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Umfrageergebnis anzeigen: Sollen weiche Drogen in Deutschland legalisiert werden ?
JA auf jedenfall, ist schon längst überfällig 21 55,26%
NEIN, es soll alles beim alten Bleiben 17 44,74%
Teilnehmer: 38. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen

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Alt 24.10.2011, 10:02:50   #1 (permalink)
Adri
Loseverleiher

ID: 281472
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Reg: 23.06.2007
Beiträge: 743
Standard Drogenpolitik der Linken

Auf ihrem Parteitag der Links Partei,

ist eines ihrer relativ neuen Ziele ja die
schrittweise

Entkriminalisierung aller Drogen,

anschließend die Entkriminalisierung des Handels mit schwachen Drogen.


Was haltet ihr Davon ?

Meiner Meinung nach ist dies sinnvoll, man sehe die Staatlichen Einnahmen sowie die Kostenersparnis der Verfolgung sowie den Wegfall von großen Einnahmequellen illegaler Organisationen etc.

EDIT: http://www.linksfraktion.de/themen/drogen/ <-- hier der Link zum Thema
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Alt 24.10.2011, 14:58:04   #2 (permalink)
(Bier)Kelle
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ID: 1297
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(Bier)Kelle eine Nachricht über ICQ schicken
Reg: 28.04.2006
Beiträge: 6.771
Standard

Hmm, wenn ich das Programm so lese, sind wesentliche Ansätze durchaus sinnvoll und zu befürworten.

Zitat:
... Statt ausreichende Mittel für präventive und therapeutische Angebote bereitzustellen, gibt Deutschland aber 84 Prozent seiner Ausgaben im Drogenbereich für die Strafverfolgung aus.

Die Fraktion DIE LINKE fordert eine Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages, um die derzeitige nationale und internationale Drogenpolitik zu evaluieren. Die Fraktion DIE LINKE setzt sich für eine humane und rationale Drogenpolitik ein. Dazu gehören Präventions- und Informationsangebote sowie ausreichende, niedrigschwellige therapeutische Hilfen. ...
Gerade auf den Bereich Prävention sollte, unabhängig ob legale/illegale Droge, größeren Wert gelegt werden.

gruss kelle!
Ihr wollte die Straße zurück?! Sollt ihr haben, Stück für Stück!
Sie wird dann die Eure sein, wir geben sie Euch Stein für Stein!

Nazi sein heißt Probleme kriegen!
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Alt 24.10.2011, 15:44:34   #3 (permalink)
topfkanne
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Reg: 20.04.2006
Beiträge: 1.578
Standard

Absolut richtig. Der wichtigste Punkt für mich ist jedoch die Entkriminalisierung, ganz abgesehen vom Verkauf.

Zitat:
Zitat von (Bier)Kelle Beitrag anzeigen
Gerade auf den Bereich Prävention sollte, unabhängig ob legale/illegale Droge, größeren Wert gelegt werden.
Dem stimme ich auch zu.

In Portugal sind seit 2001 alle Drogen entkriminalisiert. Der Erfolg zeigt sich u.a. in einer Studie aus dem Jahr 2009 sowie auch in aktuellen Meldungen. Einfach mal nachlesen.
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topfkanne ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.10.2011, 15:51:06   #4 (permalink)
flxwa33
abgemeldet

Reg: 02.07.2010
Beiträge: 1.052
Standard

Genau deshalb halte ich das Vorhaben der Linkspartei für sinnvoll.
 
flxwa33 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.10.2011, 07:05:54   #5 (permalink)
Adri
Loseverleiher

ID: 281472
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Reg: 23.06.2007
Beiträge: 743
Standard

Mich würde auch einmal die Meinung der Gegner dieses Themas interessieren.
Wenn ich mir gerade die umfrage ansehen
sind 5 stimmen für, und 4 gegen eine Lockerung der aktuellen Drogenpolitik.


Gruss
Adri ist offline Threadstarter   Mit Zitat antworten
Alt 25.10.2011, 07:27:19   #6 (permalink)
insiderm37
Erfahrener Benutzer

Reg: 24.01.2008
Beiträge: 17.008
Standard

Zitat:
...gibt Deutschland aber 84 Prozent seiner Ausgaben im Drogenbereich für die Strafverfolgung aus...
Wow!

Zitat:
Die Linksfraktion setzt sich für die Erforschung von Cannabis als Medizin ein. Cannabis sollte von allen Krankenkassen erstattet werden, sobald die arzneimittelrechtlichen Vorgaben erfüllt sind. Bei schweren Erkrankungen, sollte Cannabis auch vorher bereits übernommen werden, wenn die etablierten Therapie-Methoden nicht ausreichend geholfen haben.
Da wird aber die Pharmaindustrie was dagegen haben!
 

