Durchlässigkeit im Bildungssystem - eure Meinung

Hä? Nein! Ich glaube du verstehst mich völlig falsch!
kann sein

dann muss es doch eigentlich für jedermann irgendwie schaffbar sein. Für den einen einfacher, für den anderen schwieriger, insgesamt mit unterschiedlichen Endergebnissen, aber schaffbar. Das ist für mich "durchlässig". Wenn ich das falsch definiere, korrigiert mich bitte, so habe ich das jetzt eben verstanden.
ich würde es nicht als durchlässig bezeichnen, wenn jeder eine Prüfung schaffen kann, wenn er sich weit genug hineinkniet. Das nenn ich dann eine faire Prüfung - nicht mehr und nicht weniger.
(Ganz ohne Lernen geht natürlich auch bei mir im Studium keine Prüfung mehr)

Und wo existiert das "Recht auf eine zweite Chance"? Wenn man gewisse Prüfungen immer wieder in den Sand setzt, darf man doch sein Studium (im gleichen Bundesland?) nicht mehr wiederholen, oder? Da bekommt man ja auch keine zweite Chance, nachdem man eben die Prüfungen nicht bestanden hat. Muss man auch nicht, weil man ja genug Gelegenheiten hatte, die Prüfungen zu bestehen. So wie im Abi eben auch.
Wenn du im Job schlechte Ergebnisse erzielst hast du auch kein Recht auf "Zurück auf Null und nochmal von vorne".
Richtig man hat kein Recht darauf, aber sie wird einem gegeben:
  • in der Schule kann ich ein Schuljahr wiederholen
  • im Studium habe ich 3 Versuche pro Prüfung (was schon Irrsinn ist)
  • mein Chef kann man nicht feuern nur weil ich einmal schlecht war
Man hat kein Recht auf diese weiteren Chancen (bis auf den Job), sie werden einem aber gegeben um einen höheren Abschluss zu erreichen, das ist aber weder durchlässig im Sinne von "jeder schafft es" noch "es gibt nicht die Chance dazu". Es ist einfach nur sozial.

Ich bin total froh, dass ich in meinem Studiengang an meiner Uni studieren darf, da ich den nc überhaupt nicht erfülle. Ich bin auch dankbar dafür. Aber für eine Selbsterständlichkeit halte ich es nicht.
es klang vorher eher so, als ob du dagegen bist, dass man das Fach studieren kann, obwohl man den NC nicht erreicht hat ;)
(Deine Bemerkung, dass Personen ein NC-Fach trotz ihres so miserablen Abis studieren)
 
[*]im Studium habe ich 3 Versuche pro Prüfung (was schon Irrsinn ist)

Irrsinn find ich eher das ich ne Prüfung mit den anderen 75% die ebenfalls durchgefallen sind noch einmal schreiben muss und der Durschnitt bei 4.5 lag :ugly:..ne also gibt schon Gelegenheiten bei denen man froh ist nochmal zu dürfen und wenn ich wüßte das ich Versuch 2 unbedingt bestehen muss um weiter zu studieren dann könnte ich bis dahin keine Nacht mehr ruhig schlafen :roll:

(Hat aber zweitrangig damit zu tun das ein Prof den Stoff vom anderen Prof unterrichten musste und auch seine Prüfung übernahm, aber 1/3 in der Vorlesung nichtmal erwähnt wurde :ugly:...bissl durcheinander alles )
 
also ich bin durch gekommen von der Realschule aufs Gymnasium war überhaupt kein Problem...

Und ein guter Freund hats sogar von der Hauptschule aufs Gymnasium gschafft.
 
koeln-tom, deine Aussage hilft wenig weiter, weil zu wenig Hintergrund-Info. Was für eine Schulform hast du besucht? Aditive Gesamtschule? Schön, die sind dafür bekannt, dass du von heute auf morgen wechseln kannst, war bei meinem Vater auch so. Seine Mutter hat einen formlosen Zettel geschrieben, dass er ab sofort den Gymnasialzweig besucht und damit war die Sache erledigt.
Wenn man aber die komplette Schule wechseln muss ist das alles schon schwieriger. Mit wie viel Aufwand war denn dein Wechsel verbunden?
Und was musste dein Freund dafür tun? Bisschen mehr Info, dann ist dein Beitrag auch gehaltvoller bzw eine Bessere Basis zum diskutieren. So hat man keine Ahnung, ob ihr vielleicht einfach ein glücklicher Einzelfall seit oder wie man das einordnen sollte.