Soziales Empfänger von Sozialhilfe sollen Zuschuss (36 Euro) zu Weihnachten bekommen

Macht nach der o.g. Rechnung noch 2061 Euro ...
Für 5 Köpfe sicherlich nicht viel aber trotzdem nochmal der Vergleich zum alleinverdienenden Familienvater mit 3 Kindern ... :roll:

Der alleinverdienende Familienvater muss also 1599 Euro netto verdienen.

Das wären knapp 2150 Euro brutto im Monat, kein Weihnachtsgeld, kein Urlaubgeld.

Das ist nicht wirklich viel Einkommen, welches man haben müsste, damit es einem besser geht.

Marty
 
:yawn:

Ist doch eine müßige Diskussion.

Und auch wenn es einige nicht wissen (wollen) - ich muss jetzt nicht mal in die Tiefe gehen und raussuchen welche Jobs eine nettogehalt von 1600 € oder weniger bringen. Die gibts nämlich auch...

Aber das ganze führt doch wieder in eine Neiddebatte, nach dem motto "Der bekommt, und ich arbeite und bekomme nicht". Das es nicht komplett gerecht zugeht im Leben dürfte ja bekannt sein.

Davon ab, bin ich noch immer der Meinung das jeder Fall spezifisch behandelt werden muss. Und da sind dann spezifische Förderungen genauso drin wie spezifische Einschnitte wenn jemand keinen bock auf einen Job hat der seinen Qualifikationen annähernd entspricht.
 
Außerdem wäre mir neu, daß HH-Vorstand und Partner denselben Satz bekommen. In der Regel bekommt der HH-Vorstand 345,- Euro und der Partner einen gekürzten Satz.

Das ist aber so ! beide bekommen nur 90% ( 311 Euro )
Als es noch Sozialhilfe gab war das anders, da hat der HH 100% bekommen und der Partner 90%.
Das aber hat sich seit ALG II aber geändert.
Ebenso gibt es nicht mehr den "Freibetrag" des Kindergeldes welcher anrechnungsfrei bleiben musste den es bei Sozialhilfe noch gab.
 
Aber das ganze führt doch wieder in eine Neiddebatte, nach dem motto "Der bekommt, und ich arbeite und bekomme nicht". Das es nicht komplett gerecht zugeht im Leben dürfte ja bekannt sein.
Ist das nicht überall so bei uns? Was meinst Du, warum soviele nicht über ihr Gehalt reden wollen? Die einen haben Angst, weniger als andere zu bekommen und deshalb als minderwertig betrachtet zu werden und die anderen haben Angst, weil sie vielleicht mehr bekommen als andere und deshalb die anderen neidisch sind.

Nirgends werden Menschen so nach ihrem Einkommen und Bezügen klassifiziert und eingeteilt wir bei uns. Es geht nicht primär um Leistung, es geht dabei meist nur um die Entlohnung. Ein Manager "hat es zu was gebracht", weil er viel verdient und die Krankenschwester in der Nachtschicht "hat nichts drauf", weil sie ja sowenig verdient. Und danach geht auch die Stellung in der Gesellschaft. Traurig ist das.

Ein Hartz IV Empfänger gehört immer zur untersten Stufe, ganz egal, was er in seinem Leben schon geleistet hat und ganz egal, welche Leistungen er auch ohne "feste Anstellung" erbringt, er wird niemals gesellschaftlich "aufsteigen" können, Hartz IV ist immer ein Abstieg.

Marty
 
Um mal wieder etwas reißereische Polemik ins Spiel zu bringen: Ich bin dafür, dass Hartz IV sofort gänzlich ersatzlos abgeschafft wird, sobald es für jeden arbeitsfähigen Arbeitslosen eine (wenigstens im Ansatz) passende Stelle gibt. Solange das nicht ist, bin ich dafür, dass Hartz IV noch angehoben wird, weil 345 Euro zuzüglich einem Großteil der Miete aus meiner Sicht sehr knapp bemessen sind und kein Spiel für eine private Rentenversicherung, Reparaturen oder dergleichen lassen.

Ich will jetzt gar nicht dazu aufrufen, dass mir wieder irgendwelche Überlebenskünstler wagemutig vorrechnen, dass sie von 345 Euro noch 100 Euro sparen können. Ich würde jedenfalls mit diesem Geld in Berlin kaum überleben können.

Gruß,
Photon
 
, sobald es für jeden arbeitsfähigen Arbeitslosen eine (wenigstens im Ansatz) passende Stelle gibt.

