir tun wollen, wenn die Obergrenze erreicht ist. Das mag der Grund sein, warum ich den Hilferufen aus CSU und Kommunen relativ wenig Bedeutung beimesse (abgesehen von denen die konkrete Hilfe bei der Umsetzung der Flüchtlingshilfe fordern).

Ich bin der Ansicht, wie schon oft gesagt, dass es nirgends überhaupt wirklich objektive Medien gibt. Weil es sie gar nicht geben kann. Nicht nur weil jeder einzelne Mensch selbst nicht objektiv, sondern immer subjektiv etwas bewertet (so auch ein Journalist und Redakteur), aber vor allem auch deshalb, weil es unzählige Medienhäuser in Deutschland gibt, die alle um Leser buhlen. [...]

Das ist sicherlich richtig, aber deswegen gibt es ja Medienvielfalt. ;)

Schon aus dem Grund sollte man vielleicht KOPP und PI und wie sie alle heißen, auch mit auf dem Zettel haben. Nicht, weil sie mir (oder wem auch immer) mehr zu Munde reden als andere, aber weil sie zum Gesamtbild dazu gehören.

Naja. Was den BildBlog angeht predigst Du dann ja Wasser und trinkst Wein...

Ich war schon lange nicht mehr bei KOPP und PI, im wesentlichen, weil mir da (zumindest früher) schon die Sprache auf den Senkel ging. Aber ich enthalte mich auch einer Meinung, wenn über deren Artikel diskutiert wird. ;)
 
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Und wenn Du den Blog ignorierst (was ja Dein gutes Recht ist), dann verstehe ich nicht, warum Du dann behaupten kannst er sei nicht glaubwürdig. Oder worauf Du Dein Urteil er sei auch nur im Ansatz etwas ähnliches wie shortNews begründen möchtest. Eine Meinung ohne Grundlage ist für mich ziemlich wertlos. Tut mir leid.
Nee nee, ich ignoriere BildBlog nicht. Nur ist diese Webseite für mich persönlich keineswegs seriöser als die BILD Zeitung selbst. Eher weniger. Damit gehört auch BildBlog zur deutschen Medienlandschaft und trägt zum Gesamtbild bei. Ist aber bei Weitem nicht meine erste Wahl zur Informationsbeschaffung. Und keinesfalls glaubwürdiger, als eine andere unabhängige, freie Webseite.

Der BildBlog liefert immer seine Grundlagen zur Meinung. Da kann ich dann nachlesen, ob ich zum gleichen Schluss komme, oder eben nicht.
KOPP auch.

Nur dann, wenn ich ein Thema gut kenne oder mich lange genug damit beschäftigt habe um es von mehreren Seiten beleuchten zu können. Aber selbst dann bleibt es noch eine Meinung. Über das was Du gerade als Beispiel gewählt hast, würde ich erst dann ein Urteil fällen, wenn ich die Ermittlungsakten gelesen habe. Deshalb findest Du mich bei solchen Meldungen auch äußerst selten im Kommentarbereich.
Du ignorierst also dauerhaft und penetrant sämtliche Nachrichten zu diesem Thema weil Du Dich forwährend nicht gut genug informiert fühlst?

Ok, kannst Du machen. Ich nicht. Denn ich habe nicht die Zeit, sämtlichen Meldungen vollumfänglich auf den Grund zu gehen und sie nachzurecherchieren. Zumal exakt das auch die Aufgabe der Journalisten ist, deren Job ich sicherlich auch nicht besser erledigen kann als sie. Nur wenn ich darauf warte, ein vollständiges Gesamtbild geliefert zu bekommen, dann darf ich mir de facto niemals irgendeine Meinung bilden, weil das nie passieren wird.

Dieser Meinung bin ich nicht. Solange wir nicht wissen und steuern können, wieviele Menschen kommen (werden), müsste man sich in einer "Obergrenzen-Diskussion" meiner Meinung nach zuerst einigen, was wir tun wollen, wenn die Obergrenze erreicht ist.
Warum? Kämen wir zu dem Schluss, dass wir alle derzeit auf der Flucht befindlichen Personen aufnehmen könnten und niemanden abweisen müssen, ist die Diskussion völlig sinnlos. Marty war der Meinung, dass wir locker 40 Millionen könnten oder mehr. Frau Doktor geht wohl noch von weit mehr aus. Rein rechnerisch würden wir selbst bei 60 Millionen Flüchtlingen in Deutschland noch immer nicht die Bevölkerungsdichte von Holland erreichen. Also ich finde die Obergrenzen-Diskussion ist die absolute Basis jedes weiteren Handelns.

Naja. Was den BildBlog angeht predigst Du dann ja Wasser und trinkst Wein...
Nee, überhaupt nicht. Aber ich lasse mir meine Meinung oder einen Artikel nicht von BildBlog entkräften. Oder gar als "Beweis" gelten, dass eine Meldung der BILD falsch ist. Wenn man die BILD mit Verstand liest, dann fällt natürlich sofort ins Auge, dass sie immer aufreißerisch berichten und nicht selten sogar jenseits des guten Geschmacks hetzen. Hier und da wird es auch Falschmeldungen geben, wie bei jeder anderen Zeitung auch. Mich stört vor allem die beschissene Art und Weise der BILD, weswegen sie ich nicht lese. Aber das heißt nicht, dass ich deshlab vorurteilsfrei irgendeiner WEbseite glaube, nur weil sie die BILD ähnlich kritisch betrachtet. Der Feind meines Feindes ist im Falle der Medien noch lange nicht mein Freund.

Wie gesagt: Im Sinne der Vielfalt ist es gut, dass es BildBlog gibt, aber vom Wert her rangiert sie für mich eher weiter hinten.

Ich war schon lange nicht mehr bei KOPP und PI, im wesentlichen, weil mir da (zumindest früher) schon die Sprache auf den Senkel ging. Aber ich enthalte mich auch einer Meinung, wenn über deren Artikel diskutiert wird. ;)
Ja, bloß baffi - dann bist Du ja für jedwede Diskussion nutzlos. Du willst Dir keine Meinung bilden ohne das Gesamtbild zu kennen - von dem Du aber nie weißt, wann es überhaupt vollständig ist. Du willst einen Anspruch auf die absolute Wahrheit geltend machen, den Dir niemand erfüllen kann und daher auch nicht wird.

