Drogen legalisieren?

  • Natürliche Drogen (z.B. Cannabis) legalisieren.

    Stimmen: 86 50,9%
  • Alle Drogen (auch synthetische) legalisieren.

    Stimmen: 19 11,2%
  • Alles so geregelt lassen, wie es ist.

    Stimmen: 51 30,2%
  • Ich enthalte mich der Stimme. / Siehe Thread! / Andere Meinung.

    Stimmen: 13 7,7%

  • Umfrageteilnehmer
    169
Dann lieber ein "Genussmittel" mehr legalisieren und dafür den Markt kontrollieren können von staatlicher Seite her, als einen unkontrollierbaren Schwarzmarkt mit kriminellen Folgeerscheinungen wie Beschaffungskriminalität, Banden- und Kartellkriege etc. haben.

Und wie soll das dann mit der Verkehrstüchtigkeit geregelt werden ? ;)
 
Meine Argumente für eine (zumindest teilweise) Legalisierung und vor allem Entkriminalisierung der Konsumenten findest Du in diesem, übrigens gar nicht so alten Thread.

Zu den Beiträgen hier noch kurz:

Zigarillos sind was feines, wenn sie denn gut sind. Unter den ganz billigen sind allerdings tatsächlich üble Dinger.

Drogen müssen einen nicht kaputt machen, allerdings hat man es nicht wirklich immer in der Hand, ob sie es tun. Vielleicht kannst Du mit so einer Formulierung besser leben, Slayer. ;)
 
Ohhjee Zigarillos,das ist auch so eine sache für sich^^ auch wenn ich nicht mehr genügend geld hätte um mir ein Päckchen normale Kippen kaufen zu können,würde ich mir lieber von meinen Freunden ne Kippe oder so ablurksen,mag diese Zigarillos nicht xDD mal ganz abgesehen davon habe ich keine Lust nen volles feuerzeug für einen solchen braunen Stängel zu verblasen^^ ;-)

Zigarillos sind was feines, wenn sie denn gut sind. Unter den ganz billigen sind allerdings tatsächlich üble Dinger.

Man gewöhnt sich dran. Den Billig-Krempel ala Aldi oder Penny Eigenmarken kann man natürlich in die Tonne treten. Aber es müssen auch nicht Moods sein für mich. Und es hat auch nen Vorteil, wenn sie ausgehen. Sie rauchen sich wenigstens nicht selbst, wenn sie im Ascher liegen. Und ich muss sagen, bei Zigaretten wird's mir mittlerweile je nach Marke sogar übel... ;)

Grundsätzlich aber ist rauchen nun mal ne Sucht, und giftig, das will ich mit dem obigen gar nicht beschönigen - falls sich jetzt irgendwer aufregen will. :evil:
 
Und wie soll das dann mit der Verkehrstüchtigkeit geregelt werden ? ;)

Wie wird das denn bei Alkohol geregelt?
In der Regel gilt hier zwar ne Toleranzgrenze, aber wer was getrunken hat, setzt sich auch net mehr ans Steuer (sofern es ein "verantwortungsbewusster" Trinker ist)...
Geht mit anderen Drogen genauso, allerdings sollte da aufgrund der schlechten Messbarkeit wirklich Nulltoleranzgrenzen gegeben sein.
Ich dachte eigentlich du könntest soweit auch selber denken :ugly:

Edit:
Grundsätzlich aber ist rauchen nun mal ne Sucht, und giftig, das will ich mit dem obigen gar nicht beschönigen - falls sich jetzt irgendwer aufregen will. :evil:

Naja, man darf aber schon zwischen Suchtkonsum und Genuss unterscheiden. Ich sehe zumindest die legalen Drogen als Genussmittel. Wenn ich mir also round about 2 mal im Jahr oder wenns hoch kommt 5 mal die Shisha anmache, werte ich das eher als Genuss, denn als Sucht. Und ob die obligatorische Silvesterzigarre eine gesundheitsschädigende Wirkung hat lässt sich sicher diskutieren.
 
