Drogen legalisieren?

  • Natürliche Drogen (z.B. Cannabis) legalisieren.

    Stimmen: 86 50,9%
  • Alle Drogen (auch synthetische) legalisieren.

    Stimmen: 19 11,2%
  • Alles so geregelt lassen, wie es ist.

    Stimmen: 51 30,2%
  • Ich enthalte mich der Stimme. / Siehe Thread! / Andere Meinung.

    Stimmen: 13 7,7%

  • Umfrageteilnehmer
    169
Was ich allerdings denke ist dass wenn die entsprechenden Drogen legalisiert wären und man dadurch kontrolliert an sie kommen würde es auch einfacher wäre den jeweiligen Süchtigen zu erkennen und ihm zu helfen. Was im Moment definitiv nicht der Fall ist, da viele Süchtige es entweder nicht merken oder nicht merken wollen.

Mir wurde gestern noch mitgeteilt dem wäre am Beispiel NL und Portugal nicht so. Hab jetzt grade mal kurz nach Quellen geguckt aber auf die schnelle nichts gefunden, bin auch ehrlich gesagt ins Thema nicht so sehr eingearbeitet.. War gestern halt nur so ein Gedanke.. Vllt. weiß da ja jemand anderes was genaueres zu. Natürlich mit Quelle.
 
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[...] Vllt. weiß da ja jemand anderes was genaueres zu. Natürlich mit Quelle.

Portugal hat, nach dem was ich gelesen habe (s. Quote), lediglich entkriminalisiert, so dass sich die Frage da nicht stellt.

[...]In Portugal sind seit 2001 alle Drogen entkriminalisiert. Der Erfolg zeigt sich u.a. in einer Studie aus dem Jahr 2009 sowie auch in aktuellen Meldungen. Einfach mal nachlesen.

Zu den Niederlanden kann ich leider auch nichts beitragen, könnte mir aber vorstellen, dass die These stimmt. Der Verkauf findet dort ja in Coffee-Shops statt und ob die in Gesundheitsberatung geschult sind, kann ich nicht beurteilen.

Ein Grund, warum ich den Verkauf in Apotheken vorschlage.
 
Mir wurde gestern noch mitgeteilt dem wäre am Beispiel NL und Portugal nicht so. [...] Natürlich mit Quelle.


Duderich, das ... stammt von mir. Allerdings bezog sich das keineswegs auf die von dir zitierte Stelle, sondern auf die These von Drrichardfahrer, der du zustimmtest, nämlich dass eine Drogenpolitik der Entkriminalisierung zwangsläufig mehr Süchtige nach sich zöge. Das ist imho falsch, wie man an NL und Portugal sieht. Meine Quelle gibt hier allerdings nur Aufschluss über den relativen Drogenkonsum (auch regelmässigen) in den Niederlanden, was möglicherweise keinen direkten Schluss auf die Zahl der Süchtigen zulässt. Allerdings ist damit schon mal klar, dass es weniger Cannabiskonsumenten in den Niederlanden gibt als in Deutschland (trotz ähnlicher wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Situation).
Meine Zeit ist begrenzt, aber nach Möglichkeit werde ich hier mehr Quellen und Schlüsse vorlegen. Bis dahin - guten Abend!
TA

EDIT: Zum Beitrag von baffit: Die Verkäufer in Coffeeshops sind im Allgemeinen nicht pharmazeutisch oder medizinisch geschult, daher wäre möglicherweise ein Verkauf in Apotheken vorzuziehen.
Darüber hinaus bin ich der Meinung, das Portugal schon ein hinreichendes Beispiel für die Resultate lockerer Drogenpolitik ist - eine Entkriminalisierung ist eigentlich ausreichend für eine deutliche Verbesserung der Situation.
 
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Duderich, das Reno stammt von mir. Allerdings bezog sich das keineswegs auf die von dir zitierte Stelle, sondern auf die These von Drrichardfahrer, der du zustimmtest, nämlich dass eine Drogenpolitik der Entkriminalisierung zwangsläufig mehr Süchtige nach sich zöge. Das ist imho falsch, wie man an NL und Portugal sieht. Meine Quelle gibt hier allerdings nur Aufschluss über den relativen Drogenkonsum (auch regelmässigen) in den Niederlanden, was möglicherweise keinen direkten Schluss auf die Zahl der Süchtigen zulässt. Allerdings ist damit schon mal klar, dass es weniger Cannabiskonsumenten in den Niederlanden gibt als in Deutschland (trotz ähnlicher wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Situation).