Irgendwo muss man mal eine Grenze ziehen und sagen: Ok, jetzt meine ich genug zu wissen, um mir eine Meinung bilden zu können. Wenn irgendwann neue Erkenntnisse oder Berichte dazu veröffentlicht werden, muss ich auch bereit sein, meine Meinung wieder zu ändern. Einfach weil dann das Bild wieder anders aussehen kann. Aber bis dahin habe ich meine Meinung, weil ...

Und so einfach ist es. Ich bilde mir meine Meinung, wenn ich genug zu einem Thema aus unterschiedlichen Quellen gelesen und/oder gehört habe. Und ich werde sicherlich nicht eine Quelle "aus Prinzip" ausschließen, nur kann ich eben auch nicht alles lesen. Ich habe eine Familie und einen Job und mehr als eine Stunde pro Tag kann ich den Medien leider nicht opfern. Deswegen muss ich einen nach meinem Ermessen guten Schnitt hin bekommen. Naja, PI und BildBlog gehören da nicht dazu, aber Focus, Spiegel, Die Welt, Zeit, FAZ. für Linksaußen lese ich die TAZ udn für Rechtsaußen KOPP. Damit bin ich bislang recht gut gefahren.
 
Nee nee, ich ignoriere BildBlog nicht. Nur ist diese Webseite für mich persönlich keineswegs seriöser als die BILD Zeitung selbst. [...]

Nun. Dann bleibe eben bei Deiner Meinung. Ich kann es nicht ändern, werde aber weiterhin im BildBlog für mich interessante und belegte Nachrichten und Hintergründe finden.

Ich finde es allerdings extrem albern, den Blog mit BILD auf eine Stufe zu stellen (so oft wie Bild nach deren Recherche einknicken und Artikel ändern muss). Oder sogar Chefredakteure sich entschuldigen müssen (s. eben verlinkter Artikel).

An solchen Reaktionen zeigt sich nämlich, dass die Darstellungen nicht aus der Luft gegriffen sind. Wären sie es, dann würde BILD sicher gern zurückschießen.

Zu KOPP: Wie gesagt, ich habe lang nicht mehr dort gelesen. Vielleicht sollte ich denen ja noch mal eine Chance geben...

Du ignorierst also dauerhaft und penetrant sämtliche Nachrichten zu diesem Thema weil Du Dich forwährend nicht gut genug informiert fühlst?

Ich ignoriere nicht sämtliche Nachrichten, sondern nur solche, die kurz nach dem Ereignis über Einzelfälle berichten. Übrigens auch die über brennende Asylbewerberheime. Ich warte dann meist ab, bis ich eine Gesamtschau von einem Journalisten in Form einer Reportage oder einer ruhigen und sachlichen Talkrunde finde.

Ok, kannst Du machen. Ich nicht. Denn ich habe nicht die Zeit, sämtlichen Meldungen vollumfänglich auf den Grund zu gehen und sie nachzurecherchieren. [...]

Habe ich auch nicht. Deswegen ist mir ja die Zeit zu schade, einen Artikel zu lesen, in dem nur drin stehen kann, dass wieder ein Heim brennt oder eine Schlägerei im Heim abgelaufen ist (weil es nämlich gerade erst passierte).

Und natürlich bekommt man nicht die gesamte Wahrheit. Wie Du schon zu Recht gesagt hast, gibt es die eigentlich gar nicht. Aber ein Gesamtbild, bzw. verschiedene Sichtweisen dazu, kann man schon bekommen. Nur eben nicht während des Ereignisses oder einen halben Tag danach.


Nee, überhaupt nicht. Aber ich lasse mir meine Meinung oder einen Artikel nicht von BildBlog entkräften.

Auch nicht, wenn dort (oder auch woanders, BildBlog ist ja nun nicht das einzige kritische Medium) mit Link belegt wird, dass z.B. ein Polizeisprecher hetzerische Aussagen zu einem Vorfall dementiert? Oder ein Supermarkt (mit Bildbeleg - Auch in dem eben verlinkten Artikel) sich per Aushang von Hetzparolen im Internet die diesen Markt betreffen ausführlich distanziert?

Ja, bloß baffi - dann bist Du ja für jedwede Diskussion nutzlos. Du willst Dir keine Meinung bilden ohne das Gesamtbild zu kennen - von dem Du aber nie weißt, wann es überhaupt vollständig ist. Du willst einen Anspruch auf die absolute Wahrheit geltend machen, den Dir niemand erfüllen kann und daher auch nicht wird.

Da habe ich mich vielleicht unklar ausgedrückt, oder Du hast mich falsch verstanden. Ich bilde mir gern eine Meinung und ich muss dazu auch nicht immer alles bis ins kleinste Detail wissen. Aber das hebe ich mir gern für grundsätzliche Fragen auf und habe wenig Interesse an einzelnen Schlägereien, Demo-Ausschreitungen oder brennenden Heimen.

Idioten gibt es immer und überall und je mehr Menschen aufeinander treffen, desto mehr Idioten. Aber die Idioten machen eigentlich nie den Hauptteil einer einigermaßen homogenen Gruppe aus. Das ist meine Lebenserfahrung. Und je größer eine Gruppe desto homogener wird sie automatisch. Deshalb bin ich auch der Meinung :biggrin:, dass diese Einzelmeldungen (seien sie auch auf Punkt und Komma wahr) nichts dazu beitragen können, eine Gesamtaussage über alle Flüchtlinge oder alle Brandstifter zu treffen.

Und so einfach ist es. Ich bilde mir meine Meinung, wenn ich genug zu einem Thema aus unterschiedlichen Quellen gelesen und/oder gehört habe. Und ich werde sicherlich nicht eine Quelle "aus Prinzip" ausschließen, nur kann ich eben auch nicht alles lesen. [...]