Wie wird das denn bei Alkohol geregelt?
In der Regel gilt hier zwar ne Toleranzgrenze, aber wer was getrunken hat, setzt sich auch net mehr ans Steuer (sofern es ein "verantwortungsbewusster" Trinker ist)...
Geht mit anderen Drogen genauso, allerdings sollte da aufgrund der schlechten Messbarkeit wirklich Nulltoleranzgrenzen gegeben sein.
Ich dachte eigentlich du könntest soweit auch selber denken :ugly:

da hier in DE aber Alkohol legal ist,harte Drogen aber nicht ist das wieder anders zu sehen...

Keine Sorge,ich weiß schon was ich schreibe,Zusammenhänge lesen und verstehen ist wichtig^^ :ugly::ugly:
 
da hier in DE aber Alkohol legal ist,harte Drogen aber nicht ist das wieder anders zu sehen...

Eröter dass mal genauer...
Wieso anders?
Ob nun legal oder nicht, der Besoffene gehört genauso wenig ans Steuer, wie der Bekiffte oder der der sich grad ne Line gezogen hat.
Wenn jemand zu Fuß unterwegs ist, kann man gerne über Verkehrstüchtigkeit diskutieren, aber nüchtern ist nüchtern und zugedröhnt ist zugedröhnt, egal was man gekippt, geraucht, geworfen oder gesnifft hat.
Und wenn weitere Drogen legalisiert werden würden, dann ist man eben nicht mehr fähig ein Fahrzeug zu führen sobald man nicht mehr nüchtern ist.
Wo da der Unterschied zwischen Alkohol und "harten" Drogen sein soll, versteh ich da nicht so ganz...
Und vor allem was sind denn "harte Drogen"... Also wenn sich jemand 70% Rum kippt und nach 3 Gläsern fertig mit der Welt is, würd ich das auch als "hart" bezeichnen^^
 
Ich stimme den anderen Drogengegnern hier zu, dass es keinen Sinn macht den Zugang zu Drogen zu erleichtern, da dadurch zwangsläufig auch der Konsum steigen wird. Ich finde es schon fatal, dass ich nun schon beim zweiten "Familienfilm" aus Hollywood ab 12 den Eindruck hatte, dass Kiffen verharmlost wird und so den jüngeren Menschen suggeriert wird, dass dies ungefährlich ist.

Ich bin aber durchaus für eine entkriminalisierung von leichten Drogen. Wer für den Eigenbedarf Drogen besitzt, der muss nicht unbedingt kriminialisiert werden. Bei Dealern ist dies natürlich etwas anderes.

Zum Steuerargument noch eine Sache. Ich denke nicht, dass es das richtige Zeichen ist, wenn ein Staat zusätzliche dem Volk schaden zu fügende Substanzen zu lässt, um sich zu bereichern. Es sollten doch die reichen, welche wir eh schon haben.
 
Gebt das Gras frei! Nur wer bekifft Auto fährt, Lappen weg! ;)

Kurz und bündig, meine Antwort zum Thema...
 
Ich würde auch gern mal ne Aufrechnung sehen, was Rauchen an Steuern bringt und auf der anderen Seite das Gesundheitssystem kostet. Wäre sicher mal interessant. :)

Bullshit! Raucher kosten das Gesundheitssystem weniger als fitte Leute. Dazu gibt es auch genug Texte im Inet - einfach mal googeln.

In der Kurzfassung lautet die Begründung in etwa so:
Raucher sterben früher. Kosten zwar in den letzten Jahren etwas mehr Geld, aber Gesunde Leute werden einfach älter und dadurch generieren sie mehr Kosten. Stichwort höhere Lebenserwartung

Ich stimme den anderen Drogengegnern hier zu, dass es keinen Sinn macht den Zugang zu Drogen zu erleichtern, da dadurch zwangsläufig auch der Konsum steigen wird.

Noch größere Bullshit. Kindergarten-Argument, dass der Konsum steigen wird.

Die Niederlande haben gezeigt, dass der Konsum nach der Legalisierung sogar rückläufig war, weil die ganzen u18 Leute nicht mehr an Zeug rangekommen sind. Klar gibt es ältere Freunde, die denen auch mal was mitbringen, trotzdem sind es zu wenige, so dass der Konsum zwangsläufig zurückgehen würde.