Das Interessante ist nur, dass es in dem Thread auch schon Quellen und Zitate diesbezüglich gab, dass deine Aussage falsch ist. Nun möchte ich weder so weit gehem zu sagen, dass die anderen Quellen recht haben oder deine. Diese Arroganz überlasse ich dir, für dich die Wahrheit zu pachten und Filtern zu dürfen, wem und was man vertrauen darf und was nicht.

Aber sämtliche Logik verbietet es einfach (und da sind sich denke ich 99% aller denkenden Menschen einig), dass es schwieriger ist an Sachen ran zu kommen, die ab 18 sind in einem Staat, als an Sachen ran zu kommen, welche gar nicht erlaubt sind. Viellicht ist das bei deinem Drogendealer anders, da er keine Dinge ab 18 verkauft, sondern nur illegale Substanzen. Aber das hatten wir hier schon ausdiskutiert und ich denke das bringt eh nichts, wenn man tausend mal erhofft, dass andere mal nachdenken über deren Logik.
 
Sollten wir uns dann nicht lieber die Drogenpolitik in Rumänien, Malta, Schweden oder Griechenland angucken? Dort wird gemäß EMCDDA-Jahresbericht (Seite 50) noch weniger Cannabis konsumiert.

Nicht unbedingt. Es ging ja um die Frage, ob sich der Drogenkonsum erhöht, wenn man legalisiert und/oder entkriminalisiert. Die Drogenpolitik in den von Dir genannten Ländern wäre also nur dann interessant, wenn diese solche Programme haben.

[...] Aber sämtliche Logik verbietet es einfach (und da sind sich denke ich 99% aller denkenden Menschen einig), dass es schwieriger ist an Sachen ran zu kommen, die ab 18 sind in einem Staat, als an Sachen ran zu kommen, welche gar nicht erlaubt sind. [...]

Aber nur weil man an eine Sache leichter herankommt, bedeutet das doch nicht automatisch, dass sie auch (verstärkt) konsumiert wird, oder?
 
Zuletzt bearbeitet:
Sollten wir uns dann nicht lieber die Drogenpolitik in Rumänien, Malta, Schweden oder Griechenland angucken? Dort wird gemäß EMCDDA-Jahresbericht (Seite 50) noch weniger Cannabis konsumiert.

Die Niederlande sind vor allem interessant, weil die gesellschaftliche und wirtschaftliche Situation dort unserer recht ähnlich ist. Mit Ausnahme von Schweden sind die von dir genannten Länder aber schwerlich mit Deutschland zu vergleichen. Dazu kommt was baffit sagt.
Wichtig ist, dass man sich vor Augen führt, dass keineswegs Gründe für eine Entkriminalisierung gefunden werden müssen. Es müssen Gründe gefunden werden, die Kriminalisierung aufrecht zu erhalten. Diese kostet Unsummen und senkt die Lebensqualität Hunderttausender. Daher muss jeder, der eine Prohibition befürwortet, hinreichende Gründe für eine solche liefern.

Das Interessante ist nur, dass es in dem Thread auch schon Quellen und Zitate diesbezüglich gab, dass deine Aussage falsch ist. Nun möchte ich weder so weit gehem zu sagen, dass die anderen Quellen recht haben oder deine. Diese Arroganz überlasse ich dir, für dich die Wahrheit zu pachten und Filtern zu dürfen, wem und was man vertrauen darf und was nicht.

Diese Quelle legen wenigstens noch nahe, dass
a) entweder Cannabis keineswegs Einstiegsdroge ist
b) weniger Menschen in den NL Cannabis konsumieren als hier.

Ansonsten verstehe ich nicht genau, welche meiner Aussagen falsch war. Es wäre hilfreich, wenn du mir das noch einmal darlegen könntest und dann eben auch warum sie falsch sind. Ich selbst stufte meine Quelle als durchaus vertrauenswürdig ein, aber weil ich die gegenteiligen Quellen nicht kenne, kann ich das nicht vergleichen.
Im Übrigen würde ich mich freuen, wenn du solche Vorwürfe von Arroganz o.ä. weglassen könntest; das Ganze ist hier wenig hilfreich, dein Reno ist Feedback genug.