Dem schließe ich mich an. Ich habe mich eben hauptsächlich auf Einzelfragen bezogen und da auch gesagt, ich melde mich dazu, wenn ich genug davon weiß oder zumindest zu wissen glaube. Und es gibt da durchaus ein paar Themenkreise, die ich für mich reklamiere. 8)
 
Im Moment finde ich Facebook interessant bei uns warnte eine Blitzerwarnseite vor Flüchtlingen auf der Strasse vor einem Flüchtlingsheim in das erst nächste Woche Flüchtlinge einziehen werden. in den letzten 24 Stunden haben sich mehrere besorgte Bürgerinnen und Bürger zu Wort gemeldet die davon berichteten Sie wären dort schon letzte Woche von Flüchtlingen sexuell belästigt worden und was man alles als deutscher Patriot gegen dieses heim unternehmen sollte.
Wie schon gesagt es sind noch keine Flüchtlinge da und schon sind Sie eine Bedrohung für deutsche Frauen und Autofahrer.
Jetzt heizen diese Leute 24 Stundenlang bei uns die Stimmung auf und dann löschen die Betreiber dieser Seiten sämtliche Kommentare zu Ihrem eigenen Schutz vor Verfolgung durch die Strafbehörden.
Bei einigen Bloggs soll das wohl mittlerweile auch der Fall sein.
 
Und wenn Du den Blog ignorierst (was ja Dein gutes Recht ist), dann verstehe ich nicht, warum Du dann behaupten kannst er sei nicht glaubwürdig. Oder worauf Du Dein Urteil er sei auch nur im Ansatz etwas ähnliches wie shortNews begründen möchtest. Eine Meinung ohne Grundlage ist für mich ziemlich wertlos. Tut mir leid.

Der BildBlog liefert immer seine Grundlagen zur Meinung. Da kann ich dann nachlesen, ob ich zum gleichen Schluss komme, oder eben nicht.

Naja, ich habe mal aus Neugierde eine Zeit lang BildBlog gelesen. Es ist ein sehr eindeutig einseitig gerichtetes Blatt. Die politische Gesinnung der Herausgeber (jeder soll sich ein eigenes Bild machen, daher werde ich meine Schlussfolgerung der politischen Richtung nicht kund tun) oder des einen Herausgebers, wie es hier zu lesen war ist eindeutig zu erkennen.

Deren Beweise erinnern mich zudem häufig an die der Bildzeitung. Wenn die Bildzeitung zum Beispiel schreibt "7 Gründe, wieso Putin lügt", dann gibt es kein einziges Argument, welches einer kausalen Analyse standhalten würde.

Bildblog sammelt interessante Fakten zusammen und ist zum Schmunzeln ganz gut, eine echte journalistische Glanzleistung ist da wahrlich nicht zu entdecken. Es ist für mich Bild 2.0. Nur das ein anderes Klientel als bei der Bild bedient wird.

Ich finde interessanter, wenn man Primärquellen sich anschaut. Bsp. Duisburg:

https://www.duisburg.de/vv/I-03/medien/TI_0314-text.pdf

35,4% der Bevölkerung haben nicht von Geburt an einen deutschen Pass. Seite A1

Definition der Qulle schrieb:
Einen Migrationshintergrund haben Ausländer
sowie Deutsche, die in der Vergangenheit
nur einen nicht-deutschen Pass besessen
haben.

Und Duisburg ist ja keine Ausnahme bei den Großstädten. Nun also zu sagen, dass die jetzige Einwanderungswelle keine Auswirkungen auf die Gesellschaftsstruktur hat finde ich schon lustig. Sicherlich ist außerhalb von den Großstädten die Struktur noch anders. Dennoch waren vergangene Einwanderungswellen kleiner und haben in Großstädten bereits Parallelgesellschaften erschaffen. Zu sagen, dass das nun anders wird, dass finde ich spannend. Ich drücke uns die Daumen, dass "wir schaffen das" und "alles wird besser als bei früherer Migration" klappt. Dennoch kann man doch nicht das Risiko leugnen, dass alles so kommen wird wie in Frankreich oder wie in deutschen Großstädten.

Und was ich besonders schlimm finde. Die Politik und die Menschen sollen mal ehrlich sein.

Wenn man die Vielvölkerei nicht mehr möchte und ein "Einheitsvolk" langfristig erreichen will, dann soll man das doch sagen. Wenn die Mehrheit es will, dann ist es halt so. Man sollte doch nur dazu stehen können, was man gut findet.
 
Zu KOPP: Wie gesagt, ich habe lang nicht mehr dort gelesen. Vielleicht sollte ich denen ja noch mal eine Chance geben...
Man muss eben KOPP zu lesen wissen. Ich habe bei denen noch nichts gelesen, was sie nicht auch im Text belegt haben. Aber die Art, wei sie berichten, erinnert oft mehr an einen geifernden Hassprediger als an professionellen Journalismus. Leider fast immer sehr emotional geschrieben. Aber dafür bringen sie eben auch Berichte, die andere Medien nicht bringen. Und wenn man sich auch darüber informieren will, muss man da also durch.

Habe ich auch nicht. Deswegen ist mir ja die Zeit zu schade, einen Artikel zu lesen, in dem nur drin stehen kann, dass wieder ein Heim brennt oder eine Schlägerei im Heim abgelaufen ist (weil es nämlich gerade erst passierte).
Aber gerade bei solchen Vorfällen: Wieviel muss man denn dazu wissen, um sich eine Meinung bilden zu können? Wenn man schon weiß, dass es Brandstiftung war, dann reicht mir das völlig, um es abzulehnen. Völlig egal, ob es nun ein Irrer war, ein ganzes Dorf oder von mir aus auch die Antifa, die es den Rechten in die Schuhe schieben will. Ich überlege mir nur, ob und wie man sowas verhindern kann.

Bei Schlägereien das Gleiche. Die Situation ist nunmal wie sie ist und es gibt momentan nicht die Möglichkeit, die Leute so unterzubringen, wie ihre Schlepper es ihnen vorgelogen haben. Tut mir herzlich leid, trotzdem ist so eine Schlägerei abzulehnen und zuzusehen, wie man Ruhe, Zucht und Ordnung in das Lager bekommt. Notfalls eben mit Polizeigewalt und Überwachung. Aber es kann nicht sein, dass selbst die Flüchtlinge schon Angst vor anderen Flüchtlingen haben müssen und das Faustrecht regiert mitten in Deutschland.

