Extremstes Beispiel: Japan. 230% Verschuldung, 95% bei der eigenen Bevölkerung. Wenn der Staat zahlungsunfähig würde, dann könnten die Japaner ihre Anlagen abschreiben. Und zwar die Reichen mehr als die Armen. Jeder beteiligt sich nach seiner Leistungskraft. Halte ich für fair.

Marty



Willst du mal wissen wie die reale Verschuldung bei den Amis aussieht da sind es 560% des GDP. Natürlich öffentlich nur 91.5 % Ja aber immer schön auf den Japsen rumreiten das hat Stil es gibt viel schlimmere.
 
Also fehlt es doch an sozialer Intelligenz? Ein System zu verstehen und zu durchschauen, Zusammenhänge zu erfassen und daraus Stategien abzuleiten, ist Intelligenz.
Wenn Intelligenz bedeutet beliebig komplexe Systeme zu verstehen, gibt es grundsätzlich keine Intelligenz. Denn das ist die Aufgabe im Alltag, wenn man sich innerhalb dieses Systems dennoch umfassend sozial verhalten soll.
Ich kenne/kannte aus dem eigenen Bekanntenkreis genug Weiber, die sich regelmäßig von ihrem reichen Kerl verdreschen ließen und dann als Entschuldigung mal eine Halskette, mal einen Ring bekamen.
Traurig. Ehrlich.
Mir ist nur nicht klar wieso das Beispiel innerhalb dieses Systems ein System ausschließt in dem es weniger "reiche Kerle" gibt und sich "Weiber" einfacher Ringe und Halsketten leisten können? :think:
Ich nicht. Kennst Du jemanden, der seinen gesamten Lottogewinn einer gemeinnützigen Organisation (notfalls auch der Kirche) spenden würde?
Es gibt ja auch gar keinen Anreiz dazu. Geld haben ist aber auch nicht unsozial. Es in Finanzprodukten anlegen, von den Erträgen zu leben und noch mehr Vermögen aufzubauen ist unsozial. Und das lässt sich ganz einfach sehr unattraktiv gestalten.
Solange das Geld auf irgendeine Art und Weise wieder zurück in den Wirtschaftskreislauf gelangt ist es nicht schädlich und wird früher oder später auch der gemeinnützigen Organisation zukommen, die es wiederum dem Wirtschaftskreislauf zuführt.
Wieviele Leute kennst Du, die gemeinnützige, unentgeltliche Arbeit verrichten?
In einem gerechten System muss niemand unentgeltlich arbeiten. Damit fallen auch die Nachteile weg, die damit verbunden sind.
Und wieviele Menschen kennst Du, die freiwillig ihren Lebensstandard zurück schrauben, um eben ein "normales Leben" zu führen?
Hier haben wir offenbar unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Ich kenne ne Menge Leute, die z.B. Führungspositionen abgelehnt haben oder sich einen ruhigeren Job mit weniger Gehalt gesucht haben oder mit dem status quo zufrieden sind oder sich (von unten) gerade mal nach dem Durchschnitt sehnen. Die wenigsten davon fahren BMW. Eher Dacia, ihren alten Colt oder Bus. Und wer doch einen fährt, der arbeitet auch entsprechend.
Ich kenne jedenfalls keinen persönlich, der nach unverschämt mehr streben würde, als halbwegs ordentlich über die Runden zu kommen. Träumen vielleicht, aber das ist erlaubt. ;)
Naja, jetzt sitzt Du da, wie einst Marx und Engels :D Ja, die haben wohl genau das gleiche gedacht. Hat nicht geklappt, ist am Menschen gescheitert.
In den letzten 100 Jahren ist ne ganze Menge am Menschen gescheitert und in den nächsten 100 Jahren wird auch vieles scheitern. Vielleicht ist der Kapitalismus in seiner jetzigen Form ja diesmal mit dabei. ;)
 
