Ist gar nicht praktikabel.
Wieso, das hat doch schon mal funktioniert, bis das BverfG die Steuer quasi abgeschafft hat

Die Vermögenssteuer ist zu dem nicht fair, weil beim Erwerb des Vermögens schon Steuern gezahlt wurden
Welche Steuer ist schon fair? Eine Steuer, die jeden gleich hart triftt oder eine Steuer, die von jedem denselben Geldbetrag erhebt?

Dann hat wohl jedes Gebäude, das ich von meiner Wohnung sehen kann keinen Wert.
Halt: Der Telekom-Funkturm und der Baumarkt ganz hinten sind tatsächlich nach-DDR. Die drei Schulen z.B. aber nicht.
Das mag ja sein, wenn man sich aber mal den Zustand dieser Gebäude in Erinnerung ruft im Jahr 1989, dann dürfte der wahre Wert der meisten Gebäude nicht mehr sehr hoch gewesen sein. Gleiches gilt doch für fast die gesamte Infrastruktur der DDR, brauchbar waren doch nur Teile in der Vorzeige-Stadt Berlin, der Rest des Landes war doch weitgehend sanierungsbedürftig.

Marty
 
Wieso, das hat doch schon mal funktioniert, bis das BverfG die Steuer quasi abgeschafft hat
Hat es gar nicht. Immobilien wurden gegenüber anderem Vermögen besser behandelt und hätten höher besteuert werden müssen. Außerdem muss die Vermögenssteuer aus den Erträgen des Vermögens zu bestreiten sein und soll nicht die Substanz angreifen, was z.B. bei selbst genutzten Immobilien nicht der Fall ist -> Steuersatz 0%. Bei dem derzeitigen Zinsniveau um die 1% p.a. wäre also maximal eine Vermögenssteuer von 0,25% auf Geldvermögen möglich und nicht mehr der historische Wert von 1%. Wenn man die Inflation berücksichtigt müsste der Satz sogar negativ sein. Der Staat darf auch insgesamt nicht mehr als 50% der Erträge abschöpfen. klick
Dass die Substanz besteuert wird verbietet sich schon wegen des Rechts auf Eigentum.
 
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Die ganzen Erträge werden doch schon besteuert, Mieteinnahmen, Zinserträge etc. unterliegen doch schon Steuern, zumindest in Deutschland. Für mich greift eine Vermögenssteuer da, wo Geld an Orten "geparkt" wird, wo es eben für den deutschen Fiskus nur schwer ertragsorientiert zu besteuern ist.

Ich wusste aber nicht, dass das Verfassungsgericht tatsächlich nur eine Besteuerung bis zur Höhe des erzielten Ertrags zulässt. Damit wäre eine Vermögenssteuer, wie ich sie mir vorstelle, nicht möglich. Und auch so Themen wie "Schwundgeld".

Marty
 
Hallo,

Die Engländer sind schon immer eingebildete ausputzende Rotröcke, die werden sich mit ihrem Naziprinzen ja auch nie ändern. Kein Cent für England! Freiheit für Schottland und Irrland.

Gruß Friedolin :mrgreen:

Hallo phip,

Stimmt, die Politiker werden ja vom eigenen Volk gewählt. So haben sie auch zu arbeiten. Etwas zu den Russen, (den Politikern) es sind immer noch hausgemachte Stalinisten, wie die Engländer nicht über ihren Rotrockschatten springen können.

Gruß Friedolin
:evil:
 
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Die ganzen Erträge werden doch schon besteuert, Mieteinnahmen, Zinserträge etc. unterliegen doch schon Steuern, zumindest in Deutschland.
Eben, das kannst aber noch weiter spinnen: Wenn man jetzt für die selbst genutzte Immobilie einen Ertrag in Höhe einer vergleichbaren Miete abzüglich Kosten und Vorsteuer annimmt, den sie ja nicht hat und tatsächlich nur Abschreibungen vorgenommen werden müssen, könnte man darauf eine Steuer erheben. Ein Vermieter kann die Steuer aber leicht auf die Miete umlegen. Die Steuer würde dann von Mietern und Eigenheimbesitzern gezahlt, nicht aber von Vermietern, die meistens das große Vermögen haben, und damit von einer solchen Steuer begünstigt würden.
Jetzt ist auch klar warum eine Umsatzsteuererhöhung fairer ist.