Und um die Meinung zu haben, brauche ich eigentlich nicht mehr Informationen als die, die am ersten Tag schon zur Verfügung stehen. Was genau fehlt Dir denn noch?

Auch nicht, wenn dort (oder auch woanders, BildBlog ist ja nun nicht das einzige kritische Medium) mit Link belegt wird, dass z.B. ein Polizeisprecher hetzerische Aussagen zu einem Vorfall dementiert? Oder ein Supermarkt (mit Bildbeleg - Auch in dem eben verlinkten Artikel) sich per Aushang von Hetzparolen im Internet die diesen Markt betreffen ausführlich distanziert?
Doch, dafür sind solche Seiten gut. Und insofern erkenne ich auch die Arbeit von BildBlog an, da sie eben auch einen Teil zur Selbstzensur deutscher Medien beiträgt.

Aber es gibt damit ein großes Problem. Jeder Mensch neigt dazu, zu pauschalisieren. Hat BildBlog ein paar Mal Dinge widerlegt und die BILD zur Gegendarstellung gezwungen, neigt man dazu, ihr zu unterstellen, immer die Wahrheit zu kennen und deren Meinung zu übernehmen. Und übersieht dann, dass das nur eine Seite von einem Hansel ist, dem man dadurch viel zu viel Macht gibt, als ihm zusteht.

Vielleicht nehme ich auch mal BildBlog mit in meine Liste der lesenswerten Quellen mit auf. Aber ehrlich gesagt recht widerwillig, wenn ich weiß, dass da eine Person darüber entscheidet, was er wie ins Internet stellt. Klar kann man jedes Medium auf den Chefredakteur reduzieren und meinen, dass auch bei großen Verlagshäusern und selbst bei der Tagesschau nur das gedruckt/gesendet wird, was der Chefredakteur wünscht. Aber gefühlt ist mir wohler, wenn da mehrere Personen sitzen und arbeiten. Aber mal sehen, will nicht ein unbelehrbarer Sturkopf sein.

Idioten gibt es immer und überall und je mehr Menschen aufeinander treffen, desto mehr Idioten. Aber die Idioten machen eigentlich nie den Hauptteil einer einigermaßen homogenen Gruppe aus. Das ist meine Lebenserfahrung. Und je größer eine Gruppe desto homogener wird sie automatisch. Deshalb bin ich auch der Meinung :biggrin:, dass diese Einzelmeldungen (seien sie auch auf Punkt und Komma wahr) nichts dazu beitragen können, eine Gesamtaussage über alle Flüchtlinge oder alle Brandstifter zu treffen.
Sicherlich hast Du damit recht. Ändert aber am Tenor nichts. In Sizilien reicht eine Familie aus, um eine ganze Region zu unterwerfen. Es reicht manchmal eine Zeitung, ein Hassprediger oder auch nur 1 Wortführer bei einer Demo, um geistige Brände zu legen.

Es ist scheißegal, wie groß eine Gruppe ist. Der Durchschnittsmensch ist ein willenloses Schaf, welches gern mit der Masse läuft. Einerseits um immer eine Entschuldigung zu haben und andererseits weil man meint, dass die Mehrheit von irgendwas nicht unrecht haben kann. Deswegen versucht man ja schon fast zwanghaft, für jede Demo mehr Gegendemonstranten hin zu karren. Einfach nur, damit die mehr sind, weil sich die Mehrheit nicht irren kann. Kann sie aber sehr wohl, was man 1933 sehr eindrucksvoll zu sehen bekam.

Und im Umkehrschluss gesprochen kann man auch sagen, dass 990 Personen nicht in der Lage waren, 10 unter Kontrolle zu bringen, die ja Auslöser der Massenschlägerei waren. Also ist es völlig egal, ob nun 10/1000 einen an der Semmel haben oder 100/1000 oder 1000/1000, weil es am Ergebnis nichts ändert. Deswegen ist auch dieses Argument "Es sind nicht alle so" so beschissen müßig. Natürlich sind niemals alle so. Und wie Du schon richtig sagst: Je größer die Gruppe, desto eher gibt es Unterschiede. Nach 45 wollte auch keiner mehr ein Fan von H****r gewesen sein. Da waren die USA und Russen halt auf einmal "Freunde". Beschissen stumpfsinnige Schafe eben. Jeder Einzelne mag intelligent sein, aber in der Gruppe werden die allermeisten zum Herdentier, nur dem Arsch des Vordermanns folgend. Daher: Spielt es denn wirklich eine Rolle, wieviele es sind? Doch nur, wenn man das Problem ernsthaft angeht und die Leute rigoros aussortiert und sofort des Landes verweist. Tut man nicht, also egal.
 
[...] Bildblog sammelt interessante Fakten zusammen und ist zum Schmunzeln ganz gut, eine echte journalistische Glanzleistung ist da wahrlich nicht zu entdecken. Es ist für mich Bild 2.0. Nur das ein anderes Klientel als bei der Bild bedient wird. [...]

Nochmal: Warum muss BILD (und auch andere Medien) dann dauernd zurückrudern, wenn der Blog recherchiert? Ich finde dort sehr oft die Geschichten hinter den Geschichten aus den Medien. Für mich bleibt es sehr interessant, aber auch Du darfst natürlich bei Deiner Meinung bleiben und den Blog ignorieren. ;)

[...] Nun also zu sagen, dass die jetzige Einwanderungswelle keine Auswirkungen auf die Gesellschaftsstruktur hat finde ich schon lustig. [...]

Wer sagt denn sowas? Die Frage ist nur, ob die Auswirkungen uns so riesige Angst machen müssen.

[...] Dennoch kann man doch nicht das Risiko leugnen, dass alles so kommen wird wie in Frankreich oder wie in deutschen Großstädten. [...]

Risiken gibt es im Leben immer. Du begibst Dich ja auch tagtäglich in den Straßenverkehr. Ist auch ziemlich gefährlich...

[...]Wenn man die Vielvölkerei nicht mehr möchte und ein "Einheitsvolk" langfristig erreichen will, dann soll man das doch sagen. Wenn die Mehrheit es will, dann ist es halt so. Man sollte doch nur dazu stehen können, was man gut findet.

