Und laut "Häschen in der..." wird demnächst mit 5-6 Mrd Euro der Missstand "auf- und abgearbeitet", das ein Teil der ICE-Flotte offensichtlich nicht Winterfest ist...

Quelle
 
Und laut "Häschen in der..." wird demnächst mit 5-6 Mrd Euro der Missstand "auf- und abgearbeitet", das ein Teil der ICE-Flotte offensichtlich nicht Winterfest ist...

Quelle

Kann ja sein, dass ich mal wieder falsch informiert bin...

Es sollen 300 neue Züge geordert werden, die die bestehende IC und ICE 1 Flotte ablösen soll.

Weder die eine noch die andere Flotte war von massiven Ausfällen betroffen.

Probleme gab es mit den ICE T Zügen, die noch nicht ausgetauscht werden.

gruss kelle!
 
Zugegeben, stand nicht im Focus-Artikel - stammt aber aus dem gleichen Interview

Ändert nix an dem Fakt, dass keine von den jetzt ausgefallenen Zügen dadurch auch nur einmal mehr repariert wird oder was auch immer...

Ganz zu schweigen davon, dass die Bahn verzweifelt versucht, die Preise für die neuen Züge zu drücken...

Da soll mir noch einer erklären, wie Qualität nen zentraler Punkt bleiben soll...

gruss kelle!
 
Untersuchung bescheinigt S-Bahn Berlin erhebliche Fehler

Folgende News wurde am 23.02.2010 um 14:00:54 Uhr veröffentlicht:
Untersuchung bescheinigt S-Bahn Berlin erhebliche Fehler
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BERLIN (AFP/ch) - Beim S-Bahn-Chaos in Berlin bescheinigt ein Untersuchungsbericht der Deutsche-Bahn-Tochter erhebliche Managementfehler. Hinzu kämen gravierende Mängel in der Konstruktion der Fahrzeuge, erklärte die Deutsche Bahn am Dienstag in Berlin.
Der Berliner S-Bahn-Verkehr ist nach einem Achsbruch bei einem Zug seit Monaten stark gestört, die Bahn rechnet damit, dass die Züge erst im kommenden Jahr wieder normal fahren werden.
Untersuchungen seit September
Ein Gruppe von zehn Ermittlern der Berliner Rechtsanwaltskanzlei Gleiss Lutz hatte die Probleme bei der S-Bahn im Auftrag der Bahn seit September untersucht.
Sie sichteten den Angaben zufolge tausende Einzeldokumente und befragten rund 100 Mitarbeiter und Führungskräfte. Sie identifizierten dabei laut Bahn "gravierende konstruktive Fahrzeugmängel" und "erhebliche Organisationsdefizite der S-Bahn" als Ursache für die Sicherheitsprobleme.
Ausschlaggebend für den "betrieblichen Beinahe-Zusammenbruch und die noch bestehenden Betriebsstörungen" sei ein "in wesentlichen Teilen mangelhaft konstruiertes Fahrzeug" gewesen, erklärte die Bahn.
Jedoch habe die S-Bahn im Umgang mit diesem Sicherheitsproblem "erhebliche Fehler" begangen. In diesem Zusammenhang spricht der Bericht auch von der "unzulänglichen Betreuung" der S-Bahn durch andere Konzernbereiche der Deutschen Bahn.
Missstände der Werkstattorganisation
Die später entdeckten, zusätzlichen Probleme mit Bremsen wiederum gingen auf "Missstände der Werkstattorganisation" zurück, die durch "Managementfehler" bei der S-Bahn verursacht worden seien, heißt es in dem Bericht. Die Ermittler kritisierten zudem, die Organisationsmängel etwa in den Werkstätten seien weder von internen noch von externen Prüfern aufgedeckt worden.
Die Deutsche Bahn selbst treffe keine Schuld, erklärte der Konzern. Die zuständigen Konzerngremien seien von der S-Bahn-Geschäftsführung nicht "über das Ausmaß der von den Ermittlern aufgedeckten systematischen Organisationsmängel sowie der unzureichenden Qualitäts- und Sicherheitsorientierung" aufgeklärt worden.
Der für den Personenverkehr zuständige Bahn-Vorstand Ulrich Homburg erklärte, mit dem Ergebnisbericht wolle die Bahn nun "höchstmögliche Transparenz" herstellen. Das Unternehmen setze darauf, dass bis Ende 2010 wieder ausreichend Züge für die S-Bahn in Berlin zur Verfügung stünden. Im Verlauf des Jahres 2011 solle es dann wieder ein "uneingeschränktes Verkehrsangebot" geben.
DB*Regio
Die Bahn kündigte an, alle Fahrzeuge laufend zusätzlichen Sicherheitsüberprüfungen zu unterziehen. Die Unterlagen der Untersuchung will der Konzern der Staatsanwaltschaft "zur Klärung eventuell strafrechtlich relevanter Sachverhalte" übergeben. Zudem behalte sich das Unternehmen arbeits- und zivilrechtliche Maßnahmen vor. Verbessert werden soll die interne und externe Kontrolle der Arbeit der einzelnen Konzernteile.
Zusätzlich zum bestehenden Qualitätsmanagement richtet die Bahn eine neue Einheit "Technische Revision" ein. Diese soll künftig "alle sicherheitsrelevanten Prozesse prüfen und überwachen". Die S-Bahn Berlin und die S-Bahn Hamburg sollen als Konsequenz aus den Problemen innerhalb des Bahn-Konzerns zudem neu zugeordnet werden.
Sie wechseln laut Bahn zum 1. März von der DB Stadtverkehr in die DB Regio. Damit würden alle S-Bahnen unter einem Dach zusammengefasst "und die einheitlichen Qualitäts- und Sicherheitsstandards vollständig auf die S-Bahn in Berlin übertragen", erklärte die Bahn.
 