Nur woher sollen die Stellen kommen ? Überall wird alles effizienter und Maschienen ersetzen Arbeitskräfte. Den Konsum kann man nun auch nicht grenzenlos ausbauen...

Ich will jetzt gar nicht dazu aufrufen, dass mir wieder irgendwelche Überlebenskünstler wagemutig vorrechnen, dass sie von 345 Euro noch 100 Euro sparen können. Ich würde jedenfalls mit diesem Geld in Berlin kaum überleben können.

Gruß,
Photon


Du denkst nur das Du nicht kannst ;) . Sicher kannst Du auch glücklich sein das du nicht mußt. Aber im Grunde kann es jeder der bereit ist auf ne Menge Lebensqualität zu verzichten bzw. lernt die preisgünstigen Möglichkeiten besser zu nutzen.

Aber naja ich bin ehrlich gesagt das es nicht mehr ist, denn umso mehr es wäre umso mehr würd ich mich innerlich über meine "Dummheit" ärgern überhaupt noch arbeiten zu gehn :ugly:
 
Nur woher sollen die Stellen kommen ? [...]
Gute Frage. Keine Ahnung :)

[...] Aber naja ich bin ehrlich gesagt das es nicht mehr ist, denn umso mehr [...] würd ich mich innerlich über meine "Dummheit" ärgern überhaupt noch arbeiten zu gehn :ugly:
Echt? Also wenn ich genug verdiene (das bedeutet nicht, dass ich mir Gehälter wie ein Mannesmann-P*nner vorstelle), dass ich gut leben und auch einen Hauch von Luxus leisten kann, bin ich zufrieden. Aber von 345 kann man vielleicht bestenfalls überleben, ich glaube, nicht mal das könnte ich. Zumal ja die 345 Euro nicht voll übrig bleiben. Warmwasser (also die Erwärmung des kalten Wassers) zahlt der Empfänger von den 345 Euro zuzüglich Strom, Telefon und Versicherungen. Und vom Rest dann Essen, Trinken, Kleidung, Arztkosten, Medikamentenzuzahlungen, ...? Würde bei mir nie und nimmer funktionieren. Und dann bekommt man wohl auch die Bewerbungskosten rückerstattet - wovon soll man es denn vorauslegen?

Also ich komme mit 1000 Euro pro Monat klar (incl. allem, wie Miete, Strom, Telefon, Internet, ...). Wenn ich noch wirklich auf alles "luxuiöse" verzichte, vielleicht auch mit 900 Euro. Darunter geht nichts. Ich bekäme aber nur ca 600 Euro im Fall von Hartz IV, da müsste ich bei den Tafeln einkaufen oder in der Pennerküche essen gehen.

Witzig finde ich nur, dass jetzt darüber debattiert wird, HARTZ IV zu ändern. Aber nicht etwa den Leistungssatz, sondern den Namen *lach* Schließlich ist der Peter ja fortan kein löbliches Vorbild mehr und jetzt verpulvert man einige Zehn- oder Hunderttausend Euro mit Debatten im Bundestag bis man einen neuen Namen für das gleiche Gesetz gefunden hat. Viva Alemagne! *kopfschüttel*

Gruß,
Photon
 
Aber von 345 kann man vielleicht bestenfalls überleben, ich glaube, nicht mal das könnte ich. Zumal ja die 345 Euro nicht voll übrig bleiben. Warmwasser (also die Erwärmung des kalten Wassers) zahlt der Empfänger von den 345 Euro zuzüglich Strom, Telefon und Versicherungen. Und vom Rest dann Essen, Trinken, Kleidung, Arztkosten, Medikamentenzuzahlungen, ...? Würde bei mir nie und nimmer funktionieren. Und dann bekommt man wohl auch die Bewerbungskosten rückerstattet - wovon soll man es denn vorauslegen?

Ok, Strom, Essen, Trinken, Kleidung und Arzt sehe ich als lebensnotwendig an, daran darf auch auf keinen Fall gespart werden. Aber Telefon schlägt mit sagen wir mal maximal 30€ pro Monat rein und das Thema Versicherungen mag ich gerne aussen vorlassen, aber soviel: Privathaftpflicht und Riester verstehe ich noch, aber der Rest ist unnötiger Luxus. Beides zusammen würde für einen HartzIV-Empfänger 10€ pro Monat kosten.
 