Kapiere ich leider nicht. Was ist bitte ein "Einheitsvolk" und inwiefern wünschen sich das (welche) Politiker? :think:

Man muss eben KOPP zu lesen wissen. Ich habe bei denen noch nichts gelesen, was sie nicht auch im Text belegt haben. Aber die Art, wei sie berichten, erinnert oft mehr an einen geifernden Hassprediger als an professionellen Journalismus. [...]

Dann werde ich mich wohl äußerst schwer tun. Ich nehme aber trotzdem gern mal einen Link (auch per PN), zu einem Beispiel, das Dir vielleicht am Herzen liegt oder zur aktuellen Diskussion passt.

Aber gerade bei solchen Vorfällen: Wieviel muss man denn dazu wissen, um sich eine Meinung bilden zu können? Wenn man schon weiß, dass es Brandstiftung war, dann reicht mir das völlig, um es abzulehnen. Völlig egal, ob es nun ein Irrer war, ein ganzes Dorf oder von mir aus auch die Antifa, die es den Rechten in die Schuhe schieben will. Ich überlege mir nur, ob und wie man sowas verhindern kann. [...]

Wenn Du nicht vor jedes (geplante) Asybewerberheim einen Polizeiwagen stellen möchtest, wird es wohl notwendig sein, zu ermitteln wer dahintersteckt, um etwas dagegen zu tun. ;) Und zur Ablehnung von Brandstiftungen reicht mir auch die Überschrift. :LOL:

Aber es kann nicht sein, dass selbst die Flüchtlinge schon Angst vor anderen Flüchtlingen haben müssen und das Faustrecht regiert mitten in Deutschland. [...]

Ich stimme Dir zu. Aber auch hier gilt: Wir können nicht in jedem Lager/Heim eine Polizeistation aufmachen. Die Ursachen müssen analysiert und bekämpft werden. Sowas braucht leider etwas Zeit und ist in Zeiten von Überforderung nur schwer durchführbar.

Und um die Meinung zu haben, brauche ich eigentlich nicht mehr Informationen als die, die am ersten Tag schon zur Verfügung stehen. Was genau fehlt Dir denn noch? [...]

Um Schlägereien und Brandstiftungen abzulehnen und Abhilfe zu fordern brauche ich auch nicht mehr (aber da reichen eben auch schon die Überschriften). Um zu beurteilen, was zur Abhilfe sinnvoll erscheint, reichen erste Artikel jedoch nicht.

Doch, dafür sind solche Seiten gut. Und insofern erkenne ich auch die Arbeit von BildBlog an, da sie eben auch einen Teil zur Selbstzensur deutscher Medien beiträgt.

Aber es gibt damit ein großes Problem. Jeder Mensch neigt dazu, zu pauschalisieren. Hat BildBlog ein paar Mal Dinge widerlegt und die BILD zur Gegendarstellung gezwungen, neigt man dazu, ihr zu unterstellen, immer die Wahrheit zu kennen und deren Meinung zu übernehmen. Und übersieht dann, dass das nur eine Seite von einem Hansel ist, dem man dadurch viel zu viel Macht gibt, als ihm zusteht. [...]

Okay. Da würde ich Dir teilweise zustimmen. Nicht jeder liest vermutlich im Blog auch immer die Quellen und Verweise. Das tue ich auch nur, wenn mich ein Thema besonders interessiert. Aber jedenfalls besteht dazu immer die Möglichkeit.

Aber der Blog widerlegt(e) nicht nur ein paar Mal, sondern dauernd. Und das seit Jahren. Da kann man irgendwann auch mal ein bisschen Vertrauen aufbauen.

[...] Deswegen versucht man ja schon fast zwanghaft, für jede Demo mehr Gegendemonstranten hin zu karren. Einfach nur, damit die mehr sind, weil sich die Mehrheit nicht irren kann. Kann sie aber sehr wohl, was man 1933 sehr eindrucksvoll zu sehen bekam. [...]

Hinkarren tun aber beide Seiten, oder nicht? Und ich denke, dass jedenfalls im Moment weder die eine, noch die andere Seite die Mehrheit der Menschen in Deutschland repräsentiert (wenn man von den Meinungen der Wortführer ausgeht). Der Mehrheit geht das Problem am Arsch vorbei, wenn man sich nicht gerade beim Frühstück mit den Kollegen unterhält. Das ist ähnlich wie beim Wetter... :ugly:

[...] Doch nur, wenn man das Problem ernsthaft angeht und die Leute rigoros aussortiert und sofort des Landes verweist. Tut man nicht, also egal.

Siehst Du und hier kommt wieder so ein Punkt an dem ich mir (noch) keine Meinung gebildet habe. Werden tatsächlich keine Menschen abgeschoben, die Ärger machen? Oder nur solche nicht, wo der Streit irgendwie noch nachvollziehbar war? Und tun unsere Sicherheitsorgane wirklich nichts, um gefährliche Menschen aufzuspüren? Oder erzählen sie uns nur nicht alles darüber, weil das ermittlungstaktisch dämlich wäre. Das weiß ich alles nicht. Ich bemerke auch in meinem Leben keinerlei deutliche Einschränkung durch solche "Vorfälle", weshalb ich auch derzeit nicht die Notwendigkeit sehe, mich damit genauer zu beschäftigen. Vielleicht wäre das anders, wenn ich neben so einem Heim wohnen würde, in dem es "dauernd" Stress gibt. Dann würde ich aber sicher mal vor Ort nachschauen, was denn wirklich Sache ist...
 
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Risiken gibt es im Leben immer. Du begibst Dich ja auch tagtäglich in den Straßenverkehr. Ist auch ziemlich gefährlich...

Risiken von einem Atomkraftwerk möchte die Mehrheit auch nicht. Nicht alle Risiken sind gleich zu beurteilen.


Kapiere ich leider nicht. Was ist bitte ein "Einheitsvolk" und inwiefern wünschen sich das (welche) Politiker? :think:

Es gibt nicht mehr den Deutschen sondern nur noch den Menschen.
 