Also ich weiß nicht, ob mein Job vorranging Kapitalisten anzieht. Eigentlich habe ich eher den Eindruck, dass da mehr oder weniger normale Menschen arbeiten. Ok, ein paar Nerds sind immer mal hier und da, aber gerade die haben auch nicht ihren Fokus unbedingt auf der Kohle.
Also ich war ja auch mal IT, dass irgendjemand von diesen Kollegen mal was gespendet hätte würde mir jetzt nicht einfallen ;)... keine Ahnung woran das nun liegt aber die Leute die spenden sind irgendwie meist die Leute die selbst echt wenig oder echt viel verdienen habe ich den Eindruck.

Aber unter dem Strich: Würdest Du sagen, dass es allein in Deutschland mehr Leute Deines Schlages, meines Schlages oder noch schlimmere Kapitalisten als mich gibt?
Ich möchte das nicht meines Schlages nennen, dafür bin ich viel zu viel Zocker und Kapitalist, aber im Job habe ich gern eine sinnvolle Aufgabe, die mir Spaß macht, die Menschen hilft und die gleichzeitig hilft den Raubtierkapitalismus bei dem ich auch mein Rädchen drehe etwa erträglicher zu gestalten, dafür ist mir die Entlohnung dann auch zweitrangig - man muss das Universum ja auch ein bisschen im Gleichgewicht halten.

Sicher werden eher mehr Leute Kapitalisten als Menschen mit Helfersyndrom sein ... wie immer sollte man vielleicht die goldene Mitte anstreben.

Eher eine geschmeidige 20-Stunden-Woche bei Gleitzeit. Vermutlich wäre ich aber viel auf Reisen, hätte kaum Zeit zum Arbeiten. Also ich glaube, schon allein an mir scheitert jeder noch so gut gemeinte Kommunismus :D
Ne geschmeidige 20 h Woche bei Gleitzeit hatte ich auch schon und das Geld hätte auch gereicht um öfter mal zu vereisen. Was aber macht der Mensch mit soviel Freiheit und Freizeit? Nicht etwa was sinnvolles sondern eher fängt man (ich) an die Zeit zu vergammeln.

Ich bekomme für 30 h Arbeit + extrem viel Fahrerei und ungünstige Arbeitszeiten grob das selbe wie damals für die 20 h -sogar weniger wenn ich die zusätzlichen Aufwendungen abziehe, aber bin trotzdem zufriedener - auch weil mein Job Freizeitgestaltung gleich beinhaltet und mir die Möglichkeit nimmt die Zeit zu vergammeln :mrgreen:
 
Wie gesagt gebt mir eure Stimme ich würde mal richtig aufräumen, gut ich wäre dann tot aber ist egal ich opfere mich freiwillig.
 
Willst du mal wissen wie die reale Verschuldung bei den Amis aussieht da sind es 560% des GDP. Natürlich öffentlich nur 91.5 % Ja aber immer schön auf den Japsen rumreiten das hat Stil es gibt viel schlimmere.
Wer reitet gerade auf wem rum? Ich habe ein Beispiel gebracht eines Staates, der extrem nur bei der eigenen Bevölkerung verschuldet ist. Die USA ist sicher nicht bei der eigenen Bevölkerung verschuldet, sondern eher beim Rest der Welt.

Im Gegensatz zu Dir hat DocTrax verstanden, wieso ich dieses Beispiel gewählt habe und seine Meinung dazu geäussert. Du hast (mal wieder) wenig verstanden.

Wie gesagt gebt mir eure Stimme ich würde mal richtig aufräumen, gut ich wäre dann tot aber ist egal ich opfere mich freiwillig.
Ich gebe Dir jetzt und hier meine Stimme. Geh Dich bitte opfern, sofort.