Das hat aber wenig damit zu tun, dass Konkurrenten blöd gucken, wenn man ein neues "Gerät" vorstellt, mit einem bestimmten Leistungsumfang, weil keiner der Konkurrenz so was im Portfolio hat.
Genau, wer hat schon einen Hochgeschwindigkeitszug im Angebot, wo die Klimaanlage über 35° nicht mehr funktioniert? Das ist technische Höchstleistung deutscher Ingenieure...

SCNR
Marty
 
Genau, wer hat schon einen Hochgeschwindigkeitszug im Angebot, wo die Klimaanlage über 35° nicht mehr funktioniert? Das ist technische Höchstleistung deutscher Ingenieure...
Meinst du, die waren nicht in der Lage, leistungsstärke Klimaanlagen einzubauen? Oder ist es vielleicht nicht ehern so, daß sie es nicht wollten, denn schließlich verlangte die internationale Norm nicht mehr?
 
Meinst du, die waren nicht in der Lage, leistungsstärke Klimaanlagen einzubauen?
Das kann ich nicht sagen. Aber die Bahn mal vorgewarnt haben sie auch nicht. Ich vermute immer noch, dass weder Bahn noch Siemens tatsächlich wusste, was bei 35° passiert.

Oder ist es vielleicht nicht ehern so, daß sie es nicht wollten, denn schließlich verlangte die internationale Norm nicht mehr?
Ich vermute, die Bahn wollte nicht mehr zahlen.

Marty
 
Aber die Bahn mal vorgewarnt haben sie auch nicht.

Wenn die Bahn Ihre Mitarbeiter anweist, bei hohen Außentemperaturen die Klimaanlagen von 22° auf fünf Grad unter Außentemperatur zu stellen, dann kann mir keiner erklären, dass die Bahn von nichts wusste ;-)

Aber der Bahn Thread ist doch wo anders.

Übrigens, die Velaros in Spanien kühlen immer noch ohne Probleme.

Technisch kein Problem, aber wo waren nochmal die BWLer? :ugly:

gruss kelle!
 
Im neuen Spiegel ist ein recht lesenswertes Interview mit Bahnchef Grube. Die Klimaanlagen wurden in den Neunzigern eingerichtet, und damals war 32°C als Höchstwert völlig akzeptabel. 35°C oder wärmer wurde es seitdem nur an einer Handvoll Tagen.
Dass das ganze seitdem mal hätte "aktualisiert" werden müssen steht außer Frage, aber man sollte jetzt auch nicht auf die Bahn eindreschen ohne nachzudenken.