Aber sämtliche Logik verbietet es einfach (und da sind sich denke ich 99% aller denkenden Menschen einig), dass es schwieriger ist an Sachen ran zu kommen, die ab 18 sind in einem Staat, als an Sachen ran zu kommen, welche gar nicht erlaubt sind. Viellicht ist das bei deinem Drogendealer anders, da er keine Dinge ab 18 verkauft, sondern nur illegale Substanzen. Aber das hatten wir hier schon ausdiskutiert und ich denke das bringt eh nichts, wenn man tausend mal erhofft, dass andere mal nachdenken über deren Logik.

Was baffit sagt: Sind die Konsumenten deshalb mehr? Sieht imo nicht danach aus.
Ich möchte hinzufügen, dass ich keinen Drogendealer habe (ich wusste nicht, dass es offenbar üblich ist, einen zu "besitzen").
Es ist nicht so, dass ich ein großartiges Interesse an legalem Cannabis/anderen Drogen per se besitze; erstens bringt das Verbot sowieso relativ wenig in Sachen Regulation und zweitens bin ich kein Konsument (mehr? Probieren und so...).
Es ist nur so, dass ich es nicht gutheiße, wenn
a) Gute Menschen wegen derartigen Dingen ihre Lebensqualität einbüßen
b) so viel Geld deswegen verschwendet wird

Soviel dazu, guten Abend wünsche ich.
TA
 
Gut, gehen wir davon aus, dass es in NL weniger Süchtige gibt, als in Deutschland (oder vergleichsweise in Österreich).
Hat dies aber wirklich damit zu tun, dass dort Drogen legalisiert wurden? Abgesehen von den psychischen und körperlichen Verletzungen der Opfer (die ja schon genügen, um folgendes nie zu erlauben) müsste man ja dann auch sagen können: Wenn wir Vergewaltigungen ab nun nicht mehr bestrafen, dann gibts weniger davon?? Dasselbe bei Morden, usw...
Wird hier nicht Ursache/Wirkung etwas falsch ausgelegt?
 
Diese Quelle legen wenigstens noch nahe, dass
a) entweder Cannabis keineswegs Einstiegsdroge ist
b) weniger Menschen in den NL Cannabis konsumieren als hier.

Die Zahl der Läden, die vom Haschischverkauf leben («Coffee-Shops»), stieg in Amsterdam seit der Liberalisierung im Jahr 1980 von rund 20 auf 400 im Jahr 1991 und auf mindestens 2000 in ganz Holland.

Von 1984 bis 1988 verdoppelte sich die Zahl der über 15jährigen Haschischraucher in Holland. Von 1988-1992 verdoppelte sich die Zahl der 14-17jährigen Haschischraucher nochmals, diejenige der 12-13jährigen verdreifachte sich sogar.

In Deutschland ist die Zahl der Cannabiskonsumenten vergleichsweise niedrig. Weniger als 1,5 Prozent der jungen Männer zwischen 14 und 34 Jahren berauschen sich täglich oder fast täglich daran. Bei den Frauen sind es weniger als 0,5 Prozent.

Erste Formulierung kam von konservative.de und zweite vom Spiegel. Findet man hier im Thread noch ausführlicher, daher nicht noch mal.

Erste belegt (behuaptet) der Konsum sei in den Niederlanden stark angestiegen (Zahlen innerhalb eines Landes sind grundsätzlich interessant als der Vergleich zu anderen Ländern, da andere Länder meist andere gegebenheiten haben. Es geht mir ja nicht mal darum, dass Drogen kriminalisieren sollen, sondern das diese nicht verlauft werden sollen. Sicherlich kann man auch darüber diskutieren, ob Verbote richtig oder falsch sind, aber es geht doch wirklich nicht zu behaupten, dass man "glaubt", dass Kinder schwerer dran kommen, sobald etwas legal verkauft werden darf an Volljährige

Interessant an dem Artikel des Spiegels ist, dass es parallel dazu einen Artikel gab hier im Thread, dass in Grenznähe zu den Niederlanden (wo es vergleichsweise einfach ist an den Stoff ran zu kommen) die Konsumentenquote höher ist als in den Niederlanden selbst. Das lässt den Schluss zu, dass in Deutschland der Konsum unterdurchschnittlich hoch ist bis auf in den Regionen, in denen man leicht an den Stoff dran kommtr.