Atomkraftwerke kann ich abschalten. Kann ich das mit der Flüchtlingswelle auch tun? Und wenn ja, wie?

Asylrechtsänderungen, Grundgesetzänderungen, etc. Gibt genügend Maßnahmen. Das Problem unserer Regierung ist vielmehr, dass sie gerne handelt ohne offiziell vorher Gesetze zu ändern. Demokratie heißt eigentlich nicht ewige Unterwerfung an alte Formalien und Regeln.

Wer ist denn "der Deutsche"? Du oder ich? Oder Photon? Oder Lukas? :)

Ach komm. Auf dieses Niveau steige ich nun nicht hinab. Ich denke schon, dass das einigermaßen klar ist und die Frage dient doch dann nur dazu sich im Kreis drehen zu wollen mit plakativen Aussagen auf beiden Seiten.
 
Asylrechtsänderungen, Grundgesetzänderungen, etc. Gibt genügend Maßnahmen. [...]

Welche Vorschriften magst Du denn wie ändern, dass die Welle gestoppt wird? Hier ist doch das Problem. Niemand will sich dazu konkret äußern, weil man dann nämlich zwangsläufig zur Frage kommt, ob und ab wann man Gewalt rechtfertigen möchte.

Ach komm. Auf dieses Niveau steige ich nun nicht hinab. Ich denke schon, dass das einigermaßen klar ist und die Frage dient doch dann nur dazu sich im Kreis drehen zu wollen mit plakativen Aussagen auf beiden Seiten.

Was ist denn klar? Deutsch ist, wer hier geboren ist und drei Generationen zuvor auch? Oder ist Deutscher, wer einen deutschen Pass hat? Das ist schon eine berechtigte Frage, auch wenn ich sie etwas lapidar gestellt habe.

Die Frage die sich dann anschließt wäre: Sollen nur "Deutsche" hier leben dürfen, oder auch andere Menschen?
 
Welche Vorschriften magst Du denn wie ändern, dass die Welle gestoppt wird? Hier ist doch das Problem. Niemand will sich dazu konkret äußern, weil man dann nämlich zwangsläufig zur Frage kommt, ob und ab wann man Gewalt rechtfertigen möchte.

Das Problem ist doch nicht nur mit dem Wollen. Ich persönlich weiß ja nicht mal mehr was man sagen darf und was Hetze ist. Viele Aussagen gegen Asyl sind ja scheinbar verboten. Zumindest suggeriert mir das die Medienlandschaft.

Was ist denn klar? Deutsch ist, wer hier geboren ist und drei Generationen zuvor auch? Oder ist Deutscher, wer einen deutschen Pass hat? Das ist schon eine berechtigte Frage, auch wenn ich sie etwas lapidar gestellt habe.

Die Frage die sich dann anschließt wäre: Sollen nur "Deutsche" hier leben dürfen, oder auch andere Menschen?

Deutsch ist, wer deutsche Eltern hat (oder zumindest ein deutsches Elternteil). So wie es eigentlich früher immer war und auch sinn macht. Natürlich ist das auf 100 Mio Jahre in die Vergangenheit aber nicht klar zu definieren. Alles andere ist deutsche Staatsbürgerschaft.

Und deine zweite Frage kann man gar nicht ausdiskutieren. Eben auch, weil nicht bekannt ist, was überhaupt erlaubt ist zu diskutieren. Was ich sagen kann ist folgendes. Für mich sollen nicht nur Deutsche hier leben dürfen. Aber dies weiter auszuführen ist mir in der heutigen Zeit zu heikel.
 
Das Problem ist doch nicht nur mit dem Wollen. Ich persönlich weiß ja nicht mal mehr was man sagen darf und was Hetze ist. Viele Aussagen gegen Asyl sind ja scheinbar verboten. Zumindest suggeriert mir das die Medienlandschaft. [...]

Hetze bedeutet (nach meinem Dafürhalten) die Zuschreibung von schlechten Verhaltensweisen einzelner (oder meinetwegen auch mehrerer) Personen auf eine bestimmte Gruppe. Besonders wenn man solche Verhaltensweisen dazu auch noch erfindet.

Deutsch ist, wer deutsche Eltern hat (oder zumindest ein deutsches Elternteil). So wie es eigentlich früher immer war und auch sinn macht. Natürlich ist das auf 100 Mio Jahre in die Vergangenheit aber nicht klar zu definieren. Alles andere ist deutsche Staatsbürgerschaft. [...]

Okay. Soweit alles auch genau so gesetzlich bestimmt. Wobei es vor dem Gesetz natürlich keinen Unterschied macht, wie man die deutsche Staatsbürgerschaft erworben hat. Sollte es das?

Und deine zweite Frage kann man gar nicht ausdiskutieren. Eben auch, weil nicht bekannt ist, was überhaupt erlaubt ist zu diskutieren. Was ich sagen kann ist folgendes. Für mich sollen nicht nur Deutsche hier leben dürfen. Aber dies weiter auszuführen ist mir in der heutigen Zeit zu heikel.

Tja. Dann müssen wir eben hier das Gespräch beenden. ;) Wenn Dir sowas in Deutschland schon zu gefährlich ist, dann müsstest Du doch viele (oder zumindest einige) Flüchtlinge besonders gut verstehen können.
 
Das Problem ist doch nicht nur mit dem Wollen. Ich persönlich weiß ja nicht mal mehr was man sagen darf und was Hetze ist. Viele Aussagen gegen Asyl sind ja scheinbar verboten. Zumindest suggeriert mir das die Medienlandschaft.
Ich halte das für einen ziemlichen Eiertanz. Ich denke, viele, die (Medien-, bzw. Gesellschafts-)Kritik auf diese Art äußern, können ziemlich genau abschätzen, WAS Hetze ist und was nicht. Wenn man so mit vermeintlichen Unklarheiten kokettiert, dann versucht man, die Gegenseite in Misskredit zu bringen.

Aber um wieder aufs Problem zurück zu kommen: Doch, das Problem ist das Wollen. Und, ob man moralische Standards nur von Flüchtlingen erwartet, oder auch von unseren besorgten Mitmenschen. Es ist doch seltsam: Bei der Pegida darf man nicht alle Mitläufer pauschal als Faschos bezeichnen, aber jeder Flüchtling ist pauschal kriminell. Gleiche Grundlage? Ausgewogen? Fair? Oder ist doch vielleicht beides Hetze?
 
