Durchlässigkeit im Bildungssystem - eure Meinung

Irgendwie kann ich nicht glauben, dass du Abi gemacht hast...


Gerade für Geisteswissenschaften ist der Bachelor ausreichend. Naturwissenschaften beispielsweise können damit nichts anfangen.


Das Schulsystem sollte endlich zentralisiert werden mit zentralen Lehrplänen, zentralen Klausuren und zentralem Abi. Das ist das Einzige, was gegen diesen Bildungsmissstand noch hilft.
 
Das Schulsystem sollte endlich zentralisiert werden mit zentralen Lehrplänen, zentralen Klausuren und zentralem Abi. Das ist das Einzige, was gegen diesen Bildungsmissstand noch hilft.

Und das bringt uns was? Entweder überfordert man dann Kinder aus Regionen mit großen sozialen Problemen oder man unterfordert Kinder aus Regionen mit wenig Problemen.

Man kann sicherlich Deutschlandweit ein Minimum fordern an Kenntnissen, die für ein Abitur notwendig sind, aber darüber hinaus muss ein Bundesland auch eigenständig auf die regionalen Gegebenheiten eingehen können.
 
Du willst mir doch jetzt nicht im ernst erzählen, daß in einem Bundesland das soziale Niveau überall gleich ist.

Wo soll das denn hinführen, wenn wir den Wissenanspruch an die Lernbereitschaft anpassen, statt andersrum? Es müssen endlich einheitliche Regelungen her, damit ein Abitur in Bremen genauso viel wert ist wie eins aus Bayern!
 
Und das bringt uns was? Entweder überfordert man dann Kinder aus Regionen mit großen sozialen Problemen oder man unterfordert Kinder aus Regionen mit wenig Problemen.

definiere soziale Probleme ;)
Nicht der deutschen Sprache mächtig? Hohe Arbeitslosigkeit (was auch immer das mit der Schule zu tun haben soll).

Ein Schluabschluss soll eine vergleichbare Qualifikation sein, dem ist aber nicht so, wenn einige Bundsländer einen viel höheren/niedrigeren Maßstab ansetzen als andere, oder es immernoch Bundesländer gibt, bei denen jede Schule ihre eigenen Abiprüfungen erstellen darf.
 
definiere soziale Probleme ;)
Nicht der deutschen Sprache mächtig? Hohe Arbeitslosigkeit (was auch immer das mit der Schule zu tun haben soll).

Ein Schluabschluss soll eine vergleichbare Qualifikation sein, dem ist aber nicht so, wenn einige Bundsländer einen viel höheren/niedrigeren Maßstab ansetzen als andere, oder es immernoch Bundesländer gibt, bei denen jede Schule ihre eigenen Abiprüfungen erstellen darf.

Soziale Probleme wären für mich eine große Anzahl an Migranten, hohe Arbeitslosenzahlen, hohe Kriminalitätsraten, usw. Das wirkt sich ja auch auf die Art der Schüler aus.

Sicherlich sollte es vergleichbar sein, aber dabei darf eine Gruppe nicht ausgebremst werden. Minimumvorraussetzungen sind immer gut, aber nach oben muss immer individuelle Luft sein zur Gestaltung.
 
Soziale Probleme wären für mich eine große Anzahl an Migranten, hohe Arbeitslosenzahlen, hohe Kriminalitätsraten, usw. Das wirkt sich ja auch auf die Art der Schüler aus.
hohe Migrantenanzahl? Wenn diese kein richtiges Deutsch können, wird diese Gruppe eben auf Grund ihrer Noten kein Abi machen können, warum sollte man die Voraussetzungen, dann für diese Gruppe veringern? Sie behindern nur diejenigen, die auf Grund ihrer "Qualifikation" das Abi auch auf normalen Wege machen könnten.
Arbeitlose? Kriminialität? Jetzt musst du mir nur noch verklickern, wie sich das auf die Lernmoral eines Schülers auswirken soll ;) Gerade wer nicht dazu gehören will, wird sich doch Mühe geben einen guten Abschluss zu machen.