Ich habe ja schon monatlich etwa 55 Euro Stromkosten

Telefon und Internet schlagen ebenfalls mit etwa 50 Euro zu Buche

Sorry fürs Klugscheissen aber 55 Euro Stromverbrauch (als Single ?) finde ich schon extrem heftig.
Unser 2-Personen-Haushalt zahlt 31 Euro pro Monat und das ist schon der 100%-Ökostrom.

Und 50 Euro in Berlin (war doch richtig ?) für Telefon und Internet ist auch extrem viel.
Sicherlich eine Frage der Verfügbarkeit aber bei Alice bekommst Du das "Rundum-Sorglos-Paket" für 39,90 Eur/Monat.
 
[...]Wuppertal -> 40 Euro, behelfsweise Fahrrad = 0 Euro. Und für die notwendigsten Fahrten Einzeltickets. Wie gesagt -> nicht schön, kein Luxus, aber machbar.
Ich muss nach Wuppertal ziehen! :)

Also bei uns ist alles in Zonen eingeteilt: A, B und C. A ist wohl nur Innenstadt, B gesamt Berlin und C das Umland. Da man sich nicht mehr nur darauf verlassen kann, innerhalb von Berlin einen Job zu bekommen, habe ich natürlich die Monatskarte für ABC veranschlagt, AB würde "nur" 65 Euro kosten.

[...] Ich fände es für die, die Hartz IV finanzieren, nicht gut, wenn jeder, der Vermögen hat, trotzdem Hartz IV bekommt.
[...]
Als Selbständiger sollte man während der Selbständigkeit vorsorgen. Wer das nicht macht, der sollte einen auf den Deckel bekommen.
[...]
Du bist also selbständig und gibst Dein gesamtes Einkommen sofort aus? Keine Rücklagen?
Wie Du siehst, müsste ich mein Erspartes erst aufbrauchen, bevor ich überhaupt Anspruch auf Hartz IV hätte. Da es nur selten Arbeitgeber gibt, die ehemalige Selbstständige einstellen (der Mecker- und Selbstbewusstseins-Faktor wahrscheinlich), müsste ich in meinem Fall wahrscheinlich davon ausgehen, länger als 6 Monate arbeitslos zu sein, im schlimmsten Fall müsste ich eine Stelle antreten, die schlecht bezahlt ist, um überhaupt irgendwas zu haben und mir einen Anspruch auf ALG I zu erarbeiten.

Naja, noch brennt nichts akut, aber es könnte mich auch gut treffen und ehrlich gesagt macht sich da doch etwas Panik breit.

[...]Gestern war ein Biokoch im Fernsehen, der konnte für 0,81 Euro pro Tag für ein Kind ein gesundes Bio-Mittagessen zaubern, mit allem, was ein Mensch an Nährstoffen braucht. Ein Extrembeispiel, ich weiss.
Wird mit Sicherheit auch möglich sein, aber wenn man jeden Tag kocht, steigt auch die Stromrechnung ;)

Wie auch immer. Klar wird es Überlebenskünstler geben, die am Tag von 1 Euro leben können. Ich könnte es nicht und ich muss zugeben, eher bei Aldi unentgeltlich zu frühstücken, als Hunger zu leiden.

EDIT:
Komerzhasi schrieb:
Sorry fürs Klugscheissen aber 55 Euro Stromverbrauch (als Single ?) finde ich schon extrem heftig.
Unser 2-Personen-Haushalt zahlt 31 Euro pro Monat und das ist schon der 100%-Ökostrom.
Ist ja kein Klugscheißen, ich kanns Dir ja auch erklären: Ich arbeite am PC. Und beruflich bedingt nicht nur an einem. Folglich laufen bei mir stets mindestens 2 Rechner, zusätzllich Router, Monitore etc. Dazu läuft bei mir den ganzen Tag die Anlage, weil ich Klassik brauche, um vernünftig zu arbeiten (ist eine Marotte, aber nun ist es zu spät *g*).

Komerzhasi schrieb:
Und 50 Euro in Berlin (war doch richtig ?) für Telefon und Internet ist auch extrem viel.

Sicherlich eine Frage der Verfügbarkeit aber bei Alice bekommst Du das "Rundum-Sorglos-Paket" für 39,90 Eur/Monat.
Ich bin bei Alice mit dem DeLuxe-Paket (51,90 Euro). Im Augenblick brauche ich auch 16000 DSL, aber da könnte man im Hartz IV-Notfall sicher auch etwas sparen, hast recht.