Dann werde ich mich wohl äußerst schwer tun. Ich nehme aber trotzdem gern mal einen Link (auch per PN), zu einem Beispiel, das Dir vielleicht am Herzen liegt oder zur aktuellen Diskussion passt.
Wenn man weiß, welchen Grundtenor eine Quelle hat, fällt es mir ziemlich leicht, sie auch entsprechend zu lesen.

Was mir zum Beispiel immer wiede sauer aufstößt, ist diese "amerikanische Gerichtsmentalität": Diskreditiere die Quelle und schon wird auch deren Aussage unwahr. Wenn also ein Dieb und Scheckkartenbetrüger gesehen hat, wie jemand umgebracht wurde, muss man ihm nur oft genug nachweisen, dass er ein Betrüger ist und schon ist seine Aussage wertlos. Aber kann denn nicht auch ein Betrüger sowas beobachtet haben und eine Aussage machen?

KOPP unterstelle ich beispielsweise, gezielt nach Meldungen zu suchen, die irgendwie Flüchtlinge, Ausländer und Migranten einer Straftat überführen und das entsprechend auszuschlachten. Aber ist der Vorfall deshalb nicht passiert, nur weil KOPP davon berichtet und sonst niemand?

Genau das gleiche mit dem Wendt der Polizeigewerkschaft. Der Mann scheint sich gerne zu produzieren, steht gern vor Kameras und im Rampenlicht und kann auch vorzüglich dramatisieren. Ist aber deshalb irgendwas falsch an dem, was er sagt? Aber BildBlog versucht nur, ihn zu diskreditieren, an seiner Glaubwürdigkeit zu rütteln. Sie gehen gar nicht gegen seine Argumente vor, sondern nur gegen ihn. Das ist doch kein Journalismus, das ist primitiv. Es mag vielleicht helfen, den Wendt als Person besser einzuschätzen, wenn es etwa um die Frage geht, ob er ein politisches Amt bekleiden sollte oder ob er in meinen Freundeskreis passt. Aber nichts davon widerlegt die Richtigkeit seiner Aussagen. Deshalb ziehe ich mir auch den Wendt als Quelle heran.

Wenn Du nicht vor jedes (geplante) Asybewerberheim einen Polizeiwagen stellen möchtest, wird es wohl notwendig sein, zu ermitteln wer dahintersteckt, um etwas dagegen zu tun. ;)
Na oder Kameras, Wachschutz, und/oder Polizeipatroullien, die im Falle des Auslösens einer Alarmanlage binnen 3 oder weniger Minuten vor Ort sein können. Da muss nicht überall ein Officer stehen. So viele haben wir ja auch gar nicht und ich will ja auch nicht, dass Deutschland ein rechtsfreier Raum wird, weil alle Polizei nur noch Flüchtlinge und -heime bewachen muss.

Aber der Blog widerlegt(e) nicht nur ein paar Mal, sondern dauernd. Und das seit Jahren. Da kann man irgendwann auch mal ein bisschen Vertrauen aufbauen.
Das solltest Du aber tunlichst vermeiden. Selbst der dpa ist schon der eine oder andere Fauxpas passiert (sehr wohlwollend formuliert). Andere Blätter schreiben wenigstens dazu: "... berichtet die Bild am Sonntag...". Klar, dass man nicht zu jeder Meldung auch immer alle Quellen prüfen kann, dann könnte ich pro Tag vermutlich nur 1 oder 2 Meldungen "verarbeiten". Ist auch gar nicht notwendig. Aber kritisch bleiben ist immer das erste Gebot - besonders wenn man schon genau weiß, an welchem Ufer ein Medium fischt.

Hinkarren tun aber beide Seiten, oder nicht?
Ja, klar. Aber im Wesentlichen aus dem Kalkül heraus, dass es in der Tagesschau heißen wird: "Es wurden X Demonstranten angemeldet. Y sind erschienen. Es waren Z Gegendemonstranten". Weil das Volk jetzt ganz einfach "abwägen" kann, wer Recht hat und wem man hinterher rennen muss :D

Und ich denke, dass jedenfalls im Moment weder die eine, noch die andere Seite die Mehrheit der Menschen in Deutschland repräsentiert (wenn man von den Meinungen der Wortführer ausgeht). Der Mehrheit geht das Problem am Arsch vorbei, wenn man sich nicht gerade beim Frühstück mit den Kollegen unterhält. Das ist ähnlich wie beim Wetter... :ugly:
Da stimme ich Dir absolut zu. Das wird sich aber drastisch nach der Wahl 2017 ändern, wenn die Steuern erhöht werden. Oder ein neuer "Soli" kommt für die Flüchtlinge, der je nach Bedarf notfalls vierteljährlich angepasst (heißt: erhöht) werden kann.

[...] Ich bemerke auch in meinem Leben keinerlei deutliche Einschränkung durch solche "Vorfälle", weshalb ich auch derzeit nicht die Notwendigkeit sehe, mich damit genauer zu beschäftigen. Vielleicht wäre das anders, wenn ich neben so einem Heim wohnen würde, in dem es "dauernd" Stress gibt. Dann würde ich aber sicher mal vor Ort nachschauen, was denn wirklich Sache ist...
Ja, eben so geht es den meisten Deutschen. Wenn ich ehrlich bin, auch mir. Ich gehe nach wie vor zur Arbeit und sehe objektiv betrachet nicht viel mehr Muselmanen als sonst. Ich werde jetzt zwar häufiger wegen einer Zigarette angeschnorrt, aber nach einer freundlichen Absage ziehen sie auch wieder ihres Weges. Insofern könnte mir das ganze Problem auch komplett am Arsch vorbei gehen, da ich selbst keine Einbußen hinnehmen muss.