Natürlich wurde gespart, natürlich wurde zu viel gespart wegen des Börsengangs, aber letztendlich ist es doch die ganz normale Bevölkerung, die für ein Bahnticket (mit Komfort, Service, Klimaanlage und Pünktlichkeit) nicht mehr als einen halben Appel und Ei zahlen möchte. Da sollte sich jeder auch ein bisschen selbst an die Nase fassen.

(@Kelle: Auch in einigen anderen europäischen Ländern gab es Probleme :) )
 
Dass das ganze seitdem mal hätte "aktualisiert" werden müssen steht außer Frage, aber man sollte jetzt auch nicht auf die Bahn eindreschen ohne nachzudenken.

Ein ganz klares Jein ;-)

Die ICE Züge sind für eine Lebensdauer mit 30 Jahren konzipiert, wobei eine Generalüberholung zu Halbzeit vorgesehen ist.
Da zwischendurch etwas zu ändern, führt zu ungeplanten Mehrausgaben, die dann auch wieder drei Wochen in den Nachrichten durchgekaut werden, wenn es heißt "Preiserhöhung".

Hinzu kommen die technischen Randbedingungen.
Eine leistungsstärkere Klimaanlage dürfte
- ein höheres Gewicht
- eine höhere Leistungsaufnahme
- und höheren Luftdurchsatz zwischen Wagen und Anlage
benötigen, so dass die Frage steht, ob die Aktualisierung auf der technischen Seite überhaupt was bringt.

Aber ja, Du hast Recht, die Leute stellen das günstigste Verkehrsmittel als teuerstes hin, und am lautesten fluchen die, die einen Zug zum letzten Mal vor 20 Jahren von innen gesehen haben.

Aber es ist schon interessant, wie ein paar defekte Klimaanlagen einen Staat beschäftigen können.

Was machen wir erst bei richtigen Problemen? :mrgreen:

gruss kelle!
 
Aus der Wikipedia mit Quellenangabe:
https://de.wikipedia.org/wiki/ICE_3
Im Sommer 2003 erwiesen sich die Klimaanlagen der Züge als zu schwach. Es kam zu zahlreichen Ausfällen überlasteter Klimaanlagen.[41] Durch Umbauten an den Klimageräten wurden diese Probleme später beseitigt.
Tja, anscheinend war so eine nachträgliche Veränderung doch möglich, hat nur nicht funktioniert, wie man sieht.

Ich stelle mir vor, eine Mercedes-S-Klasse würde einfach die Klimaanlage abstellen, wenn es zu warm würde. Aus Kostengründen. Der Image Schaden für Mercedes wäre wohl auch nicht abzusehen.

Aber sogar in meinem kleinen Kia hat die Anlage noch funktioniert.

Marty
 
Aus der Wikipedia mit Quellenangabe:
https://de.wikipedia.org/wiki/ICE_3
Tja, anscheinend war so eine nachträgliche Veränderung doch möglich, hat nur nicht funktioniert, wie man sieht.

Ähm,, doch, betroffen waren die ICE 2.
ICE 3 sind gemäß https://www.tagesschau.de/inland/bahn1234.html schon bis 35° ausgelegt.

Ich stelle mir vor, eine Mercedes-S-Klasse würde einfach die Klimaanlage abstellen, wenn es zu warm würde. Aus Kostengründen. Der Image Schaden für Mercedes wäre wohl auch nicht abzusehen.

Aber sogar in meinem kleinen Kia hat die Anlage noch funktioniert.

Mich würde das ja mal statistisch interessieren.
Rein prozentual, wo mehr Klimaanlagen abkacken, ob im Auto oder im Zug.

Seltsamerweise kam letzte Woche ein Bericht im Fernsehn darüber, dass Klimatechniker Sonderschichten fahren, weil überall die Klimaanlagen überlastet sind. :ugly:

gruss kelle!
 