Als ich 16 war, konnte ich von jeder 2. Person Zeug kaufen. Wäre es damals schon legal gewesen, wäre es nicht so leicht zu bekommen gewesen.

Ich finde es schon fatal, dass ich nun schon beim zweiten "Familienfilm" aus Hollywood ab 12 den Eindruck hatte, dass Kiffen verharmlost wird und so den jüngeren Menschen suggeriert wird, dass dies ungefährlich ist.

Damit hat eine Legalisierung aber nichts zu tun. Kippenwerbung im TV und anderen Medien ist auch verboten und trotzdem ist das Zeug legal.

Vielleicht ist dir auch mal aufgefallen, dass in den ganzen alten Filme so gut wie jeder am rauchen war, während das heute ein tabu ist und nur noch selten geraucht wird. Das Kiffen verharmlost wird mag sein, aber du bist auch selber Schuld, wenn du dir irgendwelche unlustigen Teenykomödien anguckst. Guck dir richtige Filme an, dann hast du das Problem nicht mehr :roll:

Und warum hier das Thema Steuereinnahmen nicht besprochen werden soll, kann ich auch nicht nachvollziehen. Das ist eindeutig ein Mehrwert für die Gesellschaft. Ob die Regierung das Geld aus dem Fenster schmeißt, Griechenland in den Hintern steckt oder Banken finanziert ist doch egal. Das Geld ist trotzdem da, ob es beim Bürger ankommt oder nicht.

Bezogen auf das Gesundheitssystem könnte man mit den Steuereinnahmen auch Aufklärungskampagnen finanzieren oder allgemein die Gesundheitskosten deckeln, die durch die Drogen verursacht werden. Immernoch ein Fortschritt, denn momentan gibt es die Steuern nicht und die Leute konsumieren trotzdem, werden also auch deswegen krank.

P.S. Alkohol als weiche Droge anzusehen ist imho ziemlich bescheuert. Nur weil es so ziemlich die einzige Volksdroge ist, die auch im Hirn spürbare Auswirkungen hinterlässt, wenn man sich zuviel von reinkloppt, ist es noch lange nicht harmlos. Guckt euch halt mal Suchttabellen und Todesstatistiken an. Alkohol wird da wohl auch Platz 1 liegen.

Alkohol ist im Gegensatz zu Cannabis eine Droge die physisch abhängig macht und tödlich enden kann. Vom kiffen ist noch keiner gestorben.

Ich finde, dass man Cannabis legalisieren sollte. Bei den anderen Drogen muss man vorsichtig sein, gerade was stark halluzinogene Drogen angeht. Mushrooms z.B. würde ich nur ungern legalisiert sehen.

Vorteile:
- saubere Endprodukte (das macht unwahrscheinlich viel aus!)
- Entkriminalisierung
- Steuereinnahmen
- auch sonst wurde schon einiges genannt (soziale Aspekte, etc...)

edit:
Gewalttäter könnten dann aber strafmildernde Gründe vorweisen.
Und das ist auch nicht Sinn der Sache.

Können sie bei Alkohol auch. EPIC FAIL
 
Noch größere Bullshit. Kindergarten-Argument, dass der Konsum steigen wird.

Die Niederlande haben gezeigt, dass der Konsum nach der Legalisierung sogar rückläufig war, weil die ganzen u18 Leute nicht mehr an Zeug rangekommen sind. Klar gibt es ältere Freunde, die denen auch mal was mitbringen, trotzdem sind es zu wenige, so dass der Konsum zwangsläufig zurückgehen würde.

Als ich 16 war, konnte ich von jeder 2. Person Zeug kaufen. Wäre es damals schon legal gewesen, wäre es nicht so leicht zu bekommen gewesen.