Ansonsten habe ich dich glaub ich verwechselt. Mir geht es am meisten auf den Sack, dass immer wieder behauptet wird, dass es nach einer Legalisierung schwerer für Minderjährige ist an den Stoff zu bekommen. Das regt mich einfach auf. Wenn man sich nicht mal auf offensichtliche Dinge einigen kann, dann ist eine Diskussion absurd. Die Beschaffung wird um so leichter, um so geringer die Hürden sind. Ob es dadurch dann wirklich mehr Konsumenten gibt oder SÜchtige ist ja durchaus diskutierbar, aber wie soll eine Diskussion funktionieren, wenn man sich nicht mal auf einen offensichtlichen Nenner einigen kann.

Ansonsten verstehe ich nicht genau, welche meiner Aussagen falsch war. Es wäre hilfreich, wenn du mir das noch einmal darlegen könntest und dann eben auch warum sie falsch sind. Ich selbst stufte meine Quelle als durchaus vertrauenswürdig ein, aber weil ich die gegenteiligen Quellen nicht kenne, kann ich das nicht vergleichen.
Im Übrigen würde ich mich freuen, wenn du solche Vorwürfe von Arroganz o.ä. weglassen könntest; das Ganze ist hier wenig hilfreich, dein Reno ist Feedback genug.

Sorry, war wohl zu genervt. Schlechten Tag gehabt:) Oben habe ich dir aus dem Thread hier ja schon andere Aussagen genannt. Aber grundsätzlich wurde das ja schon sehr ausführlich auseinander genommen. Ich denke, dass man beide Gedankengänge kennt. Die tatsächlichen Auswirkungen einer LEgalisierungen sind aber nun mal Hypothesen bis es soweit kommt. Und daher kann es kein Richtig oder Falsch geben. Nur etwas wahrscheinlicheres als das andere vielleicht.




Was baffit sagt: Sind die Konsumenten deshalb mehr? Sieht imo nicht danach aus.
Ich möchte hinzufügen, dass ich keinen Drogendealer habe (ich wusste nicht, dass es offenbar üblich ist, einen zu "besitzen").
Es ist nicht so, dass ich ein großartiges Interesse an legalem Cannabis/anderen Drogen per se besitze; erstens bringt das Verbot sowieso relativ wenig in Sachen Regulation und zweitens bin ich kein Konsument (mehr? Probieren und so...).
Es ist nur so, dass ich es nicht gutheiße, wenn
a) Gute Menschen wegen derartigen Dingen ihre Lebensqualität einbüßen
b) so viel Geld deswegen verschwendet wird

Soviel dazu, guten Abend wünsche ich.
TA

Ob es mehr Konsumenten geben wird ist wie gesagt eine Hypothese. Meiner Meinung nach schon, wenn man die Drogenkonsumquote geographisch in Deutschland betrachtet und scheinbar feststellen kann, dass in Grenznähe zu Drogen liberalen Staaten der Konsum höher ist als im restlichen Deutschland, wo man schlechter an Drogen dran kommt.

Zu a gebe ich dir ja recht. Für eine Entkriminalisierung bin ich ja ebenfalls. Menschen können nicht dafür besftraft werden, dass sie ein Problem (Für mich ist Drogensucht ein Problem) haben und solange sie dabei niemanden schaden gehört ihnen geholfen.
 
[...]Wird hier nicht Ursache/Wirkung etwas falsch ausgelegt?

Werden hier nicht Äpfel und Birnen verglichen? In Deinen Beispielen kommen Menschen mit Absicht und durch die Tat eines anderen zu Schaden. Beides ist bei Drogenkonsum nicht der Fall.

Mir persönlich reicht für eine Legalisierung zumindest weicher Drogen allein das Freiheitsargument. Auch wenn ich dabei sicher für gewisse Regulierungen bin. Für die Entkriminalisierung sprechen noch viel mehr Gründe.

Erste Formulierung kam von konservative.de und zweite vom Spiegel. Findet man hier im Thread noch ausführlicher, daher nicht noch mal.

