[...] die Auftrag kam vom Herstellerkonsortium (an die Uni Claustal), aber die Bahn war beteiligt und wurde von den Ergebnissen in Kenntnis gesetzt!
In dem Bericht hört sich das alles erstmal sehr schlüssig an.

Die Bahn hat aber, das darf man nicht vergessen, ihre Züge sicherlich über die Jahre vorschriftsmäßig überprüft und offenbar sind dort nie Schäden dieser Art aufgetreten. Wäre das der Fall gewesen, hätte man sicherlich anders reagiert.

Inwieweit da was genau wissenschaftlich fundiert war können wir als Laien sowieso nicht einschätzen.

Und dass der gute Mann von den Grünen einfach nur Stimmung machen will musst du einfach zugeben. ;)
 
In dem Bericht hört sich das alles erstmal sehr schlüssig an.

Die Bahn hat aber, das darf man nicht vergessen, ihre Züge sicherlich über die Jahre vorschriftsmäßig überprüft und offenbar sind dort nie Schäden dieser Art aufgetreten. Wäre das der Fall gewesen, hätte man sicherlich anders reagiert.

Komisches Argument. :think: genauso könnte ich beim TÜV sagen: "Warum soll ich die Bremsen an meinem Auto auswechseln, meine Werkstatt hat sie in den letzten 2 Jahren 3 mal überprüft und keine Mängel festgestellt. Hätten sie was gefunden, hätten sie sicher anders reagiert..."

Du darfst nicht vergessen: die Bahn MUSS effizient (bzw. gewinnbringend) arbeiten, sonst will keiner ihre Aktien haben. Wenn man solche Sachen hört, dann fragt man sich doch, um welchen Preis...

Und dass der gute Mann von den Grünen einfach nur Stimmung machen will musst du einfach zugeben. ;)

Ach, politikergewäsch hab ich außen vor gelassen ;)
 
"Warum soll ich die Bremsen an meinem Auto auswechseln, meine Werkstatt hat sie in den letzten 2 Jahren 3 mal überprüft und keine Mängel festgestellt. Hätten sie was gefunden, hätten sie sicher anders reagiert..."
Bei Bremsen weiß ich vorher, dass die nach ein paar Jahren verschlissen sind und mal gewechselt werden müssen.

Bei diesen Achsen war das aber nicht abzusehen, weil sie für eine längere Lebensdauer ausgelegt sind bzw. waren. Die Hersteller haben die sicherlich nicht mit Absicht zu dünn gemacht.

die Bahn MUSS effizient (bzw. gewinnbringend) arbeiten, sonst will keiner ihre Aktien haben.
Ich glaube nicht, dass die Bahn bewusst ein hohes Sicherheitsrisiko eingeht. Denn wenn wirklich ein schwerer Unfall passiert und das rauskommt, dann gibt es erstmal Riesenärger. Das kann auch Herr Mehdorn einkalkulieren.
 
@kurt:
Du vergisst das Eisenbahnbundesamt.

Wenn der eine Professor belastbare Erkenntnisse hat, dann muss das EBA reagieren.
Und wenn es die Prüfintervalle runtersetzt, Geschwindigkeitsbegrenzungen festsetzt oder ggf. die Züge stilllegt.

Sicherlich ist es einfach, den Bahnvorstand Profitgier vorzuwerfen, wenn man das System nicht kennt.
Wenn man das System aber kennt, dann wird es zumindest komplexer.

Oder man bemüht Verschwörungstheorien, dass das EBA staatlich gesteuerter seits die Meldung auch ignoriert hat, damit der Staat mehr beim Börsengang erwirtschaftet, da dem Staat das Leben der Bürger eh egal ist.

gruss kelle!
 
Äh, kelle, du meist das gleiche EBA, das seinerzeit die Radreifen genehmigt hat, die zu Eschede geführt haben? :think:

Und zunächst geht es um Nachlässigkeit, ob die durch profitgier ausgelöst ist, kann ich nicht beweisen, aber es klingt in der Situation nun mal Plausibel - ganz ohne Verschwörungstheorie.

@hbfk: Bei einem Sicherheitsrelevanten Bauteil MUSS man auf jeden Hinweiß, das die anvisierte Lebensdauer nicht erreicht wird, reagieren. und diese Hinweise gab es offensichtlich.
 
Bei einem Sicherheitsrelevanten Bauteil MUSS man auf jeden Hinweiß, das die anvisierte Lebensdauer nicht erreicht wird, reagieren. und diese Hinweise gab es offensichtlich.
Sagen wir mal so: Die Achsen haben sicherlich zahlreiche Tests bestanden und wurden am Ende genehmigt. Und dann kommt irgendein Experte, der plötzlich das Gegenteil behauptet.