Interessant, eine illegale Sache ist also leichter zu bekommen als eine Sache, welche legal gehandelt werden kann mit Altersbeschränkung. Diese Argumentation würde mich daran erinneren, dass eine geschlossene Mauer an einer Grenze leichter zu überwinden ist als ein kleiner Gartenzaun. Naja aber daran sieht man wieder, dass es bei Kiffern mit der Logik doch irgendwo aufhört ;)

Also beim googlen habe ich übrigens gerade folgende zahlen gefunden

Die Zahl der Läden, die vom Haschischverkauf leben («Coffee-Shops»), stieg in Amsterdam seit der Liberalisierung im Jahr 1980 von rund 20 auf 400 im Jahr 1991 und auf mindestens 2000 in ganz Holland.

Von 1984 bis 1988 verdoppelte sich die Zahl der über 15jährigen Haschischraucher in Holland. Von 1988-1992 verdoppelte sich die Zahl der 14-17jährigen Haschischraucher nochmals, diejenige der 12-13jährigen verdreifachte sich sogar.

Wobei die Zahlen nicht stimmen müssen. Ich kenne keine Debatte, wie das Kiffen, wo so unterschiedliche Zahlen im Ulauf sind, womit sich beide Seiten schönreden wollen. Aber die Behauptung, dass es durch Legalisierung schwieriger ist an Sachen heran zu kommen kann echt nur von Kiffern kommen, da dies einfach absurd ist und das auch jedem klar ist.


Und warum hier das Thema Steuereinnahmen nicht besprochen werden soll, kann ich auch nicht nachvollziehen. Das ist eindeutig ein Mehrwert für die Gesellschaft. Ob die Regierung das Geld aus dem Fenster schmeißt, Griechenland in den Hintern steckt oder Banken finanziert ist doch egal. Das Geld ist trotzdem da, ob es beim Bürger ankommt oder nicht.

Mehrwert für die Gesellschaft? Wenn die Menschen sich das Hirn weg kiffen und unmotivierter werden? Kiffen ist ja nicht gerade eine leistungssteigernde Droge... Naja rein Steuertechnisch finde ich es nicht richtig darüber zu sprechen, da man einfach Geld mit etwas moralisch verwerflichem verdient. Waffengeschäfte an Diktatoren werden sicherlich auch ein finanzieller Mehrwert, dennoch muss man nicht wirklich darüber diskutieren, dass wird das lieber sein lassen sollten.


P.S. Alkohol als weiche Droge anzusehen ist imho ziemlich bescheuert. Nur weil es so ziemlich die einzige Volksdroge ist, die auch im Hirn spürbare Auswirkungen hinterlässt, wenn man sich zuviel von reinkloppt, ist es noch lange nicht harmlos. Guckt euch halt mal Suchttabellen und Todesstatistiken an. Alkohol wird da wohl auch Platz 1 liegen..

Naja die Frage ist immer nach der prozentualen Menge. Wobei nun eher persönliche Erfahrungen kommen, da ich nun auf anhieb keine Zahlen habe. Aus meiner Klasse haben alle Alkohol getrunken. Die meisten trinken immer noch mal ab und zu. Zum alkoholiker wurde keiner. Kiffer gab es weniger, aber da fallen mir auf anhieb mindestens 2 ein, die später auf die Frage, was sie heute machen geantwortet haben "Arbeitsloser Kiffer, hehehe". Der Leistungsabschwung bei Kiffern war auch sehr eindeutig zu beobachten. Wie gesagt, getrunken haben alle, aber da konnte man keinen direkten Zusammenhang feststellen.

Sicherlich ist Alkohol nicht harmlos, aber ich denke schon, dass nur die wenigstens wirklich daran kaputt gehen (Wobei selbst dies natürlich tragisch ist). Wobei Alkohol ja auch erst ab einem gewissem Alter zugänglich ist und dies deiner oben genannten Logik nach ja eh dazu führt, dass zumindest Minderjährige davor geschützt sind, da diese nicht mehr daran kommen.

Alkohol ist im Gegensatz zu Cannabis eine Droge die physisch abhängig macht und tödlich enden kann. Vom kiffen ist noch keiner gestorben.