Für mich greift eine Vermögenssteuer da, wo Geld an Orten "geparkt" wird, wo es eben für den deutschen Fiskus nur schwer ertragsorientiert zu besteuern ist.
Dieses Vermögen wird sich auch weiterhin einer Besteuerung entziehen.
 
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Ein Vermieter kann die Steuer aber leicht auf die Miete umlegen. Die Steuer würde dann von Mietern und Eigenheimbesitzern gezahlt, nicht aber von Vermietern, die meistens das große Vermögen haben, und damit von einer solchen Steuer begünstigt würden.
Ist das heute anders? Vermieter müssen auch heute schon von ihren Mieteinnahmen Steuern zahlen und dies in den Mieten schon berücksichtigt ist. Im Gegensatz zu einer Vermögenssteuer kann ein Vermieter bei den Ertragssteuern aber eine Menge Dinge als Kosten absetzen und so seine Steuerlast drücken.

Es ist möglich, Immobilienvermögen aufzubauen, ohne für die Erträge Steuern zahlen zu müssen. Abschreibungen, Zinszahlungen und andere Kosten drücken den zu versteuernden Ertrag gegen 0, während man trotzdem auf dem Konto einen Überschuss erwirtschaftet.

Jetzt ist auch klar warum eine Umsatzsteuererhöhung fairer ist.
Welche Umsatzsteuer würde ein Vermieter denn zahlen? Beim Immobilienkauf fällt keine an, bei der Wohnraumvermietung auch nicht. Bei der Anlage in Fonds, Aktien etc. ebenfalls nicht. Besteuert wird nur der Konsum, wer nicht konsumiert, zahlt keine Steuern. Und gerade der Konsum ist wichtig für den Wirtschaftskreislauf, oder?

Dieses Vermögen wird sich auch weiterhin einer Besteuerung entziehen.
Der Versuch wird da sein, und wenn man die Strafen entsprechend festlegt, dann wird das Risiko der Hinterziehung auch höher.

Warum sich Steuersünder mit ein paar Euro freikaufen können, verstehe ich nicht. Hinterzogene Steuern auf Vermögen sollten als Strafe den Entzug des Vermögens haben.

Marty
 
Es ist möglich, Immobilienvermögen aufzubauen, ohne für die Erträge Steuern zahlen zu müssen. Abschreibungen, Zinszahlungen und andere Kosten drücken den zu versteuernden Ertrag gegen 0, während man trotzdem auf dem Konto einen Überschuss erwirtschaftet.
Dieser vermeintliche Überschuss dürfte den Abschreibungen entsprechen und für zukünftige Reparaturen benötigt werden.

Welche Umsatzsteuer würde ein Vermieter denn zahlen? Beim Immobilienkauf fällt keine an, bei der Wohnraumvermietung auch nicht. Bei der Anlage in Fonds, Aktien etc. ebenfalls nicht. Besteuert wird nur der Konsum, wer nicht konsumiert, zahlt keine Steuern. Und gerade der Konsum ist wichtig für den Wirtschaftskreislauf, oder?
Frag mal die Griechen wo sie der übermäßige Konsum auf Pump hin gebracht hat.
Beim Immobilienkauf fällt keine USt an, aber Grunderwerbssteuer und beim Bau und bei Renovierungen fällt USt an. Wird aber auch auf die Miete umgelegt.
 
Dieser vermeintliche Überschuss dürfte den Abschreibungen entsprechen und für zukünftige Reparaturen benötigt werden.
Nein, eher nicht. Bei 50 Jahren Abschreibungsdauer würde das bedeuten, man muss ein Haus/Wohnung alle 50 Jahre komplett neu bauen. Die tatsächlichen Kosten liegen darunter. Wenn es sich nicht lohnen würde, würde es ja niemand machen.

Frag mal die Griechen wo sie der übermäßige Konsum auf Pump hin gebracht hat.
Ich gehe von dem Konsum durch Auflösung von Ersparnissen aus, in wie fern ist das vergleichbar mit Konsum auf Pump?
Beim Immobilienkauf fällt keine USt an, aber Grunderwerbssteuer und beim Bau und bei Renovierungen fällt USt an. Wird aber auch auf die Miete umgelegt.
Die Grunderwerbssteuer war in NRW bis Ende September bei 3,5%, also nicht wirklich bemerkenswert. Und die Umsatzsteuer beim Bau ist bei älteren Gebäuden vor x Jahren vielleicht mal angefallen, für Eigenleistungen dann auch wieder nicht...