Interessant an den Zitaten ist, dass sie unterschiedliche Zahlen vergleichen. Es werden die niederländischen Anstiege im Bereich der Jugendlichen (bis 17) dargestellt und dagegen deutsche Zahlen gestellt, die Menschen bis 34 Jahre betrifft. Allein das macht mich schon stutzig. Aber ich will gar nicht zuviel meckern, denn:

[...]Zu a gebe ich dir ja recht. Für eine Entkriminalisierung bin ich ja ebenfalls. Menschen können nicht dafür besftraft werden, dass sie ein Problem (Für mich ist Drogensucht ein Problem) haben und solange sie dabei niemanden schaden gehört ihnen geholfen.

Wenn man sich darauf schon mal einigen könnte, wäre viel gewonnen.
 
Drogen zu legalisieren würde das Problem nicht beseitigen und würde eine kriminalitätsrate nur beschönigen mehr auch nicht. Um mal ein hypothetisches Beispiel zu bringen "Wenn ich keine Morde mehr als Straftaten haben will, legalisiere ich es!" - zu gegeben etwas krass, aber ich denke der ein oder andere weiß worauf ich hinaus will.

Man sieht es an den legalen Drogen (Zigaretten und Alkohol), es wird kommerziell damit umworben. Zugegeben wäre es eine lustige Vorstellung wenn man statt "Dieser Spielfilm wird präsentiert von Wodka Gorbaschow, des Wodkas reine Seele" ein Kamel sehen würde, mit raster Mütze und Sonnenbrille und einer Tüte im Maul und eine nette Frauen Stimme zu hören "Zum highend Chillen wird dieser Film präsentiert von Camel Jam" - Zigaretten Werbung wird dabei eh nicht im TV ausgestrahlt aber wie man merkt steht man hier beim nächsten gesetzlichen Problem, ob oder wie die Werbung für Drogen aussehn sollte...

Aber Tabak- und Alkoholprodukte landen in der heutigen Zeit auch leicht in Kinderhände. Mir ist klar das es auch so mit Drogen ist (je nach Umfeld), aber eine Legalisierung würde meines erachten die Sache noch verschlimmern, quasi das Öl im Feuer...

Dann kommt noch hinzu das manche Menschen den Konsum von den legalen Drogen noch nicht mal beherrschen, wie soll es aussehen wenn dann auf einmal zu spott Preisen Kokain in "Aphoteken" erhältlich ist von "Koksnasen % Söhne GmbH"???

Desweiteren wäre dann Deutschland ein Paradies für gewisse Organisationen. Da sie nun hier ohne gefahren und Risiko produzieren können und von hier aus ihre Ware in andere Länder schmuggeln können (beobachtet mal die Deutsch - Holländische Grenze). - Wär aber hier sagt, man kann Produktionen beobachten und kontrollieren dem sage ich nur eins, wie kommen MPs und Sturmgewehre von Heckler & Koch auf afrikanische Schlachtfelder?!
 
Drogen zu legalisieren würde das Problem nicht beseitigen und würde eine kriminalitätsrate nur beschönigen mehr auch nicht.
Welches Problem? Und behebt die Illegalisierung ein Problem? Wenn ja, sollten dann nicht auch Drogen wie Alkohol und Tabak verboten werden?
Um mal ein hypothetisches Beispiel zu bringen "Wenn ich keine Morde mehr als Straftaten haben will, legalisiere ich es!" - zu gegeben etwas krass, aber ich denke der ein oder andere weiß worauf ich hinaus will.
Absurder Vergleich. Aber die kommen immer bei dieser sinnlosen Diskussion. Sinnlos, weil es schlichtweg keine logischen Argumente FÜR Drogen gibt. Der Mensch braucht keine Drogen zum (über)leben. Aber das Leben wäre sehr traurig, wenn es nur Dinge gäbe bzw. Mensch nur Dinge täten, die wir brauchen.
Es ist daher ein Frage der Akzeptanz, welche Drogen der Staat bzw. die Gesellschaft seine Bürger bzw. seine Mitmenschen konsumieren lässt.

