Und ich würde glatt Wetten, dass es nicht Siemens ist, die Finanziell für den Verzug haften - auch wenn es für eine Weltkonzern mehr als Peinlich ist, ein offensichtlich funktionierendes System (Velaro) für den heimischen Markt nicht fristgerecht herstellen zu können.

Ich schreibs mal so:
Die DB AG zahlt die 16 Züge komplett, aber sie erhält keine 16 Züge. ;)

gruss kelle!

Nachtrag: Bezeichnend find ich aber auch ne Aussage der japanischen Konkurrenz, sinngemäß:
Nach Deutschland liefern wir nicht - kein Bock aufs EBA.
https://www.klamm.de/news/steuerungssoftware-verzoegert-ice-auslieferung-21N1353773834317.html
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist ja auch schei*egal, wann so ein Dreckszug zum Stehen kommt... :doh:

Aber Nebenbei: warum kam es denn letztes Jahr schon zu einem Ver-Zug? ;)

Ich frage mich, ob die nächste Generation des ICE nicht vielleicht doch mal aus Frankreich kommen sollte - da funktionieren offensichtlich die Klimaanlagen, brechen keine Achsen und rechtzeitig fertig werden sie auch... :think:
 
Ich habe heute im Radio gehört, dass es wohl an der Steuerungssoftware liegen soll. Die muss nach DB-Auftrag sowohl in Deutschland, als auch in Belgien und Frankreich funzen, so der Beitrag.

Das dürfte zumindest eine Anforderung sein, die der TGV bislang nicht erfüllen muss. ;)
 
Der TGV fährt seit geraumer Zeit auf deutschen Gleisen - ohne Probleme...

Im Gegensatz dazu musste der ICE 3 zur Nutzung in Frankreich umgerüstet werden - er war zu empfindlich gegen umherfliegende Schottersteine des Gleisbetts.
 
Nachtrag: Bezeichnend find ich aber auch ne Aussage der japanischen Konkurrenz, sinngemäß:
Nach Deutschland liefern wir nicht - kein Bock aufs EBA.

Und damit haben wir endlich den Sinn dieser Institution entdeckt. Andere Länder schützen ihre einheimischen Hersteller mit Zöllen, die Amis mit Rechtsunsicherheit und wir mit Vorschriften und Ämtern :)
 
Braucht der dafür auch eine Zulassung durch das EBA? :think:

Das EBA ist die Aufsichts- und Genehmigungsbehörde für inländische, mehrheitlich im Besitz des Bundes (amtliches Kürzel EdB, Eisenbahnen des Bundes) befindliche Eisenbahninfrastrukturunternehmen und für deutsche und deutschlandweit operierende ausländische Eisenbahnverkehrsunternehmen.

Quelle ;)
 
Ist ja auch schei*egal, wann so ein Dreckszug zum Stehen kommt... :doh:

Das nicht, es ist mehr die Art und Weise.
Zur Zeit gilt noch für die Zulassung jeglicher Technik das Regelwerk zum Zulassungszeitpunkt.
Das heißt also, man fängt an einen Zug zu bauen, ohne zu wissen, was er können muss.
Bei den rein mechanischen Sachen tut sich da nicht viel, aber gerade die Bereiche, die immer softwarelastiger werden, sind davon betroffen.

Da muss man nun unter Umständen einen Fehler suchen und beheben, während man parallel dazu neue Anforderungen des EBA realisieren muss.

Abgesehen davon finde ich es interessant, dass inzwischen zwei Hersteller in das gleiche Problem gerannt sind.
Alleine funktioniert der Triebzug hervorragend inkl. Zulassung des EBA, gekoppelt in Mehrfachtraktion gibts Bremsprobleme.
Da könnte man schon vermuten, dass Anforderungen, ob nun vom Kunden oder vom EBA, das Kommunikationssystem an den Rand der Leistungsfähigkeit bringen.

Seltsam finde ich weiterhin, dass die Velaro Plattform mit den chinesischen und spanischen Ablegern ohne Bremsprobleme in Doppeltraktion fahren.

Ich frage mich, ob die nächste Generation des ICE nicht vielleicht doch mal aus Frankreich kommen sollte - da funktionieren offensichtlich die Klimaanlagen, brechen keine Achsen und rechtzeitig fertig werden sie auch... :think:

Meinst Du die Franzosen, die beim ICE 3 für die Drehgestelle verantwortlich waren, wo dann mal die Achse brach? :mrgreen:
Oder meinst Du die Franzosen, die grad an ner S-Bahn für u.a. Stuttgart mitbauen, wo die Zulassung Probleme bereitet? :ugly:

gruss kelle!
 