Aber wenn ich eines schönen Tages Einbußen hinnehmen muss, ist es dann nicht längst schon viel zu spät, dagegen vorzugehen? Wie war es denn in den 60er und 70er Jahren mit den Gastarbeitern? Als die zum Problem wurden, war es doch längst zu spät, sie wieder nach Hause zu schicken oder den Zustrom zu begrenzen. Aber gut, lassen wir die Vergleiche, nehmen wir das als neue Herausforderung: Haben wir denn überhaupt ausreichend Infrastruktur, Judikative und Exekutive, um über 1 Million Menschen pro Jahr aufzunehmen? Wohl gemerkt: Das sind keine Neugeborenen, die sich hier vollautomaisch integrieren, weil sie hier aufwachsen, sondern bereits geprägte und in ihrer Kultur, ihren Ansichten und Religion gefestigte Menschen, die fast alle noch ihre Familien nach holen wollen und werden. Daher die aus meiner Sicht völlig berechtigte Frage: Ist das sozialverträglich?

Es geht mir nicht darum, ob es nun Muselmanen oder Neger oder Asiaten sind. Ich habe zwar im ganzen Leben noch nie Ärger mit einem Asiaten gehabt (und mir ist auch kein einziger Fall bekannt), weil die wohl auch von ihrer Mentalität her sehr harmoniebedürftig sind und niemanden auf den Sack gehen wollen. Also das komplette Gegenteil eines Durchschnittsmuselmanen. Aber jeder hätte wohl die gleichen Bedenken, wenn sich auf einmal ein paar Millionen Chinesen [* :D] auf den Weg machen würden.

Für so einen drastischen Wandel muss ein Volk bereit sein und (was viel wichtiger ist) es auch wollen. So wie eben der (West-) Deutsche nach 1945 ganz vernarrt in die USA war und alles "cool" fand, was von dort kam. Das hat sich in den letzten Jahren etwas gelegt, aber wenn wir ehrlich sind, hat die US-Kultur (was auch immer man darunter versteht) schon recht starken Einfluss auf Deutschland genommen. Gut oder schlecht, will ich nicht beurteilen. Aber so ist es. Nur wieviele Deutsche wollen denn Moscheen, Sharia, Burkas, Islam, ... ? Die Voraussetzungen sehe ich für diese Kultur in Deutschland überhaupt nicht gegeben, auch wenn wir schon ein paar Millionen Muslime hier haben.

Und einfach tolerant sein, wird eben nicht reichen. Schon deshalb nicht, weil es dann eben zu genau diesen Parallelgesellschaften kommt, die man nicht will. Also entweder man nähert sich einander an (wobei ich allerdings den Neuankömmling viel mehr und eher in der Pflicht sehe, als den Alteingesessenen) oder es wird nichts. Nur wenn mir die Kultur der anderen nicht gefällt, aus welchen Gründen auch immer, dann nähere ich mich denen auch nicht an. Und wenn die Neuankömmlinge nicht ihre gesamte Kultur und alles aufgeben wollen, um sich hier nahtlos einpassen zu können, na dann bleibt als kleinster gemeinsamer Nenner nur noch die Toleranz, also die nächste Parallelgesellschaft. Wer zum Henker kann das wollen?

Siehst Du und hier kommt wieder so ein Punkt an dem ich mir (noch) keine Meinung gebildet habe. Werden tatsächlich keine Menschen abgeschoben, die Ärger machen? Oder nur solche nicht, wo der Streit irgendwie noch nachvollziehbar war? Und tun unsere Sicherheitsorgane wirklich nichts, um gefährliche Menschen aufzuspüren? Oder erzählen sie uns nur nicht alles darüber, weil das ermittlungstaktisch dämlich wäre. Das weiß ich alles nicht.
Das weiß ich im Detail natürlich auch nicht. Aber wenn ich parallel dazu höre, dass unsere Polizei und sämtliche Staatsorgane hoffnungslos überlastet sind, dann gehe ich davon aus, dass man derzeit überhaupt gar nicht die Möglichkeiten hat, das in einem Maße zu verfolgen, wie es nötig wäre. Außerdem kommen ja nach wie vor sehr viele ohne oder mit gefälschten Papieren. So lange da keine biometrische Erfassung passiert ist (wovon wir wohl ausgehen können), steht doch jeder Ausgewiesene unter anderem Namen 1 Woche vor einem anderen Lager. Insofern wäre es hier auch vergebene Mühe, meine ich. Und trotzdem muss das Problem gelöst werden. Nur meine ich eben, dass es sich nicht dadurch löst, in dem immer mehr rein gelassen werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber um wieder aufs Problem zurück zu kommen: Doch, das Problem ist das Wollen. Und, ob man moralische Standards nur von Flüchtlingen erwartet, oder auch von unseren besorgten Mitmenschen. Es ist doch seltsam: Bei der Pegida darf man nicht alle Mitläufer pauschal als Faschos bezeichnen, aber jeder Flüchtling ist pauschal kriminell. Gleiche Grundlage? Ausgewogen? Fair? Oder ist doch vielleicht beides Hetze?

Du solltest diese Argumentation mal umdrehen. Ich habe selten/eigentlich gar nicht gehört, dass Pegida behauptet alle Menschen von dort seien schlecht. Sie bemängeln, dass Terroristen unter den Einreisenden sein könnten (das dies alle sein sollen habe ich noch nirgends gehört oder gelesen). Im Grunde ist deren Argument, sie wollen keine Überfremdung und keine Islamisierung. Und der Großteil der kommt ist fremd und Moslem.

Aber es ist doch merkwürdig, dass du, Kelle und CO, Pegida stets über einen Kamm schert, behauptet sie würden dies mit den Ausländern machen (und nicht nur vereinzelnd, sondern in Masse). Also bevor du den ersten Stein wirfst, beantworte die doch selbst die Frage. Gleiche Grundlage? Ausgewogen? Fair?

Und es ist kein Eiertanz. In den Medien kommt sehr klar rüber, dass eben nicht viel gegen die aktuelle Politik gesagt werden darf. Äußert man finanzielle Bedenken ist dies Hetze, äußert man Bedenken bezüglich der Entstehung von Parallelgesellschaften wird behauptet, dass gehetzt wird. Ich habe viele Talkshows zu dem Thema gesehen und das Hetzeargument ist das neue Stammtischargument von früher.