Für mich alles nicht vergleichbar mit den Steuern, die auf andere Dinge erhoben werden.

Warum werden z.B. Zinserträge mit max. 25% besteuert, Erträge aus Arbeit aber mit bis zu 45%, was soll diese Deckelung? Warum kann ich Steuern auf Kapitalerträge in Niedrigsteuerzeiten verlegen (z.B. bis zur Rente aufschieben), Erträge aus Arbeit aber nicht?

Marty
 
Warum werden z.B. Zinserträge mit max. 25% besteuert, Erträge aus Arbeit aber mit bis zu 45%, was soll diese Deckelung? Warum kann ich Steuern auf Kapitalerträge in Niedrigsteuerzeiten verlegen (z.B. bis zur Rente aufschieben), Erträge aus Arbeit aber nicht?
Stimmt doch nicht. Bei Dividenden ergibt sich ein Steuersatz von über 40% selbst bei geringen Einkünften. Gewerbesteuer + Körperschaftssteuer + Abgeltungssteuer und Soli dazu. Arbeit wird viel zu gering besteuert.
 
Stimmt doch nicht. Bei Dividenden ergibt sich ein Steuersatz von über 40% selbst bei geringen Einkünften. Gewerbesteuer + Körperschaftssteuer + Abgeltungssteuer und Soli dazu. Arbeit wird viel zu gering besteuert.
Gewerbesteuer und Körperschaftssteuer müssen die Unternehmen auch auf Arbeitsentgelder zahlen. Ist also neutral. Soli wird auch bei Arbeitseinkommen gezahlt, also auch neutral.
Bleibt: Kapitalerstagsteuer auf der einen Seite.
Einkommensteuer und Sozialbeiträge auf der anderen.
 
Stimmt doch nicht. Bei Dividenden ergibt sich ein Steuersatz von über 40% selbst bei geringen Einkünften. Gewerbesteuer + Körperschaftssteuer + Abgeltungssteuer und Soli dazu. Arbeit wird viel zu gering besteuert.
Diese Vermischung von unterschiedlichen Steuern auf unterschiedliche Messgrössen ist nicht korrekt.

In der Theorie kann ein Unternehmen Dividende auszahlen, ohne Gewerbe- oder Körperschaftssteuer zu zahlen. Genauso kann es vorkommen, dass ein Unternehmen gar keine Dividende zahlt und trotzdem Gewerbe- und Körperschaftssteuer.

Die Abgeltungssteuer ist also mit diesen beiden Steuern nicht direkt bezugsfähig.

Sonst könnte ich diese bei einem Einkommen aus Arbeit, welches evtl. einen erfolgsorientierten Anteil hat, ebenfalls mitrechnen.

Und bei Zinserträgen wird dann die Argumentation ganz dünn. Und bei der Steuerverschiebung kommt dann nichts mehr.

Marty
 
In der Theorie kann ein Unternehmen Dividende auszahlen, ohne Gewerbe- oder Körperschaftssteuer zu zahlen. Genauso kann es vorkommen, dass ein Unternehmen gar keine Dividende zahlt und trotzdem Gewerbe- und Körperschaftssteuer.
Das musst mir jetzt aber belegen.

Und bei Zinserträgen wird dann die Argumentation ganz dünn. Und bei der Steuerverschiebung kommt dann nichts mehr.
Zinserträge mindern sich durch Inflation, ist zwar keine Steuer, landet aber trotz dem beim Staat.

Gewerbesteuer und Körperschaftssteuer müssen die Unternehmen auch auf Arbeitsentgelder zahlen. Ist also neutral.
Nein, diese Steuern werden auf dem Gewinn erhoben und Arbeitsentgelte zählen zu den Kosten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das musst mir jetzt aber belegen.
Was? Das Unternehmen keine Ertragssteuern zahlen (weil sie keinen Gewinn gemacht haben), aber trotzdem Dividende ausschütten können? Oder dass sie durch Verlustvorträge dazu in der Lage sind?

Zinserträge mindern sich durch Inflation, ist zwar keine Steuer, landet aber trotz dem beim Staat.
Davon dürfte Arbeitseinkommen weit mehr beeinflusst werden.

Marty