Rösler möchte Bahn und andere Staatsbetriebe verkaufen

Folgende News wurde am 25.12.2012 um 12:48:49 Uhr veröffentlicht:
Rösler möchte Bahn und andere Staatsbetriebe verkaufen
Top-Themen

Berlin (dpa) - Wirtschaftsminister Philipp Rösler will mit dem Verkauf von Staatsbeteiligungen den Bundeshaushalt in Milliardenhöhe entlasten. Der Staat müsse sich aus Wirtschaftsunternehmen und Finanzinstituten zurückziehen, heißt es in einem «Positionspapier» Röslers, über das die Zeitung «Die Welt» berichtet. Eine Expertenkommission soll demnach schnellstmöglich konkrete Vorschläge unterbreiten. Eine Sprecherin des Ministeriums bestätigte die Existenz des Papiers - ohne allerdings Einzelheiten zu nennen.
 
So ganz grob überschlagen würde es sich bei der Bahn wirtschaftlich rentieren, wenn der Verkaufserlös 1:1 in die Schuldentilgung gehen würde, da die Zinsersparnisse über den Dividendeneinnahmen liegen würden (so grob über den Daumen gepeilt).

Aber rein inhaltlich gruselt es mir davor, ne komplett eigenständige Bahn hier zu haben.
Wer sich mit dem S-Bahn Desaster in Berlin beschäftigt hat, wo die DB kurz vor der Zwangsstilllegung stand, weiß, dass ne Privatisierung nix wird.

gruss kelle!
 
Ich dennke auch, dass der Staat bei entsprechend wichtigen Bereichen besser mal seine Finger im Spiel behalten sollte. Man muss sich hier auch die Frage stellen: Geht es um eine einzig Gewinnoptimierte Verkehrsleistung oder wird hier auch eine gewisse Lebens- und Umweltqualität in D erhalten?!
 
Deutsche Bahn hat Riesiges vor: 500 Millionen Euro Sanierungsgeld vom Bund

Folgende News wurde am 30.03.2013 um 10:19:00 Uhr veröffentlicht:
Deutsche Bahn hat Riesiges vor: 500 Millionen Euro Sanierungsgeld vom Bund
Shortnews

Die Deutsche Bahn hat jetzt etwas Großes angekündigt. Demnach sollen deutschlandweit 500 Millionen Euro in alte Bahnhöfe und marode Brücken investiert werden."Bahnhöfe sind das Aushängeschild der Bahn und die Visitenkarte der Städte. Mit den Sondermitteln wollen wir die Bahn dabei unterstützen, die dringendsten Umbaumaßnahmen zügig voranzutreiben", erklärte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer. Die Sanierung wird durch das Geld finanziert, das eigentlich vom Bund für neue Bahnstrecken zur Verfügung gestellt werden. Stattdessen wird es nun für die Erhaltungsmaßnahmen verwendet.
 
Bahn sieht bundesweit Stellwerk-Probleme

Folgende News wurde am 12.08.2013 um 15:07:38 Uhr veröffentlicht:
Bahn sieht bundesweit Stellwerk-Probleme
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Mainz (dpa) - Der Mainzer Hauptbahnhof ist kein Einzelfall: Die Bahn hat deutschlandweit Stellwerk-Probleme eingeräumt. «Wir haben bundesweit eine angespannte Situation, das ist richtig», sagte der Vorstandschef der DB Netz AG, Frank Sennhenn.
«Wir sind dabei, alle Stellwerke, bei denen wir ähnlich kritische Situationen haben, nach Kräften abzusichern.» Das Chaos soll nun auch Thema bei Spitzentreffen zwischen Bahn, Politik und Gewerkschaften werden.
Das Chaos am Mainzer Hauptbahnhof weitete sich am Montag aus: Auch tagsüber fielen Züge aus oder wurden umgeleitet. Tausende Pendler im ganzen Rhein-Main-Gebiet sind davon betroffen. In dieser Woche gilt für Regionalzüge Stunden- statt Halbstundentakt, nur wenige Fernzüge halten im Hauptbahnhof der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt.
Die Deutsche Bahn und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) haben zu den Personalproblemen ein Spitzengespräch am Mittwoch in Frankfurt angekündigt. Daran werden Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber und die Personalchefs der Geschäftsbereiche teilnehmen, wie eine Bahnsprecherin am Montag in Berlin sagte. Bereits an diesem Dienstag beraten Bahn, Gewerkschaft und die rheinland-pfälzische Landesregierung bei einem Treffen in Mainz über die Probleme.
Rund die Hälfte der 15 Fahrdienstleiter im Mainzer Stellwerk sind krank oder in Urlaub. Die Bahn hat mit den Mitarbeitern gesprochen, ob einige freiwillig aus dem Urlaub zurückkommen. Zunächst war unklar, ob sich die Lage entspannt. Der DB Netz-Chef stellte für diesen Dienstag (13.8.) eine mögliche Lösung in Aussicht. Der Manager machte deutlich, dass keine Fahrdienstleiter verpflichtend aus dem Urlaub geholt würden. «Das kann nur auf freiwilliger Basis geschehen.»
Zum Abbruch ihres Urlaubs können die Bahner nicht einfach verpflichtet werden: Ein Chef darf seine Mitarbeiter unter keinen Umständen zurück in den Betrieb holen, sagte Nathalie Oberthür, eine Fachanwältin für Arbeitsrecht aus Köln.
Die EVG forderte mehr Personal. «Wir brauchen jetzt ein klares Signal, mehr Leute einzustellen», sagte der EVG-Vorsitzende Alexander Kirchner im ARD-Morgenmagazin. «Dieses Problem ist bundesweit.» Er warnte davor, Mainzer Mitarbeiter aus dem Urlaub zu holen. «Der Akku ist leer.» Kirchner wies den Vorwurf zurück, es handle sich bei den Problemen um eine konzertierte Aktion. «Das ist völliger Unsinn.»
Der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) ist sauer, weil die Bahn bisher keine Lösung für die Probleme am Hauptbahnhof hat. «Die Bahn hat hier einen gesetzlichen Versorgungsauftrag», sagte er der «Süddeutschen Zeitung» (Montag). «Da kann sie nicht einfach streichen, was sie nicht schafft. Das ist Management wie aus der Steinzeit.» Er sei nicht über die Einschränkungen informiert worden.
FDP-Generalsekretär Patrick Döring forderte die Bahn auf, den Urlaub der Mitarbeiter angesichts der Probleme zurückzustellen. «Der Eisenbahnverkehr muss gewährleistet werden. Das hat Vorrang», sagte das Bahn-Aufsichtsratsmitglied der «Rhein-Neckar-Zeitung» aus Heidelberg.
 
Ah, eben kamen mal grad konkrete Zahlen:
15 FDL Stammbesatzung
3 FDL im Urlaub
5 FDL krank

Jetzt würde mich mal brennend interessieren, welche Firma ihren Service komplett aufrecht erhalten kann, wenn 1/3 der Belegschaft krank ist und das auch noch in der Urlaubszeit.

Andersherum werden 11 FDL für den Standardschichtbetrieb benötigt.
Man hat also 4 Leute (36%) Reserve.
Ist das wirklich, wie häufig in der Presse zu hören, kaputt-gespart?

gruss kelle!
 
Andersherum werden 11 FDL für den Standardschichtbetrieb benötigt.
Man hat also 4 Leute (36%) Reserve.
Ist das wirklich, wie häufig in der Presse zu hören, kaputt-gespart?

Warum ist es in anderen Stellwerken möglich/üblich, das die FDL in die Lage gebracht werden, bei Personalmangel im Nachbarbereich aushelfen zu können? :wall:

Warum räumt DB-Netz ein, dass 600 Stellen (!!!) ausgeschrieben werden müssen? :roll:
 
Warum ist es in anderen Stellwerken möglich/üblich, das die FDL in die Lage gebracht werden, bei Personalmangel im Nachbarbereich aushelfen zu können? :wall:

Weil es verschiedene Stellwerkstypen gibt.
Es gibt mehr als genug von den alten Teilen, wo man auf Sicht arbeitet, nämlich die Sicht aus dem Fenster heraus.

Die moderneren Stellwerke haben vor dem Fenster ne riesen "Landkarte", so dass man nur noch schematisch den Überblick hat, und der Verantwortungsbereich räumlich deutlich größer ist.

Warum räumt DB-Netz ein, dass 600 Stellen (!!!) ausgeschrieben werden müssen? :roll:

Jetzt machen wir mal lustiges Rätselraten.
1.) Wie viele Stellwerke hat die DB AG in Deutschland in Betrieb?
2.) Wie verändert sich der aus Frage 1.) abzuschätzende Personalaufwand durch 600 Einstellungen?

Und meine Kernfrage bleibt: Welche Firma kann bei 1/3 Krankenstand ungehindert weiter funktionieren?

gruss kelle!