Marty
 
Wenn Intelligenz bedeutet beliebig komplexe Systeme zu verstehen, gibt es grundsätzlich keine Intelligenz. Denn das ist die Aufgabe im Alltag, wenn man sich innerhalb dieses Systems dennoch umfassend sozial verhalten soll.
Intelligenz bedeutet, Systeme zu verstehen und daraus Stategien abzuleiten. Zu verstehen, dass beispielsweise der Kapitalismus selbstzerstörerisch ist, ist eine Sache. Lösungen und Alternativen dazu anzubieten, eine andere. Und das erfordert noch mehr Intelligenz, als einfach nur das System zu verstehen. Zumal es im Falle eines Wirtschafts- und/oder Gesellschaftssystems alles erstmal nur ein Gedankenexperiment ist. Und nunja - in der Theorie ist vieles oft schöner als in der Realität, weil romantisiert und idealisiert.

Es gibt ja auch gar keinen Anreiz dazu. Geld haben ist aber auch nicht unsozial. Es in Finanzprodukten anlegen, von den Erträgen zu leben und noch mehr Vermögen aufzubauen ist unsozial. Und das lässt sich ganz einfach sehr unattraktiv gestalten.
Das ist völlig richtig. Aber:

In einem gerechten System muss niemand unentgeltlich arbeiten. Damit fallen auch die Nachteile weg, die damit verbunden sind.
Gäbe es keine "Finanzprodukte", was würde wohl der reiche Mann mit seinem Geld tun? Er würde es auf weniger offiziellem Wege dem armen borgen, der dann auch wieder bereitwillig Zinsen zahlt, weil er jetzt und hier das Geld braucht. Oder meint es zu brauchen, wie auch immer. Das macht er mit vielen so und schwupps, hat er wieder eine "Sklavenarmee", die für ihn arbeiten geht.

Um dem aus dem Weg zu gehen, hilft nur das Abschaffen von Geld. Oder eben Zinsverbot gepaart mit bedingungslosem Grundeinkommen, das für das normale Leben reicht. Aber wenn eins von beidem kommen sollte, dann garantiere ich, dass auch viele Leute schlicht nicht mehr arbeiten gehen würden. Oder eben ihre Arbeit am untersten Rand des zumutbaren Minimums erledigen würden, weil sie eben das Geld nicht brauchen. Vielen würde damit der Anreiz, das kuschelige Bett morgens zu verlassen, völlig verloren gehen.

Hier haben wir offenbar unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Ich kenne ne Menge Leute, die z.B. Führungspositionen abgelehnt haben oder sich einen ruhigeren Job mit weniger Gehalt gesucht haben oder mit dem status quo zufrieden sind oder sich (von unten) gerade mal nach dem Durchschnitt sehnen.
Oh doch, diese Leute kenne ich auch. Aber meist werden Führungspositionen abgelehnt, weil die damit verbundenen neuen Aufgaben ganz andere sind, als die bisherigen. Manchmal ist es auch ein ganz anderer Job. Und der muss halt auch keinen Spaß machen und ist oft mit erheblichen Überstunden verbunden. Wenn man dann diese beiden Jobs miteinander vergleicht und ins Verhältnis setzt, dann kann ich schon verstehen, warum jemand lieber für weniger Geld 8 Stunden einen Job macht, den er mag und gerne macht, statt für (etwas) mehr Geld 12 Stunden einen Job, der ihm nicht liegt.

Aber nehmen wir mal ein anderes Beispiel: Ärzte. Der eine ist en Allgemeinmediziner. Arbeitet, wie sein Kollege auch, etwa 10 Stunden am Tag. Verdient dafür 8000 Euro im Monat. Sein Kollege, kaum 20 Meter von ihm entfernt, ist Radiologe und arbeitet auch 10 Stunden. Verdient dafür 18000 Euro im Monat. Warum und weshalb, wissen wohl nur die Ärzte selbst und die Krankenkassen. Sozial wäre es, auf 8000 Euro zu verzichten, damit jeder Arzt, egal welchen Bereichs, 10000 im Monat verdient. Das könnte man sogar so festschreiben. Das ist aber nur ein Beispiel. Ist in anderen Berufen ähnlich. Also wieviele kennst Du wohl, die freiwillig auf einen Teil ihres Gehaltes verzichten, um "normal" zu verdienen, wie andere in ihrer Position auch?