Das passiert sicherlich regelmäßig. Willst du dann den ganzen Betrieb lahm legen und alle bisherigen Tests in Frage stellen? Irgendwo muss ja auch die Verhältnismäßigkeit stimmen.
 
Und zunächst geht es um Nachlässigkeit...

Sei mal ehrlich:
Wenn Du Dir einen neuen Golf kaufst, weil Du aufgrund der Verkaufszahlen und den Erfahrungen anderen davon ausgehst, ein gutes Auto zu kaufen, und dann kommt ein Hansel an und sagt:
"Ich habe berechnet, dass Golf scheiße ist, weil die Umstände in Darmstadt andere sind, als überall, dass überlebt der Golf nicht."

Was würdest Du machen?

3.000 Fahrgestelle vor dem Einbau in die ICEs gegen eine theoretische Berechnung? Was wiegt mehr?

A apropos Berechnung...
Das erinnert mich immer an Schacht Konrad.
Die einen berechnen, dass es sicher ist, die anderen berechnen das Gegenteil.
Wer hat Recht?

gruss kelle!
 
wenn es um Menschenleben sollte zunächst der Pessimist Recht bekommen solange bis die Optimisten die Zweifel zu 100 % ausräumen können

Das erinnert mich an die Kritiker zu Beginn der Eisenbahn.

Der Körper könne die enorm hohen Geschwindigkeiten, es waren nicht mal 50 km/h, nicht verkraften.

Beweisen müssen beide Seiten, der Pessimist kann aber nichts beweisen, da er nie testen würde.

gruss kelle!
 
Folgende News wurde am 11.11.2008 um 14:49:53 Uhr veröffentlicht:
Schon drei Kinder aus Zug gewiesen
DPA-News

Berlin (dpa) - Die Deutsche Bahn hat Konsequenzen angekündigt, nachdem inzwischen das dritte Kind innerhalb weniger Wochen von einem Schaffner aus dem Zug gewiesen wurde. Jedes Fehlverhalten von Zugbegleitern werde arbeitsrechtliche Folgen haben, sagte ein Bahnsprecher in Berlin. Drei Bahnmitarbeiter seien zunächst vom Dienst ausgeschlossen worden. Im jüngsten Fall hatte eine Schaffnerin eine 14 Jahre alte Schülerin aus einem Regionalzug in Berlin herausgeworfen, weil ihr Ticket erst später gültig war.
 
Die Schaffner die bei dem Medienrummel und sowas noch Kinder rausschmeißen, denen ist doch echt nicht mehr zu helfen...abgesehen davon, dass sie das laut Dienstanweisung eh bei Minderjährigen nicht dürfen.

Verstehe ich aber auch ehrlichgesagt nicht, bei uns wurde noch nie einer aus dem Zug geworfen, nur das "erhöhte Beförderungsentgelt" wird immer kassiert bzw. gefordert, wo es nur irgendwie zu kriegen ist...:roll:
 
Bei uns werden die Leute auch raus geschmissen.

Und ich frage mich gerade, ob du bei dem ganzen Medienrummel deine Kinder nicht mehr alleine draußen spielen lässt? Wäre ja unverantwortlich...

Da wurde gegen eine Dienstanweisung verstoßen = schlecht.

Das Kind wurde in mitten einer Stadt (scheinbar mit Handy, da die Mutter es abholen konnte um es zur Schule zu fahren) an einer Haltestelle raus gelassen = suboptimal da es ja ein Recht auf unterricht hat und es so dieses Recht von jemanden aberkannt bekommen hat aber sicherlich nicht gemeingefährlich...
 
Wenn man fies wäre, könnte man sich ja jetzt fragen, ob man seinen Kindern in der Zukunft überhaupt noch Fahrkarten kaufen muss....
 
Stammtisch

Schwarzfahrer kommen doch IMMER aus sozial schwachen Schichten, da gibt es sowas wie Taschengeld doch gar nicht. Das wird doch alles zusammengeklaut. :ugly:
 
Mit 12 bis 14 Jahren sollten die Monster alt genug sein, zu gucken, ob man nen Fahrschein dabei hat und ob der gültig ist.

Irgendwann müssen die mal lernen, dass das Leben kein Ponyhof ist.

gruss kelle!
 
ja richtig. ob man sie deshalb aber aus dem zug schmeißen muss, steht auf einem anderen blatt. ;)