Geändert von insiderm37 (25.10.2011 um 07:34:12 Uhr)
insiderm37 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.10.2011, 07:58:21   #7 (permalink)
MrToiz
Erfahrener Benutzer

ID: 72115
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Reg: 28.04.2006
Beiträge: 769
Standard

Also die Mittelverteilung zwischen Strafverfolgung und Prävention sehe ich auch etwas kritisch, aber prinzipiell bin ich gegen jede Art von Drogen.
Ich bin daher auch für ein absolutes Verbot aller Drogen, die heute schon verboten sind, und zusätzlich auch von Tabak, Getränken mit destilliertem Alkohol ("Hochprozentiges") und generell von Alkohol in der Öffentlichkeit.
Zusätzliches Geld für die Präventionsarbeit könnten dann die Krankenkassen bereitstellen, wenn die Folgen von Drogenkonsum (also auch Tabak und Alkohol!) von den Betroffenen selbst bezahlt werden müssten.

Mir fehlt also der Abstimmungspunkt "NEIN, im Gegenteil, die Drogengesetze gehen noch nicht weit genug."
 
MrToiz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.10.2011, 08:03:11   #8 (permalink)
Adri
Loseverleiher

ID: 281472
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Reg: 23.06.2007
Beiträge: 743
Standard

Zitat:
Zitat von MrToiz Beitrag anzeigen
Also die Mittelverteilung zwischen Strafverfolgung und Prävention sehe ich auch etwas kritisch, aber prinzipiell bin ich gegen jede Art von Drogen.
Ich bin daher auch für ein absolutes Verbot aller Drogen, die heute schon verboten sind, und zusätzlich auch von Tabak, Getränken mit destilliertem Alkohol ("Hochprozentiges") und generell von Alkohol in der Öffentlichkeit.
Zusätzliches Geld für die Präventionsarbeit könnten dann die Krankenkassen bereitstellen, wenn die Folgen von Drogenkonsum (also auch Tabak und Alkohol!) von den Betroffenen selbst bezahlt werden müssten.

Mir fehlt also der Abstimmungspunkt "NEIN, im Gegenteil, die Drogengesetze gehen noch nicht weit genug."
Du bist also auch gegen legale Drogen wie alkohol und Tabak ?,
wow, das ist sehr krass.
Aber gut, jeder darf ja seine eigene Meinung haben.
Adri ist offline Threadstarter   Mit Zitat antworten
Alt 25.10.2011, 09:39:59   #9 (permalink)
topfkanne
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Reg: 20.04.2006
Beiträge: 1.578
Standard

Zitat:
Zitat von Adri Beitrag anzeigen
Du bist also auch gegen legale Drogen wie alkohol und Tabak ?,
wow, das ist sehr krass.
Aber gut, jeder darf ja seine eigene Meinung haben.
@MrToiz: Wäre natürlich auch interessant zu wissen, wieso du gegen jede Art von Drogen bist und wieso du in Zukunft auf deinen Kaffee verzichten möchtest. ;-)
This is Schäuble. Copy Schäuble into your signature to help him on his way to Überwachungsstaat.
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Alt 25.10.2011, 18:54:51   #10 (permalink)
darkkurt PREMIUM-User
Moderator
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ID: 35967
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Reg: 20.04.2006
Beiträge: 13.395
Standard

Ich meine, ähnliche Forderungen gibt es von der SPD, den Grünen und der Piratenpartei - grundsätzlich also nichts neues..

Insgesamt halte ich die Drogenpolitik (egal von welcher Partei) ohnehin für ein Randthema. Den Rest des Parteiprogramms halte ich eher für diskussionswürdig:

Verstaatlichung der Banken, Auflösung der NATO, "Überwindung des Kapitalismus" und "demokratischer Sozialismus" - viel interessanter
darkkurt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.10.2011, 19:10:13   #11 (permalink)
baffi
grafikdilettant
Benutzerbild von baffi

ID: 268589
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Reg: 25.12.2006
Beiträge: 18.086
Standard

Zitat:
Zitat von MrToiz Beitrag anzeigen
[...]Zusätzliches Geld für die Präventionsarbeit könnten dann die Krankenkassen bereitstellen, wenn die Folgen von Drogenkonsum (also auch Tabak und Alkohol!) von den Betroffenen selbst bezahlt werden müssten.[...]
So so. Und wieviele Menschen glaubst Du, werden dann noch eine Behandlung beginnen?

Ich bin eindeutig für eine Lockerung der Drogenpolitik.

Cannabis könnte kontrolliert, bspw. durch Apotheken, abgegeben werden. Dies würde einen Großteil der Beschaffungskriminaltät beseitigen und zudem die Möglichkeit der Beratung und Prävention erweitern. Überdies könnten, entsprechend Tabak und Alkohol, erhobene Steuern zur Finanzierung beitragen.

Was die harten Drogen betrifft, könnte Portugal ein Vorbild sein, soweit ich das nach kurzem Studium der News beurteilen kann.
baffi ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 25.10.2011, 20:11:23   #12 (permalink)
perlini
Antifaschist
Benutzerbild von perlini

ID: 35054
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Reg: 19.05.2006
Beiträge: 5.659
Standard

Zitat:
Zitat von baffi Beitrag anzeigen
Cannabis könnte kontrolliert, bspw. durch Apotheken, abgegeben werden. Dies würde einen Großteil der Beschaffungskriminaltät beseitigen und zudem die Möglichkeit der Beratung und Prävention erweitern.
Könntest du dir vorstellen in der Apotheke Gras zu kaufen? Also ich mein, da geht man doch nur rein, wenn man krank ist oder wenn man nicht krank werden will. Dann jedesmal diese "oberlehrerhafte" und die (gefühlte) Überwachung ob meines Konsumes. Und preislich dürften die mit der Straße auch nicht mithalten können bzw. die Straße würde ihre Preise (mit all ihren Folgen) anpassen.

Ich weiß nicht, ich kann mich bei dem Thema nicht entscheiden. Der Antrag der Linken klingt erstmal gut. Die Gesetzeslage ist ungerecht und teils unverhältnismäßig. Die Folgen von Prohibition sind bekannt. Suchtkranke haben unter den Folgen der Kriminalisierung von Drogen zu leiden.
Anderseits nimmt der Drogenmißbrauch legaler Drogen und der daraus resultierenden Kosten stetig zu; viele können mit Drogen nicht umgehen. Hinzu kommt, dass der Preis für die Drogen eine wichtige Rolle spielt. Das spielt dem illegalen Drogenmarkt wiederum in die Hände (s. Zigaretten). Auch halte ich Prävention für kein sehr wirkungsvolles Mittel, den Drogenmißbrauch oder gar den -konsum zu reduzieren. Drogenmißbrauch entsteht mE weniger aus der Unwissenheit über die Droge - dass Wissen ist vorhanden -, sondern aus persönlichen und/oder sozialen Problemen.

Kurz: Die Entkriminalisierung der Suchtkranken halte ich für sinnvoll, aber ob eine Entkriminalisierung der Drogen was bringt - auch finanziell - bezweifle ich.
When you're dead, you don't know you're dead. It's pain only for others. It's the same thing when you're stupid.
perlini ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.10.2011, 20:23:39   #13 (permalink)
baffi
grafikdilettant
Benutzerbild von baffi

ID: 268589
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Reg: 25.12.2006
Beiträge: 18.086
Standard

Zitat:
Zitat von perlini Beitrag anzeigen
Könntest du dir vorstellen in der Apotheke Gras zu kaufen? Also ich mein, da geht man doch nur rein, wenn man krank ist oder wenn man nicht krank werden will. Dann jedesmal diese "oberlehrerhafte" und die (gefühlte) Überwachung ob meines Konsumes.
Das ist sicher eine Frage der Gewöhnung. Ich selbst kann mir nicht vorstellen Gras auf der Straße zu kaufen (bin kein Konsument). Apotheken kann ich mir deshalb gut vorstellen, weil sie die entsprechende Kompetenz mitbringen (zumindest was die Wirkung und die Gefahren angeht).

Zitat:
Zitat von perlini Beitrag anzeigen
Und preislich dürften die mit der Straße auch nicht mithalten können bzw. die Straße würde ihre Preise (mit all ihren Folgen) anpassen.
Ich denke doch mal, bei legaler(m) Einfuhr/Anbau und Verkauf dürften die Preise deutlich sinken, oder nicht?

Gibt es in den Niederlanden noch viele Straßendealer (für Cannabis)?
baffi ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 25.10.2011, 22:27:41   #14 (permalink)
Querulant
SEO

ID: 165221
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Abwesend

Querulant eine Nachricht über ICQ schicken
Reg: 20.04.2006
Beiträge: 4.649
Standard

Zitat:
Zitat von Adri Beitrag anzeigen
Du bist also auch gegen legale Drogen wie alkohol und Tabak ?,
wow, das ist sehr krass.
Aber gut, jeder darf ja seine eigene Meinung haben.
Alkohol ist m.M. nach eine wesentlich schlimmere Droge als so manche "verbotene Droge".

Alkohol macht körperlich abhängig, und das nicht grad wenig.
.
Querulant ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.10.2011, 23:05:47   #15 (permalink)
paymymail
Ref-Gejagter

ID: 188266
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Reg: 24.04.2006
Beiträge: 1.211
Standard

Zitat:
Zitat von cruZe Beitrag anzeigen
Alkohol macht körperlich abhängig, und das nicht grad wenig.
Gras nich? Oder gibt es überhaupt irgendeine "gängige" Droge die das nicht tut? Sollte nicht gerade die hohen Anzahl der Abhängigen von bereits legalen und entkriminalisierten Drogen, sprich Nikotin und Alkohol zeigen dass das vielleicht keine so gute Idee ist?
 
paymymail ist offline   Mit Zitat antworten
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Stichworte
die linke, legalisierung, parteitags-beschluss, weiche drogen

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