In den letzten 100 Jahren ist ne ganze Menge am Menschen gescheitert und in den nächsten 100 Jahren wird auch vieles scheitern. Vielleicht ist der Kapitalismus in seiner jetzigen Form ja diesmal mit dabei. ;)
100 Jahre bis zum Ende des Kapitalismus? Nur durch einen großen Krieg. Und selbst danach wird es vermutlich genauso von vorne los gehen. Halte ich jede Wette.

[...] Ne geschmeidige 20 h Woche bei Gleitzeit hatte ich auch schon und das Geld hätte auch gereicht um öfter mal zu vereisen. Was aber macht der Mensch mit soviel Freiheit und Freizeit? Nicht etwa was sinnvolles sondern eher fängt man (ich) an die Zeit zu vergammeln.
Oft wird das so sein, ja. Ich für meinen Teil wäre viel unterwegs. Ich für meinen Teil habe eine große Portion Neugier angeboren bekommen. Vermute ich jedenfalls, denn so war ich irgendwie schon immer. Ich will alles sehen, alles verstehen und lernen. Klar auch mal an einem Strand gammeln. Auch mal einfach nur wandern bis die Sonne untergeht. Oder auch mal eine ganze Woche nur Bett und Pool verbringen. Aber den Großteil meiner Zeit wäre ich unterwegs. Oder ich würde mich an etwas Neuem versuchen. Vielleicht mal stricken oder häkeln, keine Ahnung :D
 
Im Gegensatz zu Dir hat DocTrax verstanden, wieso ich dieses Beispiel gewählt habe und seine Meinung dazu geäussert. Du hast (mal wieder) wenig verstanden.
Es ist letztlich egal bei wem man sich verschuldet. Wenn es die eigenen Leute sind, die ihr Geld nicht mehr zurück bekommen halte ich das eher für schlimmer. Fakt ist, dass die Schulden zu hoch sind und immer weiter steigen.
Es geht jetzt vor allem um "Lastenverteilung", also wessen Guthaben/Besitz in welchem Umfang zum Schuldenabbau heran gezogen wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist letztlich egal bei wem man sich verschuldet. Wenn es die eigenen Leute sind, die ihr Geld nicht mehr zurück bekommen halte ich das eher für schlimmer.
Warum? Ich halte das für logisch, konsequent und korrekt.

Wir sind alle der Staat. Wir leihen dem Staat Geld, damit der damit unsere Bedürfnisse erfüllt. Geld leihen muss der Staat sich dann, wenn er nicht von uns genug Steuern einnimmt.

Also finanziert der investierende Bürger die nicht gedeckten Ansprüche der Bevölkerung. Konsequenter geht es doch nicht.

Alternativ könnte der Staat auch die Steuern erhöhen und seine Bevölkerung so an den Ausgaben für die eigenen Anspüche teilhaben lassen.

Marty
 
Um dem aus dem Weg zu gehen, hilft nur das Abschaffen von Geld. Oder eben Zinsverbot gepaart mit bedingungslosem Grundeinkommen, das für das normale Leben reicht. Aber wenn eins von beidem kommen sollte, dann garantiere ich, dass auch viele Leute schlicht nicht mehr arbeiten gehen würden. Oder eben ihre Arbeit am untersten Rand des zumutbaren Minimums erledigen würden, weil sie eben das Geld nicht brauchen. Vielen würde damit der Anreiz, das kuschelige Bett morgens zu verlassen, völlig verloren gehen.

... um dem gesamten System aus dem Weg zu gehen sollten wir zurück zur Steinzeit gehen.

Es gibt kein Geld, es wird nur getauscht. Jeder bekommt nur das, was er sich selbst herstellen kann. Da manche nur zu einer oder wenigen bestimmten Dingen talentiert sind, z.B. backen, werden sie diese Fähigkeit ausbauen und im Gegenzug mit anderen tauschen. Aber bei der Fülle an Menschen können verschiedene Gegenstände und dementsprechend viele Waren entstehen. Nicht jeder möchte unendlich lange tauschen, bis man endlich den Gegenstand hat, den man will. Sondern man will sofort z.b. einen Hut haben, aber der andere will mein Brot nicht. Daher muss eine Währung her, die universell eingesetzt werden kann. Ach shit, jetzt bin ich wieder beim Geld -.-
 
... um dem gesamten System aus dem Weg zu gehen sollten wir zurück zur Steinzeit gehen.

Es gibt kein Geld, es wird nur getauscht.
Naja, ganz so funktioniert ja der Kommunismus und eine geldlose Gesellschaft nicht. Um es mal stark zu vereinfachen: Ein Bienenstaat funktioniert auch, aber ohne Geld. Dort gibt es eine Königin, ein paar Hebammen, Arbeiterinnen, Sammlerinnen und Soldaten eben. Alles, was so ein Bienenvolk braucht.

Wir Menschen brauchen vielleicht etwas mehr. Aber das Prinzip bleibt das Gleiche. Wir gehen arbeiten, um der Gesellschaft zu dienen, derer wir ein Teil sind. Jeder tut das, was er kann und das so gut er kann und so oft wie nötig. Im Gegenzug kann sich jeder aus den Erträgen der anderen bedienen. Auch so viel er braucht. So baut der Ingeneur Maschinen für den Bauern, der dann damit das Feld bestellt und erntet. Der Bauer bekommt dafür Kleidung, die der Schneider für ihn hergestellt hat. Und so weiter und so fort. Kein Zug-um-Zug-Tauschgeschäft, keine Notwendigkeit für ein universelles Tauschmittel.

Man muss nur eben von diesem "direkten Tauschgedanken" weg kommen. Nicht "ich gebe Dir jetzt etwas und möchte sofort etwas von Dir in gleichem Wert zurück bekommen, bevor Du vergisst, dass ich es Dir gegeben habe". Sondern eher: "Ich produziere etwas und stelle es auf die Straße. Irgendwer, der es braucht, kann es mitnehmen, wenn er denn will. Im Gegenzug nehme ich mir jetzt oder irgendwann, was ich brauche von irgendwem." Aber bitte: Ich weiß auch, dass das in abseharer Zukunft nicht im Traum machbar ist. Ist schon in kleinen Gruppen, wie etwa Familien schwer umzusetzen. In großem Stil wie Städten oder gar Staaten ist es derzeit völlig undenkbar. Deshalb aber noch lange nicht unmöglich, wenn auch in ferner, ferner Zukunft...

Aber was zum Beispiel jetzt schon funktionieren könnte und machbar wäre, wäre ein Zinsverbot. Kredite gibt es nur zinslos. Banken verwahren das Geld ihrer Kunden gegen Gebühr, müssen aber auch zu jeder Zeit in der Lage sein, alle Einlagen auszahlen zu können. Sie können auch Karten ausgeben (EC, CC, Debits) und für den Luxus des einfachen Bezahlens dürfen sie ja auch eine Gebühr erheben. Nur eben keine Zinsen zahlen oder verlangen. Denn genau hier fängt die "Wertschöpfung aus dem Nichts" an. Vielleicht mal eine Idee, damit diese beschissene EU mal irgendwann zu irgendwas taugt?!
 
Wir sind alle der Staat. Wir leihen dem Staat Geld, damit der damit unsere Bedürfnisse erfüllt. Geld leihen muss der Staat sich dann, wenn er nicht von uns genug Steuern einnimmt.
Wenn der Staat nicht die Schulden macht, müssen es die Bürger tun. Ohne Schulden keine Guthaben!

Also finanziert der investierende Bürger die nicht gedeckten Ansprüche der Bevölkerung. Konsequenter geht es doch nicht.
Anspruchsdenken ...

Alternativ könnte der Staat auch die Steuern erhöhen und seine Bevölkerung so an den Ausgaben für die eigenen Anspüche teilhaben lassen.
Nein, durch die Verschuldung nimmt der Staat überschüssiges Geld ein, das sonst irgendwem anders verliehen werden werden würde. Vielleicht sogar zu horrenden Zinsen. Wenn er die Steuern erhöht entsteht eher noch zusätzliche Armut, da Manche nicht so viel oder kein überschüssiges Geld haben, im Gegensatz zu Anderen.
 
Wenn der Staat nicht die Schulden macht, müssen es die Bürger tun. Ohne Schulden keine Guthaben!
Das ist der Knackpunkt. Einer muss sich verschulden damit Guthaben erwirtschaftet werden kann. Eigentlich müsste Geld Diener der Arbeitsteilung sein. Es zwingt aber zur Optimierung, weil die Schuld beglichen werden muss. Dieses ist im vollem Umfang nie möglich. Durch diese Verknappung erhält Geld seinen Wert. Ich mag dieses System nicht...

Wir werden aber keinen Crash erleben, weil immer wieder justiert wird. Kein Land der EU wird Pleite gehen. Geld wird "billig" bleiben (Weil es durch die Verknappung durch Zins immer fehlt) und Krisenländer werden gerettet und die Schulden geglättet, so dass keine "höhere Inflation" entstehen kann.

Die Guthaben werden durch Steuern geschmälert und somit reguliert.

Das System funktioniert, die nächste Innovationswelle kann kommen und die breite Masse wird mit Freude für einen Appel und nem Ei arbeiten. :roll:
 
Wir werden aber keinen Crash erleben, weil immer wieder justiert wird. Kein Land der EU wird Pleite gehen. Geld wird "billig" bleiben (Weil es durch die Verknappung durch Zins immer fehlt) und Krisenländer werden gerettet und die Schulden geglättet, so dass keine "höhere Inflation" entstehen kann.
Ich denke aber, dass der Euro crashen wird. Ganz einfach deshalb weil es eine Fehlkonstruktion ist.
 
Ich denke aber, dass der Euro crashen wird. Ganz einfach deshalb weil es eine Fehlkonstruktion ist.
Was heißt Fehlkonstruktion? Du und ich, auch andere sehen den Euro als Fehlkonstruktion oder als ungerecht oder als systemkritisch oder als was weiß ich. Ende vom Lied, er funktioniert und Deutschland profitiert.

Die Disparitäten zwischen Arm und Reich steigen, weil halt nicht jeder an der Arbeitsteilung teilnehmen kann. Nicht jeder kann die Leistung erbringen, die weiteres Wachstum mit sich bringt. Ein Verdrängungswettbewerb entsteht. Diese Fehlkonstruktion ist auf dauerhafte Leistung und damit verbundene dauerhaft WACHSENDE Wirtschaft ausgerichtet (Jeder der sich mal mit E-Funktionen beschäftigt hat weiß wo das hinführt).

"WIR" profitieren vom Euro. Ich war letzte Woche in Hamburg und in Hannover, es wird gebaut wie blöde. Überall Baustellen. Münster, direkt um die Ecke, bald meine neues Domizil, es wird gebaut wie blöde. Leistung, Wachstum, ja ich weiß, es ist krankhaft, weil andere Länder abkacken.

Der Euro als Wirtschaftsinstrument funktioniert. Sozial gesehen funktioniert er nicht, weil nur wirtschaftliche Interessen mit dem Euro verbunden sind. Einzige Chance, Europolitik auf allen Ebenen, nicht nur aufs Geld, wovon ja jeder ABHÄNGIG ist. Oder alternativ den Euro abschaffen und die einzelnen Währungen wieder einführen. Würde "uns" aber mehr Nachteile bringen.