Ich denke, die Entkriminalisierung geringer Mengen sollte das Minimum sein. Es ist doch bürokratischer Irrsinn, dass die Polizei bei geringen Mengen "Anzeige" stellt, die Justiz aber in den aller meisten Fällen ob der schwammigen "Geringen-Menge-Regelung" das Verfahren einstellt.
 
Ich denke, die Entkriminalisierung geringer Mengen sollte das Minimum sein. Es ist doch bürokratischer Irrsinn, dass die Polizei bei geringen Mengen "Anzeige" stellt, die Justiz aber in den aller meisten Fällen ob der schwammigen "Geringen-Menge-Regelung" das Verfahren einstellt.

Das ist ja mehr oder weniger die niederländische Lösung. Denn Drogenbesitz ist in den Niederlanden nicht legalisiert. Er ist, soweit mir bekannt, nach wie vor eine Straftat. Die wird aber bis zu einer Menge von 30 Gramm nicht verfolgt.

Und es gibt Ausnahmen für Coffee-Shops, die das Zeug verkaufen dürfen.

Trotzdem ist die Einfur, Ausfuhr, Produktion und der sonstige Handel nach wie vor verboten in den Niederlanden.

Der Konsum ist weder in den Niederlanden noch in Deutschland verboten.

Marty
 
Da hast du recht. Aber der Erwerb und Besitz ist verboten und die Polizei und Justiz schlussfolgern, dass du ohne Erwerb und Besitz auch nicht konsumieren hättest können. Daher kommt es doch wieder zu einer Anzeige.
Das habe ich noch nie erlebt. Du kennst Fälle, wo es eine Anzeige wegen Erwerb oder Besitz von BTM gekommen ist, weil man festgestellt hat, dass jemand konsumiert hat?

Man kann problemlos Konsument sein, ohne Erworben oder Besessen zu haben.

Marty
 
Das habe ich noch nie erlebt. [...]

Man kann problemlos Konsument sein, ohne Erworben oder Besessen zu haben.
Kann ich mir auch nicht vorstellen. Aber "problemlos" halte ich wiederum für keine passende Beschreibung. Als Konsument KANN es dir passieren, dass du gefilzt wirst. Oder das Auto wird durchsucht, in dem du MITfährst.
 
Ich meinte damit nur, dass man konsumieren kann, ohne im Besitz zu sein.

Wenn man in einer Runde einen Joint rumgehen lässt und jemand zieht daran, dann konsumiert er, er besitzt aber nicht.

Eine Annahme der Polizei, dass jemand, bei dem Konsum festgestellt worden ist, automatisch ja mal Besitzer gewesen sein muss, ist falsch.

Als Dauerkonsment wird es natürlich schwierig, nicht mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten.

Marty
 
Dazu eine Kleinigkeit, bei der ich mir nicht sicher bin, ob es wirklich so ist. Ich habe das mal von meinem Anwalt gehört, aber halte es für fragwürdig.
In dem von Marty angesprochenen Fall nimmt die Polizei wirklich Besitz an, denn Besitz != Eigentum. Die Polizei geht dementsprechend davon aus, dass Besitz eine Vorraussetzung für den Konsum ist und daher ist de fakto der Konsum strafbar, obwohl er keine Straftat ist.
Stimmt das so?

Absurder Vergleich. Aber die kommen immer bei dieser sinnlosen Diskussion. Sinnlos, weil es schlichtweg keine logischen Argumente FÜR Drogen gibt. Der Mensch braucht keine Drogen zum (über)leben. Aber das Leben wäre sehr traurig, wenn es nur Dinge gäbe bzw. Mensch nur Dinge täten, die wir brauchen.
Es ist daher ein Frage der Akzeptanz, welche Drogen der Staat bzw. die Gesellschaft seine Bürger bzw. seine Mitmenschen konsumieren lässt.