Sicherlich sollte es vergleichbar sein, aber dabei darf eine Gruppe nicht ausgebremst werden. Minimumvorraussetzungen sind immer gut, aber nach oben muss immer individuelle Luft sein zur Gestaltung.
Minimum? Warum sollte ein Schulabschluss nach einem Minimumschnitt auf deutschen Schulen vergeben werden? Ein Schulabschluss wird vergeben wenn bestimmter Lernstoff des Kultusministeriums gelernt, geprüft und bestanden wurde, ich senke doch nicht die Anforderungen nur weil ein Teil damit Probleme hat :roll:
Nach oben ist doch immer Luft, lass es eben "Elite-Schulen" sein, bei denen du dich für die Oberstufe mit einem Zeugnis der 10. Klasse bewerben musst. Der Stoff ist anspruchsvoller, eventuell mehr, aber das Abi was er bekommt ist mit allen anderen vergleichbar, da die Anforderungen die davor an ihn gestellt wurden, aber viel höher waren, ist auch sein Abischnitt viel besser. Zudem wird es sich bei einer Bewerbung (um einen Studienplatz mit NC?) für ihn besser machen, wenn er von so einer "Elite-Schule" kommt.
 
hohe Migrantenanzahl? Wenn diese kein richtiges Deutsch können, wird diese Gruppe eben auf Grund ihrer Noten kein Abi machen können, warum sollte man die Voraussetzungen, dann für diese Gruppe veringern? Sie behindern nur diejenigen, die auf Grund ihrer "Qualifikation" das Abi auch auf normalen Wege machen könnten.
Arbeitlose? Kriminialität? Jetzt musst du mir nur noch verklickern, wie sich das auf die Lernmoral eines Schülers auswirken soll ;) Gerade wer nicht dazu gehören will, wird sich doch Mühe geben einen guten Abschluss zu machen.

Hast du viele Assis in der Klasse, dann erschwert es auch dein eigenes Lernen. Denn diese stören öfters, der Lehrer muss sich länger aufhalten, weil man kann ja niemanden auf der Strecke lassen usw. usw.
 
Hast du viele Assis in der Klasse, dann erschwert es auch dein eigenes Lernen. Denn diese stören öfters, der Lehrer muss sich länger aufhalten, weil man kann ja niemanden auf der Strecke lassen usw. usw.

Dann müssen sie aber auf der Strecke gelassen werden, genauer gesagt hätten diese Personen mit normalen Anforderungen überhaupt die Qualifikation erlangt in dieser Klasse zu sein?
Wenn sie stören, dann gehören sie rausgeschmissen, leider wird das ja kaum gemacht, weil der Lehrer dann wieder von allen einen Rüffel bekommt.

Es muss nicht das Niveau des Bildungssystems verändert werden, sondern die Organisation aussenherum.
 
Speziell in den unteren Klassen kannst du auch nicht so einfach raus schmeißen ;) Und wer die Grundlagen in der Bildung nicht lernt, der muss diese später aufholen.
 
Teppi das ist Quatsch. Ein Schulfreund von mir war auch bei mir auf der Schule, obwohl bei ihm in der Nähe auch ein Gymnasium war, er dort aber nicht hingehen wollte.
Und was ist mit Kindern auf Internaten etc.?

Du siehst, das kann so nicht richtig sein, was du behauptest ;)
 
Hotwave, was du sagst ist nur bedingt richtig. Teppi hat recht, dass man einer Schule in der Umgebung "zugewiesen" wird. Bei uns zumindest ist es so, dass du die Schule besuchen musst, die (in gewünschter Schulform) am nächsten liegt. Willst du z.B. auf die Realschule gehen, musst du dir die nächstgelegene Realschule suchen, bei einer Gesamtschule eben die nächste Gesamtschule. Wenn da z.B. noch ein Gymnasium ist, was näher liegt, kannst du trotzdem problemlos auf die Gesamtschule gehen, denn die Schulform ist entscheident.
Natürlich steht es dir, bzw deinen Eltern frei, eine andere Schule, die weiter weg liegt, zu besuchen. Dann bekommst du aber die Jahreskarte für Bus/Bahn nicht vom Kreis erstattet, sondern musst die oft nicht unerheblichen Fahrtkosten selber tragen. Das kann sich nicht jeder leisten.

So viel zum Thema freie Schulwahl. Theoretisch natürlich, aber praktisch hängt es mal wieder am lieben Geld. ;)
 
Hotwave, was du sagst ist nur bedingt richtig. Teppi hat recht, dass man einer Schule in der Umgebung "zugewiesen" wird. Bei uns zumindest ist es so, dass du die Schule besuchen musst...

Schulplätze gibt es nur begrenzt, man kann immer Schulwünsche äussern, aber bei staatlichen wird der Platz für in der Umgebung wohnende Schüler besetzt.
Wenn man Glück hat kann man halt auch noch einen Platz auf der Wunschschule bekommen, meistens kann da viel gedreht und hingebogen werden, es herrscht ja eine Schulpflicht (und wenn ein Schüler partout eine Schule nicht besuchen möchte ist das sein gutes Recht und es muss dafür gesorgt werden, dass er an seiner Wunschschule einen Platz bekommt).
Bei privaten Schulen ist es natürlich mehr eine Finanz- als eine Platzfrage^^
 
@melmel dass man die Fahrtkosten dann selbst tragen muss ist klar, Teppis Aussage klang aber so, als würde das gar nicht gehen.
 
Also ich finde unser Bildungssystem sowas von durchlässig.
Ich kenne so einige Leute, die ihr Abitur haben, ohne dafür gelernt zu haben. Die haben natürlich kein 1,0 Abi, ist klar, aber wie gesagt, ohne Lernen. Und das sind nicht alles Genies.

Und mit Abi kommt man auch auf die Uni. Man kann natürlich nicht ganz alles studieren aber mit genügend Wartesemestern geht sogar das.
In meinem Studiengang liegt der NC bei 1,irgendwas und ich habe Kommillitonen mit einem Abischnitt von 3,9.
Wenn das nicht durchlässig ist, weiß ich auch nicht. :sing:

Zu den Wechselmöglichkeiten zwischen den Schulen wurde ja schon genug geschrieben.
 
Und mit Abi kommt man auch auf die Uni. Man kann natürlich nicht ganz alles studieren aber mit genügend Wartesemestern geht sogar das.

Es ist aber nicht jedermanns Sache, auf einen Studienplatz zu warten. Bei manchen Studiengängen liegt die durchschnittliche Wartezeit bei 8 Semestern. 4 Jahre auf den Platz zu warten kann sich 1. nicht jeder leisten und 2. hat man, je älter man wird bis man seine Ausbildung fertig hat, immer schlechtere Karten auf einen guten Job.
 
Es ist aber nicht jedermanns Sache, auf einen Studienplatz zu warten.

Man muss das ja auch nicht tun. Ich sagte nur, dass die Möglichkeit besteht, trotz gerade so bestandenem Abi immer noch alles zu studieren. Man hätte ja auch mehr für das Abi tun können, hat man aber nicht. Trotzdem bekommt man durch die Wartesemester noch eine Möglichkeit. Das finde ich schon sehr nett. :yes:
4 Jahre auf den Platz zu warten kann sich 1. nicht jeder leisten und 2. hat man, je älter man wird bis man seine Ausbildung fertig hat, immer schlechtere Karten auf einen guten Job.

Man soll in den 4 Jahren ja auch nicht Däumchen drehen, sondern kann durchaus sinnvolle Dinge machen, zum Beispiel eine Ausbildung. Dann hat man nach dem Studium sogar vielleicht bessere Jobchancen, da man noch weitläufiger ausgebildet ist als die Nur-Studenten und außerdem mehr Praxiserfahrung hat. Nach der Ausbildung kann man sich das Studium auch häufig vom Arbeitgeber (mit)finanzieren lassen oder parallel zur Arbeit studieren.
Das muss kein Nachteil sein, weder finanziell noch sonst irgendwie.


Desweiteren wollte ich ja nicht sagen, dass dies der ultimative Weg ist, den jeder gehen soll, sondern eine Möglichkeit, die man nutzen kann, die meines Erachtens nach für eine Durchlässigkeit des Bildungssystems spricht.
 
Ich kenne so einige Leute, die ihr Abitur haben, ohne dafür gelernt zu haben. Die haben natürlich kein 1,0 Abi, ist klar, aber wie gesagt, ohne Lernen. Und das sind nicht alles Genies.
und? willst du denjenigen einen Strick drehen, weil sie weniger machen müssen?
Ich bin auch alles andere als ein Genie aber habe mein Abi (2.3) mit minimalstem Aufwand geschafft. Mein Studium mache ich bis auf einige Fächer, die richtig schwer sind, zur Zeit genauso. Ich brauche eben nur kurz um die Dinge zu verstehen und umzusetzen und habe ein riesiges Gedächtnis, so dass ich mich an alles mögliche erinnere.
Ist das Schulsystem deswegen durchlässig? Nein.

In meinem Studiengang liegt der NC bei 1,irgendwas und ich habe Kommillitonen mit einem Abischnitt von 3,9.
Wenn das nicht durchlässig ist, weiß ich auch nicht. :sing:
Nur weil man damals (Abitur) schlecht war oder nicht verstanden hat, warum man lernen sollte, sollte einem das ganze Leben versaut sein und man darf den Studiengang nicht mehr studieren?
Was du beschreibst ist nicht durchlässig sondern nennt sich Gleichberechtigung bzw. demjenigen eine 2. Chance einräumen.
Durchlässig wäre, wenn derjenige trotz seiner 3.9 sofort das Studium in einem NC beschränktem Fach beginnen könnte ohne einige Semester warten zu müssen.
 
und? willst du denjenigen einen Strick drehen, weil sie weniger machen müssen?
Hä? Nein! Ich glaube du verstehst mich völlig falsch!

Es ging darum, ob das Schulsystem in Deutschland durchlässig ist. Vielleicht verstehe ich ja schon die Fragestellung falsch, aber für mich bedeutet das "schaffbar", "meisterbar".
Ich wollte mit meinem Beispiel sagen, dass - wenn viele das Abi ohne Lernen schaffen - es mit Lernen auf jeden Fall schaffbar sein muss. Das war alles.
Wie kommst du darauf, ich wollte irgendjemandem einen Strick drehen?

Ich bin auch alles andere als ein Genie ..... so dass ich mich an alles mögliche erinnere.
Ist das Schulsystem deswegen durchlässig? Nein.
Gut, das ist bei mir sehr ähnlich, dann müsstest du doch wissen, wovon ich spreche: Wenn du und ich und eben noch andere Leute das alles ohne Lernen schaffen - was ja laut Lehrern und Professoren nicht unbedingt dem Sinn entspricht - dann muss es doch eigentlich für jedermann irgendwie schaffbar sein. Für den einen einfacher, für den anderen schwieriger, insgesamt mit unterschiedlichen Endergebnissen, aber schaffbar. Das ist für mich "durchlässig". Wenn ich das falsch definiere, korrigiert mich bitte, so habe ich das jetzt eben verstanden.

Nur weil man damals (Abitur) schlecht war oder nicht verstanden hat, warum man lernen sollte, sollte einem das ganze Leben versaut sein und man darf den Studiengang nicht mehr studieren?
Was du beschreibst ist nicht durchlässig sondern nennt sich Gleichberechtigung bzw. demjenigen eine 2. Chance einräumen.
Das sehe ich jetzt eigentlich nicht so. Gleichberechtigt bist du doch vorher schon. Du hast die Möglichkeit, das Abi zu machen. Und wo existiert das "Recht auf eine zweite Chance"? Wenn man gewisse Prüfungen immer wieder in den Sand setzt, darf man doch sein Studium (im gleichen Bundesland?) nicht mehr wiederholen, oder? Da bekommt man ja auch keine zweite Chance, nachdem man eben die Prüfungen nicht bestanden hat. Muss man auch nicht, weil man ja genug Gelegenheiten hatte, die Prüfungen zu bestehen. So wie im Abi eben auch.
Wenn du im Job schlechte Ergebnisse erzielst hast du auch kein Recht auf "Zurück auf Null und nochmal von vorne".

Ich bin total froh, dass ich in meinem Studiengang an meiner Uni studieren darf, da ich den nc überhaupt nicht erfülle. Ich bin auch dankbar dafür. Aber für eine Selbsterständlichkeit halte ich es nicht.
Durchlässig wäre, wenn derjenige trotz seiner 3.9 sofort das Studium in einem NC beschränktem Fach beginnen könnte ohne einige Semester warten zu müssen.
Das sehe ich anders, habe das ja aber oben schon ausgeführt.