Die Politik muss auf Euroebene gemacht werden. Europaweiter Mindestlohn, Sozialabsicherung, am liebsten ein europaweites BGE. Ach was schreib ich hier, jeder der sich damit beschäftigt weiß das es ein Patt ist.
 
[...]
Die Politik muss auf Euroebene gemacht werden. Europaweiter Mindestlohn, Sozialabsicherung, am liebsten ein europaweites BGE. Ach was schreib ich hier, jeder der sich damit beschäftigt weiß das es ein Patt ist.

Warum nicht gleich eine Weltregierung, die alles und überall Gesetze erlässt und bestimmt :think: ?
 
Ende vom Lied, er funktioniert und Deutschland profitiert.
Das ist so eine Urban Legend.
Er funktioniert nicht - siehst schon daran, dass ständig gerettet werden muss.
Deutschland profitiert auch nicht, sondern muss immer nur drauf zahlen.

"WIR" profitieren vom Euro. Ich war letzte Woche in Hamburg und in Hannover, es wird gebaut wie blöde. Überall Baustellen. Münster, direkt um die Ecke, bald meine neues Domizil, es wird gebaut wie blöde. Leistung, Wachstum, ja ich weiß, es ist krankhaft, weil andere Länder abkacken.
So war es auch in Spanien vor der Krise. Das dürfte am billigen Kredit liegen -- OK, der billige Kredit kam mit der Euro-Krise, aber in Spanien hat eben dieser billige Kredit zu einer massiven Immobilien Blase geführt.
 
So war es auch in Spanien vor der Krise. Das dürfte am billigen Kredit liegen -- OK, der billige Kredit kam mit der Euro-Krise, aber in Spanien hat eben dieser billige Kredit zu einer massiven Immobilien Blase geführt.
Spanien kannste nicht mit Deutschland vergleichen. Spanien hat in der Vergangenheit oft mit Inflation die Schulden bereinigt. Deutschland hat sehr früh die Bremse gezogen, den Arbeitsmarkt optimiert, Hartz4 eingeführt, diesen harten Einschnitten haben wir nun "unseren Erfolg" zu verdanken.

Die Immobilienkrise ist eine reine Gierkiste. Es wurden ganze Städte gebaut, die leer stehen, rein als Kapitalanlage mit Wertsteigerung, dass das in die Hose geht, na ja, das ist klar.

@D_Blade Schau dir Deutschland mal vor 200 Jahren an. Aus dem Flickenteppich ist ein Land geworden und mittlerweile eine funktionierende Demokratie. Warum sollte dieses nicht auf EU Ebene gelingen?
 
[...] Schau dir Deutschland mal vor 200 Jahren an. Aus dem Flickenteppich ist ein Land geworden und mittlerweile eine funktionierende Demokratie. Warum sollte dieses nicht auf EU Ebene gelingen?
Das deutsche Reich wurde teuer erkauft. Vor allem die Knödelgermanen hinter den sieben Bergen waren recht teuer. Unter dem Strich hat es aber funktioniert, weil alle Fürstentümer davon profitiert haben. Heute, 200 Jahre später, ist aber noch immer keine wirkliche Einheit Realität. Einst musste Bayern massiv mit Geld unterstützt werden. Heute beschweren sie sich über Berlin, dass sie Berlin mit unterstützen müssen. Denn heute sind sie reich und zahlen weit mehr in den Bundeshaushalt ein, als sie bekommen. Und plötzlich überlegen sie, ob sie nicht aus dem Bund austreten wollen...

Und das nur in diesem winzig kleinen Land Deutschland. Kein Wunder, dass es in der EU, mit anderen Sprachen, Kulturen, ja vielleicht sogar irgendwann Reiligionen, es erst gar nicht funktioniert. Und wenn doch, dann wird das verdammt teuer und schwer werden.