Gruß,
Photon
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich muss nach Wuppertal ziehen! :)
Kann ich nur empfehlen. Hier ist jeder 6 mittlerweile abhängig vom Staat. Dafür ist die Stadt sehr schön. Ich wohne auch erst seit April hier.

Also bei uns ist alles in Zonen eingeteilt: A, B und C. A ist wohl nur Innenstadt, B gesamt Berlin und C das Umland. Da man sich nicht mehr nur darauf verlassen kann, innerhalb von Berlin einen Job zu bekommen, habe ich natürlich die Monatskarte für ABC veranschlagt, AB würde "nur" 65 Euro kosten.
Ich würde das auch, wenn ich das Geld hätte. Habe ich es nicht, dann reicht ein Einzelticket, wenn es absolut nötig ist. Auch Berlin kann man mit dem Fahrrad erkunden, ich als Tourist habe das sogar zu Fuss geschafft, das hat nur lange gedauert.

Ausserdem bekommt man die Fahrten zu einem Vorstellungsgespräch ersetzt, nicht vom Amt, sondern vom Arbeitgeber, wo man sich bewirbt. Man muss die zwar auslegen, kann sie aber einfordern. Würde ich natürlich erst nach einer Absage machen...

Wie Du siehst, müsste ich mein Erspartes erst aufbrauchen, bevor ich überhaupt Anspruch auf Hartz IV hätte.
Korrekt. Würdest Du es anders bevorzugen? Z.B. wenn die Millionärsfrau Hartz IV bekommt, obwohl Vermögen da ist? Freibeträge gibt es ja.

Da es nur selten Arbeitgeber gibt, die ehemalige Selbstständige einstellen (der Mecker- und Selbstbewusstseins-Faktor wahrscheinlich)
Kann ich bestätigen, weiss aber auch nicht, warum das so ist.

müsste ich in meinem Fall wahrscheinlich davon ausgehen, länger als 6 Monate arbeitslos zu sein, im schlimmsten Fall müsste ich eine Stelle antreten, die schlecht bezahlt ist, um überhaupt irgendwas zu haben und mir einen Anspruch auf ALG I zu erarbeiten.
Korrekt.

Naja, noch brennt nichts akut, aber es könnte mich auch gut treffen und ehrlich gesagt macht sich da doch etwas Panik breit.
Es kann jeden treffen. Beamte mal ein wenig ausgenommen. Aber jeder Arbeitnehmer ist mehr oder weniger verpflichtet, sich damit zu beschäftigen, was wäre, wenn er arbeitslos wird. Manche leben täglich mit dieser Angst.

Deshalb ist eine Rücklage wichtig. Auch, wenn die aufgebraucht werden muss, hilft sie erstmal, den ganz tiefen Absturz rauszuzögern.

Wird mit Sicherheit auch möglich sein, aber wenn man jeden Tag kocht, steigt auch die Stromrechnung ;)
Nicht kleinkariert werden. Ich esse täglich bei uns in der Kantine (unsubventioniert). Frühstück zwei belegte Brötchen für 1,60 Euro, Mittagessen warm für 2,70 Euro und abends ne Stulle für 0,50 Euro. Das sind 150 Euro im Monat. Und da ist Sparpotential vorhanden.

Wie auch immer. Klar wird es Überlebenskünstler geben, die am Tag von 1 Euro leben können. Ich könnte es nicht und ich muss zugeben, eher bei Aldi unentgeltlich zu frühstücken, als Hunger zu leiden.
Ich vermute, wir alle wären dazu in der Lage. Weil wir eben keine andere Möglichkeit hätte, von verbotenen Dingen abgesehen.

Ist ja kein Klugscheißen, ich kanns Dir ja auch erklären: Ich arbeite am PC. Und beruflich bedingt nicht nur an einem.
Du verdienst ja auch Geld damit. Wer aber damit keins verdient, sondern nur Kosten verursacht, der muss halt verzichten.

Marty
 
[...] Ausserdem bekommt man die Fahrten zu einem Vorstellungsgespräch ersetzt, nicht vom Amt, sondern vom Arbeitgeber, wo man sich bewirbt. Man muss die zwar auslegen, kann sie aber einfordern. Würde ich natürlich erst nach einer Absage machen...
Also ist ja nicht so, dass ich freiwillig Freiberufler bin. Wenn ich mal ein tolles Angebot auf einen Job sehe, bewerbe ich mich auch direkt darauf, so ein Gewerbe ist schnell abgemeldet. Allerdings hatte ich noch nie das Privileg, dass mir die Kosten für die Anfahrt erstattet wurden. Na gut, habe allerdings auch nie eine Absage bekommen, man hat sich einfach nur nicht mehr gemeldet. Allerdings wusste ich auch nicht, dass der Arbeitgeber das bezahlen muss. Ist das wirklich so? Worauf beruft man sich?

