News EU-Kommission bedauert Schweizer Einwanderungsentscheidung

"Müssen"? :LOL: Man könnte diese Aussage auch umdrehen. Ich bezweifele, dass sich die EU von der Schweiz Bedingungen zu ihrem Nachteil diktieren lassen wird...
Da wird sich ein neuer Konsens finden, es ist ja nicht so dass kein Ausländer mehr in die Schweiz darf. Und wie die Begrenzung nachher aussieht weiß jetzt auch noch kein Mensch. Vllt wird es für EU-Ausländer gar keine Begrenzung geben.
Die EU kann es sich gar nicht leisten die Schweiz auszugrenzen.
 
@all: Ich habe nichts gegen die Personenfreizügigkeit, das wäre eine gute Idee. Aber warum dürfen wir nicht festlegen, dass wir irgendwo eine obere Grenze haben? Ja, wir haben Angst vor Überfremdung, mit und vielen anderen ist es nicht wohl beim Gedanken, dass jeder Vierte, dem man über den Weg läuft, nicht von hier ist. Nichts gegen all diese Leute, das sind anständige nette Leute (zumindest nicht weniger als wir das selber sind ;)), aber es ist doch unser Recht, zu sagen, irgendwann wird es uns einfach zu viel.

Schon klar, die EU wird sich nichts diktieren lassen, aber gleichzeitig kann man doch von einem kleinen Land, das offensichtlich stolz auf ihre Unabhängigkeit ist, nicht die eigene Meinung verbieten! Und dann kündigt man halt die Verträge und verhandelt sie neu, dann musste es so geschehen.

Oder wer geht in ein anderes Land, wenn grad zufällig für den Rest der Familie kein Platz ist?
Oder in ein Land, wo die Ausländer dran Schuld sind, dass die Busse überfüllt sind?
Die Aussage ist nicht, die Ausländer seien Schuldd aran, dass die Busse (nun ja, eigentlich Züge) überfüllt sind, sondern, dass wenn es so weiter geht, die öV wegen der Zuwanderung überfüllt sind. Das ist wohl ein Unterschied.
Und die andere Frage: Darüber zu diskutieren, wie weit das zu stimmen vermag, macht zurzeit keinen Sinn. Aber mir ist immer aufgefallen, dass gerade aus dem näheren EU-Raum häufig sowieso nur einzelne Personen zuzogen.
 
Vllt wird es für EU-Ausländer gar keine Begrenzung geben.
Portugiesen, Deutsche und Italiener stellen die größten Gruppen der Zuwanderer...

Die EU kann es sich gar nicht leisten die Schweiz auszugrenzen.

Wieso? Die Schweiz ist kein Weltmarkt, anrüchig wg. ihrem Bankensystem, und an Importen aus der Schweiz hängt die EU auch nicht. Was macht die Schweiz so wichtig, dass sie einseitig solche Verträge aufkündigen könnte?
 
Aber warum dürfen wir nicht festlegen, dass wir irgendwo eine obere Grenze haben?

Dürft ihr doch, hat und will Euch doch keiner verbieten.

Schon klar, die EU wird sich nichts diktieren lassen, aber gleichzeitig kann man doch von einem kleinen Land, das offensichtlich stolz auf ihre Unabhängigkeit ist, nicht die eigene Meinung verbieten!

Macht doch keiner.

Schon klar, die EU wird sich nichts diktieren lassen, aber gleichzeitig kann man doch von einem kleinen Land, das offensichtlich stolz auf ihre Unabhängigkeit ist, nicht die eigene Meinung verbieten! Und dann kündigt man halt die Verträge und verhandelt sie neu, dann musste es so geschehen.

Joo.
Dann muss halt die Schweiz damit leben, dass der freie Marktzugang zur EU weg ist.
Sollte doch kein Problem sein, oder?
Ist ja nicht unsere Arbeitslosenquote die ansteigt.

Die Aussage ist nicht, die Ausländer seien Schuldd aran, dass die Busse (nun ja, eigentlich Züge) überfüllt sind, sondern, dass wenn es so weiter geht, die öV wegen der Zuwanderung überfüllt sind. Das ist wohl ein Unterschied.

Im wesentlichen ist es Schwachsinn.
Wenn ein Wirtschaftsstandort wächst, weil es der Industrie gut geht, womit Wohlstand verbunden ist, dann kann es durchaus Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt oder das Verkehrssystem geben.
Ursächlich ist da aber der wachsende Wohlstand, nicht die Zuwanderung.
Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist nämlich dem Wirtschaftswachstum geschuldet.

gruss kelle!
 
Ich zitiere mal die SwissElectric:

"Als strategisches Ziel für das Verhältnis der Schweiz mit der EU im Strombereich sollte die Schweiz einen
gemeinsamen europäischen Strommarkt anstreben.
Er ermöglicht der Schweiz einen freien Stromverkehr und damit gleiche Marktchancen der Schweizer Stromwirtschaft gegenüber der Konkurrenz in der EU. Die Schweiz wäre in den europäischen Gremien ENTSOE und ACER vertreten und könnte so auch bei der Weiterentwicklung künftiger technischer
Grundlangen mitbestimmen. Sie wäre auch automatisch an neuen Entwicklungen in der EU dabei. Auch die Versorgungssicherheit wird mit einer Integration gestärkt und ein gemeinsamer Strommarkt wirkt
dämpfend auf die Strompreise.

Im Gegensatz dazu wäre bei einem Alleingang der Schweiz der freie Stromverkehr gefährdet. Ein Alleingang wäre auch unserer Versorgungssicherheit abträglich. Zudem würde die Gefahr von Retorsionsmassnahmen seitens EU gegenüber dem „Drittland“ Schweiz – z.B. in Form einer Im- und/oder Exportgebühr an der Grenze - bestehen bleiben.
Die LTC sind auch bei einem Alleingang der Schweiz nicht wirklich gesichert."

Quelle: https://www.swisselectric.ch/upload/cms/user/Hintergrundnotiz_Stromabkommen.pdf

Die Verhandlungen dazu wurden gerade auf Eis gelegt.

Jetzt kann ja mal DocTrax exemplarisch zeigen, warum wir weiter mit der Schweiz verhandeln sollen.
Nachteile entstehen im konkreten Fall nur der Schweiz.

gruss kelle!
 
Wieso? Die Schweiz ist kein Weltmarkt, anrüchig wg. ihrem Bankensystem, und an Importen aus der Schweiz hängt die EU auch nicht. Was macht die Schweiz so wichtig, dass sie einseitig solche Verträge aufkündigen könnte?
Die Schweiz ist der wichtigste Gläubiger der EU und von deshalb sagt die Schweiz wo es lang geht. Den Euro gäbe es ohne die Schweiz nicht mehr.

Die Schweizer waren schon immer renitent. Die Schweiz wurde ja gegründet nach dem man die österreichischen Vögte davon gejagt hatte. Das ist schweizer Kultur.
 
*verschwör*

Die schweizer Wirtschaft gäbe es ohne die Kopplung des Franken an den €uro nicht mehr.

So wird ein Schuh draus.

gruss kelle!
 
Die Schweiz ist der wichtigste Gläubiger der EU und von deshalb sagt die Schweiz wo es lang geht.
Ach, die Schweiz regiert uns? :ugly:

Die Schweizer waren schon immer renitent.
Und haben sich schon immer die Rosinen rausgepickt (Nazigold ja, aber sonst neutral / Steuerflüchtlinge ja, aber Armutsflüchtlinge nein).

Letztendlich ist das ein dämlicher Schwanzvergleich (hier). Sowohl Schweiz als auch die EU werden ein Interesse haben, zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen. Denn beide Seiten profitieren voneinander. Und nur weil ein kleiner Teil der Schweizer Bevölkerung sich für die Begrenzung entschieden hat, sollte man auch nicht von Sanktionen und Bestrafung sprechen. Löst keine Probleme und spielt nur den Rechtspopulisten in die Hände.
 
Und nur weil ein kleiner Teil der Schweizer Bevölkerung sich für die Begrenzung entschieden hat, sollte man auch nicht von Sanktionen und Bestrafung sprechen. Löst keine Probleme und spielt nur den Rechtspopulisten in die Hände.
Ein kleiner Teil? Immerhin eine Mehrheit. Und was würdest du denn vorschlagen, die Meinung es Volkes ignorieren? Eine Lösung wird man finden, das stimmt, aber der kleine Teil ist nun mal die Mehrheit jener 50-60%, die an die Urne gingen und ich denke, unter denen, die nicht abstimmen gingen, wäre es deutlich klarer die Mehrheit, aber das ist eine blosse Vermutung, zugegeben :D

Ist ja nicht unsere Arbeitslosenquote die ansteigt.
Und auch dann sind wir noch unter dem Durchschnitt!

Ursächlich ist da aber der wachsende Wohlstand, nicht die Zuwanderung.
Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist nämlich dem Wirtschaftswachstum geschuldet.
Ja, schon. Und die Wirtschaft wächst nicht unendlich weiter - wer erklärt dann nach 3, 4, 5 Jahren den Leuten: Du musst leider gehen, du warst zwar 5 Jahre hier, aber jetzt wollen wir dich nicht mehr. Oder die Alternative wäre, dass dann die Arbeitslosenquote steigt, und zwar massiv!

Ich habe einfach keine Lust, mich allzusehr in eine EU zu integrieren, weil mir das Konzept nicht passt. Ich will mir doch nicht von ein paar Leuten aus Brüssel sagen lassen, was ich zu tun und zu lassen haben? Und ich will nicht die Verantwortung übernehmen, wenn dieses Konzept in die Hose geht. Ein Szenario, das ich nicht für gänzlich unwahrscheinlich halte. Vielleicht sind wir Schweizer Eigenbrötler, wie man es abundzu liest, aber was solls?

Und übrigens, wie lange hat es gedauert, bis die Nachbarländer endlich überhaupt anfingen, die Zubringer für die NEAT zu bauen? Manchmal habe ich das Gefühl, die Regierungen einzelner Länder halten sich für perfekt oder schliessen die Augen.
 
Die Standardeinstellung hier im Forum. Wird zumindest immer nach Wählen hierzulande aufs Tapet gebracht...

... Fakt ist demnach aber, dass der klaren Mehrheit der Schweizer die Zuwanderung herzlich wurscht ist :LOL:
 
@ dem Schweizer hier du brauchst dich vor den EU - Birnen hier nicht rechtfertigen. Die Schweiz hat richtig entschieden und die Schweiz hat eins gezeigt im Kampf Nationalstaat gegen die antidemokratische EU hat der Nationalstaat gewonnen und das wird er auch in Zukunft.


Und über wirtschaftliche Nachteile muss sich die Schweiz keine Gedanken machen lange wird es die EU nicht mehr geben.


Wie sagt man immer bei uns Darkkurt wer nicht zur Bundestagswahl geht schließt sich automatisch der Mehrheit an. So kann man das bei dieser Volksabstimmung dann auch sagen.
 
Die Standardeinstellung hier im Forum. Wird zumindest immer nach Wählen hierzulande aufs Tapet gebracht...
Hmm, dann hat halt das Forum eine komische Standardeinstellung :LOL: Dann hätte es seit vielen Jahren weder Gesetzesänderungen noch sonst was gegeben. Wir hätten auch kein Frauenstimmrecht übrigens, usw. Ich denke, diese "Standardeinstellung" ist hier tatsächlich nicht im geringsten haltbar :roll:

... Fakt ist demnach aber, dass der klaren Mehrheit der Schweizer die Zuwanderung herzlich wurscht ist :LOL:
Stimmt auch nicht, woher willst du das wissen? Es gibt noch die, die sich nicht die Mühe machen, sich darum zu kümmern, mir unverständlich, denn wenn man sie fragt, was sie denken, haben sie dann doch eine Meinung. Erstaunlich, nicht wahr? ;) Und doch sind es sehr viele... Aber das ist ein anderes Thema - auf jeden Fall wäre ich nicht dagegen, wenn Abstimmen wieder Pflicht wäre, für unentschlossene gäbe es ja immer noch die leere Stimmabgabe.

@Manegg: :yes:
 
Ein kleiner Teil? Immerhin eine Mehrheit. Und was würdest du denn vorschlagen, die Meinung es Volkes ignorieren? Eine Lösung wird man finden, das stimmt, aber der kleine Teil ist nun mal die Mehrheit jener 50-60%, die an die Urne gingen
DAS meine ich mit kleiner(er) Teil: Es ist eine (knappe) Mehrheit der 55%, die an der Wahl teilgenommen haben. Letztendlich hat diese Mehrheit für die Schweiz entschieden, aber deswegen von DEN Schweizern sprechen oder gar auf sie "einprügeln", halte ich, obwohl ich wenig Sympathien gegenüber den Schweizern habe, für ungerechtfertigt.

Und was soll ich groß vorschlagen? Die schweizer Regierung hat doch jetzt das Problem einen Kompromiss zwischen der Vorgabe durch den Entscheid und dem Interesse, weiterhin die EU als Partner zu haben, zu finden. Ich hoffe nur, dass dies sachlich geschieht.
 
Es ist eine (knappe) Mehrheit der 55%, die an der Wahl teilgenommen haben. Letztendlich hat diese Mehrheit für die Schweiz entschieden, aber deswegen von DEN Schweizern sprechen oder gar auf sie "einprügeln", halte ich, obwohl ich wenig Sympathien gegenüber den Schweizern habe, für ungerechtfertigt.
Und findest du es ungerechtfertigt, bloss weil nicht ganz 50% nein sagten, oder weil du uns unsere eigene Meinung gönnst? ;) Aber ja, es ist jetzt nun mal knapp ausgegangen, ein anderes Mal wird es knapp in die andere Richtung ausgehen vielleicht, so kommt man aber trotzdem irgendwie auf einen gemeinsamen Nenner. Ich verstehe aber nun jene Leute nicht, die demonstrierten, denn was wollen sie uns sagen? Dass sie anderer Meinung sind? Das wissen wir, das akzeptieren wir, aber es gibt ja wohl keine bessere Demonstration als das Resultat, dass sie in einer - wenn auch kleinen Minderheit sind.

Die schweizer Regierung hat doch jetzt das Problem einen Kompromiss zwischen der Vorgabe durch den Entscheid und dem Interesse, weiterhin die EU als Partner zu haben, zu finden. Ich hoffe nur, dass dies sachlich geschieht.
Nein, sie sucht nicht einen Kompromiss zwischen Entscheid und dem Interesse, weiterhin die EU als Partner zu haben. Ein Kompromiss wäre ein Entgegenkommen der verschiedenen Ziele. Der Entscheid ist gegeben (klar er ist etwas lasch formuliert, aber das ist auch gut so), an dem ist nichts zu ändern. Nun muss das Interesse, weiterhin die EU als Partner zu haben, so gut wie möglich dazukombiniert werden. Und ich bin überzeugt, dass dies sachlich geschehen wird, wenn sich die Wogen mal geglättet haben.

PS: Wir werden auch ohne deine Sympathien überleben :ugly:
 
Nun muss das Interesse, weiterhin die EU als Partner zu haben, so gut wie möglich dazukombiniert werden. Und ich bin überzeugt, dass dies sachlich geschehen wird, wenn sich die Wogen mal geglättet haben.

Ist jetzt nur die Frage, was die Schweiz zu den Verhandlungen mitbringen kann/will.

Das Thema Freizügigkeit ist in der EU (zum Glück) ein Tabuthema. Egal ob Seehofer oder Cameron, wer versucht daran zu drehen, er kommt nicht weit.

Warum sollte die EU dann für die Schweiz eine Ausnahme machen?

Und auf welche Vorteile verzichtet die Schweiz dann?
Den leichten Zugang zum EU-Binnenmarkt?
Den Zugang zu den innereuropäischen Verkehrsmärkten?

gruss kelle!
 
Die schweizer Wirtschaft gäbe es ohne die Kopplung des Franken an den €uro nicht mehr.
Blödsinn. Die SNB hat nur lange gezögert bevor sie Franken gedruckt hat und die Euros, die sie für die Franken bekommen hat, stecken jetzt in EU-Staatsanleihen. Die Schweiz hält mindestens 15% der deutschen Staatsschulden und ist für den niedrigen Zinssatz von deutschen Anleihen verantwortlich. Die Schweiz hätte übrigens nicht unbedingt deutsche Anleihen kaufen müssen.
 
Die SNB hält verdammt hohe Devisen Bestände an Euro wenn die EU mir wenn ich die Schweiz wäre dumm kommt, dann wüsste ich genau wie ich den den Zahn ziehen würde, dann fliegt der Euro Schrott auf dem Markt und bringt den Euro mal wieder unter Druck dann kann die EZB schön wieder ihr Mandat überschreiten und die Bazooka rausholen *lach*