Ähm,, doch, betroffen waren die ICE 2.
Ausschliesslich?

Dann liegt es wohl doch nur an der Wartung: https://www.bz-berlin.de/aktuell/deutschland/bahn-panne-wegen-mangelnder-wartung-article929009.html

Mich würde das ja mal statistisch interessieren.
Rein prozentual, wo mehr Klimaanlagen abkacken, ob im Auto oder im Zug.
Wenn die im Auto das nicht mehr schafft, dann kühlt die auf Maximalleistung, aber geht nicht aus.

Seltsamerweise kam letzte Woche ein Bericht im Fernsehn darüber, dass Klimatechniker Sonderschichten fahren, weil überall die Klimaanlagen überlastet sind.
Der war bei uns auch. Aber nicht, weil die ausgefallen war, sondern weil sie die Temperatur nicht mehr soweit kühlen konnte, wie gewünscht. Und im Gegensatz zur Bahn kann man in Autos und Büros in der Regel die Fenster öffnen.

Marty
 
Ausschliesslich?

Dann liegt es wohl doch nur an der Wartung:

Eins muss man mir mal erklären...
Da laufen Geräte über Woche an bzw. über der spezifizierten Grenze, und schalten irgendwann ab.
Was in dem Technik Bereich nichts ungewöhnliches ist. Das kenn ich von Servern, von Verstärkern etc.
Abschalten um Schäden zu vermeiden.

Nach ein paar Stunden außer Betrieb funktionierten die Anlagen wieder.

Wie aber sieht mangelnde Wartung aus?
Irgendwann endet sowas automatisch in mechanischen Beschädigungen, bis hin zu mechanischer Zerstörung.
Sei es ein festgefressenes Kugellager im Lüfter wegen mangelnder Wartung, eine Pumpe die durchschmort, weil Leitungen verstopft sind.
Das behebt sich aber nicht durch rumstehen.

Hinzu treten Wartungsfehler bzw. Probleme durch mangelnde Wartung zufällig auf.

Warum will nun Gott und die Welt bei eindeutig systematischen Fehlern, die auf die zu geringe Dimensionierung der Anlage zurückzuführen ist, unbedingt ein Fehler in der Wartung suchen?

Das man mal ganz heftig darüber diskutieren muss, warum die Züge erst anhielten, nachdem darin extreme Temperaturen herrschten, Leute zusammengeklappt waren, steht außen vor.
Das hätte auch anders laufen können bzw. müssen.

Wenn die im Auto das nicht mehr schafft, dann kühlt die auf Maximalleistung, aber geht nicht aus.

Ne Bekannte wäre froh, wenn in ihrem 2 Jahre altem Mini die Klimaanlage überhaupt ginge :mrgreen:

Nur wie lange würdest Du ein technisches Gerät auf Maximalleistung betreiben?
Bestimmt nicht so lange, bis da die weiße Fahne rausgehalten wird, oder?

Und im Gegensatz zur Bahn kann man in Autos und Büros in der Regel die Fenster öffnen.

Nachdem da schon Tür aus den ICEs fallen, bin ich schon ganz froh, dass die Fenster fest sind ;-)

gruss kelle!
 
Aber es ist schon interessant, wie ein paar defekte Klimaanlagen einen Staat beschäftigen können.
Ja echt mal, ist doch gar nicht der Rede wert, daß reihenweise die Leute umgekippt sind und ärztlich behandelt werden mußten. Beschäftigen wir uns lieber mit sinnvolleren Sachen. Dem Sommerloch beispielweise... :wall:
 
Ja echt mal, ist doch gar nicht der Rede wert, daß reihenweise die Leute umgekippt sind und ärztlich behandelt werden mußten.

Och, im Winter waren der Presse auch ein paar liegen gebliebene Züge wichtiger, als die tausende Knochenbrüche auf Grund von hundsmiserabel geräumten Wegen...

gruss kelle!
 
In meinen Nachrichten kam sehr viel über Knochenbrüche. Über liegengebliebene Züge hab ich nichts gehört. Aber ich les auch keine BILD-Zeitung.