Ich kann deine Argumentation ein Stück weit nachvollziehen, aber mit dieser Formulierung bin ich absolut nicht einverstanden. Zum einen stellt sich die Frage, was logische Argumente FÜR etwas überhaupt sein können. Offenbar unterscheiden sich hier unsere Meinungen, und das ist der Grund, warum man die Unterteilung in logische (und damit valide) und nichtlogische (invalide) Gründe sowieso sein lassen sollte. Denn bei Drogenkonsum handelt es sich gemeinhin um ein opferloses Verbrechen*, sodass eben egal ist, ob du meine Gründe dafür verstehen kannst oder halt nicht.
Zum zweiten Teil möchte ich auch anmerken, dass es imho vielmehr eine Frage der Akzeptanz ist, welche Freiheiten der Bürger sich durch den Staat nehmen lassen will. Ein opferloses Verbrechen* zu begehen sollte keineswegs durch den Staat nur "akzeptiert" werden, i.e. "darüber hinweggesehen", sondern vielmehr den Staat absolut nicht interessieren. Dies bedeutet nicht, dass für Handel und Erzeugung von Rauschmitteln dasselbe gilt, aber für den Konsum allemal.

*Opferloses Verbrechen: Imho geschieht die gesamte Prohibitionspolitik auf der Grundlage, dass Drogenkonsum eben kein opferloses Verbrechen ist, sondern der Täter über sein vorheriges Wissen und Einverständnis hinaus geschädigt wird. Nachvollziehbar wird dies bei körperlicher Sucht, speziell z.B. Heroinabhängigkeit: Möglicherweise war der Täter mit dem einmaligen Gebrauch der Droge einverstanden, aber er wurde abhängig und hat daher keinen vollständig freien Willen mehr. Daher sieht es der Staat als seine Pflicht, den betreffenden Bürger in Hinsicht auf seinen Rauschmittelgebrauch zu bevormunden.
Ich selbst sehe allerdings eine solche Notwendigkeit der Bevormundung nur bei körperlicher oder sehr starker psychischer Abhängigkeit gegeben. Ich bezweifele, dass Cannabis oder LSD im Allgemeinen zu einer derartig starken Sucht führen, dass die Selbstreflexion ausfällt und man in Hinsicht auf den Substanzgebrauch "willenlos" wird. Daher finde ich eine solche Politik nicht angebracht.
Darüber hinaus gibt es auch bei uns Maßnahmen für Individuen, deren Alkoholkonsum aus den Bahnen gerät. Aber es gibt keinen Generalverdacht, dass alle Menschen nicht in der Lage wären, ihren Alkoholkonsum im Griff zu haben. Für eine ähnliche Handhabung plädiere ich im Fall von Cannabis; andere Drogen sollten mit einigen Auflagen entkriminalisiert werden.

Lieben Gruß,
TA

Edit: Kurzes Zitat aus Wikipedia
"Zudem ist die deutsche Rechtsordnung auf dem Grundsatz der Straflosigkeit der Selbstschädigung aufgebaut. "
- Wikipedia zur Opferlosen Straftat

PS: Die pragmatischen Gründe sind imho sowieso klar pro Entkriminalisierung, daher habe ich hier einfach mal politische und rechtswissenschaftliche Gründe angeführt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich meinte damit nur, dass man konsumieren kann, ohne im Besitz zu sein.

Wenn man in einer Runde einen Joint rumgehen lässt und jemand zieht daran, dann konsumiert er, er besitzt aber nicht.

Eine Annahme der Polizei, dass jemand, bei dem Konsum festgestellt worden ist, automatisch ja mal Besitzer gewesen sein muss, ist falsch.

Als Dauerkonsment wird es natürlich schwierig, nicht mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten.

Marty

Nein das ist Falsch! Man unterscheidet zwischen EIGENTÜMER und BESITZER.

Nehmen wir an ich kaufe mir einen BMW, ich schließe den Kaufvertrag etc. ab und bezahle direkt den vollen geforderten Betrag. Dann bin ich nun der EIGENTÜMER.

So jetzt braucht aber mein Nachbar ein Auto und seins ist in der Werkstatt und leiht sich meinen Wagen dafür, dann ist er der Besitzer, aber nicht der Eigentümer - da rechtlich das Auto mir gehört.

Anderes Beispiel: Wenn du eine Mietwohnung hast, dann bist du der Besitzer als Mieter und der Vermieter ist der Eigentümer.

Wenn also jemand in einer Runde hockt und nimmt den Joint "in seinen Besitz" (in dem er ihn in die Hand nimmt) ist er schon der Besitzer,...

Besitzer = Derjenige der die volle Kontrolle/Gewalt über einen Gegenstand hat.

Ich hoffe es ist etwas verständlich ausgedrückt wurden von mir...
 
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