Korrekt. Würdest Du es anders bevorzugen? Z.B. wenn die Millionärsfrau Hartz IV bekommt, obwohl Vermögen da ist? Freibeträge gibt es ja.
Auf keinen Fall! Aber die Freibeträge sind derart gering, dass es eigentlich nur Show ist. Die müssten deutlich angehoben, wenn nicht gar verdoppelt werden. Dann bin auch ich einverstanden.

[...] Du verdienst ja auch Geld damit. Wer aber damit keins verdient, sondern nur Kosten verursacht, der muss halt verzichten.
Ja, aber nicht gänzlich. Ein PC ist heutzutage nunmal Standard, auch wenn es nur zur Arbeitssuche ist. Wenn nicht, dann muss ich wenigstens 2 mal pro Woche zum Amt fahren, wo wir auch wieder beim Thema Monatskarte wären ;)

Gruß,
Photon
 
OK, eine Verdopplung würde ich noch unterstützen. Aber wo ist die Grenze? Wenn jemand ein eigens Haus hat, dass 200.000 Euro wert ist? Oder jemand kein Haus, aber 200.000 Euro auf dem Konto? Wolltest Du diesen Personen Deine Steuergelder zukommen lassen, weil sie bedürftig sind? Obwohl sie viel mehr haben als Du? Ich nicht.
So weit ich weiß, kann jeder sein Haus behalten, sofern er es selbst bewohnt. Hier gibt es zwar auch irgendwelche Grenzen (also Neverland müsste Jackson wohl verlassen), aber die sind recht human. Aber alles, was Mobilien sind, müssen aufgebraucht werden, so muss auch ein neues Auto verkauft, Aktien veräussert werden etc.

Aber um auf Deine Frage zu antworten: Wenn wir uns bei der doppelten Freigrenze einig sind, dann sind wir uns ja einig, wo die Grenze ist ;)

Nun erzähle Du mir noch, dass es in Berlin nicht alle 10 Meter ein Internetcafe gibt, wo man für knapp 1 Euro eine Stunde surfen kann. Und in einer Stunde habe ich die Stellenanzeigen der letzten 14 Tage durchsucht.
Ich erzähle Dir, dass ich nicht alle 10 Meter ein Internetcafe habe. In der Gegend hatten 2 aufgemacht, davon sind 2 pleite gegangen. In der näheren Umgebung fällt mir keins weiter ein, das nächste, das mir bekannt ist, ist am Alex, also knapp 15 km weit weg. Also -> Bahn fahren. Und da kosten 30 Minuten 1,50 Euro glaube ich.

Noch kurz auf die Fahrtkostenerstattung zu kommen: Danke für den Link, werde mir das mal durchlesen. Habe natürlich keine Quittungen eingereicht, weil ich ja nicht mal wusste, dass das erstattungsfähig ist. Bin außerdem mit dem Auto hingefahren, also müsste ich da irgendeine Kilometerpauschale veranschlagen. Wie gesagt, muss mich da mal näher informieren. Danke Dir jedenfalls!

Gruß,
Photon
 
Berlin, 83 Euro. Zum Fahren in öffentlichen Verkehrsmitteln ;)

Naja, also ein Auto wird man sich wohl abschminken können, nehme ich an. Und für jede Fahrt zum Arbeitsamt, Bewerbungsgesprächen, Einkaufen, Bibliotheken und dergleichen fallen pro Fahrt sonst mindestens 2,60 Euro an (Hin- und Rückfahrt also 5,20 Euro). Bei nur 16 Fahrten pro Monat ist der Preis also schon wieder drin.

Vor 2 Wochen gab es eine Reportage über die "Unterschicht" in Deutschland, darin wurde auch über eine Hartz-4 Bezieherin aus berlin berichtet, die alle Wege zu Fuß erledigt... Das geht auch in einer Großstadt! Sie meinte zwar, sie ist bis zu 1 Stunde unterwegs (ein Weg), aber sie hätte ja auch Zeit...
 
Vor 2 Wochen gab es eine Reportage über die "Unterschicht" in Deutschland, darin wurde auch über eine Hartz-4 Bezieherin aus berlin berichtet, die alle Wege zu Fuß erledigt... Das geht auch in einer Großstadt! Sie meinte zwar, sie ist bis zu 1 Stunde unterwegs (ein Weg), aber sie hätte ja auch Zeit...
Das ist ja auch keine Frage. Der Mensch hat ja nicht umsonst Füße und im Guiness-Buch stand auch schonmal was von einem Mann, der mit seinem Esel zu Fuß die Welt umrundete. Aber ich weiß nicht, ob denn auch berichtet wurde, wohin die Frau so läuft. Also Berlin ist nicht umsonst ein eigenes Bundesland und selbst wer exakt zentral wohnt, braucht zu Fuß vielleicht 5 bis 6 Stunden bis zum Ring.

Bis zum Bäcker muss ich auch nur 7 Minuten laufen...

Gruß,
Photon
 
Das ist ja auch keine Frage. Der Mensch hat ja nicht umsonst Füße und im Guiness-Buch stand auch schonmal was von einem Mann, der mit seinem Esel zu Fuß die Welt umrundete. Aber ich weiß nicht, ob denn auch berichtet wurde, wohin die Frau so läuft. Also Berlin ist nicht umsonst ein eigenes Bundesland und selbst wer exakt zentral wohnt, braucht zu Fuß vielleicht 5 bis 6 Stunden bis zum Ring.

Bis zum Bäcker muss ich auch nur 7 Minuten laufen...

Gruß,
Photon


Täglicher Bedarf: Supermarkt, Arzt, Ämter, sogar Möbelkauf (!). Für verwantenbesuch wurde die S-Bahn benutzt, aber nunmal nicht so oft, dass es eine Monatkarte rechtfertigt. Wie MartyMcFly schon mehrfach geschrieben hat - es geht ums überleben, nicht um savoir vivre...
 
Täglicher Bedarf: Supermarkt, Arzt, Ämter, sogar Möbelkauf (!).
Ich denke, dass sowas durchaus möglich ist. In Berlin gibt es fast an jeder Ecke irgendein "Center", irgendeinen Arzt/Krankenhaus/Ärztehaus und gegenüber auch gleich einen Rechtsanwalt. Also darüber kann man sich nicht beklagen. Einkauf gesichert.

Schlimmer sieht es da aus, wenn man Kultur will. Da muss man schon zu Fuß mindestens 30 Minuten planen, um überhaupt mal was zu sehen. Und für Bewerbungen ist es eigentlich unmöglich, wenn es in einem weiter entfernten Stadtbezirk liegt. Mein zuständiges Arbeitsamt liegt auch (ich muss da mal schätzen) etwa 45 Minuten zu Fuß entfernt, was sicher noch erträglich wäre, wenn man da einmal im Monat aufschlagen muss. Aber häufiger würde ich diese Strecke nicht per pedes absolvieren wollen.

Sicher ist es rundrum eine Frage der Planung. Wenn ich weiß, dass ich im Monat nur 5 oder 6 mal weiter weg muss, dann lohnt sich ein Einzelfahrtschein. Ist es mehr als 16 mal, lohnt sich die Monatskarte, ist doch ganz einfach...

Wie MartyMcFly schon mehrfach geschrieben hat - es geht ums überleben, nicht um savoir vivre...
Ja, aber "überleben" heißt für mich nicht, Monat für Monat dem Hungertod von der Schippe zu springen (um das Verhältnis von wegen "savoir vivre" aufzugreifen ;) ).

Gruß,
Photon
 
Ja, aber "überleben" heißt für mich nicht, Monat für Monat dem Hungertod von der Schippe zu springen (um das Verhältnis von wegen "savoir vivre" aufzugreifen ;) ).

Alles eine Frage des Standpunktes. Wer sich gerade einen Roller leisten kann, für den kann ein Auto schon lUxus sein. Beim Bus ist der Roller schon Luxus. Wenn die Monatskarte zu teuer ist bleiben eben noch Fahhrad oder in letzter Instanz Fußweg. Das heißt ja nicht, dass Busfahrten verboten sind, aber wenn es das Budget nicht hergibt, dann geht es einfach nicht.

Ich jammere ja auch nicht herum, dass mein Gehalt für einen Maybach nicht ausreicht. In dem Fall gibt es nun mal nur 2 Möglichkeiten für mich: einen Job zu finden (bzw mich dafür zu qualifizieren), mit dem ich meine Wünsche befriedigen kann, oder zu verzichten und eben nur einen Skoda Roomster bestellen...