Was ist denn, wenn jemand wegen dem Kiffen so depressiv wird, dass er sich selbst umbringt, dann wäre er zwar nicht am Kiffen gestorben aber durch das Kiffen. Durch Kiffen kann man ja im sozialen Umfeld ziemlich astürzen und das kann schon zur Vereinsamung führen und dann auch schwerwiegende Folgen haben.

Ich finde, dass man Cannabis legalisieren sollte. Bei den anderen Drogen muss man vorsichtig sein, gerade was stark halluzinogene Drogen angeht. Mushrooms z.B. würde ich nur ungern legalisiert sehen..

Können sie bei Alkohol auch. EPIC FAIL

Weil eine Sache schlecht ist, muss zwangsläufig eine andere schlechte Sache auch erlaubt werden. Tolle logik...
 
Ich hab "Andere Meinung" gestimmt, also muss ich hier wohl ein kurzes Posting abgeben:

Meine Meinung is eigentlich "I don't care! Mir wurscht!".

Wäre ich für "alles so lassen", so verstehe ich - zu Recht - die Leute, die sich beschweren, warum Drogen verboten sind, aber man sich legal mit Alkohol und Tabak zu Tode saufen und qualmen darf.

"alle Drogen legalisieren" halte ich persönlich für falsch.

Und das Mittelding "natürliche Drogen legalisieren" is imo der Ober-Bullshit. Is doch wurscht, ob die Substanz aus ner Pflanze kommt oder aus der ortsansässigen Chemiefabrik (= Drogenlabor).
Is genauso sinnlos, sich drüber zu streiten, ob der Geschmack in meinem Kirschsaft aus ner echten Kirsche kommt oder ob man das Geschmacksmolekül gemäß dem chemischen Bauplan im Labor nachgebaut hat. Is dasselbe. (Außer, dass man halt keinen Kirschbaum pflanzen muss. Aber das schmeck ich in meinem Saft ja nicht raus.)
 

Alkohol führt aufgrund der psychischen Wirkung (Enthemung) zu einer Strafmilderung bei einer Verurteilung.

Drogen haben zum Teil eine ähnliche Wirkung auf die Psyche.

Und der Alkohol ist im Gegensatz zu einigen Drogen noch relativ "gesund",
deshalb brauchen wir hier keine Drogen mer legalisieren.
 
Gibt es auch nur einen sinnvollen Grund Drogen zu nehmen?

Wenn die Antwort nein lautet, gibt es auch keinen Grund das in irgendeiner Weise zu vereinfachen, zu ermöglichen oder zu fördern. Zu sagen "die Leute machen es ja aber trotzdem, nur eben heimlich" ist kein Argument, oder lasst ihr sowas bei euren Kindern auch gelten um eben alles was ihr sonst verbietet zu erlauben?

Dass es bestraft wird liegt eben daran, dass man in letzter Konsequenz nicht nur sich selbst schadet, sondern auch anderen.

Wie sieht es denn bei den Befürwortern mit Schmerzmitteln aus? Legalisieren?
Kontolliert und "rein" produziert, Steuereinnahmen, evtl. sogar geringere Suchtgefahr und Nebenwirkungen, entkriminalisiert ... super Sache eig.
 
Interessant, eine illegale Sache ist also leichter zu bekommen als eine Sache, welche legal gehandelt werden kann mit Altersbeschränkung. Diese Argumentation würde mich daran erinneren, dass eine geschlossene Mauer an einer Grenze leichter zu überwinden ist als ein kleiner Gartenzaun. Naja aber daran sieht man wieder, dass es bei Kiffern mit der Logik doch irgendwo aufhört ;)

Erstmal danke für deine Antwort :) Jetzt zu deinem Posting:

1. Ich kiffe nicht (mehr) ;)
2. Der Vergleich mit einer Mauer hinkt gewaltig
3. Natürlich ist die Verfügbarkeit bei einer Legalisierung höher. Solange es illegal ist, kann es immer mal passieren, dass man eine paar Tage nicht an Zeug rankommt. Aber das macht den Kohl auch nicht fett.

Leichter zu bekommen ist die Droge natürlich, wenn sie legal verkauft wird. Aber eben nur ab einer bestimmten Altersstufe. Wahrscheinlich müsste man potenzielle Kunden dann auch soweit sensibilisieren, dass sie Kinder nichts verkaufen. Das könnte man ja auch direkt mit den Steuereinnahmen finanzieren.

Ich fände auch ein Modell mit "Mitgliedskarte" interessant, so wie es jetzt auch in Holland umgesetzt wird. Soll heißen, dass nur Bewohner der BRD in die Shops dürfen und eine Art Kifferkarte erhalten. Das würde gleichzeitig den Drogentourismus unterbinden, der zwar mehr Einnahmen bedeuten würde, aber auch viele Probleme verursacht.

Sollte man feststellen, dass eine Person Zeug an Minderjährige verkauft, wird ihm die Karte entzogen. Ich denke bei diesem Strafmaß würde sowas eher selten passieren. Welcher Kiffer riskiert ein Verbot nur weil er Kindern was verkauft :p

Also beim googlen habe ich übrigens gerade folgende zahlen gefunden

Die Zahlen sind mir neu. Ich kenne andere. Muss ich jetzt selber erstmal Quellen liefern. Was ich aber auf die Schnelle gefunden habe:

Eine neue Studie in der Euregio um Aachen, Limburg (Niederlande) und dem deutschsprachigen Teil Ostbelgiens hat nun Indizien dafür geliefert, dass das Verbot auch den Konsum durch Minderjährige nicht minimiert. Die Untersuchung Jugendliche 2001 der Gesundheitsdienste der Euregio hat festgestellt, dass der Cannabisgebrauch unter Schülern im Alter von 14-16 Jahren auf der deutschen Seite der Grenze weiter verbreitet ist als in den Niederlanden, wo Cannabis seit Jahrzehnten in Coffeeshops an Erwachsene verkauft wird. 13 Prozent der deutschen Schüler aber nur 10 Prozent der niederländischen Altersgenossen hatten im letzten Monat Cannabis konsumiert. Mit sogenannten "harten" Drogen (u.a. Ecstasy und Amphetamin) hatten gar fast doppelt soviele Deutsche als Niederländer zu tun. Auch beim Gebrauch von Alkohol und Nikotin liegen die deutschen Schüler vor den Niederländern.

Insgesamt wurden 40.000 Schüler weiterführender Schulen befragt.

«Wir können uns diese Unterschiede auch nicht erklären», gesteht Projektleiter Pieter Herngreen von der GGD Noord- en Midden Limburg. Er persönlich glaube, dass dieses Ergebnis mit der Drogenpolitik der Länder im Zusammenhang stehe. «Der Reiz des Verbotenen spielt sicherlich eine nicht zu unterschätzende Rolle.»
(Aachener Zeitung, 25.03.2002)


Aber die Behauptung, dass es durch Legalisierung schwieriger ist an Sachen heran zu kommen kann echt nur von Kiffern kommen, da dies einfach absurd ist und das auch jedem klar ist.

Schwieriger für Jugendliche -> siehe oben. Eine Art Ausweis wäre vermutlich Voraussetzung dafür. Man muss nicht alles 1:1 von den Niederländern übernehmen, man sollte auch aus ihren Fehlern lernen.

Mehrwert für die Gesellschaft? Wenn die Menschen sich das Hirn weg kiffen und unmotivierter werden? Kiffen ist ja nicht gerade eine leistungssteigernde Droge...

Natürlich ein Mehrwert. Ich habe den Eindruck du denkst nur an die Leute, die 24/7 kiffen. Ich kenne genügend Leute die kiffen und trotzdem mit ihrem Leben klar kommen. Ein guter Kumpel ist beispielsweise Chirurg und raucht halt abends mal ne Tüte zur Entspannung. Wo ist das Problem?

Andere trinken halt ihr Feierabendbier und andere rauchen lieber nen Joint.

Naja rein Steuertechnisch finde ich es nicht richtig darüber zu sprechen, da man einfach Geld mit etwas moralisch verwerflichem verdient. Waffengeschäfte an Diktatoren werden sicherlich auch ein finanzieller Mehrwert, dennoch muss man nicht wirklich darüber diskutieren, dass wird das lieber sein lassen sollten.

Wieder ein Vergleich, den ich sehr fragwürdig finde. Moralisch verwerflich? Hmm.... :think: Liegt im Auge des Betrachters. Als Kiffer wäre es mir lieber, ich bezahle Steuern und bekomme sauberes Zeug, als das ich gestrecktes Zeug von nem Dealer kaufen muss, der mich am Ende noch abzockt.

Und ich glaube auch nicht, dass du als Nichtkiffer(?) ein Problem damit habe wirst, wenn die Kiffer dir neue Straßen, Schulen, oder was auch immer mitfinanzieren.

Naja die Frage ist immer nach der prozentualen Menge. Wobei nun eher persönliche Erfahrungen kommen, da ich nun auf anhieb keine Zahlen habe. Aus meiner Klasse haben alle Alkohol getrunken. Die meisten trinken immer noch mal ab und zu. Zum alkoholiker wurde keiner. Kiffer gab es weniger, aber da fallen mir auf anhieb mindestens 2 ein, die später auf die Frage, was sie heute machen geantwortet haben "Arbeitsloser Kiffer, hehehe".

Die Leute kenne ich auch. Kenne da aber auch welche, die es mit Alkohol übertrieben haben. Gibt eben immer Leute, die die Grenze nicht erkennen. Es kommt dabei aber natürlich immer auf die Umstände an. Wenn man arbeitslos ist und keine Perspektive hat, passiert es eben leichter, dass man ständig konsumiert. Hat man eher ein geregeltes Leben, dann sieht es eher anders aus.

Der Leistungsabschwung bei Kiffern war auch sehr eindeutig zu beobachten. Wie gesagt, getrunken haben alle, aber da konnte man keinen direkten Zusammenhang feststellen.

Ich glaube ich weiß was du meinst, würde das aber nicht so beurteilen. Es gibt auch genügend Leute, die ne Tüte rauchen und danach super aktiv werden.

Schau dir dazu mal den Unterschied zwischen Sativa und Indica an, dann weißt du was ich meine. Hängt aber auch damit zusammen, ob man ne Tüte, ne Bong oder doch den Eimer bervorzugt. Nach nem Eimer kann man halt nichtmal mehr stehen ^^

Wobei Alkohol ja auch erst ab einem gewissem Alter zugänglich ist und dies deiner oben genannten Logik nach ja eh dazu führt, dass zumindest Minderjährige davor geschützt sind, da diese nicht mehr daran kommen.

Siehe oben, Ausweispflicht.

Soweit ich weiß kann man Alkohol bereits mit 16 Jahren kaufen, oder wurde das geändert?

Was ist denn, wenn jemand wegen dem Kiffen so depressiv wird, dass er sich selbst umbringt, dann wäre er zwar nicht am Kiffen gestorben aber durch das Kiffen. Durch Kiffen kann man ja im sozialen Umfeld ziemlich astürzen und das kann schon zur Vereinsamung führen und dann auch schwerwiegende Folgen haben.

Das kann dir mit jeder Droge passierenm, ja auch mit Alkohol. Die einzigen richtigen Freunde, die Alkis haben sind doch i.d.R. ebenso Alkis.

Klar gibt es Leute, die in der Klapse landen, weil sie die falschen Drogen konsumiert haben, aber das ist nicht die Regel.

Weil eine Sache schlecht ist, muss zwangsläufig eine andere schlechte Sache auch erlaubt werden. Tolle logik...

Darauf wollte ich auch nicht hinaus. Aber sollte der mündige Bürger nicht selber entscheiden können, welche Droge er konsumieren mag, wenn er schon welche nehmen will? Und das ohne sich zu kriminalisieren?

Meinetwegen kann man auch Alkohol, Tabak, Kaffee etc... verbieten. Auch eine Möglichkeit.

Ich bin gespannt auf deine Antwort.

Und der Alkohol ist im Gegensatz zu einigen Drogen noch relativ "gesund",
deshalb brauchen wir hier keine Drogen mer legalisieren.

Relativ "gesund" - merkste selber, wa? :LOL: