Klar schaffe ich das, aber es ist extrem nervig und umständlich. Ich muss nämlich jedes Mal einen Start- und Zielbahnhof eingeben, dann bekomme ich mögliche Verbindungen angezeigt, von denen ich eine wählen muss, dann schlägt er mir Tarife vor um am Ende festzustellen, dass das Tages-NRW-Ticket das Günstigste ist. Dieses Ticket ist aber weder strecken- noch zeitgebunden. Warum nicht direkt am Anfang "Nrw-Ticket", Geld rein, Ticket raus, fertig.
Scheint es wohl regionale Unterschiede bei den Ticketautomaten zu geben. Hier hat der Startbildschirm 4 große Schaltflächen, einen u.a. für die Angebote des Verkehrsverbundes.
 
Hier hat der Startbildschirm 4 große Schaltflächen, einen u.a. für die Angebote des Verkehrsverbundes.
Hat es hier auch. Ich fahre aber ja eben Verkehrsverbundübergreifend und dafür gibt es dann ein sogenanntes NRW-Ticket, das es natürlich auch wieder in mehreren Ausprägungen gibt mit Streckenbindung und ohne.

Marty
 
Ich als Informatiker stehe immer vor den Automaten und frage mich, wer das die Testverfahren entwickelt hat.

Ein Nicht-Bahn-fahrender Systemtester? 8)

Für mich wäre Mittwoch, 16 Uhr ganz schlecht, dann wäre meine Hauptverkehrszeit. Freitags um 13 Uhr ist doch nur für den öffentlichen Dienst Hauptverkehrszeit.

Der Mittwoch 16 Uhr kann auch ein Samstag-mittags Spaziergang sein.
Hauptreisezeiten im Fernverkehr sind nunmal Freitag ab 12 Uhr und Sonntag ab 14 Uhr plus/minus.

Das Problem ist doch nicht der Kunde, der eine Auskunft will...

Was mich ja wundert, ist einfach folgendes, dass die Kunden ziemlich oft die Zeit wählen, wo sie selbst erstmal eine halbe Stunde anstehen, um dann überhaupt ein Gespräch anfangen zu können.

Ich sehe bei den Themen, die ich als Kunde allgemein habe, zu, mir Zeiten zu suchen, wo ich mit minimalen Zeitansatz den maximalen Nutzen habe.
Gut, aber wenn ich an die jährliche Arie der Reifenhändler nach dem ersten Schnee denke, gehe ich davon aus, dass ich mein Verhalten nicht verallgemeinern kann. ;)

...sondern die Bahn, die keine vernünftigen Alternativen bietet, um Dich als "Schnellkunde" schnell abzufertigen. Mein Supermarkt kann das mit einer "Schnellkasse", selbst an Flughäfen kann man das mit Leuten ohne Gepäck, die Bahn kann es nicht.

Die Bahn kann es schon und macht es auch.
An großen Bahnhöfen gibt es extra Schalter für Comfort-Kunden (Jahresumsatz > 2000 €) oder auch ExpressSchalter, nur Buchung, keine Information.

Erster Haken an der Sache:
Die DB kann das nicht an einem Bahnhof anbieten, wo in der Stadt 12.000 Personen wohnen. Gut, anbieten schon, aber unter der Maßgabe, dass die Dame am Schalter kosten-deckend arbeiten kann, wird es nichts.

Daraus resultiert, dass man als Stammkunde den Automaten bevorzugt.
Der ist im Normalfall sicher nicht schneller als die Dame am Schalter, tendenziell eher langsamer, aber die Summe aus warten und Ticket kaufen ist beim Automaten kleiner.

Was zur Folge hat, dass man gewohnheitsweise in allen Bahnhöfen zum Automaten rennt, ohne zu gucken, ob da ein Express Schalter geöffnet ist oder nicht.

Woraus wiederum resultiert, dass die Express Schalter kaum Umsatz haben, und zu normalen Schaltern gewandelt werden, um die Anfrage der "Selten"-Kunden abarbeiten zu können.

Seltsame Spirale...

Zweiter Haken:
Rutscht man unter die Umsatzgrenze des Comfort Kunden, bleiben einem auch diese Schalter verwehrt.

Ich fahre aber ja eben Verkehrsverbundübergreifend und dafür gibt es dann ein sogenanntes NRW-Ticket, das es natürlich auch wieder in mehreren Ausprägungen gibt mit Streckenbindung und ohne.

Als reiner Fernverkehrskunde habe ich nie die Kritik am Preissystem der Bahn verstanden.
Normalpreis kombinierbar mit BahnCard oder Frühbucherrabatt, dazu Schnäppchenpreise.
Da ist nix komplexes bei.
Bis mir dann mal jemand das Konzept der Verkehrsverbünde erklärt hat, wo man dann auch noch über mehrere Verbünde und Bundesländer fahren muss.
Da sah ich ein, dass ich nix verstanden hatte. :mrgreen:

gruss kelle!
 
Deutsche Bahn warf Elfjährigen aus dem Zug, weil er kein Geld bei sich hatte

Folgende News wurde am 16.01.2012 um 21:36:00 Uhr veröffentlicht:
Deutsche Bahn warf Elfjährigen aus dem Zug, weil er kein Geld bei sich hatte
Shortnews

Am heutigen Montagnachmittag twitterte Anke D. erbost folgenden Satz: "ALLEIN, weil er kein Fahrgeld dabei hatte!" Sie regte sich über eine Schaffnerin der Deutschen Bahn auf. Diese hatten ihren elfjährigen Sohn in die Obhut der Bundespolizei übergeben, da der Junge keine 6,30 Euro für ein regionales Anschlussticket bei sich hatte. Auch das telefonische Angebot der Mutter, das Geld bei der Ankunft am Bahnhof zu bezahlen, konnte die Schaffnerin nicht umstimmen. Der Junge war an der Berliner Haltestelle Gesundbrunnen in den Zug eingestiegen. Die Fahrt endet in Oranienburg, 50 Kilometer von dem Ziel entfernt. Eine Sprecherin der Bahn verteidigte das Vorgehen der Mitarbeiterin.
 
Ich finde das echt willkürlich. Mal abgesehen davon das die Bahn mal die Meldung herausgab das Minderjährige nicht mehr aus dem Zug geworfen werden. Ich steckte als Jugendlicher mal in einer ähnlichen Situation. Allerdings war ich vor Antritt der Weiterfahrt am Schalter und durfte gegen Vorlage meines Personalausweises auf Rechnung fahren.
Ich hatte allerdings auch mal ein weniger schönes Erlebnis. Ich bin in den letzten Sekunden in einen Zug eingestiegen und habe 2 Stationen gebraucht bis ich den Schaffner zwecks Kauf eines Tickets gefunden habe(da war es noch möglich). Zur Info meine Eltern sind aus der Türkei. Erst wollte er aus mir einen Schwarzfahrer machen, aber als ich ihm dann "Das können Sie gerne machen. Ich bin jetzt schon darauf gespannt was Sie dem Richter darauf antworten wieviele Schwarzfahrer den Schaffner aufsuchen, um ein Ticket zu kaufen und auch noch zugeben seit wievielen Stationen sie mitfahren, Brauner." :mrgreen: sagte, wurde er plötzlich zähneknirschend kooperativ. :roll:
Ich möchte aber auch anmerken das es ein Einzelfall war. In der Regel sind die Schaffner nett. Ich halte mich aber auch an die Regeln. Trotzdem habe ich auch oft Paragraphenreiter miterlebt und einmal für ein junges Mädchen den Ticketpreis für das Anschlussticket ausgelegt und dann an ihrer Station vom Vater zurückbekommen. Einige Schaffner führen sich auf als hätten sie einen Krieg zu gewinnen und man spürt geradezu das sie sich am Tagesende einen darauf runterholen wievielen Menschen sie wieder was zu sagen gehabt haben. Macht führt zu Größenwahn. ^^ Das sind aber nur die wenigsten. Das erlebt man auch mal bei Busfahrern die einen nicht mitnehmen wollen, weil man nur eine Station fährt.
Und wenn man dann von Schaffnerinnen liest, die damit überfordert sind einem Kind den Ticketpreis bis zur Zielstation auszulegen und das Kind einfach bis dorthin bei sich zu behalten und dort das Geld entgegen zu nehmen... :pray: Herr, lass Hirn und Herz regnen! :pray:
 
Also ich sehe vielmehr die Eltern hier in der Pflicht.
Es sollte vor Fahrtantritt bekannt sein, wohin die Fahrt geht, wie viel Geld dabei sein sollte bzw. welche Tickets im Vorfeld gelöst werden müssen.
Desweiteren bin ich der Meinung, dass Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren oder im Zweifelsfrei unter 16, bei Reisen oder Fahrten, welche bspw. nicht routinemäßig zur Schule sind, ihre Kinder zu begleiten oder dafür zu sorgen, dass eine berechtigte volljährige Begleitperson zur Verfügung steht.
Natürlich kann man der Schaffnerin vorwerfen, sie hätte moralisch falsch gehandelt, aber immerhin wurde der Kleine nicht einfach irgendwo abgesetzt, sondern von einem Polizisten in Obhut genommen.

Sicher wäre es moralisch, als auch PR-technisch besser gewesen, den Jungen bis zum Zielbahnhof mitfahren zu lassen und dann vor Ort alles mit der Mutter zu klären, aber wie gesagt, ich bin eher die Meinung, dass die Mutter/Erziehungsberechtigten hier fahrlässiger gehandelt haben als die Schaffnerin.
 
Es soll schon mal vorgekommen sein, dass ein elfjähriger Geld verliert, dass die Eltern sich bei der Kalkulation der Fahrkarten vertan haben oder dass der Junge sich verrechnet hat und vom Geld einmal zu oft bei McDonalds war...

Offensichtlich war er aber in der Lage seine Züge selbstständig zu finden, warum sollte er also nicht allein fahren?

Natürlich ist der Schaffnerin freigestellt, den Jungen bei der Polizei zu lassen, viel passieren wird ihm dort wohl auch nicht. Allerdings ist das vollkommen unnötig und somit einfach dämlich. Und das sowohl menschlich gesehen, als auch aus PR-Sicht der Bahn.
 
Genau, man sollte lieber alle unter 16-Jährigen kostenlos fahren lassen, weil sie könnten ja ihr Geld verloren haben oder die Eltern haben sich vertan. Und lieber auch nicht bestrafen, das ist ja dämlich.

Eigentlich direkt alle Fahrgäste, weil man kann ja auch als Erwachsener mal zu wenig Geld dabei haben und es wäre doch viel schöner, wenn man dann nicht selber mit seinem Fehler klar kommen und draus lernen müsste.
Verantwortung für sich selbst zu übernehmen ist ja eh völlig überbewertet – grade Kinder sollten auf keinen Fall lernen, mit Geld hauszuhalten und die Konsequenzen ihres Handelns abzuwägen.
 
Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, im Sinne von "wenn Du zu blöd bist, musst Du es halt zu spüren bekommen", wird in der Tat überbewertet.

Meinst Du nicht, dass eine Standpauke bei der Schaffnerin reicht, um einem Elfjährigen klar zu machen, dass er einen Fehler gemacht hat (Wenn es denn sein Fehler war)?
 
Es kann doch wirklich nicht so schwer sein das Geld + Verwaltungsaufschlag per Überweisung oder mit anderen Möglichkeiten nachzufordern. Da muss man weder die Polizei, noch die Eltern, noch die Medien noch den eigenen Ruf belasten.
 
Mit der Bahn erlebt man was.


Samstagabend, man kommt von der Arbeit und begibt sich um 23:15 auf das an der Anzeigetafel angegeben Gleis und wartet auf den Zug, der um 23:24 Uhr gen Heimat fährt.
Durch Zufall dreh ich mich um und sehe einen Zug auf Gleis 6. Dieser fährt laut Zuganzeige meine Richtung, er soll aber eigentlich auf Gleis 4 stehen, was so auch auf dem Gleis und in der Halle auf den Tafeln steht. Inzwischen war es 23:20 Uhr, also schnell rüber auf Gleis 6, wo sich auch schon alle anderen Fahrgäste eingefunden haben, die in die Richtuing wollen. Es wird der Zugführer gefragt und der bestätgt das, dies der richtige Zug sei, also alle rein und Platz genommen.
Kurze Zeit später geht der Zugführer durch den Zug und bittet alle wieder auszusteigen und auf das Gleis 4 zu gehen, es kämme ein anderer Zug. Also alle raus und auf Gleis 4. Der Zug auf Gleis 6 fährt ab in richtung Tankgleis der Bahnhofes und wir warten auf Gleis 4 auf einen Zug.
10 Minuten spaäter, inzwischen war es 23.35 fuhr ein Zug auf Gleis 4 ein und welch wunder, es war der gleiche Zugführer mit dem gleichen Zug. Kommentar eines Fahrgastes war, dann hätten wir ja gleich sitzen bleiben können, daraufhin der Zugführer beim durchgehen duch den Zug zum vorderen Triebwagen: "Das sit Bahn!"
Durch diese Aktion hatte der Zug letztendlich über 15 Minuten Verpätung. Ich glaube ich brauch nicht zu erwähnen das dies der letzte Zug für den Tag war und der nächste erst wieder Sonntag morgen um 6 UHr gefahren wäre und zu der Zeit auch kein Bus mehr fuhr.
 
Sowas erlebt man auch wo anders.
Vor gut zwei Jahren fuhr in nach Zürich.
Auf Grund eines Lokschadens mussten wir in Basel umsteigen.

Wir konnten entweder mit einem Regionalzug oder mit nem TGV weiterfahren.
Weder zeitlich noch preislich machte es nen Unterschied, also den TGV gewählt, der auch am gleichen Gleis wie unser ankommender Zug abfahren sollte.

Wir standen da und warteten, keine Ansage, keine Anzeige, also mal Richtung Bahnhofsgebäude marschiert, Bildschirme suchen.
In einer Verbindungsbrücke einen Monitor gefunden, wo geschrieben stand, dass der TGV Verspätung hat.
Also wieder auf den Bahnsteig, Klamotten packen, weil der Regionalzug stand noch am anderen Bahnsteig.
Der fuhr genau in dem Moment los, als wir alle Klamotten zusammen hatten.

Also weiter warten.
Geraume Zeit später wurde uns der TGV angekündigt, um eine Minute vor Einfahrt verlauten zu lassen, dass er doch an nem ganz anderen Gleis einfährt.

So viel zu der tollen Bahn der Schweizer. :ugly:

Wobei die Schotten, nach nem Bericht ner Kollegin noch besser drauf sind.
Bei schlechtem Wetter wird der Zugverkehr auch mal für ein paar Tage eingestellt, erspart Verspätungen. :ugly:

gruss kelle!
 
Ich habe das einmal in Köln miterleben dürfen. RE7 soll, wie immer, an Gleis 3 ankommen. Da stehen nachmittags gerne schon mal 300 Leute und warten.

Durchsage, 5 Minuten vor Einfahrt: Liebe Gäste, der Zug fährt heute ausnahmsweise wegen einer kaputten Weiche von Gleis 9.

Also, alle 300 Leute Treppe runter, 6 Gleise weiter, Treppe rauf.

5 Minuten später.... es kommt kein Zug. Frage beim Schaffnerhäuschen auf dem Bahnsteig, dort Verwunderung, Anruf bei... (keine Ahnung, im Stellwerk vermutlich)...

Kurze Zeit später: Liebe Gäste, war ein Irrtum, der Zug fährt doch von Gleis 3, er steht sogar schon da und fährt gleich ab...

Netterweise haben die Schnellsten der 300 einfach die Türen blockiert, bis auch die Langsameren den Rückweg geschafft hatten.

Marty
 
Also solche Pannen sind aber wohl nie völlig vermeidbar. Vielleicht ist das auch das neue Gesundheitsprogramm, wenn man 300 Fahrgäste kurzerhand mal runde 80 Treppen hinauf- und hinunterlaufen lässt ;)
 
DB AG sponsored by AOK :mrgreen:

Spannend war es letztens:
Sehr geehrte Reisende, auf Grund eines technischen Defektsd müssen wir mal kurz anhalten, ich informiere sie, sobald ich genaueres weiß.
Fünf Minuten später:
Sehr geehrte Reisende, wie sich soeben herausstellte, war die Fehlermeldung im Computer eine falsche Fehlermeldung. Dem Zug geht es bestens, wir werden unsere Fahrt in Kürze fortsetzen.

Spannend sind in dem Fall vor allem die Fratzen der Reisenden, da sieht man, wer Humor hat, oder halt auch nicht.

gruss kelle!
 
Ging ja fast unter: Siemens schafft es noch nicht mal 8 der 16 ICE-Einheiten bis Weihnachten auf die Schiene zu bringen, die eigentlich schon seit einem Jahr rollen sollten... :clap:

Und ich würde glatt Wetten, dass es nicht Siemens ist, die Finanziell für den Verzug haften - auch wenn es für eine Weltkonzern mehr als Peinlich ist, ein offensichtlich funktionierendes System (Velaro) für den heimischen Markt nicht fristgerecht herstellen zu können.

Aber gut - vielleicht sind die Verträge mit der Bahn eben so, dass man sich so was leisten kann... :evil: